Intelligenz-Olatt für die 8 Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, 10 die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen * und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 9. Maͤrz eins auf dem des Bürgermeiſters zu Groskarben 14 Tage lang zu Jedermanns Einſicht offen liegt. Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Btreffend: Die in der Stellvertretungs-Aſſecuranzanſtalt pro 1844 verſicherten Militärpflichtigen. Weun ſich unter den nacherwähnten, in der Stellper— trtungs⸗Aſſecuranzanſtalt für das Jahr 1843 verſicherten Pilitärpflichtigen, als: Herz Seligmann von Niederurſel, Georg Philipp Suh— rcda von Friedberg, Jacob Rullmann von Rodheim, Peter Rick von Niedermörlen, Thomas Witzel von daher, Conrad Sengel von Oſtheim, Johannes Bell von Ilbenſtadt, Georg Sriſtian Schröder von Butzbach, Johann Friedrich Preſſer ohn Büdesheim, Philipp Krausgrill von Niederweiſel, Da— oll Rothſchild von Heldenbergen, Emil Carl Joſeph Venator pon Marienſchloß, Johann Georg Neuhard von Kleinkarben, Ottfried Coſt von Petterweil, Carl Heinrich Waltz von Sidel, Carl Ernſt von Ockſtadt, Conrad Rau von Alten— ſidt, Andreas Zimmermann von Ilbenſtadt, Johann Georg Mitz von Niederwöllſtadt, Auguſtin Klein von Obererlen— dach, Paulus Anſchicks von- Münſter, Johannes Velte von Fuedberg, Johann Gottlieb Metzler von Stammheim, Hein— ich Thylmann von Florſtadt, Johann Heinrich Stoll von üderwöllſtadt, Johaun Hanſtein von Friedberg, Johannes Zorn von Fauerbach I., Caspar Scheerer von Obermörlen, Lonrad Lahm von Münſter, Eduard Langsdorf von Kirch— Zöns, Balthaſar Diehl von Steinbach, olche befinden, welche nach der vorjährigen Muſterung ge— tanben ſind, oder welche ſeitdem ein Uebel oder Gebrechen halten haben, welches ſie augenſcheinlich zum Militaͤrdienſt manglich machen würde, oder wenn einer dieſer Fälle bis un 1. April d. J. bei dem einen oder anderen dieſer Leute ihreten ſollte, ſo erwarte ich hierüber unverzügliche Anzeige. Friedberg den 6. März 1843. Küchler. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Muſterung und Conſeription für 1844 Sie haben alsbald in Ihren Gemeinden zur öffent— hen Kenntniß zu bringen, daß vom 8. d. M. an ein Lranplar der Hauptbezirksliſte auf meinem Bureau und Friedberg den 6. März 1844. Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Burgermeiſter dieſes Kreiſes.“ Betreffend: J. U. S. gegen Sophie Schmidt aus Lich, wegen Land⸗ ſtreicherei. Die bekannte lüderliche Dirne Sophie Schmidt von Lich iſt durch Einbrechung eines Gefaches aus dem Gefäng— niſſe zu Lich entwichen. Ich beauftrage Sie, nach derſelben Nachforſchung anſtellen, ſie im Betretungsfalle arretiren, und hierher bringen zu laſſen. Hungen den 2. März 1844. Folleni us. Das Großh. Heſſ. Landgericht Friedberg an die ſaͤmmtlichen Großh. Buͤrgermeiſter des Land— gerichtsbezirks. Betreffend: Die Fortführung der Grundbücher, ins beſondere die Anfer— tigung der Grundbuchsauszüge. Da alle Uebergänge von Grundeigenthum in denjen gen Gemeinden, von welchen bereits die Grundbücher lega— liſirt ſind, auf die von Ihnen nach Art. 9. des Geſetzes vom 29. Oktober 1830 zu fertigenden Grundbuchsauszüge baſirt werden, ſo ſind dieſe Auszüge mit der größten Aceu— rateſſe und Gewiſſenhaftigkeit zu ertheilen und es ſind na— mentlich nachſtehende Punkte zu beobachten: a) Sämmtliche Rubriken des Grundbuchsauszugs ſind voöl— lig übereinſtimmend mit dem Grundbuch auszufüllen und es ſind zugleich die auf den gegenüberſtehenden oder rechten Seiten derſelben einzutragenden abgelöſten und nicht abgelöſten Belaſtungen mit Angaben der Be— rechtigten in dieſen Auszügen aufzuführen. Die Pag. und Nro. der Grundſtücke müſſen durchaus deutlich ge⸗ ſchrieben ſeyn und da jeder Irrthum in dieſer Bezle— hung den Betheiligten ſpäter große Weiterungen und ſelbſt erhebliche Nachtheile veranlaſſen kann, ſo werden Sie keinen Auszug abgeben, ehe Sie ſich durch noch— N 78. malige Vergleichung mit dem Grundbuche von deſſen Richtigkeit überzeugt haben. Wo noch nicht alle Grund— laſten in den Grundbüchern eingetragen ſind, müſſen die Anszüge vor der Abgabe an die Intereſſenten dem betreffenden Großh. Steuercommiſſär vorgelegt werden, damit ſie von dieſem in jener Beziehung vervollſtändigt werden konnen. p) Es darf ſich der Grundbuchs auszug blos über die Par⸗ zellen erſtrecken, die einem und demſelben Beſitzer in dem Grundbuche zugeſchrieben ſind. c) Iſt der Uebergang von Grundeigenthum an einen an⸗ dern Beſitzer mit einer Veränderung an der Maſſe der Grundſtücke verbunden, ſo iſt dem Grundbuchsauszuge zugleich der vorgeſchriebene von einem patentiſirten Ge⸗ ometer auszufertigende Meßbrief beizuſchließen. Das Nämliche gilt, wenn ein neues Gebäude errichtet und die Fläche der Parzelle nur theilweiſe verbaut worden iſt, ſowie auch wenn Theile von Parzellen zum Weg- und Straßenbau abgetreten werden. d) Sind Grundſtücke nach der Legalſirung des Grundbuchs als ſelbſtſtändige Parzellen ermittelt worden, oder ſoll in Folge einer pflichtmäßigen Vermeſſung der Flächen— gehalt einzelner Parzellen abgeändert werden, ſo haben zugleich die betreffenden Nebenläger auf dem Meßbrief zu beſcheinigen, daß ſie gegen die Begränzung, wie ſolche der Vermeſſung zu Grunde liegt, nichts einzu— wenden hätten. Die Unterſchriften ſind von Ihnen in die— ſem Falle zu beglaubigen und iſt zu beſcheinigen, ob das betreffende Grundſtück frei oder an wen es verpfändet iſt. e) Iſt von einzelnen Berechtigten die Genehmigung zur Theilung von Lehen oder ſonſtiger belaſteten Parzellen erfolgt, ſo iſt ebenfalls die betreffende Beſcheinigung dem Grundbuchs auszuge beizuſchließen und zugleich zu merken, der wie vielte Theil der Belaſtung auf jeden Theil nach Uebereinkunft eingetragen werden ſoll.— Wir empfehlen Ihnen ſich in vorkommenden Fällen zu bemeſſen. Friedberg den 2. März 1844. Hofmann. Auflöſung des in Nr. 13 enthaltenen Rechenexempels. Der verehrliche Leſer wird beim Durchleſen des Ex— empels in Nr. 13 wol gefunden haben, daß es eigentlich aus drei Aufgaben beſteht, von denen jede beſonders gelöſt werden muß. Wir wollen die Sache einmal mit einander betrachten. Das Kapital von 3861 fl. wäre in 3 Terminen von 2 zu 2 Jahren abzutragen, und es betrüge demnach für einen Termin 1287 fl.— Nun wäre die Frage: 19 Wie viel muß der Verkäufer jetzt empfangen, damit er, wenn er das Kapital ſogleich ausleiht, nach 2 Jahren mit einfachen Zinſen zu 5% 1287 fl. hat? Wir wiſſen, daß ein Kapital von 100 fl. mit einfa⸗ chen Zinſen zu 5% in 2 Jahren 110 fl. beträgt, daß alſo für dieſe 110 fl. jetzt, wenn ſie gleich baar bezahlt werden, nur 100 fl. entrichtet werden müſſen. Darum muß für ein Kapital, das in 2 Jahren mit 1287 fl. bezahlt werden ſoll, uur ſo vielmal 100 fl. bezahlt werden, ſo vielmal man 110 fl. bezahlen muß, um 1287 fl. zu bezahlen; alſo ſo vielmal 110 in 1287 fl. enthalten ſind. Dieſe ſind aber 11 1omal darin enthalten, alſo hat man auch ſo vielmal 100“fl.— 11 emal 100 fl. ſind aber 1170 fl. 2) Wie viel muß aber für das Kapital von 1287 fl., das 4 Jahre ſtehen ſollte, jetzt baar bezahlt werden? In 4 Jahren wird bei einfachem Zins das Kapital von 100 fl. zu 120 fl. wachſen. Bezahlen wir nun nicht erſt in zwei Jahren, ſondern jetzt ſchon, ſo haben wir nur 100 fl. zu bezahlen, demnach wieder wie vorhin nur ſo viel⸗ mal 100 fl., als 120 fl. in 1287 fl. ſind. Dies ſind ſie aber 10/ amal; alſo hat man auch für das Kapital von 1287 fl. nur ſo vielmal 100 fl. zu bezahlen. Dies iſt gleich 1072 fl. 30 kr. 1 3) Wie viel muß aber der Käufer für 1287 fl., die in 6 Jahren zu bezahlen wären, jetzt bezahlen? Jetzt werden aus den nämlichen Gründen wie vorhin für 130 fl. nur 100 fl. zu bezahlen ſein; alſo für 1287 fl. ſo vielmal 100 fl., ſo vielmal wir 130 von 1287 fl. weg⸗ nehmen können. Dies können wir 9 Hsomal, darum ha⸗ ben wir ſo vielmal 100 fl. oder 990 fl.— Für das 1. Kapitalziel wären alſo zu bezahlen: 1170 fl.— kr. Die, 2. 1 1 1 1 1072„7 30„ * 1 5 1 2 990„— Zufammen 3232 fl. 30 kr. Ein Seminariſt. Anmerkung. Das Ergebniß vorſtehender Berechnung ſtimmt mit dem von den Herrn F. und Fk in Pl mitgetheilten und durch Probe be⸗ ſtätigten ganz uͤberein. Der obigen Erläuterung haben wir darum den Vor⸗ zug gegeben, weil ſie der Zeit nach uns zuerſt zu gekommen war, weil ſie ihres Verfaſſers wegen beſonders erfreulich erſchien, weil Herr F. ſeine Fragen ohne Zweifel gerne von einem Dritten beantwortet ſieht und weil die Löſung der Aufgabe ſelbſt, was ihre Deutlichkeit betrifft, gewiß nichts zu wünſchen übrig läßt. Herr F. bemerkte in einer Note zu ſeiner Berechnung, daß er grundſätzlich zunächſt einfache Zinſen habe wollen berechnen laſſen, weil man in einfachen Rechnungsarten erſt recht geübt ſein müſſe, ehe man zu zuſammengeſetzten übergehen könne und um ſo eher habe er zunächſt eine einfache Zinsberechnung aufgeben können, als bei den ge⸗ wöhnlichen Terminzahlungen die Zwiſchenzinſen ganz unbeachtet blieben. Dieſe Erfahrung iſt uns zwar fremd, aber der oben bezeichnete Grundſatz ſcheint uns richtig und wir laſſen darum nunmehr die neue Aufgabe des Herrn FE, folgen. Die Red. Ein ſehr bedeutendes Gut wurde zu 637506 fl. ver⸗ kauft und es ſollte der Kaufſchilling in 4 Terminen von je einem Jahr entrichtet werden. Wie viel hat der Käufer baar zu bezahlen, wenn ihm ein einfacher Rabatt von 5 Procent bewilligt wird. F. Unterſtützung armer Taubſtummen. Schon öfter iſt an mich die Frage gerichtet worden, was die Un⸗ terſtützung der armen Taubſtummen für einen Fortgang habe? und ich ſehe mich dadurch zu folgendem aktenmäßigen Nachweis veranlaßt. Die Summe aller bis jetzt unterzeichneten jährlichen Beiträge belauft ſich auf fl. 654— 24 kr., welche ſich nach den einzelnen Kreiſen des Landes in dieſer Weiſe vertheilen, Alsfeld 48 fl. 6 kr., Alzei 118 fl. 33 kr., Bens⸗ heim 24 fl. 56 kr., Biedenkopf 14 fl. 26 kr., Bingen 23 fl. 27 kr, Büdingen 11 fl. 30 kr., Darmſtadt 90 fl. 41 kr., Friedberg 105 fl. 20 kr., Gieſſen 45 fl. 30 kr., Grünberg 15 fl. 1 kr., Hungen 2 fl. 6 kr., Lauterbach 24 fl. 40 kr., Mainz 60 fl. 5 kr., Nidda 62 fl. 42 kr., Offenbach 6 fl. 21 kr. Die allgemeinſte Theilnahme hat die Sache im Kreiſe Alzei, Pr. Rheinheſſen, gefunden, in dem ſich faſt kein Ort beſindet, der nicht wenigſtens einige Subſcribenten zählt, ſonſt aber haben ganz beſonders die Bewohner der Städte Romrod(13 fl.), Schlitz (16 fl. 21 kr.), Zwingenberg(24 fl. 56 kr), Dar mſtadt und Beſ⸗ fungen(90 fl. 41 kr.), Friedberg(55 fl. 41 kr.), Lauterbach(2 fl. 40 kr.), Koſtheim, Nierſtein und Bodenheim(jedes 12 fl.), Nidda (28 fl.) durch zahlreiche Beiträge ihre Theilnahme für die unglücklichen Taubſtummen bewieſen. Ebenſo haben die evang. Mitglieder der Landes⸗ univerſität Gieſſen ohne Ausnahme(45 fl. 30 kr.) dem Liebeswerke ihre Aufmerkſanmkeit und Unterſtützung nicht verſagt, wie denn auch viele jü⸗ diſche Gemeindeu, z. B. in Alzei(11 fl. 4 kr.), Bingen(23 fl. 27 kr.) Darmſtadt(41 fl. 54 kr.), Rödelheim(31 fl. 45 kr.), Bönſtadt(6 fl.), Niederwöllſtadt, Aſſenheim u. Bruchenbrücken(jede 3 fl. 30 kr.) u. v. A. einen höchſt dankenswerthen wohlthätigen Sinn bewieſen haben. In mehreren Kreiſen haben die Herrn Kreisräthe wegen des im vorigen Jahre ſtattgehabten Mangels die Eröffnung der Subſcriptionsliſten bis in das Jahr 1844 verſchoben, doch iſt amtlichen Mittheilungen zufolge, baldigen— will's Gott günſtigen— Nachrichten u. A. aus den Kreiſen Bingen,) Gieſſen, Großgerau, Worms entgegenzuſehen. Von ein⸗ ) Einer inmittelſt von Hrn Kreisrath Dr. Cameſaska gemachten Anzeige zufolge betragen die im Kreiſe Bingen ſubſer. Beiträge 193 fl. 45 kr., ſo daß alſo die Aüsſtände ſich in dieſem Augenblicke noch höher als auf 300 fl. belaufen. f ö er den 4 n an Lebensberil 900 gekummuchllt horde Garten⸗Vett al Die Erben d 4350 len Montag bt A, und zwa lezleren, Aalen eſentlen? Feiſdiekenden aueſeße 1 f Toten den Zuſclag or Friedberg den 36. 5 Der Erßd 1 4 * Bekann in 80) Moddag den* n dale 11 Vun, n dhe zum Nodhaſde des tende Heſralbe, Wohnhaus nebſt Gar in der Schnurgaſſe gel Warten an Johannes. 173 Huthen Acker im Wa Mittwe, 84 Rus in Heger Gemarkung u an Georg Martin Wörkung Fauerbach II. rſteigert werden. Friedberg den 3.9 In Auftrag Gre Der Grßh. Gelaͤnde- Y E86) Montag den! m 10 Uhr, ſol in gi Ferpachtung von 1 M. ſinteren Pfingſweſde an Inn die nun verlaſene tze Tbeil, oyngefahr Ar öffentlich meiſttiet N 0 iel Friedberg den 3. Der Giß Guͤter, Jer 26) Auf freiwillige Ind g 1 Uder rei z lun Herrn Kreisräthen, Dekanen, Bürgermeiſtern ꝛc wurde gemeldet, aß zwar der größte Theil der Bewohner ihrer resp. Amtskreiſe zur Ab⸗ iſung jährlicher Beiträge von mindeſtens 30 kr. zu unbemittelt ſei, daß 3 ber nicht zu bezweifeln ſtehe, es werde bei der auf drei Jahre be— vilhgten und wahrſcheinlich mit dem Jahre 1844 allerwärts ihren Anfang ehtnenden Collecte gewiß Jeder gerne ſein Scherflein opfern.— An Collek⸗ en meiſt aus jüdiſchen Gemeinden, ſind im Jahre 1843 etwas über 80 fl., i Heſchenken ungefähr 116 fl. eingegangen. Fünf Schriften, eine Pre— zig u. ſ. w. von Hrn. Prof. Sell, eine Grabrede von Hrn. Prof. Fertſch in Abhandlung über die hebr. Sprache von Hrn. Gymnaſiallehrer Dr. Süppin Worms, eine Predigt von Hrn. Dr. Rabb. Sobernheim in Bingen an eine Confirmationshandlung von dem Unterzeichneten ſind bis jetzt un Vortheile der Taubſtummenunterſtützungskaſſe dem Drucke überlaſſen vaden; eine Capitalſumme von 1364 fl. iſt im hieſigen Mathildenſtifte ſetſenslich angelegt, etwa 120— 130 fl. ſtehen noch aus und das Lehr- el eines taubſt. Knaben, der bei H. C. Klein dahier die Schneiderpro— eſſon lernt, wird zu ½ aus der Kaſſe bezahlt. Möchten auch die Freunde zes Unternehmens, das für die Fortbildung der Taubſtummen ſo nothwen— ig iſt, ſich ſtets mehren, daß demnächſt alle aus der Anſtalt entlaſſene une Zöglinge unter den Augen ihrer zeitherigen Lehrer ſich auch für inen Lebensberuf geſchickt machen können, wie ſie ſich unter ihren Augen zur Ausrichtung ihres allgemein menſchlichen Berufes geſchickt gemacht haben. Warum dieß gerade bei den Taubſtummen ſo ſehr zu wünſchen, iſt in dem am 24. März v. J. ausgegebenen Aufrufe eines weitern auseinandergeſetzt. Mit dem Vorſtehenden verbinde ich nun die Anzeige, daß Höchſter Verordnung gemäß am 21. März d J. im hieſigen Gemeindehauſe die öffentliche Prüfung der Taubſtummen ſtattfinden wird, zu welcher ich in Auftrag Gr. Direktors der Taubſtummen-Anſtalt alle Freunde des Taub⸗ ſtummen⸗Unterrichts und Erziehungsweſens hiermit ergebenſt einlade. L. Matthias, Pfarrer, Rechner der Taubſtummen-Unterſtützungskaſſe. Milde Gaben. Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ gegangen: von Hrn. N. G. in Ockſtadt 35 kr., von mehreren Unbe⸗ kannteu 2 fl. 12 kr., von Hrn. Advokat Trapp III. 2 fl. 20 kr., von Hrn. G. R. zu B. 1 fl., von Hrn. Müller 18 kr. und von Hrn. Leh⸗ rer Biedenkapp zu Niederrosbach in der Schule geſammelt 1 fl. 30 kr. D. Red. Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. dN Garten-Verſteigerung. (B35) Die Erben des verlebten Adam Sguſter wollen Montag den 18. März l. J., Pormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rath⸗ ale 40 Ruthen Garten an Heinrich Salz— mean und 40 Ruthen Garten in der Lang— zaſe, und zwar letzteren in 2 Theilen, einer frewilligen öffentlichen Verſteigerung an den Miſtbietenden ausſetzen und bei annehmbaren Sboten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Friedberg den 26. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (2335) Montag den 18. d. M., Vormittags un haſb 11 Ubr, ſoll in hieſigem Rathhauſe du zum Nachlaſſe des Georg Lang dahier ge— hende Hofraithe, Nr. 350, beſtehend in Wohnhaus nebſt Gärtchen, an Chriſtian Briel inſer Schnurgaſſe gelegen, ſodann 41 Ruthen Girten an Johannes Zobel in der 2. Gewann, 175 Ruthen Acker im Lachenfeld an Tobias Welz Wittwe, 84 Ruthen im Kleingalgenfeld in hieſiger Gemarkung und 2 V. 37 Rth. in Hilz an Georg Martin Billaſch in der Ge— mkung Fauerbach II. öffentlich meiſtbietend daſteigert werden. zriedberg den 3. März 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Gelände- Verpachtung. 256) Montag den 18. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Mrpachtung von 1 M. 1 V. Gelände auf der bünteren Pfingſtweide auf mehrere Jahre, ſo— dann die nun verlaſſene Hinterhohl, der hin— tete Theil, ohngefähr ½ haltend, auf ein Ihr öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 3. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter Verſteigerung. 66) Auf freiwilligen Antrag des Leonhard kutz dahier ſollen Montag den 18. d. M., Jorgens halb 10 Uhr, in hieſigem Ratbhauſe üchbemerkte Güterſtücke in der Gemarkung diuerbach öffentllich meiſtbietend verſteigert ud bei annehmbaren Geboten der Zuſchlag (gleich ertheilt werden: 2 P. 3 Rth. Acker obig dem Dorheimer Pfad an Pfarrei Friedberg, 2 V. 6 Rth. auf der Töpfenkaut an Karl Berg, 3 V. 14½ Rth. am Edelspfad an Chriſt. Ulrich, 1 V. 23 Rth. unter der Judenhohle an Advokat Trapp III., 2 V. 2½ Rth. Main⸗ zer Acker obig dem Schramm ſan Karl Berg. Friedberg den 7. März 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter D Fri Garten-Verſteigerung. (267) Montag den 18. April, Vormittags halb 12 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe auf Antrag der Erben der Wilhelm Weckerling's Wittwe erboertheilungshalber 60 Ruthen Gar— ten in der 7. Gewann an Franz Ruppel einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt und dem Meiſtbietenden zugeſchlagen werden. Friedberg den 7. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Eichen-Lohrinden. (268) Dienſtag den 26. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird bei dem Freiherrlich von Franckenſtein'ſchen Rentamte dahier das auf 880 Centner geſchätzte diesjährige Ergebniß an Eichen⸗Lohrinde aus einem circa 23jäbri— gen Schlage der hieſigen Waldungen in zwei Abtheilungen verſteigert. Der Zuſchlag erfolgt, wenn der Abſchätzungs— Preis erreicht wird, ſogleich bei der Verſtei— rung. N Ockſtadt am 3 März 1844. Brömſer. Holz-Verſteigerung in dem Maibacher Gemeindewald, Revier Hochweiſel. (269) Montag den 11. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in dem hieſigen Gemeinde— wald, Diſtrikt Schleichenbach und Muhlkopf, nachſtehendes Holz, unter den bei der Ver— ſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen, meiſtbietend verſteigert werden: 1) 26 Stecken buchen Scheitholz, 2 9 1 1 Prügelholz, 30 30 5„ Stockholz, friſches, 4) 70„* 1 altes, 5) 900 Stück buchen Wellen. Die Zuſammenkunft iſt in loco Maibach. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Maibach den 4. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Bekanntmachung. (270) Montag den 18. d. M., von Nach⸗ mittags halb 3 Uhr an, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Fuhren für hieſige Stadt für das laufende Jahr, als Weg- und Beifahren des Schuttes, der Steine und des Kieſes von einer Stelle zur andern, Auswerfen des Kie— ſes an der Uſa und Beifuhr deſſelben, Aus— werfen des Sandes aus der Sandgrube und Beifuhr deſſelben, ſowie auch die Beifuhr der Steine aus dem hochgräflichen Steinbruche zu Fauerbach II zum Pflaſtern der Stadt. Friedberg den 7. Marz 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Frucht⸗Verſteigerung. (2710 Von den Fruchtvorräthen des ver— einigten Armenfonds dahier ſollen Montag den 18. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe ohngefähr 50 bis 60 Mal— ter Korn und 20 Malter Gerſte zweimalter— weiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 7. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. dN NN Privat- Bekanntmachungen. Staats-Papiere und Anle— hens-Looſe (2610 aller Art werden ge- und verkauft und wird alle beliebige Auskunft darüber er— theilt; auch werden Gemein de-Obli⸗ gationen zu pari abgegeben bei Friedberg. Samuel Lindheimer jun. Uſergaſſe. Anzeige. (272) Ich beehre mich hiermit die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich das von meinem ſeligen Vater geführte Faͤrb- und Druckerei— Geſchäft nun für meine alleinige Rechnung uͤbernommen habe. Ich werde mich eifrigſt beſtreben, alle mir zum Färben und Drucken übergebenen Waaren in Wolle, Leinen, Baum— wolle und Beiderwolle, moͤglichſt ſchnell und gut zu fertigen. 2 4 Auch habe ich mit obiger Färberei eine Sei— den-Färberei verbunden, wo ich ſeidene Stoffe, Kleider, Tücher, Hüte und Bänder 10. zu allen beliebigen Farben übernehme und reelle und billige Bedienung zuſichere. Butzbach den 7. März 1844. Lorenz Kalbfleiſch II. in der Langgaſſe neben dem neuen Schulhauſe 3 vierſpännige Wagen (278) ſind zu verkaufen. Näheres iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfahren. Guter friſcher Feld⸗ und Blumenſaamen (274) wird wieder um billigſte Preiſe verkauft bei T Lorenz Kalbfleiſch in Butzbach. Strohhuͤte (275) zum Waſchen und Verändern werden von heute an bei uns angenommen, und bit⸗ ten wir um bald gefällige Uebergabe derſelben, indem es uns ſpäter unmöglich ſeyn dürfte, damit wieder bald aufwarten zu können. J. Fürth ſeel. Erben. Deutſcher und(ewiger) Luzerner Klee⸗ ſaamen (276) iſt zu den billigſten Preiſen zu haben bei Selig mann Scheuer II. in Heldenbergen. Mobiliar-Verſteigerung. (277) Mittwoch den 13. d. M., Nachmit⸗ tags um 1 Uhr, will der Unterzeichnete im Hauſe des Schreinermeiſters Frank dahier verſchiedene Mobiliar-Gegenſtände, als Kom⸗ mode, Tiſche, Bettladen, einen großen Mehl— kaſten, einen Kleiderſchrank, einen Küchen⸗ ſchrank, einen Schreibſchrank, Stüble, einen Kochofen u. ſ. w. einer freiwilligen meiſtbie⸗ tenden Verſteigerung ausſetzen. Friedberg den 6. März 1844. Cärl Herrburg. Bekanntmachung. (278) Dienſtag den 12. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Rathhauſe zu Aſſen⸗ beim circa 15 Malter Kartoffeln, 1 Kleider— und 1 Küchenſchrank, nach vorher bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 6. März 1844. Der Gräfl. Iſ. Wächt. Domänenbote M. Jung. Fuhrmann Engel von Holzheim (279) fäbrt jeden Donnerſtag von Holzheim über Butzbach(Morgens 11 Uhr), Friedberg (Mittags 2 Uhr), Vilbel und Frankfurt und Samſtags von da zurück. Er übernimmt alle Arten von Frachtguüͤtern und kleinere Pakete mit ſtrengſter Aufmerkſamkeit. Da er ſchon mehrere Jahre dieſe Geſchäfte beſorgte, ſo be⸗ liebe man ſich wegen ſeiner Solidität in Butz⸗ bach bei allen denen, welche er ſchon bediente, zu erkundigen. Beſtellungen werden in Butz⸗— bach im Gaſthauſe zum Stern und in Fried: berg bei Hrn. Gaſtwirth Vogt übernommen. Mobilien Verſteigerung. (280) Mittwoch den 20. März l. J., des Vormittags 10 Uhr, ſollen im Schulhauſe zu Ruppertsburg die nachgelaſſenen Bücher des daſelbſt verſtorbenen Lehrers Zimmermann und ein vor 3 Jahren von Vierheller in Darm— ſtadt neu erbautes, ſehr gut erhaltenes Forte— Piano einer öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt werden, was man hiereurch zur Kennt— niß der Steigliebhaber bringt. Für die Wittwe G. L. Schultheis. Mein Beſoldungsſtück (2810 am langen Weiher(Grabland mit Obſtbäumen) bin ich geſonnen einzeln oder im Ganzen für meine Lebzeit zu verpachten. Darauf Reflectirende können bei mir jederzeit die Bedingungen vernehmen. Friedberg. J. G. Meyer, penſionirter Kanzleidiener. * 80*. 5 Zur Nachricht. (282) Bei der am 22. Februar 1844 zu Hungen erfolgten Ansſpielung der dem Unter⸗ zeichneten gehörigen Meubles haben die Num⸗ mern 12, 16, 31, 69, 76 die Gewinnſte erhalten. Konrad Kohlheier, Schreinermeiſter. Ein ſiebenfähriges Pferd, (28) zum Reiten beſonders tauglich, iſt zu verkaufen. Die Exped. d. Bl. ſagt bei wem. Naſſau⸗Uſinger Eiſen und Achſen, (280 für deren Güte wir garantiren, ſind in großer Auswahl vorräthig und verkaufen billigſt Gebrüder Grödel. Anzeige. (285) Ein vollſtändiges Pferde-Geſchirr, noch in gutem Zuſtande, iſt zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilen Gebr. Ullmann in Petterweil. Wohnungs- Veränderung. (286) Meinen geehrten Freunden mache ich die ſchuͤldige Anzeige, daß ich meine bisherige Wohnung verlaſſen und eine bei Herrn Schuh⸗ machermeiſter P. Gros in der Kirchgaſſe be⸗ zogen habe. Zugleich empfehle ich mich, mit Bezug auf meine Bekanntmachung in Nr. 25 des Int.⸗Bl. vom Jahr 1841, in Fertigung von neuen ſowie Reparatur-Arbeiten zu den billigſten Preiſen und ſehe geneigten Aufträgen entgegen. Friedberg. Peter Roth, Küfermeiſter. Theater in Friedberg. Letzte Vorſtellung Sonntag den 10. März: nige (287 oder: f Das bemooſte Haupt. Luſtſpiel in 4 Akten von R. Benedix, Ver⸗ faſſer des Doctor Wespe. 0 Zum Schluß: Der Abſchied von Friedberg. Der Anfang iſt Punkt 7 Uhr. 1ſter Platz 24 kr.— 2ter Platz 12 kr.— Zter Platz 6 kr. Schauplatz im Saale des Hrn. Mann. Ergebenſt ladet ein A. Ellwanger. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Der Wunderdoctor oder ſichere und ſchnelle Heilung der meiſten Krankheiten ohne Arzt durch Befolgung der Naturwinke und Be— nutzung einfacher oder bisher geheim gehal— tener Heilmittel, herausgegeben von einem Menſchenfreunde. 54 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 7. März f.. kr Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke N 9 55½ Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9 27 Engliſche Souverains 11 55 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Oculi den 10. März. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche; Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche Herr Candidat Eberwein. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags un 3 Uhr, hält Herr Candidat Wü ſt. 8 Frucht preife 7. März 1. März 27. Feb. Gattung. Fried⸗ f Groß berg Mainz gerau fl. kr, fle; kr. fl. Waizen pr. Malter 10 30 957 10— Korn„„ 7 0 Gerſte„ 5 5 30 6541 6 30 ee 75 31201 4— 1 3140 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 16. März 1844. 2 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod⸗-Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3—1 342 2 7 7 6 44„ 7 12 12 Lth. Eth. — Milchbrod 14 1 4 — Waſſerweck 14% 1 5 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 157% Fleiſch-Preiſe. pf 5 1 Ochſenfleiſch 0 5 5 12 „ gemäſtetes 0 101 „Kühfleiſch ſangemäſttes 9— 9— gez geg gemäſtetes 10— 10— „ Rindfeiſch ungemäſtetes, 8383 „ Kalbfleiſch 8 7 „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hanmmellleiſch 10— 10 „ Schaaflleiſch 7——— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14 „Gemiſchte Wurſt 101— 10— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 221— 22— „Schinken 19— 19— „ Dörrfleiſch 19— 19— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 21— 21— „ Hammelcsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. „Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. f Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Folleni us. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Amt Der 0 Klelörath 1 80 die Gr. Bürgel 5 itommiſſäre elrtſtead: Die Vora 7 ſes Friede Ulle Bezugn Ihren in No. 42 f. 35, von 1837, 1 Da dee Ftuerddſt ahmen. 0 f Biunen 0 W dutgegen. Friedberg ——— Auszüge at Auszug aus IIV. Namens u bon dem Hauptmann fakt angenommrnen nen„von Gehren, Tchelbach, künftg den 8 „VV. Dienſna⸗ Afnitdennnchmer Adam Nederwoörlen nach Groß Nedermürlen; der Nef kann aus Umfaadt zur Tame zu Steinheim u. u Caſſer der Sal Ferpcditor b. d. Min Ferktät Achen, zum * e e damte der Rhein Aan Jenin 1 benden Brücke de