8 Intelli genz-OBlatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg i Vorſtand des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins an die Großherzogl. Bürgermeiſter des Kreiſes. Breffend: Die Herbſtverſammlung des landwirthſchaftlichen Bezirks- vereins. Sie wollen allen in Ihrer Bürgermeiſterei wohnenden — 10 Megliedern des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins bekannt Inichen, daß die Hauptverſammlung, in welcher auch der Virſtand der Viehverſicherungsanſtalt gewählt werden ſoll, Montag den 30. September Vormittags 9 Uhr in dem Gaſthauſe zum Adler dahier abgehalten werde, und ben un wünſchen müſſe, daß ſaͤmmtliche Mitglieder bei ſolcher erchienen. Grünberg am 8. September 1844 ue pr enr⸗ geantwortung der Anfrage wegen Vertilgung der Hamſter!). Auf die Anfrage, des in dem Intelligensblatte Nro. . befindlichen Artikels, wegen Vertilgung der Ham⸗ ter, oder dieſe aufzufangen, will ich Ihnen ein Mittel men welches ſehr probatum ſein ſoll, und ich es auch rklich ſelbſt ſchon angewendet habe, und für Gut befun⸗ du habe, wenn dieſes vorgeſchriebene Mittel an einem ſol⸗ un Thiere angewendet wird, ſo wird das Thier nach kurz zer lang ſein Geiſtgen aufgeben. Man Reibe demſelben folgendes Recept auf dem häcken bis an die äußerſte Spitze des Schwanzes ein. % loth geſtoſſene Auſtern Schalen. 1 Quentchen Haſſel Nuß Oehl. und 1 Quentchen See Salz. nachdem dieſes erſt alles durcheinander gearbeitet iſt. Johannes Rahn Oekonam in Altenſtadt. 0 Uns ſcheint die betr. Frage mit dem Vorſtehenden noch nicht ganz erledigt und wird darum eine anderweite Beantwortung derſelben willkommen ſein. Die Redaction Zur Erheiterung. Ein Quackſalber verkaufte ſeine Medicamente auf einem Jahrmarkte mit all' dem Wortſchwalle, der ſeines Gleichen auszeichnet; namentlich erſchöpfte er ſich im Preife eines von ihm erfundenen Flohpulvers. Eine Bauersfrau hörte ihm eine Zeit lang zu, dachte endlich: ſolch Pulver wäre unter Umſtänden gut zu brauchen, trat an den Laden und ließ ſich eine Schachtel voll geben. Natürlich fragte ſie, wie denn das Mittel zu gebrauchen ſei? und voller Artig⸗ keit erwiederte der Verkäufer:„ſehe Sie, liebes Weibchen, wenn man ſo einen ſchwarzen Reiter gefangen hat, ſo reißt man ihm nur's Maul auf, ſtreut ihm einige Körnlein von dieſem koſtbaren Pulver hinein, und ich ſtehe dafur, daß er in wenigen Stunden alle Vier von ſich ſtreckt./„Er Eſel, bekomplimentirte die Frau den Wunderdoctor, wenn ich das Thier emal zwiſchen den Fingern habe, dann brauch' ich Sein Geſchmier nicht mehr, dann—“ und damit ſtrich ſie mit dem Nagel ihres rechten Daumens über den Tiſch. „Auch gut! auch gut Weibchen!“ entgegnete ſchmunzelnd der Quackſalber und wendete ſich nach der andern Seite Der Inſtinkt und die Klugheit der Hunde. Daß den Hunden etwas Höheres, als der ſogenannte Inſtinkt zuzuſchreiben iſt, mögen folgende Beiſpiele beweiſen.— Es ſchoß Jemand einen Haſen an, und dieſer ſchlüpfte durch ein Loch am Fuß einer Mauer. Ein alter Spuͤr⸗ hund, den man ihm nachſchickte, ſetzte hinüber, fing den Haſen und kam mit ihm zur Mauer zurück. Zu wieder⸗ holten Malen verſuchte er mit ſeiner Laſt die Mauer zu überſpringen, aber vergeblich; da ſchob er den Haſen, ſo weit er konnte, durch das Loch, ſprang hinüber, zog ihn hervor, und brachte ihn ſeinem Herrn. * *.* Ein Gegenſtück hierzu iſt folgendes. Zwei Jäger hatten auf der Entenjagd einen klugen Neufundländer bei ſich. Beim Roͤhricht am Ufer eines Fluſſes legten ſie ihre Hüte ab, und ſchlichen dem Waſſer zu. Bald darauf hie— ßen ſie den Hund ihre Hüte holen, wovon einer größer war, als der andere. Nach mehreren vergeblichen Verſuchen, beide mit dem Maul zu faſſen, ſetzte der Hund den kleinern Hut in den größern, drückte ihn mit dem Fuße nieder, und brachte ſo beide. * R* Die britiſche Fregatte Leander, welche im letzten Krieg bei Halifax in Neuſchottland ſtationirt war, hatte einen alten Neufundländer an Bord. Er war ſchon ſeit vie— len Jahren auf dem Schiff, und man erzählte ſich viel von ſeiner ausnehmenden Klugheit, namentlich behaupteten die Matroſen ſammt und ſonders, der Hund verſtehe, was man ſpreche, und nach folgendem Vorfall ſollte man dies aller— dings glauben. Er ſtand in großer Gunſt bei der Mann- ſchaft, und war immer gut behandelt worden; aber eines Tages, da er eben auf dem Verdecke lag, ſagte der Kapi— tän;„Es kommt mich ſauer an, aber ich muß Neptun er— ſchießen laſſen, denn er wird zu alt und ſchwach.“ Verſtand der Hund dieſe Worte, oder erſchreckte ihn nur der Ton, in dem ſie geſprochen wurden? ich weis es nicht, aber gleich darauf ſprang er über Bord und ſchwamm an ein Schiff, das neben dem Leander lag. Er wurde aufgenommen, und blieb dort bis an ſeinen Tod. Durch nichts war er zu vermögen, auf den Leander zurückzukehren; war er am Lande, und Jemand von der Mannſchaft ſeines alten Schiffes kam ihm nahe, ſo machte er ſich eilends davon.— 4 **.* In einem Gaſthauſe waren verſchiedene Hunde, die nicht ermangelten, ſich alle Winterabende um das Kamin- feuer in dem Gaſtzimmer herumzulagern, doch ſo, daß ſie den Gäſten nicht beſchwerlich fielen. Einer von dieſen Hun— den, der gewöhnlich immer ſpäter als die andern ſich ein— fand, mußte mit einem entfernten Platze vorlieb nehmen. Bisher hatte er immer Geduld gehabt; an einem Abend aber, an welchem die Kälte ihm unerträglich war, erſann er folgenden Streich, der ihm auch vollkommen glückte. Nachdem er ſich einige Zeit zur Rechten und Linken umge— ſehen, um einen Platz in der Nähe des Feuers zu erlangen, aber ſeine Abſichten nicht erreichen konnte, verläßt er auf einmal das Zimmer, läuft nach der Hausthür, und fängt an, aus allen Kräften zu bellen. Augenblicklich machen ſich alle Hunde im Zimmer auf die Beine, laufen und bellen, ſo gut ein jeder kann. Der Hund, der das Zeichen gege— ben hatte, ließ ſie gehen, kam mit einer triumphirenden Miene zurück und ſuchte ſich die beßte Stelle beim Feuer aus. Seit der Zeit bediente er ſich zur großen Beluſtigung der Gäſte jedesmal, wenn er es für nöthig fand, dieſes Kunſtgriffes und verfehlte nie ſeinen Endzweck. Kirchenbuchs-Auszuͤge vom Auguſt 1844. I. Butzbach. . Getraute: 18. Johann Konrad Heyd, Buͤrger und Dachdeckermeiſter 2 290* I dahier, des hieſtgen Bürgers und Dachdegng zaum Heinrich Heyd ehelich lediger Sohn und Eliſabeth höͤrd des hieſigen Bürgers, Bierbrauers und Küfermiſſh. Johannes Leſch ehelich ledige Tochter. 2 Getaufte: Etteb, 11. Dem Bürger und Handelsmann Gottlieb Bartel e Sohn, Hermann, geb. den 23. Juli. 8 16. Ein unehelicher Sohn, Jakob Wilhelm, geb. den 4A. 18. Dem Bürger und dermaligen Kuhhirten Chriſtian Ih ve, mas eine Tochter, Carolina, geb. den 3. Aug.. 25. Eine uneheliche Tochter, Katharina, geb. den 16. 9 27. Dem Bürger und früheren Gränzaufſeher 155 0 Schneider ein Sohn, Konrad, geb. den 18. Juli,. 27. Dem Bürger und Metzgermeister Andreas Küchel g n, N Tochter, Eliſabeth, geb. den 14. Aug. an ie d Beesdigtez ach, Ehen u 5. Friedrich Bartel, Bürger und Schuhmachermeiſter, Z Jaun 40 e 68 Jahre, 8 Monate, 1 den 3. fen lade 21. Emma Eliſabeth, des Bürgers und Schloſſermeſſh bein de f Adam Weidmann eheliches Töchterchen, alt ö Min Der. 2 Tage, 1 den 19. II. Laubach.. Getraute: ban u ſolle 10. Friedrich Auguſt Palitſch, Bürger und Sattler, Aa und Bone. hieſigen Bürgers und Sattlermeiſters Gottlob Taue weſeen den Palitſch ehelich lediger Sohn und Louiſe Scherer, Agape Friedrich Scherer in Havre de Grace ehelich lei; Tochter. ubeitz 18. Heinrich Chriſtoph Goldmann, Burger und Schnme, 57 Dienſtaz arbeiter, des hieſigen Bürgers Heinrich Goldmann ach bur, pe licher lediger Sohn und Anna Katharina Löwer, ier Söder Pia hieſigen Bürgers und Maurermeiſters weiland Jihu Konrad Löwer ehelich ledige Tochter. en Getaufte: 0 Banden 10. Dem hieſigen Bürger und Sattler Friedrich Auge J Sgreergrde Palitſch ein Sohn, Wilhelm, geb. am 13. Auguſt 100 4 Schoſerarde in Mobile im Nordamerikaniſchen Staate Alabama.“ 5 pfade 11. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Konrad Lauth!“ auſclagt z eine Tochter, Heuriette, geb. den 27. Juli.) die Lieferung 11. Dem hieſigen Bürger und Zimmergeſelle Peter F eine Tochter, Eliſabetha, geb. am 26. Juli. e 18. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Komme g,. Richter, Zwillinge, Ludwig und Katharina, geb. u Niſentich an die 27 Juli Gastwirt Stub 18. Dem hieſigen Bürger und Kiefermeiſter Johann Gu 4 eh . Tochter, Eliſabetha Wilhelmine, geb. 8900 25. Dem hieſigen Bürger und Gräfl. Fiſcher Johs Geb eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 6. Auguſt. Lieferung Beekfdigre(216) die 13. Anna Margretha, des hieſigen Bürgers und Sſh mu des machermeiſters Jakob Dählers Ehefrau, geb. Sihl bah Mae alt 67 Jahre, 4 Monate und 16 Tage, 1 den 1 0 Uhr, auf d Auguſt. ſahmsfähige Li 16. Adelheid, des Gräfl. Forſtcaſſiers Herrn Conrad a ken werden celius Ehefrau, geb. Triebert, alt 27. Jahre, 8 N briedberge nate und 16 Tage, 1 den 13. Aug. 20. Anna Lucia Henriette, des hieſigen Bürgers und(le ſermeiſters Johann Heinrich Stengel Ehefrau, 0 Jäger, alt 66 Jahre, 3 Monate und 25 Tage, n 17. Aug. erhebenſte ſtatt erhabenſtez ferner Seite 286, Sp. 2, Zeile 15 f, angegebenen ſtatt angebornen. Der ü ck fen hal ee In Nro. 72. d. Bl., auf der erſten Seite, Sp. 2, Zeile 110 le Leerung be rocken Braun luce Holz, 9 feet 1 1d. orledpe 98 Dtaunkohle (217) Me wum 11 uh 2 Lekanntmachungen von Be— hoͤrden. rr Strohlieferung. (6212) Dienſtag den 17. d. M., Vormit⸗ zs 10 Uhr, ſoll auf dem Directorial-Bureau Lieferung von 25 Fuder Roggenſtroh für d hbieſige Anſtalt öffentlich an den Wenigſt— federnden verſteigert werden. Marienſchloß am 9. September 1844. In Auftegg Der Verwalter Bauer. Obſt-Verſteigerung. (213) Mittwoch den 18. d. M., Vor⸗ brkags 10 Ubr, ſoll das der Gemeinde Nau— hm zugehörige diesjährige Obſt, beſtehend in Jofeln, Birnen und Nüſſen, in mehreren Itheilungen an Ort und Stelle öffentlich piſtbietend verſteigert werden, wozu Kauf— haber einladet Nauheim den 11. September 1844. Der Kurf. Heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Aepfel-Verſteigerung. 21) Montag den 16. d. M., des Nach⸗ zctags 3 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeinde⸗ fel und Birnen, circa 30 Malter, öffent— ie meiſtbietend verkauft werden. Schwalheim den 11. September 1844. Der Kurf. Heſſ. Bürgermeiſter Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (215) Dienſtags den 17. d. M., Vormit⸗ A 10 Uhr, ſollen nachſtehende Bauarbeiten ii der Södler Pfarrhofraithe, als: fl. kr. 1 Maurerarbeit, ohne Material, vor⸗ anſchlagt zu 8 50 2 Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 5 11 3 Schreinerarbeit, 1„ 38 54 J Schloſſerarbeit 5 3 Weißbinderarbeit 2 5. 6 30 5 Pflaſterarbeit, ohne Material, vor⸗ anſchlagt zu 92 45 7 die Lieferung von 7 Cubikklafter Pflaſter⸗ ſteinen, 898„ 5„ 6½ Cubikklafter Sand oder Kies und 9 4„ 16 Bütten Kalk, Fentlich an die Wenigſtfordernden bei Herrn (aſtwirth Stüber zu Wölfersheim, unter den bü der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ om Bedingungen, vergeben werden. Schloß Ilbenſtadt den 9. Sept. 1844. Gräflich von Leiningen-W. Rentei daſ. Bernhardt. Lieferung von Mauerdeckſteinen. (1216) Die zum Belegen der Umfangs⸗ rauer des Kirchhofs zu Florſtadt erforderlichen deauerdeckſteine, zuſammen 1050 laufende Fuß, ſllen Mittwoch den 18. d. M., Vormittags 1 Uhr, auf daſiger Gemeindeſtube an über⸗ lihmsfähige Lieferanten nochmals in Accord geben werden. Friedberg am 9. September 1844. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Bra unkohlen- und Holz-Lieferung. 1217) Montag den 16. d. M., Vormit⸗ ligs um 11 Uhr, ſoll im neuen Schulhauſe dee Lieferung von ungefähr 180 Centner guten ocknen Braunkohlen und 3 Stecken gutem lachen Holz, öffentlich an Wenigſtnehmende erſteigert werden. Friedberg den 10. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter e „% 291. Arbeits- Verſteigerung. (1218) Mittwoch den 18. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll die bei Herſtellung der Sy⸗ nagoge und des judiſchen Gemeindehauſes zu Florſtadt erforderlichen Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 4 fl. Maurerarbeit, 28„ Dachdeckerarbeit, 22„ Schmiedearbeit, 38 Lieferung von 500 Backſteinen, 1000 Lehm⸗ ſteinen, 4 Bütten Kalk und 0,2 Kubikklafter Sand, auf dem Rathhauſe daſelbſt wenigſtneh— mend verſteigert werden. Friedberg den 9. September 1844. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Aepfel-Verſteigerung. (1219) Dienſtag den 17. Sept., Morgens um 10 Uhr, ſollen die diesjährigen Gemeinde— Aepfel, circa 12 Malter, an Ort und Stelle dahier meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 12. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Obſt- Verſteigerung. (1220) Montag den 30. September l. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll ſämmtliches Obſt von den ſtädtiſchen Almeien, beſtehend in den beßten Sorten Aepfeln, Birnen und Nüſſen, als am Burgberg, viereckten Weier, Seergra— ben, Wildkautsgraben, an der Ockſtädter Gaſſe, am Schützenrain, Haingraden, Stadtſchreiberei— graben, an der Pfingſtweide und der Cheauſſee, theils in einzelnen Bäumen, theils in kleinen Partieen, öffentlich meiſtbietend verſteigert und der Anfang am hinteren Burgthor gemacht, dann aber am viereckten Weier, Seergraben, und ſo fort die Verſteigerung fortgeſetzt wer— den. Gegen Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 1. Dezember gegeben. Friedberg den 11. September 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (12210 Montag den 16. d. M., Morgens halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Glaſerarbeit an den Straßen-Laternen, beſte— hend in Reinigen der Laternen und Herſtellung der zerbrochenen Scheiben öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 10. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (1222) Montag den 16. d. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll im neuen Schulhauſe die Weißbinderarbeit, beſtehend in Ausweißen und Ausbeſſern der Schulſäle und der Haus— flur, voranſchlagt zu 28 fl., öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigent werden. Friedberg den 10. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter r Korn⸗ und Gerſtenſtroh- Lieferung für die Garniſon zu Butzbach. (1223) Da das zum friſchen Füllen ſämmt⸗ licher Betten in der hieſigen Reiter⸗Caſerne erforderliche Stroh, beſtehend in 1084 Gebund Kornſtroh, à 16 Pfd., und 1290 Gebund Gerſtenſtroh, à 8 Pfd., auf dem Wege der Soumiſſion an den Wenigſtnehmenden verge— ben werden ſoll, ſo ſetze ich hiervon die In⸗ tereſſenten mit dem Anfuͤgen in Kenntniß, daß die Bedingungen auf dem bieſigen Militaͤr— Verwaltungsbureau eingeſehen werden können, und die Soumiſſionen bis längſtens den 23. d. M., des Vormittags 10 Uhr, verſiegelt in den am Eingange zum genannten Bureau aufge⸗ hängten verſchloſſenen Kaſten eingelegt wer⸗ den müſſen, indem gleich nach Ablauf des genannten Termins die Soumiſſions⸗Cröffnung vorgenommen werden jſoll. Butzbach den 11. September 1844. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Des det (1220 Zufolge Decrets des Herzogl. Am⸗ tes dahier dom 10. September l. J, ſoll auf Klage des Wilhelm Krück von Reichelsheim das der Hartmann Bickers Wittwe und den Erben der Heinrich Eckholds Wittwe dahier zuſtehende zweiſtöckige Wohnhaus, nebſt Scheune, Stallungen und Hausgarten, in der Sbergaſſe dahier, Mittwoch den 23. Oktober, Morgens 9 Uhr, auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 11. September, 1844. Herz. Naſſ. Landoberſchultheiſerei Rullmann. Aepfel-Verſteigerung. (12235) Dienſtag den 17. d. M., des Vor- mittags um 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Niederwöllſtadt zuſtehenden Aepfel einer öf⸗ fentlichen meiſtbietenden Verſteigerung an Ort und Stelle ausgeſetzt werden, welches man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt und wozu man deßfallſige Kaufliebhaber ergebenſt einladet Niederwöllſtadt d. 9. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stoll. Aepfel Verſteigerung. (1226) Da die am 9. d. M. abgehaltene Gemeindeäpfel-Verſteigerung in Ganzem den Abſchätzungswerth nicht erreicht hat, ſo ſoll die Verſteigerung anderweitig, Montag den 16. September 1 J., nochmals abgehalten werden. Ilbenſtadt den 11. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenbergen. NN t N Privat- Bekanntmachungen. Ein Branntwein-Keſſel, (1193) 132 Maas haltend, drei Maiſch⸗ buͤtten, jede 372 Maas haltend, ſodann alle übrigen zu einer vollſtändigen Brennerei ge⸗ hörigen Geräthſchaften werden zu billigem Preiſe abgegeben, und wird hierbei noch be⸗ merkt, daß ſich Alles noch in dem beßten Zu⸗ ſtande befindet. Das Nähere hierüber bei Vilbel den 2. September 1844. Chriſtian Kreiling, Eichmeiſter. Unſer Lager in allen Sorten Koch-Oefen vom feinſten Guſſe (1227) empfehlen in bedeutender Auswahl zu den billigſten Preiſen f Gebruͤder Groͤdel. Zur Nachricht. (1228) Den auf der Salzbäuſer Chauſſee verloren gegangenen Siegelring, welcher un— ter Nro. 1488 des Gießer Anzeigeblattes vom 7. September 1844 ausgeſchrieben war, hat Maria Eliſabetha Emmel, Toch⸗ ter des Georg Emmel, Schuhmachers aus Wohnbach, heute hierher an den Eigenthümer abgeliefert, welcher wünſcht, daß der Name der redlichen Finderin in das Friedberger Kreisblatt eingerückt werde. (1229) Einladung zur Kirchweihe. Hierdurch will ich mich beehren, Die ganze Wetterau zu belehren: Daß künftigen Sonntag allhier iſt Kirchweih', Freunde! wenn Ihr Geld habt, dann kommet herbei. Ich werde mich da recht ſehr befleißen, Fürs Geld die Gaͤſte fürtrefflich zu ſpeiſen; Doch finden ſie's billig und vollauf, Drum gehet nur nicht zum Aehle hinauf. Auch an guten Getränken ſoll's bei mir nicht fehlen, Womit man beſänftigt die durſtenden Kehlen; So kommet denn, tanzt, trinkt, eßt und ſeid * heiter In Wölfersheim bei Philipp Schneider. Gegeben den 12. September 1844. Oſſenheimer Waͤldchen. g„(1230) Zu der auf Sonntag den 15. und Mon⸗ tag den 16. — 8 e Septbr., als an den Tagen des dahieſigen Kirchweihfeſtes, ſtattfindenden gut beſetzten Harmonie und Tanzmuſik lade ich hoͤflichſt ein und bitte um geneigten Zuſpruch. Mein lieber geſcheiter Wöͤlfersheimer Schneider Deine Reim' werden dich nichts nützen; Auf meine Gäſt' brauchſt dich nicht zu ſpitzen: Wenn dieſe meine Fiſche und Zwetſchenkuchen, Rehbraten, Wein, Schinken und Mitſchle verſuchen Und meine Havana-Cigarren verrauchen, Dann wird wohl die Sehnſucht nach dir nicht auftauchen, Und es wird wohl, ich möchte dafür ſtehen, Niemand von ihnen nach Wölfersheim gehen— Aehle. 808 6 l Einladung zur Kirchweihe. (1231) An den Tagen des hieſigen Kirch— weihfeſtes, Sonntag den 15., Montag den 16. und Sonntag den 22. September, iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Für alle Bedürfniſſe wird beßtens von mir geſorgt ſein, und lade ich zu zahlreichem Beſuche höf— lichſt ein. g f Dorheim Wilhelm Bingel. Drei Bäume Aepfel, (1232) welche ſich am Holzpförtchen befin⸗ den, ſind zu verkaufen und können alltäglich in Augenſchein genommen werden. Friedberg. Ludwig Hoffmann. Frucht ⸗Verſteigerung. (1233) Dienſtag den 17. September, des Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſiger Bür— germeiſterei 18 Mltr. Waizen vom Mollenbek'. ſchen Speicher anderweit verſteigert werden. Berſtadt den 10. September 1844. Der Mollenbel'ſche Verwalter Ellenberger. Bekanntmachung. (123) Da wegen ſtattgehabter Grummet⸗ ernte die in Nro. 67 und 68 d. B. angekün⸗ digte Mobilien⸗Verſteigerung aus Mangel an Käufer am 2. d. M. nicht abgebalten werden konnte, ſo ſoll ſolche nun Montag den 16. d. M. vorgenommen und Morgens um 9 Uhr angefangen werden. Bönſtadt den 8. September 1844. Georg Henzel. 4=- * 2092 Wetterauer-Bienenverein. (1235) Die 3. jährliche Sitzung des wet⸗ terauer Bienenvereins findet Miktwoch den 18. d. M. Vormiitags 10 Uhr bei Herrn Gaſtwirth Stier zu Reichelsheim ſtatt, was hiermit zue öffentlichen Kenntniß bringt In Auftrag des Vorſtandes W. Alles. Empfehlung. (1236) Mit leinenen und baumwollenen Bett. und Schürzenzeugen, Bettbarchent, Ir⸗ ting,/ breitem Moll, Tüll und Ganirtüͤll, Spitzen-Einſatz, weißem und grauem Futter⸗ barchent und Saſſenet, Baumwolltuch, Kittel⸗ zeug, Watten, Franzen, ſeidenem und baum— wollenem Lothband, leinenem und baumwolle— nem Zwirn, 3, 4 u. 6 Draht verſchiedener Sor⸗ ten wollenem und baumwollenem Garn, Eiſen⸗ zwirn, ſeidener und wollener Beſatzkortel, eng⸗ liſchen Näh- und Stricknadeln, Rock⸗ und Weſtenknöpfen, Lichtergarn, geſtrichener Baum⸗ wolle und mit vielen ſonſtigen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln bin ich wieder beßtens verſehen und verkaufe dieſelben zu den mög— lichſt billigen Preiſen. Friedberg im September 1844. Nathan Hirſchhorn, Literariſche Anzeige. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt vorräthig: Beer, Gebet und Erbauungsbuch für ge⸗ bildete Frauenzimmer moſaiſcher Religion. 1 f 12 F. Delitzſch, das Vater Unſer. Ein Erbau⸗ ungsbuch für jeden Ehriſten. Mit drei Stahlſtichen. Eleg, geb. A oe. Egeling, der denkende Chriſt 54 kr. Heinchen, vom Wiederſehn und der Fort⸗ dauer unſerer Seele nach dem Tode. 36 kr. Hortig, kurzgefaßte Tugendlehre in Ausſprü⸗ chen der heilige Schrift. 36 kr. Lisco, erbauet Euch auf Curem allerheiligſten Glauben. Ein Erbauungsbuch. 4fl. 12 kr. Matheſius, Dr. M. Luthers Leben. Mit 3 Stahiſtichen. 271. Nöſſelt, das Leben Jeſu mit 6 Stahlſtichen. Eleg. geb 3 fl. pfizer, M. Luthers Leben. Geb. 2 fl. 24 kr. E. L. Kraft, Tafeln zur ſchnelleu und ſichern Berechnung der Zinſen aus 1 bis 20000 fl. Capital, von 1 bis zu 365 Tagen, zu 3, % 3% 4,4%, 4%%,%, Mit einer Zinsberechnungstafel, auf wel⸗ cher die zwiſchen zwei gegebenen Terminen liegende Zahl von Tagen augenblicklich ge— funden werden kann.— Neue Ausgabe. 1 fl. 48 kr. Liebig, Juſtus, chemiſche Briefe. 2 fl. 40 kr. ——. Bemerkungen über das Verhältniß der Thier-Chemie zur Thier-Phyſtologie. 36 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 12. September. fl. kr Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 ½ Rand⸗Ducaten 5 34½ 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 1151 Kirchliche Anzeigen 15. Sonntag n. Trinitatis d. 15. Se Pfarramtliche Funktionen verrichtit: für Herrn Kirchenrath Pilger, Vormittags predigt in der Burgkfrch Herr Stadtpfarrer Crößmann. Nachmittags predigt in der Burgkich für Friedberg. Herr Stadtpfarrer Sell. Herr Candidat Schäffer. Katechismuslehre Herr Stadtpfarrer Sell. Frucht p rie iſ e 12. Sep.] 6. Sep.] 3. 80 Gattung. Fried⸗ i Gioß, berg Mainz gerau fl. kr. fl. kr. N Waizen pr. Malter] 7 30 819 8,3 in 5 40 547 5% Gerſte„„ 440 458 . 3151 3420 3/4 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbe vom 15. bis 21. September 1844 ö 8 Pfund. i Fried⸗ Buß, Brod-Preiſe. berg.] bach. kr. pf. kr. Leib⸗Roggenbrod 2722 7. 7 4 3 44 7. 911 900 Lth.]. Milchbrod 145 150 Waſſerweck 16.1% Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 16/ 106 Fleiſch-Preiſe. pf. 1. Ochſenfleiſch 5 11— 0 1. gemäſtetes 9— 8000 „.Kühfleiſch egen 8 8 30% gemäſtetes 8 2 80 „(Rindfleiſch ungemäſtetes 7 2 7 „ Kalbfleiſch 100 100 „Schweinenfleiſch 111 21110 „Hammelfleiſch 9— 9 „ Schaaflleiſch 7—1— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „Gemiſchte Wurſt 8— 81 „ Bratwurſt 16— 16 „ Schwartenmagen 16— 16 „Geräucherter Speck 22— 22. „ Schinken 18— 18. „ Doörrfleiſch 17— 17 „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 201 unausgelaſſen 18— 18 „ Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 151— 15 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Frieden Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Bußlil gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hu Follenius. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 0 S * 74. 2 Loöbl. Red Ulfaatze eine N. nitheilen zu u. dete, welche tnählten, ſo heſſiſche Se Würden ſſe ein Fremder ü cd dad det mit die Fa zeuge ſpricht über uns u men, ſo mu Heſſen anne von Steins lſſa in der heſſen am J Frie 6) Ob Wi auch al Nichth genzeuge offentl ſedem J reilich n vermißt Aufſatz weiſe a inſofern einem h chend 0 Ent Herrn fur die in Naubt er