8 Intelligenz-Blatt * für die Provinz Oberheſſen * im Allgemeinen, 4 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. 125 Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg a ämmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. in's Betreffend: Die Erlaſſung der Wieſenpolizei⸗Ordnungen. oſſch und In obigem Betreffe haben nur ganz wenige von Ihnen a die dirch Verfügung vom 23. Auguſt d. J.(ſiehe Intel. 5%, t, Blett Nro. 08.) geforderte Vorlage bei mir gemacht. Ich an ſeht daher der Erledigung jener Auflage unfehlbar binnen 14 Agen entgegen. ter!“ Friedberg den 1. October 1844. tent Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg le, en ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Baättffend: J. U. S. gegen Katharina Mohr von Ulrichſtein wegen einfachen Diebſtahls. * Ich weiſe Sie an, auf die Rubricatin invigiliren, ſie im Letretungsfalle arretiren, und anher einliefern zu laſſen. Grünberg am 9. October 1844. Su die. » Liebesluſt und Liebesleid. guard Liebesluſt!— Ja wohl iſt es eine Luſt zu lie— bau, wenn die ſtille Sehnſucht nach etwas Unbekanntem, wille das Herz des Jünglings— der Jungfrau— be— wege, endlich Geſtalt gewonnen hat und das Weib— der Mam— iſt gefunden, mit dem vereinigt man den Weg duns Leben glaubt machen, das Glück des Lebens glaubt gumpen zu können, und der erſte gluͤhende Kuß brennt auf den kippen, die erſte feurige Umarmung beſiegelt den Her⸗ —denlund zweier für einander geſchaffenen, von Gott ſelbſt zuſammengeführten Menſchen.— Eine Luſt zu lieben iſt es, wenn nach Tagen, Wochen, Monden und Jahren der Trennung die frohe Stunde des Wiederſehens ſchlägt und du weideſt dich wieder am Anblicke deſſen, der dein Tag⸗ und Nachtgedanke geweſen iſt und der ſelbſt Mi⸗ nuten und Secunden gezählt hat, bis er das Rollen deines Wagens, bis er deine Fußtritte draußen auf der Treppe, draußen vor der Thüre der Stube vernahm.— Ach welch eine Luſt zu lieben iſt es, wenn du dann, nach langer Zeit des Glückes zwar, doch aber auch des Harrens, mit dem Weſen, dem du Liebe und Treue gelobt bis in den Tod, den Kirchgang hältſt, im Hauſe des Herrn dein Ge⸗ lübde unter heiligen Schauern wiederholeſt und um dich und den Andern, der neben dir ſteht, im Angeſichte des allwiſ⸗ ſenden Gottes das Band der Ehe, das heilige Band der Ehe, das der Tod nur löſen ſoll, ſchlingen läſſeſt; welche Luſt— nun ganz vereinigt zu ſein, nun ganz ſich anzu⸗ gehören, nun wechſelſeitig ſich in den Augen zu leſen und einander zu ſein und zu geben, was der Blick des Auges zu begehren ſcheint!— Und dann, wenn wieder ein neuer Stern am Himmel des häuslichen und ehelichen Gluͤckes aufgeht, wenn die Hoffnung entſteht und wächſt, du wer⸗ deſt bald ein Geſchöpf auf deinen Armen wiegen, Fleiſch von deinem Fleiſch, Bein von deinem Bein; wenn nach banger ſchmerzenreicher Stunde die Wehmutter ruft: Heil Euch, es iſt Euch ein Kindlein geboren!— wenn du, was der Herr gab, dem Herrn wieder weiheſt durch das Sacra⸗ ment der Taufe;— wenn du dich zum erſtenmale mit dem ſuüͤßeſten aller Namen, mit dem Namen Vater! Mut⸗ ter! genannt hörſt, o da iſt es eine Luſt, eine nicht zu beſchreibende Luſt zu lieben!—— ** ** Wenn du aber liebſt und du darfſt es nicht ſagen, meineſt, du dürfteſt es nicht ſagen;— wenn du liebeſt und naheſt dich mit gluͤhendem Verlangen und man ſetzt dir die kalte Ueberlegung des Verſtandes entgegen und redet dir von Eſſen und Trinken, wo du den Himmel offen ſiehſt;— wenn du liebſt und mußt fort, fort hinaus in die Welt zu kämpfen und zu ſtreiten und läſſeſt daheim das, was du für die beſſere Hälfte des eigenen Weſens hältſt, oder du ſelbſt bleibſt daheim und läſſeſt den Andern ziehen, ziehen auf viele, viele Tage, ziehen in große Gefahr, ſo daß du die Zeit nicht meſſen kannſt, bis wann der Schmerz der Trennung ſich in den Jubel des Wiederſehens wandelt, ſo daß du nicht weißt, ob das jemals geſchehen werde— welche Qualen gleichen dann denen, die du empfindeſt?— Liebesleid!—— Wenn du gedenkeſt: morgen, ja morgen will ich auf ewig mich mit dem Gegenſtande meiner zärtlichſten Neigung verbinden, morgen, ja morgen ſoll mir das Leben anfangen einen rechten Werth, eine rechte Bedeutung zu gewinnen, morgen, ja morgen bin ich angekommen in dem Hafen ir⸗ diſcher Glückſeligkeit, nach dem ich ſo lange geſtrebt, den ich jetzt ſo nahe vor mir ſehe— und es faßt dein Schifflein die Windsbraut und ſchlägt dich meilenweit von dem Hafen zurück und hindert auf lange Zeit deine Landung,— ach dann ergreift deine Seele das bitterſte Wehe, wahnſinnige Gedanken umnebeln deinen Geiſt und du läſſeſt deine Arme ſinken, wie der Baum ſeine Aeſte, wenn der Blitz in ſeine Krone gefahren iſt— Liebesleid!— Und nun haſt du den Bau deines Glückes vollendet, biſt ein König in deinem Hauſe, würdeſt die Luſt deiner Liebe nicht gegen Scepter und Krone vertauſchen, ja kannſt lächeln darüber, daß es Menſchen gibt, die einen andern Ehrgeiz haben, als durch Liebe ſelig zu ſein, ach! und während du ſo ſelig biſt und während du nur dann an die Möglich⸗ keit einer Aenderung denkeſt, wenn du Gott, den Herrn um Erhaltung des Friedens und der Ruhe deines Lebens an— rufſt, gräbt eine unſichtbare Hand nach dem Grundſteine des Baues, in dem du wohneſt, und wo du meineſt, jetzt ſtünde der Bau am feſteſten, zieht eben dieſe unſichtbare Hand den Grundſtein heraus und du liegſt in Trümmern begraben; deine Freude und Wonne iſt dahin— mit ſeiner kalten Hand hat der unerbittliche Tod dir das Liebſte von deinem Herzen geriſſen. Du weineſt und klageſt, du ringſt die Hände, du wollteſt, der Himmel ſtürzte über dich und die Trümmer deines Gluͤcks, kein Troſt vermag dich zu tröſten, keine Kraft kann dich ſtärken, dich hat der größte Schmerz des Lebens ergriffen— Liebesleid!— * ** Liebesluſt und Liebesleid!— Selten, daß ein Menſch nur die Luſt zu lieben empfunden und nicht zugleich auch oder ſpäter das Leid der Liebe erfahren hätte. Viel— mehr, je inniger du die Luſt der Liebe empfandeſt, deſto ſicherer wird dich über kurz oder lang das Liebesleid ergrei— fen, und auch, je größer die Liebesluſt geweſen iſt, deſto herber wird dir das Liebesleid erſcheinen. Und umgekehrt, je weniger du liebeſt und dich deiner Liebe freueſt, oder auch, je gemeiner und ſinnlicher deine Liebe iſt, um ſo weni⸗ * 322*. ger wird eine Störung in den Verhäͤltniſſen berſcbent beunruhigen— denn Leiber findeſt du überall und üb wächſt, was der Sinnlichkeit zur Nahrung dient. 1. ** „Wie? wäre es da nicht klug, in Zeiten an ſelbſt zu denken, nie in reiner Liebe ſein Herz dahin z geben, die Liebe nie zu potenziren, damit man um ſo gen, ſer dem Schmerze, den das Wehe der Liebe verurſacht, ea gehen könnte? Ach nein! ach nein! denn wie groß dz Liebesleid auch ſein mag, das einem Menſchen kann aß erleget werden, ſo reicht es doch nicht an die Luſt, die en reine Liebe gewährt, nein, es reicht nicht dran, denn hie das große Geheimniß: wenn des Menſchen Liebe ein reine, heilige iſt, die ſich von den Schlacken ze Sinnlichkeit frei gemacht hat, dann iſt auch 96 Liebes leid Liebesluſt. ** Darin, daß man auch im Liebesleide noch die Lie luſt empfinden kann, darin liegt ein unumſtößlicher Bez für die Wahrheit des apoſtoliſchen Wortes:„Die 1 hört nimmer auf.“(1 Cor. XIII. 8.) gun gcgen, 78, Au . gloglet und Wilbeln er 252 15 t Edieta dieſes Blattes in einer mir unangenehmen Sache noch J) Nachdem Schubmacher, von Ul den, weiche au den Ich muß um Entſchuldigung bitten, wenn ich die 1 geh erkannt worden zu behelligen genöthigt bin. Heute erſchien bei mir Heinrich Becker von Gel del und erklärte mir, ſein ſiebenzigjähriger Vetter Andre Becker zu Gambach habe nie den Gedanken gehabt, mich zu ſchreiben, noch weniger habe er wirklich an m geſchrieben.— Ich legte darauf den in Nr. 78 d. Bl. u mir veröffentlichten Brief in Original vor. Er trägt un Poſtſtempel Butzbach. Heinrich Becker erklärte, d ſei die Hand ſeines Vetters gar nicht. Demnach muß der mir zugekommene Brief das Mu eines— wie ſoll man ihn nennen?— ſeyn, der die Weg zu einer Myſtifikation wählte, die am unrechten On angebracht iſt. Friedberg den 7. October 1844. Ph. Dieffenbach, be Veri eigung, In einigen Exemplaren der Nummer 80 dieſes Blu tes ſteht irrthümlich„Bevölkerungsliſte der Gemeinden den Kreiſes Hungen; man bittet ſolches in„Grünberg abzuändern. Alaſprüche machen kon e n eee Mond dg U. dahier zu liawidtwer gend von der Mal Ulrichſtein den G Allgemeine Re (1330 Cs wir Kenntniß gebracht terich in Lich zu Rentenanſtalt zu iſt, und daß bei! larien zu Beiteitt Stakuten, letzte empfangen werde Zur Entgegen gen und Einlagen gelben können in November inel. Darmſtadt ar Die Direction de (1335) Bei ſaosung des durg dimon Lind 69000, dg 2 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Immobilien Verſteigerung. 024830 Montag den 28. October l. J., Wormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rath⸗ duſe die Hofraithe und Güterſtücke des Georg gauſch dahier, beſtehend in Wohnhaus und Etall an der Stadtkirche neben G. Gerlach gegen, 103 Ruthen Garten an Chriſtoph Follonier und 178 Ruthen Garten an der Seebach neben Wilhelm Kreuter und Jakob cberlaͤnder gelegen, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſtigert werden. Friedberg den 15. September 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. 31 Auf die Verfügung Großh. Heſſ. Andgerichts Friedberg vom 25. September l. 3, ſoll Montag den 21. Oktober, Vormit⸗ ugs um 11 Uhr, in hieſigem Rathbauſe der er Ehefrau des Geometer Bindernagel II. i Bensheim zuſtehende Garten, in der Ge⸗ parkung Burg Friedberg, zwiſchen dem Nau⸗ eimer Weg und Ockſtädter Grenze an Franz deck gelegen, und 347¼ Ruth. alten Maßes haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert und ber Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 29. September 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Edietal ladung. (1287) Nachdem gegen Georg Hofmann, Schuhmacher, von Ulrichſtein der Cohcurspro— eß erkannt worden iſt, werden alle diejeni⸗ en, welche an denſelben oder deſſen Maſſe Enſprüche machen können, aufgefordert, ſolche Ogewiß im Termin Montag den 11. November a. o, früh, ſuahier zu liquidiren, gegenfalls ſie ſtillſchwei⸗ end von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Ulrichſtein den 20. September 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ra y ß. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm⸗ ſt a dt. (133) Es wird hierdurch zur öffentlichen Fennkniß gebracht, daß Herr Geometer Die⸗ ber ich in Lich zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden ſt, und daß bei demſelben ſowohl die Formu⸗ arien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. per Exemplar, zmpfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ zen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben können im laufenden Jahre bis 30. November incl. abgegeben werden. Darmſtadt am 30. September 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt. Dr. Hügel. vt. Schaffnit. Verlooſung Stadt Niddaer Obligationen. (1335) Bei der ſtattgehabten ſechſten Ver⸗ looſung des durch das Handlungshaus Herrn Simon Lindheimer in Friedberg adi fl. 55000,— zu 3¼% Zinſen negociirten An⸗ lehens hieſiger Stadt wurden folgende Nro: Lit. A. Nr. 17, Lit. C. Nr. 156, Lit. E. Nr. 266, zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1845 ge-. zogen. Dies wird den Intereſſenten unter „ 323 F. dem Anfügen hierdurch mitgetheilt, daß es ihnen freiſteht, den Betrag bei obigem Hand⸗ lungsbaus oder an der Stadtcaſſe dahier in Empfang zu nehmen und daß vom 1. Januar k. J. an keine weiteren Zinſen ver⸗ gütet werden. ſeidda am 1. October 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Riddel. Aufforderung. (13360) Anſprüche an Löb Goldſchmidt in Aſſenheim, über deſſen Vermögen Concurs erkannt iſt, ſind Dienſtag den 29. October, Nachmittags 2 Uhr, bei Strafe ſtillſchweigend eintretenden Ausſchlußes von der Maſſe dahier anzuzeigen. Friedberg am 25. Sepkember 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Rödelh. Landgericht. Hofmann. Löw. Verſteigerung. (1337) Montag den 21. October d. It, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zum Nachlaſſe der Kammerräthin Carriere zu Griedel gehö⸗ rigen 9½ Marken Holz im Gambacher Markwald auf dem Rathhauſe zu Gambach öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Gießen am 7. October 1844. Im Auftrage Großh. Hofgerichts dahier J ge r, Gr. Hofgerichts⸗Secretar. Verkauf getragener Montirung und Reitzeugs. (1338) Dienſtag den 15. d. M., des Vor⸗ mittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, und an dem folgenden Tag zu gleicher Zeit, wird in der hieſigen Reiter⸗ Caſerne eine große Quantität getragener Mon⸗ tirung, als Mäntel, Collets, Spencer, Reit⸗ boſen mit und ohne Leder ꝛc. ſodann Reit⸗ zeug und Caſernerequiſſten mit einer großen Anzahl Teppichen, meiſtbietend gegen gleich⸗ baare Zablung verſteigert. Man bringt dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß und erſucht zugleich die Herrn Bür⸗ germeiſter dieſen Perkauf in den unterhaben⸗ den Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 8. October 1844. In höherem Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Faſelochs ⸗Verſteigerung. (1339) Dienſtag den 15. d. M., Vormit⸗ kags 11 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Melbach zuſtehender Faſelochs, unter den vor der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, meiſtbietend verſteigert werden. Melbach am 8. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Keil. Arbeits-Verſteigerung. (130) Dienſtag den 15. Oktober, Vormit⸗ tags 11 Ubr, ſoll das Pflaſtern eines Wegs auf dem Kirchenvorplatze dabier, veranſchlagt mit Material- Lieferung zu 11 fl. 28¼% kr., an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden. Oberrosbach den 9. Oktober 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. NN. Privat⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerung. (1332) um Raum zu gewinnen läßt der Unterzeichnete Mittwochs den 16. Oktober, Morgens um 9 Uhr anfangend, im Hauſe des Herrn Kettinger verſchiedene gebrauchte, zum Theil noch ſehr gut erhaltene Möbel, nament— lich einen ſchönen eichernen Schreibpult mit Commode und Aufſatz, 3 Bettladen, einen Kleiderſchrank u. ſ. w. gegen gleich baare Be⸗ zahlung verſteigern. Friedberg. Roller, Director. 300- 800 fl. (1331 ſind gegen 5% und erſte Hypotheke, unter der Bedingung, daß/ des Pfandes in liegenden Gütern beſtehen, auszuleihen bei Friedberg. Lud. Matthias, Pfarrer, Rechner der Taubſtummenkaſſe. Bekanntmachung. (1340 Chriſtian Phil. Trapp dahier hat dem hieſigen Hülfsvereine zweihundert Gulden geſchenkt, weil er ſich ſchon früher vorgenommen hatte, dieſes für den von ihm nicht erwarteten und nicht geglaubten Fall zu thun, wenn eine von ihm bei Gr. Landgerichte Friedberg und bei Gr. Hofgerichte zu Gießen wegen Ehren— kränkung erhobene Anklage und Be⸗ ſchwerde nach dem neuen Strafgeſetz⸗ Buche abgewieſen werden würde. Die Verhandlungen hierüber ſind im Abdrucke bei dem Schenkgeber angekommen. Friedberg den 25. Sept. 1844. Dankſagung. (1328) Der Ausſchuß des hieſigen Hülfs⸗ vereines fühlt ſich verpflichtet, dem Herrn Ehriſtian Philipp Trapp dahier für das nach Int.⸗Bl. Nro. 77,(1290) dieſem Ver⸗ eine überwieſene Geſchenk von Zweihundert Gulden öffentlich hiermit ſeinen ſchuldigen Dank auszudrücken. Friedberg den J. October 1844. In Auftrag Dr. Sell. Nauheimer Teichhaus. (1242) Zur Feier der Nachkirchweihe und zum Beſchluß der Sommerbeluſtigungen fin⸗ det Sonntag den 13. Oktober auf dem hieſt⸗ gen Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt. Indem ich dazu ergebenſt einlade, danke ich meinen verehrten Freunden und Gönnern für den Beſuch am Kirchweibfeſte und empfehle mich zu fernerem guͤtigen Wohlwollen. Nauheim den 9. October 1844. Henkel. Einladung. (1313) unterzeichneter ladet ein ſein Gäſt Zu dem ſchönen Kirchweihfeſt, Denn in meinem Saal Wird die Beleuchtung grün, blau, roth und fahl, Und wer da will die Beleuchtung ſehen, Der muß zum Wirtb Traband gehen; Da wird verzapft vom beßten Wein, Die Zwetſchenkuchen ſein auch nicht klein, Spanſau⸗Braten und Konfekt, Was nur Herrn und Damen ſchmeckt Kommt nur meine Damen, kommt nur meine Herrn Zu dem guten Traband zum goldnen Stern Burggräfenrod den 9. Oktober 1844. Traband, Gaſtwirth Selſerbrunnen bei Okarben. 100) Zrur Entſprechung mehrfachen Wun⸗ ee i Sonntag den 13. Oktober am hieſigen Mineralbrunnen zum Letztenmal für dieſes Jahr Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich die Freunde des geſelligen Vergnü⸗ gens hoͤflichſt einlade. Zugleich ſage ich den verbindlichſten Dank für den mir im Laufe dieſes Sommers gewordenen zahlreichen Beſuch. Havenecker. Kirchweihe zu Vilbel. (1345) Bei der Sonntag den 13. und Montag den 14. d. M. dahier ſtattfindenden Kirchweihe iſt in meinem neu erbauten Saale gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Ich lade daher meine auswärtigen Freunde und Gön⸗ ner unter der Zuſicherung ergebenſt ein, daß ich mir durch Verabreichung rein gehaltener Weine und guter Speiſen, ſowie überhaupt durch prompte und reelle Bedienung ihre Zu⸗ friedenheit zu erwerben wiſſen werde. Vilbel den 6. Oktober 1844. Chriſtian Dreſcher, Gaſtwirth zur Stadt Caſſel. Beſcheinigung. (13160 Fur die Predigt des Herrn Dr. Levy zum Beſten der dahieſigen Taubſtummenanſtalt iſt von Privaten bis heute bei mir eingegangen: 1) Pon den verehrl. Mitgliedern löbl. Vor- ſtandes der iſrael. Gemeinde zu Franfurt für 12 Exempl. i 12 fl.— kr. 2) Von den Herrn Banqgieur J. J. Weiler Sohne daſ. fuͤr 1 Expl. 5 24 3) Von den Herrn Eduard Menko u. Co. daſ. für 1 Expl. 2% 42. 4) Von Herrn Dr. Theodor Creiz⸗ nach daſ. für 5 Expl. n 3„—„ 5) Von Herrn J. Herzig daſ. für 1 Exempl. 30 6) Von Herrn Meyer Meyer in Steinfurt für 1 Expl.—* 12„ 7) Von Herrn Lehrer Strack in Niederaufladen für 1 Expl.— 12 8) Von einem Ungenannten fur 2 Exempl.—„ 24„ Summe 24 24% deren Empfang andurch dankbar beſcheinigt. Friedberg den 8. Oktober 1844. Der Vorſteher L. J. Fürth. Waaren- Empfehlung. Heinrich Mack, auf der breiten Straße, Nr. 379, (137) empfiehlt ſein aufs Beßte aſſortir⸗ tes Lager von feinem niederländiſchem Tuche, Buskins, Baltottszeugen, Zwirn⸗ und Tüffel⸗ Tuche, feinen wollenen Weſtenzeugen, feinem Bieber, Barchent, Zwilch, Multum, Seiden⸗ zeuge, feinen Mäntelſtoffen in allen Farben, feinem Thybets, Orleans, Damaſt, Druck⸗ zeuge, Cattun, wollenen und ſeidenen, wie auch ächten franzöſiſchen Shwalen, und ſonſt noch vielen in dieſes Fach einſchlagenden Ar— tikeln. Für möglichſt billige Preiſe und reelle Behandlung wird derſelbe ſtets beſorgt ſein und glaubt ſich deßhalb eines geneigten Zu⸗ ſpruchs erfreuen zu dürfen. — Literariſche Anzeige. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt vorräthig: Kolb, das Leben Napoleons. 36 kr. Marcard, H. E., der Bauernſchinder. Eine Geſchichte, wie es viele gibt. 5 kr. „ 324. An das verehrliche Publikum. Als ich am Anfange dieſes Jahres, nicht ohne bedeutende Opfer, dem Intelligenzblatte eine großere Ausdehnung gab, hoffte ich den Anſprüchen Genüge zu leiſten, welche jetzt an ſolche dem„Gemeinwohl“ gewidmete Blätter gemacht werden. Auch berechtigen mich die günſtigen Urtheile über mein Blatt, womit ich ſchon oft erfreut worden, zu der Ueber— zeugung, meine Abſicht nicht verfehlt zu haben. Nur Gegenſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes konnten bisher keine ſolche Berück⸗ ſichtigung finden, wie dies von vielen Leſern des Blattes gewünſcht wird, beſonders von ſolchen, welche wegen geſtörter Geſundheit oder vorgerückten Alters an der kirchlichen Er⸗ bauung nur ſelten oder nie Theil nehmen können. Indeß ſcheint es nicht geeignet, der⸗ gleichen Gegenſtaͤnde vorzugsweiſe in einem Blatte zu behandeln, deſſen verſchiedenartiger Inhalt einer erbaulichen Stimmung nicht för— derlich iſt. Um nun den bezeichneten Wünſchen ent⸗ gegen zu kommen, bin ich geſonnen, für Ge⸗ genſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes ein beſonderes Blatt erſcheinen zu laſſen, wo⸗ zu mir bereits vor einigen Jahren von höͤchſt⸗ preißlichem Miniſterium des Innern und der Juſtiz die Conceſſion gnädigſt ertheilt worden und zu deſſen Herausgabe mich einige Freunde der häuslichen Erbauung in den Stand ſetzen wollen. Dieſes Blatt wird unter dem Titel: Wetterauer Sonntagsblatt, ein Beitrag zur Forderung des Reiches Gottes in Nummern, die einen halben Bogen ſtark ſind und von 14 zu 14 Tagen erſcheinen, mit dem Jahre 1845 beginnen. Noch im Laufe dieſes Jahres werde ich aber die erſten 4 Nummern als Probeblätter mit dem Intelli⸗ genzblatte gratis ausgeben. Der Preis dieſes Blattes beträgt für das halbe Jahr 18 kr. Ich ſchließe dieſe Anzeige in der Hoffnung, von vielen Leſern mit geneigten Beſtellungen auf das„Wetterauer Sonntagsblatt“ beehrt zu werden, welche ich mir bis zum 30. Dezember d. J. franco erbitte. Friedberg im October 1844. C. Bindernagel. Frankfurter Gold-Cours vom 10. Oktober. —— 2 1— 2 fl. kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 537 Rand⸗Ducaten 58477 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11151 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 19. Sonntag nach Trinitatis den 13, Oktober. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Conrector Laukhard. 5 Nachmittags predigt in der Burgkirche; Herr Candidat Baur. Fruchtpreiſe 10. Okt.] 4. Oct.] 1. Oel, Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau fl. kr. fl. kr. fl. kr. Walzen pr. Malter 8— 8301 8— Kon n 6—1 5 50 510 Gerſte„ 6 41401 5 201 5— Hafer„„ 131-1 31221 34— Polizei⸗-Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 13. bis 20. Oktbr. 1844. 2 0 Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8. kr. pf. kr. pf. 13 Leib⸗Roggenbrod 21 2 2 2 43 4 2 44* 7 911. 0 Lth. Lth. — Milchbrod 15 145 — Waſſerweck 16 140 — Gemiſchtes(Tafel⸗„ Brod 146½ 16 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. Ochſenfleiſch 9 12— 5— cee J gemäſtete—— „ Kühfteiſch bee 8 85 . 10 geen gemäſtetes 8. „Rindfleiſch ungemäſtetes 7 2 72 „ Kalbfleiſch 10— 10— „ Schweinenfleiſch 11 2%% 5 Hammelfleiſch 9— 94— „ Schaaflleiſch 7—4—— 1 Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— 5„Gemiſchte Wurſt 8— 8 1— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 17— 17.— „Dörrfleiſch 17— 17 „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20—204— unausgelaſſen 18— 18 5 Nierenfett 19—184— 9 Hammelsfett 151— 15 4 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Tare für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. debsraͤche der an ſämmtlich tteffend: Den dies heſſen. Nach einer B ccd det oed Redcudngt kober d. J. zu G jung dieſes Geſchä herreiſenden Rekla aß für alle Be stimmt worden f boelche beim Reer; ſind vorzukommen chen den anderen Vorgedachte 21. Oktober fü 2 . 7 8. 24.„ 25. 7 ö Es wird ſmutags 2— 4 der Erſcheinenden Reihe der Anme Gie hiervon zur eu, bemerken wi kat) müſſen alle ferutirungsrath dhelche bei der le Uſtauglich zurück, aſchlagigen Gro Egnalement erſch gleich die von Tuhaggenen vorläuf cat eden kt Aküngorath etw