Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 8. Mai Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1844. In dem hieſigen Kreiſe wird die diesjährige Muſterung, keſo. Loosziehung, am 14.—20. Juni d. J. vorgenommen. Am 14. Juni l. J., Morgens präcis ½8 Uhr, wen die Gr. Bürgermeiſter mit den Conſerintiondyflichtiaen ſit einzufinden aus den Bürgermeiſtereien: Altenſtadt, Bönſtadt, Büͤͤdesheim, Aſſenheim, Bruchenbrücken, Fauerbach I., Beienheim, Burggräfenrod, Fauerbach II., Bodenrod, Butzbach, Florſtadt. Au 15. Juni l. J., Morgens präcis ½8 Uhr, desgl. Friedberg, Hochweiſel, Höchſt, Großkarben, Holzhauſen, Ilbenſtadt. Heldenbergen, n 17. Juni l. J., Morgens präcis ½8 Uhr, desgl. Kaichen, Melbach, Niederrosbach, Kirchgöns, Münſter, Niederurſel, Kleinkarben, Niedereſchbach, Niederweiſel, Langenhain, Niedermörlen, Niederwöllſtadt. Maibach, Au 18. Juni l. J., Morgens präcis ½8 Uhr, desgl. Oberau, Oberrosbach, Oſtheim, Obererlenbach, Oberwöllſtadt, Petterweil, Obereſchbach, Ockſtadt, Pohlgöns, Okarben, Oppershofen, Rendel. Obermörlen, Oſſenheim, um 19. Juni l. J., Morgens präcis ½8 Uhr, desgl. Rockenberg, Stammheim, Steinfurt, Rodenbach, Södel, Vilbel, Rodheim, Steinbach, Wickſtadt. Rödelheim, Die Prüfung der Excapitulanten, welche ſich zum Ein⸗ hen gemeldet haben, erfolgt ſtets an dem Tage, an wel⸗ gem die Conſcriptionspflichtigen ihres Ortes gemuſtert wer— den, und zwar vor acht Uhr, weßhalb ſie ſich frühzeitig ein— zufinden haben. Die Entſcheidung über die Depotanſpruͤche, wobei die Depotanſprechenden ſich gleichzeitig unfehlbar ein— zufinden haben, erfolgt jedesmal nach beendigter Muſterung. . Am 20. Juni l. J. wird ſodann von den ſämmtlichen Conſcriptionspflichtigen das Loos gezogen und haben ſich die Großh. Bürgermeiſter ꝛc. mit den Conſcriptionspflich⸗ tigen präcis halb 8 Uhr Morgens dahier einzufinden. Sie werden die Militärpflichtigen und ſich zum Ein⸗ ſtehen ſchon gemeldet habenden Excapitulanten Ihrer Buͤr⸗ germeiſtereien alsbald um ſich verſammeln, ſie von dieſen Anordnungen in Kenntniß ſetzen, ſich um deren Verhältniſſe Schwrrdebaren Fehlern und Gebrechen, den Beſtimmungen im§. 10 Ziffer 6 und im F. 127 der Verordnung vom 30. April 1831 vollſtändig Genüge zu leiſten. Als vorzügliche Mittel zum Erweis dieſer oben be— nannten und andrer im Reglement vom 22. April 1834 (Regierungsblatt Nro. 42 von 1834) näher bezeichneten nicht erkennbaren Uebel gebe ich auch hier an: u) Beſcheinigung der Phyſikatsͤrzte oder derjenigen Aerzte, welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, wenn letztere an Uebeln zu leiden angeben, die eine Folge überſtan⸗ dener Krankheiten oder Verletzungen ſein ſollen; p) Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unter— richt der Militärpflichtige genoſſen hat, jedoch wird hier, ſo wie bei allen andern Zeugniſſen dieſer Art, er— fordert, daß ſie ſich genau darüber ausſprechen, zu welcher Zeit der Militärpflichtige an dem betreffenden Uebel gelitten hat, und ob es Ausſteller bekannt ſeie, daß daſſelbe noch jetzt(zur Zeit der Muſterung) fort— daure; c) Zeugniſſe der Bürgermeiſter und Gemeinderäthe, wobei zu bemerken iſt, daß, wenn dergleichen nur von einzel⸗ nen Mitgliedern und nicht von der, zu einem geſetzli⸗ chen Beſchluß des Gemeinderaths(nach Vorſchrift der Gemeindeordnung) erforderlichen Anzahl derſelben, aus— geſtellt ſind, dieſelben nur dann volle Gultigkeit haben, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt wurden; d) Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bis— herigen oder früheren Dienſt- oder Lehrherrn, Meiſter ꝛc. des Dienſtpflichtigen.— Es wird denſelben aber nur dann Beweiskraft beigelegt, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt worden ſind. Da, wo Ihnen die Fehler und Gebrechen ſchon be— kannt ſind oder bei dem Erſcheinen der Militärpflichtigen bekannt werden, haben Sie ſelbſt ohne Anzeige dieſer dahin zu wirken, daß die erforderlichen Zeugniſſe bis zur Muſte⸗ rung erbracht werden.— Ihre amtliche Thätigkeit wird aber in noch größerem Maaße in Anſpruch genommen, wenn ſich die Untauglichkeit auf Geiſtesſchwäche, Taubſtummheit und ähnliche Uebel gründet, die vorausſetzen laſſen, daß den daran leidenden Individuen die Kenntniß der beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften ermangele. 12 Kein Militärpflichtiger kann ſich durch einen Bevoll⸗ mächtigten, welcher Art er auch ſeie, für tauglich erklären laſſen; er muß in Selbſtperſon erſcheinen, inſofern er ſich nicht dem im Artikel 43 des Recrutirungsgeſetzes ausge⸗ ſprochenen Nachtheile des Erſtmarſchirens ausſetzen will.— Von der Verbindlichkeit ſelbſt zu erſcheinen ſind allein die— jenigen ausgenommen, welche entweder durch gehörig Be⸗ vollmächtigte oder durch ihre Eltern, Großeltern, volljährige Geſchwiſter, oder durch ihre Vormünder bei der Muſterung erklären laſſen, daß ſie ſich beim Militärdienſt vertreten laſſen würden. Dieſe Erklärung geſchieht am Sicherſten mittelſt Vorzeigung der von der Großh. Staatsaſſekuranz⸗ anſtalt erhaltenen Verſicherungsurkunde. Friedberg am 30. April 1844. J. tz Krach, Gr. Kr.⸗Sekr. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1844. Nee finden. Den 10. Juni werden die Conſcripti ichti aus folgenden Orten: di eee 10 Bellersheim, 2) Bettenhauſen, 3) Birklar, 4) Dorf⸗ gill, 5) Eberſtadt, 6) Einartshauſen, 7) 5 8) Freienſeen, 9) Gambach, 10) Gonterskirchen, 11) Griedel, 12) Grüningen, 13) Hattenrod, 14) Holzheim, 15) Hungen, 16) Juheiden, 17) Langsdorf, 18) Larden⸗ bach mit Solms Ilsdorf, 19) Laubach, den 11. Juni 20) Lich, 21) Münſter, 22) Münzenberg, 23) Muſchen⸗ heim, 24) Niederbeſſingen, 25) Nonnenroth, 26) Ober⸗ beſſingen, 27) Obbornhofen, 28) Oberhörgern, 29) Röth— ges, 30) Ruppertsburg, 31) Traishorloff, 32) Trais— münzenberg, 33) Utphe, 34) Villingen, 35) Weckesheim 36) Wohnbach, 37) Wetterfeld, 38) Woͤlfersheim i gemuſtert und haben ſich daher die Großh. Bürgermeiſter mit den Conſcriptionspflichtigen auf die bezeichneten Tage jedesmal Morgens präeis halb 8 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ hauſe zur Muſterung einzufinden. 5 N Die Loosziehung erfolgt den 12. Juni, zu welche ſich ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter mit den eien pflichtigen Morgens um dieſelbe Zeit einzufinden haben. Ich bemerke Ihnen hierbei: a) Die Entſcheidung über die Depotanſprüche ſoll jedes— mal nach beendigter Muſterung ertheilt werden, es hüben dich daher diejenigen Militärpflichtigen, fur welche das Depot angeſprochen wird, mit den betreffenden Bürgermeiſtern zur Hand zu halten. r 142*. 9 1 f p) Ebenso ſoll gleich nach beendigter Muſterung das Er⸗ Won* 10. de kenntniß der Aerzte über die von den Militärpflichti⸗ geb Culunh, gen angegebenen Fehler dieſen Militärpflichtigen be⸗.ag en Se kannt gemacht werden, wobei ebenfalls die Gegeuwart eus ch der betreffenden Großh. Bürgermeiſter nothwendig iſt,, den gu 11 damit ſie die Einträge in die Liſten zu machen im] A. de„ Eon, Stande ſind. 5 Tech urge c) Hinſichtlich der Zeugniſſe, welche die, an ſinnlich nicht A, De gohanm gte wahrnehmbaren Fehlern und Gebrechen leiden, 1170 Febr. 1 den Conſcriptionspflichtigen beizubringen haben, ver weiſe ich auf die beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften und insbeſondere auf den§. 127 der Verordnung von 30. April 1831, ſowie auf das Ausſchreiben des Re crutirungs-Commiſfars vom 20. Mai 1836, wornach Beſcheinigungen der Phyſicatsärzte oder derjenigen Aerzte welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unterricht der Militärpflichtige genoſſen hat, Zeugniſſe der Bürgen meiſter und Gemeinderäthe, Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bisherigen oder früheren Dienſt⸗ oder Lehrherrn, Meiſtern ꝛc. des Dienſtpflich⸗ tigen, beizubringen ſind. Ich mache die Großh. Bürgermeiſter hierauf be⸗ ſonders aufmerkſam und fordere Sie auf, die etwa nöthigen Verſtändigungen eintreten zu laſſen und mit der größten Pünktlichkeit hierbei zu verſahren. d). Die Prüfung der Excapitulanten⸗Einſteher wird jedesmal an dem Tage, an welchem die Conſcriptions⸗ pflichtigen ihres Orts gemuſtert werden, ſogleich nach beendigtem Muſterungs-Geſchäft vorgenommen. Hier⸗ g hümich ran Mmachermeiſters. alt 1 Men 10. Ottilie Jochem, Georg Jochen Mon. und 205 10 Eliſabecha Ech Wiceln Schu und 9 Mon, 1% Aula Katharine Aeuntmachum horde Edietel (25) Der ate nd bon Friedberg d nach ſind die Einſteher genau zu inſtruiren, damit ſie nicht auf unrichtige Tage hierher kommen und abge⸗ wieſen werden muͤſſen. Sämmtliche Einſteher muͤſſen ihre Anmeldungsſcheine vorzeigen, ohne welche ihre ee enge a 1 2 Pil flichtige, inſofern ſie ni ſchon durch das Geſetz von 55 e e bei der Muſterung eximirt ſind oder von dem Rekruti⸗ rungs⸗Commiſſär im Laufe der Muſterung definitiv entlaſſen oder bis zur nächſten Muſterung verwieſen werden, müſſen mit den Großh. Bürgermeiſtern, wie ſchon oben bemerkt wurde, den 12. Juni, Morgens präcis um halb 8 Uhr, zum Looſen ſich einſtellen. Ueber alle in dieſem Schreiben enthaltenen Punkte haben Sie ſogleich die erforderliche Bekanntmachung zu er⸗ laſſeu und über den Empfang dieſes Schreibens und die Vollziehung meiner Aufträge binnen 8 Tagen zu berichten. Hungen den 29. April 1844. 10 Follenius. Kirchenbuchs-Auszuͤge vom Maͤrz 1844. I. Laubach. Getraute: Keine. Getaufte: 0 3. Dem Bürger und Kaufmann Johann David Möll eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 8. Febr. 17. Dem Bürger und Ackermann Friedrich Chriſtian Jochem ein Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 24. Febr. 17. Dem Bürger und Weißgerbermeiſter Johannes Rohn— ſtadt II. eine Tochter, Maria Margarethe Wilhelmine Auguſte, geb. den 22. Febr. 5 ö 17. Dem Bürger und Maurermeiſter Chriſtian Seitz II. ein Sohn, Friedrich, geb. den 21. Febr. erden aufgefordert, cher curatoriſch bet, Reiß binnen Monch uuzeigen, als out 80 hanten Verwandten g ehe des Abwe dilch fur von de 0 em, erst nugwbeßhc wer eizenthumlich e ötiedberg den 2 diet a n Echuldenweſen! hausen betreffend I) Jerderungen digen des Joſeph Kat in welchen Gr. Hofg ſſſen den förmlächen ſiſt, ſind ſogewiß in! mittags 9 Ubr, ante Agen und zu begrün i Maſse ausgeſchle und bemerkt, daß da u Bezahlung der J ſeicht, weßhalh die amal auf theilweiſ mmen. g Il richſtein den 2 Groß 7 —— 17 Von Anna Eliſabetha Wolf ein Sohn, Chriſtian Auguſt, geb. den 14. Febr. 18 Sr. Erlaucht, dem regierenden Herrn Grafen zu Solms Laubach ein Sohn, Reinhardt Rudolph Georg, geb. den 23. Febr. 2c Dem Bürger und Sattlermeiſter Konrad Palitſch eine lich Tochter, Sophie, geb. den 28. Febr. (6 2. Dem Ortsbürger in Sellnrod und hieſigen herrſchaftl. „ 143 manns Heinrich Löffler I. Ehefrau, geb. Daub, alt 69 Jahre, 2 Mon. und 3 Tage, 1 den 13. März. 23. 20. März. 24. Brenner Johannes Suppes ein Sohn, Chriſtian, geb. den 29. Febr. Beerdigte: 13. Heinrich Franz Kühn, des hieſigen Burgers und Schuh— machermeiſters Heinrich Kühn III. eheliches Söhnchen, alt 4 Mon., 7 den 10. März. 13. Ottilie Jochem, des Bürgers und Sattlermeiſters Joh. Georg Jochem eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 6 20 Tage, k den 10. Maͤrz. 14½, Eliſabetha Schmidt, des Bürgers und Ackermanns Joh. Wilhelm Schmidt eheliches Toͤchterchen, alt 3 Jahre Mon. und und 9 Mon., 1 den 12. März. 17. 10. Anna Katharina Löffler, des Bürgers und Zimmer— Auguſt Eigenbrod, Gräflicher Oeconomie- Verwalter, alt 27 Jahre, 1 Mon. und 14 Tage, erſchoß ſich den Georg Friedrich Jochem, des hieſigen Bürgers und Sattlermeiſters Johann Peter Jochem ehelicher lediger Sohn, alt 22 Jahre, 1 den 21. Marz. II. Ulrichſtein. Getraute: Keine. Getaufte: 3. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Conrad Lipp, Hofmanns Eidam, eine Tochter, Maria, geb. d. 16. Feb. Dem hieſigen Bürger und Stadtwirth Heinrich Dietz eine Tochter, Caroline, geb. am 17. Feb. 17. Ein unehelicher Sohn, Conrad, geb. am 1. März. Beerdigte: Keine. Befanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Edictalladung. 25) Der abweſende Philipp Peter Voll⸗ hard von Friedberg oder deſſen Leibeserben wurdn aufgefordert, Anſprüche an des erſteren ſethe curatoriſch verwaltetes Vermögen ſo— e ge binnen 3 Monaten, von heute an, hier anzueigen, als ſonſt daſſelbe den naͤchſten be⸗— kannen Verwandten gegen bis zum 90. Le⸗ benchrhre des Abweſenden fortdauernde und denz für von ſelbſt erloſchen zu achtende Cau— tiun, zuerſt nutznießlich, nach Ablauf jener Zeit ater eigenthümlich überlaſſen werden wird Jledberg den 22. April 1844. 5 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. Sas Schuldenweſen des Joſeph Katz von Bo—⸗ ler hauſen betreffend. (J Forderungen jeder Art an das Ver— miha des Joſeph Katz von Bobenhauſen, ge⸗ gen welchen Gr. Hofgericht der Provinz Ober— bleſen den förmlichen Concursprozeß erkannt hlit ſind ſogewiß in dem auf 28. Juni, Vor⸗ mrittegs 9 Uhr, anberaumten Termine anzu⸗ Jäger und zu begründen, widrigenfalls ſie von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Zugleich niit bemerkt, daß das vorhandene Vermögen zur Zezahlung der Pfandgläubiger nicht hin— nich, weßhalb die chirographariſchen nicht einmal auf theilweiſe Befriedigung rechnen k imen. Mrichſtein den 24. April 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß. Brück. Arbeits-Verſteigerung. 313) Die zur Vergrößerung der Reiter⸗ geme zu Butzbach erforderlichen Maurer-, Stinhauer-, Zimmer-, Dachdecker⸗, Steeiner⸗, Schloſſer-, Glaſer-, Weiß⸗ ver-, Spengler- und Pfläſterer-Ar⸗ Mien ſollen auf dem Wege der Soumiſ— iin vergeben werden, was mit dem Anfügen dcrint gemacht wird, daß die Bedingungen, Abr welchen dieſe Arbeiten vergeben werden Ulm, ſowie die hierzu gefertigten Riſſe und Winſchläge vom 6 k. M. an, auf dem Ver⸗ hatungsbureau des Garde-Reg. Chevaux⸗ lies in der Caſerne zu Butzbach und auf dem Kriegs⸗-Rechnungsbureau zu Darmſtadt eingeſehen werden können und daß die Sou— miſſionen, wozu die Formularien eben daſelbſt abgegeben werden, längſtens bis zum 10. k. M., des Vormittags um 11 Uhr, ver⸗ ſiegelt und mit der Aufſchrift des betreffenden Gewerbs verſehen, in den auf dem Verwal— tungs-Büreau zu Butzbach befindlichen verſchloſſenen Kaſten eingelegt werden. Nach Ablauf vorbemerkten Termins wer— den die Soumiſſionen eröffnet und können hierbei die Soumittenten gegenwärtig ſein. Darmſtadt den 25. April 1844. In Auftrag: Eber bart, Rech.⸗Repiſor. Bekanntmachung. (855) Nachträglich zu der Bekanntmachung vom 25. d. M. in Betreff der Vergebung der Arbeiten zur Vergrößerung der Reitercaſerne zu Butzbach durch Soumiſſion wird noch be⸗ merkt, daß in dem, auf den 10. k. M., des Vormittags um 11 Uhr, feſtgeſetzten Termin zur Eröffnung der eingegangenen Soumiſſio— nen die Soumittenten entweder in Selbſt⸗ perſon zu erſcheinen oder ſich durch Bevoll— mächtigte vertreten zu laſſen haben, indem in dem Termin ſelbſt entſchieden werden wird, ob der definitive Zuſchlag ertheilt oder ver— weigert werden ſoll. Darmſtadt am 30. April 1844. In Auftrag: RN n Rech.-Reviſor. Arbeits-Verſteigerung. (375) Die bei Herſtellung der Synagoge zu Niederwöllſtadt erforderlichen Bau- und Reparaturarbeiten, beſtehend in Maurerarbeit, verüberſchlagt zu Sandſtein- und Plattenlieferung 797 Schreinerarbeit 14 Zimmerarbeit 8 5 Weisbinderarbeit 25 ſollen Freitag den 10. Mai d. J., Nachmittags 1 Uhr, auf der Gemeindeſtube daſelbſt wenigſt— nehmend verſteigert werden.. Friedberg am 30. April 1844. 4 Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Lieferung von gebrannten Steinen. (376) Die zu dem Umbau des Stalles in der! Pfarrhofraithe zu Obereſchbach erforder— lichen 10,500 gut gebrannten Ruſſenſteine ſol— len Donnerſtag den 9. Mai d. J., Nachmit— tags 1 Uhr, bei Gaſtwirth Fritzel zu Obereſch⸗ bach anderweit in Lieferung verſteigert werden. Friedberg am 5. Mai 1844. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Hand- und Planirarbeiten. (577) Die bei dem Planiren einer circa 200 Klafter langen Strecke Vicinalwegs bei Steinfurth vorkommenden Hand- und Erd⸗ arbeiten ſollen Samſtag den 11. d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, auf der Bauſtelle in Ab— theilungen verſteigert werden. Friedberg am 5. Mai 1844. g Der Gemeinde hanmeiſter Rutbs. Verſteigerung zu Obborn⸗ hofen. (378) Montag den 13. Mai l. J. ſollen zu Obbornhofen circa 100 Centner eichen Lohrinde, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen, meiſtbietend verſteigert werden. Obbornhofen den 1. Mai 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Block Waldſtreu-Verſteigerung. (579) Freitag den 10. d. M., Morgens 8 Ubr, ſollen im Gemeindewald zu Niedermörlen im Schlag Nr. VIII. 35 Haufen, und im Schlag Nr. IX. 85 Haufen Waldſtreu, aus Moos beſtehend, ſodann 25 Stück Dornwellen öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an obengenannter Stunde zu Forſthaus Winterſtein. Niedermörlen den 4. April 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. Lohrinden Arbeits-Verſteigerung. 580) Montag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Gemeinderathhausſtube zu Fauerbach I. nachbenannte Arbeiten wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden. 1) Die Herſtellung eines Gemeindebrunnens n) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 3 fl. 9 kr. 5) Lieferung febhlerfreier Sandſteine zur Ein— faſſung des Brunnens, voranſchlagt zu 10 fl. 40 kr. 2) Die Herſtellung eines Fußbodens bei der Uhr in hieſiger Kirche, Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 14 fl. 24 kr. 3) Weißbinderarbeit in dem hieſigen Gemeinde— Schulſagal, voranſchlagt zu 25 fl. 24 kr. ** 4) Lieferung von 6 Stück ledernen Feuerei⸗ mern, voranſchlagt zu 12 fl.. Die Großh. Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, ſolches in ihren Ge⸗ meinden veröffentlichen zu laſſen. Fauerbach 1. den 3. Mai 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter er ner. Frucht ⸗Verſteigerung. (8810 Mittwoch den 15. d. M., Morgens 10 Ußr, ſollen in der Bürgermeiſterei Bel⸗ lersheim 1½ Achtel Waizen, 26 Achtel Korn, 2 Achtel Gerſte, 19 Achtel Hafer; Donnerſtag den 16. d. M., Morgens 10 Uhr, auf dem Büreau des Unterzeichneten von den Früchten zu Hungen eine Parthie Korn und Hafer, ſowie 18 Achtel Walzen, und Freitag den 17. d. M., Morgens 10 Uhr, in dem herrſchaftlichen Haus zu Wölfersheim eine Parthie Waizen, Korn und Gerſte vom Boden zu Woͤlfersheim und etwa 30 Ach⸗ tel Korn vom Boden zu Rodheim vor der Höhe öffentlich verſteigert werden. Hungen den 2. Mai 1844. Der Fürſtlich Solmſiſche Rentamtmann Kießling. Güter- Verſteigerung. (382) Dienſtag den 28. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, wollen die Erben der Jung⸗ fer Jenkel dahier ihre ſämmtlichen Güterſtücke in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II., Dorheim und Burg⸗Friedberg einer freiwil⸗ ligen öffentlichen Verſteigerung auf hieſigem Mathhauſe ausſetzen laſſen, als: 64 Ruthen Garten zwiſchen der Langgaſſe und Fauerba⸗ cher Gränze an Wilhelm Thönges, 128 Rutben Garten am vorigen Stück und Anton Burk, 147 Ruthen im Ackergarten an Friedrich Kautz, 130 Rth. im Großwarthfeld an Friedrich Kautz I., 67 Ruth. daſelbſt an Johannes Walz Jun., 92 Ruth. nale an der Pfarrei, 191 Ruth. am grunen seg an Deileich Senſtein 11 168 Ruth. bei der krummen Gaſſe an Adam Steinhäuſer, 187 Ruth. daſelbſt an Heinrich Weckers Wittwe, 131 Ruth. im Großgalgen— feld bei der Oberwöllſtädter Grenze, 95 Rth. daſelbſt an Johannes Supp auf beiden Sei⸗ ten, 241 Rth. im Kleingalgenfeld an Georg Steinhäuſer, 142 Rth. im Lachenfeld an Hein⸗ rich Kehr, 161 Rth. daſelbſt beim Kreutz an Heinrich Kehr, 163 Rth. daſelbſt am ſtumpfen Graben an Heinrich Kebr, 118 Rth. Wieſe im Strasheimerfeld an Wilhelm Schmidt, 37 Rth. Acker im Ried an Friedrich Mäuſer zu Ockſtadt, 40 Rth. am Pfaffenbrunnen an Ja⸗ cob Kuh, 9% Rth. Wieſe im Ried an Hein⸗ rich Mack III. In der Gemarkung Fauerbach II.: 3 Prtl. 29¾ Rth. in der Oſterluzei an Herrn Grafen von Solms-Rödelheim, 3 Vrtl. 19¼ Rth. daſelbſt an Wilhelm Ort, 8 Prtl. 19½ Rth. am Holderbuſch an Herrn Grafen von Solms-Rödelheim, 5 Vril. 1 Ruth. daſelbſt an demſelben, 3 Vrtl. 4 Ruth. am Edels⸗ pfad an Heinrich Sang, 3 Viertel 34½ Rth. obig dem Stedterweg am Haingraben an Heinrich Preuſer Jun., 4 Vrtl. 29 Ruth. in den Brückengärten am Hoſpital Friedberg, 4 Prtl. 18% Rth. auf dem Ringgraben an Georg Steinhäuſer, 7 Vrtl. 29 Rth. am Hir⸗ ſchenrain an die Pfarrei Fauerbach, 6 Vrtl. 39 Ruth. obig dem Höllwaſen an Graf von Solms-Rödeſheim, 3 Vril. 1½ Ruth. obig dem Diehnheimerpfad an Catharina Philippi, 3 Prtl. 8 Ruth. auf der Leimenkaut an An⸗ ton Eich Frau. In der Gemarkung Dor⸗ heim, 1 Morgen 34½ Ruthen durch den Unterweg neben Peter Fabers Wittwe und e e Lehn, 2 Prtl. 27% Ruth. am öh'ren Rain neben Anton Erd un inri Reuß Wittwe. e e 144* Die Feldſchützen ſind angewieſen den Kauf⸗ liebhabern die Güterſtücke zu zeigen. Friedberg den 5. Mai 1844. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fri tz. Holz⸗Verſteigerung in dem Maibacher Gemeindewald, Revier Hochweiſel. (883) Montag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in den Diſtrikten Mühlkopf, Haaſenberg und Backhauskopf, gachſtehende Holzſortimente, unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, meiſtbietend verſteigert werden, als: 1 5% Stecken buchen Scheitholz, 2) 3 17„ Stockholz, friſches, 30 157 5„„ e 4) 21 Stück buchen Reisholzwellen, 5) 25„ Nadelholzwellen, 6) 1300„ Ginſterwellen und 7 5„ Nadelſtämme. 5 Die Zuſammenkunft iſt in loco Maibach. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen. Maibach den 4. Mai 1844. 5 8 Der Grßh. Heſſ, Bürgermeiſter Philippi. pferde Verſteigerung. (8800 Freitag den 17. Mai l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf dem Großh. Haupt⸗ Geſtüt dahier 2 vierjährige Stuten, 1 zweijährige Stute und 1 zweijähriger Wallach. i ſowie eine in gutem Zuſtande befindliche Chaiſe öffentlich verſteigert werden. Neuulrichſtein am 29. April 1844. Der Gr. Geſtütsmeiſter Diegel. Waldſtreu-Verſteigerung. (885) Mittwoch den 15. d. M. des Vor⸗ auttaad um 9 UIbr, ſollen in dem Obermörler Gemeindewald, Diſtrikt Eichkopf und Hund⸗ ſeit, 233 Haufen Waldſtreu, aus Moss be⸗ ſtehend, öffentlich an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt mit dem Anfügen bekannt machen zu laſſen, daß der Anfang der Verſteigerung zur oben beſtimmten Stunde im Diſtrikt Eich⸗ kopf ſtattfinden ſoll. 5 Obermörlen am 1. Mai 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. NN νι Privat- Bekanntmachungen. Empfehlung, (850 Cs wird hiermit bekannt gemacht, daß ich auf der Walkmühle in Arnsburg bei Lich das Walken von wollenem Tuch, Beider— wolle und Bieber beſorge, auch eine Färberei und Druckerei, ſowie Wirthſchaft und Kram— laden daſelbſt etablirt habe und bitte, unter A οNνοι NN NN NN 2* 5 Zu feſtgeſetzten Preiſen (867) empfehle ich mein nunmehr wieder auf das Vollſtändigſte aſſortirte Lager in 2 niederländiſchen Tüchern, Bukskin, Weſtenzeugen, verſchiedenen Sommerſtoffeſ 2zu Röcken und Hoſen, Bettzeugen, Barchent u. ſ. w., ſowie ein ſchönes Aso ztiment Damen-Kleiderſtoffe, in den neueſten Deſſins, als Poil de chèvre, gedruckter Mousseline de laine, Ginghans, gedruckter Haman. A Zuſicherung reeller und billiger Bedienung ay geneigten zahlreichen Zuſpruch, mit dem merken, daß die Empfangnahme und Abgah der Färberei⸗Gegenſtände auch zu Lich in u ner ſeitherigen Wohnung und in meinem qu men durch Johannette Volz bewerkſtellg⸗ wird. a Arnsburg bei Lich den 27. April 1844 Friedrich Henzel, Färber und Drucker. Ein gutes Pferd (586) hat zu verkaufen 5 Chriſtian Reuß in Friedberg —— Literariſche Anzeigen. (887) Bei Fränkel in Oldenburg erſchiennen und bei Carl Bindernagel Friedberg vorräthig: Erheiterungen fuͤr Schullehre Herausgegeben von Georg Paſche. geh. 23 kr. Von Schiller s ſämmtlichen Werken erſcheint eine neue ſehr elegante Aut gabe in 10 Bänden auf feinem Veli papier, mit des Dichters Portrait; dieß 10 Bände in Oktav-Format erſcheinen in Laufe des Jahres 1844, koſten fl. 10. 48 fl. und werden einzeln der Band 1—9 zu je fl. der 10. Band zu fl. 1. 48 kr. berechnet. Non ausbezahlung findet nicht ſtatt, ſondern auß bei Empfang eines Bandes. Zu geneigten Aufträgen empfiehlt ſich C. Binder nagel, Zugleich bemerke ich, daß die frühere Au gabe von Schiller's ſämmtlichen Wer ken n 12 Bänden, zu 7 fl. bei mir zu haben ſſt. (888) Bei C. B. Polet in Leipzig erſchein, und iſt durch C. Bindernagel in Friedhetg zu beziehen: Neue landwirthſchaftliche Dorfzi⸗ tung mit Unterhaltungsblatt vin G. Block, 1844. Preis für 32 Nummern mit Abbildung jährlich nur 1 fl. 12 kr., ohne Unterhaltung blatt 36 kr. Dieſe durch ganz Deutſchland verbreite, überall mit ſo vielem Beifall aufgenommmz und im Preis ſo billige Zeitung erſcheint auh für das Jahr 1844 wie bisher. Da im vol gen Jahre viele Beſtellungen wegen zu ſpäln Abgabe, nicht vollſtändig gemacht werden kohl ten, ſo bittet man für dieſes Jahr die Be ſtellungen(welchen jedesmal der Namen da des Verlegers C. B. Polet in Leipzig, der Verwechſelung wegen, man beifügen wol recht zeitig zu machen. Bei reeller Bedienung die billigſten Preiſe verſprechend, ſehe ich einem zahlreichen ? Zuſpruch entgegen. Friedberg im Mai 1844. i J. C. Nagel. S N νᷓ⁰fι¹⁰αι⁰ NN NNMNNNNMNN NN N ον N Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — J gufgenammen welche dis lar — 7 Kuel an ſimmel Nachſteh Bedeutung? 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