Faun und Kun lich näler 5 Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M33. Sonnabend, den 19. Oktober Amtlicher Theil. Bekanntmachung. In der am 23. September l. J. dahier abgehaltenen Hauptverſammlung der Vereinsmitglieder der im Jahr 1834 für die Kreiſe Gießen und Grünberg begründeten Spar⸗ und Leihkaſſe, wurde die Rechnung über die Verwaltung des Jahres 1843 ſtatutengemäß abgeſchloſſen, deren Ergeb⸗ giſſe in nachſtehender Ueberſicht dem Publikum vorgelegt werden. A. Das Activ⸗Vermöoͤgen beträgt: fl. kr. ) an Kaſſevorrath 0 5338 6 2) an Kapitalien, welche von 3298 Debito⸗ ren alſo durchſchnittlich mit 52 fl. von einem Einzelnen— berſcude und mit 5% verzinſet werden 171782 41 3) an ausſtehenden, aber duch 10 bude Stückzinſen. 4557 11 9) an Jahreszinſen, welche zwar fallg, 5 noch nicht bezahlt worden ſind.. 273 28 Summe 181951 26 B. Das Paſſiv⸗Vermögen beträgt: ) an Einlagen, welche von 1512 Credi⸗ toren zur Kaſſe gegeben worden und von dieſer mit 3%/ verzinſet werden, und zwar: a) an Kapitalien nach§. 43. der Sta⸗ tuten 7250— b) an Erſparnißkapitalien 169866 25 ) an fälligen, aber von den Glaäͤubigern noch nicht empfangenen Zinſen. 59 1 ) an Reſervefond 4776— Summe 181951 26 An Erſparnißkapitalien ſind zur Vereinskaſſe eingezahlt: Zahl der Summe. Im Durch- Creditor. N fl. kr. kr. 19 von öffentlichen Dienern 104 19000— 182 42 ) von Künſtlern, Profeſſio⸗ niſten und Landwirthen 278 3) von Curatoren Minderjäh⸗ iger, Abweſender ꝛc. und 55830— 200 6 von Eltern für ihre Kinder 376 28601— 76— ) von Rechnern für Privat⸗ unterſtützungs-Vereine 11 1305— 118 36 5) von Dienſtboten und zwar: a) von männlichen Dienſt⸗ boten. 0 197 18304— 92 54 b) von weiblichen dier boten a 519 46826 25 90 12 Summe 1485 169866 25 114 24 Eine Vergleich zung mit der Nachweiſung für das Jahr 1842 ergiebt, daß die Summe der ausgeliehenen Kapitalien um 27817 fl. 45 kr. und die Summe der eingelegten Ka— pitalien um 262250 fl.— kr. ſowie die Zahl der Debito⸗ ren mit 588, die Zahl der Einleger aber mit 149 im Jahr 1843 ſich vermehrt hat. An Prämien für Dienſtboten und an Beiträgen zur Unterhaltung der in achtzehn Gemeinden errichteten Indu— ſtrieſchulen, die durchſchnittlich von 790 Kindern beſucht wer— den, wurden im Jahr 1843 566 fl 24 kr. bezahlt, dennoch hat der Reſervefond um 933 fl. 9 kr. ſich vermehrt und am Ende des Jahrs 1843 4776 Gulden betragen. Gießen den 10. October 1844. Der Vorſtand des Vereins. Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 23. Februar d. J. im Intelligenz-Blatt Nr. 19 den Buͤrger⸗ meiſtern des Kreiſes Hungen zur Nachricht. Aus den Regierungsblättern fuͤr das Jahr 1844 Nr. 16 bis 29 ſind zu publiciren und zwar: a) aus dem Regierungsblatt Nr. 17 bis 24: Nichts. b) das Regierungsblatt Nr. 25. c) aus dem Regierungsblatt Nr. 26: Nichts. d„ 7* 5 5 2) Bekanntmachung, das Verbot der Verbreitung der im Verlage des Fr. Moriz Heberer zu Mannheim erſchie⸗ nenen Schrift:„der deutſche Handwerksburſche nach den Forderungen der Gegenwart von Ferd. Adrian“ betr. 5) Bekanntmachung, die Statuten der Staatsaſſekuranz—⸗ anſtalt für die Stellvertretung betr. e) aus dem Regierungsblatt Nr. 28 und 29: Nichts. Hungen den 15. Oktober 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Hungen In Verhinderung des Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretair. er ü ee gel. III. Unglucksvogel— Todtenvogel— nennt man auch eine gewiſſe Klaſſe von Käuzlein, die einen Schrei haben, den man, der Einbildunsgkraft Raum geſtattend, ungefähr in die Worte: komm' mit! überſetzen kann. Man findet nun an vielen Orten den Aberglauben, wenn man ein ſol⸗ ches Kauzlein rufen höre, ſo bedeute das ein großes Unglück, nemlich den eigenen oder den Tod eines Angehörigen. Jeder Aberglaube kann einen mehr oder weniger betruͤbenden Einfluß auf das Leben, ſeine Geſtaltung, die Uebung der Pflichten u. ſ. w. haben und daß dieß auch bei dem Aber⸗ glauben von den Unglücks⸗— oder Todtenvögeln der Fall ſei, das ſoll nachfolgende kurze Erzählung lehren. Hans Jonathan Baumgärtner war ein fleißiger und rechtſchaffener Mann, der ſeine Familie, aus Frau und fünf Kindern beſtehend, ehrlich und ordentlich, wenn ſchon im Schweiße ſeines Angeſichts, als Taglöhner ernährte. Ingleichen hatte Baumgärtner auch, was man ſagt, einen geſunden Menſchenverſtand und konnte ohne Bedenken zu den anfgeklärten Dorfbewohnern gerechnet wer— den, ja alle Glieder ſeiner Familie glichen ihm in dem an⸗ gegebenen Stücke mehr oder weniger, da man bei ihm nie von Geſpenſtern, Hexen, Hexenmeiſtern u. ſ. w. in der Weiſe, als ob man daran glaube, redete. Nur von einem Aberglaube konnte der alte Hans Jonathan ſich nicht frei machen, eben von dem Aberglauben mit den Unglücks⸗ vögeln und auch hierin folgten Frau und Kind den Spuren des Vaters. Oft wurde er deshalb von Andern ausgelacht und verſpottet, aber er ließ ſich nicht irre machen und ſagte: ich weiß es aus Erfahrung, daß Niemand umſonſt den Todtenvogel rufen hört, und was ich ſelbſt erfahren habe, dabei bleibe ich. Einſt nun wurde Hans Jonathan unwohl und zwar zuerſt in einem ſo geringen Grade, daß weder er, noch ſeine Angehörigen einen großen Werth darauf legten; man dachte, er habe ſich dort oder da ein wenig erkältet und wenn er ein Paar Tage zu Hauſe bleibe, Thee trinke „ 330* und ſchwitze, dann werde das Uebel auch ohne Arzt— der gleich gar zu viel koſte, weil er auswärts wohne— wie⸗ der verſchwinden, wie es gekommen ſei. Aber Hans Jo, nathan blieb zu Hauſe, trank Thee und ſchwitzte und doch zog ſich der Zeitpunkt ſeiner Geneſung in die Länge; es ward zwar nicht ſchlimmer, aber doch auch nicht beſſer mit ihm.— Da faßte man denn eines Abends den Entſchluß, Morgen wolle man doch zum Doctor ſchicken, es könne ja in jedem Falle nicht ſchaden; aber während man noch dar uͤber verhandelte, wer zum Arzte gehen und wann dieß geſchehen ſolle, richtete ſich mit einem Male der Kranke im Bette auf und ſagte:„horch Mutter, horcht Kinder, hat nicht da eben der Todtenvogel gerufen? Philipp, mach' einmal das Fenſter auf, daß ich beſſer höre, was draußen auf der Straße geſchieht, denn wenn der Todtenvogel ruft, dann ruft er, wie ihr wiſſet, immer dreimal.“ Philipp öffnete das Fenſter mit klopfendem Herzen und kaum war ſein Geſchäft beendet, da flog es mit lei— ſem Flügelſchlage durch die Luft und rief: komm mit! komm mit! und nach einer Weile abermals komm mit! komm mit! Nun ſah Baumgärtner und mit ihm ſeine Familie die Frage, ob er leben bleibe oder ſterben werde, für ent— ſchieden an, jeder Verſuch, das durch die Krankheit gefähr⸗ dete Leben des Vaters zu erhalten, hielt man für ein eit— les, dem durch den Unglücksvogel geoffenbarten Rathſchluſſe Gottes zuwider laufendes Beginnen, man ſtand von dem Gedanken, Morgen den Arzt herbeizurufen, ganz ab und ſuchte ſich auf allen Seiten nur auf die bevorſtehende Tren⸗ nung vorzubereiten. Wirklich nahm auch die bisher ganz ungefährliche Krankheit des Vaters am darauffolgenden Tage ſchon ein ſehr bedenkliches Ausſehen an, ein heftiges Fieber begann in den Eingeweiden des Kranken zu wühlen und ſeine Kraft zu zerſtören— nach Vrlauf von weiteren ſieben Tageu lag er auf der Bahre und eine arme Familie hatte ihr Haupt, ihren Ernährer verloren. Die Nachbarn Baumgärtners erzählten ſpäter dem Arzte von den Zeichen der Krankheit, welcher der Mann als Opfer gefallen war und der Arzt verſicherte hoch und heilig, der Kranke hätte noch an jenem Tage, wo man zu— erſt ihn rufen zu laſſen beabſichtigte, mit einer Kleinigkeit dem Leben können erhalten werden und ware nur in Folge des bei ihm und den Seinen zur fixen Idee gewordenen Aberglaubens eine Beute des Todes geworden. Baumgärtners Leute aber ſchwören heute noch Stein und Bein zuſammen: ihr Vater ſei geſtorben, weil der Un— glücksvogel gerufen habe, und ich— ſtimme ihnen bei, aber nicht in ihrem, ſondern in dem Sinne des Arztes. Kirchenbuchs⸗Auszug vom September 1844. Friedberg. Getraute: 15. Georg Friedrich Klein, Burger und Leinwebermeiſter dahier, ein Wittwer, und Wilhelmine Katharine Wagner, des weiland Joh. Georg Wagner, Beiſaſſen und Leinwebers zu Heuchelheim, ehelich ledige Tochter. heinrich Muller dem hieſgen. Jockel eine Tochte —ä—ͤ—ſ— Aumtmachunge hörden Bekannt Ind Auf die Verfu Aichts Friedberg don Ui Montag den 2. An 11 Uhr, in hies l befrau des Geomel ad heim zustehende G u Vurg Friedberg, g, Wed vad Odds 5 f belegen, und 58 lech, öffentlich meiſtd can sogleich ert t dberg den 29. Der Grßb gemeine Renten ſt ad! ) Es wird bier! ſahſaß gebracht, daß ic in Lich zum uge Aaanſtalt zu Darm ih daß bei demſelt un Zu Beitrittserklqt lünen, letztere zu ngen werden koͤnn Aeentgegennahme. ud Einlagen iſt der önnen im(auf ddr. inel. abgegeb. amdadt am 30. Aection der allgen Dr. H i Bekann t ) beine Kir ih en Kircheng 9 2 gre, fol 0 b.. Franken An g „% 331. „ 20 Konrad Wentzel, Gensdarm zu Pferd 2. Cl., des wei⸗ 22. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha, geb. den 6. Sept. a land Ortsbürgers und Schreinermeiſters Georg Wentzel 29. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Karl Rauſch qu Langgöns, ehelich lediger Sohn und Maria Katha⸗ ein Sohn, Heinrich, geb. den 12. Sept. dW tina Zinßer, des weiland Gr. Schullehrers Karl Zin— 29. Ein unehelicher Sohn, Andreas, und eine uneheliche l ſer zu Strebendorf, eheliche ledige Tochter. Tochter, Maria, Zwillinge, geb. den 8. Sept. * Getaufte: 29. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Heinrich Boller * a 1 ein Sohn, Johannes, geb. den 27. Sept. II Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Thomas Becker II. Ache 05 5 g b s ken eine Tochter, Katharina Eliſabetha, geb. den 17. Aug. Beerdigte: 1 dem hieſigen Bürger und Kürſchnermeiſter Philipp 4. Johann Ludwig Lang, Bürger und Schuhmachermeiſter den Schmidt eine Tochter, Anng Barbara, geb. d. 13. Aug. dahier, alt 83 Jahre, 6 Monate und 17 Tage, 5 den Fran, 8! Dem hieſigen Bürger, Küfer, Bierbrauermeiſter und 3. Sept. Gaſtwirthe Philipp Wilhelm Sieck eine Tochter, Maria 19. Magdalena, geb. den 26. Aug. pp, dem Gr. Kreisbaumeiſter dahier Chriſtian Friedrich das dran Stockhauſen ein Sohn, Franz Guſtav Otto Hektor, 20. s geb. den 27. Juli. 13. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Juſtus Rückert eine Tochter, Catharina, geb. den 24. Aug. 295 Thereſe Matthias, geb. Roller, des Gr. Pfarrers zu Fauerbach II. Ludwig Chriſtian Matthias Ehegattin, alt 24 Jahre, 10 Monate, 21 Tage, f den 17. Sept. Louiſe Margarethe Fink, des hieſigen Kreis-Secretariats⸗ Gehülfen Heinrich Fink eheliches Töchterlein, alt 1 Jahr, 8 Monate, 20 Tage, 5 den 18. Sept. Wilhelm Schaͤfer, des hieſigen Bürgers und Metzger⸗ deu 18. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Friedrich heinrich Müller ein Sohn, Friedrich, geb. d. 22. Aug. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Johannes Jockel eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 28. Aug. meiſters Georg Schäfer eheliches Söhnlein, alt 6 Monate, Tu den 20. Sept. Eine uneheliche Tochter, Katharina, alt 3 Monate, 12 Tage, 1 den 22. Sept. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c NN νιιε Bekanntmachung. e(1810 Auf die Verfügung Großh. Heſſ. e Lanigerichts Friedberg vom 25. September l. 8 n oll Montag den 21. Oktober, Vormit⸗ lags um 11 Uhr, in hieſigem Rathbauſe der zun der khefrau des Geometer Bindernagel II. en Bentheim zuſtehende Garten, in der Ge— a Rarkung Burg Friedberg, zwiſchen dem Nau— dügeſ heimer Weg und Ockſtädter Grenze an Franz beckigeegen, und 347 ½ Ruth. alten Maßes haltend öffentlich meiſtbietend verſteigert und der Zuschlag ſogleich ertheilt werden. Fiſelberg den 29. September 1844. Der Grßb. Heſſ. Burgermeiſter D. Fritz Allgeneine Rentenanſtalt zu Darm ſtadt. (13300 Cs wird hierdurch zur öffentlichen Kenpſtuß gebracht, daß Herr Geometer Die— ter ist in Lich zum Agenten der allgemeinen Renteranſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſowohl die Formu⸗ lar ien ·1 Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. per Exemplar, empfingen werden können. 175 Zur kntgegennahme von Beitrittserklärun⸗ gen ind Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben kinnen im laufenden Jahre bis 30. Nobember incl. abgegeben werden. Darß ſta dt am 30. September 1844. Die dürction der allgemeinen Rentenanſtalt. Hügel. vt. Schaffnit. Vekanntmachung. 350) Cine Kirchenglocke von 2.2“ Durch— meſſeß, 2“ 2“ Höhe und beiläufig 100 Pfd. ſchweß, dann eine Thurmuhr von 375“ Länge, 4 Höte und 2“ Breite werden Mona; den 28. d. M, Nachmittags 2 uhr, beim unterzeichneten Amte, wo die Verkaufs- obſekde figlich eingeſebeu werden können, an den Thatbietenden öffentlich verſteigert. Ootſedt am 15. Oktober 1844. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt Ange ren. Edietalladun g.“ (1357) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an den Nachlaß des Hirſch Fröhlich von Bo— benhauſen ſind im Termin, den 26. November l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſogewiß bei dem unterzeichneten Gericht anzuzeigen und zu be— gründen, widrigenfalls ſie bei der Vertheilung der Verlaſſenſchaft nicht berückſichtigt werden. Ulrichſtein den 11. October 1844. Grßb. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß. Brück. Arbeits- Verſteigerung. (1358) Montag den 21. Oktober l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der Ve⸗ hauſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus dahier, die bei Reparatur der Burgkirch⸗Uhr dahier vorkommenden Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man noch, daß nur ſolche Uhrmacher zugelaſſen werden können, welche eine Caution von wenigſtens 200 Gul— den zu leiſten im Stande ſind. Friedberg den 12. Oktober 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Obligations-Verlooſung. (1359) Bei der heute ſtattgehabten Ver— looſung von 500 fl. älterer hieſiger Gemeinde— Obligationen ſind die Nummern 40 und 44, jede zu 200 fl., und 59 zu 100 fl. rückzahl⸗ bar geworden. Die Inhaber gedachter Partial-Schuldver— ſchreibungen werden hiermit aufgefordert, gegen quittirte Rückgabe dieſer Schuldſcheine die Beträge bis zum 1. Januar 1845 bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, da von dieſem Tage an keine Zinſen mehr bezahlt werden. Rödelheim am 8. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hieronimus. Bekanntmachung. (1360) Da beſchloſſen worden die nachbe— nannten Bedürfniſſe hieſiger Garniſon im 1. Semeſter k. J. nämlich an Brod, Brennöl, Thran, Talglich⸗ ter, Gerſten⸗Schroth, Waizenkleie, Leinkuchen, ſodann Korn- und Ger⸗ ſtenſtroh zum Füllen einzelner Betten, auf dem Wege der Soumiſſton in Lieferung zu vergeben, ſo wollen die zur Uebernahme frag— licher Lieferungen Luſttragenden ihre Forde— rungen verſiegelt und mit der Aufſchrift des betreffenden Lieferungsgegenſtandes verſehen, bis längſtens den 24. d. Mts., Morgens 10 Ubr, in das am Eingange zum bieſigen Mili tärverwaltungsbureau aufgehängte Soumiſ— ſionskäſtchen einlegen, indem gleich nach Ablauf der bemerkten Stunde die eingelegten Sou⸗ miſſionen in Beiſein der Soumittenten geöff— net werden ſollen. Die Lieferungsbedingun⸗ gen, welche zugleich auch das Soumiſſions— verfahren enthaſten, können Vor- und Nach⸗ mittags auf dem gedachten Bureau eingeſehen werden. Butzbach den 16. Oktober 1844. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1361) Montag den 21. Oktober l. J., Vormittags um 9 Uhr, wird die im Burg⸗ grafiatshof dahier liegende Erde, welche bei der Erbauung eines Canals ausgegraben wor— den iſt, zum Wegtransportiren an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 12. Oktober 1844. Der Großb. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1362) Montag den 21. October l. F., Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hauſe zehn, auch mehrere Schaafpferche, je nach dem Concurrenz vorhanden iſt, wovon der erſte mit dem 27. Oktober beginnt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 15. October 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. N NN NNNNN Privat- Bekanntmachungen. Geſchäftseröffnung. (1353) Wir haben hiermit das Vergnügen, einem geehrten Publikum die ergebenſte An— zeige zu machen, daß wir das von unſerm Vater Hirsch Meyer ſeit langen Jahren geführte Geſchaͤft von heute an auf unſere eigene Rechnung unter der veränderten unterzeich⸗ neten Firma fortbetreiben werden, und be⸗ nachrichtigen daſſelbe gleichzeitig, daß wir bis zum 22. d. M. ein Eisen-, Guss-& Landesprodukten- Geschäft etc. in Butzbach unter derſelben Firma eröffnen werden. g Wir halten uns des unſerm Vater bisher geſchenkten Zutrauens verſichert, welches wir zu rechtfertigen nicht ermangeln werden. Münzenberg den 1. Oktober 1844. Hirsch Meyer Söhne. Zwei Logis, (1332) jedes ein Zimmer nebſt Kabinet, ſind mit Möbel zu vermiethen. Friedberg den 13. Oktober 1844. Heinrich Hedderich. (1383), unſer reichhaltiges Lager Kuhkrippen, Schweintroͤge und Treppentritte in allen Groͤßen, rauher und geſchlif⸗ fener Sandplatten bringen wir mit dem Bemerken in geneigte Erinnerung, daß wir auch auf alle anderer Art bearbeitete Sandſteine aus den Bettinger Brüchen Beſtellungen anneh⸗ men. Dieß auf die Annonce des G. M. Adel⸗ mann, in Betreff der Vollmacht, von der wir ſeit einem Jahre einen Gebrauch zu machen nicht nöthig hatten und ohne welche die bedeu. tende Lieferung der Sandſteine zu der Reiter⸗ caſerne zu Butzbach übertragen und von uns ſchnell und pünktlich ausgeführt wurde. Gebruͤder Groͤdel. H. B. Grödel in Friedberg (136 empfiehlt eine ſchöne Auswahl Jagdtaſchen, Schrotbeutel 1 und Pulverhoͤrner owie uſinger Jagdgamaſchen, Jagd⸗ huͤte und Pelzhandſchuhe zu billigen Preiſen. Eine Haushälterin (1365) von 30— 40 Jahren wird geſucht. Bei der Expedition dieſes Blattes iſt zu er— fahren von wem. O b ſt bäume. (1366) unterzeichnete nimmt Beſtellungen auf alle Sorten Kronenberger Obſthäume an, und wird er ſolche bis zum 1. Nov. liefern. Joſeph Fegbeutel J. von Ockſtadt. Ein Logis, (1367) das ſogleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei 1 K. H. Friedrich, Schneidermeiſter. 8 332* An Herrn Joh. Rahn zu Altenſtadt. (1368) Die ausländiſche Jüdin B. Emmerich zu Altenſtadt will von dem Kauz, welcher ſich in Nr. 73 des Friedberger Intelligenzblatts aus Lichtſcheu unter Ihrem Namen hören ließ, Wiſſenſchaft haben. Da ihm nun durch⸗ aus für ſein Bubenſtück nach Gebühr die Flü⸗ gel beſchnitten werden müſſen; ſo laſſen Sie das gedachte Judenſubjekt am rechten Orte reden, was zu ſeinem Habhaftwerden führt. Ihr Freund A. B. C. Stroh- 1c. Verſteigerung. (1369) Montag den 28. Oktober, Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden dahier in der Wohnung von Heinrich Rühls V. Kinder an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert: 18 Fuder Roggenſtroh, 15„ 4Gerſtenſtroh, 4„ Waizenſtroh, 7„ Haferſtroh, 100 Centner Heu, 50 1 Grummet, 80 Malter Kartoffeln, und laden hierzu ein Gettenau den 14. Ockober 1844. Die Vormünder: H. Muth III G. Möbs II. Ein Logis (1370) für einen ledigen Herrn iſt mit der Ausſicht auf die breite Straße zu vermiethen und ſogleich zu beziehen bei 5 0 L. Bol änder. Eine neue Droſchke (1371) mit Verdeck, welche ein⸗ und zwei⸗ ſpännig gefahren werden kann, ſteht billig zu verkaufen bei 5 8 Gutbubs Wittwe zu Lich. Literariſche Anzeige. (1372) Bei C. Binder nagel in Fried, berg iſt neu angekommen: Das illuſtrirte Algier und Marokko. 1 Planotafel, illuminirt. (Preis 18 kr.) enthalt: 10 eine recht deutliche Karte von. Marokko, Algier, Tunis, Tripolis und dem ganzen nördlichen Afrika; 2) die Portraits von 16 der ausgezeichnetſten dort kommandi⸗ renden franzöſiſchen Befehlshaber, von Abd. el⸗ Kader und Anderen mehr; 3) Abbildungen der dort im Felde ſtehenden franzöſiſchen und afrikaniſchen Krieger und Nachweiß aller dort⸗ hin kommandirten franzöſiſchen Regimenter und Truppentheile; 4) Anſichten afrikaniſcher Städte und Kolonien; 5) bildliche Darſtellung der bedeutendſten Treffen und Kriegsvorfälle; 6) kurze Statiſtik von Algier, Marokko und Tunis. Frankfurter Gold-Cours vom 17. Oktober. — 2 2 1 Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53¼½/ Rand⸗Ducaten 5 34½ 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11151 7 Kirchliche Anzeigen 0 IU für Friedberg. 20. Sonntag nach Trinitatis den 1 Oktober. Pfarramtliche Funktionen verrichtet! Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirch Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirch Herr Candidat Dingeldei. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittag von 3— 4 Uhr, halt Candidat Schüler 1. Fruchtpreiſe⸗ 17. Off. TI. Oer 8 5 Gattung. Fried⸗ Gro berg Mainz 1 fl. tr. fi.. Walzen pr. Malter] 8— 815 16 en l 6—1 5455 0 b Gerſte„„ 440] 518 5% Der Groß Hafer„ 15 3—1 310 240 12 1 8 Ffeisrath det Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butz vom 20. bis 26. Oktbr. 1844. uml Gtoßh. Aid: Die Landgeſtüte als Beſchäler d ſonen für 1845 Bube Rejenigen Gr. B bah in Nr. 52 des kr. g Usſchreiben entſpt 2 5 Fried⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. 8 kr. pf. 13 Leib⸗Roggenbrod 2112 2 7. 1. 4 3 4 6* 9 1 Lth. — Milchbrod 15 — WVaſſerweck 16 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 ¼½ Fleiſch-Preiſe. pf. 1 Ochſenfleiſch ades 11— 7 gemäſtete 9— „Kühfleiſch a 8— z 8g z gemäſtetes 81 2 7 Rindſteiſch ungemäftetes 7 9 „ Kalbfleiſch 9 2 „ Schweinenfleiſch 11 52 „Hammelfleiſch 9— „ Schaaflleiſch 7— „Wurſtvon blos Schweinen 12— „Gemiſchte Wurſt 8— „ Bratwurſt 15— „Schwartenmagen 15— „Geräucherter Speck 22— „Schinken 17— „ Doörrfleiſch 17 2 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— unausgelaſſen 184 „Nierenfett 19— 5 Hammelsfett 15 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d Küchler. 0. 815 Die Poltzeij⸗Tare für die Stadt Bußbel, del Seite en gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrat Follenius. 2 40 9 1 1 1 län erſt heute m A eligenz⸗Blatt Artgebach vom 16. Aer hieſgen Orts ere Brande betr ge der ganzen Hsu erwiedern,! — SSS S S S 8 10 15 belehrt word 7-A ue eine Scheuer 5 heuer t möglich die 0 20-h ebenſo ſchnel 8 7 16% J ber Eigenthü h d. K. Humpe 0 15— un ge ſtattete, 5 1% Frledhogg ee angrenzender 0 16 schenden in b an den 9 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 8 — rlhei ö ſelle, fann Ne en bagweifen und