— * — — — — * ei f 0—.. 77 Main:] Ou 21 Früchte des Fliegenwedelhandels. 8 % Deffentliche Blätter meldeten im April d. J. aus [ endon: Der Geiſtliche an der hieſigen deutſch-lutheriſchen 13 1 kcche in Goodmann'sſields, Herr Cappel(bekanntlich ein Taxe Zgling des hieſigen theologiſchen Prediger-Seminars, wel— und Butkaß hs er von Oſtern 1839 bis dahin 1840 beſuchte), führte Jul 184, c 12. vor dem Polizei-Beamten Norton über das ſchänd— — he Treiben mehrerer entarteten Deutſchen Beſchwerde, „ lche ein Gewerbe daraus machen, armen deutſchen Fami⸗ „e n ihre Kinder unter allerhand Verſprechungen abzulocken end dieſelben dann nach England zu bringen, um ſie dort 0 un Betteln, Beſen verkaufen, Tambourinſchlagen ꝛc. für ihre ii Achnung zu verwenden. Als nächſten Anlaß ſeiner Be— 1% 1 dſtwerde führte Hr. Cappel an, daß vor wenig Tagen ein 155 0 hutſches Mädchen von 14 Jahren, um confirmirt zu wer— iin, zu ihm gekommen ſey und ihm uber die Behandlung, e ſie von ihrem„Herrn“, einem gewiſſen Philipp Winter, — 3 geide, und über deſſen ruchloſes Treiben ſo empörende „ bittheilungen gemacht habe, daß er nach Einziehung nähe— e Erkundigung ſich jetzt veranlaßt geſehen habe, die Sache Ie Polizei bekannt zu machen. Zugleich führte der Geiſt— he das Mädchen ſelbſt vor und forderte ſie auf, dem Hrn. — horton ihre früheren Ausſagen zu wiederholen. Das Mäd⸗ ben, welches ziemlich fließend Engliſch ſprach, gab an, daß 4 Binter vor 4 Jahren zu ihren bei Frankfurt wohnenden 9 emen Eltern gekommen war und ſich erboten hatte, ſie, 8— 18, dis Mädchen, auf ein Jahr mit nach England zu nehmen, —% ir dort Koſt, Kleider und 10 Shill. Lohn zu geben und ſie -Ich Verlauf des Jahres entweder ſelbſt zurückzubringen oder üſtenfrei heimzuſchicken. Ein Geſchenk von wenigen Shil⸗ -Ilngen hatte ihre Eltern zur Einwilligung vermocht. Mit e dals, Dinter in England angelangt, ward ſie von ihm Jahr aus 1 gahr ein, mit noch 13 anderen Mädchen deſſelben Alters, „ ute de auf ähnliche Art in Winter's ſogenannten Dienſt ge— Emmen waren, in London und auf dem Lande umherge— 7 ſhickt, um theils zu betteln, theils Beſen zu verkaufen — ud das Tambourin zu ſpielen. Sie brachte täglich min⸗ r 82 „ Intelligenz-Blatt NN für die ae, Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 3536. Mittwoch, den 17. Juli 1844. deſtens 18 Pence, an Jahrmarkttagen ſogar mitunter 12—14 Shill. zuſammen, die ſie ihrem Herrn bis auf den letzten Heller abliefern mußte. Brachte ſie weniger Geld, als ihr Herr erwartet hatte, ſo wurde ſie, gleich den anderen Mäd⸗ chen in gleichem Falle, tüchtig von ihm geprügelt, während ſie ſämmtlich nur die nothdürftigſte und ſchlechteſte Koſt von ihm empfingen. Winter führt nach ihren Angaben von dem Gelde, das ihm die Mädchen verdienen müſſen, ein verſchwenderiſches Leben, iſt oft berauſcht und verkehrt mit ſchlechten Dirnen; auch ſaß er wegen im Rauſche verübter Gewaltthätigkeiten ſchon öfter im Gefängniſſe. Das Mäd- chen äußerte zum Schluſſe noch, daß Winter ihr weder Geld zur Heimreiſe, noch zur Unterſtützung ihrer armen Eltern habe geben wollen. Der Geiſtliche ergänzte ihre Ausſagen dahin, daß Winter zwei Brüder in London habe, welche ganz daſſelbe Gewerbe treiben; einer hält 16 Mäd⸗ chen und 2 Knaben, die für ihn betteln müſſen und auf's ſchmählichſte behandelt werden. Der Polizeibeamte bedauerte, daß er ſolchen Schändlichkeiten, da keine Klage wegen Kin— derdiebſtahls vorliege, nicht abhelfen könne, ſprach jedoch die Hoffnung aus, daß ihre Veröffentlichung in den Zeitungen dem Unfuge am wirkſamſten ſteuern werde. Der Geiſtliche entfernte ſich, nachdem er noch bemerkt hatte, daß er dem Mädchen, deſſen Klagen ihn hierher gefuͤhrt hätten, einen Dienſt in einer ordentlichen Familie verſchafft habe, wo es ihm hoffentlich gut ergehen werde. Das von Herrn L. Cappel in Schutz genommene, unglückliche Mädchen iſt nach einer Mittheilung der Groß— herzogl. Heſſ. Zeitung Anna Dorothea Jöckel, die 15 Jahre alte Tochter des Taglöhners Johan nes Jockel zu Höckersdorf, Kreiſes Grünberg. Dieſelbe iſt jetzt nach einer angeblich durch Philipp Winter von Niederweiſel be— wirkten, ſeit dem 27. Januar 1840 ſtattgehabten Abweſen— heit, mit einem Confirmationsſcheine von gedachtem Herrn Geiſtlichen verſehen, von London zu ihren Aeltern glücklich wieder zurückgekehrt. Nur dieſem braven Herrn Cappel verdankt ſie ihre Rettung, denn er befreite ſie aus den Hän⸗ ——— p —— ———— 1 —— den ihres Verführers, nahm ſie auf, verpflegte ſie ſorgfältig, ertheilte ihr den erforderlichen Confirmanden-Unterricht, und gab ihr die Mittel zur Heimreiſe. Sein gutes Werk ver— gelte ihm der Herr, anderen Aeltern aber diene dies zur Belehrung und Warnung, denn nicht immer finden ſich ſo freundliche Retter in fremdem Lande! Verein gegen den Wucher mit Lebensmitteln. Dieſer Verein beſteht zwar noch nicht, doch iſt in Schwaben von Gründung eines ſolchen ernſtlich die Rede. Es iſt bekannt, daß ſich in Stuttgart und andern Städten Würtembergs bereits Aktienbäckereien gegründet haben; obiger Verein wäre alſo nur eine Erweiterung der Idee. Ein Arti— kel im„Schwäbiſchen Merkur,“ aus Tuttlingen datirt, ſucht nachzuweiſen, daß der Mangel an Lebensmitteln vielfach ein künſtlicher ſei, der vom Wucher unter allerlei Ge— ſtalten wenigſtens mit herbeigefuͤhrt worden ſei, und fährt dann ſo fort:„Es wäre daher gewiß ein edles Unternehmen, wenn in unſerer an Vereinen aller Art ſo reichen Zeit ſich auch ein Verein bilden würde, der große Quantitäten von Früchten ankaufte, ſie zu möglichſt billigen Preiſen an Arme und minder Bemittelte abgabe, und dadurch auf ſolche Weiſe dem jetzt nicht zu vermeidenden Wucher an den Schrannen vorgebeugt würde. Ein ſolcher Verein müßte natürlich mit großen Kapitalien verſehen ſein und, wie jeder andere Verein, an verſchiedenen Punkten des Landes Ver— zweigungen haben. Der thätigſten Unterſtuͤtzung von Sei— ten der höheren Behörden würde er ſich wohl im voraus verſichert halten können. Mancher, der jetzt ſeine Vorräthe ängſtlich zurückhält, mancher, der lieber eine Schuld macht, als den geringen Ueberſchuß ſeiner Ernte über den eigenen Bedarf veräußert, würde ſich beim Beſtehen eines ſolchen Vereins weit leichter hierzu entſchließen, da er weiß, daß ihm im Nothfall die Hülfe deſſelben zu Gebot ſteht; und, was das Wichtigſte wäre, dem am meiſten die ärmere Klaſſe treffenden Wucher Einzelner würde ein Ziel geſteckt, ohne daß dadurch der dem Fleiße des Landwirths gebührenden Belohnung Eintrag geſchähe.“— Die Redaktion des Schwä— biſchen Merkurs bemerkt zu dieſen Vorſchlägen:„Schon ehe wir dieſen Aufſatz erhielten, wurde die Sache hier vielfach beſprochen, und es ſind unmittelbar zuvor Anträge von wohlmeinenden Privatperſonen uns zugekommen, welche ſich einem zweckmäßig geleiteten Unternehmen gerne anſchließen würden. Natürlich müßte das Ganze nicht auf einen zu hoffenden Nutzen für die Unternehmer berechnet werden. Wenn es aber gelingen würde, nicht unbedeutende Kapita— lien, etwa auf Aktien, für dieſen Vorſchlag zuſammen zu bringen, wobei namentlich auch auf die Hülfe wohlhabender Gemeinde- und Stiftungskaſſen müßte gerechnet werden dür— fen, wenn ferner umſichtige, uneigennützige Handlungshäuſer die Unternehmung leiteten und ein bedeutender Fruchtein— kauf in der Fremde gemacht würde, dann konnte obiger. Vorſchlag gewiß von Nutzen ſein. Aufkauf im eigenen Lande dagegen, würde nach unſerer Anſicht, das Uebel jetzt nur 5 22. vergrößern. Allerdings iſt die Schifffahrt für dieſes Jah am Ende. Wenn aber im Laufe des Winters einige h. deutende Einkäufe im Auslande gemacht und ſogleich mz Anfang der Schifffahrt ins Land gebracht würden, ſo wür 95 ſchon durch dieſe Ausſicht dem Wucher bedeutend geſteuen denn die jetzige*) künſtliche Theurung und das Zurückhaltg 1 der Fruchtvorräthe ſtützen ſich größerntheils auf die Erway“ 4 tung, im Frühjahr noch höhere Preiſe erzwingen zu können Findet der Vorſchlag Beifall, ſo haben wir bereits Auß trag, nicht ganz unbedeutende Summen für daß Unternehmen anzumelden.“— Wenn ſolche Beſtrebun gen, je nach den beſondern Localverhältniſſen in Deutſh land, allgemein würden, um dem Wucher mit Lebensmſ teln— in jeder Beziehung der abſcheulichſte!— auf enn 1 90 Anna Alla 5 Johann! nacken Dem eisen Be Aochter, Anale Jem bieſtgen Jeotg, geb. den giſche Weiſe vorzubeugen, ſo wären doch die letzten Nu unmmmacht zeiten zu etwas gut geweſen. Dies der Grund, weßhal wir auf jene Vorſchläge im Würtembergiſchen aufmerkſan machen.(M. U.) *) Der Artikel ſtand am Ende vorigen Jahrs im Schwäbiſchen Merk, Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Juni 1844. I. Lich. Gretraute: 6. Der hieſige Ortsbürger und Bäckermeiſter Karl Ludwig Klug, de verſtorbenen hiefigen Bürgers und Bäckermeiſters Philipp Wllhelg Klug ehelich lediger Sohn, und Henriette Sophie Charlotte Mig nus, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und ſtädtiſchen Zieglers Lad, wig Magnus eheliche ledige Tochter. 6. Der hieſige Ortsbürger und Metzgermeiſter Karl Ludwig Wager, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Philipp Jacob Wagner he, lich lediger Sohn, und Johannette Walz, des hieſigen Bürgers ind bt Nl 0 zur! ö* ot die Brunke A Dorveim 8 N Da ſdon ö ſt, daß Braunkoh! beim Bezug det 0 die einzeln berabf! gungen verlangt, hal ſeguenten, Verkau cuckte Formular ſalſprochen werden ung getroffen w le bei Herrn Bus ſledberg ſtets zu en billigen Preis v agen ſchon it bine gang eine ſtete Nac Metzgermeiſters Chriſtian Walz, eheliche ledige Tochter. 16. Der hieſige Ortsbürger und Gensd'arme zu Fuß IJ. Klaſſe Joh aun Jacob Glockengießer, des Bürgers und Oekonomen Ludwig Glocken gießer von Friedberg, ehelich verwittweter Sohn, und Marie Mag, dalene Finzel von Friedberg, des dortigen Bürgers und Schneid meiſters Johann Ludwig Finzel, eheliche ledige Tochter. 16. Der hieſige Ortsbürger und Kaufmann Johann Konrad Köhler don Langsdorf, Kreiſes Hungen, des dortigen Großhl. Bürgermeiften Johann Adam Köhler ehelich lediger Sohn, und Marie Juſtine, vn, wittwete Lenz, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Kaufmam Philipp Chriſtian Fiſcher eheliche Tochter. Getaufte: 4. Dem hiefigen Ortsbürger u. Wagnermeiſter Joh. Heinrich Mörle II. ein Sohn, Philipp Jacob, geb. den 22. Mai. 4. Dem hieſigen Ortsbürger und Gärtner Karl Jakob Emmanil Becker eine Tochter, Joſephine, geb. den 28. Mai. 10. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geb. den 3. Juni. 30. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Johannes Lotz ein Tochter, Magdalene, geb. den 19. Juni. Beerdigte: 9. Friedrich Philipp Magnus, der unverheirathen Marie Magdalen Magnus von hier uneheliches Söhnchen, alt 10 Jahre, 1 Mon und 27 Tage, 1 den 7. Juni. 23. Karoline Grobert, des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſtelk Johannes Grobert eheliches Töchterchen, alt 1 Monat und 2 Tage, + den 21. Juni. 25 Johann Philipp Kaiſer, des hieſigen Ortsbürgers und Schuhmachet meiſters Jonathan Kaiſer eheliches Söhnchen, alt 1 Monat und Tage, 1m den 23. Juni. 29. Johann Adam Gutbub, hieſiger Ortsbürger und Wagnermeiſter, al 49 Jahre, 2 Monate und 26 Tage, 7 den 27 Juni. II. Laubach. Getraute: 16. Friedrich Schneidt, Bürger und Kappenmacher dahier, des weilen Johs. Schneidt ehelicher lediger Sohn und Roſalie Schlett, des Leo bard Schlett in Bensheim eheliche ledige Tochter. Jönbezug zu verſcha DNN ſolche Beſcheſgun erſucht, ſich die welche auch der vorräthig hat, ihrem Wunſche n Dorheimer Neue 8 0% Die. atonen der G heunſel ſetze ich a für die am cangenen Zine k negocürten u feuen auf n n Zins⸗Couf galdlungshaus! i in Friedber Niederurſel Der 6 I Bezug au uch an, daß d gen Vorzeigu en täglich in schen 0 een 9 un upfang genon griedber 9 Samuel 8 auf en ie letzten 0 rund, weßh i aufmenſ (Nu) * ſchen dy chen Mern 1 Jum 1844 0 * z. Johann Heinrich Rühl IV., Bürger dahier, des weiland Johann Thomas Rühl ehelicher lediger Sohn und Katharina Horn, des weiland Carl Horn in Heuſenſtamm,(Kreis Offenbach) eheliche ledige Tochter. . Johann Peter Rüb, Bürger und Taglöhner in Grünberg, des dor⸗ % 223. 9. Dem hieſigen Bürger und Gaſtwirth Georg Carle eine Tochter, Anna Maria, geb. den 21. Mai. 9. Dem hieſigen Bürger, Kaufmann und Buchhalter auf der Friedrichs⸗ hütte Konrad Matern III. eine Tochter, Ottilie Eliſe Louiſe, geb. den 29. April. tigen Bürgers und Taglöhners weiland Johann Adam Rüb ehelicher 30. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Carl Chriſtian Bauer⸗ lediger Sohn und Maria Eberling, des hieſigen Bürgers und Tag⸗ feld ein Sohn, Heinrich, geb. den 3. Juni. löbners Johs. Eberling eheliche ledige Tochter. 30. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johannes Lauth II. ein Sohn, 9. Wilhelm Pfeiffer, Bürger und Küfer dahier, des Ortsbürgers und Ackermanns in Großenbuſeck Jacob Pfeiffer ehelicher lediger Sohn und Anna Eliſabetha Kreicker, des hieſigen Bürgers und Leinweber— meiſters Johann Philipp Kreicker eheliche ledige Tochter. 11. Magdalena, des weiland Herrn Joh. Eckel, Bürgers und Hoheits⸗ f ſchultheiſen, hinterlaſſene Wittwe, eine geborne Möll, alt 64 Jahre Getaufte: 2 Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Friedrich Wöll eine und 5 Monate, Heinrich, geb. den 15. Juni. Beerdigte: den 9. Juni. 18. Anna Maria, der Eliſabetha Söhnchen aus Kreffelbach bei Wetzlar, Töchterchen, alt 1 Jahr 4 Mon. und 8 Tage, 1 den 16. Juni. Tochter, Amalie Eliſabetha, geb. den 8. Mat. 26. Maria Margretha Friedericke, des Phyſicatschirurgen Herrn Philipp ). Dem hieſigen Bürger und Hammerſchmied Georg Gräf ein Sohn, Georg, geb. den 18. Mai. + den 24. Juni. Heinrich Knispel, Töchterchen, alt 2 Jahre, 2 Mon. und 21 Tage, Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. rr Zur Nachricht ür die Braunkohlen⸗-Conſumenten des Dorheimer Bergwerks. 902) Da ſchon oft der Fall vorgekommen ib, daß Braunkohlen⸗Conſumenten beſonders bim Bezug der Koblen auf Bürgſcheine über de einzeln verabfolgten Ladungen Beſcheini— ungen verlangt haben, hierorts aber bei einem ſeguenten Verkaufe ohne, dazu eingerichtete druckte Formulare dieſem Verlangen nicht itſprochen werden kann, ſo iſt die Veran⸗ % ſſung getroffen worden, daß ſolche Formu⸗ hre bei Herrn Buchdrucker Bindernagel zu ſriedberg ſtets zu haben ſind und zwar um en billigen Preis von 2 kr. pro Bogen. Ein bogen ſchon iſt hinreichend, ſich mehrere Jahre eng eine ſtete Nachweiſung über ſeinen Koh— Inbezug zu verſchaffen. Diejenigen Braunkohlen-Abnehmer, welche ſlche Beſcheinigungen wünſchen, werden daher eſucht, ſich die nöthigen Formulare dazu, nelche auch der Gr. Unterrechner Hamm torräthig hat, zu verſchaffen, widrigenfalls irem Wunſche nicht entſprochen werden kann. Dorheimer Bergwerk am 28. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Berginſpector „ A. Storch. Neue Zins-Coupons. 92) Die Inhaber der Partial-Obli⸗ lationen der Gr. Heſſ. Gemeinde Nie— ſerurſel ſetze ich hierdurch in Kenntniß, aß für die am 1. Mai 1844 zu Ende ſegangenen Zins-Coupons des im Jahre 834 negociirten Anlehens von 15000 fl. ie neuen auf weitere 10 Jahre gefer— gten Zins⸗Coupons⸗Bogen durch das Dandlungshaus Samuel Lindheimer un. in Friedberg ausgegeben werden. Niederurſel im Juli 1844. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Seidler. In Bezug auf Obiges zeige ich hier— urch an, daß die Zins-Coupons-Bogen hegen Vorzeigung der Partial-Obliga— ſionen täglich in den Vormittagsſtunden wwiſchen 9 und 11 Uhr bei mir in Empfang genommen werden konnen. Friedberg im Juli 1844. Samuel Lindheimer jun. Uſergaſſe Edietalladung. (936) Die Wittwe und Kinder des der— ſtorbenen Johannes Unger, Fuhrmann in Oberohmen, haben, da eine Inventur des Nachlaſſes eine Ueberſchuldung derſelben nach— gewieſen hat, um eine Zuſammenberufung der Chirographargläubiger zum Zweck einer gütlichen Vereinbarung und Abwendung eines Concursverfahrens dahier angeſtanden. Sämmtliche bekannte, wie unbekannte Gläu⸗ biger, werden demzufolge aufgefordert, ihre Anſprüche ſelbſt oder durch gehörig auch zu Vergleichsabſchluß Bevollmächtigte im Termin Samſtag den 24. Auguſt, Vorm. 9 Uhr, dahier zur Anzeige zu bringen, und an den Vergleichsverhandlungen Theil zu nehmen. Von nicht erſcheinenden bekannten Gläubi— gern wird im Ausbleibensfalle Beitritt zum Beſchluſſe der Mehrzahl der Gläubiger ange— nommen, und etwa nicht erſcheinende unbe— kannte Gläubiger bleiben im vorgeſteckten Falle unberückſichtigt. Grünberg den 23. Juni 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. gehöriges Patrimonialgericht der Fhr. Riedeſel zu Eiſenbach. ec erk. Allgemeine Nentenanſtalt zu Darmſtadt. (918) Es wird hierdurch zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß Herr Johs. Philipp Fritz zu Friedberg zum Agenten der allgemeinen Renten— anſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſowohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. pro Exemplar, empfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitritts- erklärungen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Dieſelben können im lau— fenden Jahre vom 1. Juli bis 30. No— vember abgegeben werden. Darmſtadt, den 1. Juli 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. vt. Schaffnit. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (919) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Heinemann Lis mann in Büdingen zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſo— wohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 5 kr. pro Exemplar, empfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun— gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die— ſelben können im laufenden Jabre vom 1. Juli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 20. Juni 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. vdt. Schaffnit. Arbeits-Verſteigerung. (962) Donnerſtag den 25. Juli, Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen zu Niedermörlen nachbe— nannte Bau- und Reparatur-Arbeiten, nach den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung auf dem Gemeindehauſe ausgeſetzt werden, wie folgt: A. An der Kirche: Schreinerarbeit voranſchlagt zu 43 fl. B. An der Schulhofraithe: 1) Steinbauerarbeit voranſchlagt zu 30 fl.— kr. 2) Maurerarbeit 6—„ 3) Pflaſterarbeit 10 48„ 4) Schreinerarbeit 25„— 5) Schloſſerarbeit 30— 6) Weißbinderarbeit 13%—„ 7) Zufällige Arbeit 9 12 C. An dem Uſawehr: 1) Zimmer- und Handarbeiten vor⸗ anſchlagt zu 63 fl.— kr. 2) Handarbeit 5 2—„ 3) Materialherbeifuhr von Holz 127— D. An dem neuen Uſaſteg: Zimmerarbeit voranſchlagt zu 20 fl. 40 kr. E. An der Provinzialſtraße von Nie— dermörlen nach Uſingen in der Ge— markung Niedermörlen, die Herſtel— lung von drei Ueberfahrten: 1) Handarbeit voranſchlagt zu 14 fl. 30 kr. 2) Chauſſirarbeit nebſt den erfor— derlichen Wand- und Chauſſir— Steinen 13„ 46„ 3) Sonſtige Arbeit 20%— Man erſucht die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend, dieſes in ihren Gemeinden gefäl— ligſt bekannt machen zu laſſen. Niedermörlen den 15. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter J. d. A.: Der Wegbauaufſeher Chodtz. Oeffentliche Aufforderung. (968) Gr. Heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen der Ge— brüder Markus und Liebmann Heß zu Einarts— hauſen den förmlichen Concursprozeß erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Lei— tung beauftragt. Es werden daher alle die jenigen, welche an das Vermögen der genann— ten Gebrüder Heß irgend Anſprüche bilden 0 zu können vermeinen, hiermit aufgefordert, dieſelben um ſo gewiſſer im Termin Mittwoch den 14. Auguſt 1. J. Vormittags 9 Uhr, g. entweder in Selbſtperſon oder durch mit geeig⸗ neten Vollmachten verſehene Vertreter anzu⸗ zeigen und zu begründen, als ſie ſonſt ohne vorgängige Erlaſſung eines Präcluſip⸗Dekretes als ſtillſchweigend von der Maſſe ausgeſchloſſen werden angeſehen werden. 3 Zugleich ſoll im vorbeſtimmten Liquidations⸗ Termin zur Beilegung des Gantes die Güte angelegentlichſt verſucht, im Entſtehungsfalle aber zur Wahl eines Maſſe⸗Curators, Gläu⸗ bigerausſchuſſes und der Feſtſetzung der dem Letzteren zu ertheilenden Befugniſſe geſchritten werden, weßhalb alle nicht perſonlich erſchei⸗ nende Gläubiger bei Ausfertigung der ihren Mandatarien auszuſtellenden Vollmachten hier⸗ auf gehörige Rückſicht zu nehmen haben. Laubach den 2. Juli 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Bekanntmachung. (9600 Die hinterlaſſenen Kaspar Schepp's Kinder und ihr Stiefvater Kaspar Aff II. von Veitsberg beabſichtigen zum Behufe der Erbauseinanderſetzung eine Uebereinkunft, durch welche das ihnen gehörige Gut mit den vor— bandenen Schulden zur Theilung gebracht wer⸗ den ſoll, und haben um öffentliche Aufforde— rung der Gläubiger gebeten. Es werden deßhalb diejenigen, welche irgend Forderungen an die Contrahenten oder deren Gut über deſſen Beſtandtheile ein Grundbuchs- auszug in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts zur Einſicht vorliegt, zu bilden haben, hiermit aufgefordert, ſich im Termine Donnerſtag den 29. Auguſt d. J., Vormittags 8 Uhr, ſogewiß dahier anzumelden, widrigenfalls ſie bei der Erbvertheilung und deren gerichtli⸗ chen Beſtätigung keine Berückſichtigung finden können. Grünberg den 9. Juli 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Oeffentliche Aufforderung. (965) Die Grundbeſitzer der Gemarkung Flenſuͤngen beabſichtigen die dem Haupt⸗ mann Ludwig Ernſt Karl Freiherrn Schenk zu Schweinsberg auf der Sorge zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geld— anſchlage von 158 fl. 28 ½ kr. nach Maas⸗ gabe des Geſetzes vom 26. Juni 1836 abzu⸗ loͤſen. Es werden daher in Folge der Requiſition Grßh. Kreisraths des Kreiſes Grünberg alle bekannte oder unbekannte Betheiligte bei der Ablöſung vorerwähnter Grundrenten hierdurch aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten von heute an bei hieſigem Gerichte ſogewiß anzuzeigen, als ſonſt die Aus⸗ zahlung des in 2852 fl. 33 kr. beſtebenden Ablöſungskapitals an den genannten Berech— tigten geſtattet werden wird. Grünberg den 5. Juli 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Welcker. Bekanntmachung. (966) Montag den 29. Juli d. J., des Mit⸗ tags um 12 Uhr, ſoll das Umgießen einer geſprungenen ungefähr 400 Pfund ſchweren Glocke, welche zugleich um 100 Pfund ſchwerer werden ſoll, öffentlich wenigſtnehmend an über— nahmsfähige Steigerer und zwar auf dem Bu— reau des Gr. Bürgermeiſters vergeben werden. Hattenrod den 12. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Mengel. „% 224 Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. f (967) Der Unterzeichnete iſt geſonnen Frei⸗ tag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ein Backhaus benebſt Stallungen dahier frei⸗ willig, unter den vor der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, zur öffentlichen Verſteigerung zu bringen und werden Steigliebhaber hierzu eingeladen. Kaichen am 10. Juli 1844. 1 Friedrich Klöppel. Gefundenes Halstuch. (968) Am 10. d. M., Nachmittags, wurde zwiſchen Butzbach und Griedel ein Halstuch gefunden. Der ſich legitimirende Eigenthümer kann daſſelbe gegen Erſtattung der Inſerat⸗ gebühren bei Ortsbürger Ankon Wettner zu Rockenberg in Empfang nehmen. Weiße Rüben⸗Saamen, (969) ſelbſtgezogenen, verkauft wieder Georg Henzel in Bönſtadt. (970) Bei Berendſobn in Hamburg iſt erſchienen und bei C. Binder nagel in Fried⸗ berg vorräthig: Ate(6000 Exempl.) Die kleine deutſche Köchin oder Anweiſung wie in einem bürgerlichen Hausſtande die Küche, gut, ſchmackhaft und abwechſelnd und dabei wohlfeil zu führen iſt. Auf eigene ſeit 20 Jahren in der Küche gemachte Erfahrungen begründet und herausgegeben von Louiſe Richter. Preis 18 kr. Zweite Auflage. Enthält nahe an 600 Recepte zur Zu⸗ bereitung aller Arten Speiſen, als: 60 Suppen, 78 Fiſche, 60 Gemüſe, 110 Fleiſch, Wild und Geflügel, 58 Saucen, 18 Pudding, 39 Klöße Pfannekuchen und Eier, 30 Früchte und Com⸗ pots, 55 Paſteten, Backwerk und Torten, 55 Gelees und Eingemachtes, u. v. A. Aufl- Subſeriptions- Anzeige. (9710 In etwa 3 Wochen erſcheint: Aetenmäßige Darlegung de wegen Hochverraths ꝛc. eingeleitete gerichtlichen Verfahrens gegen Pfarrer 2 Dr. Friedrich Cudwig Weidig, mit beſonderer Rückſicht auf die öffentlichen Verhandlungen in das frühere Leben und den Charakter, die Behandlung und den Tod dieſes Au geſchuldigten im Gefängniſſe, ſowie übe die Proceſſe gegen deſſen Brüder und mit Betrachtungen über Hochverrat und Strafverfahren, verfaßt von Dr. Friedrich Noellner, Großh. Heſſiſchem Hofgerichtsrath in Gießen, 45— 50 Bogen in groß Octapformat geheftet Sübſcriptionspreis 2 fl. 24 kr. Zahlbar bei Empfang. Nach Erſcheinen tritt der höhere Ladenprei von 2 fl. 42 kr. ein. Um gefällige Aufträge bittet Friedberg. C. Bindernagel, E im Logis, (972) welches den 20. Juli bezogen werden kann, hat zu vermiethen 5 Ferdinand Volp, Fahrgelegenheit nach Homburg an den Sonntagen während der Kurzeit. (973) Der unterzeichnete benachrichtigt ein geehrtes Publikum, daß er vom 21. d. M. an jeden Sonntag während der Kurzeit mit einem Familienwagen nach Homburg und zurück fähft. Der Preis hin und zurück beträgt für die Perſon 1 fl. Die Abfahrt iſt vom Maulbeen baum und ſteinernen Haus in Friedberg 7 Un Morgens und vom Heſſiſchen Hof in Hon burg um 7% Uhr Abends. Friedberg. Chriſtian Reuß. Einladung zum Abonnement. Auf das am 1 Juli begonnene III. Quartal werden auf das Deulſche Bürgerblakk (97 Motto: Wahrheit und Recht! Materielles und geiſtiges Wohl des deutſchen Volkes bei allen Poſtanſtalten des In⸗ und Auslandes Beſtellungen angenommen, welche it ſchleunig zu machen bitten. Der Preis für wöchentlich 2 Bogen in gr. Hoch-Quart⸗Format iſt vierteljährlich 25 Sgr. bei allen Poſtanſtalten im Umfange des preußiſchen Staates ufd bei allen Buchhandlungen. Maßgabe der Entfernung vom Verlagsort. Außer Preußen erhöht ſich der Preis bei den Poſtanſtalten nac Die Tendenz und die entſchieden freiſinnige Richtung des Deutſchen Bürgerbla tes, eines unerſchrockenen Vorkämpfers der vaterländiſchen Preſſe, ſind bekannt, und die ſtel gende Theilnahme des Kerns der Nation, des gebildeten Bürgerthums, an ſeinem Orgah, dem freimüthigen, offenen Vertreter ſeiner heiligſten Intereſſen, iſt eine erfreuliche Auch in dem verfloſſenen letzten Quartal hat ſich die Zahl der Mitarbeiter des Deut ſchen Bürgerblattes ſehr vermehrt, und die tüchtigſten Schriftſteller haben dem Blatte iht wärmſte Theilnahme geſchenkt.— Wenige Blatter möchten es von ſich behaupten können, daß ſie, wie das Deutſche Bürgerblatt, nur Originalartikel liefern. 5 Das Deutſche Bürgerblatt hat ſich ſeit ſeinem kaum anderthalbjährigen Beſtehe einen Namen von gutem, hellem Klang erworben, der im großen Vaterlande nich mehr unbekannt, ſondern geachtet iſt.— Probenummern, welche neuen Intereſſenten, die da Deutſche Bürgerblatt noch nicht kennen, eine nähere Einſicht geſtakten, ſind bei alle Poſtanſtalten, ſowie in ſämmtlichen Buchhandlungen in ganz Deutſchland zu erhalten. Siegen, im Juni 1844. Friedrich'ſche Verlagsbuchhandlung⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Krelsre an ſümmtlicht gareffend: Die! ſüt! Ich bringe J Erinnerung un e Ende Auguſt Neben alg ſructton o J. ſolgende Punkte 1 Der Gleic formularie 9 Bezüglich 10. der In halb den 2 desherrn c. den beabſich lage 7. Na das Gutach demgemaß Dem Groß! züglich aller in welchen naehr beträg. 90 Empfehle ich tung der o den Grund baumeiſters „Weise vorz 0 egen der; Cie in Gei Iuteligenzt di deßfalſ und Schul! „ i bdeizule, enn richtung