eigen 1 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberhbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 14. VI. Dienſtnachrichten: Am 9. März wurde Chriſtian Weidig zum Hauptzollamtsdiener in Gießen; am 12. der Zollaufſeher Limbach zu Mainz zum Hauptzollamtsdiener daſelbſt; am 15. der Subſtitut des Kammeranwalts, Juſtizrath Eigenbrodt dahier, unter Beibehaltung die⸗ ſes Titels, zum Kammeranwalt in der Provinz Starkenburg; der Rent⸗ amtmann Prätorius zu Homberg zum Rentamtmann in Schotten und der Oberfinanzkammeracceſſiſt Reuling aus Darmſtadt zum Rentamt⸗ mann in Homberg ernannt; am 17. dem Geometergehülfen Heß aus Darmſtadt, dermalen zu Niederingelheim, das Patent als Geometer 2. Cl. für den Steuerbezirk Oberingelheim ertheilt; am 21. der Brückengeld⸗ — Falkenheimer zu Gernsheim an die Rheinüberfahrt bei Worms rſetzt.— VII. In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 15. März der Kammeranwalt, Hofrath Wilkens dahier; am 19. der Brückengelderheber Kreuter bei der Rheinüberfahrt zu Worms auf ſein Nachſuchen.— Zur wetterauer Chronik. Friedberg. Bei der heute, am 10. April, ſtattge⸗ habten Entlaſſung der Candidaten der Theologie, einem Feſte, das ſich fortwährend der wärmſten Theilnahme zu erfreuen hat, machte es auf alle Anweſende einen beſonders erfreulichen Eindruck, als der Beſchluß der Hochwürdigen ev. theologiſchen Fakultät zu Gießen, wornach die beiden Profeſſoren am hieſigen Predigerſeminar, die Herrn Fertſch und Sell zu Doktoren der Theologie honoris causa er⸗ nannt worden waren, bekannt gemacht wurde. Wie aber eine Freude über dieſes Ereigniß aus den Augen eines Je— den ſprach, der es als eine dem Seminarium von Seiten der Univerſität bewieſene Auszeichnung würdigte, ſo lebte ſicher auch in Allen, denen die hohe Würdigkeit der Männer, welche der Auszeichnung theilhaftig geworden ſind, bekannt iſt,— und wem wäre ſie nicht bekannt?— nur ein Ge— danke, der: dem Verdienſte ſeine Kronen!— „f In Steinfurth hat ſich das ſchreckliche Unglück zugetragen, daß eine alte Frau von zwei ſcheu gewordenen und an einen Pflug geſpannten Pferden zu Boden geworfen und mit der Pflugſchaar im Geſicht und am Halſe ſo be⸗ deutend verwundet wurde, daß ſie kurze Zeit nachher den Geiſt aufgab. Am 12. April wurde die Unglückliche zur Erde beſtattet.— Den 3. April wurden bei Friedberg in einer Lehm⸗ grube des Maurermeiſters Grünewald zwei Männer 15—20 Fuß tief verſchüttet. Glücklicherweiſe war ſchnell Hülfe da und die Männer wurden unbeſchädigt herausgegraben. Mißgeburt. Heute zeigte mir Herr Martin Buchecker ein junges Gänschen mit vier Beinen. Es war daſſelbe in dem Kurheſſiſchen Orte Rödgen am erſten Oſter⸗Feiertage aus der Schaale gekommen, hatte wie die andern mit ihm ausgebrüteten Gänschen Nahrung zu ſich genommen, war auf 2 Beinen mit den übrigen herumge— laufen, und hatte dabei die beiden andern Beine, welche dem Anſcheine nach nur durch Haut mit dem übrigen Koͤr⸗ per in Verbindung ſtanden, nachgeſchleift. Auch die s. v. Stelle fur Ausleerung der Exkremente war abnorm. Friedberg den 12. April 1844. Ph. Dieffenbach. iet e. In Nr. 15 d. Bl. wurde eine Anfrage an Menſchen⸗ freunde gerichtet, welche die Einrichtung von Arbeits-An⸗ ſtalten fuͤr Arme, zu deren Unterſtützung, betrifft und wur⸗ den dorten ſpeciellere Anfragen vorgetragen. Indem wir bitten, es möge edlen Menſchenfreundeu gefallen, dieſem höchſt wichtigen Gegenſtande ihre Aufmerk⸗ ſamkeit zu widmen und jene Anfragen in d. Bl. gütig zu beantworten, hoffen wir, daß die geehrte Redaction d. Bl. die Spalten deſſelben der Beſprechung dieſes wichtigen Ge— genſtandes öffnen wird. Die Noth auf dem hohen Vogelsberg iſt viel groͤßer, als in den ſchleſiſchen Gebirgen, wo die Seehandlungs-So— cietät u. ſ. w. von Berlin 3 Millionen Thaler aufgewendet hat, um jenen Bedrängten 50 Procent Arbeitslohn zu ver— ſchaffen und wird dorten auch in ſonſtiger Weiſe geholfen. Hier aber, wo die Leinwandproduction gänzlich darnieder liegt und die Erndten in 1843 mißlungen waren, ſind eine Menge Menſchen— wenn nicht geholfen würde— dem Hungertode preisgegeben. Wie wird nun nach jenen An— fragen am beſten geholfen, um die Moralität einer ſo gro ßen Menſchenmaſſe, die unter dem ſo harten Geſchicke ſchon ſinkt, nicht völlig untergehen zu laſſen? * Zeichen der Zeit. (Eingeſendet.) Die neueſte Art den Buß⸗ und Bettag zu feiern, wie man ſie in einem Orte unſerer Provinz— deſſen Namen vorläufig nichts zur Sache thut— in dieſem Jahre einzu⸗ führen verſucht hat, beſteht darin, daß man am Tage viel⸗ leicht wohl ein Mal in die Kirche geht, wenn man gerade nichts Anderes und Beſſeres(2) zu thun weiß, daß man ſich aber Abends dafür, daß man eben in der Kirche viel⸗ * 118* leicht Mancherlei hörte, das Einem nicht gefiel, weil es zur — Aenderung des Sinnes und Wandels aufforderte, dadurch ſchadlos halt, daß man ſich an einem öffentlichen Orte bei Muſik und Tanz zu Kurzweil und Vergnügen verſammelt. O des zarten Gefühls für das Schickliche⸗ das ſich in ſolchem Verfahren kund gibt! o der hoben Einr ſicht in die Bedeutung des Tages, die ſich in ſolcher Feiee offenbart!—— Einſender beſchränkt ſich auf dieſe kurz, Mittheilung, jedem Leſer es anheimgebend, die Sache ſelbſt gebührend zu würdigen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a νιν Bekanntmachung. (396) Veronika Joſt von Köddingen hat ſich freiwillig der Verwaltung ihres Vermö⸗ gens begeben, was mit dem Anfügen zur öf⸗ fentlichen Kenntniß gebracht wird, daß alle ohne Zuſtimmung des ihr beſtellten Curators, Georg Georg von Koͤddingen, von ihr abge⸗ ſchloſſen werdenden Rechtsgeſchäfte für ſie un⸗ verbindlich ſind. Ulrichſtein den 29. Marz 1844. Großb. Heſſ. Landgericht das. Rayß. Brück. Bekanntmachung. (425) Da die früheren Verſteigerungen der zur Concursmaſſe des Johannes Thaler ge⸗ börenden, in Nro. 25 des diesjährigen Fried⸗ berger Intelligenz Blattes verzeichneten Ge⸗ genſtände nicht genehmigt worden ſind, ſo werden dieſe zum Letztenmale Freitag den 19. April dem Meiſtgebote ausgeſetzt. Außerdem ſollen in dieſem Termine fol⸗ gende 3 Grundſtücke des Pachters Thaler ver⸗ ſteigert werden. Flur. Nr. Klftr. XVIII. 52 457 Acker auf der Platte an Hrn. Grafen von Ingelheim. XIX. 111 104 am Rodheimer Wez an Heinrich Petitſch. 11 Pflanzen⸗Land hinter der Kirche an Johann Maag. Obererlenbach den 9. April 1844. Der Beigeordnete . Ohmeis. Prool ama. (428) Im Gerichtspfandbuch für Oberobmen befindet ſich ein Eintrag vom resp. 31. März 1797, resp. 12. März 1801, wonach Joh. Georg Lenthöfer und deſſen Frau A. Cliſ., geb. Böck zu Oberohmen bei Johannes Strit⸗ ter daſelbſt 178 fl. 1 alb. geliehen und neben Errichtung einer Generalhypothek z 9 Rth. 164 Sch. Hofraithe an Bernhard Maurer nebſt 14 Rth. Garten dabei verpfändet haben. Darleiher ſelbſt hat die Löſchung dieſes Ein⸗ trags unter dem Vorgeben beantragt, daß die Schuldurkunde verloren gegangen ſei. Wenn hiernach nicht binnen 6 Wochen von heute an Einwendungen dahier vorgebracht werden, ſo erfolgt die Löſchung des Pfand⸗ eintrags im Hypothekenbuche. Grünberg den 29. März 1844. Gr. Heſſ. zum LGericht dſ. geh. Patgcht. der Frhrn. Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Thaler. Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau (13 wird in dieſem Jahre am 15. Mai XIII. 165 eröffnet werden, Die ausgezeichnete Wirkung der hieſigen Soolquelle gegen Scrofeln, Gicht, Rheumatismus, chroniſche Uuterleibsbeſchwer⸗ den, bösartige Flechten, Haut- und Nerven⸗ ſchwache ꝛc. ꝛc. hat ſich von Jahr zu Jahr mehr bethtigt und iſt hauptſächlich durch die zum Badegebrauche ſo geeignete Temperatur der Sprudelquelle(27 R.) und den außeror⸗ dentlichen Reichthum derſelben an freier Koh⸗ lenſäure und an feſten Beſtandtheilen, nament⸗ lich Kochſalz, ſalzſaurem Kalk uno Brom be⸗ dingt. In den meiſten Fällen kann die Soole unmittelbar aus der Quelle, ohne weitere Er⸗ wärmung, zum Baden verwendet werden, und erleidet daher von ihrem Gebrauche keine Zer⸗ ſetzung und keinen Verluſt an Kohlenſäure. Nach Bedürfniß wird auch ein Zuſatz von Mutterlauge, welche die hieſige Saline in großer Menge und von vorzüglicher Güte lie⸗ fert, gegeben. Die Menge der vorhandenen Kohlenſaͤure wird mit dem beſten Erfolge zu allgemeinen und lokalen Gasbaͤdern verwen⸗ det. Der hieſige Badearzt, Herr Dr. Bode wird in einer nächſtens erſcheinenden Broſchüre darüber ausfübrlicher berichten und alle An⸗ fragen in ärztlicher Beziehung gern beant⸗ worten. Logisbeſtellungen für das hieſige Kurhaus ſind zeitig an die Inſpektion der Sool⸗ badeanſtalt zu Nauheim zu richten, welche auch jede andere gewünſchre Auskunft bereit⸗ willig ertheilen wird. Nauheim den 8. April 1844. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt Schmincke. Dunker. F. Schreiber. Verpachtung. (433) Montag den 22. d. M., von Mor⸗ gens 9 uhr an, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Begraſungen ſämmtlicher Allmeven hieſi⸗ ger Stadt⸗ und Burg⸗Gemarkung öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als; der Stadt⸗ ſchreibereigraben, Seergraben, Wildkautsgra- ben, Ringgraben, die alte und neue Bleiche, der Bleichplatz im viereckten Weier und an der Seewieſe, Schützenraine, Feldwege in der Stadt⸗ und Burggemarkung ohne Ausnahme, wenn ſie auch hier nicht genannt ſind. Friedberg den 10. April 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe- Verſteigerung. (439) Wegen geſchehenen Nachgebots ſoll Montag den 22. April, Vormittags 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe die Hofraithe des Kon⸗ rad und Philipp Jung, an Jacob Groß und Konrad König gelegen, beſtehend in Wohn⸗ haus und Gärtchen, einer nochmaligen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 10. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Oeffentliche Bekanntmachung. (439) Da ſich ergeben hat, daß die Schul⸗ den des Leinwebers Georg Rudel von Mar⸗ köbel deſſen Activ⸗Vermögen bei Weitem über⸗ ſteigen, ſo iſt zur ſummariſchen Anmeldung der den Gläubigern des ꝛc. Rudel gegen den⸗ ſelben zuſtebenden Forderungen, ſowie zum Verſuche einer gütlichen Vereinigung der Gläu⸗ biger mit dem Gemeinſchuldner und unter ſich Termin auf den 9. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, als Contumacirzeit anbe⸗ raumt worden. Die Glaͤubiger des oben gedachten Rudel werden hiervon benachrichtigk und aufgefor⸗ dert, in dem anberaumten Termine entweder in perſon oder durch gehörig legitimirte Be⸗ vollmächtigte zu erſcheinen und die etwa in Händen befindlichen Beweisurkunden über ihre Forderungen vorzulegen und zwar unter dem Rechtsnachtheile, daß die ausbleibenden Gläu⸗ biger als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſcheinenden beitretend werden angeſehen werden. Zugleich werden die etwaigen Schuldner des ꝛc. Rudel angewieſen, ihre Schulden bei Meidung doppelter Zahlung nicht an dieſen zu bezahlen. Windecken den 11. April 1844. Kurfürſtl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Hodiesne, K. A. vdt. Degen. Arbeits ⸗Verſteigerung. (436) Freitag den 19. April l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths Schall zu Aſſenheim nachſtehende bei Erbauung einer Vrücke über die Nidda oberhalb Aſſenheim in der Provinzialſtraße von Ilbenſtadt über Aſſenbeim nach Dornaſſenheim vorkommenden Arbeiten öffentlich an die We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden. fl. r, 1) Fundamentausgraben mit Mau⸗ rerarbeit, voranſchlagt zu 3091— 2) Steinhauerarbeit, 12966— 3) Zimmerarbeit, 376 24 4) Schloſſerarbeit, g 860 42 5) Anlieferung der erforderlichen Materialien, beſtehend in Mau⸗ erſteinen, Kalk und Sand, im Ganzen voranſchlagt zu 2306— Riſſe, Voranſchlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 9. April 1844. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Verpachtung 5 (410) Montag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Ühr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die mit Klee beſamten Aecker, als 1 Morgen auf der Sauerweide und 3 Ptl. 12 Rth. daſelbſt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 11. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (60) Die diesjährigen, an Kirche, Thurm ꝛc., vorkommenden Bau⸗ und Reparaturarbei⸗ ten, beſtehend in Maurer-, Zimmer-, Schrei⸗ ner⸗, Schloſſer⸗, Dachdecker⸗, Spengler⸗ und Weißbinderarbeit, zuſammen etwa 600 fl. be⸗ tragend, ſollen Freitag den 19. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, auf hieſiger Bürgermeiſterei wenigſtnehmend verſteigert werden. Obererlenbach den 12. April 1844. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter⸗Vicar Ohmeis. „ Blief⸗ 0 Nerſonen““ ud d 1 100 bug un 10 due geh n g, 4 0 (Abgang aus (glich 0 ür 2 chen Schotten und n bͤgich wein widdta Hungen 1d Ni Dos weed ai ichn Oiehen un. 2 5 1 1 „ „ 17 . Die Personen Naeh Der Abgang fade as Lauterbach Ju Moda filde Das Nrſonengeld J. Die bisher befanden I Meben dem Gleßen⸗ tegen aber nicht meh died ue dc Joccden deen de Wong au 3 bug Minach 6 U Domafag Abgang aus Montag 51 Domnfig 4 Wiſchen Gießen und 1. 0 An Sreigepac paff de ſenberg bis Arnsd su Zwichen Bieden! 1 1 Antag Nenng 2 uhr Alttvoch Nunnerftg nag 910 Akag resp. a onnabend Da Darmſtadt! 1* 119. a Bekanntmachung. 1A) Mit dem 1. April l. J. treten nachbemerkte theils veränderte, theils nede Poſteinrichtungen in der Inge,; 5 er 7 Schi Weovinz Oberheſſen in Wirkſamkeit: doden erl. E Perſonen⸗, Brief- und Päckereipoſt zwiſchen Gießen und Nidda wird über Ortenberg bis Büdingen ausgedehnt und folgenden olcher a. uf erhalten. VI. Hen Allgchg 5 Gleßen täglich. Mittags 12 Uhr] Abgang aus Büdingen täglich. Morgens 7% Uhr „Aeſe ken durch Hungen„. Nachmittags 2½„ durch Ortenberg täglich g N%-, Sache seh bene ee„ Nidda 3 1 10 5 4 zum Anſchluß an die Poſt nach Schotten und Lauterbach. zum Anſchluß an die Poſt über Aſſenheim nach Vilbel und Frankf. durch Ortenberg täglich 5 8 Abends 5½—6„ durch Hungen täglich g 5 Mittags — in Büdingen Abends 5—7 in Gießen 1 Nachmittags 2— 3 Uhr 1 Dle Perſonentaxe betragt bei einem Freigewichte von 40 Pfund: eil ang, ſoſchen Gießen und Nidda 8 6 5 e 18 ke. zwiſchen Nidda und Ortenberg 1 a fl.— 27 kr. aten 9 N 7„ Ortenberg. 8 ne 7*„ Büdingen. 5„— 8„ * 8 7 57 5 Zwiſchen den übrigen Orten des Courſes nach Verhältniß. „ ul Die Perſonen⸗, Brief⸗ und Päckereipoſt zwiſchen Gießen und Schotten wird aufgehoben, dagegen eine ſolche zwiſchen Schotten und Grün⸗ * berg eingerichtet und dieſe in genauen Zuſammenhang mit dem Grünberg paſſirenden Fulda-Gießener Eilwagen gebracht. Dir dauf dieſer Poſt iſt folgender: . 1„ Büdingen die et aden über 2 5 * 2 0 Abgang aus Schotten: Ankunft in Grünberg:(Ankunft in Gießen:) de täglich 2¼ Uhr Nachmittags. täglich 5¼ Uhr Abends.(täglich 8—9 Uhr Abends.) „(Abgang aus Gießen:) Abgang aus Grünberg: Ankunft in Schotten: (täglich 6 Uhr Morgens.) täglich 8¼ Uhr Morgens. täglich 11¼ Uhr Vormittags. . Die Perſonentaxe beträgt bei einem Freigepäcke von 40 Pfund: 8 wichen Schotten und Grünberg 8 g fl.— 48 kr. zwiſchen Laubach und Grünberg 3 fl.— 24 kr. Schuler„ Gießen 5„Gießen 5 1 1 „ 7 4 7. 1. 39 797 7 1 1* N Eine tägliche zweite Reiſe⸗ und Briefverſendungs⸗Gelegenheit zwiſchen Schotten und Gießen ergibt ſich durch die sub. I. erwahnte Perſonen⸗ dig pon ider Hungen und Nidda. 4 Il. Das Perſonengeld auf dem Gießen⸗Fuldaer Eilwagencourſe iſt auf folgende Sätze ermäßigt worden: uten boſchen Gießen und Grünberg. 4 fl.— 51 kr. zwiſchen Gießen und Lauterbach a n 8* 5„ Ermenrod 8 K„. N 8 75„ Fulda 5 f l Ae 5 7„ Alsfeld 5.„„ 7 Die Perſonengeld⸗Beträge der Unterwegsorte ſind verhältnißmäßig regulirt. ng 1. Die Perſonen⸗, Brief⸗ und Päckereipoſt zwiſchen Lauterbach und Frankfurt wird wieder täglich courſiren. J Vermil Der Abgang findet Statt: ebnugg d au Lauterbach Morgens 4 Uhr. aus Frankfurt Vormittags 10 Uhr. In Nidda findet Anſchluß an die Perſonen⸗ ꝛc. Poſt(sub Nr. 1.) in der Richtung nach und von Hungen und Gießen Statt. die Pod Das Perſonengeld bleibt unverändert. i ret den VI. Die bisher beſtandene Perſonen⸗, Brief⸗ und Päckereipoſt⸗Verbindung zwiſchen Friedberg und Schotten wird eingeſtellt. n Vi. Teben dem Gießen⸗Battenberg⸗Arnsberger Eilwagen, welcher auch fernerhin am Sonntag und Mittwoch 6 Uhr früh aus Gießen, da⸗ gegen aber nicht mehr am Mittwoch und Sonnabend, ſondern am Moutag und Donnerſtag aus Arnsberg nach Gießen abgehen wird, wird zoch eine wöchentlich zweimalige Perſonenpoſt zwiſchen Gießen und Battenberg hergeſtellt. N. b Zwiſchen dieſen beiden Orten und beziehungsweiſe Arnsberg werden demnach folgende Perſonen⸗, Brief- und Päckereipoſt⸗Verbindungen beſtehen: 1 Abgang aus Gießen: Ankunft in Battenberg: Ankunft in Arnsberg: 00% Semtag We Montags Morgens 120%— Mntag ontag;——— % Nutvoch 6 Uhr Morgens, Mittwoch 2—3 Uhr Nachmittags Donnerſtag Morgens % Dunerſtag Donnerſtag A . Abgang aus Arnsberg: Abgang aus Battenberg: Ankunft in Gießen: 8 Montag 5 Uhr Abends 1 7 55 Dienſtag 3.—— ittwoch 7 Mittwoch N 05 Donnerſtag 5 Uhr Abends Freitag Früh 7 Uhr Freitag 0 Abends. *——— Sonnabend Sonnabend * Das Perſonengeld iſt auf folgende Sätze moderirt worden: yſchen Gießen und aer..„ zwiſchen Gießen und Battenberg. 1 b fl. 2. 39 kr. 2 5„ Biedenkopf.„ Arnsberg. 4 5„„ 6, Zwiſchen den übrigen Orten des Courſes nach Verhältniß. 5 An Freigepäck paſſiren auf der Route von Gießen bis Hallenberg und von Battenberg bis Gießen 40 Pfund und auf der Route von Hallenberg bis Arnsberg und von Arnsberg bis Battenberg 30 Pfund. vil Zwiſchen Biedenkopf und Laasphe wird eine tägliche Perſonen⸗, Brief- und Päckereipoſt in folgender Weiſe hergeſtellt: It Vachmih Abgang aus Biedenkopf: a Abgang aus Laasphe: — 0 2 uhr Nachmittags, mit Anſchluß von Gießen und io Früh 6 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach Gießen woch um Mittwoch auch von Battenberg Fteitag und resp. am Mittwoch auch nach Arnsberg und f— Annerftag 1 Sonnabend Route. 800 Denſtag 910 Uhr früh mit Anſchluß von Battenberg und Sonntag Vormittags 11 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach gern Feitag resp. am Dienſtag und Freitag von Arnsberg und Montag Battenberg und resp. am Sonntag nach Arnsberg Sonnabend Route. Donnerſtag ö und Route. Das Perſonengeld zwiſchen Laasphe und Biedenkopf beträgt bei einem Freigewicht von 30 Pfund 27 kr. Darmſtadt den 31. März 1844. Großherzoglich Heſſiſches Oberpoſtamt t, 6 ö Reuning. Aufforderung. Es werden darum die Großh. Buͤrgermeiſter[außer an ſeiner Taubſtummheit auch noch an *(610 Der Taubſtumme Johannes Eckart und ſonſtigen Polizeibehörden hiermit erſucht, einer großen Zahnlücke in der obern Kinnlade argen en Hainſtadt, L. R. Bez. Breuberg, der ſich[auf beſagten Johannes Eckart achten, im Be- kenntlich. 6 ir keit einigen Tagen in der hieſigen Laub tretungsfalle ihn feſtbalten und gegen Erſtat⸗ Friedberg am 12. April 1844. tinmenagſtalt befand, iſt entſprungen und tung etwaiger Koſten anher abliefern zu laſ⸗ Roller tf! ier noch nicht wieder aufgefunden worden. ſen. Eckart iſt ungefähr 9 Jahre alt und Direktor der Taubſt. Anſtalt. Bekanntmachung. (462) unter Vorbehalt der etwaigen deß⸗ fallſigen Anſprüche an den Großh. Fiscus, ſollen nachbenannte, derelinguirte und für confiscirt erklärte Waaren, namentlich: 1) ein Büchſenranzen, 2) ein ditto alt, 3) ein Stück blau und weiß gewürfelter Barchent, 4) 6 porcellanene Kaffeetaſſen, 5) ein roth geblümtes baumwollenes Taſchen⸗ uch, 6) 6 porcellanene Kaffeetaſſen, 7) ein blau geblümtes baumwollenes Taſchen⸗ uch, 5 8) ein leinenes Säckchen, 9) eine Schachteln 5 10) 3 porcellanene Pfeiffenkoͤpfe, 110 4 porcellanene Kaffeetaſſen, im Termine den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, in dahieſigem Landgerichtslocale öffentlich ge⸗ gen gleich baare Zahlung verkauft werden, was hierdurch zur Kenntniß für etwaige Kaufliebhaber gebracht wird. Hungen den 10. April 1844. Gr. Heſſ. Fürſt. Solmſ. Br. Landgericht Hofmann. Hensler. Holz⸗Verſteigerung. (163) Montags den 22. und Dienſtags den 23. April d. J., Morgens 10 Uhr, wer⸗ den in dem Brandoberndorfer Gemeindewald Diſtriet Gähneſtoß Zr und Ar Theil 110 eichen Stämme von 2625 Cbfß. 19 Klftr. eichen, 3„ buchen Holz, 5 Stück buchene Achſen und 65 Klftr. Stockholz, Diſtriet Langenberg Ar Theil 84 eichen Bauſtämme von 1500 Cofß., 1 Klftr. buchen, 12„ eichen Holz, 32„ Stockholz, Diſtrict Jungſchällerwald 43 Klftr. Stockholz, Diſtrict Bruchwieſerberg 5 50 Klftr. Stockholz, öffentlich verſteigert. Uſingen den 6. April 1844. 2 Herz. Naſſ. Landoberſchultheiſerei urgeff. V. C. Bekanntmachung. (160 Samſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Chauſſirarbeit an der ſ. g. frankfurter Straße circa 148 Klafter lang, voranſchlagt zu 445 fl. 30 kr., öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Altenſtadt am 13. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Brack. Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Grünberg. ö (4635) Dienſtag den 30, April 1844, Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll bei dem hieſigen Rent⸗ amte eine anſehnliche Partie 18431 herrſchaft⸗ licher Früchte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer öffentlich verſteigt werden. Grünberg am 11. April 1844. Gr. Heſſ. Rentamt daſelbſt Bötticher. Bekanntmachung, Brenn⸗, ſodann Bau-, Werk⸗ und Nutzholz⸗ Verſteigerung, in den Grßh. Domanialwal⸗ dungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betrff. 4 (466) Da die obige, durch Nr. 28 des In⸗ telligenzblattes auf heute bekannt gemachte Verſteigerung von Scheid⸗, Prügel, Stock⸗ 1 120. und Reiſerholz, ſowie von Stammen und Zu⸗ machreisholz im Burgwald wegen Regenwet⸗ ter nicht abgehalten werden konnte; ſo wird nun dazu: Freitag den 19. d. M., Morgens 7% Uhr, mit der Bemerkung beſtimmt, daß bei Regen⸗ wetter die Verſteigerung im Forſthaus Win⸗ terſtein abgehalten wird. 4 Oberrosbach den 12. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. e Privat ⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (419) Mein Waarengeſchäft, beſtehend in allen Sorten von wollenem Tuche, ſodann Bukskin, Sommerzeugen, Barchent, Druck⸗ zeugen, Bettzeugen und noch andern in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, beebre ich mich, in höfliche Empfehlung zu bringen. Durch reelle und billige Behandlung werde ich meine verehrlichen Abnehmer zu befriedi⸗ gen ſuchen, und bitte deßhalb um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg. 0 Seligmann Hirſchhorn. Verſchiedene Fenſter, (1677) Haus-, Stuben⸗, Kammer⸗ und Kel⸗ lerthüren, gutes Bauholz, Fußböden. Lambris, mehrere tannene und eichene Treppen ꝛc. ſind bei dem Abbruch eines Hauſes in der Burg billig zu kaufen. N 164 Fr. Schweitzer und J. Füller. 800 fl. (168) liegen in der Ritſertiſchen Stiftung des Schullehrer Seminars zum Ausleihen bereit. Eine Doggenhündin, (469) engliſcher Race, grau mit ſchwarzen Placken, iſt am 10. April d. J. auf der Haſ⸗ ſelleck entlaufen. Der gegenwärtige Beſitzer des Hundes wird gebeten, denſelben gegen eine angemeſſene Belohnung an den Unterzeichne⸗ ten zurück zu geben. Haſſeleck. Carl, Pachter. Lehrlingsgeſuch. (470) Bei Glaſermeiſter Roth in Nidda wird ein Lehrling von guter Erziebung und moraliſchem Lebenswandel mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre geſucht; derſelbe kann ſogleich eintreten. Drei ſehr volkreiche Bienenſtöcke (471) in Strohringen hat zu verkaufen. Friedberg den 13. April 1844. W. Reuß J. Kirchweihe zu Engelthal. (472) Sonntag den 21. und Montag den 22. April iſt bei Gelegenheit des Kirchweih—⸗ feſtes bei dem Unterzeichneten die vollſtändige Kaicher Tanzmnuſik, vorzügliche Speiſen und Getränke anzutreffen. Da ſeit zehn Jahren das bieſige Kirchweihfeſt nicht gefeiert wurde, ſo hoffe ich um ſo mehr um recht zahlreichen Zuſpruch. Engelthal. Carl Steter. E iin Logis, (479) beſtehend in Wohnzimmer, Kabinet, Bodenkammer, einer verſchließbaren Küche, Theil am Keller, einem Stall, wozu noch auf Verlangen ein Zimmer gleicher Erde im Hofe zur Werkſtätte eingerichtet wird, iſt zu ver— miethen und kann ſogleich bezogen werden bei Wilbelm Stritzinger in der Kirchgaſſe. 2 4 2 Beſondere Subſeription auf bi neunte Auflage des Bro hauſiſchen Converſationz l xikon. F. A. Brockhaus in Leipzig mn den Beſitzern früherer Auflagen des Cond tionslexikon zum Umtauſch derſelben gegen neunte Auflage folgende zwei Vorſchläge zur liebigen Auswahl: I. Ich erbiete mich, frühere Auflagen bit achten Auflage incluſive zu dem Preiſe von 9 fl kr. für das Exemplar wieder anzunehmen und! ſen Betrag in den vier erſten Bänden oder Heften der neunten Auflage zu gewähren. nach würden Diejenigen, welche den Vorſch eingehen, nur noch 11 Bände oder 88 Hefte dem Preiſe von 18 kr. für das Heft in der Au gabe auf Druckpapier zu bezahlen haben u dabei den Vortheil genießen, das Werk nach nach, ſo wie es im Drucke fortſchreitet, ſich a N ſchaffen zu können.* 31 II. Ich erbiete mich, die frühern Auflag 5 des Converſationslerikon zu dem Lad. preiſe wieder anzunehmen und dagegen den 9 trag in andern Büchern meines Verla N zu gewähren. Preiſe der früheren Auflage fi N die erſte Auflage koſtete 21 fl.; die zweite a lage 17 fl. 30 kr.; die dritte, vierte, fün und ſechſte Auflage 21 fl. 54 kr.; die ſiehen Auflage 25 fl. 15 kr.; die achte Auflage 280 und es würden alſo reſp. für 21 fl., 17 fl. lter! kr., 21 fl. 54 kr., 26 fl. 15 kr. und 28 fl. Bi f 22 cher aus dem durch C. Bindernagel in Ire] Fit. d. J. berg zu erhaltenden Kataloge in freier. des HKteſſes wahl zu entnehmen ſein. Dieſer Katalog a Aud d hält nicht etwa veraltete und werthloſe Wer% Jahr ſondern bis zum Jahre 1842 mit geringer Al dies A nahme das Beſte, was überhaupt in meint 0 aus e Verlage erſchienen iſt und, wie ich glaube N As haupten zu können, für jeden Bücherfreut 0 aus d Paſſendes. Folgende Bedingungen gelten gemeinſchaflit 0* für den erſten wie für den zweiten Vorſchlag⸗ 1) Es wird angenommen, daß jeder Bes früherer Auflagen des Converſationil rikon für jedes Exemplar, das er zum Un tauſch beſtimmt, ein Exemplar der neuntt Auflage beſtellt und bis zum Schluß des Werks fortbezieht Hierbei 1 0) aus 9 J aus d 6(5 bedürfß aus de 1., Ve durch J) aus der Nachts. Hun ausdrücklich die vollſtändige Lieferung u Werks in 120 Heften oder 15 Bänden g. rantirt, und 1 5 der Erſcheinung merkt, daß in der Regel monatlich, inſou es die ſtarke Auflage geſtattet, 2— 3 H ausgegeben werden. 2) Wie im Allgemeinen auf die neunte Aufs des Converſationslexikon von den Buß handlungen kein Rabatt in Auſpruch 9 nommen werden kann, ſo beſonders nit bei den Exemplaren, die in Folge der obig Vorſchläge beſtellt werden. 3) Den Buchhandlungen, durch die man d Umtauſch bewirkt zu ſehen und von den man die neunte Auflage zu bezieheu wünſt iſt das umzutauſchende Exemplar einer ft 0 hern Auflage franco zuzuſtellen und, inn) alem ſtillen fern der zweite Vorſchlag angenommen wit lochichte w eine je nach der Entfernung von Leipzig nühre. 1 bemeſſende billige Entſchädigung ff he, die Fracht und Emballage zu entrichten en düſte 4) Für den Einband kann keine Entſchädiguf aden bete gewährt werden; dagegen wird die neun 4 Auflage des Converſationslexikon u Convenienz der Beſteller in Bänden 10 oder in Heften geliefert. Wer auf vorſtehende Vorſchläge ai. zugehen wuͤnſcht, wende ſich gefälligſt alt Carl Bindernagel in Friedbert Julob Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.