kkeſſante 4 agel in ze Dar Varleguß Intelligenz-BGlatt für die 0 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. geleiteten M 63. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Gruͤnberg und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Unterſuchung gegen Philipp Emmel von Friedens⸗ dorf im Fürſtenthum Schwarzburg⸗Rudolſtadt wegen Ver⸗ 1 kaufs von Medicamenten. cg. Uncle Wir weiſen Sie an, dem Rubrikaten, welcher ſchon ſeit 4 langer Zeit den verbotenen Medicamenten-Handel in der 8 dieſſeitigen Provinz betreibt, den Aufenthalt in Ihren Ge— gu meinden nicht zu geſtatten, ihn vielmehr im Betreten arre— denn aut tiren und anher einliefern zu laſſen. * Grünberg und Friedberg den 2. Auguſt 1844. men f Ouvrier. J. V.: Krach, Gr. Kr.⸗Sktr. 5 e Signalement ic deer r des Philipp Emmel von Friedensdorf. Alter: 33 Jahre, Größe: 6“ 1%¼, Haare: braun, ne, Stirne: frei, Augenbraunen: braun, Naſe: gerade, Mund: ale gewöhnlich, Bart: braun, Kinn: rund mit Bart, Geſicht: an rund, Geſichtsfarbe: geſund, Statur: mittel. 0 1—* Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. z Betreffend: Die Verabfolgung der Arbeits ven 9 1 A bei Entlaſſung derſelben aus den Ceutralſtrafanſtalten. Höchſten Orts iſt verfügt worden, daß den aus den Centralſtrafanſtalten entlaſſenen Sträflingen von ihrer Ar⸗ beitsverdienſtquote oder der ſonſtigen ihnen zuſtehenden Baar⸗ ſchaft inskünftige nur das zur Rückkehr in ihre Heimath nöͤthige Reiſegeld, welches von der Erſparniß aus dem Ar⸗ beitsverdienſt in Abzug zu bringen iſt, den Betrag von zwei Gulden jedoch nicht uͤberſteigen darf, behändigt werden ſoll, der übrige Theil der Erſparniß aus dem Arbeitsverdienſte aber den Bürgermeiſtern der Wohnorte der Sträflinge, oder, wenn dieſe die Huͤlfe des Vereins zur Unterſtützung der aus den Centralſtrafanſtalten Entlaſſenen in Anſpruch nehmen ſollten, den Chefs der betreffenden Vereins⸗Bezirks⸗Commiſſio⸗ nen zuzuſenden iſt. Sie werden zu Ihrem Bemeſſen hiervon benachrichtigt. Friedberg den 28. Juli 1844. Küchler. Verſchiedenes. Der Stolz, obwohl einer, zeigt ſich doch in ver⸗ ſchiedenen Geſtalten, als Adelſtolz, als Gelehrtenſtolz, als Geldſtolz, als Bauernſtolz, als Bettelſtolz u. ſ. w. Wie der Stolz auch gefärbt iſt, immer iſt es um ihn eine thörichte, ſchlimme, unausſtehliche Sache. Es ſollte darum Jeder ſowohl ſeinetwillen, als auch Anderer wegen darauf bedacht ſein, auch die geringſte Regung des Stolzes zu unterdrücken, damit er nicht unvermerkt wachſe und den von ihm? ſſenen völlig knechte. Es kommt mir dabei eine Aeuß zaykowkis in den Sinn, die zu viel Wahrheit enthu, gaß ich ſie nicht herſetzen ſollte.„Wenn ein⸗ mal da s enkorn des Stolzes in die Seele eines Men— ſchen geſallen iſt, dann haftet es in ihm wie glühende Aſche und keine Kälte erſtarrt ſein Leben, keine Gluth verdorrt ſeine Wurzel! Wenn auch Liebe, Demuth oder andere Gefühle ihn auf einen Augenblick zurückdrängen, ſo wird er doch bei der erſten beſten Gelegenheit wieder emporſtreben und mit voller Gewalt ſich geltend machen.“ * .** Ein Sattler in Cambrai, der in einem, von Verwal⸗ tungsbehörden eines Kavallerieregiments angeordneten, oͤf⸗ fentlichen Verkaufe einiges alte Sattelzeug erſtanden hatte, war nicht wenig erſtaunt, als er in einem alten Sattel, den er zerſchnitt, eine bedeutende Summe in Goldſtücken aller Länder Europa's fand. Nachforſchungen ergaben, daß der ehemalige Beſitzer des Sattels ein alter Regimentsquar—⸗ „ 250. tiermeiſter war, der ſeit 25 Jahren alle Kriege mitgemacht hatte, und während des letzten Feldzuges in Spanien, im Hoſpital zu Saragoſſa geſtorben war. Der brave Sattler kundſchaftete die Familie des Verſtorbenen aus, und theilte mit ihr den glücklichen Fund. **. * Zeuge zu waſchen ohne daß die Farbe darunter leidet. Man kocht Waizenkleie in Waſſer und zwar im Ver— hältniß von 1 zu 8, alſo 8 Pfd. Kleie in 64 Pfd. Waſſer ſo lange, bis der vierte Theil eingekocht iſt. Nachdem man den Abſud durchgeſeiht hat, werden die Zeuge darin einge— weicht und ſo lange darin gelaſſen, bis das Kleienwaſſer auf 40 Grad Reaumur abgekühlt iſt, dann gut ausgewaſchen, in kaltem Flußwaſſer abgeſpült, ausgerungen und getrocknet. Die Gegenſtände werden dadurch völlig rein, ohne daß die Farben darunter leiden, wenn dieſe ächt ſind. Zur Erheiterung. r Gemüthsruhe. Ein Gascogner wurde mitten aus dem tiefſten Schlafe durch das Schreien ſeines Bedien— ten geweckt:„Herr, Herr, Ihr Vater iſt geſtorben!“ Der Gascogner öffnet die Hälfte eines Auges, dreht ſich um und antwortet, indem er den Kopf wieder auf das Kiſſen legt und abermals einſchläft:„ach, mein Gott, mein Gott, wie werde ich morgen frühe traurig ſein!“ * ** . *„Wie viele Elemente gibt's?“— fragte ein Lehrer ſeine Schüler und ſogleich antwortete Einer: Fünf.„Nun, da bin ich doch begierig zu hören, ſagte der Lehrer, zähle ſie der Reihe nach her.“„Feuer, Waſſer, Luft, Erde, Leber— klöͤs. Bei dem letzten Worte entſtand in der Schule ein Lärm, den der Lehrer kaum beſchwichtigen konnte. Endlich ward es aber doch wieder ziemlich ruhig und der Lehrer konnte den Schüler fragen, wie er denn dazu komme, auch die Leberklöſe zu den Elementen zu rechnen?„Ei, erwiederte der Knabe, der zwar fühlte, daß er Etwas Dummes ge⸗ ſagt hatte, der ſich aber doch ſein Recht nicht wollte neh⸗ men laſſen, ei, wenn wir Leberklöſe eſſen, ſo ſagt mein Vater immer: ach! das iſt mein Element!“ * * 1 * Der Großfürſt Michael beſuchte einſt die Stern— warte zu Petersburg in Begleitung vieler Herrn vom Hofe die über und über mit Ordensbändern und Sternen behan— gen waren. Struve, der Aſtronom, kam über den hohen Beſuch einigermaßen in- Verlegenheit, ſtellte ſich ziemlich lin— kiſch an und gab ſolchergeſtalt Veranlaſſung, daß einzelne Hofleute höhniſche Bemerkungen über ihn machten. Der Großfürſt hörte das und ſagte:„daß Struve in Verlegenheit iſt, das kommt daher, daß er heute ſo viele Sterne am un— gehörigen Orte ſieht., Zu der Zeit, da nach dem Zeugniſſe des ſel. Ale pus die Thiere noch reden konnten, machte, wie der Wande becker Bote weiland erzählt, ein Eſel ſeinem beklommeſe Herzen durch folgende Ergießung Luft: 5 Hab' nichts, mich dran zu freuen, Bin dumm und ungeſtalt, Ohn' Muth und ohn' Gewalt; Mein ſpotten und mich ſcheuen Die Menſchen, jung und alt; Bin weder warm, noch kalt; Hab' nichts, mich dran zu freuen, Bin dumm und ungeſtalt; Muß Stroh und Diſteln kauen; Werd' unter Säcken alt— Ach die Natur ſchuf mich im Grimme! Sie gab mir nichts, als eine ſchöne Stimme. ** 1 Ein junger Mann, der des Guten bei dem berühn— ten Weinhändler Drucker in Berlin zu viel genoſſen und 11 ſich im Saale höchſt unanſtändig aufführte, feagte den Wirth, wie er am billigſten mit der Eiſenbahn nach Potz, dam käme. Drucker antwortete ihm trocken: Sie nehmen ein Billet als Schwein für 2 Silbergroſchen und eins als Hund für 3 Sgr. und fahren für 5 Sgr. als Schwein hund hinüber.— Kirchenbuchs⸗Auszuͤge vom Juli 1844. I. Friedberg. Getraute: 153. Heinrich Chriſtian Weller, hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, des Ortsbürgers und Ackermanns, Chriſtian Weller zu Wölfersheim, ehelich lediger Sohn und Philippine Engel, des weiland hieſigen Senators und Chirurgen Philipp Schmidt, hinterbliebene verwilt⸗ wete Tochter. 5 14. Philipp Briel, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſter, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns, Chriſtian Briel ehelich lediger Sohn, und Johannette Katharine Margaretha Rücker, des Chriſtlan Rücket, Ortsbürgers und Ackermanns zu Görswerth(Herzogthum Naſſau) ehelich ledige Tochter. a 21. Jakob Nikolaus Stamm, Bürger und Schreinermeiſter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Müllermeiſters Philipp Stamm ehelich lediger Sohn und Kartharina Margaretha Möbus, des hen ſigen Gr. Seminardieners Peter Möbus ehelich ledige Tochter. Getaufte: Dem Bürger zu Darmſtadt und Buchdrucker dahier, Ludwig Fried⸗ rich ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 17. Juni. 13. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Simrock ein Sohn, Chriſtoph, geb. den 10. Juli. 14. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Hartmann Wilbelm Wagner ein Sohn, Wilhelm, geb. den 11. Juni. 14. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Muhl eine Tochter, Suſanne Dorothea, geb. den 30. Juni. 21. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Wilhelm Stritzinget eine Tochter, Marie Juliane Cunigunde, geb. den 6. Juli. 23. Dem hieſigen Bürger und Kaminfegermeiſter Ferdinand Frick, eine Tochter, Mathilde Eleonore, geb. den 24. Juni 26. Dem hieſigen Bürger und Actuariats-Gehülfen Karl Nikolaus Heidt eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. den 20. Juli. A an de maſas M dag 1* 5 0 dann, 5 meien 4 1 ab, 227 5 thrill Ale gelb Moͤlai, d Ane ame 5 gahaanes Füller e 6. Jul. J Efhfoph Räte, dufte Rückert eh — J. Juli. ee Kanthgeine meiſets Andreas 1 den B. Jub. 1 eh B. 3 4 J. Mag Eſcoben fen Karl Nia 25. Juli. —— ckanntmach hl Kan Häuſer 03) Montag! A Heesen Nene ſteigerung vetagg dingungen, ofen bruͤch verkauft we a) Ein zweiſtock Fuß Länge u b) Eins desgl. 25% Fuß T c) Ein Stall vo Juß Tiefe. ) Ein Klebſtall und 8 Fuß 2 Engelthal den Gräflich Sol Arbeits 057) Dienſea a um 11 Uhr, „Hüdingen die b. t langen Stu Aeſten, beſtebend lanirarbeſten 0 ſaſterarbeſte 0 Mabrerarbeſt entlich an die zlden. N d Uebernahme 1 innen nuf ſo 30, belche ihre Y Aae Hachzuwe dlledberg den Der G. daſeigerun 8 008) Montag 10 Ur, ſighgeh, die an Stimme rich S 2 3 * Dem hieſigen Kreis-Secretarigts⸗Gehülfen Heinrich Fink ein Sohn, Johann Valentin, geb. den 27. Juni. „Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Heinrich Friederich 251 - II. Hungen. Getraute: J 0 1 1 2 eine Tochter, Maria Dorothea, geb. den 15. Juli. 14. Der Bürger und Buchbinder Konrad Chriſtian Seibert, ehelich Ein unehelicher Sohn, Johann Georg, geb. den 23. Juli. lediger Sohn des hieſigen Bürgers und fürſtlichen Fiſchers Heinrich Beerdigte: debe und Katharina 8 eheliche ledige Tochter des Bürgers Wilhelm Chriſtoph Kiefer, des hieſigen Bürgers und Kammacher— 21.1 8. u eee an ante der Viehver⸗ meiſters Philipp Karl Kiefer eheliches Söhnlein, alt 5 Monate, 2 ſecherungeal des Kreiſes Hungen Chriſtoph Funk, ehelich lediger Tage, 1 den 2. Juli. Sohn des Ortsbürgers und Feldgeſchwornen Johann Joſt Funk, zu „ Katharina Eliſabethe Betz, des hieſigen Bürgers und Steindecker⸗ Allendorf an der Lumda Kreiſes Gießen und Kat! arina Wilhelm eiſters- Joſt Heinrich Betz eheliches Töchterlein, alt 3 Jahre, 8. i. 6* 55 un 3 Joſt einrich Betz ehel. Jockel, eheliche ledige Tochter des verſtorbenen Bürgers Konrad Monate, 22 Tage, 5 den 2. Juli. Jockel Katharine Nikolai, geborne Wahl, des weiland Quartiermeiſters a Jakob Nikolai, hinterbliebene Wittwe, alt 52 Jahre, 1 den 6. Juli. Getaufte: Anna Margaretha Füller, des hieſigen Bürgers und Zimmermeiſters 8. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Heinrich Hammel ein Sohn, Johannes Füller eheliches Töchterlein, alt 7 Monate, 3 Tage, à den Eduard Karl Otto Hermann, geb. den 23. Juni. 16. Juli. 13. Dem Bürger und Schreiner Konrad Weck ein Sohn, Heinrich, geb —Chriſtoph Rückert, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters den 25. Juni. f Juſtus Rückert eheliches Söhnlein, alt 2 Jahre, 12 Tage, 1 den 13. Dem Bürger und Metzger Karl Jockel eine Tochter, Margaretha 20. Juli. Friedericka Eliſabetha Louiſe, geb. den 26. Juni. „Kartharine Margeretha Wolf, des hieſigen Bürgers und Schneider— 28. Dem Bürger und Dekanatsrechner Valentin Theiß ein Sohn, Otto meiſters Andreas Wolf eheliches Töchterlein, alt 5 Jahre, 1 Monat, Louis Chriſtian, geb. den 1. Juli. den 23. Juli. 5 Marig Eliſabetha Heidt, des hieſigen Bürgers und Actuariats-Gehül⸗ Beerdigte: 10 fen Karl Nikolaus Heidt eheliches Töchterlein, alt 6 Tage, 1 den 30. Heinrich, Sohn des Bürgers und Glaſermeiſters Heinrich Kohlfeyer, bon 28. Juli. alt 2 Jahre, 3 Monate, 19 Tage. Lekanntmachungen von Be— 3 hoͤrden. N ννν Häuſer⸗ Verkauf. (94% Montag den 19. Auguſt d. F. ſollen hieſiger Rentei, unter den bei der Ver⸗ 4 Fe bekannt gemacht werdenden Be— i digungen, öffentlich meiſtbietend auf den Ab⸗ brich verkauft werden: en in Ein zweiſtöckiges Wohnhaus von 74 ½ Fuß Länge und 27 Fuß Tiefe. n Eins desgl. von 41½ Fuß Länge und 25½ Fuß Tiefe. Ein 0 von 14½ Fuß Länge und 9 Fuß Tiefe. % Ein Klebſtall desgl. von 14 Fuß Länge und 8 Fuß Tiefe. ngelthal den 31. Juli 1844. Gräflich Solms—⸗ Laubachiſche Rentei daſ. Gruppé. Arbeits-Perſteigerung. 1057) Dienſtag den 13. Auguſt, Vormit⸗ bees um 11 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe Büdingen die bei der Umlegung eines 66 ltr. langen Stücks Pflaſter vorkommenden 755 5 beſtehend in: N ) Planirarbeiten, voranſchlagt zu 39 36 — Pflaſterarbeiten 464 38 *) Maurerarbeiten 20 46 dientlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Zur Uebernahme der Schichtenpflaſterarbei⸗ i können nut ſolche Leute zugelaſſen wer— „en, welche ihre Qualification durch glaubhafte Jauagniſſe nachzuweiſen im Stande ſind. 1 Friedberg den 4. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Verſteigerung von Bauarbeiten. 50635) Montag den 12. Auguſt, Vormit⸗ als um 11 Uhr, ſollen in dem Pfarrhauſe Kaichen, die an demſelben vorzunehmenden „ Bau⸗- Veränderungen und Reparaturen be— ſtehend in: N 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 181 43 2) Steinhauerarbeit 106 15 3) Zimmerarbeit 510 38 4) Dachdeckerarbeit 61 30 5) Schreinerarbeit 378 59 6) Schloſſerarbeit 305 57 7) Glaſerarbeit 185 30 8) Weißbinderarbeit 378 44 9) Spenglerarbeit 53 39 die Lieferung von Mauerſteinen, Sand, Kalk, Backſteinen und Lehmſteinen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Indem man VPorſtehendes zur öffentlichen 3 bringt, bemerkt man noch, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedin⸗ gungen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Friedberg den 4. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Holz ⸗Verſteigerung. (1069) Montag den 12. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden in dem Communalwald der Gemeinde Niederrosbach in verſchiedenen Diſtrikten: 10 112½ Welle weiden Reiſerholz und 2) 3000 Gebund Heide- u. Ginſtern⸗Backholz an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Die Zuſammenkunft der Steigliebhaber fin— det vor dem Wald an dem Nadelholzbeſtand Punkt 10 Vormittags ſtatt. Niederrosbach den 6. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Faſelochs-Verſteigerung. (1070) Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein der hieſigen Gemeinde zugehöriger drei— jähriger gut gehaltener Faſelochs öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung ver— kauft werden. Nauheim den 7. Augaſt 1844. Der Kurf. Bürgermeiſter Hartmann. a NN NN¹ι . ä Privat- Bekanntmachungen. Wohnungs- Veränderung. (1047) Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich meine ſeitherige Wohnung bei Frau Wittwe Hermann verlaſſen habe und in das Haus des Herrn Seilermeiſter Stadelmann gezogen bin. Wilhelm Schenk. Verkauf einer Mühle. (1050 Die an der Nidda bei Aſſenheim gelegene Erbleihmühte ſoll aus freier Hand verkauft werden. Dieſe Mühle hat vier Räder mit fünf Werken, welche ſich in zwei gegenüberſtehenden Gebäuden befinden, leidet nie Mangel an Waſſer, hat alle nöthigen Oe— conomie-Gebäude ſowie Chauſſee nach Frank. furt, Hanau, Offenbach, Friedberg, Butzbach, Büdingen und Bingenheim, was den Han— delsverkehr ſehr erleichtert. Auch kann ein Theil der zur Betreibung des Geſchäfts erforderlichen Geräthſchaften abgegeben werden. Kaufliebhaber können ſich deßhalb an den bisherigen Beſitzer H. Hoſck, ſowie an Pachter Potbhs in Sberliederbach bei Höchſt am Main wenden. Eine Guitarre (1071) iſt zu verkaufen. Bei wem, ſagt die- Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Logis, (1072) welches in der Mitte Oktobers be— zogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg. Wittwe Marbach. Gut getrocknete Lohkaͤſe, (1073) 100 Stück große à 5 fl., klei— nere à 4 fl., bei Friedberg. B. Grödel, Rochgerber. Bekanntmachung. g 0 Für eine dahier projectirte Klein⸗ due e wird eine mit guten Zeugniſſen verſehene, in der Behandlung von Kindern erfahrene Perſon geſucht und der⸗ ſelben außer freier Wohnung und Koſt eine angemeſſene Vergütung in Geld zugeſichert. Luſttragende können ſich mündlich oder in frankirten Briefen bei dem Unterzeichneten melden. Villingen den 5. Auguſt 1844. Münch, Pfarrvicar. Ein Stuhl-Wägelchen, (4075) noch in gutem Zuſtande, hat zu verkaufen 5 0 W. Hanſtein, Wagnermeiſter. Concert in Salzhauſen. (1076) Künftigen Sonntag den 11. Auguſt 1844, Abends 4 Uhr, wird im Kurſaale in Salz⸗ hauſen ein Vocal- und Inſtrumental⸗Concert Statt finden. Zu verkaufen (1077) iſt ein vollſtändiges erſt ſeit einigen Jahren neu in Gebrauch genommenes Bren— nereigeſchirr, aus einem Rauchkeſſel von 140 Maas, einem Läuterkeſſel von 88. Maas, zwei Kühltonnen mit kupfernem Schlangenrohr, einem Kartoffelfaß, einer Kartoffelmühle mit gußeiſernen Rädern und drei eichenen ovalen Einmaiſchbütten ꝛc. beſtehend. Wo, ſagt die Expedition dieſes Blattes. Selſerbrunnen bei Okarben. (1078) Sonntag den 11. Auguſt iſt am bie⸗ ſigen Brunnen Harmonie- und Tanzmuſik an⸗ zutreffen, wozu ich mit der Verſicherung promp— teſter Bewirthung freundlichſt einlade. Havenecker. Nauheimer Teichhaus. (1079) Sonntag den 11. Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Schwalheimer Mineralbrunnen. (1080) Sonntag den 11. Auguſt Harmonie- und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Henkel. Ein junger Mann, (1081) welcher eine geläufige Hand ſchreibt und im Rechnen erfahren iſt, wünſcht baldigſt eine Unterkunft zu erhalten. Er wird zu jeder Arbeit, welche ſich jedoch nur in das Haus erſtreckt, willig ſein und ſich am liebſten einem Handlungshauſe widmen, da er auch im Brief⸗ ſchreiben gewandt iſt. Briefe mit den Buch⸗ ſtaben A. B. C. poste restante werden in Friedberg entgegengenommen. Literariſche Anzeige. (1082) In der C. J. Edler'ſchen Buch⸗ handlung in Hanau iſt ſo eben erſchienen und in allen Buchhandlungen Deutſchlands in Friedberg bei C. Bindernagel zu haben: Der deutsche Volks⸗Briefſteller fuͤr alle Faͤlle des menſchlichen Lebens. Ein treuer unentbehrlicher Rathgeber bei Abfaſſung aller nur denkbaren Arten 4% 252 4. von Briefen, Eingaben, Verträgen, Voll⸗ machten, Quittungen und andern ſchrift⸗ lichen Aufſätzen, wie ſie im gewöhn— lichen Leben und in den verſchiedenſten Verhältniſſen vorkommen, nebſt einer kurzen Anweiſung die Regeln der deut⸗ ſchen Sprache, Orthographie und In⸗ terpunktion auf eine leichte und ſichere Weiſe zu erlernen. Herausgegeben von J. P. Wurſt. 12. broch. 10 Sgr. oder 36 kr. Es erſcheinen viele Briefſteller in Deutſch⸗ land, aber größtentheils ſind ſie nicht gerade für die Klaſſe, der ſie vorzugsweiſe dienen ſollen von vielem Werth, ohne eigentlichen Nutzen für das Volk, das hauptſächlich zu dieſen Leitern des Verſtandes ſeine Zuflucht nehmen muß. In dieſem Buche werden nun Mittel geliefert, um ſich in allen Fällen des Lebens, wo man genöthigt iſt, Briefe ſchreiben zu müſſen, helfen zu können. Der Styl der Briefe iſt leicht, fließend und populär; die Form zweckmäßig. Bei ſchöner Ausſtattung iſt das Buch ſehr billig und in jeder Bezie⸗ hung empfehlenswerth. Der kleine Engländer oder die Kunſt, die engliſche Sprache, ohne Lehrer, auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu ver— ſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Huͤlfsbuch für Auswan⸗ derer und diejenigen, welche ſchnell eng⸗ liſch lernen wollen. Dritte ganz umgearbeitete und ver⸗ mehrte Auflage. Von Prof. Dr. A. F. Grün. 12 broch. 5 Sgr. oder 18 kr. Von einem praktiſchen Gelehrten iſt hier ein ſehr guter Leitfaden zur Erlernung der engliſchen Sprache zuſammengeſtellt, und in kürzeſter Zeit und ohne die Ermüdung, welche gewöhnlich das Studium dieſer ſchwierigen Sprache begleitet, wird man mit leichter Mühe in den reichen Schatz dieſer jetzt ſo unentbehrlichen Umgangsſprache eingeführt. Die ſehr ſchnell vergriffenen zwei erſten Auf⸗ lagen verbürgen hinlänglich die Nützlichkeit des ſchön ausgeſtatteten Buches, das für den Deutſchen in England und Amerika unent— behrlich iſt. Frankfurter Gold-Cours vom 8. Auguſt. ——— —— . Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 ¼½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 Rand⸗Ducaten 5 34½% 20 Frankſtücke 9 30 Engliſche Souverains 1152 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 10. Sonntag n. Trinitatis d. 11. A Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkircht Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgklüͤch Herr Candidat Dieffenbach. Katechismuslehre hält Herr Candidat Schick. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittag von 5- 6 Uhr, hält Herr Candidat Dingeldey. Fruchtpreiſe 8. Aug.] 2. Aug. 30. J Gattung. Fried⸗ Groß, berg Malnz getgu fl. tr. F. tr. fl. f Waizen pr. Malter. 9— 8 4 74 Nr 75 6— 6] 51 5 Gerſte„ 5 41401 4301 4 Hafen: 3120 3131 3/4 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbal vom 11. bis 17. Auguſt 1844. 2 i Fried⸗ Büußz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bac. 8 kp. pf. kr,. 13 Leib⸗Roggenbrod n 2 77 7. 4 3 4 1 1 5 929% Lth.. e — Milchbrod 144% 14 — Waſſerweck 141 15 —Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 15/1 0 Fleiſch-Preiſe. pf. 1 Ochſenfleiſch 105 11 21107 1 7 8 gemäſtetes 9— 95 „Kühfleiſch ungemäfetes 8— 8 5 1% gemäſtetes 81 2 84 „(Rindfleiſch ungemäſtetes 7 2 7 0 „ Kalbfleiſch 731 9 „ Schweinenfleiſch 11—. „ Hammellleiſch 9— 913 „ Schaaflleiſch 7— 1— 8 „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „Gemiſchte Wurſt 8— 8 „ Bratwurſt 14— 14 „ Schwartenmagen 14— 14= „ Geräucherter Speck 20— 20- „Schinken 17— 7 „ Dörrfleiſch 16— 16 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20 unausgelaſſen 18— 18 2 „ Nierenfett 18— 18 „ Hammelsfett 151— 1547 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Fried Die Polizei⸗Tare für die Stadt Bußzlih gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hun Follenius. — üſch ler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. tauchen jugleich ar Mein N etz am recht lurechten Or heſtzt den El icht nur die 100,000,000, bar S. kam! der Hand in flarung über die Zinſenbere Nerd dee und ich wal lichen. W braven Hen endlich mei gewöhne it Zinſeszinſer vortheilt n unverſtande Mir Nachbar u weniger, leichte Auff . Kopfzerreiß wenn ich erſparen 9 Nun zur e Meir fegt, wel ſſ gewoͤhn leinigk, als groß, Lkaiſer fr. wil wein;