für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, te 1 U 2 2 1 dne die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen 11 9 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 0 53. Sonnabend, den 6. Juli 1844. af Ein neues Halbjahr⸗ Abonnement ger und ar das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wlle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— ren en gros Abonnementspreis: das Halbjahr 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die n itte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das — 4 ittwochs⸗Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags-⸗Blatt. Carl Bindernagel. rlyn i ö In denjenigen Gemeinden, welche bereits legaliſirte b N 0 Amtlicher Theil. Grundbücher beſitzen, werden die erwähnten Tagebücher rt d. M. N 2 ebenfalls aufgeſtellt. * Der Großherzoglich Heſſiſche Ihren Bedarf an Formularpapier wollen Sie mir irg bin ich! 18— 16, angeben. en Kreisrath des Kreiſes Hungen J Hungen den 1. Juli 1844. wenne dc an ſämmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Hunſinger. nun Sin! Burgermeiſter dieſes Kreiſes. f - Verſzadt. ketreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Philipp Eemmel von Frie⸗ Heldenbergen den 24. Juni 1844. 8 densdorf im Fürſtenthum Schwarzburg Rudolſtadt, wegen 0 5 5 a Grünberg Verkaufs von Medicamenten. 8 Vor wenig Wochen ſtuͤrzte ein hieſiger Oekonom vom fs von Arzneimitteln ſchon längſt Gerüſte ſeiner Scheuer herab, beſchädigte ſich aber glück— unnd in Wahn Der wegen Verkau N tel! ang at Etwiel verdächtige Rubricat, aus Bellersheim gebürtig, deſſen Sig⸗—licherweiſe nicht bedeutend. Heute wiederholte ſich ein gleiches „ e alement hier nachfolgt, iſt, nach Confiscatton dee bei ſich Exeigniß, das aber nicht ſo glücklich ablief. Konrad Reul an ae an gführten Waaren, aus dem hieſigen Kreiſe ausgewieſen d ffungsvolle 228. 5. een borden. Sollte ſich derſelbe demnächſt wieder im Kreiſe er ho e en Jahre alte Sohn braver dern 2 auf einen ſchwachen Prügel, welcher auf dem Geruͤſte ſeiner % btreten laſſen, ſo werden Sie ihn arretiren und mir vor— ihren laſſen. Scheuer lag, brach durch und beſchädigte ſich durch den 3 Hungen den 1. Juli 1844. ö Sturz ſo ſtark, daß er nach wenig Stunden unter großen 8 5 Follenius. Schmerzen den Geiſt aufgab. Signalement: Alter 33 Jahre, Größe 67 1“, Haare braun, Stirn ſei, Augenbraunen braun, Augen braun, Naſe gerade, Nund gewöhnlich, Bart braun, Kinn rund mit Bart, Ds Ammiche, mein Schätzi“). zeſicht rund, Geſichtsfarbe geſund, Statur mittel. Ihr sollt emol mein Ammi ſihn * Doas Madche hott ſein' Mucke! 1; N Eann wann dou mahnſt, ſäi wär näit ſchihn, g Der Großherzogliche Heſſiche Do wirſcht de dalch vergucke. d. 2, bi— NN 2 Aus Steuer⸗Commiſſaͤr des Bezirks Hungen e e e ee nd hatt m ſaͤmmtliche Großhl. Buͤrgermeiſter dieſes Bezirks. Or Backe wal e Ruſe, ein Hals wäi Healfebahn, waß Goatt! Fetreffend: Das Ab⸗ und Zuſchreiben der Immobilien für das Jahr 8. 1845. Eann woas konn ſäi geſchmuſe. in geen Ich erſuche Sie, die Tagebücher über den Güterbeſttz⸗ 8 25055 5 ö 55 1 Hvechſel auf die vorgeſchriebene Weiſe nunmehr aufzuſtellen, 9 1 8 e N dunem ſorgſelltgen. 0 1 rieſe Tagebücher den letzten Tag dieſes Monats zu ſchließen geben, weil die in vielen Händen befindlichen Abſchriften davon mit⸗ und den 1. Auguſt an mich abzuſenden. unter fehlerhaft find. Es iſt echt wetterauiſch volksthümlich, was der Cann Ahge bott ſe dr eamm Kopp, Däi wearft ſe ronderimmer! Eann uff dm Kopp'n ſchihne Zopp! Eann woas lacht ſäi dr immer! Woas ſoll aich dr noach väil do ſahn?— Säi eaß e Zuckerſteangel! 8 Eaß näit ße gruhß eann näit ße klahn, Eann ſingt— no? wäi en Eangel Aich ſahn's, aich hunn ſe goar ſche läib! Aich mehgt' ſe bahl gefreaſſe! Kahn Ahgebleack(ſein aich e Däib!) Könnt aich dr ſche vergeaſſe. Säi hott maich oawwer ahch rehcht gern, Rehcht gern, waß Gott eamm Himmel! Oach! wamm mir zwa e Pärche wär'n, Do wär' aich dr eamm Himmel! Aß ſäi maich läibt, konn goar näit fehn; Aich moahcht' ſu main Betroahchting. Eatz loß dr emohl d' Spaß verzehn, Cann geaw' e Biſſi Oahchting. Noach goar näit lang ſein mer groareann Dr Hoahrtg eanonner gange Su ganz minahn, do horr ohm Eann Ds Wällche ohngefange. Do ſahr aich, groar ohm Heackerahn: „Guck, Schätzi, alleweilche, „Eatz ſein mer emohl ganz elahn, „Etz geaſt de mer e Mäulche.“ Do ſaht ſäi:„Nahnl⸗ Do ſahr aich:„Joa!“ „Oachl!“ ſahr aich,„gealle Schätzi! „De geaſt mer ahch e Mäulche, joa! „Guck häi, guck uff doas Plätzi.“ Beifall zeigt, welcher ihm gleich bei ſeinem Erſcheinen geworden iſt; auch wurde es nach Melodieen geſungen, welche ſich wie von ſelbſt dazu fanden. Sogar weiterhin über dem Main, wie über der Lahn und auf dem Weſterwalde, deſſen Sprache mit unſrer wetterauiſchen Aehnlichkeit hat, gewann es fich Freunde. Möge es aber auch zu⸗ leich als Beiſpiel dienen, wie unſre wetterauiſche Sprache Bildſam⸗ fra, Do wollt ſäi vawwer noach naͤit drohn, 16 1 0 Eann ſaht:„Gih nuhrts, daich kenn' ich; ahm, 0 10 v6 „Hunn aich dr emohl d' Weann gethon, 5 al „Dann kimmſt de mer beſtännig.“ 5 1 bel, an d 5 1 U legen Aich läiß ſe oawwer goar naͤit gihn: 6 Haag len „Oach Ammiche, mein Schätzil“ 1 han, an de 8 Eann wuppdich! ihn aich maich verſihn 1 115 und. Harr aich dr joa e Schmätzi. g ee Oach, ſu e Maul, wäi aich ahns krog, I 's kann naut Seußerſch geawe; Mol herg den 5 Aich leacke noach ds Maul denohch, nene? Der El Als kräit aich's Keaßmaul eawwe. 11, 0 6 2, I. „Oach Ammiche, mein Ammiche! 5 Montag de „De beaſt eann blaiſt mein Schätzl! 80h„ in den f. „Gealt, Ammiche, läib Ammiche, Tadawildeturnt „De geaſt mer noach e Schmätzi l⸗ 16 Feu 1516 4 em an demſe 1 1 8 lar ee II 0 ſogleich ; dee sowie Zur Erheiterung. dase 9 5 5 Ziegen erg! Während der Oberkellner im Karpfen zu Maß die Tafel ſerviren half, ſagte er im Vorbeigehen zu einen tand Aſſen an derſelben ſitzenden Oeſterreicher:„Gnaden, löſen Sie dal 00 g Räthſel: es iſt nicht mein Bruder und iſt doch meines Nn poltern f ters Sohn.“ Der Oeſterreicher beſann ſich von der Suppe hit i F 8 zum Braten, aber er konnte den Schlüſſel nicht finden— 55 durchpaſſtend „i konns holters nicht erauskriegen.“ Da ſagte ihm dur ming Kellner, daß er ſelbſt das wäre. Der Oeſterreicher mel 5 erden. ſich die Sache, und als in einer bald darauffolgenden Da ige dle mengeſellſchaft, in der ſich nebſt andern Herrn auch der Fteihe Oeſterreicher befand, zur Unterhaltung Räthſel aufgegeben ö wurden, ſagte derſelbe, als die Reihe an ihn kam:„geben Algemene 1 Ocht, meine Damen, wos iſt dos? ober geben's Ocht— 908) C8 0 nicht mein Bruder und doch der Sohn meines Votters?,— Kenntniß gebra Alle riefen mit einander:„das ſind Sie ſelbſt,, aber dir 1 Oeſterreicher wollte vor Lachen und Freude berſten und beſellt worden eit genug beſitzt, daß in ihr gedichtet werden kann.— Was nun einzelne Wörter hier anbetrifft, ſo merke man, daß ße unſer hoch⸗ deutſches zu, ſe aber ſie bedeutet. Healfebahn iſt Elfenbein.„ron⸗ in Korpfen.“ derimmer“ iſt rundherum.„Sayn aich e Däib!“ iſt eine Bekräfti⸗ gung in der Bedeutung: Ich will ein Dieb ſein, wenn es nicht ſo iſt, wie ich ſage!„Fehn« iſt fehlen.„Moahcht' iſt machte.„Groa⸗ reann“ iſt gradein(d. h. geradehin).„Hoahrtg/ lautet hochdeutſch Hartig; die Hartig aber iſt der Name eines gewiſſen mit Obſtbäu⸗ men bewachſenen Feldes, welches etwas erhaben liegt. Ds Wällche/ iſt das Wäldchen.„Heackerahn ,, iſt Heckenrain.„Gealle,, iſt gülden d. h. goldenes.„Geaſt, iſt„gibſt“ und ähnlich gebildet, wie haft anſtatt habſt, habeſt.„Nuhrts“ bedeutet nur. Willen.„Kräit⸗ iſt kriegte d. h. bekäme. D' Weann/ iſt den ſchrie:„fehlg'ſchoſſen, fehlg'ſchoſſen,'s iſt der Oberkellner wohl die Formul als auch die Ste FCuemplar, empfa * * * Sonderbare Krankheit. Eine Frau wurd nach dem Befinden ihres kranken Mannes befragt und namen lich ſagte Einer, wie es denn mit ſeinem Appetite ſtehe! „O, ſagte die Frau, der Appetit iſt gut, ſehr gut, aber du ganzen Tag will er nichts, als trinken, nichts als trinken Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ι Bekanntmachung. (8440) Indem die Braunkohlen⸗Conſumenten des Dorheimer Bergwerks wiederholt in Kennt⸗ niß geſetzt werden, daß Braunkohlenklötze bis zu dem geringen Quantum von 25 Centner auf Bürgſcheine abgegeben werden, werden dieſelben zugleich darauf aufmerkſam gemacht, daß ein jeder Kohlenabnehmer über das Quan⸗ tum Klötze, welches er beziehen will, jedesmal einen beſonderen Bürgſchein beizubringen hat und einer Theilung eines, auf einen Bürg⸗ ſchein zu beziehenden, Quantums unter mehre— ren Perſonen, wie bisher oft der Fall vorge⸗ kommen, wegen der dadurch ſehr oft hervor— gehenden Unannehmlichkeiten für den Caſſe— Beamten für die Folge nicht mehr ſtattfinden darf und zwar unter dem Nachtheile, daß der auf dem Bürgſchein genannte Kohlenabneh— mer in ſolſchen Fällen nur allein als dieſer reſp. als Zähler bei der Bergcaſſe angeſehen wird und Ausreden, daß Andre die Kohlen mitbezogen und mit zu bezahlen hätten, un⸗ ter keiner Bedingung berückſichtigt werden. Zugleich werden die Herrn Bürgermeiſter erſucht, bei Aufſtellung der Bürgſcheine hier— auf gefäaͤlligſt Rückſicht nehmen zu wollen. Dorheimer Bergwerk am 17. Juni 1844. Der Gr. Heſſ. Berginſpector A. Storch. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darn— dt- ftadt. (912) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Kneewitz, En Kataſtergeometer in Schotten, zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtalt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ji wohl die Formularien zu Beitrittserklärungel, als auch die Statuten, letztere zu 8 kr. Jae Exemplar, empfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitrittserklaͤruſ, gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die ſelben können im laufenden Jabre vom Juli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 20. Juni 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtal Dr. Hügel. vdt. Schaffnit, Zur Entgegenn gen und Einlagen ſelben konnen im Juli bis 30. Nov Darmſtadt a die Direction de 1 Mobilie 017) Montas Ur, ſollen in Matlaſſe des Co daörenden Mot ſuuem Oberrock keen tuchenen! Auckamiſoͤlern, U Leinwand. d Udandern Ha Ind andern Sc uſtgen Gegen kuſelgert wer driedberg 8 zu Ma U zu ein en Sie g dech meint „ Ne Aer Suppeh Hofraitbhe Verſteigerung. 685) Montag den 8. Juli l. J., Morgens un 10 Ubr, ſoll in bieſigem Rathbauſe auf kiwilligen Antrag det Säcklers Georg Rauſch debier, deſſen Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ uus und Stall, an der Stadtkirche und an Fiſtav Gerlach gelegen, ſodann 103% Ruth. brten deim Gäßchen an Cbriſtoph Bollonier d 178 Ruth. an der Seebach neben Wil⸗ m Kräuter und Jacob Oberländer, öffent⸗ ſh meiſtbietend verſteigert und bei annehm— rem Gebote der Zuſchlag alsbald ertheilt erden. Friedberg den 25. Juni 1844. Der Grßd. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Holz⸗Verſteigerung. 889) Montag den 8. Juli, Morgens 9 br, ſollen in dem Freiherrl. von Diede'ſchen echneiderwalde dahier circa 22000 Cichenſchäl⸗ zellen öffentlich an den Meiſtbietenden an ert und Stelle verſteigert werden. Es kann an demſelben Tage, von des Mor⸗ ens 5 bis 8 Uhr von dem früher verkauften holze, ſowie ſogleich nach dem Zuſchlag, von em Schälholze geladen und abgefahren werden. Ziegenberg den 27. Juni 1844. Kirchner. Bekanntmachung. (905) Zu Aſſenheim, im Kreiſe Fried- erg, und zu Echzell, im Kreiſe Nidda, ſind poſtexpeditionen für Gegenſtände der Brief⸗ ind Fahr⸗Poſt errichtet worden, welche am 15. Julius l. J. werden eröffnet und mittelſt des durchpaſſirenden Frankfurt⸗ Lauterbacher Eilwagens mit ſämmtlichen Poſtſtellen der Frankfurt-Lauterbacher Route in Verbindung jeſetzt werden. rankfurt a. M. den 20. Juni 1844. General⸗Direction der Gr. Heſſ. Poſten Freiherr von Dörnberg. vdt. Jahn. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm⸗ ſtadt. (908) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Auguſt Reu⸗ ning, Hospitalmeiſter in Nidda, zum Agenten der allgemeinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſo⸗ wohl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. pro Cremplar, empfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun⸗ gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die⸗ ſelben können im laufenden Jahre vom 1 Juli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 20. Juni 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. f vdt. Schaffnit. Mobilien-Verſteigerung. (917) Montag den 8. d. M., Morgens um 8 Uhr, ſollen in bieſigem Rathhauſe die- zum Nachlaſſe des Conrad Stutt von Niederweiſel gehörenden Mobilien, beſtehend in feinem blauem Oberrock, in ſchwarzem Frackrock, meh⸗ reren tuchenen und Bukskin⸗Hoſen, mehreren Tuchkamiſölern, Weſten und Sommerhoſen, 11 Leinwand⸗Hemden, Chemiſetten, ſeidnen und andern Halsbinden und Cravatten, leinenen und andern Schürzen, Schuben, Bürſten und ſonſtigen Gegenſtänden, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Juli 1844. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (918) Montag den 15. Juli, Vormittags balb 11 Uhr, will Frau Friedrich Nicolai's Wittwe in hieſigem Rathhauſe ihre Hofraithe, „* 211 beſtehend in Wohnhaus mit Werkſtätte und Schweinſtall, in der Kirchgaſſe an Heinrich Wagner gelegen, ferner 21 Ruthen Garten in der Langgaſſe an Martin Dauernheim, und 1 P. 32½ Ruthen auf dem Krämer an Wil⸗ helm Breitwieſer, Gemarkung Fauerbach II., gelegen, einer öffentlichen freiwilligen Ver— ſteigerung ausſetzen und bei annehmbaren Ge⸗ boten den Zuſchlag ſogleich ertheilen laſſen. Friedberg den 3. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Dachdeckerarbeit. (919) Montag den 8. Juli, Vormittags 10 uhr, ſoll in dem Local des Gaſtwirths Hiero⸗ nimuß dahier die Fertigung eines Schiefer⸗ dachs auf das vormalige Zollgebäude zu Vilbel, voranſchlagt zu 678 fl. 52 kr. an die Wenigſt⸗ fordernden öffentlich in Accord gegeben werden. Voranſchlag und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 1. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (920) Die bei Erbauung eines neuen ge⸗ meinſchaftlichen Spritzenhauſes er forderlichen Bauarbeiten und Materiallieferungen, beſte⸗ hend in: fl. kr. Hand⸗ und Erdarbeit, voranſchlagt zu 13 12 N * Maurerarbeit Steinhauerarbeit 54— Zimmerarbeit 84 19 Dachdeckerarbeit 88— Pflaſterarbeit 8— Schreinerarbeit 41— Schloſſerarbeit 45— Weißbinderarbeit 8 32 Lieferung von 4 Ruthen Mauer- und Pfla⸗ ſterſteinen, „„ 12 großen Wagen voll Sand und Kies, „„ 4 Tauſend gut gebrannten Ruſſenſteinen und 12 Butten gut gebranntem Kalk ſollen Freitag den 12. d. M., Vormittags um 9 Uhr, auf bieſigem Gemeindehauſe an über— nahmsfähige Steigerer, in Beiſein des Ge⸗ meindebaumeiſters, in Akkord gegeben werden. Niederurſel den 1. Juli 1844. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Seidler. Heugras⸗ Verſteigerung. (9210 Samſtag den 13. Juli d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſoll das der bieſigen Gemeinde zugehorige Heugras, von circa 30 Morgen Wieſen, öffentlich verſteigert werden. Zuſammenkunft iſt um obige Stunde am Vi⸗ einalweg von Helpershain nach Ulrichſtein an der ſogenannten Heiligengall. Köddingen am 24. Juni 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Rühl. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darm— ſt ad t. (922) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Johs. Philipp Fritz in Friedberg zum Agenten der allge— meinen Rentenanſtalt zu Darmſtadt beſtellt worden iſt, und daß bei demſelben ſowobl die Formularien zu Beitrittserklärungen, als auch die Statuten, letztere zu 6 kr. pro Exemplar, empfangen werden können. Zur Entgegennahme von Beitrittserklärun— gen und Einlagen iſt derſelbe ermächtigt. Die— ſelben können im laufenden Jahre vom 1. Juli bis 30. November abgegeben werden. Darmſtadt am 1. Juli 1844. Die Direction der allgemeinen Rentenanſtalt Dr. Hügel. »dt. Schaffnit *— Die Die Holz⸗Verſteigerung. (92) Im Brandoberndorfer Gemeindewald, Diſtrikt Fahrberg, werden Montag den 15. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, 2 eichen Stämmchen von 24 Cubikfuß, 2 Klafter eichen Schälholz, 3½„ Birkenholz, 44 Stück Deichſeln und ähnliche Raidel, 50„ Leiterbäume, 350» Spachgerten, öffentlich verſteigert. Uſingen den 26 Juli 1844. Herz. Naſſ. Landoberſchultheiſerei Zingraff. Oeffentliche Bekanntmachung und Auf— forderung. (9200 Karl Friedrich Hitzel zu Lich iſt auf ſeinen eigenen Antrag von Großherzog⸗ lichem Hofgericht der Provinz Oberheſſen unter Curatel geſtellt worden. Es konnen Rechts⸗ geſchäfte mit demſelben nur mit Zuſtimmung ſeines Curators gültig abgeſchloſſen werden. Dermalen iſt Curator Jacob Walz VI. zu Lich.— Alle Gläubiger des Karl Friedrich Hitzel zu Lich, welche nicht eine in die Hypotheken⸗ bücher eingetragene, oder eine noch nicht ein⸗ geklagte Forderung zu machen haben, werden aufgefordert, ihre Anſprüche binnen 4 Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, ge— genfalls zu gewärtigen, daß ſie bei dem be⸗ vorſtehenden Schuldentilgungsverfahren unbe⸗ rückſichtigt bleiben. Lich den 22. Juni 1844. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Lich Dittmar. NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Knochen ⸗ Ankauf. (913) Durch erhaltenen Auftrag bin ich in den Stand geſetzt, einen ſehr annehmbaren Preis für Knochen zu zahlen und nehme ſolche pr. Ctr. und in ganzen Fuhren. Friedberg. Siegmund Simon in der Uſa⸗Vorſtadt. Annonce. (9135) Außer meinem ſchon bekannten Eiſen⸗ und Gußwaaren-Geſchäft, habe ich auf hieſi⸗ gem Platze eine Eſſigfabrik errichtet, welche ich unter Zuſicherung guter Waare und promp⸗ ter Bedienung zu geneigtem Zuſpruch beſtens empfehle. Großkarben im Juni 1844. D. L. May. Einladung. (916) Sonntag den 7. Juli d. J. wird auf dem Beluſtigungsplatz am Schrenzerberg dabier die neue Fahne des Geſang-Vereins eingeweiht werden, verbunden mit Harmonie und Tanzmuſik. Ich erlaube mir ein geehrtes Publikum hier— von in Kenntniß zu ſetzen und um gefälligen Beſuch zu bitten. Butzbach den 30. Juni 1844. A. Joutz, Gaſtwirth. 1 Empfehlung. (897) Da ich in meiner langjährigen Praxis das Geheimniß gefunden, ein Stangenlack zu bereiten, welches die Kräfte beſitzt, aus dem Körper Gicht und Rheumatismen zu ziehen, dabei von ausgezeichnetem Wohlgeruch und ſolcher Claſticität iſt, daß es ſich, ohne den geringſten Druck zu verurſachen, der lindeſten Biegung des leidenden Gliedes nachzieht, ich aber von mehreren Seiten aufgefordert wurde, daſſelbe zum Wohle der Leidenden anzuempfeß— len, ſo thue ich es mit dem Bemerken, daß die vielleicht obwaltenden Zweifel uber deſſen Wirkſamkeit von jedem der Herren Aerzte ge. hoben werden können, und daß es, je nach dem leidenden Glied in Stangen, Platten und Perlen zum Umhängen von mir gefertigt wird. Sieht ſich endlich der Leidende von ſeinen Schmerzen befreit, kann ihm daſſelbe als fein— ſtes Siegellack von Nutzen ſeyn. Der Preis iſt pro Stück 1 fl. 5 Zu gleicher Zeit empfehle ich meine bereits bekannten Siegellacke. B. E. Knopfmacher, Großh. Hof⸗Siegellack⸗Fabrikant, wohnhaft bei Fr. Schleuning auf der breiten Straße zu Friedberg. Kirſchenfeſt am 7. Juli im Oſſenheimer Wäldchen. „(0925) So 7) wie ſchon frü⸗ . 1 her auf das Kirſchen⸗Feſt W zur Beluſti⸗ ſchuͤttet. So eilet dann herbei zu mir, Ihr allverehrten Gäſte; Es wird euch gewiß gefallen hier Beim Kirſchenkuchenfeſte! Jagdhaus Oſſenheim den 4. Juli 1844. Nehle. Bai er: (926) Sollte Jemand Freitag, d. 28. Juni, in dem Oſſenbeimer Wäldchen einen ſchwarz⸗ ſeidenen Regenſchirm aus Verſehen mit— genommen haben, ſo bittet man denſelben an Herrn Aehle daſelbſt, oder an Herrn Buch⸗ binder Nagel in Friedberg abzugeben. Ein junger ordentlicher Menſch, (927) welcher das Barbiergeſchäft, ſowie die Chirurgie zu eriernen wünſcht, wird in der Nähe von Frankfurt in die Lehre geſucht. Das Nähere beſagt die Expedikion dieſes Blattes. Logis-Vermiethung. (928) unterzeichneter hat ein Logis im zwei⸗ ten und dritten Stock zu vermiethen. Dasſelbe kann bis zum erſten Oktober dieſes Jahres bezogen werden. Friedberg. G. Kettinger. Ein geſitteter junger Menſch, (929) welcher mit den nöthigen Vorkennt⸗ niſſen verſehen iſt, wird in einer Stadt in Ober⸗ heſſen in eine Specerey- und Eiſenwaaren⸗ Handlung ohne Lehrgeld in die Lehre geſucht. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Einladung. (930) Sonntag den 7. Juli, bei Ge⸗ legenheit der Einweihung der neuen Fahne des hieſigen Geſangvereins Or— pheus, beziehe ich den Beluſtigungs⸗ Platz(Schrenzer), und Abends iſt zur Fortſetzung dieſer Feier Tanzmuſik in meinem Saale. Ich lade hierzu erge⸗ benſt ein. Butzbach den 2. Juli 1844. Carl Becker zum deutſchen Hof. % 212*. Frankfurter Verſicherungs- Geſellſchaft. 930 die Geſellſchaft verſichert gegen Feuer⸗ ſchaden, alle bewegliche und unbewegliche Güter und leiſtet nicht blos Erſatz für den wirklichen, unmittelbaren Brandſchaden, ſondern vergütet auch den Verluſt, welcher durch kalten Blitz⸗ ſchlag, Löſchen und Retten beim Brande end⸗ ſteht. Die Geſellſchaft verſichert ferner gegen Feuerſchaden, Waaren beim Transport zu Lande und die auf dem Rhein und den Neben⸗ flüſſen transportirt werdenden Waaren gegen Feuer⸗ und Waſſer⸗Gefahr. Bei Verſicherungen auf 5 Jahre wird, unter Vorausbezahlung der vierjährigen Prä⸗ mie, die fünfte Jahresprämie erlaſſen, und bei Verſicherungen auf 7 Jahre, mit Voraus- bezahlung der ſechsjaͤhrigen Prämie, bewilligt die Geſellſchaft einen Disconto von 10 Pro- cent von beſagter prämie und ertheilt außer⸗ dem die Verſicherung des 7ten Jahres unent⸗ geldlich. 5 Auf beſondere deßfallſige Uebereinkunft ver⸗ guͤtet die Geſellſchaft auch den durch Gasex⸗ ploſion, ohne Brand, verurſachten Schaden, während jeder in Folge einer Exploſion ent⸗ ſtandene Feuerſchaden überhaupt ſchon zu den vergütbaren gehört. 8 Die Geſellſchaft verſichert zu feſten Präͤ⸗ mien, ſo daß der Verſicherte nie und unter keinen Umſtänden einen Nachſchuß zu leiſten hat. Die allgemeinen Bedingungen der Police ſind klar und einfach und können weder zu Mißdeutungen noch zu Willkür Anlaß geben. Folgende in bekannter Achtung ſtehende Häuſer ſind die Gründer der Geſellſchaft: Die Herrn L. F. Donner. Franz Forsboom. M. L. Getz. Joh. Goll& Söhne. Grunelius& Co. W. F. Jäger. Jac. Hir ſch Kann. J. F. Mack. de Neufville-Mertens& Co. C. F. Pfeffel. J., M. Scharff. Ph. Nic. Schmidt. Moritz Schuſter. G. C. Springsfeld. Die Geſellſchaft beſitzt einen Sicherheits— fonds von 5 Vier Millionen Gulden. Dieſelbe hat dem Unterzeichneten Vollmacht zur Errichtung einer Hauptagentur für Ober⸗ heſſen, ſowie auch die Großh. Heſſ. Behörde die hierzu erforderliche Conceſſion ertheilt, was ich hierdurch mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringen wollte, daß ich jeder Zeit bereit ſein werde, wegen der allgemeinen Bedingungen die gewünſcht werdenden Auf⸗ ſchlüſſe zu ertheilen und die Verſicherungs⸗ Anträge, zu welchen ich höflichſt einlade, ent⸗ gegen zu nehmen. J. C. Bermann in Vilbel. Frankfurter Gold-Cours vom 4. Juli. —— n f kr. Neue Louisd'or. 11 4 Friedrichsd'or 9 48 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9 30 Engliſche Souverains 11155 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5. Sonntag n. Trinitatis den 7. Jul Pfarramtliche Funktionen verrichtetz für Herrn Kirchenrath Pilger, Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche Herr Candidat Schick. Nachmittags predigt in der Burgkirche; Herr Stadtpfarrer Sell. Katechismuslehre hält Herr Candidat Rodemer. Mittwochs-Betſtunde, Nachmittags von 5— 6 Uhr, l hält Herr Candidat Schuler 1. Fruchtpreiſe ö 2. Juli 28. Juni 25. Jun Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau fl. kr. fl.] kr. fl. k Waizen pr. Malter] 9 40 857 8 Korn„ 17 5 501 5 48146— Gerſte„„ 4140 4521 4/55 Hafer„„ 3—1 3144] 330 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7 bis 13. Juli 1844. Kreiöre in ſümmtlicht gtteffend: U. e 5 5 Fried⸗ Butz⸗ ö S Brod.⸗ Preiſe. berg. bach. 8 e 1 Leib⸗Roggenbrod e 21 7 7 2 9823 4 0 5 1% 75 92(le Lth. Lth. — Milchbrod 144 ½% 14% — Waſſerweck 145 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15¼ͤ 1 57% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 112 111 211 2 e gemäſtete 9— 8962 „ Kühfleiſch e 8— 8 1.— geen gemäſtetes 8 24 84— 4 Rindffeiſch!ungemäſtetes 79267 1 Kalbfleiſch 7— 7— „ Schweinenfleiſch 1e „ Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 2 „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 8— 8— „ Bratwurſt 14— 14— „ Schwartenmagen 144— 14— „Geräucherter Speck 20— 420— „Schinken 18— 18— „ Dörrfleiſch 16— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 18( 18 „ Hammelcsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ. 85 5 0 d. K. Friedber F. d: N. Krach, Kr.⸗Sctr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 7 Ich weiſe ſeigneter Wei ſlle arretiren un Order Betreffend Die Ihnen Alg, durch wele ben Sie nach! ſſe Bekanntma s Monats M überwachen u fen berwacher wien, wie vi ee bedürfen, ur fe ſuſtellen zu mind beſtel Grünber N B an Ankauf , ach eint glichen Ver