1* J ge 9 a0 a— ler „i u den angsdorff. blen Schuh Ae kreten. eEimntock. kspital ntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, * die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. wecner Serth old Od, leiten dereit. 1 auf den 31. weißer Ter n Okarben bi Der redliche eine Belohnun Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche 4 Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterune und Conſcription im Jahr 1844. ee e. Nagel l. Ich weiſe Sie an, unverzüglich die Vorarbeiten zur befe dießjährigen Muſternng vorzunehmen, ſomit alsbald die Orts— e ſewobl, a liſten aufzustellen, ſo daß ſolche überall bis zum 1. Februar , Brennerein öffentlich, angeheftet ſein konnen. Sie werden bei dieſem fund agu] Geſchäfte genau nach den Vorſchriften der Verordnung vom ebcentſcg 30. April 1831 über Ausführung des Recrutirungsgeſetzes dic macht, e. vom 30. April 1831 in den§§. 6—14 verfahren. Zu den ger. Auszügen der Geiſtlichen über die 1824 gebornen Dienſt— 5 3 pflichtigen ſind nur die vorgeſchriebenen gedruckten Formu— etelſen larien, welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu ge⸗ blung. brauchen, auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hinſichtlich bertu„Curt, dieſer Auszüge, die unter Formular II zur Verordnung vom Aren konnte,) 30. April 1831 in den Bemerkungen unter ſolchen gegebe— n nen Vorſchriften genau beachtet, auch das Pfarramtsſiegel dieſen Auszügen beigedrückt werde. Bei ſich ergebenden Mängeln haben Sie die Auszüge alsbald zur Verbeſſerung 6 zurück zu geben. Bis zum 18. Februar müſſen alle Ge— um meindeliſten in doppelter Ausfertigung mit den Auszügen der Geiſtlichen und den über die Behandlung des ganzen Geſchäfts aufzunehmenden Protokollen, woraus zu erſehen, 1844 daß die Ortsliſten von dem Gemeinderath geprüft, und die zückt“ im. 18 der Verordnung vom 20. April 1831 vorgeſchrie— benen Bekanntmachungen erlaſſen worden, bei Meidung einer Disciplinarſtrafe und Abholung durch Strafboten angelangt ſein. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüche „l auf Depot⸗Verſetzung haben Sie die Protokolle genau nach dem Formular V. aufzunehmen, und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorſchriften der 69. 18—31 An der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu ſor⸗ in der untetzeg gen, daß den auf Seite 4 des Protokolls von den Geiſt— omen: lichen aufzuſtellenden Beſcheinigungen über die Familienver— haältuiſſe von ſolchen, das Dienſtſiegel beigedrückt werde. 95 Dieſe Protokolle über Depotanſprüche ſind nach§. 28. vor der nage deren Offenlegung und noch vor der Einſendung der Orts— — liſten zur Prüfung an mich einzusenden. bo man gen Ich mache Sie auf die Beſtimmung des§. 10 pos. 6 beſouders aufmerkſam, daß Sie diejenigen Dienſtpflichtigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht ꝛcr, beſonders anzuweiſen haben, ſich deßfalls genügende Zeug⸗ niſſe von Schullehrern, Geiſtlichen, Gemeindevorſtänden ic. zu verſchaffen, und dieſe bei der Muſterung mitzubringen. Nach F. 40 der Verordnung müſſen, mit alleiniger Aus⸗ nahme derjenigen, welche ſich vertreten laſſen, alle Conſcrip⸗ tionspflichtigen bei der Muſterung perſoͤnlich erſcheinen, gegen⸗ falls ſie, als dem Geſetz ausgewichen angeſehen, und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden. 5 Bei Beurtheilung der Frage, ob ein Depotanſprechen⸗ der vermögend genug ſein, ohne Zerrüttung ſeines Nahrungs— ſtandes, für ſeinen Sohn einen Einſteher zu ſtellen, haben die Gemeinderäthe davon auszugehen, daß zur Stellung eines Einſtehers die Summe von neunzig Gulden erforder⸗ lich ſeie. Außer dem im Jahre 1824 Gebornen müſſen auch die— jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporär untauglich, als unterm Maas, oder aus andern Gründen zur dießjährigen Muſterung zurückgeſtellt worden, in den dießjährigen Gemeindeliſten wieder eingetragen werden. Grünberg den 12. Jannar 1844. Duc er. Dieſe zur dießjahrigen Muſterung Zurückgeſtellten ſind: Felda: Johannes Hammerſtädt, Martin Goͤbel.— Gro— ßeneichen: Johann Georg Horſt.— Grünberg: Bern— hard Kullmann.— Lauter: Johaunes Volk.— Londorf: Johann Heinrich Lich, Meyer Löb.— Zeilba ch.: Johan⸗ nes Weiß.— Köddingen: Heinrich Prenſel.— Nieder— ohmen: Konrad Keil.— Rüddingshauſen: Moſes Loͤwenſtein. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 2. V. Dienſt nachrichten: Am 11. Dez. 1843 wurde dem außerord. Profeſſor der evangl. Theologie Dr. phil. Heſſe zu Gießen die Stelle eines Univerſitätspredigers bei der Landesuniverſität übertragen; am 12. der 2. Criminal— richter Klingelhöffer zu Gießen zum 1. peinlichen Rich ter, der peinliche Gerichtsſeeretär Höpfner daſelbſt zum 2. peinlichen Richter und der Stadtgerichtsactuar Binzer daſ. r zum Secretär bei dem Criminalgerichte zu Gießen; der Freiprediger Reuling dahier zum Hauptrechner der allge⸗ meinen geiſtlichen Wittwenkaſſe dahier, der Univerſitäts— Rentamtmann Martin zu Gießen zum Rechner der allge⸗ meinen geiſtlichen Wittwenkaſſe in der Provinz Oberheſſen und der bisherige Schaffner der rheinheſſiſchen geiſtlichen Wittwenkaſſe Eſſelborn zu Alzey zum Rechner der geiſt⸗ lichen Wittwenkaſſe in der Provinz Rheinheſſen; am 19. der Geh. Oberfinanzrath Schenk dahier zum Director der 2. Section der Oberfinanzkammer, der Rechnungsprobator bei der 2. Abtheilung der Juſtificatur der Rechnungskammer Konzen zum Rechner der Criminalkaſſe zu Gießen ernannt; am 22. der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach auf die evang. Schullehrerſtelle zu Würzberg praͤſentirte Schul⸗ vicar Grünewald zu Schönnen, und der von dem Stadt— vorſtande zu Alsfeld auf die 3. Knabenſchullehrerſtelle daſ. präſentirte Schullehrer an der dortigen 2. Mädchenſchule, Gundrum, für dieſe Stelle beſtätigt.— VI. Verſetzung in den Ruheſtand: Am 3. Oet. 1843 der penſ. Criminalgerichtsſecretär Merk zu Gießen, in ſeiner Eigenſchaft als Rechner der Criminalkaſſe daſ.— VII. Concurrenz für: eine Acceſſiſtenſtelle bei der »Calculatur und Steuercontrole der Oberfinanzkammer I. Sect., mit 500 fl. Beſoldung(binnen 14 Tagen bei der Oberfinanzkammer I. Seet.); die evang. Pfarrſtelle zu Allen⸗ dorf an der Lumda mit 598 fl.; die evang. Schullehrerſtelle zu Heidelbach mit 155 fl; die 1. Knaben-Schullehrerſtelle zu Griesheim mit 492 fl. 35 kr., einſchließlich der zu 25 fl. voranſchlagten 4 Stecken Holz zur Heitzung des Schul— locals.— VIII. Geſtorben ſind: am 6. Dez. 1843 der Phy⸗ ſicats⸗Chirurg Keller zu Gießen; am 14. der penſ. Ober⸗ förſter Ewald zu Beſſungen. Wetterauer Sagen. I. Die Sage von dem Schiffloch bei Unterflorſtadt. Zwiſchen Unterflorſtadté“) und Wickſtadt iſt in der Nidda eine große Tiefe, welche das Schiffloch heißt. Warum es dieſen Namen hat, wird ſich ſchwerlich ausma— *) Der Name Florſtadt iſt verdorben aus dem früheren Namen Flo⸗ ſtadt(Fléstadt, im Jahr 1405); dieſer Name aber iſt verkürzt mit Verdunkelung des à zu 6 aus dem zwiſchen 1300 und 1400 verkommenden Namen Flanſtadt(Flänstad), wie auch unſer größ— ter deutſcher Sprachgelehrter, Jacob Grimm, angibt. Flänstad end- lich iſt zuſammengezogen aus dem noch älteren Namen des Ortes: Flagestat. Was nun dieſes Wort bedeutet hat, iſt ſchwer auszuma⸗ chen; stat iſt zwar klar und bedeutet Ortſchaft(unſer Stadt), aber lage iſt ein altes Worte, welches in unſrer Sprache nicht mehr ge— funden wird und auch nicht zu den bekannten Wörtern gehört. Ein Manns⸗ oder Frauenname iſt es nicht; vielleicht kann es aber de im Mittelalter(vor 500 Jabren) im Deutſchen gebrauchte Wort die vlage, flage ſein, welches„Sturm“ bedeutet und noch im Hol— ländiſchen vorkommt. Dann wäre Flagestat ſo viel als„Sturm⸗ ſtadt.“ Ob dieß etwa auf die Sturmfluten der Nidda gehen könnte läßt ſich nun freilich nicht beſtimmen. a 92 chen laſſen; aber die Leute ſagen, es ſei ſo tief, daß in ihm eine Kirche mit dem Thurm untergienge, wenn man ſie hineinſtellte. Von dieſem Schiffloch nun erzählten noch vor etwa vier und zwanzig Jahren alte Leute folgende Sage.“) Es war einmal ein kühner Schwimmer, der kam an das Schiffloch und ſprang hinunter und kam in das Tief. Schon dachten die Leute, er ſei verloren; da kam er wie— der herauf und hatte unter jedem Arme einen Fiſch und zwiſchen den Zähnen einen und brachte ſie ſo mit heraus an das Land. Die Fiſche waren alle von einer ungeheuern Größe, wie man ihrer in der Nidda noch nicht geſehen. Dann erzählte er von der Tiefe und was ſich alles da unten fande, ſo daß die Leute voll Verwunderung zuhörten. unten wäre eine ungeheuere Menge Fiſche, alle von gewal— tiger Größe, und ſie ſtünden da, wie hier oben die Ochſen an den Krippen. Aus den Fiſchen ſeien die von ihm ge— nommen worden, welche er mit herauf gebracht habe. Nicht lange darauf kam dem Mann wieder die Luſt an, zu den Fiſchen in das Schiffloch hinunter zu ſchwimmen, um ſich noch mehr unter ihnen umzuſehen und neue heraufzuholen; aber da iſt er bei ſeinen Fiſchen unten geblieben und nicht wieder heraufgekommen.. W. Da Verſchiedenes. Merke dir, was Leſſing, der große Dichter n res Volkes, ſagt:„ein Freund, der uns alles unter die Augen ſagt, was er Anſtößiges an uns bemerkt, iſt jetz ſehr rar; man muß ihn nicht vor den Kopf ſtoßen und wenn er auch unter zehn Malen nur ein Mal recht haben ſollte.“ 5 Noch ein Wort Leſſings will ich dir heute zu bedenken geben, lieber Leſer:„die Religion iſt eine Zierde fur alle Menſchen und muß ihre weſentlichſte Zierde ſein.— Was kann unſere Seele mit erhabeneren Begriffen erfüllen, als die Religion? Und worin kann die Schönheit der Seele anders beſtehen, als in ſolchen Begriffen? in würdigen Be griffen von Gott, von uns, von unſeren Pflichten, von un— ſerer Beſtimmung? Was kann unſer Herz, dieſen Sammel platz verderbter und unruhiger Leidenſchaften, mehr reinigen, mehr beruhigen, als eben dieſe Religion? Was kann unt im Elende mehr aufrichten, als ſie? Was kann uns 3 wahreren Menſchen, zu beſſeren Bürgern, zu aufrichtigeren Freunden machen, als ſie?“— ) Siehe Dr. Ph. Dieffenbachs Urgeſchichte der Wetterau S. 280281 Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. rr Güter-Verſteigerung. (9) Auf Antrag der Erben der Wilhelm Weckerlings Wittwe ſollen Donnerſtag den 25. Januar, von Morgens 9 uhr an, in hieſigem Rathhauſe deren Güterſtücke, beſtehend in 60 Ruthen Garten in den Liebfrauengärten an F. Windecker, 84 Ruthen Acker im Kleinwarth— feld an Georg Lang, 91½ Ruthe in der Lach an Chriſtoph Weckerling, ſodann in der Ge— markung Fauerbach II., 82 Ruthen Acker an der Wingertsgaſſe, 50 Ruthen an der Oſter— luzey, 42% Ruthe obig dem Stadtweg an L. Sang, 90 Rth. an der Wüſtung neben E. Sang, 90 ¼ Rth. an der Töpfenkaut, 92½¼ Rth. am Entengraben an Balthaſar Mohr, 83 Rth. am Bachbornpfad, 114 Rih. in der alten Gewann an J. Neiſel, 87¼ Rth. an der Elach an Salzmann, 63 Rth. links der Dor⸗ heimer Hohl an G. Mengel, 71 ½ Rth. da ſelbſt rechts an Gottl. Milde, 83½ Rth. allo an H. Sang, 20 Rth. Baumgarten allda ah Joh. Neiſel, 108 Rth. obig der Pferdswieſ an G. M. Billaſch, 49 Rth. am Mainzerthor weg an Chr. Weckerling, 98½ Rth. daſelbſ an F. Zimmermann, 93 Rth. in der oberſten Elach an Mohr, 85½ Rth. am Hockenben an B. Sprengel, 89½ Rth. am Bauernheine Weg an M. Philippi, 52 Rth. Baumga rie un Mühlfeld 31% Rth. Wieſe an der Mühl fall, 59½ Rth. im Holz an Friedrich Zim, 60 Die Uhr, werden ein ſcen Be z) im Diſtrte 5 3 SE. J Sie 1 15 4 5) im Diſttn, 1500 gewischt 1100 Ging Die Jus der Querſch! Ochſtad. 620 1! burger Forſts 0 er Wie Iich und mit herauz r ungeheuer nicht geſehen. ales da Unten arten. Di en gewal⸗ den die Ochſen don ihm ge⸗ * habe. Nicht tan, zu den men, um ſit caufpuholen; den und nicht W. e Dichter 11 ſlles unter de! gerkt, iſt jeh. Kopf ſtotzel tur ein Mil dir heute zn ine Zierde fu zierde ſein.— riffen erfüllm nbeit der Seil 1 würdigen Ne lichten, von in dieſen Samml mehr reiniga Was kann un k uns 711 Nth. n tb. al Aurten allda n er Pferdswe⸗ n Mainzerthl % Rtb. dase in der ober am Pockenk⸗ am auernbe f. mermann, 78 Rth. zwiſchen den Hohlen an Friedrich Zimmermann und 57% Rth. Acker obig dem Dorheimer Pfad öffentlich meiſtbie— tend verſteigert und bei annebmbarem Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 13. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. f Güter Verſteigerung. (50) Montag den 29. Januar l. J., Mor⸗ gens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Ratbhauſe auf freiwilligen Antrag der Erben des Johan⸗ nes Berg nachbemerkte Güterſtücke öffentlich meiſtbietend unter vortheilhaften Bedingungen verſteigert werden, als: 84½ Ruthen Acker im Großwarthfeld an Heinr. Mühling, 84 Ruthen im Großgalgenfeld an Heinrich Salzmann II., 197 Ruthen daſelbſt an Ernſt Falck, 224 Ru⸗ then im Lachenfeld an Philipp Preuſſer, 171 Ruthen daſelbſt an E. Kath. Domſchütz, 42 Ruthen Wieſen, Straßheimer Grund an F. K. Berg, ſodann 34% Ruthen auf dem Krä⸗ mer in der Gemarkung Fauerbach an F. Ni⸗— colai. Hierbei wird bemerkt, daß bei annehm— baren Geboten die Genehmigung ſogleich er— theilt wird. Friedberg den 14. Januar 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holz-Verſteigerung. (31) Dienſtag den 23. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem Freiherrl. von Francken— ſtein'ſchen Walde dahier verſteigert: a) im Diſtricte unter der Querſchneiße: eh buchen Scheitholz, 9„ Prügelholz, 5„ Stockholz, b) im Diſtricte längs den Strasheimer Hecken: 5% Stecken eichen und birken Scheitholz, 3„ buchen Pruͤgelbolz, 9½¼%„ eeichen und birken Prügelholz, 7%„ ditto Stockholz, 800 buchen Wellen, 1500 gemiſchte Wellen und 1100 Ginſtern⸗Wellen.. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtricte unter der Querſchneiße. Ockſtadt den 14. Januar 1844. Brömſer. Holz⸗ Verkauf. (82) Aus dem Erbſtädter Walde, Naum— burger Forſts, ſollen Montag den 22. d. M., von Morgens 10 Uhr an, 15 Stämme eichen Werkholz, 24 1 buchen Werkholz, 19 Stück Deichſeln, 22„ Leiterbäume, „Schock Baumpfaähle und 107½ Klaftern buchen Scheitholz; ſerner:. Dounerſtag den 25. d. M., von Morgens 10 Uhr an, 21½ Klaftern buchen Scheitholz, 41½ Schock„ Zopfreiſer, 37 Klaftern buchen Erdſtöcke, bei dem Gaſtwirth Mörſchel zu Erbſtadt an den Mehrſtbietenden, gegen baare Zahlung vor der Abfuhr, verkauft werden. Windecken den 12. Januar 1844. Kurfürſtlich Heſſiſche Renterei Hitzeroth. Arbeits-Verſteigerungen. 67) Donnerſtag den 25. Januar l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier die bei Erbauung eines zweiten Stock— werks auf das Schulgebäude dahier, ſowie die beim Umbau des Rathhauſes dahier vorkom— menden Arbeiten, öffentlich an die Wenigſt— nehmenden in Gegenwart des Gr. Kreisbau— 8 223 meiſters des Baubezirks Friedberg verſteigert werden. Die Arbeiten ſind folgendermaßen voran— ſchlagt: f a I. Erbauung eines zweiten Stocks auf das Schulgebäude. fl. kr. 1) Maurerarbeit mit Lieferung der erforderlichen Materialien 107154 Die Lieferung der Materialien wird jedoch beſonders verſteigert. 2) Steinhauerarbeit 353 24 3) Zimmerarbeit 1076 24 4) Oachdeckerarbeit 543 15 5) Schreinerarbeit 531 19 6) Schloſſerarbeit 272 50 7) Glaſerarbeit 228— 8) Weißbinderarbeit 528 12 9) Spenglerarbeit 88 40 II. Umbauung des Rathhauſes. 1) Maurerarbeit mit Lieferung der Materialien 551 42 Die Lieferung der Materialien wird jedoch beſonders verſteigert. 2) Steinhauerarbeit 366 33 3) Zimmerarbeit 457 57 4) Dachdeckerarbeit 61 56 5) Schreinerarbeit 434 6 6) Schloſſerarbeit 433 22 7) Glaſerarbeit 178 30 8) Weißbinderarbeit 550 44 9) Spenglerarbeit 31 20 Riſſe und Voranſchläge liegen auf dem Bureau des Gr. Kreisbaumeiſters zu Fried— berg zur Einſicht offen. Vilbel den 11. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hinkel. Holz⸗-Verſteigerung. (65) Montag den 22. d. M., Vormittags 9 Ubr, ſollen in dem Gemeindewald zu Ober rosbach, Diſtrict alter Heegwald: 1) 3 Stecken buchen Scheitholz,. An as pen 5 2 5 buchen Prügelbolz, 4) 1 aspen 72 en buchen Stockholz, 60 7 aspen 7) 274½ Stück buchen Wellen, 8) 112„ aspen 5 9) 5 buchen Nutzſtücken zu Wagenachſen 10) 3 aspen 5 0 brauchbar, 11) 4 Stuck buchen Pflugswetter, öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt hintee dem Keller— berg. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 15. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Blecher. Güter-Verſteigerung. (66) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der Frau Johannes Wasmuth's Wittwe ſollen Montag den 5. Februar l. J., Vormittags von 9 Ühr an, in hieſigem Rathhauſe deren Guterſtücke, als: 1 Scheuer in der Seegaſſe, 9 Rth. Garten an Katharina Wasmuth, 67 Rth. Garten vor dem Fauerbacher Thor an Steuercommiſſär Bingmann, 53 Rth. Garten an Wilhelm Goll, 41 Rth. Garten am Wüd— kautsgraben, 3 V. 38 Rth. im Großwarth— feld an Jungfrau Jenkel, 1 M. 33 Rth. Acker daſelbſt an Ludwig Klockengieſer, 3 V. 31 Rth. daſelbſt an Heinrich Hanſtein, im Kleinwarth— feld 3 V. 33 Rth., bei der Pfingſtweide an Friedr. Kautz 1 M. 1 V. 5 Rih., an Heinrich Hanſtein im Großgalgenfeld 1, M. 1 V. 2 Rth., an Heinrich Müller 2 V. 7 Rth., am Dachspfad an der Pfarrei 3 V., an Thomas Horn 1 M. 1 V. 28 Rth., an der Landſtraße an Heinrich Horn 2 M. 33 Rth., an Tobias Waltz Wittwe 1 M. 11 Rtb., an Johs. Waas 2 V. 4 Rth., an Karl Reuß im Lachenfeld 2 P. 11 Rth., an Poſthalter Helmolt 1 M. 1 V. 2 Rth., an der Steinrutſche an Caspar Altmannſperger 2 M. 2 V. 20 Rth., an Poſt⸗ halter Helmolt 3 V. 7th, an Adam Stein⸗ häuſer 1 P. 1 Rth. Wieſe im Strasheimer Grund, öffentlich an den Meiſtbietenden auf mehrere Zahlungstermine verſteigert und der Zuſchlag bei annehmbarem Gebote ſogleich er— theilt werden. Friedberg den 17. Januar 1844. 0 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Obligations-Verlooſung. (67) Bei der dahier ſtattgehabten Obliga— tions⸗Verlooſung ſind die Nummern 7, 12 und 11 à 500 fl., 47, 49, 26, 39, 44, 21 und 57 à 200 fl., und 80, 92 und 72 à 100 fl. zur Abtragung auf den 1. April 1844 beſtimmt worden. f 2 Die Inhaber wollen daher bis dahin ihr Geld entweder bei dem Gemeinderechner zu petterweil oder bei den Gebrüdern Lindhei— mer zu Friedberg in Empfang nehmen, da die Verzinſung mit dieſem Tage aufhört. Petterweil den 14. Januar 1844. Der Grhß. Heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Bekanntmachung. (68) Montag den 12. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die ſogenannte Langwieſemüble bei Nieder⸗ ohmen, beſtehend in einem einſtöckigen Wohn— haus und Mühlbau mit einem Mabl- und einem Schlaggang, an letzterem iſt eine Trölles⸗ mühle angebracht, ferner einer einſtöckigen Scheuer, ſowie 233 Klafter Grund der Hof— raithe und des Gartens, 7 Morgen 203 Klaf⸗ ter Ackerland und 5 Morgen 384 Klafter Wie— ſen zwangsweiſe verſteigert werden. Niederohmen den 15. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Carle. Holz⸗Verſtelgerung. (69) Nächſten Dienſtag den 23. o. M., von Morgens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräfllich Solms-Roͤdelheim'ſchen Wald bei Wickſtadt das nachfolgende Holz, nämlich: 67 Stecken buchen Stangen-Prügel, 16 2 linden ꝛc. Prügel, 55 7. gemiſchtes Stockholz, 1 45 eichen Stangen-Prügel, 100„ Reiſey öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer— denden Bedingungen, verkauft werden. Aſſenheim den 16. Januar 1844. Gräflich Solms-Roͤdelheim'ſche Forſtverwaltung. Bekanntmachuug. (70) Die Braunkohlen-Konſumenten des Dornaſſenbeimer Werks werden davon in Kenntniß geſetzt, das daſelbſt noch eine bedeu— tende Quantität gut ausgetrockneter Klötze vorräthig iſt, auch ferner Bürgſcheine für Beträge von 30 Centner auf ſechs Monate Zablungsfriſt angenommen werden. Die Bürg— ſcheine dürfen aber nur auf eines Abnehmers Namen geſtellt ſein. Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenbeim am 15. Jan. 1844. Fr. Schmidt, Bergverwalter, Nude Privat- Bekanntmachungen. Ein junger Mann, (AI) in Schreiben und Rechnen wohl geübt, iſt erbotigt in ſeinen Freiſtunden an einen! * Schreib- oder Rechnungsbüreau in Friedberg gegen billige Vergütung Arbeiten zu überneh⸗ men. Das Nähere iſt bei der löbl. Expedition dieſes Blattes zu erfahren. Holländiſche Preßhefe (62) zu allen Weiß⸗Bäckereien ſowobl, als auch zum Anſatz in Brandwein⸗ Brennereien ausgezeichnet gut, das Original⸗Pfund⸗Paquet zu 30 kr.. Wer ſich zu täglichen oder wöchentlichen größeren Beziehungen verbindlich macht, er⸗ hält ſolche verhältnißmäßig billiger. Gießen im Januar 1844.. M. Silbereiſen. Empfehlung. (710 Die unterzeichneten ſind geſonnen für die Iſraeliten in hieſiger Gegend das Matzen⸗ mehl, die Meſt à 18 Pfund netto Gewicht, zu 1 fl. 16 kr. zu liefern. Durch gute Be⸗ handlung und reelle Bedienung hoffen wir uns das Zutrauen unſerer geehrten Abnehmer zu erwerben und ſehen daher baldigen Beſtellun— gen entgegen. Friedberg den 17. Januar 1844. E. Garte. J. Rappolt. Aufforderung. (72 Diejenigen Herrn, welche von meinen Guüterſtücken geſteigert und noch nicht die Ter— minzahlung von 1843 entrichtet haben, wer— den erinnert, daß Weihnachten 1843 vorüber iſt. Friedberg. Heinrich Preuſſer. Empfehlung. (73) Die Unterzeichnete empfiehlt ſich einem verehrten Publikum im Weißzeug⸗Nähen und Damen⸗-Kleider machen, welches ſie in Darmſtadt gründlich erlernt hat. Geneigte Aufträge führt ſie nach Wunſch der verehrli⸗ chen Beſtellerinnen ſowohl in als außer dem Hauſe aus und hofft ſich durch gute und bil⸗ lige Arbeit das Wohlwollen der ſie mit Auf— trägen Beehrenden zu erwerben und zu er— halten. Friedberg den 17. Januar 1844. Henriette Ferro. Zur Nachricht. (70 Mit geſottenen Faſtenk retzeln empfieblt ſich F. W. Reuß, Bäckermeiſter. Ein Logis (75) iſt mit oder ohne Möbel zu vermiethen und ſogleich zu beziehen bei Buchbinder E. Weis. Anzeige. (76) Der vormalige Geometer Koch zu Butz bach bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß er fur dieſen Winter wieder Unterricht in den Anfangsgründen der Mathematik mit Anleitungen zur praktiſchen Feldmeßkunſt und deneu für Bauhandwerker nöthigen Zeichnungs— lehren gegen böchſt billiges Honorar ertheilt. Auch haben ſich bereils mehr als 30 junge Leute gemeldet. Sollte in der Umgegend noch Jemand ſein, der ſich au dieſem Unterrichte betheiligen mochte, ſo möge er ſich bald hierzu melden. Butzbach den 14. Januar 1844. f Koch. Verſteigerung. (77 Freitag den 26. Januar d. F., Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſollen in dem Gaſthauſe zum Löwen in Butzbach gegen 50 Flaſchen Rouſ— ſillon, einige Flaſchen Rum de Jamaica und Magenbitker Parthieenweiſe verſteigert werden. „ 4 24 Die dritte Abendunterhaltung (78) des hieſigen Geſangvereins findet Sonn⸗ tag den 28. Januar im Gerlach'ſchen Saale ſtatt. Warnung. (79) Unangenehme Erfahrungen nöthigen mich zu der Erklarung, daß ich für nichts gut bin, was auf meinen Namen geborgt wird. Vilbel den 17. Januar 1844. Ried, Lehrer. Geſchaͤfts-Empfehluug. (800) Indem ich einem verehrten Publi⸗ kum hiermit die ergebenſte Anzeige mache, daß ich mich auf hieſigem Platze als Meſſerſchmied etablirt habe, empfehle ich mein Geſchäft, unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung, einer freundlichen und wohlwollenden Auf⸗ nahme. Butzbach den 16. Jan. 1844. Philipp Diehl. Theater in Friedberg. Mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung wird Sonntag d. 21. Jan. aufgeführt: Das Pfefferroͤſel (810 oder die frankfurter Meſſe im Jahr 1297. Schauſplel in 5 Akten von Birch- Pfeiffer. ſter Platz 24 kr.— 2ter Platz 12 kr.— Zter Platz 6 kr. Anfang um 7 Uhr.— Die Kaſſe wird um halb 7 Uhr geöffnet.— Schau⸗ platz im Saale des Herrn Mann. Ergebenſt ladet ein A. Ellwanger. Polizeiliche Anzeigen ſind wieder vorräthig bei f C. Binder nagel. Literariſche Anzeige. (82) Die Herren Organiſten, Kantoren, Kir— chenvorſteher 1c. werden hiermit ganz ergebenſt benachrichtigt, daß die von Seiten der Hoch⸗ löblichen Regierungen auf Veranlaſſung eines hoben Kultus-Mintiſterii zur allgemeinſten Ver— breitung empfohlene, im Verlage von Leuckart in Breslau erſchienene Schrift: Die Orgel und ihr Bau von Seidel ſo eben in einer zweiten, bedeutend vermehr— ten und verbeſſerten Auflage erſchienen und noch durch die Buchhandlung von C. Bin— dernagel in Friedberg zum Subſcriptions— preiſe von 1 fl. 48 kr. zu beziehen iſt. Frankfurter Gold-Cours vom 18. Januar. fl. J kr. Neue Louisd'or 14 4 Friedrichsd'or 9 45 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 925 Engliſche Souverains 11154 ö Kirchliche An für Friedberg. 3. Sonntag n. Epiph. den 21. Januar. Pfarrammtliche Funktionen verrichtet: Herr Kirchenrath Pi Vormittags predigt in der Burgkirche: zeigen [ger. Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Sta Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags um mm. 3 Uhr, hält Herr Candidat Stau dinger. Fruchtpreiſe 19. Jan.] 12. Jan.] 8. Jan. Gattung. Fried⸗ iu, Groß- berg Mainz gerau b fl. tt. ff tr. ff. tr. Waizen pr. Malter] 9 30 8531 840 Korn 55 7 730 7 230 652 Gerſte„* 5 301 5 521 5 55 Hafer„ 75 3— 31341 330 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg 1 ind Butzbach vom 21. bis 27. Januar 1844. Der Gr. Heſſ. Kreis rath d 2 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. S kr. pf. kr. pf. I. Leib⸗Roggenbrod 5 1 55 5 345% A 75 111 Lth. th. — Milchbrod 14% 14½ — Waſſerweck 105 155 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15 ¼ 1 5½ Fleiſch-Preiſe. pf. pf: 1 Ochſenfleiſch 1 437% 8%% zg go; gemäſtetes 10— 10— „Kühfleiſch E 9 95 0% gemäſtetes 10— 10— „ Rindfteiſch ungemäſtetes 9— 9— 7 Kalbfleiſch 5 1 9 „ Schweinenfleiſch 3213 2 „ Hammelfleiſch 101— 110— „ Schaaflleiſch N „ Wurſtvon blos Schweinen 15— 15— „Gemiſchte Wurſt 101— 110— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 17— 17— „ Geräucherter Speck 28— 23— „Schinken 19— 18— „ Doörrfleiſch 19— 19— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett e „ Hammelcsfett 115— 151— K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſi Kreisrath d. K. Hungen Follenius⸗- Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 7 * I. Vero der Justiz ve ſandener Zu Bezug auf? Perhütung Pferde u ib Neg.⸗Bl. v. füge, daß 1 in welchen ſie dh det Steg gehotig aug das eiuſchſeg Denunelar angedrohte den Vith daß jedoch vorbehalten gewieſen wer Wirth und 9 Keuntniß zu damit der W gegen den 5 II. N wurde dem Schützjuden Namen„Sa VIII. 2 der Gensdar Hrn. Grafen bei dem Lan dem 2. Lehrt berger, die Hagen; der der 1. Sect. n und der let Bet ord m 3. don Jun,