heigen 1 18. Februar. berichtet: Bure * Argkirche; N 2 Durgkirche: ann. auttags um Intelligenz-Olatt fur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen in die Gr. Heſſ. resp. Füuͤrſtl. und Gräfl. Solmſ. Burgermeiſter und die Kirchen- und Ortsſchulvorſtaͤnde dieſer Kreiſe. Zetreffend: Die zu veranſtaltende neue Ausgabe des Hof⸗ und Staats⸗ handbuchs des Großherzogthums Heſſen. Nach höchſter Anordnung ſoll ungeſäumt eine neue Iusgabe des Hof- und Staats-Handbuchs für das Groß— erzogthum Heſſen veranſtaltet werden, mit deſſen Redaktion er Gr. Archivar Rabenau zu Darmſtadt beauftragt worden. Vir weiſen Sie daher an, nicht nur die Ihnen desfalls ron uns überſandten Formulare der beigegebenen Vorſchrift zemäß auf das Pünktlichſte auszufüllen und binnen 8 Tagen inzuſenden, ſondern auch alle unmittelbar von gedachtem Zr. Archivar Rabenau Ihnen zugehenden Aufträge ſchleu— nigſt und mit aller Sorgfalt zu erledigen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 28. Januar 1844. Küchler. Ouvrier. Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg betreffend: J. U. S. gegen Heinrich Kretſchmar von Atzenhaln und Cartharina Eliſabetha Schmitt von Bobenhauſen wegen Vagirens. Ich weiſe Sie an, auf die Eliſabetha Schmitt von Zobenhauſen zu invigiliren, ſie im Betretungsfalle arxetiren ind anher einliefern zu laſſen. Grünberg den 1. Februar 1844. Ou vrie r. Oeffentliche Nachricht. Zetreffend: Die Prüfung der Baubandwerker im Baubezirk Friedberg. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, naß die Prüfungen für die Bauhandwerker, welche Meiſter werden wollen, am 4. März, 3. Juni, 5. Angnſt und 4. November d. J. auf dem hieſigen Rathhanſe ſtattfinden. Friedberg den 3. Februar 1844. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Das Großh. Heſſ. Landgericht Gruͤnberg an die ſaͤmmtlichen Großh. Buͤrgermeiſter des Land⸗ gerichtsbezirks. Betreffend: Das Abhalten von Verſteigerungen durch die Großherzogl. Blürgermeiſter. Die den Gr. Bürgermeiſter ineſtrutionsmäßig zukom⸗ menden Verſteigerungen von Liegenſchaften und Mobilien mögen ſie nun freiwillige oder zwangsweiſe ſein, werden da, wo keine Rathhäuſer ſind, am füglichſten und paſſend— ſten in die Schullocalen zu einer Tageszeit vollzogen, wo keine Schulſtunden gehalten werden. Sollten aber auch ausnahmsweiſe Verſteigerungen in den Wirthshäuſer vorgenommen werden müſſen, ſo darf hierzu nicht die ſpäte Abendzeit gewählt und noch weniger zugegeben werden, daß während der Verſteigerung geiſtige Getränke den Steigerern verabreicht werden. Aus Veranlaſſung verſchiedener mir zur Kenntniß ge— kommener Fälle bei welchen gelegentlich der in den ſpäteren Abendſtunden abgehaltenen Verſteigerungen von den Stei— gerern in den Wirthſchaftslocalen, die zugleich zum Ge— ſchäftszimmer benutzt wurden, bis zum Uebermaas gezecht, und hierbei nicht allein die Würde des öffentlichen Acts, ſondern auch theilweiſe die Rechtsbeſtändigkeit deſſelben be— einträchtigt worden iſt, mache ich Sie für die genaue Be— folgung dieſer Vorſchrift unter dem Anfügen hiermit verant— wortlich, daß ich jede Uebertretung derſelben nur ungerne aber unnachſichtlich ahnden werde. Grünberg am 27. Januar 1844. Welcker. Daſſelbe an Dieſelben. Betreffend: Das Bezirksbotenweſen im Kreiſe Grünberg. Da alle in Sachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit von Ihnen anher eingeſendet werdenden Briefe, Paquete, Fragebogen u. ſ. w. im Intereſſe von Privaten nicht als Dienſtſache erſcheinen, ſo iſt jedesmal das Porto von ſolchen den Bezirksboten von Ihnen zu vergüten und auf der Adreſſe„frei“ zu bemerken. Das von Ihnen auf ſolche Weiſe verauslegte Porto haben Ihnen die Betheiligten zu erſtatten. Dagegen erſcheinen nach wie vor als Dienſtſache die Erledigungen erhaltener Auflagen, Berichte in Polizei— oder Unterſuchungsſachen, in Armen- oder milden Stiftungs⸗ ſachen u. ſ. w., was jedesmal auf der Adreſſe zu bemerken iſt. Grünberg am 27. Januar 1844. Weile Aus zuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 6. II. Bekanntmachung Großh. Rechnungskammer vom 18. Januar, die i. J. 1844 für Beſolgungs-Natura— lien zu bezahlenden Vergütung betr., wonach(s. Verord. v. 1. Febr. 1827, Reg.⸗Bl. Nr. 4) 115 fl. für je 100 fl. Naturalien zu bezahlen ſind, da aus den im Jahre 1843 vorgekommenen, hier in Rechnung zu bringenden, Verkäufen der Durchſchnittspreis eines Malters: Waizen zu 11 fl. 12 kr., Korn 8 fl. 43 kr., Gerſte 6 fl. 44 kr., Hafer 5 fl. 7 kr., folglich der mittlere Werth von 100 fl. Naturalien zu 185 fl. 55 kr. ſich ergibt. Die weitere, nach der Ver— ordnung vom 13. Oct. 1840(Reg.⸗Bl. Nr. 26) und nach dem in Nr. 36 des Reg.⸗Bl. von 1843 bekannt gemachten Tarif, als Zuſatz zu je 100 fl. Beſoldung in 1844 zu lei— ſtende Vergütung für Holz beträgt 1 fl. 38 kr.— V. Die in der Gemeinde Odernheim, Kreiſes Al— zey, ſeit einiger Zeit ſo häufig vorkommenden Brandſch ä— den berechtigen zu der Vermuthung, daß in derſelben min— deſtens eine mit den Intereſſen der Brandverſicherungsan— ſtalt, ſowie mit der Beruhigung des Publikums unverträg— liche Fahrläſſigkeit in Bezug auf Feuersgefahr obwalte. In Folge höchſter Ermächtigung wird daher, in Anwendung des Art. 10 des Geſetzes vom 21. Febr. 1824, durch Gr. Kreisrath zu Alzey verfügt, daß von nun an bei ferner in der Gemeinde Odernheim ſich ereignenden Feuersbrünſten die Brandſchäden nur nach dem wahren Werthe, welchen das abgebrannte oder beſchädigte Gebäude unmittelbar vor dem Brande hatte, vergütet werden ſollen. Es wird dabei zugleich bemerkt, daß zu dem Ende eine neue Abſchätzung der Gebäude nach ihrem wahren Werthe, demnach alſo nicht nach ihrem Bauwerthe, und die Errichtung neuer Brand— kataſter ohne Verzug vorgenommen werden wird.— VI. Promotionen auf Grßh. Landesuniverſität: Von der mediciniſchen Facultät erhielten die Doctorwürde in der geſammten Heilkunde: am 3. Juni 1843 Richard Dieffenbach aus Friedberg; am 26. H. Ph. Orth aus Griesheim, am 20. Juli Guſt. Friedrich Langheinz aus Darmſtadt; am 30. Georg Eichhorn; am 11. Aug. Auguſt Le Roux aus Mainz; am 15. Carl Laiſt aus Oppen⸗ heim; am 25. Ferd. Klein aus Gießen; am 12. Septbr. Ludwig Neuenhagen aus Umſtadt; am 23. Nikolaus Kubin aus Dieburg, Friedrich Alefeld aus Niedermodau; am 12. Oct. Wilhelm Wagner aus Rimbach.— VII. Dienſt nachrichten: Am 12. Januar wurde der Aſſeſſor mit Stimme bei dem Landgerichte zu Seligen⸗ ſtadt, Gotz, an das Landgericht Großgerau, der. Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte zu Fürth, Snell, an das Landgericht Seligenſtadt und der Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Schlitz. Dr. Muͤller, an das Landgericht Fürth verſetzt, ſodann der Hfg.⸗Secret.⸗Acceſſiſt Geiſt aus Nidda zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgericht zu Schlitz „ 42 . und der Hofg.⸗Secret.⸗Acceſſiſt Dr. Seitz aus Nidda zum Aſſeſſor m. St. bei dem Stadtgerichte Gießen ernannt; der von dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach auf die 2. evang. Pfarr-Stelle zu Laubach präſenticte evang. Pfarrer Zöckler zu Freienſeen für dieſe Stelle beſtätigt, dem Schullehrer Hirſchmann zu Biebelsheim die 2. evang. Schullehreſtelle zu Sprendlingen(Kr. Bingen), übertragen, ſowie der von dem Herrn Fürſten zu Löwenſtein und dem Hrn. Grafen zu Erbach-Schönberg auf die neu errichtete 2. evang. Schullehrerſtelle zu Neuſtadt präſentirte Schul— vicar Munz zu Reichenbach für dieſe Stelle beſtätigt; am 18. dem Schulvicar Kaiſer zu Atzenhain, die evang. Schul— lehrerſtelle daſelbſt übertragen; am 19. dem Schullehrer Hoffmann zu Asbach das Patent als Geometer 3. Cl. für den Kr. Dieburg; am 22. dem Heinrich v. Touſſaint aus Michelſtadt das Patent als Geometer 2. Cl. für den L. Bez. Erbach ertheilt.— VIII. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 10. Jan. der Steuercommiſſaͤr Gros zu Oſthofen; am 16. der Oberfinanzrath Hertel dahier: am 17. der Schullehrer Scharvogel zu Hackenheim, und am 18. der Schullehrer Buſch zu Kleinwinternheim.— IX. Concurrenz für: die Stelle eines Steuercom, miſſärs zu Oſthofen mit der etatsmäßigen Beſoldung(Con currenz binnen drei Wochen bei Großh. Oberfinanzkammer 1. Sect.) die evang. Schullehrerſtelle in Altenburg, Kr. Alsfeld, mit jährlich 290 fl. 29 kr.(Präſentation der Fh, v. Riedeſel zu Eiſenbach); die 1. Schullehrerſtelle zu Stein, bach, L. Bez. Erbach, mit 330 fl., nebſt 24 fl. für Heizung des Schullocals(Präſentation des Hrn. Grafen zu Erbach— Fürſtenau); die Schullehrerſtelle an der neu errichteten iſrae⸗ litiſchen Elementarſchule zu Weiſenau, L.-Bez des Kr. Mainz, mit 155 fl. nebſt Heizung des Schullocals.— X. Geſtorben ſind: am 11. Aug. 1843 die Staate, penſionärin Wittwe des vorm. Oberſteuerboten Schlüſſel zu Niederolm; am 16. Dec. der penſ. Schullehrer Wagner zu Holzhauſen bei Gladenbach; am 19. der evang. Pfarrer Sauter zu Rothenberg; am 17. Jan. der penſ. Oberfinnanz rath Moter dahier. Volksbildung. (Cingeſendet.) (Schluß.) Noch Andere ſuchen gute Volksſchriften zu ver breiten. Entweder, daß ſie ſelbſt ſolche verfaſſen, oder daß ſie ſich in der großen Bücherwelt nach ſolchen umſehen um ſie empfehlen. In letzterem Falle befindet ſich Einſenden er möchte eine Schrift anpreiſen, welche allen Forderu gen einer guten Volksſchrift entſpricht. Was ſind aber die Forderungen einer ſolchen?— Die Sprache in einer Volks ſchrift muß anſchaulich, körnigt, die Darſtellung bilderreic und durch ſprüchwörtliche Redeweiſe belebt ſein; alles muß, ſo zu ſagen, Fleiſch und Blut haben. Der Stoff darf nich willkührlich zuſammen gewürfelt ſein, wie z. B. im Pfennig Magazin; denn das zerſtreut nur. Mit einem Wort: dal Buch muß volks faßlich ſein. Ein weſentlicher Punkt ſ die Wohlfeilheit. Warum?— Aber vor Allem, was din Volke gegeben wird, muß im chriſtlichen Geiſte behan delt ſein. Denn wir leben in der Chriſtenheit und i einem chriſtlichen Staate und unſer Volk ſoll ch riſtl it ſlbet— 4 dem Hei ebe wat Glaubtach oder„Ma, it gulen gabe 5 9 5 handler 8 lein, welch dem Leben, ſaſer hat. Grunde u Sprache 1 teu, al fange Ve tes Kuchl Blut, das in gehaltene fe mias Gothe jerdeutſch sa weiſe. Diese ſondern gen gute Volksſ Schrifcchen criſtliche Schaale, in —— Bekduntn 88) gehen lich Olterben ſenrod, haben 33/06„% 9 iu Ruppertenr berkauft, o urkundlich aut mand Cigenthl dieſes ſ. g. 6 Wochen, widrigenfalls gerichtliche Bei Gruͤnber Gr. Heß g. Pfarr berfinnar 988 5 Geiſte beh⸗ tenheit n 1 sell chriſtth gebildet werden. Heiden waren wir. Ihr waret weiland, ſagt Paulus, Finſterniß, nun aber ſeid ihr ein Licht in dem Herrn. Wer es wohl mit unſerem Volke meint, der gebe was obigen Forderungen entſpricht. Dieſes hat O. Glaubrecht gethan, dem wir eine Schrift:„die Heimkehr“ oder„Was fehlt uns?“ zu danken haben, die Einſender mit gutem Gewiſſen allen Leſern dieſer Zeilen aufs drin⸗ gendſte empfehlen mochte. Sie iſt erſchienen bei Heinrich Zimmer in Frankfurt und für 36 Kreuzer bei Herrn Buch— händler Bindernagel in Friedberg zu haben. Dieſes Büch— lein, welches 204 Seiten umfaßt, iſt eine Erzählung aus dem Leben, d. h., wie es ſich im Leben ergibt. Der Ver— faſſer hat einen geſunden Blick ins Volksleben. Aus dieſem Grunde iſt es ihm auch möglich in einer volksfaßlichen Sprache zu erzählen. Die erzählende Form in Volksſchrif— ten, glaubt Einſender, iſt auch die zweckmäßigſte. Nicht lange Predigten— aber Spieße und Nägel; nicht ein dür— res Kuochengerippe, ſondern wie oben geſagt, Fleiſch und Blut, das ins Leben des Leſers übergeht. Dabei eine keuſch gehaltene Feder und nicht wie in den Schriften des Jere— mias Gotthelf, der wohl einen guten Volksſtyl im Schwei— zerdeutſch ſchreibt, aber zu unedel iſt in ſeiner Ausdrucks— weiſe. Dieſes nennt man nicht gemeinverſtändlich(populär) ſondern gemein. Und dieſe Gemeinheit will man ja durch gute Volksſchriften verdrängen. Was aber in gedachtem Schriftchen beſonders zu rühmen iſt, iſt der geſunde chriſtliche Geiſt, welcher es durchweht. Keine äußerliche 4 43 18 gen Schriften, ſondern eine lebendige Friſche, die gewiß unſerem Volke mundet. Denn unſer Landvolk iſt noch nicht erſtorben für die Wahrheit des Chriſtenthums, wie etwa die unteren Stände in vielen Fabrikſtädten. Obſchon die sancta simplicitas(heilige Einfalt) dem Luxus an vielen Orten gewichen iſt: ſo glaubt Einſender doch, der Geſchmack des Volkes iſt noch nicht ſo verdorben, daß von ihm eine Schrift, wie die in Rede ſtehende mit Achſelzucken und Naſenrümpfen zurückgewieſen wird. Möge ſie recht viele Leſer finden und geſegnete Früchte tragen.„eee Correſpon denz. I. Eingeſandte Auffätze ꝛc., welche in das Intelligenzblatt auf— genommen werden ſollen. 1)„Altenſtadt.“ 2)„Anfrage“ betr. die Armenunterſtützung von R. in U. 3)„Wetterauer Sagen 2.“ II. Eingeſandte Aufſätze c., welche aus vorliegenden Gründen in dem Intelligenzblatte keine Aufnahme finden können. 1)„Die Blumenſprache“ von R.. in O. Ihrem„Wunſch⸗ gefühle“ kann nicht willfahrt werden.— 2)„Fatalitäten über Fatalitäten⸗ von H... r in O. Sie müßten denn ſo gefällig ſein und darthun, daß Ihre Erzählung auf einer Thatſache beruhe, in welchem Falle allein ſie von Intereſſe wäre.— 3)„Der alte Freier“ von M. in B.— Wir wol⸗ D. Red. ———— Milde Gabe u. 5 Ferner ſind für den Simoy Brauburger in Obererlenbach eingegangen: Von F. W. Hock auf der Scharmühle 1 fl. 45 kr., Schaale, in der ein tauber Kern ſitzt, wie in vielen heuti— von C. 6 kr. D. Red. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Ero elm (883) Johann Heinrich Schepp modo Hein— rich Otterbein und 8 Conſorten zu Rupper— tenrod, haben 53/106 1/7 16 Klafter Brauhaus bei der Kirche an L. Schmidt zu Ruppertenrod an Heinrich Thomas daſelbſt verkauft, ohne ſich deßhalb als Eigenthümer urkundlich ausweiſen zu können. Macht Je— mand Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an dieſes ſ. g. Brauhaus, ſo muß er ſie binnen 6 Wochen, von heute an, dahier anmelden, widrigenfalls dem abgeſchloſſenen Kaufe die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wird. Grünberg den 2. Januar 1844. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. geb. Patgcht. der Freiherrn von Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Thaler. Hofraithe-Verſteigerung. (90) In Auftrag Grßh. Heſſ. Landgerichts Friedberg ſoll Dienſtag den 5. März d. J., Vormittags 10 Uhr, das von Joh. Klein III. erſt vor 2 Jahren neu erbaute Wohnhaus auf dem Bürgermeiſterei-Bureau dahier meiſtbie— tend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 20. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Edictal ladung. (1120 In dem Hypothekenbuche von Nieder— roß bach befindet ſich ein Eintrag, wonach Kon— rad Schneiders Wittwe von da, am 15. May 1822 bei Schuhmacher Nikolaus Lang zu Born⸗ heim 250 fl. gegen Verpfändung von 12 Grund— ſtücken aufgenommen. Die Erben der Wittwe Schneider behaupten indeſſen, daß jene An— leihe nur beabſichtigt, jedoch nie verwirklicht worden ſeie, ſie jedoch die deßfallſige Urkunde nicht wieder beizubringen vermöchten. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche auf die über vorgedachte 250 fl. gefertigte Schuld— verſchreibung und den Fortbeſtand des Pfand— rechtes Anſprüche zu haben vermeinen, zu deren Anzeige innerhalb 3 Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt jene Schuldurkunde für erloſchen erach— tet und der Eintrag in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden wird. Dann haben die Konrad Schneiders Wittwe Crben bereits im Jahr 1841 die Grundſtücke 302%, 14 Klafter auf dem Crlich*§21 Klafter in der Laubach f, 9 Klafter in den Weiherwieſen,%. ,. 8 Klafter auf den ſchwarzen Theilen verkauft, ohne ihr deßfall— ſiges Eigenthumsrecht urkundlich nachweiſen zu können. Da jedoch ihr längerer Veſitz der— ſelben beſcheinigt iſt, ſo werden diejenigen, welche Anſpuüche auf vorgedachte Stücke baben möchten, aufgefordert, ſolches um ſo gewiſſer in obgedachter Friſt anzuzeigen, als ſonſt der oberwähnte Verkauf richterlich beſtätigt wer— den wird. Friedberg am 20. Januar 1844. Großb. Heſſ. Landgericht Hofmann. Verſteiger ung der Arbeiten zur Erbau— ung einer neuen Synagoge in Allen— dorf an der Lumda. (123) Montags den 12. Februar d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Rath— hauſe zu Allendorf an der Lumda die Arbei— ten zur Erbauung einer neuen Synagoge da— ſelbſt, voranſchlagt: 1) die Maurerarbeit zu 2)„ Steinhauerarbeit 853 fl. 32 kr. 306„28 A 3)„ Zimmerarbeit 773 7 43 A 4)— Dachdeckerarbeit 215,— 5) Schreinerarbeit 507„ 32 0)— Schloſſerarbeit 100 5„ 7) T Glaſerarbeit 135„ 5 8) Weisbinderarbeit 174* 48 9)„Lieferung von 54,2 Büt⸗ ten Kalk 146 20 A 100 Lieferung von 3,25 Cub. Klftr. Sand 55 7 19„ an die Wenigſtfocdernden verſteigert werden. Indem man dieß zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß der Voran— ſchlag, die Riſſe und Verſteigerungsbedingun gen in dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Gießen den 30. Januar 1844. Der Gr. Provinzialbaumeiſter een Frucht Verſteigerung. (138) Freitag den 9. d. M., Nachmittags um 2 Ubr, ſollen in bieſigem Rathbauſe von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armen fonds ohngefähr 60 Malter Korn und 20 Malter Gerſte zweimalterweiſe öffentlich meiſt bietend verſteigert werden. Friedberg den 5. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Wohnungs- Vermiethung. (139) Dienſtag den 13. d. M., Nachmit— tags 4 Uhr, wird in der Amtsſtube des Un terzeichneten eine in dem fiscaliſchen Hauſe, die Bauverwalterei genannt, in dabieſiger Burg, befindliche Wohnung, enthaltend Stube, Kammer, einen Theil des Kellers und einen Theil des Speichers, auf 3 Jahre, vom 16. April d. J. anfangend, an den Meiſtbietenden vermiethet. Friedberg den 3. Februar 1844. Der Großh. Heſſ. ee Buß. Heu⸗Verſteigerung. (140) Montag den 286. d. M., Vormittags 10 Ühr, follen in dem Vorwerk des Gr. Ge⸗ ſtütes zu Alt⸗Ulrichſtein 150 Centner Heu, von der beßten Qualität, öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden, wozu Liebhaber ein— ladet Neu- Ulrichſtein am 1. Februar 1844. Der Großh. Geſtütsmeiſter Diegel. Bekanntmachung. (IAI) Nachdem Joh. Heinrich Krämer jun., Ortsbürger und Ackermann zu Langsdorf, 40 Jahre alt, unter Curatel geſtellt und die dor⸗ tigen Ortseinwohner Joh. Heinrich Roth am Rathhaus und Philipp Köhler, Gemeindsrech⸗ ner, heute als ſeine Curatoren verpflichtet worden, ſo wird ſolches unter dem Anhang veröffentlicht, daß etwaige fernere Rechtsge⸗ ſchäfte mit Krämer, ohne Zuſtimmung ſeiner Curatoren, als ungültig werden angeſehen und behandelt werden. Hungen den 23. Januar 1844. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solms-⸗Braunfelſiſches Landgericht Hofmann. Aus ſchreiben. (142) Der Philipp Straßheimer, ledig von Steinbach, iſt durch Beſchluß Großh. Hof⸗ Gerichts der Provinz Oberheſſen vom 21. De⸗ zember 1843 für einen Verſchwender erklärt und unter Curatel geſtellt worden. Es wird dieß mit dem Anfügen zur öffentlichen Kennt— niß gebracht, daß alle mit demſelben ohne Genehmigung ſeines Curators des Philipp Straßheimer III. aus Steinbach abgeſchloſſen werdende Rechtsgeſchäfte ohne rechtliche Wir⸗ kung ſind. Gleichzeitig werden alle diejenigen, welche Forderungen an den Philipp Straß⸗ heimer ledig zu machen haben, aufgefordert, ſolche Freitag den 1. März 1844, Vorm. 9 Uhr, dahier anzuzeigen. Rödelheim den 30. Januar 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solms. Landgericht Buff. Holz⸗Verſteigerung im Revier Mün— zenberg. (18) Donnerſtag den 8. k. M. ſoll in dem Rockenberger Markwald das nachſtebende fis⸗ kaliſche Holz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſt⸗ bietend verſteigert werden, 1) 219 ¾ Stecken buchen Scheitholz, 1. Claſſe, 25 373 7„ Prügel, 1. Claſſe, 3) 1568 Stück buchen Wellen. Der Anfang iſt Morgens Punkt 9 Uhr in der Steinkauten⸗Schneiße bei Nro. 416. Zur Berichtigung des ſich verbreiteten Ge⸗ rüchts, daß dieſes Jahr das fiscaliſche Holz gegen gleich baare Zahlung verſteigert werde, wird hierbei noch bemerkt, daß allen Steige⸗ rern gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. September d. J. geſtat⸗ tet wird. Obbornhofen am 29. Januar 1844. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Münzenberg Marchand. 44* Bekanntmachung. (10 Der Exercirplatz der Garniſon Fried⸗ berg, ſoll auf die Jahre 1844, 1845 und 1846 als Schaafweide auf dem Wege der Soumiſ⸗ ſion verpachtet werden. 5 Uebernehmer können die deßfallſigen Bedin⸗ gungen auf dem hieſigen Militär⸗Verwaltungs⸗ Bureau einſehen und wollen ihre Soumiſſio— nen längſtens bis zum 12. d. M. in das am Eingange des gedachten Bureaus befindliche Käſtchen verſiegelt abgeben. Die Soumiſſionen werden den 13. d. M., Vormitlags um 10 uhr, auf dem erwähnten Vureau eröffnet, und es können die Soumit⸗ tenten oder Bevollmächtigte derſelben dabei zugegen ſein. Die Gebote der Soumittenten dürfen kei⸗ nerlei Bedingungen oder Vorbehalte enthal⸗ ten und es bleibt die Ratification vorbehalten. Friedberg den 5. Februar 1844. f J. A.: G8 lz Oberquartiermeiſter. A 8 r Privat- Bekanntmachungen. Wan b a f (145) Eine Pfauhenne Cleeberg bei Butzbach Januar 1844. 5 Freiherrlich v. Bibraiſche Oekonomieverwaltung Fuchs. Großes Heſſiſches Anlehen von 2,375,000 fl. Ziehung am 15. Februar 1844. (118) Haupttreffer fl. 20000, 4000, 2000, 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100. Unter⸗ zeichnetes Handlungshaus erläßt hierzu Origi— nallooſe à fl. 33, nimmt ſolche aber nach der Ziehung à fl. 30 30 kr. wieder zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß nur fl. 2 30 kr. baar einzuſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt zugeſandt. i Julius Stiebel junior, Banquier in Frankfurt a. M. Scheuer verkauf. (128) Bei dem unterzeichneten ſteht eine noch ſehr gute Scheuer von 41, Länge und 31“ Breite unter ſehr billigen Bedingungen auf den Abbruch zu verkaufen. Reinhardshain am 26. Januar 1844. J. Krämer. Eine Wohnung, (1310 die halbe Seite im unteren Stock, beſtehend aus zwei heizbaren Zim⸗ mern, Cabinet, Küche, verſchließbarem Keller, wozu auf Verlangen noch Stall und Boden⸗ raum abgegeben wird, iſt zu vermiethen und kann dieſelbe ſogleich bezogen werden. Friedrich Cbriſtian Sieck vor dem Mainzerthor. Gaſthaus- Verpachtung. (13 Wegen meines Ueberzugs nach Fried⸗ berg bin ich geſonnen, mein an der Chauſſee gelegenes Wirthſchaftslokal, beſtehend aus 45 Zimmern, Tanzſaal, 2 Kellern, Stallung für 20 Pferde, Brennhaus, Scheuer, Schwein⸗ ſtällen und Garten mit Kegelbahn, von Petri⸗ tag d. J. an auf 12 Jahre aus der Hand zu verpachten. Auf Verlangen koͤnnen die Wirth⸗ ſchaftsgeraͤthe und Ackerland dazu gegeben wer⸗ den. Luſttragende können die Bedingungen bei mir einſehen. Heldenbergen den 30. Januar 1844. Tobias Thaler. Eine brave Hausmagd (135) wird in eine ſtille Haushaltung ge⸗ ſucht; dieſelbe kann auf Petritag eintreten. Fuhrmann Metzger aus Gambach (16) zeigt einem geehrten Publikum der Umgegend an, daß er regelmäßig jeden Don⸗ nerſtag von Gambach über Butzbach nach Frank⸗ furt und Samſtags von da zurück fährt und empfiehlt ſich demſelben zu Beſorgung von Fracht und anderen Beſtellungen. Aufträge für ihn werden in Butzbach im Gaſthauſe zum Stern und in Friedberg von Herrn Hartmann Walz angenommen. Tanz ⸗ Unterricht. (117) Der Unterzeichnete bringt zur An⸗ zeige, daß er ſeinen Unterricht begonnen. Das Nähere in ſeiner Wohnung bei Herrn Joh. Bechſtein. W. E. Stahl, Tanzlehrer. Mobilien Verſteigerung. (18) Donnerſtag den 15. Februar 1844 läßt Unterzeichneter in ſeiner Wohnung nach⸗ folgende Gegenſtände öffen:lich meiſtbietend verſteigern und gegen baare Zahlung verab⸗ folgen: 0 1) 5 Pferde,: 2) 3 Kühe, 1 Kalbin, 3 Rinder, 2 Schweine (Sprenger), 3) 2 vollſtändige Oekonomiewagen mit den gehörigen Ketten, wovon der eine beſon. ders ſchwere eiſerne Achſen hat, 2 Pflüge, 1 Egge, Kärſte, Hacken und ſonſtige Ge⸗ räthſchaften, 4) 1 Paar neue Kummetgeſchirre mit Zug⸗ ketten und Hintergeſchirr, 1 Paar Kum⸗ metackergeſchirre, 2 Kreuzzügel und 1 vollſtändiges[ſpänniges Chaiſen⸗Geſchirr, 5) circa 40 Fuder Stroh jeder Gattung, eine Quantität Heu, Grummet, Luzerner Klee⸗ heu, Spreu und Keil, 6) circa 200 Mahnen Dickwurzel und eine bedeutende Quantität Kartoffeln. Der Anfang wird Vormittags 10 Uhr mit dem Vieb gemacht. Vilbel den 2. Februar 1844. Ferdinand Bermann. Literariſche Anzeige. Einladung zur Subſcription auf Doctor Martin Luther. Dramatiſche Geſchichte von Friedrich Radewell. Daſſelbe wird bis Oſtern 1844 wohl aus⸗ geſtattet, geheftet und mit einem geſchmack⸗ vollen Umſchlag verſehen, den Herren Sub⸗ ſcribenten zugeſandt werden und obwobl es 9 bis 10 Druckbogen enthält, beträgt der Sub⸗ ſcriptionspreis doch nur 36 kr., damit es ſich Arm und Reich, Jung und Alt kaufen kann. Subſeriptionen nimmt die Buchhandlung 91 Carl Bindernagel in Friedberg dar— auf an. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 — 7 12 712. 5855 FEianecungsf Am 4. 5 Rodheim vor d en Beſtandes uud reformixten Feier war nicht teu gtfaßten set zugleich deſſe Veraulaſſung die den älteren (bangeliſche G an deren Stelle Die Ein vorſtand, ſo wi getroffen hatten hie Aulsfführung ind Alt, die e zen auge ten. Foörderlie ſſcht nur eine be dern auch che geſtakkete Um 11 lle ammelt hatte, fen Pſarrers 0