8 urglin ntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen un Allgemeinen, leg 1 tlehre Node emer, N Sabi die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen Schler 1 1 f:. a 1 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. rue......— 7 Mittwoch Autlicher Theil. 152 408 n — Der Großherzoglich Heſſiſche Taxe Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg — treffend: U. S. gegen Jacob Krüll von Lauter wegen mehrerer 7* Diebſtähle. l. bah Ich weiſe Sie an, den Jacob Krull von Lauter in Ke peigneter Weiſe ausfindig zu machen, ihn im Betretungs— 2 lle arretiren und anher abliefern zu laſſen. 1 Grünberg den 29. Juni 1844. 2 5 0 l abr er.: 5 1610 4 100 5— 15¼/ 105 0 5 — 74 Derſelbe an dieſelben. 5 2 114 Betreffend: Sie Erlaſſung der Wieſenpolizei⸗Ordnung. 4 1 1 Die Ihnen beſonders zugeſendete Wieſenpolizei-Ord-⸗ 1 lung, durch welche die ſeither beſtandene aufgehoben erſcheint, 1 laben Sie nach Vorſchrift des Art. 1. alsbald zu publiciren, 1 eſe Bekanntmachung auch jährlich an den erſten Tagen * 15 es Monats März zu wiederholen, die genaue Befolgung 2 u überwachen und durch die im Art. 5. bezeichneten Per—⸗ 4 L enen überwachen zu laſſen. Sie werden binnen 14 Tagen 5 nzeigen, wie viele Exemplare dieſer Wieſenpolizei-Ordnung 4. Sie bedürfen, um jedem der im Art. 5. Bemerkten ein ſol— 4 hes zuſtellen zu können, wo ich dann ſolche auf Koſten der 1„ Zemeinden beſtellen werde. — 16 Grünberg am 1. Juli 1844. 1 J. V. Grßh. Kreisraths Dl f Hallwachs. Bekanntmachung, den Ankauf von Zuchtvieh fur die Provinz Ober⸗ heſſen betreffend. Nach einem Beſchluſſe des Ausſchuſſes des landwirth— chaftlichen Vereins von Oberheſſen wird unter der Leitung en 10. Juli des landwirthſchaftl. Provinzial-Vereins der Ankauf eines Transportes Kühe, Kalbinnen und Faſelvieh von der Schwy⸗ zerrace in der Heimath dieſer Thierrace ſelbſt, für Rechnung von Landwirthen unſerer Provinz vermittelt werden, im Falle ſich die gehörige Anzahl von Subſcribenten dazu findet. Die näheren Beſtimmungen enthalten die Beilagen Nr. 4. u. 17. zur dießjährigen landw. Zeitſchrift, denen nur noch zugefügt wird, daß der landw. Verein die Reiſekoſten der mit dem Ankaufe beauftragten Perſonen übernimmt. Außer dieſem Ankauf für Privaten wird auch noch ein Ankauf von 10 Stück Bullen Schwytzerrace von 10 Stück Bullen einer Vogelsberger oder Rhonrace im Intereſſe der Gemeinden geſchehen, und zwar in der Art, daß der Verein aus Vereinsmitteln den Verluſt von 30—35 fl. bei der Schwytzer- und 15— 20 fl. bei der Vogelsberger oder Rhönrace übernimmt. Dieſe 20 Stück Bullen werden einer offentlichen Verſteigerung unterworfen, bei welcher nur dann Private concurriren können, wenn die Thiere beider Racen unter den Gemeinden keine Abnehmer finden ſollten. Indem wir nun das landwirthſchaftliche Publikum von dem obigen Beſchluſſe des Ausſchuſſes in Kenntniß ſetzen und uns auf die,„über das Schwytzervieh- in Nr. 24. der dieß⸗ jährigen Zeitſchrift erſchienenen Notizen beziehen, erſuchen wir die Landwirthe der Provinz, welche ſich bei dem An— kaufe von Kalbinnen und Zuchtſtieren für Private betheiligen wollen, der, nach gefaßten Beſchlüſſen des Provinzialver— eins, gelegentlich des Ankaufs der Zuchtſtiere im Intereſſe der Gemeinden vermittelt und unterſtützt werden ſoll, ihre Anmeldungen mit der Angabe der, Stückzahl, Gattung und Alter der Thiere längſtens bis zum 30. Juli td.. dem Bureau des landwirthſchaftlichen Vereins von Ober— heſſen in Gießen zugehen zu laſſen, und zugleich eine Vor— lage von 100 fl. für jedes Stück Vieh franco zuſenden zu wollen. Zugleich machen wir diejenigen Gemeinden, welche bei dem Wiederverkauf der Zuchtſtiere einzelne Thiere erkaufen wollen, darauf aufmerkſam, daß ſie wohl thun werden, ſich jetzt ſchon bei dem Vereinsvorſtande zu melden. Gießen, den 26. Juni 1844. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis. Wie Einer vom Gicht an den Fuͤßen geheilt wird und hat dazu keinen Doctor gebraucht.“) Zween Diebe hatten lange Zeit mit einander geſtohlen ünd allweg ehrlich, was ſie ſo bekamen, mit einander ge— theilt. Nun kamen ſie einſtmals in ein kleines Städtchen, konnten aber darin nichts beiſtecken, weil die Leute wach— ſam waren und die Polizei ſcharfe Aufſicht hielt. Da waren ſie's zuletzt überdrüſſig und wurden einig, hinauszugehen auf ein großes Dorf. Hier, ſagten ſie, kriegen wir eher etwas und wenigſtens ſo viel, als wir brauchen, um uns auszubringen. Aber auch da wollten ihre Geſchäfte nicht vorwärts kommen. Endlich erſah ſich der Eine einen Hau⸗ fen Nüſſe auf einer Hurde, zu denen er, Nachts gar wohl kommen konnte und die in dem Jahr gar nicht wohlfeil waren; der Andre hingegen fand einen Schafſtall im Dorf voll guter fetter Schafe und Hämmel, unter denen wollt er einen ſtehlen. Des Morgens wollten ſie Nuͤſſe und Häm⸗ mel in dem Städtchen verkaufen. Nun wußten ſie aber keinen ſicheren Ort im Dorf, dahin ſie ihren geſtohlenen Kram tragen möchten. Zum letzten beſannen ſie ſich auf das Beinhaus; das war ein Häuschen am Ende des Dor— fes auf dem Kirchhof neben der Kirche und war voll von den Todtenbeinen, welche die Leute ausgruben, wenn ſie ein neues Grab machten, wo ſchon ein altes geweſen war. In dieſem Beinhaus ſollte der, ſo am erſten mit ſeinem Diebſtahle fertig wäre, auf den Andern warten. Als es ganz finſter war, gingen die zween Diebe jeder nach ſeiner Waare. Der mit den Nüſſen war am erſten fertig und trug einen großen Sack voll in das Beinhaus auf die Tod— tenbeine. Der andere Dieb aber, ſein Kamerad, wurde, ich weiß nicht durch was, verhindert und konnte nicht zu dem Hammel kommen. Der im Beinhaus nun, damit ihm die Zeit vergieng, ſaß auf den Todtenbeinen und aß Nüſſe und warf die Schalen hin und her in dem Beinhaus, wo— von es nicht wenig rappelte. Was geſchieht? Im Dorf wohnte ein ſehr reicher Küſter, der lag hart am Gicht an den Füßen, und hatte zween ſtarke junge Knechte, die ihn pflegen mußten und ihn hin und wieder heben und tra— gen, denn gehen konnte er nicht. Auch mußten ſie für ihn läuten, Morgens um vier Uhr, Mittags und Abends, wie es ihm in ſeinem Amte vorgeſchrieben war. Wenn ſie aber läuteten, ſo mußten ſie hart an dem Beinhaus vorbei zu der Kirche. Nun war es vier Uhr Morgens und noch ſtich— dunkel. Da rief der Küſter dem einen Knecht, er ſolle läu⸗ ten gehn, es ſei Zeit. Der Knecht war geſchwind auf den Füßen und lief zu der Kirche. Als er aber an das Bein— haus kam und die Nußſchalen darin rappeln hörte, glaubte er, alle Todtenbeine wären lebendig geworden und klapper⸗ ten, und lief in großem Schrecken wieder nach Hauſe. An⸗ fangs ward der Küſter zornig; als ihm aber der Knecht das Gerappel im Beinhaus erzählte, ſchickte er die beiden Knechte mit einander hin. Doch das gieng gerade ſo wie ) Nach Jörg Wickram's Rollwagenbüchlein, vom Jahr 1555, aus welchem ſchon eine Erzählung in Nr. 24. des Intelligenzblattes mit⸗ getheilt wurde. W. * 214* vorhin; kaum hörten ſie das Rappeln, ſo liefen ſie alle hel Aeg und keiner wollte der Hinterſte ſein. Da ward der Küſſ aber ſehr zornig, denn geläutet mußte werden, und bet ſeinen Knechten, gute weiche Kiſſen auf eine Miſtbih r l (Miſtbahre) zu legen und ihn darauf in das Beinhaus 1 0, Peg tragen. Das geſchah alles nach ſeinem Befehl, und ſie 0 2 men zu dem Beinhaus. Der Dieb auf den Todtenbel ſah ſie kommen, konnte aber in der Dunkelheit nicht erkennen, was es war, und meint, ſein Kamerad käme. dem Hammel, und ſchrie von den Todtenbeinen her 1 „Thu' gemach! thu' gemach! ich will dir ihn helfen heben n Die Knechte vermeinten, es wäre der Teufel, ließen Küſter fallen und gaben halbtodt vor Schrecken Ferſengll Der Dieb rappelt über die Todtenbeine herab und pig ö mit leiſer Stimme, meint ſein Kamerad wäre da und hit gb dn t 5 den Hammel, und fragt:„Iſt er denn auch fett zum Schlat ten?“ Da ward dem Küſter ſo angſt, daß er das Git ganz vergaß, wie ein Wieſel auf die Beine ſprang u davon lief, als wär' er unſinnig. Aber der Dieb kam hi tennach, meinte, ſein Kamerad wollte den Hammel all behalten und ſchrie:„Halb Part! halb Part!“„Neil, ſagt der Küſter, und ward ihm noch viel mehr angſt,„ böſer Geiſt ſollſt keinen Theil haben!“ Sprach der Dich „So ſollſt du auch keinen Theil an den Nüſſen haben! Der Küſter ſagte:„O, ich will mich gern aller Nüſſe Bekanntma Ewigkeit entziehen.“ Item, was thut der Kuͤſter? Er ſchih des Morgens nach allen Bauern, welche ihm einen Zehnte an Nüſſen zu geben hatten, und gab ihnen all die Ni 0 wieder, welche er von ihnen gezehntet hatte. Aber es wi güter ihm auch ſein Gicht an den Füßen vergangen, ohne daß e e 0 5 N De* einen Doctor gebraucht hat, und das war das Beſte h Finde dice Jin Tocher, Emu liſcher Guter, 0 N thellungen, vom an, findet in d halters Hieron 9 ſtatt:. Aufloͤſung der in Nr. 37 enthaltenen Aufgabe. 1 dane den zj) in der Baht Der Käufer hätte jährlich zu bezahlen o 0 1 89 142506 fl. d) in der Burg N 2 5 4 5 ahr 15 U Für das erſte Ziel iſt er jetzt ſchuldig: ken, worunt ken bei der I. Mittwoch der 3) in der Jauer 11 Morgen 0) in der Sta 137025 10 ein Kapital, das mit den einjährigen 4 pro— centigen Zinſen bis zu 142,506 fl. geſtiegen iſt. Alſo ſind% dieſes Kapitals gleich 142506 und es ſelbſt iſt Für das zweite Ziel zahlt er ein Kapi⸗ ungefahr 1 worunter(J Kraͤme tal, von welchem%% ſind 142506;— die⸗ kiebet de ſes Kapital iſt 131950 8 Für das dritte Ziel zahlt er ein Kapi⸗ 2 tal, von welchem 1, ſind 142506;— das 0040. 1 . 9 N 0 In de Kapital iſt alſo 127237/ ff mn de Für das vierte Ziel zahlt er ein Kapital, 0 1857 U von dem%o betragen 142506; das Kapi⸗ tal iſt 122850 109 fung 1 0 5 ele gestellt Summe= 519062 ½( unn. Eliſe Pracht in Grünberg— 0 eine 9 i 1 1 e 2 Beinhan eſehf , und g * N den 9 * 0 Todtente NRtel b,* heit nicht z Namerad kam * detenbein, deinen be n del. 5 helfen hehſ eufel, ließen Ware fer 7 ehr angſt Fapi ö 122850 5 2 —— 1 51900 4% in Grünbe⸗ „% 215. 4 1 S-⸗Aus Juni 1 23. Eine uneheliche Tochter, Katharina, geb. den 10. d. 5 Kir chenbi chs Auszug vom Juni 1844 23. Dem Bürger und Meßzgermeiſter Johannes Wagner dine Tochter, Maria, geb. den 17. d. M. 27. Dem Gr. Bergrentmeiſter Carl Friedrich Eduard Textor ein Sohn, Friedrich Wilhelm Ernſt, geb. den 13. d. M. 30. Ein unehelicher Sohn, Johannes, geb. den 14. d. M. Friedberg. Getraute: — 16. Der Gr. Kreisbaumeiſter Franz Carl Eduard Renner zu Großgerau, 30. Eine uneheliche Tochter, Sophie, geb. den 12. d. M. des Gr. Phyſikatsarztes Dr. Renner dahier ehelich lediger Sohn, und 30. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Bollonier eine Toch⸗ Eliſabetha Müller, des Weinhändlers und Lederfabrikanten Johannes Müller jun. zu Bensheim ehelich ledige Tochter. 18. Andreas Rau, hieſiger angehender Bürger und Schneidermeiſter des Ackermanns Andreas Fuchs zu Burkhards Enkel und Eliſabetha Joſt, 9. Cathari 2 2 2—** 4— a des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Georg Joſt ehelich. ledige Tochter. meiſter, des Bürgers und Schuhmachermeiſters Nik. Konrad Rupp 8 Darmſtadt Stiefſohn, und Katharina Eleonore Klein, des hieſigen ter, Maria Catharina Helena, geb. den 13. d. M. Beerdigte: des hier wohnenden Ortsbürgers zu Fauerbach II. und Kappenmachers Joh. Jakob Bender Ehefrau, geb. Schwalm, 0 6 5 0 alt 28 Jahre, weniger 2 Tage, F den 8 Juni. 21. Carl Wilhelm Balthaſar Hamm, hieſiger Bürger und Schneider⸗ 10. Margaretha Dorothea Heß, 8 Buſeck, des hieſigen Bürgers und Großh. Domainenboten Heinrich Heß Ehefrau, alt ungefähr 45 Jahre, 4 den 9. d. M. ürgers und Schneidermeiſters Carl Ludwig Klein eheliche Tochter. 15. Friedrich Nikolai, hieſiger Bürger und Küfermeiſter, alt 47 Jahre, und 5 Mon., 1 den 13. d. M. 20. Johannes Schröder, Ortsbürger und Bäcker von Niederroßbach, des Getaufte: 6. Dem Gr. Salzmagazins⸗Verwalter Martin Sehrt ein Sohn, Otto, geb. den 19. Mai. daſelbſt verſtorbenen Ortsbürgers Johannes Schröder, ehelich lediger Sohn, alt 24 Jahre, 8 Monate und 1 Tag, 1 den 19. d. M. 9. Dem Gr. Pfarrer zu Fauerbach II. Ludwig Chriſtian Matthias ein 21. Eliſabetha Margaretha Schleuning, des hieſigen Bürgers und Weber⸗ Tochter, Emilie Friderike Karoline, geb den 4. Mai. 15. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter, macher Karl Quandt eine Tochter, Chriſtiane, 16. Dem hieſigen Bürger und Buchbindermeiſter Karl Chriſtian Weis wie auch Inſtrumenten⸗ meiſters Adam Schleuning eheliches Töchterchen, alt 5 Jahre und 10 Mon., 4 den 20. d. M. geb. den 30. Mai. 24. Heinrich Schwalm, hieſiger Bürger und Schneidermeiſter, alt 63 Jahre, 6 Mon. und 27 Tage, F den 23. d. M eine Tochter, Henriette Friederike Louiſe, geb. den 2. d. M. 27. Eliſabetha Wenderoth, des hieſigen Bürgers und Drehermeiſters Kon⸗ 16. Dem Bürger und Spenglermeiſter Karl Emmerich Frick eine Toch⸗ ter, Dorothea, geb. den J. d. M. rad Wenderoth eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 2 Monate und 7 Tage, 1 ü den 25. d. M. 16. Dem Bürger und Oekonomen Johannes Feiling ein Sohn, Johann 30. Caroline Philippine Pendling, des weiland hieſigen Bürgers und Kürſchnermeiſters, wie auch Armenhausverwalters Dominikus Pend⸗ Philipp, geb. den 3. d. M. 16. Dem Bürger und Zinngießer Joſeph Maria Boretti eine Tochter, Anna Maria, geb. den 7. d. M. + den 28. d. M. ling ehelich ledige Tochter, alt 28 Jahre, 10 Mon. und 18 Tage, Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Güter ⸗ Verpachtung. ö 882) Die Verpachtung nachgenannker, mit Ende dieſes Jahrs leihfällig werdender fiska⸗ liſcher Güter, in einzelnen Stücken und Ab— theilungen, vom Anfange des künftigen Jahrs an, findet in der Behauſung des Herrn Gaſt⸗ balters Hieronimus dahier folgender maßen ſtatt: 1. Dienſtag den 16. Juli, Nachmittags 2 Uhr: a) in der Ockſtädter und Straßheimer Ge⸗ markung, ungefähr 10 Morgen in 8 Stücken; p) in der Burg⸗Friedberger Gemarkung, un— gefähr 15 Morgen in etlich und 40 Siü⸗ cken, worunter die Grab⸗ und Baumgär⸗ ten bei der Burgvorſtadt, II. Mittwoch den 17. Juli Nachmittags 2 Ubr, a) in der Fauerbacher Gemarkung, ungefähr 11 Morgen in 8 Stücken, p) in der Stadt-Friedberger Gemarkung, ungefähr 100 Morgen in 52 Stücken, worunter ein Grabgarten auf dem ſeg. Krämer, Friedberg den 15. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann Bu ß. Bekanntmachung. (90) In der Gemeinde Vilbel ſoll nach Vollendung des neuen Schulhauſes eine In— duſtrie⸗Schule errichtet werden und fordere ich daher diejenigen Frauenzimmer, die das Lehramt übernehmen wollen, jetzt ſchon auf, ſich bei mir anzumelden, ſich über ihre Befaͤ⸗ bigung und Moralität auszuweiſen und die dieſſeits geſtellten Bedingungen entgegen zu nehmen. Was die jetzt ins Leben gerufene Klein⸗ kinderbewahranſtalt betrifft, ſo haben die Be— wohner Vilbels ſich bei dem Mitgliede des Comité Großherzoglich Heſſiſchen Diſtriets— Einnehmer Stockhauſen alsbald anzumelden, was mit der Bemerkung zur Kenntniß ge— bracht wird, daß die Aufnahme der Kinder nach der Reihenfolge der Anmeldung geſchiebt, und daß unter Umſtänden die weniger be— mittelten Eltern bezüglich ihrer Kinder den Vorzug vor den Wohlhabenderen haben ſollen. Vilbel den 26. Juni 1844. * Der Präſident Hinkel, Bürgermeiſter. Bekanntmachung. (918) Montag den 15. Juli, Vormittags bald 11 ühr, will Frau Friedrich Nicolai's Wittwe in hieſigem Rathhauſe ihre Hofraithe, beſtebend in Wohnhaus mit Werkſtätte und Schweinſtall, in der Kirchgaſſe an Heinrich Wagner gelegen, ferner 21 Ruthen Garten in der Langgaſſe an Martin Dauernheim, und 1 B. 32½ Ruthen auf dem Krämer an Wil⸗ helm Breitwieſer, Gemarkung Fauerbach II., gelegen, einer öffentlichen freiwilligen Ver— ſteigerung ausſetzen und bei annehmbaren Ge— boten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Friedberg den 3. Juli 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Frucht- Verſtelgerung, (932) Donnerſtag den 11. d. M. Nachmit— tags 2 Ubr, werden im Wirthshauſe zum Hirſch dahier von den auf hieſigem Speicher lagernden Früchten 50 Malter Waizen, 120„ Gerſte und 50„ Hafer, dann 1 Malter 3 Sr. Waizengemeng und 3 1 2 Kpf. Gerſtengemeng öffentlich verſteigert. Auch könnte es ſein, daß weiter 50 Malter Waizen und 150„ Korn gleichzeitig zur Verſteigerung ausgeſetzt werden. Ockſtadt am 6. Juli 1844. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt A R gerer. Schaaf-Verſteigerung zu Ulrichſtein. (933) Montag den 22. Juli 1844, Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf Ulrichſteiner Jacobi⸗Markt, ſoll bei Ülrichſtein nachverzeichnetes Schaaf⸗ vieh von der fiscaliſchen Schäferei Selgenhof“ von ausgezeichnet großer und ſchöner Race, reines Vieh, öffentlich dem Meiſtgebote aus⸗ geſetzt werden. 5 90 Stuck vierzäbnige Hämmel, 12 A Jaährlingshämmel, 1 vierzähniger Bock, 20 Stück einjährige Mutterſchaafe, 50 zweijährige Mutterſchaafe. 9„ Bocklämmer, Schwarzköpfe, 30„ Hammellämmer, 30„ Mutterlämmer. Die Hämmel und Lämmer werden in Stäm⸗ men von 610 Stück und die Mutterſchaafe paarweiſe ausgeboten und gegen annehmbare Bürgſchaft kann bis Martini Zahlungsfriſt geſtattet werden. Schotten den 2. Juli 1844. Der Großb. Heſſ. Rentamtmann Prätorius. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm⸗ ſtadt. (930 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Dekanatsrech— ner Jung in Grünberg, zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſo— wohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. pro Exemplar, empfangen werden können.. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben koͤnnen im laufenden Jahre vom 1. Juli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 27. Junt 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. »dt. Schaffnit. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm ſtadt. (935) Cs wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Rentamtmanu Kießling in Hungen, zum Agenten der all— gemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſowohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. pro Exemplar, empfangen werden koͤnnen. 5 Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben können im laufenden Jahre vom 1. Fuli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 1. Juli 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. 7 vdt. Schaffnit. Edietalla dung. (936) Die Wittwe und Kinder des ver⸗ ſtorbenen Johannes Unger, Fuhrmann in Oberohmen, haben, da eine Inventur des Nachlaſſes eine Ueberſchuldung derſelben nach— gewieſen hat, um eine Zuſammenberufung der Chirographargläubiger zum Zweck einer gütlichen Vereinbarung und Abwendung eines Concursverfahrens dahier angeſtanden. 5 Sämmtliche bekannte, wie unbekannte Gläu⸗ biger, werden demzufolge aufgefordert, ihre Anſprüche ſelbſt oder durch gehörig auch zu Vergleichsabſchluß Bevollmächtigte im Termin Samſtag den 24. Auguſt, Vorm. 9 Uhr, dahier zur Anzeige zu bringen, und an den Vergleichsverhandlungen Theil zu nehmen. Von nicht erſcheinenden bekannten Gläubi— gern wird im Ausbleibensfalle Beitritt zum Beſchluſſe der Mehrzahl der Gläubiger ange— nommen, und etwa nicht erſcheinende unbe— kannte Gläubiger bleiben im vorgeſteckten Falle unberückſichtigt. Grünberg den 23. Juni 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. gehöriges Patrimonialgericht der Fhr. Riedeſel zu Eiſenbach. W Holz-Verſteigerung. (937) Donnerſtag den 11. Juli l. F., des Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Ober⸗ mörler Gemeindewald, Diſtrikt Eichkopf und Hundſeif, folgende Holzſortimente auf Ort und Stelle öffentlich und an den Meiſtbieten— den verſteigert werden: 10 11% Stecken geſchält eichen Prügelholz, 2 10„ 2„ Stockholz, 3) 37 geſchälte eichen Nutzſtangen, 4) 8 Helme und 5) 10159 Stück geſchälte eichen Normalwellen. Obermörlen den 20. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ni e ohen e Gras-Verſteigerung. (938) Donnerſtag den 11. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſollen dahier in der Behauſung des Wirthes W. Bingel 21 Morgen Wieſen in einzelnen Abtheilungen öffentlich meiſtbie— tend zu Heu verpachtet werden. Dorheim den 5. Juli 1844. Der Bürgermeiſter Dr. Jaup. Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Grünberg. (939) Donnerſtag den 18. Juli l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen bei dem hieſigen Rent— amte die Reſte der 1843r Fruchtvorräthe be— ſtehend in 20. Malter Waizen, 270 2 Korn, 70 1 Gerſte, 185 6 Hafer und 0 5 8„„ Molterfrucht öffentlich verſteigert und bei annehmbarem * 216. Bekanntmachung. (910) Donnerſtag den 11. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen nachverzeichnete Effecten, als: 1 Paar alte Sommerhoſen, 1 Paar dgl., 1 altes Kammiſol, von blauwollenem Tuch 1 weißwollenes Kamiſol, geſtrickt, 1 altes Halstuch, 1 alte Kappe, 1 Paar alte Schuh, 2½ Ellen blauwollenes Tuch, 3½ Ellen Barchend, 1 5. auf dem Rathhauſe dahier öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Oſſenheim den 6. Juli 1844.: Vermöge Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Beigeordnete Stumpf. Gras- Verſteigerung. (9410 Donnerſtag den 11. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das der hieſigen Gemeinde zuſtehende Gras auf der Pfingſtweide und Plackrei, circa 25 Morgen, parcellenweiſe meiſtbietend verſteigt werden. Niederwöllſtadt den 8. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stoll. Neue Zins⸗ Coupons. (92) Die Inhaber der Partial⸗Obli⸗ gationen der Gr. Heſſ. Gemeinde Nie— derurſel ſetze ich hierdurch in Kenntniß, daß für die am 1. Mai 1844 zu Ende gegangenen Zins-Coupons des im Jahre 1834 negociirten Anlehens von 15000 fl. die neuen auf weitere 10 Jahre gefer— tigten Zins-Coupons-Bogen durch das Handlungshaus Samuel Lindheimer jun. in Friedberg ausgegeben werden. Niederurſel im Juli 1844. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Seidler. In Bezug auf Obiges zeige ich hier durch an, daß die Zins-Coupons-Bogen gegen Vorzeigung der Partial-Obliga— tionen täglich in den Vormittagsſtunden zwiſchen 9 und 11 Uhr bei mir in Empfang genommen werden können. Friedberg im Juli 1844. Samuel Lindheimer jun. Uſergaſſe. N N Ne Privat- Bekanntmachungen. Knochen ⸗ Ankauf. (918) Durch erhaltenen Auftrag bin ich in den Stand geſetzt, einen ſehr annehmbaren Preis für Knochen zu zahlen und nehme ſolche Pr. Ctr. und in ganzen Fuhren.“ Friedberg. Siegmund Simon in der Uſa⸗Vorſtadt. Annonce. (915) Außer meinem ſchon bekannten Eiſen⸗ und Gußwaaren⸗Geſchäft, habe ich auf hieſi— gem Platze eine Eſſigfabrik errichtet, welche ich unter Zuſicherung guter Waare und promp— Ein geſitteter junger Menſch, (929) welcher mit den nöthigen Vorkenn. niſſen verſehen iſt, wird in einer Stadt in Obe, heſſen in eine Specerey- und Eiſenwagreß, Handlung ohne Lehrgeld in die Lehre geſuch. Nähere Auskunft ertheilt die Expeditſch dieſes Blattes. ö Weiß⸗Rüb⸗Saamen, (918) ächte lange ſelbſtgezogene Sorte, des kauft billig Friedberg. M. Jung., Drei einjährige engliſche Widder (9A) in ſehr gutem Zuſtande ſtehen bil zu verkaufen bei Johannes Vogt IV. zu Reichelsheim. Ein vollſtändiges Logis, (9113) gleicher Erde, iſt zu vermiethen u kann bis 1. September bezogen werden bei S Philipp Gerth's Wittwe, AH Bekanntmachung. FE (9116) Dienſtag den 16. d. M., Morgeßß von 8 Uhr an, ſollen in der Hoöchmühle 10— Windecken folgende, dem Unterzeichneten zl gehörige Gegenſtände, als: 6 Kühe, 3 Pferd, 2 Wagen,(1 mit breiten und 1 mit ſchmaleh Rädern) verſchiedenes Pferdegeſchirr, 4 Mehl wagen, 1 Schaalwage mit Zentnergewicht, 1 De Brückenwage, 3 Rollwägelchen zum Sackfahreß, 30 Haufen Brennholz, 20 Fuder Waizenſtroh, Krelor Möbel, Haus und Mühlengeräthſchaften, Oel 5 a und Bierfäſſer, Waſchbuͤtten, Mühlenwerkhol, an ſämmtlich breite und ſchmale Wagenradfelgen und al Zu einer n bei Einlieferung von genügenden Bürgſcheinen ng den 15. d. auf Credit bis zum 1. Okt. d. F. meiſtbietend ahhaus ein. verkauft werden.. Friedber Windecken den 5. Juli 1844. 0 Leonhard Ströbel., dere Gegenſtände, gegen baare Zahlung 100 6 Literariſche Anzeige. De Im Verlage des Unterzeichneten iſt fol eee gendes für Geſangvereine ſehr empfehlen, Areisräthe werthes Heft erſchienen: Acht Männerchöre s a ſämmtliche componirt von 5 KX. 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Halbfranz gebunden 1 fl. 45 fr. 0 Fir die beß Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden.] ter Bedienung zu geneigtem Zuſpruch beſtens Sodann iſt wieder angekommen: hen Privat Grünberg am 5. Juli 1844. empfehle. Clauſſen, P. F., der kleine Haus⸗Secretän. fen Ju Der Gr. Hes Rentmann daſ. Großkarben im Juni 1844. Ein praktiſcher Briefſteller fur alle Fals) dür Jucht h Bötticher. D. L. May. des Lebens. 18 ku h de „ c Mich, m Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. genthum