1 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oherheſſen. im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg en ſummtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Die Anzeige gegen Heinrich Briebeck von Steinheim, jetzt u Inheiden, und Eliſabethe Herpel von Bellershain, wegen 5 Forſtvergehen.. Sie werden angewieſen, die Eliſabetha Herpel von Bille shain im Betretungsfalle arretiren und anher abliefern u leſen. Grünberg den 2. November 1844. ODuvrier. Betuifend: Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 32. (Schluß.) V. mee Ueberſicht der Rechnung Großh. Landes— Waienanſtalt zu? Darmſtadt für 1843. Hiernach war die ordentliche Ehmahme: 46,556 fl. 15%„ kr., näm lich von Immobilien 403 fl. 15, flit Jaturalien 473 fl. 55 Kapi talzinſen 3482 fl. /, Zuſchuß aus an⸗ dern Kaſſen 30348 fl. 29%, 5 Gaben und Verehrungen 10192 fl. 4. Illaten der Kinder 12⁵⁵⁵ fl. 1, von Lotterien 2 fl. 42, Verſchiedenes 308 32½. Außerordentliche Einnahme: 9812 fl. 57, nämlich: Aleſtende aus vorderen 1 4 1060 fl. 57, Zurückempfangene Kapitalien 865 fl., Verkauf von Häuſern und Gütern 372 fl., Vermächtniſſe und Sit engen 125 fl. umme aller Einnahmen 3609 fl. 12 ¼ Die rdentliche 4 0 46,772 fl. 43 ¼ kr. und zwar: Verwal⸗ tunzkoſten und Laſten 2080 fl. 29%, Taglohn, Penſionen 180 fl. 30/8, Wie für Erzie hung und Verpflegung der Waiſen 44419 fl. 52/, Ver⸗ ſedmes 91 fl. 50% Die außerordentliche Ausgabe: 9356 fl. 1K x., nämlich: zurückbezahl te Kapitalien 105 fl. 19 kr., ausgeliehene Khinlien 8700 fl., Ueberzahlung aus voriger Rechnung 550 fl. 42%, Siurme aller Ausgaben 56,128 fl. 45½ kr., verglichen bleibt Reſt 240 fl. 2% kr., die Liquidation beträgt 739 fl. 23 kr., folglich iſt die Ueber⸗ 1 hung, welche aus Einnahmen für 1844 beſtritten wurde 498 fl. 55% — Am Schluſſe des Jahres 1842 waren vorhanden 1170 Waiſen. 21 zangen ſind im Jahr 1843: in Starkenburg 113, Oberheſſen 71, 7 9 55, Lehrlinge, welche während der Lehre Unterſtützung erhal— 9, zuſ. 309, mithin wurden im Jahr 1843 verpflegt 1479 W̃ aiſen. 2 ſſen wurden: in Starkenburg 110, Oberheſſen 57, Rheinheſſen 36, unge 73, zuſ. 276, es Wende en daher am Schluſſe 1843 12⁰³ 22 1 1——— VI. Namens veränderungen: Am 11. Oct. wurde geſtattet: rer Wilhelm Lambert zu Oſthofen künftig den Familiennamen„Steitze⸗ dem Philipp e zu Kettenheim künftig den Familiennamen „Ker“ zu führen.— VII. Promotion auf der Gr. Landesuniverſität zu Gießen: Am 4 Oct. der Gymnaſial⸗Lehramts⸗Candidat Th. Taſche aus Darmſtadt u hiloſophiſchen Doctorwürde.— Somobem, den 9. Mrdenber VIII. Dienſtnachrichten: Am 1. Oct. wurde der Hofg.⸗Sec.⸗ Dr. v. Rüding, dermalen zu Büdingen, zum Kreisſecretär in Grünberg ernannt; am 11. der von dem Hrn. Fürſten zu Löwenſtein⸗ Wertheim⸗Roſenberg und dem Hrn. Grafen zu Erbach Schönberg auf die ev. Pfarrſtelle zu Sandbach präſentirte Pfarrer Weiß zu Seckmau⸗ ern für dieſe Stelle und der von demſelben Standesherrn auf die evang Pfarrſtelle zu Seckmauern präſentirte Pfarrer Böhler zu Rimhorn für dieſe Stelle, ſodann der von dem een Fürſten zu Iſenburg⸗Büdingen auf die 3. evang. Pfarrſtelle zu Büdingen und die damit verbundene Pfarrei Herrnhaag präſentirte Pfarramtscandidat Thon für dieſe Stelle Acceſſ. beſtätigt; am 12. dem 1. kathol. Knabenſchullehrer Bitſch zu Caſtel die 1. kathol. Schullehrerſtelle zu Wimpfen a. B. und dem kath. Schullehrer Preiſer zu Wimpfen a. B. die 1. kathol. Knabenſchullehrerſtelle zu Caſtel übertragen, ſowie der von dem Hrn. Fürſten zu Löwenſtein-Wert⸗ heim⸗Roſenberg auf die kath. Schulle lehrerſtel le zu Habitheim präſentirte Jüulo ar Naymann zu Ne uhau ſen für dieſe Stelle beſtätigt.— Con eurrenz e kath. Pfarrei Bensheim mit jährlich 2729 fl. und der Verb indlichket zwei Cap blane zu halten und jedem der⸗ ſelben, nebſt freier Station, 150 fl Gehalt jährlich auszuzahlen; die kath Pfarrei Sprendlingen, Kr. Bingen, mit jährlich 691 fl.; die 1. evang. Schullehrerſtelle 5 Oberſeemen mit jährlich 311 fl. und die 2. evang Schullehrerſtelle daſ. mit 205 fl.,(beide Präſentation des Hrn. Grafen zu Stollberg-Roßla und Ortenberg); die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Königſtätten mit jährlich 250 fl., nebſt Wohnung und Heizung der Schul⸗ ſtube.— X. Geſtorben iſt: Am 17. Frhr. v. Stein zu Gießen. Oct. der Hofgerichtsrath Dr. Franz Friedberg im November 1844 In dem Kreiſe Friedberg wurden im Laufe dieſes Früh jahrs im Ganzen 874 Malter Maikäfer eingefangen und getödtet. Nach den angeſtellten Verſuchen enthält ein Malter im Durchſchnitt etwa 64,000 Maikäfer. Im Ganzen wurden daher in dieſem Jahre im Kreiſe Friedberg circa 55,936,000 Maikäfer vertilgt. Wer möchte hiernac h noch den Wahn theilen, daß der Vorſehung, die ſie geſendet, auch die Entfernung ſolcher Landplagen uͤberlaſſen werden müſſe Jene Thatſache lehrt, daß der Menſch durch Anwendung des ihm von Gott verliehenen Verſtandes, durch Willens— kraft und verſtändig beharrliche Vorſorge die Früchte ſeines Fleißes vor ſolch' verheerender Plage zu ſchüt en vermag 1 Die allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. Wer ſich noch fur dieſes Jahr an der Rentenanſtalt, welche zu Darmſtadt ins Leben getreten iſt, betheiligen will, muß es im Laufe des Monats November thun, da nur bis Ende dieſes Monats Beitrittserklärungen angenommen werden. 25 354. a Diejenigen, welche mit der zweckmäßigen Einrichtung dieſer, beſonders von Familienvätern ſehr zu beherzigenden, Anſtalt nicht vertraut ſind und die Vortheile nicht kennen, welche ſie bietet, können bei jedem Agenten in Büdingen, Butzbach, Friedberg, Gießen, Grünberg, Hungen, Laubach, Lich, Nidda, Schotten, Vilbel u. ſ. w., darüber belehrt werden. Auch iſt der Verleger dieſes Blattes recht gerne bereit auf mündliche Anfrage die erforderliche Auskunft zu geben. Er theilt indeſſen hier kurzer Hand mit, wie groß die Summe mindeſtens ſein muß, welche zum Anfang einge⸗ legt werden kann. Bis zum Alter von 15 Jahren reichen 10 Gulden zur Einlage hin; wer indeſſen ſchon 16— 20 Jahre alt iſt, hat mindeſtens 15 fl. einzulegen; 21— 25 77„„ u„· 20 77 1 17 26— 30 t. 77 1% 77 30 7 77 31—35„„„ 1 10 40„ 1 36— 40„ 3 0 50„ 7 41— 45 7„„ 1 7 60„ 77 Wer hingegen 46 Jahre zählt, oder noch älter iſt, kann nicht weniger als 100 fl. einlegen. N Noch ſey zur Empfehlung der Rentenanſtalt bemerkt, daß ſie unter dem Schutze des Staates ſteht und daß das Gr. Miniſterium des Innern und der Juſtiz dieſelbe durch einen ſtändigen Regierungskommiſſär beaufſichtigen läßt. Auch erhält die Gr. RechnungskammerJuſtifikatur die Rechnung jedes Jahr zur Prüfung. Wie ſorgfältig aber dieſe hohe Behörde prüft, darüber können alle Gemeinderechner Auskunft geben. Der Landkalender für 1845, welcher bei dem Verleger dieſes Blattes ſchon zu haben iſt, enthält einen ausführlichen und gemein verſtändlichen Aufſatz über die Rentenanſtalt zu Darmſtadt, der von Jedermann geleſen und beachtet zu werden verdient. Auf die Anfrage in Nr. 84. In Nr. 84. des Intelligenzblattes fragt ein Ungenann⸗ ter an, ob das Soldatenlied: 5 „Es leben die Soldaten! Der Bauer gibt den Braten, Der Gärtner gibt den Moſt, Das iſt Soldatenkoſt/ von Schiller ſei; er habe es bis jetzt unter den Liedern von Schiller nicht auffinden können, und es liege ihm viel daran, zunächſt die Stelle in Schillers Werken zu kennen, wo es zu finden iſt. Karl Hoffmeiſters Nachleſe zu Schil⸗ lers Werken, aus Schillers Nachlaß und im Einverſtändniß und unter Mitwirkung der Familie Schillers herausgegeben, 3. Bd. S. 215— 217 gibt über das Lied Auskunft und theilt es ganz mit. Es enthält ſieben Verſe oder, wie man kunſtgerecht ſagen müßte, Strophen. Wallenſteins Lager nämlich begann bei den Aufführungen in Weimar mit die⸗ ſem Soldatenliede. Das weiſt das Weimar'ſche Theater⸗ exemplar von Schillers Wallenſtein aus, worin ausdrücklich bemerkt iſt, daß das Lager mit ſechs Strophen(Verſen) des Liedes„Es leben die Soldaten“ anfange. Aus dem erſchie⸗ nenen Briefwechſel zwiſchen Schiller und Göthe“) ergibt ſich, daß das Lied eigentlich von Gothe iſt; nur die letzten Verſe hat Schiller hinzugefügt und zwar dem Anſcheine nach den ſechſten und ſiebenten Vers. Es ſollte, wie Schil⸗ ler ſelbſt ſagt, gleich vorn herein mit der Stimmung der rohen Soldatesca bekannt machen, wie ſie unter Wallenſtein war, und unterſcheidet ſich übrigens gar ſehr von dem ans Ideale ſtreifenden Reiterlied am Schluſſe von Wallenſteins Lager, wie Hoffmeiſter mit Recht bemerkt. Wd. ) Göthe's Brief an Schiller am 6. October 1798. Schillers Antwort darauf, ſo wie Schillers Brief an Göthe am J. October 1798. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 1844 66 Friedberg. Getraute: 21. Johann Heinrich Freitag, Corporal im 2. Bata des 4. Inf.⸗Regts., des Bürgers und Köhlers G Freitag zu Hatzfeld, Kr. Biedenkopf, ehelich leb Sohn und Dorothea Eliſabetha Jung, des weiland 0 ſigen Bürgers und Metzgermeiſters Joh. Jakob au nachgel. ehel. ledige Tochter. ö achun mad I daanlazen ch sel Getaufte: 0 9 verde* 2 10 he de Stadtma „Ein unehelicher Sohn, Ludwig, geb. den 26. Sept, Dem Großh. Heſſ. Kreisrathe Friedrich Auguſt Küche eine Tochter, Maria Louiſe, geb. den 17. Sept. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Georg Mühle eine Tochter, Philippine Margarethe, geb. den 22. Sr Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Peter Deu rich Nees eine Tochter, rich Ludwig Anton Eich eine rina, geb. den 30. Sept. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Jaßh Leonhard eine Tochter, Maria, geb. den 28. Sept. Tochter, Amanda Ca fer eine Tochter, geb, den 12. Okt. Beerdigte: 2. Mathilde Louiſe Margarethe Boländer, des hier wa nenden Rechnungspraktikanten Leonhard Boländer Höchſt im Odenwalde eheliches Töchterchen, alt 6 nate und 13 Tage, 1 den 30. Sept. 5. Urſula Maria Rückert, geborne Eck, des hieſigen B gers und Schuhmachermeiſters Juſtus Rückert Ehefrn, alt 41 Jahre, 9 Monate und 1 Tag, 1 den 3. d.. 8. Johannes Boller, des hieſigen Bürgers und Fuhrmann Heinrich Boller eheliches Söhnchen, alt 9 Tage, k dn 6. d. M. Johann Heinrich Friedrich, des Bürgers zu Darm und hieſigen Buchdruckers Ludwig Frtedrich ehelichte Söhnchen, alt 3 Mon. und 28 Tage, 7 den 15. d. M Georg See, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſar alt 68 Jahre, 11 Mon. und 7 Tage, 7 den 18. d. M Maria Dorothea Feiſt, des weiland hieſigen Bürgen und Taglöhners Wilhelm Feiſt nachgelaſſenes eheliche Töchterchen, alt 6 Jahre und 7 Monate, 5 den 20. d. M. Johann Caspar Engel, des weiland hieſigen Büͤrgerl und Metzgermeiſters Joh. Jakob Engel nachgelaſſenen ehelich lediger Sohn, alt 35 Jahre, 7 Monate und 25 Tage, 1 den 22. d. M. Heinrich Mühling, des hieſigen Bürgers und Fuhrmann Georg Mübling eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr, bi Monate und 8 Tage, fu den 24. d. M. Eine todtgeborne Tochter, geb. den 30. d. M. Magdalena Katharina Philippi, 24. Sonntagsſchule zu Friedberg. Den Intereſſenten dient zur Nachricht, daß die Sonn tagsſchule zu Friedberg wieder ihren Anfang genommen hal! und in dem gewöhnlichen Lokale gehalten wird. Friedberg den 4. November 1844. g Ph. Dieffenbach. 4 en* ſüberg der Ketd Der gekannt! eine Tochter, Margaretha Eliſabetha, geb. den 30. Ses 1130) Monte 1 Dem hieſigen Bürger und Wagenmeiſter Johann Hen un Regine Chriſtiane, geb. Aa 7. d. M.. Dem hieſigen Bürger nnd Uhrmacher Chriſtian Fri, N Hofraitbe“ 5 Montag den olg ſeine, an Sime in der Judengasse 9 Dem hieſigen Burger und Metzgermeiſter Heinrich Seh 1 im 10 Ur, gbend in Wohndaus, Siſteigern und dei ar ſich den Zuschlag er! jedberg den 4. 1 Der Gr G Ve A8 Wee Vormittags um 11 hause das dem Aug Gemarkung Sodel ag 1845 ſeibfallig un 1 Hube und 2. lunderweite 12 Jah. berpachtet werden. Friedberg den Der 6 Bekan 5 Montag tags um halb 111 Ibauſe das Reinige Stadt für das Ja rung des Brennols achtwache für dae ſſcc an Wenigſinet Friedberg den Der Bekan 00432) Monta tags um 11 Uhr dus Einkommen 7 1 Utterwaage, waage für das Jah tenden berpachte griedberg den Der 1 Ailgemeine Ren 55) Es wird b gebracht, 1 Nennen er I N Lekanntmachungen von Be⸗ hörden. Bekanntmachung. 419) Montag den 11. Nov. J. J., Vor⸗ tags um 11 Ubr, ſoll in hieſigem Rath⸗ boiſe der dem vereinigten Armenfond hieſiger Sadt zuſtehende, am Eichelbof und an Cas— pu Staubi gelegene Baum-, Grab und Gras— gyten, ohngefähr 1% Morgen haltend, blos u Bauplaͤtzen öffentlich meiſtbietend verſtei— get werden. Auch ſoll dem Käufer zugleich di eine Rutbe breite Almeie an der Stadt— muer und die Stadtmauer ſelbſt im Anſchlags— ppiſe überlaſſen werden. Friedberg den 30. Oktober 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. 43 Montag den 11. d. M., Nachmit⸗ is um 2 Ubr, ſoll in der hieſigen Stadt⸗— küche, die auf die Orgeltribüne führende, noch ſehe gute, eichene Treppe öffentlich meiſtbie— ted verſteigert werden. Friedberg den 3. November 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri tz Hofraithe-⸗Verſteigerung. 436) Montag den 18. November, Vor⸗ tags um 10 Uhr, will der Gartenſchüͤtz Mlp ſeine, an Simon Lindheimer und Grö— de in der Judengaſſe gelegene, Hofraithe, be— ſctend in Wohnbaus, öffentlich meiſtbietend bdeſteigern und bei annehmbarem Gebote ſo— glich den Zuſchlag ertbeilen laſſen. Friedberg den 4. November 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fr i tz. Gut- Verpachtung. 1438) Montag den 18. November l. J., rmittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rath⸗ ba ſe das dem Auguſtiner Schulfond in der Gimarkung Södel zuſtehende und auf Petri— 4 1845 leihfällig werdende Gut, beſtehend in 1 Hube und 2½ Morgen Ackerland auf am erweite 12 Jahre öffentlich meiſtbietend bewachtet werden. Friedberg den 3. November 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. 4510 Montag den 25. d. M., Vormit⸗ dus um halb 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rath⸗ tarſe das Reinigen der Straßen in hieſiger Sadt für das Jahr 1845, ſodann die Liefe⸗ dug des Brennöls zur Straßenbeleuchtung und Pichtwache für das 1. halbe Jahr 1845, öffent⸗ le an Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 7. November 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Bekanntmachung. 1432) Montag den 25. d. M., Vormit⸗ tas um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe tu Einkommen von den Marktſtänden und del Butterwaage, ſowie auch das der Stadt— bange für das Jahr 1845 öffentlich an Meiſt⸗ lidenden verpachtet werden. Friedberg den 7. November 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. FF i licgemeine Rentenanſtalt zu Darm⸗ ſt a dt. 1433) Es wird hierdurch zur öffentlichen Venntniß gebracht, daß Herr Stadtrechner „ 355 Zöckler in Laubach zum Agenten der allge⸗ meinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſowohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. per Exemplar, empfangen werden konnen. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die— ſelben können im laufenden Jahre bis 30. November incl. abgegeben werden. Darmſtadt, am 30. September 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt. Dr. Hügel. vt. Schaffnit. Bekanntmachung. (145400 Dienſtag den 3. December d. J. Vormittags 10 Uhr, ſoll das vom 1. Januar 1845 bis dahin 1846 auf den Furſtlich Yſen— burg⸗Büdingiſchen Jagden geſchoſſen werdende Wildpret, unter den bei der Verſteigerung noch näher bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, öffentlich meiſtbietend in der Be— hauſung des Unterzeichneten verſteigert wer— den, wozu Steigluſtige einladet Büdingen den 3. November 1844. Die Fürſtlich Pſenburg-Büdingiſche Jagd⸗Caſſe- Verwaltung i Forſtaſſeſſor. Holzſaamenlieferung. (1435) Dienſtag den 3. Dezember dieſes Jahres, Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des unterzeichneten Gr. Kreisraths die Lieferung des für die einzelnen Gemein— den des hieſigen Kreiſes pro 1845 erforder— lichen Holzſaamens, beſtehend in 10 172 Pfund Fichten und 2 144—— Kiefern, 5 unter den alsdann bekannt gemacht werden— den Bedingungen, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden, wozu man Steig⸗ luſtige hierdurch einladet. Grünberg den 31. October 1844. Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Grünberg ien 424- Verſteigerung der Arbeiten zur Erbau— ung einer neuen Pfarrſcheuer in Herr— mannſtein, Kreiſes Gießen. (1456) Freitag den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſollen in dem Hauſe des Gaſtwirths Schäfer in Herrmanſtein die zur Erbauung einer neuen Pfarrſcheuer und die bei Abänderung an der Einfriedigung der Pfarr— hofraithe daſelbſt erforderlichen Arbeiten, als: 10 Maurerarbeit voranſchlagt zu 959 fl. 51 kr. 3 2) Steinhauerarbeit 103„50„ 3) Zimmerarbeit 694% 19 4) Dachdeckerarbeit 315„ 34 5) Schreinerarbeit 1952 9 6) Schloſſerarbeit 76„ 315 7) Weißbinderarbeit 134 654 8) Lieferung von 67 Bütten Kalk, 9 4 Cubklftr. Sand, öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Indem man dieſes hierdurch zur öffentli— chen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteige— rungsbedingungen in dem Bureau des Unter— zeichneten zue Einſicht offen liegen. Gießen den 4. November 1844. Der Gr. Heſſ. Provinzialbaumeiſter Mü len Soumiſſion. (1437) Die Lieferung von circa 23 Cent-⸗ ner harter Seife und des Bedarf's der Schmierſeife für die Marienſchloſſer Anſtalt pro 1845, ſoll auf dem Wege der Soummiſ— ſion, unter Vorbehalt höherer Genehmigung, an einen der Mindeſtfordernden vergeben wer—⸗ 7 7 den. Alle, welche zur Uebernahme dieſer Lle⸗ ferung Luſt haben, wollen deßwegen ihre For— derungen verſiegelt und mit der Aufſchrift „Seifelieferung“ bis längſtens Samſtags den 16. d. M. bei Gr. Zuchthaus-Direction dahier einreichen, indem Montag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr die Eröffnung der eingegangenen Soumiſſionen ſtatt finden ſoll, bei welcher alle Soumittenden oder Bevoll— mächtigte derſelben zugegen ſein können. Jeder Soumittend hat bei Einreichung der Soumiſ— ſion Proben der zu liefernden Seife vorzu— legen und ſich durch eine Beſcheinigung des betreffenden Ortsvorſtandes über ſeine Lie— ferungsfähigkeit auszuweiſen. Die Lieferungs- Bedingungen können bis zu vorgenanntem Termine bei dem Unterzeichne— ten eingeſehen werden. Marienſchloß am 4. November 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Zuchthaus⸗ Direction: Weigel, Speiſemeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (1438) Mittwoch den 13. November, des Vormittags 10 uhr, ſoll zu Fauerbach II., auf dem Vicinalwege nach Oſſenheim zu, das Klein— ſchlagen von 6 Klafter Steinen nochmals an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Fauerbach II. am 8. November 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Philippi. Verſteigerung. (1459) Dienſtag den 19. dieſes Monats, Vormittags um 10 uhr, ſoll die Lieferung des Fleiſches für die Gefangenen dahier auf das Jahr 1845, deſſen beiläufiger Bedarf aus 19 44 Centner Ochſenfleiſch, 20 9 1 Schweinefleiſch, beſteht, unter den, vor der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtverlangenden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſucht man, dieſes in ihren Gemeinden öffent— lich und mit dem Anfügen bekannt machen zu laſſen, daß jeder Steigliebhaber, bevor er mit— bietet, ſich ausweiſen muß, a) bei Lieferung des Ochſenfleiſches eine Cau— tion von 293 fl., b) bei Lieferung des Schweinefleiſches eine Caution von 60 fl., ſtellen zu konnen und dieſe in Gr. Heſſ. land⸗ ſtändiſchen Papieren zu deponiren ſind. Marienſchloß den 5. November 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Zuchthaus Direction: Weigel, Speiſemeiſter. Privat- Bekanntmachungen. Anzeige. (1415) Indem ich mich der güuͤtigen Theil nahme eines verehrlichen Publikums an dem mich, durch den Tod meines geliebten Ehe— gatten hart betroffenen Schickſal verſichert halte, mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich das von demſelben geführte Metzger— Geſchäft wie bisher fortbetreibe. Dasſelbe empfehlend, bitte ich zugleich, mir auch ferner das bisher bewieſene Wohlwollen zu bewah— ren, und das meinem ſeligen Manne ge— ſchenkte Zutrauen auf mich zu übertragen, welches ich in jeder Beziehung zu rechtfertigen und zu erhalten bemüht ſein werde. Friedberg im Oktober 1844. b Simon Immroth's Wittwe. Einige hundert junge Obſtbäumchen (142 bat zu verkaufen H. Sang J. in Fauerbach 11 An das verehrliche Publikum. Als ich am Anfange dieſes Jahres, nicht ohne bedeutende Opfer, dem Intelligenzblatte eine größere Ausdehnung gab, hoffte ich den Anſprüchen Genüge zu leiſten, welche jetzt an ſolche dem„Gemeinwohl“ gewidmete Blätter gemacht werden. Auch berechtigen mich die günſtigen Urtheile über mein Blatt, womit ich ſchon oft erfreut worden, zu der Ueber— zeugung, meine Abſicht nicht verfehlt zu haben. Nur Gegenſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes konnten bisher keine ſolche Berück⸗ ſichtigung finden, wie dies von vielen Leſern des Blattes gewünſcht wird, beſonders von ſolchen, welche wegen geſtörter Geſundheit oder vorgerückten Alters an der kirchlichen Er— bauung nur ſelten oder nie Theil nehmen können. Indeß ſcheint es nicht geeignet, der— gleichen Gegenſtände vorzugsweiſe in einem Blakte zu behandeln, deſſen verſchiedenartiger Inhalt einer erbaulichen Stimmung nicht för— derlich iſt. Um nun den bezeichneten Wünſchen ent— gegen zu kommen, bin ich geſonnen, für Ge— genſtände des religiöſen und ſittlichen Gebietes ein beſonderes Blatt erſcheinen zu laſſen, wo⸗ zu mir bereits vor einigen Jahren von höchſt— preißlichem Miniſterium des Innern und der Juſtiz die Conceſſion gnädigſt ertheilt worden und zu deſſen Herausgabe mich einige Freunde der häuslichen Erbauung in den Stand ſetzen wollen. Dieſes Blatt wird unter dem Titel: Wetterauer Sonntagsblatt, ein Beitrag zur Förderung des Reiches Gottes in Nummern, die einen halben Bogen ſtark ſind und von 14 zu 14 Tagen erſcheinen, mit dem Jahre 1845 beginnen. Noch im Laufe dieſes Jahres werde ich aber die erſten 4 Nummern als Probeblätter mit dem Intelli— genzblatte gratis ausgeben. Der Preis dieſes Blattes beträgt für das halbe Jahr 18 kr. Ich ſchließe dieſe Anzeige in der Hoffnung, von vielen Leſern mit geneigten Beſtellungen auf das„Wetterauer Sonntagsblatt“ beehrt zu werden, welche ich mir bis zum 30. Dezember d. J. franco erbitte. Friedberg im October 1844. C. Bindernagel. S Die erſte Nummer des Wetter⸗ auer Sonntagsblattes liegt dem heutigen In⸗ telligenzblatte bei. Diejenigen verehrlichen Abon⸗ nenten des Intelligenzblattes, welche nicht geſon⸗ nen find, auf das Sonntagsblatt zu abonniren, würden mir eine Gefälligkeit erzeigen, wenn ſie die vier Nummern, welche ich im Laufe dieſes Jahres dem Intelligenzblatte gratis beilegen werde, mir am Schluſſe dieſes Jahres zurück⸗ geben wollten. Der Obige. „ 356 Die erſte Abendunterhaltung (1460) des Geſangvereins findet Sonntag den 17. d. M. iin Ger lachiſchen Lokale ſtatt. Empfehlung. (IAS) Ich mache meinen geehrten Freun⸗ den und Gönnern die ergebene Anzeige, daß ich mein Kappenmacher⸗Geſchäft eröffnet habe. Ich empfehle mich daher in ausgezeichnet fei⸗ ner Arbeit von Sommer- und Winterkappen, ſowie auch von Uniform ⸗Kappen und Com⸗ mod⸗Tzako und verſpreche eine reelle und bil⸗ lige Bedienung. 5 Mina Eiler, wohnhaft bei Th. Lorenz in der Uſergaſſe. Brennereigeſchirr. (14610 Ein ſich in gutem Zuſtande befind⸗ liches, /. Ohm haltendes Brennereigeſchirr, wird zu kaufen geſucht. Von wem? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein Logis (1462) im zweiten Stocke, beſtehend in einem Wohnzimmer und zwei Nebenſtuben nebſt einer Küche ꝛc. hat zu vermiethen Frau Kath. Hanſtein. Beſten Braunſchweiger Flachs, (1463) durch meinen directen Einkauf, empfehle ich zu dem billigſten Preiſe Friedberg. M. L. Goldmann. 300 Gulden Curatelgeld (146) liegen zum Ausleihen bereit bei Glaſermeiſter Weckerling. 7300 Gulden (168) vormundſchaftliches Geld liegt bereit gegen gute gerichtliche Verſicherung zuſammen oder getrennt ausgeliehen zu werden. Friedberg den 5. November 1844. S. G. Katzenſtein. Samuel Lindheimer zun. Bekanntmachung. (1466) Ein der hieſigen Bäckerzunft ange⸗ höriges Leichentuch und eine zinnerne Kanne ſoll Donnerſtag den 14. d. M., Morgens 9 Uhr, in der Behauſuug des Herrn Gaſtwirths Schmidt dahier einer öffentlichen Verſteigerung gegen gleich baare Bezahlung ausgeſetzt werden. Friedberg den 6. November 1844. Anzeige und Empfehlung. (1467) Einem geehrten Publikum, mache ich bierdurch die ergebenſte Anzeige, daß ich Samſtag den 9. Nov. das von mir in meiner ſeitherigen Wohnung betriebene Geſchäft in das von mir von Herrn Metzgermeiſter A. Nern erkaufte und neu hergerichtete Haus, Lndwigsſtraße Nr. 12, verlege und dieſen Tag dorten verbunden mit Mehlhandlung eröffne. Es wird mein Beſtreben ſein, jedes mich Be— ehrende gut und reell zu bedienen und em⸗ pfehle mich hierdurch beßtens. Friedberg den 5. November 1844. Carl Oswald. Frankfurter Gold-Cours vom 7. November. e Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 5⁴ Rand⸗Ducaten 5 34% 20 Frankſtücke 9 25. Engliſche Souverains 11151 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 23. Sonntag nach Trinitatis den 10. November. 5(Erntedankfeſt.) Pfarramtliche Funktionen verrichtet: für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) 8 Nachmittags predigt in der Burgkirche Herr Candidat Kleberger. f Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 3— 4 Uhr, halt Herr Candidat Diefenbach II. Frucht preiſee 7. Nov. 29. Oct. 30, Oel. Gattung. Fried⸗ 1% Groß. berg Manz gerau fl. kr.] fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 7 40 820 8 Korn„ 5 50 545 520 Gerſte„ 70 5— 5 254 520 Hafer„ 9 31.3181 Polizei-Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. November 1844. 755 5 Fried⸗Buß⸗ 5 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 2 2 7 4 3 442 44 95 9 119— Lth. Lth. — Milchbrod 155 15% — Waſſerweck 16 16 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 ¼—, 16% Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch ae 15— 11— 5 1 gemäſtetes— 9— * Kühfleiſch aa 8— 168 belieie, gemsſtetes 8 278 8 Rindfleiſch ungemäftetes 71 27 „ Kalbfleiſch 9 219 „Schweinenfleiſch 11A „ Hammelfleiſch 9— 91— „ Schaaflfleiſch 7——— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12 „ Gemiſchte Wurſt 8— 81 „ Bratwurſt 15— 15 „Schwartenmagen 15— 15— „Geräucherter Speck 22— 2. „Schinken 17— 417. „ Doörrfleiſch 17— 17— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18 „ Nierenfett 19— 1181 „ Hammelsfett 151— 45— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei-Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. — Gedruckt und verlegt unter Veräantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg 0 Petreſfend: Die 1 Fohlen Am 1 Der Kreisra in ſümmtliche Ziujolge ein dem Gr. Landſta wen Darmſtadt d och eine Fohler Ich weiſe did e Nod unterſtätzen. Friedb Der 8 Einſender ligkeit zu erwe valſchreiben, ö den in der S. in gedachtem „Die a „tige Anſiedli „werden ſie s neuen Dorf, keinen Bodet „weiter hin ſiedeln wo, nach, hinlan f deß iſt die ollen Felsſ Roß, herunt 555 * 1 ) Ens, ein a zn dun Jelsbere eu cbangell brdertheing