XX Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. betreffend: Die Landgeſtütsanſtalt, insbeſondere die Einführung einer Fohlenbeſchau. Zufolge einer mir zugekommenen Benachrichtigung iſt lem Gr. Landſtallmeiſter Hofmann und Medicinalrath Wüſt on Darmſtadt der Auftrag ertheilt worden, in dieſem Jahre ſoch eine Fohlenbeſchau vorzunehmen. Ich weiſe Sie an, dieſe Commiſſion bei Vollziehung ſes ihr gewordenen Auftrags auf jede zuläſſige Weiſe zu nterſtützen. Friedberg den 6. November 1844. Ka chleen⸗ Der Felsberg und die Felsberger. Einſender glaubt dem leſenden Publicum eine Gefaͤl— igkeit zu erweiſen, wenn er Nachſtehendes, aus einem Pri— „atſchreiben, über den Felsberg bei Chur Canton Graubün— den in der Schweiz, und die Felsberger mittheilt. Es heißt n gedachtem Schreiben d. d. 19. v. M.: „Die armen Felsberger haben in Bezug auf ihre künf— tige Anſiedlung noch immer keine beſtimmte Ausſicht; doch „werden ſie ſich, da ihnen die Emſer“) zum Aufbau eines neuen Dorfes auf ihrem Gebiete, dieſſeits des Rheins, „keinen Boden abtreten wollen, wohl entſchlieſſen müſſen, weiter hin gegen Tamins“) auf ihrer Seite ſich anzu— ſiedeln wo, wie es ſcheint, ein, menſchlicher Vorausſetzung nach, hinlänglich ſicherer Platz wohl zu finden wäre. In⸗ deß iſt die Gefahr noch immer drohend. Von Zeit zu Zeit rollen Felsſtücke, mitunter wie ordentliche Bauernhäuſer groß, herunter, bis jetzt doch ohne erheblichen Schaden an— *) Ems, ein katholiſches Pfarrdorf 1½ Stunde von Chur, ½ Stunde von Felsberg. ) Ein evangeliſches Pfarrdorf an dem Zuſammenfluß des Hinter- und Vorderrheins. Mittwoch, den 1 „zurichten. „einem ungeheuren Felsblocke zuſammengedrückt, und ein „bedeutender Stein bis auf den Kirchhof geſchleudert. Die „letzten Abbröckelungen fanden letzte Woche ſtatt, unter vier Nur vor einem Jahre wurde ein Stall von „verſchiedenen Malen an einem Tage. Die Ablöſungen ge— „ſchehen vom Fuße des Felſens; die Hauptmaſſe rückt nur „allmählich nach, iſt aber noch immer oben. Inzwiſchen „haben ſich die armen Leute hölzerne Baracken gebaut an „ſichere Stellen, wo ſie bei drohender Gefahr hinflüchten. „Die Ablöſungen haben ſich bis jetzt jedesmal durch ein ſtar⸗ „kes Getöſe und Krachen ein paar Stunden vorher ange— „kündigt. An Unterſtützungen und Steuern wird es den „Leuten gewiß nicht fehlen, ſobald ihr künftiger Anſiede— „lungsplatz einmal beſtimmt iſt und das muß nothwendig „im Laufe des Winters geſchehen. Wie ſie ſich in der Zwi— „ſchenzeit einrichten werden, iſt noch nicht ausgemacht. Von „Seite der Landesregierung iſt in dieſer Beziehung ſchon „längſt eine Commiſſion aufgeſtellt worden, welche den Auf— „trag hat, ihnen ſowohl in Hinſicht ihrer einſtweiligen Sicher— „heit, als auch ihrer definitiven Anſiedlung mit Rath und „That an die Hand zu gehen. Doch ſind auch im Fels⸗ „berg viele Kopfe und daher auch viele Sinne.“ Soweit dieſes Schreiben. Da Einſender mit der dortigen Localität genau be— kannt iſt, indem er ſelbſt uber ein Jahr dort lebte: ſo ſieht er dem Bergſturz mit Entſetzen entgegen. Gerne wollte er dem Leſer die ganze Sachlage veranſchaulichen, wäre es durch eine Beſchreibung möglich. Dort kann man ſich die Stelle Hoſea 10, 8 auf eine handgreifliche Weiſe erklären. . F. 1 Ueber die Sparkaſſen und deren wohlthaͤtige Wirkungen. Die erſte Quelle des Wohlſtandes iſt die Arbeit, die zweite und eben ſo unentbehrliche aber die Sparſamkeit; denn was hilft es, viel zu verdienen, wenn man den Ge— 1* n 358 K. winn nicht zu ſchaͤtzen verſteht. Die Gewohnheit zu ſparen findet ſich bei den Wohlhabendern im Allgemeinen häufiger, als bei denen, welche wenig beſitzen, und doch iſt ſie den Letzteren am unentbehrlichſten. Leider glauben viele von denjenigen, welche nur wenige Groſchen jede Woche erüb— rigen können, es ſei nicht der Mühe werth, dieſe zurückzu— legen, weil zu lange Zeit erforderlich wäre, um ein etwas bedeutendes Kapital zuſammenzubringen. Der Arbeiter be— denke aber, daß jeder Gutegroſchen,“) welcher täglich erſpart wird, am Ende eines Jahres ſchon mehr als 15 Thaler geliefert hat, und daß dieſe 15 Thaler mit Zinſen zu 4 Prozent, nach Verlauf von 10 Jahren auf etwa 185 Thlr., nach 20 Jahren auf 464 Thlr. angewachſen ſind. Die Gewohnheit, niemals etwas zurückzulegen, und die daraus entſtehende Entmuthigung, ſind die größten Ur— ſachen des Elends und der Armuth. Will man ſich aus dieſer unglücklichen Lage reißen, ſo muß man anfangen zu ſparen; es wird dem kleinen Arbeiter ſehr ſchwer, die erſten 10 Thaler zu erübrigen; allein er werde nicht muthlos, mit den zweiten und folgenden wird es immer leichter Es gibt eine Menge Hinderniſſe det Sparſamkeit. Das vorzüglichſte und am ſchwerſten zu bekälichfende iſt die Nei gung zum Genuſſe. Dieſer muß natürlich um ſo kräftiger entgegengearbeitet werden, je geringer die uns zu Gebote ſtehenden Mittel ſind, je ſorgſamer alſo jede Kleinigkeit aufgeſucht werden muß, an der möglicher Weiſe etwas zu ſparen iſt, je ſorgfältiger jede, auch die kleinſte Ausgabe hinſichtlich ihrer Entbehrlichkeit geprüft werden muß. Je ſchwerer dieſe Strenge gegen ſich ſelbſt an und für ſich ſchon iſt, deſto leichter kommt der Fall vor, den erſparten Groſchen oder Thaler in einem ſchwachen Augenblicke wieder hervorzuholen und auszugeben; um ſo nützlicher iſt daher eine Einrichtung, durch welche die kleinſten Erſparniſſe ſofort geſichert werden und Zinſen tragen. Die Neigung zum Er— ſparen nimmt bekanntlich, wenn nur erſt einmal der Anfang gemacht iſt, außerordentlich zu, ſie wächſt doppelt ſchnell, wenn man das Erſparte gut angelegt und Früchte bringen ſieht, und weichen wohlthätigen Einfluß äußert die Spar— ſamkeit und die dadurch begründete Wohlhabenheit auf das Weſen der Menſchen! Gibt es wohl ein angenehmeres Ge— fuͤhl, als ſich ein ſorgenfreies Alter bereitet zu haben, ſich vor dem drückenden Kummer bewahrt zu ſehen, ſeine Fami— lie einſt der Armenkaſſe zu hinterlaſſen? Die Sparkaſſen ſind dazu behüͤlflich, ſie machen die kleinſten Summen zu Nutze, öffnen dem Arbeiter Quellen des Wohlſtandes, ver— hüten das Ausgeben gemachter Erſparniſſe und muntern dadurch zu anhaltender Sparſamkeit auf. Die Familienvä— zer und Meiſter ſollen mit gutem Beiſpiele vorangehen; ſie ſollen ihre Gehülfen, Lehrlinge und Dienſtboten aufmunteru, ſich kleine Beträge an ihrem Lohne, an ihrem Verdienſte abziehen zu laſſen und ſolche in Sparkaſſen anzulegen. Wenn ein rechtſchaffener Hausherr ſogar einen Abzug Be— huf dieſes Zweckes ihnen zur Bedingung macht und ſie über die e Vortheile ſeines Verfahrens gehörig belehrt, ſo werden ) Ein guter Groſchen oder 4% Kreuzer, hannöv. Thaler. Die Red. die meiſten derſelben ſich willig eine ſolche Anordnung ge⸗ fallen laſſen. Für die weniger vermögenden arbeitenden Volksklaſſen iſt am wohlthätigſten die Anſammlung eines Kapitals, wel⸗ ches, wenn auch einen geringen, doch einen feſten und ſichern Ertrag liefert, und welches ohne ihre Aufſicht allmählig ſich vergrößert; eines Kapitals, welches bei jedem augenblickli⸗ chen, aus gewöhnlichen Mitteln nicht zu beſtreitenden Be- dürfniſſe ſofort wieder in die Hände des Eigenthümers zu— rückkehrt. Alle dieſe Bedingungen erfüllen Sparkaſſen. Der fleißige Arbeiter hat nur ſeine erübrigten Groſchen an die- ſelben abzugeben, für Alles Andere braucht er nicht zu ſor— geu, die Sparkaſſe gewährt ihm die größte Sicherheit, bei wektem mehr, als wenn er ſein Geld in verſchloſſenen Kaſten aufbewahrt oder es verleiht, die Sparkaſſe gibt ihm auch t ſchon für ganz kleine Summen Zinſen, zwar keine ganz ſo hohe Zinſen als der Arbeiter etwa von ſeinem geldbedürfti⸗ gen Nachbar erhalten kann, allein die Sparkaſſe zahlt die Zinſen auf Tag und Stunde, und betrügt ihn niemals. Bei jedem unvorhergeſehenen Ausfalle an der Einnahme, ſo wie bei jeder unerwarteten Ausgabe,(z. B. in Folge einer Krankheit, eines Todesfalles, einer Heirath, einer Geburt) kann das kleine Kapital ganz oder zum Theil augenblicklich aus der Sparkaſſe zurückgezogen werden; theil für den Wenigvermögenden, den ihm nur die Spar, kaſſe gewährt. An Euch, ihr Gewerbtreibenden, Tagelöhner, Dienſt⸗ boten, an euch Alle, die ihr von einer durch eure Hände erworbenen täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Ein⸗ nahme lebt, an euch wenden wir uns daher!— wollt ihr euch einen Nothpfennig ſichern für das Alter, für eine Krank⸗ heit, oder einen ſonſtigen Unglücksfall: wollt ihr ein kleines Eigenthum erlangen; wollt ihr euch die Möglichkeit ver⸗ ſchaffen, einſt zu heirathen, euch ein häusliches Gluͤck zu begründen, wollt ihr eurer Frau, euren Kindern, überhaupt denen, deren Geſchick euern Händen anvertraut iſt, nach eurem Tode Brod hinterlaſſen, wollt ihr dafür ſorgen, daß ſie rechtliche und ordentliche Menſchen bleiben und werden: ſo bringt jede Woche einige Groſchen, jeden Monat einige Thaler nach der Sparkaſie. Welch angenehmes Gefühl für euch, welche Sicherung für eure Angehörigen! eure Spar⸗— ſamkeit wird ein heilſames Beiſpiel für ſie ſein; die Zukunft gewährt euch keine bange Sorge mehr, denn die Früchte eurer Erſparungen liegen zu eurer Huͤlfe bereit, die Spar— kaſſe gibt ſie euch größer wieder, als ſie ſolche empfing. Wenn in dem Vorſtehenden Sparſamkeit empfohlen wird, ſo iſt doch keinesweges die Abſicht anzurathen, ſich wirkliche Bedürfniſſe und manche Annehmlichkeiten des Lebens zu entziehen. Nein, man entziehe ſich nichts, was zur wah— ren Verbeſſerung des Zuſtandes gehört; man begnüge ſich nicht mit einer mangelhaften Hütte, wenn man im Stande iſt, ſich ein kleines Haus zu verſchaffen; man trage keinen zerlumpten Rock, wenn man eine heile Bekleidung haben kann. Allein ungeachtet der Ausgaben für ſolche Gegen⸗ ſtände, wird ſich noch mancher Sparpfennig finden laſſen, denn unterwirft man ſeine Ausgaben einer recht genauen, dies iſt ein Vor⸗ 9 e 1 ulhwendi 1 be 000 fing 5 das e ben ſeinet ge oc, Jandia 7 n Ne echnen. amtmachungen burden. 1 tenanſt eie Ren ſtadl. 0 Cs wird hierdure b gebracht, daß He ptosholz zu V. üldeſ enen Rente enanſtalt erden iſt, und dei ermularien zu Beiken Mie Statuten, letzt. aar, empfangen wer r Entgegennahme ron c cee N dN len können im dapher Member abgegeben wer larmſtadt, am 21. Die Dire R Brennholz ) Donnerſtag de ibo Ubr, ſoll auf den Ait die Lieferung von ſelwolz für die bieſtge eng ordernden,! nt gemacht werdend n werden. flarienſchloß den Der Obligations, 3) Bei beute 7 a fl. 100 Ob! duch Herrn ſcheiirten Unlehens; zur 1 1845 when Fee den 5 Dirigent der iſt Hir ſch A hrzerung der A beben neuen pf, Jugunſtein, g 50 Freitag den rz en ſollen unn eiſe ue in ue pi . mrareiiſchen Pruͤfung, ſo wird ſich ergeben, daß viele e bewellen weder nothwendig noch nützlich ſind.“) Wie groß ite vie gering auch das Einkommen eines Menſchen ſein „ 359 aufzuhelfen! det meg, wenn er Herr ſeiner Bedürfniſſe geworden iſt, ſo ſind . ine Handlungen geregelt, Entbehrungen erträgt er „ hn Mühe; er iſt unabhängig, denn er vermag ſeine Zu— „nt ich zu ſichern; alle ſeine Handlungen ſind rechtlich „ Iiehtenwerth, denn mit der Neigung zu unerlaubten, ent— ghlchen Genüſſen iſt der Reiz, leichtſinnig, unrechtlich zu gewichen.— In der neueſten Zeit iſt ge Mchtigkeit von Anſtalten, welche möglich machen, einen „her delt, von ihm Blaſen entſtehen. o ngen Schritt zur Verbeſſerung des menſchlichen Zu— rde zu thun, in vielen Ländern gefühlt. N Mogten dieſe wenigen Worte etwas dazn beitragen, eſeeer zu überzeugen, daß Sparkaſſen das Geeignetſte e Fehn e Frgleiche Intelligenzblatt 1844 Nr. 64 den Aufſatz: Auch Etwas um Rechnen. Die Red. ſind, nicht allein der Verarmung entgegen zu wirken, fno— dern auch dem hier und da geſunkenen Wohlſtande wieder (Gemeinnützige Blätter.) Verſchiedenes. Ein Mittel bei Verbrennungen, ſowohl durch Flüſſigkeiten als durch heißes Eiſen. liches Rüböhl, gleichviel ob gereinigt oder nicht, beſtreiche damit die Brandſtelle und ſtreue Kochſalz darauf. Schmerz wird augenblicklich verſchwinden und auch keine Man nehme gewöhn— Der Der heilige Rock zu Trier. Es ſind uns wieder zwei Schreiben, den obigen Ge— genſtand betreffend, zugekommen, wir ſehen uns aber veran— laßt, bei dem in Nr. 88 d. Bl. S. 351 Anmerk. Geſagten ſtehen zu bleiben und zwar aus dem dort angegebenen Grunde. Die Redaktion. Bunntmachungen von Be— hoͤrden. dN N ägaltſepeine Rentenanſtalt zu Darm— 105 ſtadt. Sen 107) Es wird hierdurch zur öffentlichen fetus gebracht, daß Herr Kataſtergeome— e psholz zu Vilbel zum Agenten der Nine Ugemenen Rentenanſtalt zu Darmſtadt be— „ellgſ wrden iſt, und bei demſelben ſowohl Hände zomularien zu Beitrittserklärungen, als 5% uch d. Statuten, letztere zu 6 kr. per kemehr, empfangen werden können. r Zir entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ Front um inlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ X ban tönnen im laufenden Jahre bis 30. Hein dove mer abgegeben werden. Dlarniſtadt, am 21. Oktober 1844. g Die Direction der allgemeinen 0 Rentenanſtalt. N Brennholz Lieferung. 121) Donnerſtag den 14. dieſes, Vormit⸗ ags 10 ihr, ſoll auf dem Directorial-Bureau hahilrde Lieferung von 150 Stecken Buchen⸗ Schafpyllz für die hieſige Anſtalt öffentlich an zen Lerigſtfordernden, unter den im Termine bekam gemacht werdenden Bedingungen, ver— geben ner den. Moamenſchloß den 1. November 1844. * In Auftrag: Der Verwalter Bauer. o»bligations-Verlooſung. „(2) Bei heutiger Verlooſung wurde N. 7 à fl. 100 Obligation des bei dem Hanglu gshauſe Herrn Simon Lindheimer negoßiinnen Anlehens zur Rückzahlung auf den „Iinmr 1845 gezogen, und ſteht es dem Beſiger frei den Betrag bei obigem Hand— lunga ſe oder bei der iſr. Gemeinde-Kaſſe dahi xen erheben. Münzenberg den 5. Oktober 1844. De Dirigent der iſr. Religions-Gemeinde Hirſch Mayer. 0 Ver ſegerung der Arbeiten zur Erbau— u üner neuen Pfarrſcheuer in Herr— man ſtein, Kreiſes Gießen. (15) Freitag den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags n 11 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtnrühs Schäfer in Herrmanſtein die zur Erbe nnz einer neuen Pfarrſcheuer und die bei Abänderung an der Einfriedigung der Pfarr- hofraithe daſelbſt erforderlichen Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 999 fl. 51 kr. 2) Steinhauerarbeit 103„50„ 3) Zimmerarbeit 694„ 19„ 4) Dachdeckerarbeit 315„ 34„ 5) Schreinerarbeit 195„ 9„ 6) Schloſſerarbeit 76„ 31 5 7) Weißbinderarbeit 134„ 54 8) Lieferung von 67 Büͤtten Kalk, 9 1„ 4 Cubklftr. Sand, öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. 8 Indem man dieſes bierdurch zur öffentli— chen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteige— rungsbedingungen in dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen liegen. Gießen den 4. November 1844. Der Gr. Heſſ. Provinzialbaumeiſter len Soumiſſion. (1457) Die Lieferung von circa 23 Cent⸗ ner harter Seife und des Bedarf's der Schmierſeife für die Marienſchloſſer Anſtalt pro 1845, ſoll auf dem Wege der Soummiſ— ſion, unter Vorbehalt höherer Genehmigung, an einen der Mindeſtfordernden vergeben wer— den. Alle, welche zur Uebernahme dieſer Lie— ferung Luſt haben, wollen deßwegen ihre For— derungen verſiegelt und mit der Aufſchrift „Seifelieferung“ bis längſtens Samſtags den 16. d. M. bei Gr. Zuchthaus-Direction dahier einreichen, indem Montag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr die Eröffnung der eingegangenen Soumiſſionen ſtatt finden ſoll, bei welcher alle Soumittenden oder Bevoll— mächtigte derſelben zugegen ſein können. Jeder Soumittend hat bei Einreichung der Soumiſ— ſion Proben der zu liefernden Seife vorzu— legen und ſich durch eine Beſcheinigung des betreffenden Ortsvorſtandes über ſeine Lie— ferungsfähigkeit auszuweiſen. Die Lieferungs-Bedingungen konnen bis zu vorgenanntem Termine bei dem Unterzeichne— ten eingeſehen werden. Marienſchloß am 4. November 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Zuchthaus Direction: Weigel, Speiſemeiſter. Verſteigerung. (14139) Dienſtag den 19. dieſes Monats, Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Fleiſches für die Gefangenen dahier auf das Jahr 1845, deſſen beiläufiger Bedarf aus 1) 44 Centner Ochſenfleiſch, 299 5 Schweinefleiſch, beſteht, unter den, vor der Verſteigerung be— kannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtverlaͤngenden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſucht man, dieſes in ihren Gemeinden öffent— lich und mit dem Anfügen bekannt machen zu laſſen, daß jeder Steigliebhaber, bevor er mit— bietet, ſich ausweiſen muß, a) bei Lieferung des Ochſenfleiſches eine Cau— tion von 293 fl., b) bei Lieferung des Schweinefleiſches eine Caution von 60 fl., ſtellen zu können und dieſe in Gr. Heſſ. land— ſtändiſchen Papieren zu deponiren ſind. Marienſchloß den 5. November 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Zuchthaus⸗ Direction: Weigel, Speiſemeiſter. Edictalla dung. (1468) Das Großh. Heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen den Nagelſchmied Georg Wilhelm zu Butzbach, deſſen Vermögen um 2863 fl. 2 kr. überſchuldet iſt, den förm— lichen Concursproceß erkannt. Es werden da— her Alle, welche dingliche oder perſönliche An— ſprüche gegen denſelben geltend machen wol— len, hierdurch aufgefordert, ſolche bei Per— meidung des ohne beſonderes Präcluſiodecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, im Termin Montag den 16. December d. J., Vormittags 9 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen und näher zu begründen. In demſelben Termin wird zur Wahl eines Maſſepflegers geſchritten und eine gütliche Ab— findung zwiſchen dem Schuldner und ſeinen Gläubigern verſucht werden, weßhalb ſolche, welche ſich zu vertreten zu laſſen beabſichtigen, ihre Vollmachten genügend auszudehnen haben. Butzbach den 2. November 1844. 0 Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Völcker. Calmberg. Bekanntmachung. (1469) Montag den 25. November, Vor⸗ mittags um 0 Uhr, ſollen in hieſigem Rath⸗ hauſe die Schubfuhren von Station zu Sta— tion öffentlich an Wenigſtnehmenden verſtei— gert werden. Friedberg den 11. November 1844. In Auftrag Gr. Kreisraths Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. — —— Bekanntmachung. (1470) Mittwoch den 18. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die für die Com⸗ munalwaldungen des Kreiſes Friedberg erfor⸗ derlichen Saamen-Quantitäten, als: 0 94 Pfund Ulmen, 35„ Ahorn, 105. Eſchen, 905„ Hainbuchen, 50„ Birken, 466 Lerchen, 429— Fichten und 791 Kiefern⸗Saamen, auf dem Bureau des Unterzeichneten an den Wenigſtnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Steigliebhaber werden eingeladen. Friedberg am 1. November 1844. Der Großherz. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg .* d. V. Krach, Gr. Kr.⸗Sectr. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreis⸗ rath des Kreiſes Hungen an ſämmt⸗ liche Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Anſchaffung des Holzſaa⸗ mens für die Communal- und Markwal⸗ dungen des Kreiſes Hungen pro 1845. (1471) Die nachſtehende Bekanntmachung haben Sie zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Hungen den 2. November 1844. In Verhinderung des Kreisraths: Schaaf, Gr. Kreis ſecretair. Bekanntmachung. Freitag den 20. December d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll auf dem Bureau der unter⸗ zeichneten Behörde die Lieferung von 293½ Malter Eicheln, 135 Pfund Kiefernſaamen, 424—„ Fichtenſaamen und 60„ Learchenſaamen für die Communal- und Markwaldungen des Kreiſes Hungen unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Bemerkt wird, das nur ſolche Accordlieb⸗ haber zur Veraccordirung zugelaſſen werden können, welche ſich durch genügende Bürg⸗ ſchaft oder Cautionsleiſtung ausweiſen. Hungen am 2. November 1844. Großh. Kreisrath. Frucht- Verſteigerung. (1172) Den 15. d. M., Mittags um 1 Uhr, werden auf dem Bureau des Gr. Bür⸗ germeiſters dahier 9 Malter 3 Sim. Korn verkauft. Södel am 7. November 1844. Der Kirchenvorſtand W. Breidenſtern, Pfarrer. Aufklärung. (1473) Dem Dekanatsrechner, Herrn Jung zu Grünverg, bemerkt man auf die Erwiede⸗ rung in Nro. 88. des Int.⸗Bl., daß der in Nr. 85 erwähnte Beitrag, nach dem Diarium, am 12. März weiter befördert wurde, daß zur Ausſtellung einer Empfangsbeſcheinigung zu wiſſen hinreicht, woher— wie viel und für wen,— daß ferner der zur Empfang— nahme Beſtellte, auch ohne beſonderes Er⸗ ſuchen, nach dem Empfang, eine Empfangs- Beſcheinigung ausſtellt, und daß dieſe Ange— legenheit am 12. Juni bei einer Behörde zur Sprache gebracht wurde, welche ſie in Erin⸗ nerung bringen wollte. Södel den 8. November 1844. „ 360. Frucht⸗Verſteigerung. (147) Mittwoch den 20. November wer ⸗ den auf dem Rathhauſe zu Kaichen 6 Malter Kirchenkorn verſteigert. Kaichen am 9. November 1844. Fertſch, Pfarrer. Arbeits⸗ und Baum Verſteigerung. (1475) Nächſten Donnerſtag den 14. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll 1) verſchiedene Schreinerarbeit in dem Schul⸗ hauſe zu Oſſenheim und a 2) die Lieferung von 1000 Stück veredelter Setzlinge in die Obſtbaumſchule und 70 junge Kirſchbäume an die Vicinalwege daſelbſt f auf dem daſigen Rathhauſe wenigſtnehmend in Akkord gegeben werden. Bauernheim den 11. November 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm⸗ ſt a dt. (1476) Die dieß jährige Jahresgeſellſchaft der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt wird den 30. dieſes Monats geſchloſſen wer⸗ den, daher diejenigen, welche ſich in dieſem Jahre noch bei der Anſtalt betheiligen wollen, diermit eingeladen werden, ihren Beitritt vor dem gedachten Termin bei den Unterzeichne⸗ ten— die jede nähere Auskunft mit Vergnü⸗ gen ertheilen— zu erklären. Friedberg den 7. November 1844. Die Agenten: Joh. Ph. Fritz zu Friedberg. J. J. Seippel zu Butzbach. Jordan, Rentmeiſter zu Lindheim. Grosholz, Kataſtergeometer zu Vilbel. NN ι e N Privat- Bekanntmachungen. Zur Nachricht und Nachach⸗ tung. (14320 Eine Wittwe hieſiger Stadt beab⸗ ſichtigt, einige Mädchen in weiblichen Hand⸗ arbeiten zu unterrichten und ſolche in Koſt und Logis zu nehmen. Aeltern und Vertreter, welche his rauf re- flektiren, koͤnnen ſowohl eine freundliche und liebevolle Behandlung, wie nicht minder der ſorgſamſten Ueberwachung der Sittlichkeit ihrer Kinder resp. Pflegbefoblenen völlig verſichert ſein und eroietet ſich die Redaction dieſes Blattes, auf mündliche oder portofreie ſchrift⸗ liche Anfrage jeden in gedachter Beziehung gewünſcht werdenden Aufſchluß ſofort zu er⸗ theilen.— 5 1000 Gulden (1177) können gleich und 1000 fl. in Jahr auf guten Verſatz ins Landgdricht Fried⸗ derg ohne jüdiſchen Unterhändler bei Philipp Philippi abgegeten werden. Zur Verſtändigung (1478) über die Einleitung der in Nr. 88. d. Bl. abgedruckten 1— Correſp. bin ich ver⸗ anlaßt, weil eben doch nicht jeder, der Augen hat, ſieht, und der eine Brille gebraucht, zwiſchen den Zeilen leſen kann, zu bemerken, daß meine, wie ich es denn darin auch ausſprach, am 31. v. M. geſtellte Zumuthung des be⸗ rührten Abdrucks nur die in N. 86 einſeitig eingeleitete Bekanntſchaft des Int. Bl. mit dem Biſchof von Trier noch von einer andern Seite unterſtützen und ſo„manches ic. Ur⸗ theil befeſtigen und manchen ꝛc.“ wollte. Mit dem Gegenſtande der btr. Ueberſchrift thun, am wenigſten aber mit Johannes ,, der ſich einen katholiſchen Prieſter nenn doch, wie die Aachener Ztg. ſchreibt a der O. P. A. Z. vom 3. Nov. d. J. M1 zu leſen, ſeit langerer Zeit von ſeſnem ſteramte ſuspendirt iſt und als Hausſehy; dem evang. Prediger in Laurahükte ſich a Uebrigens: In necessariis unitas; biis libertas; in omnibus charitas! Vilbel den 6. November 1844. f C. Ma aß Die erſte Abendunterhaltm (1479) des Geſangvereins findet Sag den 17. d. M. im + Trapp'ſchen Saale ſtatt. . 2 5— Ankündigung. (1480) Die unterzeichnete Verlagshan 4 hält die l 19 Weſer⸗Zeitung zu neuen Beſtellungen, welche ausware allen verehrlichen Poſtämtern angenon 1 chen konnen, als wenn es ſeinerſeits a, Amt diegenbeit und Reichbaltigkeit des Inhalßs wachſen unabläſſig bemüht iſt. Ein Spiegel der Gegenwart und zugleich ein Der diges Organ zur Vertretung der nation 25 insbeſondere unſerer norddeutſchen Inte 1 Kreisratl zu ſeyn, das iſt das Ziel, welches die Wi Zeitung zu erreichen ſtrebt. In dene die Kirchenvor wußtſeyn dieſes ihres redlichen Streben r Die Aus im Hinblick auf die vielfach ihr geworden Alaeffend: erkennung des bisher Geleiſteten darf fi Oeſobm trauensvoll einer allgemeinen Verbreitung 255 erthell gegenſehen. Bremen, Oktober 1844. Sie wollen T. Schüne man Aer Rubrik angege (Aus D Be Zr. Bartholomäus ip f freatdegte e furt iſt Ne und bei C. Bin derm oder ncht und dd in Friedberg vorräthig: wendung gebrach Die Kunſt* Ole dr, 0 des Maaßnehmens und des Zuſch nei Gr. Geiſtlichen der Damendleider nach dem Maaße y Prjedber, Damen, welche es ohne weitern Unterricht in uz Tagen, auch ſelbſt ohne vorher nur eng griff davon zu haben— hieraus erlernen nen mit 40 erklärten Abbildungen der dernſten pariſer Schnitte von Kleide; len, Aermeln, Camaill's, e 5 Aus zug derhabits, Kollern an Mäntel Auszug Nachtjakken, Corſetts u. ſ. w. auß Franzöſiſchen des 0 J. Baptiſt Julien. Preis nur 36 kr. 1. Der Aus trag des deutſche . Sept. d. J. zu zoge, ſo wie von fert, wird durch heiten vom 2. No Heſſen bekannt ger U. Bekam Juſtz vom 18. (1482) In der Agentur des Rauhen ee ſes iſt erſchienen und bei C. Bin dern in Friedberg zu haben: 8 Mordtmann, A. D., Kurze Beſchrebh von Magrib el Akßa oder Schilderung—geruht haben, da Staaten von Marokko. Mit 1 Karte. Hach Cantonen, Wichern, J. H., Vorſteher des Rauhen ze feinen Sit e ſes, Notbſtände der proteſtantiſchen 0 oder Friedensgeri und die innere Miſſion u ſ. w. 4 III. Bel Nachricht über das Rauhe Haus. 7 ber Tarif um Jahresbericht u. ſ. w. 2 0 ſolzes und. Das Rauhe Haus nach ſeinem 10 jährigen f des Bg 15 ſtehen. Eine Abbildung der Anſtalt h uche 1 Grundriſſen. 1 ch der nac Sieveking, Amalie, Zwölfter Bericht de in Anwend! F. d. K.⸗V.: in jener Nr., mit ſeinen Verehrern und Geg⸗ den weibl. Verein für Armen⸗ und Kro Huren Bekan W. Breidenſtein, Pfarrer, nern als ſolchen, hatte ich demnach nicht zu Pflege in Hamburg. 90 i d erung! — 15 du Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg want tend El fung e fir dieß