Intelligenz-Olatt für die Provinz Obherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * Amtlicher Thetl Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg und Gruͤnberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Beförderung der Obſt⸗Cultur, insbeſondere die Anle⸗ gung von Gemeinde-Obſtbaumſchulen. An einzelnen Orten ſtehen ſchon ſeit längerer Zeit wohl eingerichtete gemeinheitliche Obſtbaumſchulen, welche auch die guten Erfolge geliefert haben, die man ſich davon lei deren Anlage verſprochen hat. Es iſt dadurch nicht allein der Sinn für die Obſtbaumzucht geweckt und unter— galten worden, ſondern es haben auch die Gemeinden und eren Angehörige von jenen Anlagen den Vortheil, daß um Theil wenigſtens der Bedarf der Gemeinden für An— flanzung von Obſtbäumen an öffentlichen Wegen ꝛc. aus hren eigenen Baumſchulen gedeckt und Obſtbäume an Pri⸗ zaten zur Anpflanzung auf ihren Grundſtücken abgegeben perden können g Dagegen iſt in einer ſehr großen Zahl von Gemein— den für Anlegung von Comunal-Baumſchulen theils nichts, Her nur ſehr wenig geſchehen, theils ſind die früher an⸗ Klegten Baumſchulen vernachläſſigt worden. Mit Rückſicht auf die Wichtigkeit dieſes Gegenſtandes ir die Gemeinden und Grundbeſitzer müſſen wir Ihnen daher dringend empfehlen, nach Kräften dahin zu wirken, daß gemeinheitliche Obſtbaumſchulen in denjenigen Gemein— den, in deren Gemarkungen Boden und Lage geeignet ſind, und wo die Aufbringung der, übrigens nur maͤßigen Koſten für die Gemeinden nicht zu drückend wird, angelegt und die bereits vorhandenen Obſtbaumſchulen, ſoweit es als mthig erſcheint, zweckmäßiger eingerichtet und jedenfalls gehörig gepflegt und unterhalten werden. Wir bemerken Ihnen in dieſer Beziehung zufolge lichſter Entſchließung vom 17. Aug. 1843 zu Nr. D. 8219 uch insbeſondere Folgendes: ) Bei der Beſtimmung des Flächeninhaltes einer anzu⸗ legenden Baumſchule iſt darauf Rückſicht zu nehmen, daß daraus, wo möglich, demnächſt das Bedürfniß der Gemeinde und der einzelnen Grundbeſitzer in der Ge— meinde an jungen Obſtbäumen befriedigt werden kann. Mittwoch, den 6. Maͤrz 898. 2) Die Baumſchule muß gehörig eingefriedigt ſein, um die Pflanzungen vor Beſchädigungen, namentlich durch weidendes Vieh, zu ſchützen. Nähere Anleitungen zur Anlegung der Baumſchulen konnen nöthigenfalls von den landwirthſchaftlichen Vereinen und von den Forſt⸗ behörden erbeten werden. 3) Die Aufſicht über die Baumſchule iſt gegen eine mä— ßige Vergütung, die auch in Bewilligung eines Er— tragantheils der Baumſchule beſtehen kann, den Schul- lehrern, wenn aber dieſe mit den Regeln der Obſt— baumzucht nicht vertraut ſind, einem anderen in die— ſem Zweige der Landwirthſchaft erfahrnen Gemeinde— Einwohner zu übertragen. Da in den Schullehrer— Seminarien zu Friedberg und Bensheim ſchon ſeit mehreren Jahren Unterricht in der Obſtbaumzucht ertheilt wird, ſo kann angenommen werden, daß jedenfalls die in den letzten Jahren angeſtellten Schullehrer die in fraglicher Hinſicht erforderliche Qualification beſitzen. 40 Es iſt dahin zu wirken, daß der Aufſeher der Baum⸗ ſchule den älteren Schulknaben und ſonſtigen Einwoh⸗ nern, welche es etwa wünſchen, namentlrch auch den Feldſchützen practiſchen Unterricht in der Obſtbaum— zucht ertheilen. 5) In denjenigen Gemeinden, in welchen nach Nro. 10 des Ausſchreibens der Großh. Oberforſtdirecetion vom 24. Me irz d. J. ad Num. O. F. D. 906.(Nr. III. des Amtsblatts) unter der Leitung der Forſtbehörden Pflanzſchulen angelegt werden, können dieſe, wenn ſie die geeignete Lage haben, auch zur Obſtbaumzucht verwendet und falls auf dieſe Weiſe für Deckung des Bedarfs in genügender Weiſe geſorgt werden kann, die Anlegung einer weiteren beſonderen Obſtbaumſchule vorerſt ausgeſetzt bleiben. 6) Inſoweit in einzelnen Gemeinden Boden und Lage zur Obſt⸗Cultur ſich nicht eignen, können wenigſtens Pflanz⸗ ſchulen für ſonſtige Bäume zur Bepflanzung der Wege, wüſten Plätze ꝛc. ꝛc. angelegt werden. Im Uebrigen überlaſſen wir Ihnen, die zur Errei chung des Zweckes weiter geeigneten Vorkehrungen zu tref fen, indem wir ſie nur noch darauf aufmerkſam machen, daß von den landwirthſchaftlichen Vereinen für Anlage von Baumſchulen Preiſe ausgeſetzt ſind. Zugleich fordern wir Sie auf, gegen Ende des Jah— res 1844 über den Erfolg Ihrer Bemühungen, über den * 74 Zuſtand der vorhandenen Baumſchulen und die an einzel⸗ nen Orten der Errichtung derſelben etwa entgegen ſtehen— den Hinderniſſe Bericht zu erſtatten. Schließlich eröffnen wir Ihnen, daß wir uns vorbe— halten, demnächſt, wo nöthig durch beſondere Sachverſtän— dige, den Zuſtand und die Bewirthſchaftung der Gemeinde— baumſchulen prüfen zu laſſen. Friedberg und Grünberg den 24. Febr. 1844. Küchl'e r. O ul fie e. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Damit die Publikation des Regierungsblatts mög— lichſt ſchnell bewirkt werden kann, werde ich für die Zu— kunft diejenigen Verordnungen, Bekanntmachungen und Er— läſſe, welche publicirt werden ſollen, in dem Intelligenz blatte kurz andeuten laſſen. Sie werden ſich hiernach be— meſſen und den erforderlichen Eintrag im Publikationspro— tocoll zu machen nicht unterlaſſen. Bei der Rundreiſe werde ich mich überzeugen, in wie weit Sie den beſtehenden Vorſchriften in dieſer Beziehung nachgekommen ſind. Hungen den 23. Februar 1844. Follenius. Guſtav⸗Adolf-⸗ Stiftung. Es iſt gewiß für Jeden, dem die Sache der Guſtav— Adolf⸗Stiftung am Herzen liegt, erfreulich zu erfahren, wie dieſelbe immer mehr an Ausdehnung gewinnt. Von dieſer Vorausſetzung ausgehend, aber zugleich auch in der Abſicht, auf der einen Seite das Lobenswerthe öffentlich anzuerken— nen und auf der anderen Seite eben durch dieſe Anerken— nung zur Nachahmung aufzufordern, mache ich hiermit be— kannt: daß der Wetterauer Zweigverein in dieſem Augen— blicke nahe an 500 Mitglieder zählt, welche ungefaͤhr 250 fl. 46 Schullehrerſeminariſten gerechnet ſind. 1. für die Zwecke der G. A. Stiftung jährlich zuſammenſchießen. Bei weitem die meiſten Mitglieder wohnen in Friedberg— 237— zu welchen jedoch 27 Candidaten der Theologie und In Fauer⸗ bach II. zählt der Verein etliche und 80, in Burggrä⸗ fenrode 29, in Melbach 50, in Oſtheim 33 Mitglieder. Die übrigen Mitglieder wohnen im ganzen Kreiſe Friedberg, den der Wetterauer Zweigverein umfaßt, zerſtreut. Möchten doch recht bald auch aus den übrigen Ge— meinden unſers Sprengels ſo zahlreiche Anmeldungen, wie aus den genannten, erfolgen. Ludwig Matthias, Pfarrer, Secretär des Wetterauer Zweigvereins der G. A. S, W̃etuſ chi e den e s. T Am 20. l. Mts. ſtarb im Wochenbette Anne Marta, Conrad Appels Ehefrau zu Kölzenhain, Kreiſes Grün— berg, und hinterließ ein neun Tage altes Töchterchen, wel—⸗ ches an der Großmutter, Anne Kunigunde Stehr, die eben ihr jüngſtes Kind entwöhnte, eine Säugamme, und an der Urgroßffiutter, Aufle Marie Fink, eine Wärterin erhielt. (Heſſ. Ztg.) Dan kſa gung. Für die milden Gaben zum Beßten der beabſichtigten Kleinkinder⸗ ſchule verbindlichſt dankend, erklärt Unterzeichneter zugleich, daß vorläufig 25 fl. als Reinertrag bei dem am 4. Febr. d. J. abgehaltenen Balle zu oben genanntem Zwecke niedergelegt ſind und die bezüglichen Belege hier können eingeſehen werden. Vilbel am 4. März 1844. Im Namen des Geſangvereins Perron. Milde Gaben. Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ eingegangen: 4 fl.„geſammelt von einigen Menſchenfreunden zu Nieder⸗ wöllſtadt, nach 10 Uhr Abends“, von W. 30 kr., von B. 30 kr., von A. S. 1 fl., von den Schulkindern in Rendel und ihrem Lehrer 4 fl., durch Herrn Bürgermeiſter Holtzmann in Petterweil 2 fl., von den Schulkindern zu Langenhain 1 fl. 25 kr., von J. Ch. L. 12 kr. und von E. P. E. 24 kr. D. Red. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Arbeitsverſteigerung zu Staden. (207) ODonnerſtag den 7. März, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſt⸗ wirths Hammel zu Staden die an dem dor— tigen Pfarrhauſe vorzunehmenden Bauarbeiten an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Nach dem Voranſchlage betragen dieſe Ar— beiten: 5 1) Maurerarbeit 31 fl. 24 kr. 2) Zimmerarbeit 19% 35% 3) Schreinerarbeit 107„37. 40 Schloſſerarbeit 27 5 18„ 5) Weißbinderarbeit 159% 44, 6) Spenglerarbeit 60„ 30„ Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Burcau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 18. Februar 1844. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Procla ma. (202) Nach einem Eintrage im Gerichts— pfandbuche für Niederohmen, wurde am 8. Juli 1780 von Dietrich Einwächter eine Hypo—⸗ thek über 100 fl. für Carl Ehrmann ausge— ſtellt, und es wurden hierin mehrere Grund— ſtücke verunterpfändet. Ueber die betreffenden Wohnorte iſt in dem Eintrage nichts geſagt, Einwächter ſoll aber aus Niederohmen und K. Ehrmann aus Frankfurt geweſen ſein. Die Erben Einwächters widerſprechen das Fort⸗ beſtehen der Hypothek, haben auf Löſchung angetragen und für ihren Widerſpruch läßt ſich um ſo mehr vermuthen, als die Unter— pfänder bereits mehrfach vererbt worden ſind. Wenn Jemand Anſprüche an dieſe Hypo— thek resp., den Eintrag im Pfandbuche bilden will, ſo hat er ſolche binnen 6 Wochen vom erſten Erſcheinen dieſes Aufrufs in öffentlichen Blättern bei unterzeichnetem Gerichte anzubrin— gen, anſonſt die Löſchung des Eintrags im Pfandbuche erfolgt. Grünberg den 26. Januar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler. Verſteigerung der Maurer- und Stein— hauer⸗Arbeiten an der zu erbauenden Brücke über die Lahn bei Gießen. (2836) Montags den 11. März d. F., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen in dem Gaſthaus zum Promenade-Haus dahier die Maurer- und Steinhauer-Arbeiten an der zu erbauenden Brücke über die Lahn bei Gießen, voranſchlagt mit Ausſchluß der Materialien, welche der Uebernehmer geliefert erhält, zu 31,448 fl. 22 kr., öffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert werden, und liegen die Riſſe, der Voranſchlag und die Verſteigerungsbedingun⸗— gen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Zugleich wird bemerkt, daß nur ſolche Perſonen zum Mitbieten zugelaſſen werden können, welche vorher durch glaub— hafte Zeugniſſe nachweiſen, daß ſie eine Kau⸗ tion von 3000 fl. zu ſtellen im Stande ſind. Gießen am 25. Februar 1844. Der Großh. Provinzial-Baumeiſter 5 Müller Edictal ladung. (226) Nachdem gegen den Krämer und Kurſchnermeiſter Heinrich Kuhl II. von hier der Concurs erkannt worden iſt, werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an die Maſſe bilden, hiermit aufgefordert, die⸗ ſelben im Termin Samſtag den 20. April l.(F., 5 Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne Präcluſivpdecret er⸗ folgenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzu⸗ melden und zu begründen. Butzbach den 16. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht das. Völcker. 25 1 Gl a r: 15 1 770 0 39910 3) 700 374 0 J 05 75 Klaftet 4 3480/1 7 80 3404 120 * 5 54% 0)% 243% J, 17 4.5 9 7 50 348/¼0 2) 38/8 0 50 3402 1ʃ= 6) 3368/1 5 70 87/0 g fa) 3406, II) 3506 0) 9510/10 99 4 0 354½¼ 8 Ae) 51/2. 23) 355½T7 200 340% 115 Rutd D) H/T Y, 25) S ND) 12% 8) dear 155% 220) 18½3 455 730) 2/283 110 31) MA 37% Js. %) N U., % ee 050 3175005 13 7 160 438% 188% Y 57% T, 8 8957 105 0) 508/704 20 ) 57%. 387¼7ꝰ7 20 630 1005 41 * 64474047 10 787,8 8 0 770%%8- 157 D l 4 0 875 428 2 970700 1 1 30% 355 25 267 18 D% z 0 47/3 0 141 603 0 14 604 be. dagen aber ihr Ei 0 ö ae, welche 0 Mſſordert e. Nett, ſolc kön, lche ſog i und(N10 Die Erben des Id: Seit Fried: Flurbuchs: Ruth. 15 117571 274 9 389/1035, 27% U 3) 495/19 19% f 5 405/20 10½ 5) 958,885 4 5) 972/%05 3 Klafter: ) 3486/11 79% 9) 3494/50 124¼½ nne Mart Ruth.: Iron 0 2587/6 58¼ 0 190 380/39%ꝗm 64% i de Klafter: 10˙4 346% 80¼ 10 3474/5 84½ 5) 3485/0 79% 60 3487/ö8 76 19) 3492% 112½ 60 3368/16 60 1 4) 3487/7 76 Ader 19). 3496/12 92¼ 1) 3506/3 56% g 40 67* * 9 0 535 2 4 U 533 2 39 355 59 19 3415/21 115% Ruth * 3 29 36/071 2 er 2) 844/18 80¼½ N 1) 12/57 16% 8 2 9 131/641 15% r 9 181/53 45% i 90 228/283 110% 1 590 2547½08 57 Welnd 3.) 276503 47% r 3.0 316/691 156% 49 286/½552 130% 598/794 2 40 576/694 44½ W 585%737 26% 40 639/00) 41½ 43) 641/1017 120 0 4) 78758 890 43 779/%’8— 157 * 792/81 28% 4 40 875/58 91½ 5 4 979/40 173½ 40 391/043 53½ 4 D 25 18 8— 50 14/92 33½ 50 141/693 25 ½ 50 141/5903 25 50) 142/604 8 Fon er t a f d ann mani Philipp Diels J. Eheleute beſitzen beſcheinigtermaßen folgende Gruudſtücke: Gemarkung Oberwöllſtadt: Bezeichnung der Grundſtücke: Garten in den Wethwieſen an Caſimir Meiſinger, Feld gegen Friedberg, im 10 Morgenberg an Kirchengut, Nöringer Feld hinter den Bäumen an ſich ſelbſt und Joh. Thalers Kinder, daſelbſt neben vorigem, Feld gegen Rosbach über der Weinbach an Heinrich Stark, daſelbſt an Karl Schwab. Gemarkung Ober- und Niederrosbach: Wieſe in den Rohrwieſen bei der Mühle an Oberpfarrer Gebhard, vor der Niederrosbacher Pfarrwieſe an Georg Rahn. Gemarkung Niederwöllſtadt: Wieſe hinter den Zäun an Urſula Müller, in den ſchönen Wieſen an Jacob Ihl. Gemarkung Oberrosbach: Wieſe bei der Fahrt an Ludwig Winter, daſelbſt an Johannes Ohlp. in den Rohrwieſen bei der Mühle, an Phil. Diel, daſelbſt an Pfarrer Gebhard, zieht am Kraßfeld herab an Konrad Seibold, Wieſe, ſtößt auf die Göckelwieſe an Konr. Allendörfer, in den Rohrwieſen bei der Mühl an Johs Michel, vor der Niederrosbacher Pfarrwieſe an Philtpp Diel J. unter der Stimmelwieſe an Konrad Köbel, auf der Flur am Kraßfeld an Georg Adam Brozler, daſelbſt an ſich ſelbſt zu beiden Seiten, daſelbſt an ihnen ſelbſt und Margarethe Thaler, in der Hundkirch bei den Storchswieſen an Karl Seitz Frau, auf der Hundskirch an Heinrich Georgi. Gemarkung Oberwöllſtadt: Garten im Pinſel an Johs. Diel, Feld gegen Rosbach in der langen Gewann an Garten auf dem neuen Weg an Jacob Ihl, in der Wehrwieſe an Urſula Müller, Feld gegen Friedberg im Haingraben an Urſula Müller, an der Schindkaut an H. Phil. Krämer, rechts dem grauen Stein an Urſula Müller, linker Hand des Germerwegs an Jacob Ihl, zieht über den Germerweg an Urſula Muͤller, im Haingraben an Urſula Müller, zieht über den Germerweg an Jakob Seitz, a 0 Nöringer Feld, zieht auf die Friedberger Grenze, an Heinrch Philipp Krämer, Nöringer Feld auf dem Schießried, an Jacob Ihl, 5 im 10 Morgenberg an Heinrich Stark beim Kreuz an Urſula Müller, auf dem Schießried an Jacob Ihl, über der Riedhohl an Jacob Ihl, am Riedberg an Urſula Müller, auf der Flurſcheide an H. Phil. Krämer, N Feld gegen Rosbach beim Kreuz an Bernh. Meiſinger, auf der Beun an Jacob Ihl, auf der Petterweiler Straße an Jacob Ihl, obig der Petterweiler Straße an Jacob Seitz, über der Beunbach an Joſeph Diel 2x, Feld gegen Friedberg am Rothland an Jacob Ihl, in den Stadtwegsgräben an Urſula Müller, über der Bach, in der Wehrwieſe, daſebſt, daſelbſt, H. Gondolf, 2 7 — kim aber ihr Eigenthumsrecht an denſelben urkundlich nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag wer⸗ den(lle, welche an dieſen Grundſtücken Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche zu haben vermeinen, fordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen als ſonſt den Theilzetteln der Diehli— ihn Erben, in welchen erhellt werden wird. 0 Friedberg den 19. Februar 1844. auch jene Grundſtücke enthalten ſind, die gebetene gerichtliche Beſtätignug Großherzoglich Heffiſches Landgericht. Hofmann. Oeffentliche Aufforderung— (203) ueber das Vermögen des Pachters Johannes Thaler zu Obererlenbach hat Großh. Hofgericht den förmlichen Concurs erkannt und deſſen Leitung dem unterzeichneten Ge— richte überlaſſen. Demgemäß werden alle die— jenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an gedachte Maſſe zu haben glauben, hiermit auf— gefordert, ſolche ſo gewiß in dem auf Dien— ſtag den 2. April 1844, Vorm. 9 Uhr, ange— ſetzten Liguidationstermin entweder perſönlich oder durch gebörig Bevollmächtigte anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt ohne daß ein be— ſonderes Präcluſipdecret ergeht, Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Da die Maſſe ſehr bedeutend überſchuldet iſt, ſo dürfte kein nicht durch ein Vorzugsrecht geſicherter Gläubiger, Ausſicht auf irgend eine Zahlung haben, auch ſoll im Termine ange— legentlichſt die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten der Mandatare zu einem Ver— gleiche ermächtigen müſſen. Großkarben am 5. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Muhl. Schmidt. Edictalla dung. (225) ueber den äuſſerſt geringen und ſehr bedeutend überſchuldeten Nachlaß des dahier verlebten Ortsbürgers Johannes Jüngſt, hat Großh. Hofgericht zu Gießen den Concurs er— kannt und das unterzeichnete Gericht mit deſ— ſen Leitung beauftragt. Dieſemgemäß werden alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den gedachten Nachlaß bilden wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Dienſtag den 16. April l. J., Vorm. 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt auf ſolche keine Rückſicht genommen und der Ausſchluß von der Maſſe ohne beſonderes Prä— cluſivdecret zu erlaſſen erfolgt. In dem Termin ſoll die Gute verſucht wer— den und wegen des etwa nöthigen Curators verhandelt werden, weshalb die Vollmachten etwaiger Mandatare auch zum Abſchluſſe eines Vergleichs ermächtigen muͤſſen. Groskarben den 14. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Holzverkauf. f (250) Aus den Kurheſſiſchen Staatswal— dungen bei Naumburg und Erbſtadt ſollen Donnerſtag den 7. März d. J., von Morgens 9 Uhr an, 31 Stämme erlen Bauholz, 92 3* eichen und buchen Werkholz, 1½% Klafter ôſchubiges 1 15 1 hainbuchen„ 1 18 Stück Deichſeln, 15 Ä Leiterbäume, Schock Baumpfäble, 63½ Klafter buchen Scheitbolz, 33½ Schock buchen ꝛc. Zopfreis, 30½ Klafter Erdſtoͤcke und 3½ Klafter eichen und erlen Aſtknüppelholz bei dem Gaſtwirth Morſchel zu Erbſtadt aufs Meiſtgebhot, gegen baare Zahlung vor der Ab fuhr, verkauft werden. Windecken am 27. Februar 1844. Kurfürſtliche Renterei Hitzeroth. Edictalladung. (2510 Der Nachlaß des am 9. November v. J. zu Altenſtadt geſtorbenen Oekonomen Dietrich Boy iſt von den Inteſtaterben nur mit der Rechtswohlthat des Inventars ange— treten worden. Es werden demgemäß alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den gedachten Nachlaß haben, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen einer Friſt von 6 Wochen dahier anzuzeigen und ſo viel es thunlich iſt, alsbald zu begründen, als ſonſt auf ſie bei der Nachlaßberichtigung keine Rückſicht genommen wird und die ſich nicht gemeldet habenden Gläubiger die aus der unterlaſſenen Anmel⸗ dung entſpringenden Nachtbeile ſich ſelbſt bei⸗ zumeſſen haben. Großkarben am 22. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Bekanntmachung. (282) Auf die Klage des Herrn Amtmanns Dietzſch zu Friedberg ſollen dem Johannes Rack III. zu Dornaſſenheim Freitag den 19. April d. J., Vormittags 9 Uhr, 5 Morgen 16 Ruthen Ländereien auf dem Rathhauſe zu Dornaſſenheim öffentlich verſtei⸗ gert werden. Reichelsheim den 29. Februar 1844. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Vietor, v. o. 8 Bekanntmachung. (2838) Freitag den 8. März l. J., Vormit⸗ tags 10 übr, ſollen auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe die zur Erbauung einer neuen Schul⸗ ſcheuer erforderlichen Arbeiten, als: kr. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 326 44 2) Zimmerarbeit 670 51 3) Dachdeckerarbeit 126 52 4) Schreinerarbeit 54 18 5) Schloſſerarbeit e 6) Weißbinderarbeit 33 20 öffentlich an den Wenigſtnehmenden veraccor— dirt werden. Utphe den 29. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Böcher. Verſteigerung von Bohnenſtangen v. (23% Dienſtag den 12. d. M., Morgens 9 Uhr, wird in dem Hochweiſeler Gemeinde— wald, Diſtrikt Naſſenfleck, unweit Münſter, nachbenanntes kiefern Ho z meiſtbietend ver⸗ ſteigert: 7 1) 1 Stecken Scheitholz, 2 1 Prügelholz, 2„ Stockholz, 4) 3 Stämme von 23 Cubicfuß und 5) 13050 Stück Bohnenſtangen. Hochweiſel am 2. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Bekanntmachung. (235) Montag den 18. d. M., Vormittags um halb 11 Ubr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des Georg Lang dahier ge— hörende Hofraithe, Nr. 350, beſtehend in Wohnhaus nebſt Gärtchen, an Chriſtian Briel in der Schnurgaſſe gelegen, ſodann 41 Ruthen Garten an Johannes Zobel in der 2. Gewann, 173 Ruthen Acker im Lachenfeld an Tobias Walz Wittwe, 84 Ruthen im Kleingalgenfeld in hieſiger Gemarkung und 2 V. 37 Rth. in Holz an Georg Martin Billaſch in der Ge— markung Fauerbach II. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. März 1844. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Gelände-⸗ Verpachtung. (256) Montag den 18. d. M., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Verpachtung von 1 M. 1 P. Gelände auf der hinteren Pfingſtweide auf mehrere Jahre, ſo⸗ * 76* dann die nun verlaſſene Hinterhohl, der hin⸗ tere Theil, ohngefähr) haltend, auf ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 3. März 1844, ö Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Haus-Verſteigerung auf den Abbruch. (257) Donnerſtag den 7. März, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll zu Stammheim das dem Hrn. Obriſtlieutenant von Rabenau daſelpſt zuge⸗ hörige von Eichenholz erbaute zweiſtöckige Pach⸗ terhaus an Ort und Stelle auf den Abbruch, unter den bei der VPerſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, an den Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 28. Februar 1844. In Auftrag N Heſchler. N i Privat⸗ Bekanntmachungen. Aufforderung. (229) Der Mahlburſche und Mühlarzt Fried— rich Mittenentzwei wird erſucht mich nächſtens zu beſuchen, oder mir wenigſtens ſeinen der— maligen Auſenthalt anzuzeigen, indem ich noth⸗ wendig mit ihm zu ſprechen habe. Himbach bei Büdingen d. 19. Feb. 1844. J. F. Schreer. Mühl-⸗ Verkauf. (242) Meine an der Nidda gelegene Mühle, aus 4 Rädern mit 5 Werken beſtehend, werde ich, da die auf den 27. d. M. anberaumte Verſteigerung eingetretener Hinderniſſe wegen nicht abgehalten werden konnte, den 7. März, Morgens 11 Uhr, nochmals einem Verkaufe ausſetzen. Aſſenheim den 28. Februar 1844. Heinrich Hock. Einen Watz (258) hat zu verkaufen Eberhard Huber in der Holzmuhle zu Rädgen. Garten- Verpachtung. (259) Freitag den 8. d. M., Mittags 3 Uhr, wird der dem Herrn Kunſtgärtner Johs. Heß zuſtehende Hausgarten hinter der Burg, ohngefähr 1% Morgen haltend, nebſt dem in demſelben befindlichen Brunnen, deſſen Waſſer als das vorzüglichſte zur Bierbrauerei allge⸗ mein bekannt iſt, im Hauſe des Unterzeichne⸗ ten auf mehrere Jahre meiſtbietend verpachtet. BVemerkt wird noch, daß, wenn ſich kein Liebhaber für das Ganze vorfindet, der Brun⸗ nen allein, und der Garten in Abtheilungen verpachtet wird. Friedberg. M. Jung. Bekanntmachung. (260) Dienſtag den 12. März ſollen wegen Abzugs des Pachters Weber von Oſtheim, 1) 40 Malter Erbſen, 2) 30 Fuder Roggenſtroh, 3) 80„ Waizenſtrob, 4) 165„ Gerſtenſtroh, 5) 60 T Haferſtroh, 6) 2 O Erbſenſtroh, 7) 400 Körbe Spreu. in der Behauſung des Pachters öffentlich dem Meiſtgebote ausgeſetzt werden. Die Verſtei— gerungsbedingungen werden vor Anfang der Verſteigerung bekannt gemacht. Oſtheim den 2. März 1844. In Auftrag: Winter, Gemeinderechner. . Bekanntmachung. (2610 Donnerſtag den 7 d. M., Vor mit. tags 10 Uhr, werden auf dem Gemeindehauſt zu Bruchenbrücken K 100 Malter Waizen, 4 Pferde, 5 4 Kühe, nach vorher bekannt gemacht werdenden Be, dingungen, öffentlich meiſtbietend verkauft. Friedberg den 2. März 1844. Der Gräfl. Iſ. Wächt. Domänenbote M. Jung. Mobilien- Verſteigerung. (262) Mittwoch den 6. d. M., Mittage Uhr, werden im Hauſe des Unterzeichneten verſchiedene Hausgeräthe meiſtbietend verkauft, . In Auftrag: M. Jung. Ein Kapital von 1200 fl. (263) kann bis zum 1. Mai l. J., entweln ganz oder auch getrennt, aus hieſigem Kircheg⸗ fond bezogen werden. Wickſtadt den 4. März 1844. Veith, Kirchenrechner. Staats⸗Papiere und Anle⸗ hens-Looſe (2600 und wird alle beliebige Auskunft darüber er— theilt; auch werden Gemeinde-Obli— gationen zu pari abgegeben bei Friedberg. 5 1 Samuel Lindheimer jun. Uſergaſſe. Der Unterzeichnete hat einen Volksbücher⸗Leſezirkel ver ſuchsweiſe errichtet, an welchem man unter folgenden Bedingungen Theil nehmen kann: 1) Man kann zu jeder Zeit als Abon⸗ nent des Volksleſezirkels eintreten.— 2) Der Abonnementsbetrag iſt pro Monat 6 Kreuzer, welche voraus zu bezahlen ſind.— 3) Es wird wöchentlich Ein Buch abgegeben, welches regel⸗ mäßig an einem beſtimmten Tage gegen ein anderes Buch umzutauſchen iſt.— Der Aus— tritt aus dem Abonnements kann nur monalk⸗ lich geſchehen und iſt 8 Tage vorher bei dem Unternehmer anzuzeigen. Das Verzeichniß der Bücher, welche bis jeſt zirkuliren, koſtet 2 kr. Sollte dieſer Verſuch Anklang finden, ſo wird der Unterzeichnete nicht ermangeln, die⸗ ſen Leſezirkel durch gute Schriften immer mehr zu vervollkommnen. Friedberg. C. Bindernagel. Literariſche Anzeige (265) Im Verlage von Joh. Konr. Mäcken jun. in Reutlingen iſt ſo eben erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: Walker, Wilhelm(penſ. Inſtituts— gärtner von Hohenheim), die Er— ziehung der Obſtbäume und ihre Behandlung bis ins hohe Alter. Nach 27jährigen Erfahrun⸗ gen verfaßt. Mit 14 Holzſchnitten. 8. Geh. 42 kr. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. aller Art werden ge- und verkauft Amt Der 8 Kreibrath u die Groß! ſſend: Die in der Hetufend; it 5 Weun ſch unte Aelungb⸗Aſtutarza Militärpflchtigen, ale Hetz Seligmann Ida von Friedberg, Ack von Nicdermatl Stengel von Ostheim christian Schroder gon Böͤdesheim, pid Rolhſchild von pon Marienſchloß, Mottfrieb Coſt von Dobel, Carl Ernſt gab, Andreas Zinn Heitz von Niederwel buch, Paulus Auſchj ſedberg, Johann E ih Thylmann von Vederwöllſtadt, Joh' Nern von Fauerbach Curad Lahm von J. is, Balthasar Diet che beft den, welche ſiuben sind, oder we alten haben, welch Manglich machen w n 1. April d. J. f fägteten ſollte, ſo er Friedber 9 d eb Vurtffend. d. Dit