* lune 2 Sorterbus Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen n ſämmtliche Gr. Heſſ. Fürſtl. und Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Depotanſprüche. Die nachſtehend abgedruckte höchſte Verfügung zu Hrer Kenntniß bringend, weiſen wir Sie an, dieſen Be— mmungen genau nachzukommen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 28. Jonuar 1844. Küchler. Ouvrier. Follenius. Tas Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Gr. Provinzial⸗Commiſſariate dahier und zu Gießen und ſämmtliche Gr. Kreisräthe. Nach Art. 18. pos. b., in Verbindung mit Art. 21. S. 3., des Recrutirungsgeſetzes vom 20. Juli 1830 muß bk Depotanſprüchen durch Zeugniß des Ortsvorſtandes mier Anderm auch bewieſen werden, daß kein arbeitsfähi— ger Bruder des Dienſtpflichtigen, für welchen das Depot in Aſpruch genommen wird, vorhanden ſey, der, auf welche Leiſe es wäre, vom Kriegsdienſte frei geblieben iſt. Da alle diejenigen, welche zum Militärdienſte zwar gegeben, aber bei ihrem Eintreffen zurückgewieſen wor— dei waren, ſowie alle Diejenigen, welche als Stellvertreter in Militärdienſte ſtehen resp. geſtanden haben, ohne bereits ere eigene Capitulation als Freiwillige oder vermöge ihrer Enſcriptionspflicht gedient zu haben, nach b. 25. der Ver⸗ nung vom 30. April 1831. wegen Vollziehung des Re— artirungsgeſetzes— zu Denjenigen gehören, die in frag— lier Beziehung als vom Kriegsdienſte freigeblieben zu berachten und zu behandeln ſind, und daher es nicht abein darauf ankommt, ob der betreffende Bruder des Richtigen im vaterländiſchen Militärdienſte dient oder dient hat, da ferner darüber, in welcher Eigenſchaft ein— eme Leute im Kriegsdienſte dienen oder gedient haben(ob l Freiwillige, als Conſcriptionspflichtige, als Einſteher), käfig keine amtliche Nachweiſung im Beſitze des einſchläͤ— den Bürgermeiſters ſich befindet, ſo iſt es nothwendig, daß in allen einzelnen derartigen Fällen eine amtliche Be— ſcheinigung hierüber von dem Bürgermeiſter bei der Militär— behörde eingezogen, dem Ortsvorſtand vor Ausſtellung ſei⸗ nes pflichtmäßigen Zeugniſſes über den Depotanſpruch vor— gelegt und mit den Verhandlungen an die Recrutirungs— Behörden abgegeben wird. Wir beauftragen Sie deßhalb, die Großh. Bürger⸗ meiſter Ihrer Verwaltungsbezirke anzuweiſen, dafür zu ſor⸗ gen, daß ſolche— nach einer Verfügung des Großh. Kriegs⸗ Miniſteriums von den Compagnie- oder Schwadrons-Chefs auszuſtellende— amtliche Beſcheinigungen in den gedach— ten Fällen niemals bei betreffenden Depotverhandlungen fehlen und insbeſondere darüber beſtimmte Nachweiſung enthalten: ob und für welche Zeit das betreffende Indivi— duum entweder freiwillig oder zur Erfüllung ſeiner eigenen Conſcriptionspflicht, oder als Einſteher für einen Dritten, dient oder gedient hat, ohne bei ſeinem Eintritt in den Dienſt zurückgewieſen worden zu ſeyn. Darmſtadt am 12. Januar 1844. en Pi. 1 Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter und Gemeinde-Einnehmer des Kreiſes. Betreffend: Den Termin für den Abſchluß und die Einſendung der Gemeinderechnungen für 1843. Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz hat, auch in Bezug auf die Gemeinderechnungen für 1843, allgemein den Termin zum Schluß der Bücher auf den 31. May, zur Ablieferung der Rechnungen an die Gr. Bürger⸗ meiſter auf den 30. Juni und zur Einſendung der Rech— nungen an Gr. Rechnungskammer auf den 31. Juli d. J. beſtimmt. Sie werden hiervon unter dem Bemerken in Kennt— niß geſetzt, daß wegen etwa nöthig werdender Erſtreckung dieſer erweiterten Friſten in den einzelnen Fällen nach den beſtehenden Vorſchriften zu verfahren iſt, daß aber die Nicht— einhaltung der Friſten und beziehungsweiſe die Unterlaſſung der des Falls zu machenden Anzeigen, Disciplinarſtrafen und ſonſtige etwa nöthig werdende Zwangsmaßregeln zur Folge haben werden. Friedberg den 31. Januar 1844. Küchler. v. Stein. „% 86 K bach genommen und durch mächtiges Reiben und Bürſten wieder ins Leben gebracht hätte. Wenn's wirklich, was Einſender dieſes nicht weiß, der Branntwein war, der den Mann in Todesgefahr brachte, wird er ihn nun laſſen?—— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Exlangung urſprünglichen Impfſtoffs aus natürlichen Kuhpocken. Sie werden den Juhalt der Ihnen durch Intelligenz⸗ blatt Nr. 60 vom Jahr 1842 mitgetheilten höchſten Mini⸗ ſterial⸗Entſchließung vom 4. Juli 1842, ſowie der derſelben nachgefügten Belehrung wiederholt zur Veröffentlichung brin— gen und wie geſchehen binnen 14 Tagen anzeigen. Hungen den 6. März 1844. Follenius. * Zur wetterauer Chronik. Friedberg den 14. März 1844. In der verfloſſenen Nacht ſtarb hier ein Schloſſerlehr— ling, ein braver kräftiger Burſche,(er heißt Volp und war bei Schloſſermeiſter Grödel) auf eine bedauerns⸗ werthe Weiſe. Er ſollte geſtern Vormittag einen alten Piſtolenlauf umſchmieden und legte denſelben in das Feuer. Mit einem außerordentlichen Knall entlud ſich der Lauf und eine Kugel drang dem jungen Menſchen in den Leib. Seine Leiden währten bis in verfloſſene Nacht 3 Uhr, wo er verſchied.— Daß doch jeder Meiſter, ehe er einen Ge— wehrlauf umſchmieden läßt, die Vorſicht gebrauchen und den⸗ ſelben näher unterſuchen wollte!— Freitags am 22. Februar brachte ein Mann von Dor⸗ heim das Gepäcke eines Knechtes, der in Fauerbach II. in Dienſte treten ſollte, per Schubkarren an den letztgenannten Ort. War es nun die Kälte des Tags, oder der böſe Geiſt des Branntweins oder ſonſt ein unbekanntes Uebel, das plötzlich die Kraft des Mannes lähmte— genug, auf dem Ruͤckwege fiel er zwiſchen Fauerbach und Friedberg in den Chauſſeegraben und war nicht mehr im Stande ſich zu er— heben. Zu ſeinem Glücke giengen noch ſpät am Abende drei Männer von Fauerbach aus der Stadt nach Hauſe und zwar auf derſelben Seite der Straße, wo der Schub— karren ſtand und der Gefallene lag. Schon war er ganz erſtarrt und wäre ſicher in kurzer Zeit eine Beute des Todes geworden, wenn man ihn nicht gefunden, mit nach Fauer— Kirchenbuchs-Auszug vom Februar 1844. Hungen. Getraute: 11. Johannes Rödling, Gensd'arm zu Biedenkopf, Orts— bürger zu Bobenhauſen I., Kr. Nidda, Sohn des Orts— bürgers und Ackermanns Johannes Rödling II. daſelbſt und Barbara Viſſel, Tochter des hier verſtorbenen Bür— gers und Schneidermeiſters Martin Viſſel. 29. Der hieſige Bürger und Taglöhner Friedrich Knorr, des hieſigen Bürgers und weil. Kuhhirten Johannes Knorr Sohn, und Margaretha Bader, des zu Inhai— den, Kr. Hungen, verſtorbenen Bürgers und Ackermanns Johannes Bader Tochter. Getaufte: 18. Dem Kaminfeger Heinrich Zweſch ein Sohn, Karl, geb. den 20. Januar. Beerdigte: 11. Margaretha Katharine Emilie, Tochter des hieſigen Bürgers und fürſtlichen Fiſchers Heinrich Seibert, alt 5 Mon. und 24 Tage, F 8. Febr. 22. Der hieſige Bürger und Metzger Conrad Jeckel II., alt 68 Jahre, 5 Mon. und 12 Tage, f den 19. Feb. 26. Kunigunde, des hieſigen Bürgers und Schuhmachers Philipp Eiſenhuth Tochter, alt 2 Mon. und 4 Tage, 1 22. Febr. Concert. e Der hieſige Geſangverein beabſichtigt, unter der Leitung des Herrn Lehrer Störger und gefälliger Mitwirkung einiger Dilettanten, Sonn⸗ tag den 24. März ein Concert zu geben, deſſen Ertrag für die hiefige Kleinkinderbewahranſtalt beſtimmt iſt. Es wird zu dieſem Zwecke eine Subſcriptionsliſte zirkuliren und bittet man, im Intereſſe der Kleinkinderbewahranſtalt, um gütige Berück⸗ ſichtigung derſelben. Friedberg den 14. März 1844. Milde Ga be n. Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ gegangen: durch Herrn Hartmann Schmidt in Vilbel, geſammelt im Gaſthauſe zum Landsberg, von G. G. 18 kr., E. G. 6 kr., H. S. 12 kr, H. M. 12 kr., H. G. 12 kr., G. H. 12 kr., C. W. 11 kr., H. F. 12 kr, W. K. 12 kr., J. L. 24 kr., W. S. 12 kr., C. D. 16 kr., W. F. 12 kr, E. B. 12 kr., und F. St. 12 kr., zuſammen 3 fl. 15. 15 a D. Red. Bekanntmachungen von Be⸗ —— hoͤrden. rr Bekanntmachung. (235) Montag den 18. d. M., Vormittags um halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Georg Lang dahier ge— hörende Hofraithe, Nr. 350, beſtehend in Wohnhaus nebſt Gärtchen, an Chriſtian Briel in der Schnurgaſſe gelegen, ſodann 41 Ruthen 109 Garten an Johannes Zobel in der 2. Gewann, N 173 Ruthen Acker im Lachenfeld an Tobias 00 Walz Wittwe, 84 Ruthen im Kleingalgenfeld in hieſiger Gemarkung und 2 V. 37 Rth. in Holz an Georg Martin Billaſch in der Ge— markung Fauerbach II. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. März 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Gelände- Verpachtung. (256) Montag den 18. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Verpachtung von 1 M. 1 V. Gelände auf der hinteren Pfingſtweide auf mehrere Jahre, ſo— dann die nun verlaſſene Hinterhohl, der hin⸗ tere Theil, ohngefähr/ haltend, auf ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 3. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Garten-Verſteigerung. (235) Die Erben des verlebten Adam Schuſter wollen Montag den 18. März l. J., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rakh⸗ hauſe 40 Ruthen Garten an Heinrich Salz⸗ mann und 40 Ruthen Garten in der Lang⸗ gaſſe, und zwar letzteren in 2 Theilen, einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung an den Meiſtbietenden ausſetzen und bei annehmbaren Geboten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Friedberg den 26. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter Verſteigerung. (266) Auf freiwilligen Antrag des Leonhard Kautz dahier ſollen Montag den 18. d. M., Morgens halb 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe 8 Pe garten en! 40 Montag den ul ſollen iin 6 un, geh, gekann tn 0 Monkag 15 15 ag dale l* Wobbauſe die ahnen fi 8 laufende Jura Schultes, det S0 10 cer Stele zur ander. an der Aſa und 2 i Safen des Sandes aus!“ Feifahr deſelben, owe leine aus dem dochgez i dauetbach II zum 5 rie den 7. Me Fe 45 eFrügt⸗Verſtt (EI Wen den dau kinigtien Mmenſonde d ihn 18. d. M., Nachn weſigem Rathhauſe ohn der Korn und 20 Mal weiſe öffentlich meiste Friedberg den 7. J 0 Der Grß Arbeits Per 203) Montag den 1 g uhr, ſollen auf de cher die Baureparaturn J. der Pfarr 19 Maurerarbeit, voral 90 Zimmerarbeit ) Schreinerarbeſt 1 Schloſerarbeit 9 Weißtinderarteit II. des Gendeinde „ aurerarpelt mit 5. cat zu 16 f. chreinerarbeit 7 fl Mlſtnehmend in dart Mieder rosbach den Der Grßb. dus hredberg 1 an ett den 2 Hafi 1 5 1. Velen birken dbpen 6 Nr m iachbemerkte Güterſtücke in der Gemarkung 5merbach öffentllich meiſtbietend verſteigert un bei annehmbaren Geboten der Zuſchlag oh eich ertheilt werden: 5 V. 3 Rth. Acker obig dem Dorheimer fad an Pfarrei Friedberg, 2 V. 6 Rth. uf der Töpfenkaut an Karl Berg, 3 V. 4% Rth. am Edelspfad an Chriſt. Ulrich, V. 23 Rth. unter der Judenhohle an dvokat Trapp III., 2 V. 2½ Rth. Main⸗ er Acker obig dem Schramm an Karl Berg. Friedberg den 7. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Garten-Verſteigerung. (267) Montag den 18. April, Vormittags al 12 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe auf inſcag der Erben der Wilhelm Weckerling's Ultwe erbvertheilungshalber 60 Ruthen Gar— en in der 7. Gewann an Franz Ruppel einer zog maligen öffentlichen Verſteigerung ausge— itz und dem Meiſtbietenden zugeſchlagen dedden. zriedberg den 7. Marz 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. 20) Montag den 18. d. M., von Nach— nitags halb 3 Uhr an, ſollen in hieſigem kchyhauſes die Fuhren für hieſige Stadt für aß laufende Jahr, als Weg- und Beifahren eß Schuttes, der Steine und des Kieſes von int Stelle zur andern, Auswerfen des Kie— san der Üſa und Beifuhr deſſelben, Aus— deen des Sandes aus der Sandgrube und Zefuhr deſſelben, ſowie auch die Beifuhr der Stine, aus dem hochgräflichen Steinbruche mauerbach II zum Pflaſtern der Stadt. ſriedberg den 7. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz Frucht⸗Verſteigerung. 2 10 Von den Fruchtvorräthen des ver— emen Armenfonds dahier ſollen Montag eg 18. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in lleſgem Rathhauſe ohngefähr 50 bis 60 Mal⸗ ler Korn und 20 Malter Gerſte zweimalter— dei öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. ziedberg den 7. März 1844. 5 Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. 23) Montag den 18. d. M., Nachmit⸗ rig 1 Uhr, ſollen auf der Gemeinderathſtube dar die Baureparaturarbeiten I. der Pfarrhofraithe: fler. 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 66 44 9 Zimmerarbeit 2 2) Schreinerarbeit 10 12 4) Schloſſerarbeit 538 ) Weißbinderarbeit 10 15 II. des Gemeinde-Brauhauſes: ) Maurerarbeit mit Materialien, chlagt zu 13 fl. 2) Schreinerarbeit 7 fl. 35 kr. nenzſtnehmend in Accord gegeben werden. Mederros bach den 7. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung, Shnenholz-⸗Verſteigerung in den Gr. Doma— ülwaldungen des Reviers Oberrosbach, zeſts Friedberg betr. %) Freitag den 22. d. M. werden im gugwalde, auf der Grenzſchneiße zwiſchen : giſſthecke u. ſ. w. 325 Wellen birken und 75„ aspen ꝛc. Reiſerholz, voran⸗ 52 87 welches von der Verſteigerung vom 27. Dezbr. v. J. unbezahlt und unverbürgt im Walde liegen geblieben iſt, anberweit an die Meiſt— bietenden öffentlich verſteigert. 11 Zuſammenkunft Morgens präcis 8 Uhr am Burgvorſtadt-Friedberger Wald auf der Haſel— hecker Straße. Oberrosbach den 8. Marz 1844. Der Gerßh. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. *- Holz ⸗Verſteigerung. (301) Freitags den 22. d. M., von Mor— gens 10 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms— Rödelheimiſchen Wald bei Wickſtadt das nach— folgende Holz, nämlich: 35 Stecken eichen Scheitholz, 13 70„ Prügelholz, 29 75„ Stockholz, 9„ gemiſchtes Stockholz und 49„ Reiſer, öffentlich meiſtbietend, unter den bei der Ver— ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin— gungen, verkauft werden. Aſſenheim den 11. März 1844. 5 Gräflich Solms-Rodelheimiſche Forſtverwaltung. Arbeits-Verſteigerung. (302) Mittwoch den 21. März l. J., Vor⸗— mittags 10 Uhr, ſollen dahier die nachfolgen— den Wegarbeiten, unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigſtneh— menden in Accord gegeben werden 1. Herſtellung eines Stücks Ortsſtraße: 1) Pflaſterarbeit, voranſchlagt zu 84 fl. 48 kr. 2) Materlalienlieferung„ II. Die Unterhaltung der Ortsſtraße: 1) Handarbeiten, voranſchlagt zu 48 fl. 2) Materialienlieferung 9 III. Die Unterhaltung des Kirchwegs: 1) Handarbeiten, voranſchlagt zu 2 fl. 48 kr. 2) Materialienlieferung 93 IV. Die Herſtellung des Vicinalwegs nach Melbach: 1) Planir- und Chauſſirarbeit, voranſchlagt zu 24 fl.— kr. 2) Materialienlieferung e V. Sonſtige Unterhaltungsarbeiten an den Vicinalwegen: 1) Handarbeiten, voranſchlagt zu 29 fl. 2) Vesgleichen 98* Wiſſelsheim den 12. Maͤrz 1844. Der Gr. Beigeordnete Nürnberger. Holz ⸗Verſteigerung. (303) Freitag den 29. März d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr anfangend, werden in dem Brand— oberndorfer Gemeindewald I. Diſtrikt Bruchwieſerberg: 12 eichene Bauſtämme von 750 Efß. 6 Klftr. buchen, 7„ eichen Holz, 2 Stück buchene Achſen, II. Diſtrikt Jungſchällerwald 2. Thl.: 39 eichene Bauſtämme zu 1068 Cſß. 1 Klftr. buchen, 22„ eichen Holz, 4 Stück buchene Achſen verſteigert. Uſingen den 9. März 1844. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Sſch wa b. Braunkohlen⸗ Verkauf zu aſſenheim. (30 Die Verwaltung der Braunkohlen— grube Wilhelms-Hoffnung bei Dornaſſenheim bringt hiermit, unter Hinweiſung auf die Be— kanntmachungen des Großherzoglichen Werks zu Dorheim und des Fürſtlich Solms-Braun— felſiſchen zu Wölfersheim und Weckesheim, Dorn⸗ wornach auf dem Dorheimer und Wölfers— heimer Werk die Kohlenvorräthe bereits ausverkauft ſind, wiederholt zur allgemei— nen Kenntniß, daß auf hieſigem Werk, obgleich der Abſatz täglich ſteigt, noch ein bedeutender Vorrath von Braunkohlenklötzen lagert, und zwar namentlich eine Partbie ganz vorzüg— lich ausgetrockneter Klötze aus dem Jahre 1842. Zugleich macht man darauf aufmerkſam, daß auch die im Jahre 1843 mit der größten Vorſicht geformten Klötze ſehr güt ausgetrocknet ſind, daß überhaupt die hieſigen Kohlen mit den beßten des Bau— ernheimer und Dorheimer Werks in Brenn— kraft, Maaß und Gewicht gleich ſtehen; der bisherige Preis wie in Bauernheim, bis auf weitere Verfügung zu 12 kr. pro Cent— ner beſtehen bleibt, jedoch gegen vorſchrifts— mäßige Bürgſcheine für 50 Centner auf ſechs Monate Credit gegeben wird. Dornaſſenheim am 1. März 1844. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Holz- Verſteigerung. (305) Samſtag den 30. März d. J. Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in dem Weiperfelder Gemeindewald im Diſtricte Hardt Zr. Theil 5 Klftr. buchen Prügelholz, 120 Stück birkene Geruſthölzer, 300 Stück gemiſchte Wellen, 45 Klftr. Stockholz verſteigert. Uſingen den 9. März 1844. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerei Sſch wab. Holz-Verſteigerung. (306) Montag den 18. März, des Mor— geus 9 Uhr, ſollen in dem Freih. von Löwi⸗ ſchen Wald zu Steinfurth, Diſtrict Söͤdler— berg, nachgenannte Holzſortimente öffentlich verſteigert werden: 22 Stecken kiefern 8 — Scheitholz, 95„ Stockholz, 550 Stück dergl. Wellen, 20 Stück dergl. Stämme, worunter einige Stämme, die ſich 11 bis 12 Zoll be⸗ ſchlagen. Die Zuſammenkunft iſt in oben genanntem Diſtrict. Steinfurth den 13. Marz 1844. Der Freih. von Löwiſche Revierförſter Weigand. Bekanntmachung. (307) Es können noch ohngefähr 200 Stück Schaafe zur Weide dahier angenommen wer— den. Diejenigen, ſo geſonnen ſind, Gebrauch davon zu machen, haben dieſes binnen 12 Ta- gen bei mir anzuzeigen. Bemerkt wird übri— gens, daß die Weide durch Pachtung größerer Wieſen verbeſſert worden iſt. Friedberg den 14. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (308) Dienſtag den 2. April d. J., Mittags 12 uhr, ſoll in der Behauſung des Unterzeich— neten die Lieferung einer ungefähr 80 Fuß erzenen Pumpe, unter den bei der Verſteige— rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Großeneichen am 9. März 1844. Der Gr. Heſſ. Freih. Ried. Bürgermeiſter Fulda. Bekanntmachung. (309) Donnerſtag den 21. März 1844, des Morgens um 9 Uhr, ſollen auf der Ge— meindeſtube im Gaſthauſe zum goldnen Hirſch zu QObermörlen die zur Beſoldung der daſigen Pfarrei gehörigen noch vorhandenen Naturag— — lien, als circa 90 Centner Heu, 65 Centner Grummet, ſodann die Spreu von den aus⸗ gedroſchenen Früchten und einiges Wirrſtroh an den Meiſtbietenden, unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen, verſteigert werden. Kaufliebhaber werden eingeladen. Friedberg am 11. März 1844. In Auftrag des Kirchenvorſtandes Faatz, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (310) Die hieſige Saline bedarf 6 Ohm Ruböl und 2 Fuder Roggenſtroh, deren Lie⸗ ferung Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, unter den im Termin bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, an den We⸗ nigſtnehmenden vergeben werden ſoll. Nauheim den 12. März 1844. Kurfürſtliches Salzamt 5 Schmincke. Duncker. F. Schreiber. NN Privat- Bekanntmachungen. 3 vierſpännige Wagen (278) ſind zu verkaufen. Näheres iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfahren. Deutſcher und(ewiger) Luzerner Klee⸗ ſaamen (276) iſt zu den billigſten Preiſen zu habeu bei Selig mann Scheuer II. in Heldenbergen. Naſſau⸗Uſinger Eiſen und Achſen, (280 fur deren Güte wir garantiren, ſind in großer Auswahl vorräthig und verkaufen billigſt Gebrüder Grödel. Anzeige. (2901) Ich halte mich verpflichtet den Be⸗ wohnern der Stadt Butzbach und deren Um— gebung öffentlich bekannt zu machen, daß ich auch bei dem Civilſtande die innere, ſowie die ädußere- Heilkunde ausüben werde. Unbemittelten werde ich mit gleicher Be— reitwilligkeit unentgeldlich meinen ärztlichen Rath ertheilen. ö 5 5 Meine Wohnung iſt bei Schreinermeiſter Wirths in der Korngaſſe. Butzbach im März 1844. Dr. Weinsheimer, Oberarzt im Garderegiment Chevauxlegers. Anzeige. (295) Meinen geehrten Freunden mache ich die ſchuldige Anzeige, daß ich auch dieſes Jahr wieder mit allen Sorten friſchen und ächten Sämmereien verſehen bin, und ſolche um möglichſt billige Preiſe ablaſſe. Preisverzeich— niſſe ſtehen auf Verlangen gratis zu Dienſten, und ſchmeichle mir mit der Hoffnung auch dieſes Jahr wieder einem recht zahlreichen Zu— ſpruch entgegen zu ſehen. Friedberg den 11. März 1844. Ernſt Botſch. Eine wenig gebtauchte leichte Chaiſe, (298) vierſitzig, bedeckt und mit ſehr guten Laternen verſehen, iſt wegen Mangel an Platz wohlfeil zu kaufen bei Sattlermeiſter Reuß in Vilbel Empfehlung. (811) Daß ich wieder mit ächten und fri⸗ ſchen Sämereien aller Art beßtens verſehen „ 88 u. bin, bringe ich andurch zur Nachricht aller mei— ner Freunde. Da ich meine Sämereien nur aus guten lang erprobten Quellen beziehe, ſo hoffe ich auch fur dieſes Jahr, unter Zuſicherung ſehr billiger Preiſe, mich wieder einer ſtarken Ab— nahme erfreuen zu dürfen. 5 Preisverzeichniſſe werden gratis abgegeben. Friedberg im März 1844. M. Jung. Verkauf auf den Abbruch (312) Kommenden Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, will Unterzeichneter einen Bau, welcher ſich zu einem Wohnhaus, Brennhaus, großem Schoppen und zu einer Scheuer eignek, und ſodann eine große Scheuer, alles von gutem Holz, meiſtbietend verſteigern laſſen. f 8 Chriſtian Wenzel in Bönſtadt. Empfehlung. (319) Sch bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich eine Bierbrauerei errichtet habe, in welcher Baieriſches Bier, Lagerbier und gewöhnliches Bier verfertigt werden. Indem ich mich zur gefälligen Abnahme empfehle, ſichere ich zugleich reelle Bedienung und billige Preiſe zu. Vilbel den 4. März 1844, G. Gerhardt, Gaſtwirth zum Landsberg. Klicker und Achatkoͤrner. (310 unterzeichneter empfiehlt ſein Lager aller Sorten Klicker, wovon er gewöhnliche a fl. 1 und gemalte à 1 fl. 24 kr. pr. Tauſend, zum Wiederverkauf als ſehr billig erlaſſen kann. Carl Bender, Zeil, neben der Konſtablerwache in Frankfurt a. M. Mit weißem, rothem und Luzerner Kleeſaamen, (315) von vorzüglicher Güte, ich beßtens verſehen bin und zum billigſten Preiſe ver— kaufe, zeige ich hiermit meinen Freunden er⸗ gebenſt an. Fr. Hilbrecht. Bekanntmachung. (3160) Auf meiner Fabrik an der Fried⸗ berger Warte, iſt von heute an jeden Tag gutgebrannter Kalk zu haben. N J. Lüdicke. Anzeige. (317) Ein Bürgermeiſter wollte einem Schnei⸗ dermeiſter die Feuer⸗Gerälhſchaften in ſeine Hofraithe hängen, welches von demſelben wider— ſprochen worden; allein aber der Bürgermei⸗ ſter wollte ſie dem Schneidermeiſter mit Ge— walt in den Hof hängen. Dieſer hat ſein Eigenthum mit Hülfe ſeiner Frau geſchützt und den Würgermeiſter mit dem Ortsdiener und dem Feuerhaken zurückgeſchiebt. 8 Frankfurter Gold-Cours vom 14. März 1 Neue Louisd'or K 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56½ Rand⸗Ducaten 1 5 34 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 17 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Lätare den 17. Marz. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Kirchenrath Pilger. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Engelbach J. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags um 3 Uhr, hält Herr Candidat Wollweber. Farbuch t prleli ſeh 7. März 8. März 5. März Gattung. Fried⸗; Groß. berg 1 gerau fl. kr= fl kr. fl. Waizen pr. Malter] 10 30 949 10— „ e 7 50 7 45 730 Gerfie„„[ 558 627 7 2 Hafer„ 5 330 346 350 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 23. März 1844. 2 8 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. fee pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 31— 34— 2 77, 8 9K.— 4 10 124 12 Lth. Lth. — Milchbrod 14 149. — Waſſerweck 14% 1 5 1 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 137 Fleiſch-Preiſe. pe 1 Ochſenfleiſch 0 75— 2 1 gemäſtetes O1 ee „Kühfleiſch a 1— 9 Sp. z%% gemäſtetes 0— 10— 5 Rindſeiſch ungemäſtetes n „ Kalbfleiſch 7 3 „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hammellleiſch 10— 0— „ Schaaffleiſch 7——— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 19— 19— „ Dörrfleiſch 19— 19— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 224— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 21— 21 „Hammelcsfett 151— 15 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg ü nch ler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. 7 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — Der Kreisrat in die Groß „ Den Ab Tpettiffend: Den 5 Lie werden a daß die Landbeſchäle Ijnu Ulrichstein einge Grünberg ——— Ci Dad Coycer cen eher, ſchon in Nr. 2 in doppelter Bez hüge wurden von celle ſich ſo zahlret Jſeders unmaßgebl (Hirte nac Groß ken Albach, Schi wurde das Concer folgten abwechſelnd Herrn Heyer und Zuhörer ſtets eine Herr Rektor Alge Hortreffichen Int Hugenotten, von Hon Dreyſchock, mi Hanz beſonders erg! Eiſten Piete. ent erg verherrlichte 0 iſt. W ig(Großlumda dubezirke), ſo m n Zauber ihrer I 1Eache f ache fordern