* Tate re d g ub Buße 104 Fender 1844. —— litt Bu berg. bat K. M. N. 4 E 0 3 1 nb elf 9 — 9. 9 Intelligenz-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großherzogl. Bürgermeiſter des Kreiſes, (ausſchließlich des Gerichts Oberohmen.) Betreffend: Die Einführung eines Leſebuchs in den Schulen des Kreiſes Grünberg. f Als ſtändigen Mitgliedern des Ortsſchulvorſtandes iſt hnen bekannt, daß nach höherer Verfügung in allen Schu— zen für die oberen Klaſſen der Denkfreund von Schlez, als teſebuch, eingeführt werden ſoll; jedes Exemplar hiervon zoſtet 45 kr.— Die für jede Schule erforderliche Anzahl on Exemplaren iſt beſtellt und werden, ſobald ſie eintreffen, en Ortsſchulvorſtänden zur Abgabe an die Schulen, zuge— ertigt werden. Dieſes Leſebuch müſſen die Eltern der be— treffenden Kinder bezahlen, der Geſammtbetrag muß aber us der Gemeindekaſſe vorgelegt und an den mit der Er⸗ ebung beauftragten Bureaugehülfen Henricy eingeliefert werden. Verzeichniſſe derjenigen Schulen und resp. Eltern, welche ein Exemplar erhalten und den Betrag an die Ge— neindekaſſe zurück zu erſtatten haben, werden Ihnen mit meiner Vollziehbar-Erklärung zugehen um die Beträge durch ie Gemeindekaſſe zurück erheben zu laſſen. Für ganz arme, zahlungsunfähige Eltern muß die Zahlung aus der Gemein— ſekaſſe geſchehen. Wo dieſer Fall eintritt, haben Sie mir Verzeichniſſe vorzulegen, um die Ermächtigung zur ausgäb— ichen Verrechnung dieſer Beträge zu ertheilen. Solche Tremplare bleiben dann Eigenthum der Schule, um ſie päter wieder für Kinder armer Eltern verwenden zu können. Außer jenem Leſebuch muß auch das dazu gehörige Handbuch für die Schule zum Gebrauch des Lehrers, auf Roſten der Gemeinde, angeſchafft werden. Dieſes Hand— duch in 8 Bänden koſtet eigentlich eingebunden: 9 fl. 24 kr.; da aber bei einer beſtimmten Zahl des Leſebuchs Freiexem— vlare gegeben werden, ſo vermindert ſich hierdurch der Be— crag auf 4 fl. 57 kr., welche aus der Gemeindekaſſe zu be— zahlen ſind. Sobald Ihnen die Rechnungen über die geſammten Koſten zugehen, werden Sie für alsbaldige Einlieferung Mittwoch, den 4. September dieſes Betrags an den Buͤreaugehülfen Henricy, gegen Quit⸗ tung, ſorgen. Grünberg den 27. Auguſt 1844. orie Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: J. U. S. gegen Johannes Kalbhenn von Niederrosbach wegen Verletzung der Amts- und Dienſtehre des Gr. Bürgermeiſters Bullmann. In dieſer Sache iſt die Vernehmung des Heinrich Wallenfels aus Rüddingshauſen, Kreiſes Grünberg, erfor— derlich. Derſelbe hält ſich in ſeiner Heimath nicht auf, weß⸗ halb ich Sie beauftrage, deſſen Aufenthalt wo möglich zu ermitteln und von dem Erfolge mich berichtlich zu benach— richtigen. g Hungen den 26. Auguſt 1844. In Abweſenheit des Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretär. Bekanntmachung. a Wenn ich in der Bekanntmachung vom 9. d. M. die Hoffnung ausſprach, daß der Geiſt der Ruhe und Ordnung, welchen das hieſige Publikum ſchon bei anderen ähnlichen Gelegenheiten bewieſen habe, es auch bei der ſtattfindenden Feier der Enthüllung des Ludewigs-Monuments,— dieſer für jeden Heſſen ſo erfreulichen und intereſſanten feierlichen Handlung,— beſeelen werde: ſo habe ich mich in dieſer Hoff— nung nicht getäuſcht. Die viele Tauſende von Menſchen, welche ſich vom 25. bis 27. d. M. dahier zur Feier dieſes erhabenen Feſtes aus allen Theilen des Großherzogthums eingefunden hatten, haben bei allen ernſten und heiteren Handlungen während dieſer drei Tage, bei großem Gedränge, ſelbſt bei der größten Fröhlichkeit, eine Ordnungsliebe und Ruhe bewieſen, wie ſie nur irgend zu wünſchen war. Nicht ein einziger, die Ruhe ſtoͤrender, Exceß iſt zu beklagen. Indem ich mir die Freude nicht verſagen mag, dieſes hier oͤffentlich auszuſprechen und anzuerkennen, kann ich ein ſol⸗ ches erfreuliches Reſultat nur dem Umſtande zuſchreiben, daß jeder bomüht war, in ſeinem ganzen Verhalten während dieſer feierlichen Tage das Andenken an unſern erhabenen Höchſtſeeligen Großherzog, Königliche Hoheit, eben ſo zu ehren, als die Verehrung und Liebe zu beweiſen, welche jeden Heſſen für unſern Allergnädigſten jetzigen Großherzog, Königliche Hoheit, und alle Glieder Seines erhabenen Für— ſtenhauſes beſeelt. Daärmſtadt, den 28. Auguſt 1844. Der Großh. Heſſ. Provinzial-Commiſſaͤr für die Provinz Starkenburg und Kreisrath des Kreiſes Darmſtadt. . S Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 25. Ludwig II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. N Die Feſttage der Enthüllung des, von der Dankbar— keit eines treuen Volkes Unſerem, in Gott ruhenden, Herrn Vater, Ludwig J. errichteten Monuments haben uns mit inniger Freude und Rührung erfüllt. Die ganze Liebe und Biederkeit des Uns von Gott anvertrauten Landes hat ſich von neuem auf eine edle Weiſe bewährt und es ſollen Uns die Stunden unvergeßlich ſein, welche Wir in der Mitte Unſeres Volkes und mit demſelben, dem Andenken des erſten Großherzogs von Heſſen weihten, der Uns und Unſeren Nachkommen in der Regierung ſtets ein hohes Vorbild ſein und bleiben wird. Es waren ſchöne Stunden, welche durch die lebendigſte Gegenwart die volle Wahrheit des heiligen Verhältniſſes be⸗ kräftigen, das von jeher deutſche Fürſten und deutſche Volks— ſtämme mit einander vor Gott in wechſelſeitigem, unauflös— lichem Vertrauen verbindet. Wir fühlen Uns im tiefſten Herzen gedrungen, dieſe Empfindungen der freudigen Anerkennung vor allen um Un— ſeren Thron vereinten, treuen Heſſen, die Wir alle mit glei— cher landes väterlicher Sorge und Liebe umfaſſen und deren Glück Unſer Glück iſt, hiermit öffentlich zu bekennen und zu verkündigen. Möge der Segen des Himmels auch fürohin auf Uns und Unſerem Lande ruhen! So gegeben Darmſtadt, den 28. Auguſt 1844. Ludwig. Erinnerung an den Feldzug in Rußland. rung Feldzug Die hohe Verehrung und innige Liebe, deren ſich Sr. Großh. Hoheit der Prinz Emil von Heſſen in allen Ge— meinden unſeres Landes erfreut, zeigte ſich in den Gefühlen des tiefſten Schmerzes, welche ſich bei der Trauerbotſchaft, der edle Mann ſei bedenklich erkrankt, an allen Orten kund gaben. Die Nachricht dagegen, man habe Hoffnung, daß er dem Lande und der Menſchheit erhalten werde, erregte hohe Freude, und innig dankten ſeine Verehrer Dem, der ſein Leben ſchon ſo vielfältig vor dem drohenden Tode be— ſchirmt hatte, „ 278. N Die heſſiſchen Veteranen nicht bloß, auch die Krieger der tapferen franzöſiſchen Armee, ihre Bundesgenoſſen und ihre Gegner bezeugen den Muth und Feldherrnblick des Mannes, der die Ehre und den Ruhm der heſſiſchen Fah— nen behauptete; das menſchenfreundliche edle Herz des ver— ehrten Prinzen bezeugen aber die Wittwen und Waiſen, deren Noth er linderte, deren Thränen er trocknete. Die Liebe und Hingebung, welche dem geliebten Feldherrn in dem denkwürdigen Feldzug gegen Rußſand die Soldaten be— wieſen, hat die Geſchichte aufbewahrt. Wittmann in ſeiner Geſchichte der Deutſchen ſagt von dieſem Feldzug: „Trotz der ungeheuren Niederlage und faſt gänzlichen „Vernichtung der größten und ſchönſten Armee, welche die „Welt je geſehen hat, behauptete dieſe dennoch den mili— „täriſchen Ruhm und die militäriſche Ehre. Mit bewun⸗ „derungswürdiger Treue, Klugheit und Standhaftigkeit „hatten die tapferen Soldaten das Unerträgliche erduldet „und ſich einen Rettungsweg durch Wunder des Muthes „gebahnt. Wer erſtaunt nicht über die ausgezeichnete Treue „der vier heſſiſchen Dragoner, die ihrem Prinzen, Emil von „Darmſtadt, als dieſer des Nachts im Schnee ſchlief, ihre „Mäntel als Wand gegen den heftigen Nordwind vor— „hielten und am andern Morgen noch ſo daſtanden, aber— „erfroren! Vor Allen verdienen es wohl die Deutſchen und „mit ihnen die Schweizer, daß ihrer Tapferkeit und Aus— „dauer, die ſie in dem nun beendigten ruſſiſchen Feldzug „bewieſen, ein Denkmal der Ehre geſetzt werde.“ Ein deutſcher Dichter ſetzt dieſen vier Getreuen ein Denkmal, Friedrich Rückert in dem Gedicht„Die Erfro⸗ renen /, das wir hier mittheilen, 5 Die Erfrorenen. Daß vor des Froſts Geſchoſſen Er könnte ſicher ziehn. Es war ein Häuflein Krieger, Zur Zeit der deutſchen Schmach, —— Die auch dem fremden Sieger Nach Rußland folgten nach. Sie zogen mit und ſtritten, Nicht für Napoleon; Es war in ihrer Mitten Ihr theurer Fürſtenſohn. Für ſeinen Fürſten ſterben Iſt treuen Kriegers Brauch; Der Ruhm war zu erwerben Bei fremden Fahnen auch. Es ſtürmten Gottes Wetter In eißger Winternacht, Davon wie welke Blätter Zerſtäubte Frankreichs Macht. Es fühlten den Vernichter Die Deutſchen auch und flohn, Und drängten ſich nur dichter Um ihren Fürſtenſohn. Sie hatten, ihn zu ſchützen, Nicht ihre Waffen mehr; Da drängten ſie als Stützen Sich ſelber um ihn her. Aus ihren Leibern ſchloſſen Sie einen Ring um ihn, Und wo vor ihren Treibern Sie ruhten aus bei Nacht, Ward warm aus ihren Leibern Ein Wall um ihn gemacht. Sie boten alles Feuer In ihren Adern auf; Die Liebe hielt mit treuer Gewalt ihr Blut im Lauf. So zogen ohne Sorgen Sie bis zum letzten Ort; Da, als es wurde Morgen, Zogen ſie nicht mehr fort. Ihr junges Herz erwachte, Der Fürſt, der warm geruht, Und ſeinen Dank er brachte Für Gottes treue Hut. Da ſah er die Genoſſen, So früh ſonſt munter doch, Die lagen eng geſchloſſen Um ihn im Kreiſe noch. Und als er hinſah wieder, Sah er mit ſtummem Schmerz, Es waren alle Glieder Geſtorben für das Herz. ßer, dieſen zwe Achren; doch ge 15 det Meinung 1 1 f bol. edlem Chat 101 0 mit Leih beurer 1 —— 0 unserem k Pe Frankfurt a er der, durch d J benachbarten Men. Ju Ende! er, die Sud u gheſelle, der an de ſrüchte langjähr glücklichen Aus iger und geſchi eenswandel führ Panſch verleitet tte zu errichte uſſe noch nicht icht gar lange 1 i Dekanntma 0 nn Ediet 041) Cache i Provinz Oberbe 10 Leinwandhand Werbeſſingen ce Concursmaſ dacht, hat ſolchen Mittwoch de . Vorn Abenumten Lig um Gericht an act beſonder ſalſes von der! A demſelben Te * Gemeinſchuld dale zojſchen die 1 4 4 * met hen von ed Kier ſo mit Leib und 10 Cpt d kl 9 1 5 b 9 f 1 Nu . ee nführen; a n ein kaltes Schaudern Zur warme Fürſtenherzz (7 vrfte doch nicht zaudern, zud, und rief mit Schmerz: e wobl und euch begrabe e i uften Flocken Gott, te,„ Jar kein gier'ger Rabe ach hier treibe Spott! a un die Flocken ſchmelzen, Cer er der Woogen Heer, Jodie gelind euch welzen 2 ins heil'ge Meer. Ot det ſanft gebettet, Z ich bei euch geruht, Ja terbend ihr gerettet i abt des Lebens Glut. N Doch unvergeßlich bleibe Dies Bild mir eingeprägt, Solang in ſeinem Leibe Durch euch mein Herz nun ſchlägt. Die ihr gelehrt mich habet, Mit welcher treuen Glut Iſt innerlich begabet Der deutſchen Glieder Muth. Wenn ſie in fremdem Lande So ſtarke Funken ſprühn, Wie erſt wenn ſie im Brande Der eignen Freiheit glühn! Dann ſollen dieſe Funken Noch wuchern, die ich ſog, Wann ich einſt freudetrunken Dies Schwert für Deutſchland zog. Außer dieſen zwei Zeugniſſen könnten wir noch meh⸗ doch genügen ſie unſern Leſern, welche auch us der Meinung ſein werden, daß nur einem Feld— lem Charakter und großherziger Geſinnung die Seele ergeben ſein können, als e unſerem theuren Prinzen Emil waren und noch ſind. V Frankfurt a. n enachbarten dart. we, der an der 1 — 1 —1 — 4 7 3 Zu Ende der letzten e Sch en die Stadt umgebenden, Spazier W cklichen Augenblick verloren hatte. und geſchickter Arbeiter, der einen unbeſcholtenen Le— vandel führte, zu jenem Glücksverſuch aber durch den ſch verleitet worden war, recht bald eine eigene zu errichten, deren Koſten zu beſtreiten ſei noch nicht hinreichten. —— rt er ſchie den es. M., W. Aug. Wir haben wieder ein der, durch das Beſtehen offentlicher Spielbanken in Badeorten genährten Spielſucht, zu be⸗ Woche erſchoß ſich innerhalb gänge ein Schneider— Spielbank zu Homburg v. d. Höhe, die te langjähriger und mühevoller Erſparniſſe in einem Er war ein flei⸗ Werk⸗ ne Erſpar⸗ Ein ähnliches Loos wurde vor gar lange einem hieſigen Gärtnermeiſter zu Theil, der, um ſein Gewerbe deſto ſchwunghafter betreiben zu koͤnnen, ſein Beſitzthum gegen Aufnahme eines Darlehens verpfän— det hatte. Anſtatt das Geld unmittelbar zu dieſem Zwecke verſuchte er damit ſein Glück an der Hom⸗ die in wenigen Stunden ſeine ganze und den Näͤhrvater einer zahlreichen Fa⸗ (S. M.) zu verwenden, burger Spielbank, Habe verſchlang, milie bis zur Armuth herabbrachte. Guſtav-Adolf-Stiftung. Ohne Zweifel wird es den Mitgliedern des Wetter— auer Zweigvereins der Guſtav-Adolph⸗Stiftung von Inter⸗ eſſe ſein zu erfahren, auf welche Weiſe die Einnahme des Jahres 1844 unter die bedrängten proteſtantiſchen Gemein- den des In- und Auslandes von der am 26. Auguſt in Darmſtadt ſtattgehabten Verſammlung der Mitglieder des engern Verwaltungsrathes vertheilt worden iſt. Wir machen darum aus unſern Acten Folgendes bekannt: Die Jahreseinnahme beträgt, nach Abzug der Koſten und die Ausſtände ungerechnet, 7000 Gulden. Dieſe Summe ſoll folgendermaßen verwendet werden: 1. 2333 fl. 20 kr. fließen in die Centralkaſſe nach Leipzig. Es ſollen davon jedoch nur 800 fl. kapitaliſirt, die übrigen 1533 fl. 20 kr. von dem Centralvorſtande ver— wendet werden. 2. Von dem für evangeliſche Gemeinden in nicht proteſtantiſchen Gegenden beſtimmten Drittheile ſollen 450 fl. an die Gemeinde zu Chriſtdorf in Mähren zur Fun⸗ dirung einer Schule, 450 fl. an die Gemeinden zu Linz in Oberöſterreich zur Unterſtützung ihres Kirchbaues und 300 fl. an die Gemeinde zu Lochem an der Moſel zur erſten Ein— richtung ihres Kirchenweſens geſendet werden. 3. Die übrigen 1133 fl. 20 kr von dem unter 2. genannten Drittheile ſollen nebſt dem ganzen dritten Dritt— theile im Inlande verwendet werden und zwar nach Seli— genſtadt mit 800 fl., nach Seckmauern mit 900 fl. 20 kr., nach Bensheim mit 300 fl., nach Großlumda mit 800 fl., nach Heldenbergen mit 380 fl., nach Welges— heim mit 286 fl. 20 2— Wo ſolche Reſultate fur die Guſtav-Adolf-Stiftung reden, da bedarf es weiter keines ſie empfehlenden Wortes. Thue nur Jeder das Seine zur Förderung des heiligen Werkes der Bruderliebe und Gottes reicher Segen wird nicht fehlen. Dr. Crößmann, Präſident des Wett. Zweigvereins L. Matthias, Secretär des Wett. Zweigvereins BStanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ιιι Edietal la 41) Großherzoglich Heſſiſches Hofgericht hat zu dem Vermögen Johannes Haas zu provinz Oberheſſen Leinwandhändlers 8% 9 rbeſſingen Concurs erkannt.“ Concursmaſſe irgend einen Anſpruch dung. Wer an wagt, hat ſolchen in dem auf Mittwoch den 30. Oktober 1844, Vormittags 9 Uhr zeraumten Liquidationstermine unterzeich⸗ zom Gericht anzumelden, bei Vermeidung nicht beſonders publicirt werdenden Aus⸗ duſſes von der Ma n demſelben Termi ſſe. n ſoll die Gute zwiſchen Gemeinſchuldner und den Gläubigern, ie zwiſchen dieſen unter ſich, verſucht, auch zu tungs-Ausſchuſſes der Diejenigen der biger, welche hierzu ihre Stimme nicht abge— ben, haben zu gewärtigen, daß nach den An⸗ trägen der Abſtimmenden verfahren wird. Zugleich wird bekannt gemacht, daß die be— reits bekannten Vorzugs-Prätenſſonen die in⸗ ventirte Activmaſſe erſchöͤpfen, diejenigen Gläu— biger alſo, welche kein Vorzugsrecht geltend zu machen vermögen und jene Prätenſionen werden. anerkennen, keine Hoffnung auf Wahl eines Curators und eines Verwal⸗ ſigen Kirchenkaſten errichteten Hypothek über 33 fl. ſind binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, widrigenfalls jene Hypothek als erloſchen be— trachtet und der deßfallſige Eintrag in den Hyvpothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 9. Auguſt 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Iſ. Wächt. Landgericht Hofmann. Edicetal ladung. (11120 Nach dem Bruchenbrücker Hypo⸗ thekenbuche entliehen Johannes Schneide zu Bruchenbr ücken vom 15. December 1800 Gläubiger geſchritten liquidirenden Gläu— Befriedigung 17015 den 27. Juli 1844. bei dem Kirchenärare zu Eichen 200 fl., und Großherzoglich Heſſiſches Fürſtlich Solms⸗ 8 5 eee Bun rücken Lichiſches Landgericht daſelbſt 1 n 3 Gräfl⸗ Somme 1 Dittmar Rödelheimiſchen Amtmann Wüſtenfeld— ſein en b Wohnort iſt. nicht angegeben— 100 fl.— Edicetalladung. Beide Hypotheken ſollen abgetragen und ver⸗ (4098) Anſprüche aus der beſcheinigter— loren gegangen ſein, weßhalb auf Antrag der Erben der Schuldner alle, welche Anſprüche maßen abgetragenen, büchern noch offenſte jedoch in den Hypotheken- ſtebenden am 1. März 1812 von Joh. Adam Weber zu Bönſtadt dem da⸗ daraus herleiten wollen, aufgefordert werden ſolches binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, widri genfalls die erwähnten Schuldverſchreibungen für erloſchen erachtet und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden. Friedberg den 12. Auguſt 1844. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Landgericht. Hofmann. Edicetalla dung. (11110 Die Reviſion und Renovation der Hypothekenbücher von Röthges, im Landge— richtsbezlrk Hungen, betr. Nachdem die unterm 6. Mai d. F. decre⸗ tirte Edictalladung in dem Intelligenzblatt zu Nro. 171 der Großh. Heſſ. Zeitung vom 21. Juni vollſtändig abgedruckt worden, ſo werden alle Intereſſenten auf dieſen Abdruck verwieſen, und ſoll die Friſt zur Erledigung der dortigen Aufforderung auf 6 Wochen vom erſten Erſchei— nen an beſtimmt resp. erſtreckt ſein. Hungen den 15. Auguſt 1844. g Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. A e fe lid e rk a ue f: 4153) Dienſtag den 10. September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen die dießjährigen Aepfel der Gemeinde Oſſenheim, in mehreren Abthei— lungen, an Ort und Stelle meiſtbietend ver— kauft werden. Der Anfang biermit wird bei der ſteiner— nen Brücke nach Fauerbach II. hin gemacht. Bauernheim den 29. Auguſt 1844. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Steckbrief. (1165) Der unten ſignaliſirte Johannes Sprato von Schmitten, Herzoglichen Amts Uſingen, der ſchon mehrmals wegen Diebſtahls in Unterſuchung ſtand, iſt der abermaligen Ver⸗ übung zweier qualificirten Diebſtähle dringend verdächtig. Derſelbe hat ſich von Haus entfernt, und ſein dermaliger Aufenthalt iſt uns nicht be— kannt: wir erſuchen daher dienſtergebenſt, auf denſelben fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und unter Escorte an uns abliefern zu laſſen. Wiesbaden den 13. Auguſt 1844. Herz. Naſſ. Criminal-Gericht. vdt. Lex. Signalement. Alter: 38 Jahre, Größe: 5 7, Statur: ſchlank, Haltung: gerade, Stimme: tief, Ge— ſichtsform: oval, Geſichtsfarbe: geſund— viele Sommerflecken, Haare: braun, Stirn: hoch, Augenbraunen: rothbraun, Augen: braun, Naſe: groß, gerade, Mund: gewoͤhn⸗ lich, Zähne: geſund, Kinn: rund, Bart: ſtark, roth, beſondere Zeichen: an dem Knöchel des einen Fußes ein Oberbein. Derſelbe iſt wahrſcheinlich bekleidet mit einem neuen, blauen, auf den Schultern ge⸗ ſtickten Kittel, Sommerhoſen von gewuͤrfeltem Zeug, einem Vorhemd, einem grauen Hut und neuen Stiefeln. Arbeits- Verſteigerung. (1166) Montag den 8. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Planiren und Chauſſiren eines Stücks am Lachenwege, das Ausfeegen der Multen an der Hinterhohl und Auswerfen des Grabens an der Hintergaſſe, voranſchlagt zuſammen zu 44 fl., öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver— ſteigert werden. Friedverg den 2. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter „ 280 K. um 9 Ubr, ſollen in dem Stadtſchreiberei⸗ und Seergraben 6 Bäume mit Beßte- und Schmalz⸗ birnen und ein Baum mit Frühnüſſen öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Der An⸗ fang wird im Stadtſchreibereigraben gemacht. Friedberg den 2. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ee Bekanntmachung. (1168) Freitag den 6. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen die Gartenfrüchte, in Kartoffeln und Weißkraut beſtehend, wegen ſchuldigen Pachtes von dem Garten des Herrn Rentamtmann Buß, an Herrn Johs. Supp an dem Schützenrain gelegen, öffentlich meiſt— bietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Friedberg den 2. September 1844. 0 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fer itz. Frucht- Verſteigerung. (1169) Donnerſtag den 5. d. Mts., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum Hirſch dahier 50 Malter Korn aus 1843er Aernte dem Meiſtgebote ausgeſetzt. Ockſtadt den 1. September 1844. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt ng e eder: Arbeits-Verſteigerung. (4170) Mittwoch den 11. Septbr., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Anfertigung von 8 Stück Subſellien, 1 Katheder, 2 neuen Schreibtafeln ꝛc. in das neu erbaute Schulhaus dahier an den We— nigſtfordernden veraccordirt werden. Die Arbeiten ſind voranſchlagt: 1) Schreinerarbeit zu 184 fl. 35 kr. 2) Weißbinderarbeit zu 21, 42„ 3) Spenglerarbeit zu 12„—„ Oberrosbach den 31. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Aepfel-Verſteigerung. (11710 Freitag den 13. Septbr., Mittags 12 Uhr, ſollen die diesjährigen Aepfel der Gemeinde Oberrosbach, circa 40 Mltr., in mehreren Abtheilungen an Ort und Stelle meiſtbietend verkauft werden. Oberrosbach den 25. Auguſt 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Deer et. (1172) Zufolge Decrets des Herzoglichen Amts vom 30. d. M. wird auf Klage des Abraham Rothſchild von Florſtadt das Wohn— haus der Ludwig Weſſerlis Ehefrau zu Dorn— aſſenheim Montag den 14. October, Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Dornaſſenheim durch, die unterzeichnete Behörde öffentlich verſteigert. 7 Reichelsheim den 31. Auguſt 1844. Herzogl. Naſſauiſche Landoberſchultheißerei Rull mann. Bekanntmachung., (1179) Donnerſtag den 5. September, des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in der Bürger⸗ meiſterei dahier verſchiedene in dem Schul⸗ hauſe nöthige Maurerarbeiten, ſodann die Herſtellung der ſteinernen Treppe an dem Schulhauſe, wobei einige neue Treppentritte nöthig ſind, und die Herſtellung des eiſernen Treppengeländers an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Ferner ſollen unmittelbar nach dieſer Ver— ſteigerung 6 Stück große noch brauchbare Fen⸗ Mobilien Verſteigerung. 7 (1170) Im Auftrage Großh. oel. gerichts ſollen Donnerſtag den 5. d. M. Morgens 8 Uhr an, die zur Concursmaßß Guſtav Steup von Gießen gehörenden N lien, beſtehend in 1 Standuhr, Meſſing, ter, Zinn, Kupfer, Eiſen, Schränken, 90 moden, Stühlen, Tiſchen und ſonſtigen genſtänden, in dem Hinterhauſe des Gemeinderaths⸗Mitgliedes Werner Engelsgaſſe öffentlich meiſtbietend verſug werden. Friedberg den 2. September 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgern D. Fritz. Verſteigerung alter Ziegel und Leg (1175) Donnerſtag den 5. September, 10 mittags 2 Uhr, ſoll in dem ehemaligen 90 gebäude zu Vilbel eine große Parthie 00 5 und 17 5 in einzelnen Looſen g 00 Meiſtbietenden gegen gleich baare Zeſag öffentlich verſteigert werden. 1 e Friedberg den 2. September 1844.— Der Großh. Heſſ. Kreis baum 7 71. Stockhauſen. 10 S νεονεν— Privat- Bekanntmachung luszüge a Ein noch ganz neuer Bierkeſſel, (1176) circa 7 Ohm haltend und mit el 3 Krahnen verſehen, ſteht zu verkaufen. ly. Namens Ausgeber dieſes Blattes ſagt wo? u Sauerbier zu Ein vollſtändiges Bren nereigeſchuhen Veickhardt⸗ (1177) iſt zu verkaufen. Wo? ſagt Ii kwiuhs und Geme Expedition dieſes Blattes. e Büdingen, B Neue hollän diſche Häringe inen WVeinel“ zu (1178) und friſcher nordiſcher Salzlhg VI. Promo dan iſt angekommen und verkauft billig 9, deer Friedberg. J. Jöckeſ teuf den Lehrer an in der Bug. Aatorwücde der Ph Haus Verkauf. WII. Dey 1179) Ein zweistöckiges Haus von gute dem dan Eichenholz, 55 Schuh lang und 34 Schuh hi. 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Auguſt 1844. 5 F 905 e 1 8 n Chara l Obſt⸗ Verſteigerung. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Mit Illuſtrationen von L. Weißer. haun 0 515 (1167) Freitag den 6. d. M., Morgens Kale en. 54 kr. hd 2 Aber Rach Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 5, N. In den 5 f ene der Kö