dera . * ,(Bus 8 Dußtag) * J. nen derrichtg 0 1 iger. der Burglirch öß mann. 8 1* der Burgkirch dertſa. „„ n 1 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberßbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 3. April Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mitt— wochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Die Einrückungsgebühren betragen für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet. f Aaugleich erlaube ich mir zu bemerken, daß man auf dieſes Blatt für die folgenden Jahre, vom 1. April an, mit 1 fl.(durch die Poſt bezogen 1 fl. 12 kr.) abonniren kann. Friedberg. Carl Bindernagel. Ueber Maͤßigkeitsvereine. Der Aufſatz im Intelligenzblatte Nro. 7.„die Men⸗ chenfreunde in Amerika“ und inſonderheit die am Schluſſe deſſelben angefügten Fragen veranlaſſen mich zu olgenden Bemerkungen. Die beiden erſten Fragen, nemlich: ob nicht auch bei uns viel Elend und Herzeleid als die Folge des übermäßi— zen Branntweingenuſſes zu finden und ob dem Uebel auf deine Weiſe abzuhelfen ſei? muͤſſen entſchieden bejaht werden. „Man darf nur einen Blick werfen in das zerrüttete Haus— weſen mancher Väter, ja auch Mütter, die dem unmäßigen Branntweingenuſſe ergeben ſind und von denen die meiſten Orte unſerer Gegend wohl traurige Beiſpiele aufzeigen kön— nen, man darf nur ſehen, wie Friede und Eintracht unter len Gatten geſtört, wie das Vermögen zerrüttet wird, wie die Lindererziehung darniederliegt, wie am Ende aller Reſpect er Kinder gegen ihren trunkſüchtigen Vater oder Mutter zerloren geht, wie ſogar Kinder nicht ſelten an ihren Eltern ſch vergreifen und— es iſt ſchrecklich— eine Art von entſchuldigung haben, wenn ſie ſagen: ſie hätten es ohne borperliche Züchtigungen mit den Trunkenbolden nicht län— er mehr aushalten können, wie frühes Siechthum, lang— vierige Krankheit, Wahnſinn, Tod die fürchterlichen Be— leiter des Schnapsſaufens nur gar zu haufig ſind— und nan wird nicht mehr fragen, wo hat der Schnaps Unglück ungerichtet, wo Elend und Herzeleid hervorgerufen? Warum aber dem Uebel nicht ſolle abgeholfen werden tennen, das läßt ſich nicht einſehen, da es ja ein von den Nenſchen ihnen ſelber zugefügtes Uebel iſt— ſie dürfen nur tem unmäßigen Branntweingenuſſe entſagen und die oben geſchilderten Mißverhältniſſe des häuslichen Lebens ver— ſchwinden, wenigſtens in ſo weit, als ſie Folgen ſind jenes das Maas überſchreitenden Genuſſes. Aber da der Branntweingenuß vielen Menſchen zur andern Natur geworden iſt, ſo iſt das Aufgeben deſſelben allerdings mitunter keine leichte Sache und es fragt ſich darum— und dieß war die dritte Frage oben bezeichneten Aufſatzes— auf welche Weiſe, durch welche Mittel dem fraglichen Uebel am ſicherſten könne entgegengearbeitet wer— den? und ob Jemand ein beſſeres Mittel als die Mäßig— keitsvereine wiſſe? Claus Harms, der berühmte holſteiniſche Kirchen— propſt, will von Mäßigkeitsvereinen nichts wiſſen, da ſie die Geburt großer Glaubensloſigkeit ſeien; das Evangelium ſei das Mittel, das dem Chriſten allein anzuwenden gezieme, um ſittlichen Mißſtänden, alſo auch der Voͤllerei, ein Ende zu machen. Meines Bedünkens hat Cl. Harms mit dieſem Worte Recht und Unrecht; Recht, wenn er bei den Mäßig— keitsvereinen an(was ſie oft geworden ſind) Enthaltungs— vereine— die den Genuß aller geiſtigen Getränke verbie— ten— denkt, Unrecht, wenn er die Mäßigkeitsvereine als ſolche verwirft; Recht, inſofern er in dem Evangelium ein Mittel erblickt, den Menſchen zu heiligen immerdar, Unrecht, wenn er meint, man dürfe die Wirkſamkeit des Evangeliums nicht noch auf mancherlei Weiſe unterſtützen. Es heißt ja: das Evangelium iſt eine Kraft Gottes, die da ſelig machet Alle, die daran glauben; der Glaube an das Evange— lium, die Empfänglichkeit fur das Evangelium muß alſo bei einem Menſchen vorhanden ſein, ſonſt kann es nicht wirken. Wie aber? wenn der Brannutweingeiſt den guten e * 106*. Geiſt des Glaubens vertrieben hätte, wenn eben wegen des unmäßigen Branntweingenuſſes die Empfänglichkeit fuͤr evan⸗ geliſchen Rath verſchwunden wäre, müßte da nicht auf irgend eine Weiſe vor allen Dingen jener böſe Geiſt gebannet, dieſe Empfänglichkeit wieder hervorgerufen werden? Und da weiß denn auch Einſender dieſes kein beſſeres Mittel, als die Mäßigkeitsvereine. Nur dürfen ſie keine Enthaltungsver⸗ eine ſein und werden wollen, denn Etwas muß der Menſch doch haben, an dem er ſich laben kann und ſintemal die armen Leute kein Geld für Champagner haben, wird ihnen wohl der Genuß eines Getränkes, das ſie ſich verſchaffen können, geſtattet werden müſſen; nur dürfen ſie ſich nicht darauf beſchränken, Mitglieder anzuwerben, welche geloben, wenig oder gar keinen Branntwein zu trinken, ſondern ſie müſſen auch Sorge tragen dafür, daß die Gelübde können gehalten werden. Aber wie iſt das möglich?— Dadurch 1) daß die Mä⸗ ßigkeitsvereine für die Herbeiſchaffung anderer kräftigender und dabei wohlfeiler Getränke ſorgen z. B. durch Anlegung guter Bierbrauereien, Aepfelweinfabriken ꝛc. und Y dadurch daß ſie den Leuten ſagen, nicht blos ihr dürft keinen Schnaps trinken, ſondern auch: ſo und ſo müſſet ihr es machen, um ihn euch abzugewöhnen. Zu dem erſten Punkte habe ich nichts hinzuzuſetzen, den zweiten betreffend bemerke ich aber noch folgendes; Mancher ſieht den Abgrund, der vor ihm gähnt, weiß auch, daß er in denſelben ſtürzen muß, wenn er nicht ruͤckwärts ſchreitet und geht doch vorwärts.— Mancher kennt die unglückſeligen Folgen ſeines Laſters, ver⸗ flucht das Laſter, ſchwört es zu laſſen und— läßt es doch nicht. Warum? weil er nicht kann. Sage Keiner: was der Menſch will, das kann er anch,— es iſt nicht wahr! ja der Menſch, deſſen Wille eine noch ungeſchwächte Kraft hat, der kann, was er will, aber der Trunkenbold, oder auch nur der, der im Begriffe ſteht, es zu werden, der kann nicht mehr, was er will. Man muß alſo ſeinem geſchwäch— ten Willen zu Hülfe kommen und wenn es auch nur mit— telſt gewiſſer Kunſtgriffe geſchähe. Wohl iſt vorauszuſetzen, daß der geneigte Leſer Manchen kennt, deſſen Wille durch den Schnaps geſchwächt iſt, der alſo der Beihülfe bedarf, ich will darum erzählen, wie Nachbar Hans ſich das Schnaps⸗ trinken abgewöhnt hat. Hans war noch kein Säufer, aber er trank den Brannt⸗ wein ſo gerne, namentlich Morgens, daß er ſelbſt fürchtete, ein Säufer zu werden. Er beſchloß daher, ſich das Brannt— weintrinken ganz und gar abzugewöhnen, um aller Gefahr zu entgehen, aber wiewohl er öfters verſuchte, ſeinen Ent— ſchluß auszuführen, ſo wollte es doch nicht gelingen. End—⸗ lich ſchlug er folgendes Verfahren ein: er trank aus ſeiner großen Schnapsflaſche Morgens ſein tüchtiges Glas und füllte die Flaſche wieder— mit Waſſer. Dadurch wurde die Füllung etwas, aber unbedeutend, ſchwächer. Am zwei⸗ ten Tage nahm er wieder ſein Quantum und goß die Flaſche mit Waſſer voll und ſo fort und fort, bis in der Flaſche nichts weiter war, als Waſſer, das nur noch den Geruch vom Schnapſe hatte. Als er ſoweit gekommen war, trat er eines Tages zu ſeiner Grethe und ſagte, indem er auf die Flaſche deutete: ſiehe, liebe Grethe, den Gegenſtand dei⸗ ner Sorge, heute habe ich den Handel mit ihm fertig ge— macht und— da flog die Flaſche zum Fenſter hinaus; Grethe aber fiel ihrem Hans um den Hals, küßte ihn und war glücklicher, als an ihrem Hochzeitstag. Das Rezept Hanſens empfehlen wir allen Branntweintrinkern zum Ge⸗ brauche und Jedem, der ſich für die Sache der Mäßigkeits, vereine intereſſirt, zur geeigneten Empfehlung und weitern Bekanntmachung.„ Ein anderes Mittel, dem ungehörigen und unmäßigen Branntweingenuſſe Einhalt zu thun, ſcheint mir auch in der, in unſerm Heſſiſchem Landkalender, unter der Aufſchrift Hand⸗ habung der Kirchenzucht in früheren Zeiten, ent— haltenen Erzählung angegeben zu ſein. Du kennſt die Ge⸗ ſchichte lieber Leſer, und rufſt entſetzt: wie? körperliche Züͤch⸗ tigung?— Nun, nun, erſchrick nur nicht, es müſſen jn nicht gerade Schläge ſein(wiewohl dieſelben namentlich von Eltern ihren noch unerwachſenen Söhnen, wie man ſie ſe oft in Schenken ſieht, gegenüber nicht ohne Erfolg ange⸗ wendet werden durften) man kann ja auch auf andere Wei ſtrafen, z. B. durch Dienſtentlaſſung, durch ein der Wahr⸗ N heit genau entſprechendes Zeugniß, durch Entziehen freund, ſchaftlichen Umgangs u. ſ. w. Hiermit glaube ich die Fragen in Nro. 7., ſoweit en der Ranm und die Beſtimmung des Intelligenzblattes ge⸗ ſtattet, beantwortet zu haben. Kirchenbuchs-Auszug vom Februar 1844. Grünberg. Getraute: 25. Jacob Knieriem, Bürger und Schloſſer dahier, des Michael Knieriem, weiland Einwohners und Büchſen, machers zu Biſchhauſen in Kurheſſen, ehelicher, hinten laſſener, lediger Sohn, und Eliſabetha Ritter, de⸗ Chriſtian Ritter, Bürgers und Schuhmachers dahien, eheliche, unverheirathete Tochter. Getaufte: 6 25. Dem hieſigen Bürger und Rothgerber Friedrich Joch ein Sohn, Hermann, geb. den 10. Febr. iges 4. Karl Glaſer, des Hrn. Karl Glaſer, Gr. Rektor du hier, ehelicher Sohn, alt 4 Jahre u. 25 Tage, f den 1. Febr. f 6. Johannes Starck, Bürger und Strumpfweber dahien, alt 75 Jahre, 10 Mon. und 14 Tage, r den 3. Fü 8. Eliſabetha Walther, des geweſenen Bürgers und Roll. gerbers dahier J. Ludwig Walther hinterlaſſene, ehh liche, ledige Tochter, alt 71 Jahre, 4 Mon. und B. Tage, 7 den 5. Febr. f 15. Friedrich Schmidt, Bürger und Schuhmacher dahin, alt 43 Jahre, 7 Mon. und 13 Tage; 7 den 12. Foz 16. Anna Eliſabetha Fritz, des geweſenen Bürgers un Metzgers Johannes Fritz hinterlaſſene Wittwe, alt(k Jahre, 2 Mon. und 28 Tage, k den 13 Febr. 17. Heinrich Schweißgut, des hieſigen Bürgers u. Schuß machers Heinrich Schweißgut ehelicher Sohn, alt! Mon., ku den 14. Febr. 8 b 17. Konrad Alles, des hieſigen Bürgers und Schloſſen Georg Kaspar Alles ehelicher Sohn, alt 1 Jahr, Hl Mon. und 2 Tage, f den 14. Febr. Sekummd 0 * edit Das Schuldenwe dabier. 3220 nean Kaufmanns Eber Gt. Hofgericht zu cuts erkannt und daher alle dieen Grunde Aſptüch fangen glauben ſogewiß in dem a Montag de anbetgum sonic dder zueigen und an in dieſer Ee als dem Beſchlu angeſehen. Grünberg Be! 6770 d lags um 1 10 Schaafp öffentich m driedberg 0 aum Toxpfadwe 1 2 Abtheilung Eick Gelande Juebegtab Nrabniß iu meiſtietend Aledberg 5 N Neis 38 die * 8 Las N. zum g pak, *. und wei . 11 pig 0 ind Har 1 7 erliche Zi es Muüſſen HR Ach 80 S * 21. Heinrich Bügelmeier, des hieſigen Bürgers und Mau⸗ rers J. Georg Bügelmeier ehelicher Sohn, alt 2 Jahre, 2 Mon. und 15 Tage, 1 den 18. Febr. 23. Frau Chriſtiane Eleonore Hoffmann, des Herrn Jo⸗ hannes Hoffmann, geweſenen Gr. Pfarres zu Obborn⸗ hofen, hinterlaſſene Wittwe, alt 81 Jahre, 6 Mon. und 15 Tage, f den 21. Febr. S Die unterzeichnete Commiſſion hält ſich für verpflichtet, hiermit öffentlich ihren Dank für die heute ihr übermachte baare Summe von acht und vierzig Gulden, als dem Rein⸗Ertrage eines am 24. März l. J. zum Beßten der hieſigen Kleinkinderbewahr⸗Anſtalt von Seiten des dieſigen Geſangvereins veranſtalteten Conzerts, auszuſprechen. Man kann einer Stadt nur Glück wünſchen, welche dergleichen Vereine hat, die ihre Kräfte zu ſo edlen Zwecken verwenden. Friedberg den 25. März 1844. 107 - Gaben fur die Kleinkinderbewahr⸗Anſtalt und Induſtrie⸗ ſchule zu Vilbel. Alle Geſchenke, die dem hieſigen Frauenverein als Unterſtützung zum Beßten der zu gründenden Kleinkinderbewahr⸗Anſtalt und einer Ju⸗ duſtrie⸗Schule übergeben worden ſind und noch übergeben werden, ſollen den 8. April d. J. auf hieſigem Rathhauſe öffentlich aufgeſtellt und den 9. zur Verlooſung derſelben geſchritten werden. Alle Diejenigen, die etwa den Verein mit Gaben zu dieſem Zwecke noch erfreuen wollen, werden gebeten, ſolche bis zum 6. April bei Großh. Bürgermeiſterei abzugeben, wie denn Denjenigen, die ſich bereits hierbei betheiligt haben, der verbindlichſte Dank hierfür ausgeſprochen wird. Indem daher der Unterzeichnete zu der Ausſtellung auf den 8. künftigen Monats ergebenſt einladet, bemerkt derſelbe, daß noch Looſe a 12 kr. bei Herrn Iſaak Simon I. dahier zu haben ſind. Vilbel den 25. März 1844. Der Frauen- Verein. In Auftrag deſſ.: Die Commiſſion für die Kleinkinderbewahr⸗Anſtalt: Ph. Dieffenbach. Fertſch. Roller. Trapp III. Der Großh. Bürgermeiſter Hinkel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Edietalladung. Das Schuldenweſen des Chriſtian Zickendrath dabier. (32) ueber das Vermögen des vorhinigen Kaufmanns Chriſtian Zickendrath dahier hat Gr. Hofgericht zu Gießen den förmlichen Con— curs erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher alle diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an dieſe Maſſe bilden zu konnen glauben, hiermit aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf Montag den 22. April l. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Liguidationstermin entweder per⸗ ſoͤnlich oder durch gehörig Bevollmächtigte an: zuzeigen und zu begründen, als ſie ſonſt ohne beſonderes Präcluſivdecret von dieſer Maſſe ausgeſchloſſen werden. 4 Gleichzeitig ſoll in dieſem Termine angele⸗ gentlichſt die Güte verſucht werden, und wer⸗ den in dieſer Beziehung die Nichterſchienenen als dem Beſchluſſe der Mehrheit beigetreten angeſehen. Grünberg am Großh. 29. Februar 1844. 5 Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Bekanntmachung. (377) Donnerſtag den 4. April, Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 10 Schaafpferche, der Pferch zu 3 Nächten, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 26. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bekanntmachung. (379) Dienſtag den 9. April, Vormittags um 10 Ubr, ſollen in hieſigem Rathhauſe das Allmey⸗Stück vor den Gärten des alten Main— zerthores von Hrn. Kettingers Garten bis zum Taxpfadwege, beſtehend in 67 Ruthen, in 2 Abtheilungen, auf 9 Jahre, ſodann das Stuck Gelände vom Holzpförtchen bis zum Judenbegräbniß ebenfalls auf 9 Jahre öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 27. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (3820 Diejenigen Herrn Bürgermeiſter, welche keine Bürgſchaftsformulare von hieſi— gem Werk mehr haben, oder deren zu wenige, oder noch gar keine ſollten erhalten haben, werden gebeten ihren Bedarf bei unterzeich⸗ neter Stelle gefälligſt baldigſt angeben zu wol⸗ len, indem keine andere Bürgſcheine ange— nommen werden können als ſolche, die auf die für hieſiges Werk vorſchriftsmäßigen For— mularien ausgeſtellt ſind. Braunkohlengrube Wilhelmshoffnung bei Dornaſſenheim am 25. März 1844. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Steckbrief. (3800 Der unten ſignaliſirte Johann Merz von Wroßeneichen, Kreiſes Grünberg, iſt drin⸗ gend verdächtig in der Nacht vom 9. auf den 10. l. M. dahter 1) zwei kupferne Keſſel und 2) eine kupferne ſ. g. Blaufarbe mittelſt inneren Einbruchs, ſodann am Abende des 15. l. M. zu Selnrod ein Schaaf ent⸗ wendet zu haben, hat ſich jedoch bald darauf der gegen ihn eingeleiteten Unterſuchung durch die Flucht entzogen. Ich erſuche daher alle Juſtiz⸗ und Polizei⸗ behoͤrden auf den Genannten, der öffentlichen Sicherbeit höchſt gefährlichen Burſchen, gefäl⸗ ligſt fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und gegen Erſtattung allenfalls erwachſender Koſten wohl verwahrt mir zuführen zu laſſen. Laubach den 25. März 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht das. Brumhard. Signalement: Alter: ohngefähr 21 Jahre, Größe: eirca 7 Fuß, Haare: blond, Stirne: breit, Augen: grau, Naſe: breit, Mund: aufgeworfen, Geſicht: rund und dick, Geſichtsfarbe: geſund, Statur: ſtark und unterſetzt. Wahrſcheinliche Kleidung bei ſeinem Entweichen: dunkelblauer Wams, dgl. Hoſen, alte Halbſtiefel. Verkauf alter Zimmer- und Stalj- Fenſter. (383) Freitag den 12. April dieſes Jahres, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in der hieſigen Reitercaſerne 54 Stück vierflügelliche alte Zimmerfenſter und 18 Stück zweiflügel⸗ liche alte Stallfenſter, größtentheils noch brauch⸗ bar, in kleinen Partieen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die Zimmerfenſter haben eine Hoͤhe von 708“ und Breite von 2 7½¼“ und laſſen ſich, da ſowohl die obere, als untere Flügeln eine Höhe von 3“ 7“ haben, in zwei gleiche Fen⸗ ſter theilen; die Stallfenſter haben eine Höhe von 3“ 2“ und Breite von 24“. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 26. März 1844. J. A.: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung, Brenn-, ſodann Bau-, Werk- und Nutzholz⸗ Verſteigerung in den Gr. Domanialwaldun⸗ gen des Reviers Oberrosbach, Forſt Fried— berg, betrff. (390 Mittwoch den 10. April d. J. wer⸗ den in den bei Oberrosbach gelegenen Diſtric— ten Weſterfeldſcherwald, Kellerberg und Katzenſtirn, an die Meiſtbietenden öffent— lich verſteigert, ungefähr 5 Stecken birken und Scheitholz, 4 Stecken buchen, 49 Stecken birken und eichen, 1 Stecken nadel und 8 Stecken aspen Prügelholz, Stecken eichen Stockholz, 00 Wellen buchen, 34,00 Wellen birken und eichen und 700 Wellen aspen und nadel Reiſerholz, einige Wagen voll Leſeholz, 15 Klötze eichen Bau und Werkbolz, von 16½ bis 23½ Zoll Durchmeſſer und 13 bis 30 Fuß Länge, 200 Stück nadelholz. Stangen, zu Baum⸗ pfählen u. dgl. 1 eichen Pflugsrehe, 20 Gebund Nutzreiſer, zu Erbſenreiſer und Zumachholz. Der Anfang hat um 7% Uhr im We ſterfeldſchenwald ſtatt, und konnen ſich die Steigliebbaber an der davon nicht entfernten ſ. g. Einſiedelswieſe im Wald verſammeln. Oberrosbach den 30. März 1844. Der Grßh. Revierfoͤrſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. 17 Stecken eichen 2 8 8 Edictalla dung. (395) Nach einem Eintrag im Pfandbuche der Gemeinde Harrbach hat unterm 16. März 1804 Johannes Münch III. von da und deſſen Frau Katharina bei Sebaſtian Zöklers nachgelaſſene Wittwe ein Kapital von 100 fl. entlehnt. Dieſes Kapital ſoll nach der bei dem Eintrag befindlichen Bemerkung ſpäter auf Oeconomus Hoffmanns Erben ac⸗ tiv übergegangen ſein, es iſt jedoch der Wohn⸗ ort dieſer Ceſſtonarien, ſowie der Tag der er⸗ folgten Ceſſion nicht angegeben. Der Sohn des Schuldners beſtreitet das Fortbeſtehen dieſer Hypothek, vermag inzwiſchen die über die Schuld ſprechende Verbriefung nicht vor⸗ zuzeigen, hat aber auf Löſchung der Hypothek angetragen. Die Abtretung dieſes Kapitals läßt ſich auch um ſo mehr vermuthen, als die Unterpfänder bereits vererbt und theilweiſe an Dritte veräuſſert worden ſind. Es werden daher alle diejenigen, welche Anſprüche aus dieſer Pfandverſchreibung ab⸗ leiten können, hiermit aufgefordert, ſolche ſo⸗ gewiß binnen 6 Wochen vom erſten Erſchei⸗ nen dieſes Aufrufs in öffentlichen Blättern an, bei unterzeichnetem Gericht anzubringen und zu begründen, als ſonſt die Löſchung des fraglichen Eintrags in dem Pfandbuch bewirkt werden wird. Grünberg den 26. März 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bekanntmachung. (396) Veronika Joſt von Köddingen hat ſich freiwillig der Verwaltung ihres Vermoͤ⸗ gens begeben, was mit dem Anfügen zur öf⸗ fentlichen Kenntniß gebracht wird, daß alle ohne Zuſtimmung des ihr beſtellten Curators, Georg Georg von Koͤddingen, von ihr abge⸗ ſchloſſen werdenden Rechtsgeſchäfte für ſie un⸗ verbindlich ſind. f Ulrichſtein den 29. März 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß. Brück. Hofraithe-⸗Verſteigerung— (897) Montag den 13. May l. J., Mor⸗ gens um 10 uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Verfügung Großhl. Landgerichts dahier die dem Georg Rauſch I. zuſtehende Hofraithe bei der Stadtkirche an Guſtav Gerlach gele⸗ gen, beſtehend in Wohnhaus und Stall, 103 ½ Rth. Garten in der 14. Gewann an Chriſtoph Bollonir und 178 Ruthen Garten in der 16. Gewann an der Seebach neben Wilhelm Kräu⸗ ter und Fr. J. Oberländer, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 30. März 1844. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter . D. F u i K Mobilien-⸗Verſteigerung. (398) Künftigen Freitag den 12. April ſol⸗ len ſämmtliche Mobilien der verſtorbenen Eva Süfert einer nochmaligen Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden. Niederwöllſtadt den 28. März 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Stoll. Holz⸗Verſteigerung. (399) Donnerſtag den 4. April, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, wird auf dem hieſigen Burgwall eine Partie Reisholz, in 1012 Haufen be⸗ ſtehend, öffentlich verſteigert. Friedberg den 30. März 1844. Der Großherzogliche Rentamtmann 5 f B u ß Bekanntmachung. (4000 Die zur Verlaſſenſchaft des zu Fried— berg verſtorbenen Gr. Oberbergraths Langs⸗ dorff gehörigen Mobilien, namentlich eine Mineralienſammlung, Bücher, Betten, Weiß⸗ 5 Kleidungsſtücke und Möbel aller Art „ 108 K. Montag den 15. April d. J., Vormittags 9 Uhr und die folgenden Tage in der Nachlaßwohnung gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Gießen den 26. März 1844. 15 Der Verlaſſenſchafts⸗Commiſſäar Fil e Gr. Hofgerichts⸗Secretaͤr. Garten-Verſteige rung. (401) Dienſtag den 9. April, Morgens um halb 10 Uhr, will Ludwig Hofmann ſeinen Garten am kleinen Schützenrain neben Hrn. Werner und Kümmich einer nochmaligen öf⸗ fentlich meiſtbietenden Verſteigerung in hieſi⸗ gem Rathhauſe ausſetzen laſſen. Friedberg den 1. April 1844. N Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. N Privat- Bekanntmachungen. A, z e i ge. (357) Durch meine direkte Einkäufe in den Niederländiſchen Fabriken als feiner Tücher, Boukskin, wol— lener und baumwollener Som⸗ merſtoffe ꝛc. aller Art, bin ich im Stande, meine Waare in den ſchönſten beliebteſten Muſtern, billiger als ſeit— her zu verkaufen, welches ich hierdurch zur allgemeinen Anzeige bringe. Friedberg im März 1844. Samuel Lindheimer jun. Uſergaſſe. Einladung. (886) Einem vielfach geäußerten Wunſche zu begegnen, findet den 8. d. M., als am zweiten Oſterfeiertage, in meinem große Saale Reſtauration mit Harmonie⸗ muſik f ſtatt, wozu ich höflichſt einlade. Der Anfang iſt Abends um 6 Uhr. Friedberg den 27. März 1844. Ludwig Conrad Trapp. Verſteigerung einer Bibliothek. (402) Eine Bibliothek mitunter vorzüglicher Werke, hauptſächlich theologiſchen, geſchichtli⸗ chen und juriſtiſchen Inhalts, wird Dienſtag den 9. April d. J., Vormittags 9 Uhr, zu Homburg in der Behauſung Louiſenſtraße Nr. 113 dem Kurhaus gegenüber, öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zah— lung verſteigert werden. Es kann dieſe Biblio— thek an den beiden vorhergehenden Tagen Vormittags von 10 bis 12 Uhr in Augenſche in genommen werden. Die Kataloge liegen in Friedberg bei Herrn Buchhändler Bin der⸗ nagel, in Homburg bei Herrn Schick zur beliebigen Einſicht offen, und übernehmen beide Herrn auch Aufträge. 5 Ein Logis, (08) beſtebend aus zwei Stuben, Küche, Theil am Speicher und Keller, hat zu ver— miethen Leonhard Füller's Wittwe. Deutſchen und luzerner Kleeſaamen (401) verkauft billig N Friedberg. J. Jöckel in der Burg. Seidene Herrn-Huͤte und Kappen (05) in den neueſten Fagçons und bedeu⸗ tender Auswahl empfehle ich billigſt. H. B. Grödel, auf der breiten Straße. Einladung. 406) Der unterzeichnete iſt geſonnen, ein großes Preiskegelſchieben auf ſeiner neu ein⸗ gerichteten Kegelbahn zu veranſtalten und ladet hiermit alle Freunde dieſes Vergnügens freund, ſchaftlichſt mit dem Bemerken ein, daß das⸗ ſelbe den 3. Oſterfeiertag ſeinen Anfang neh⸗ men und den nächſtdarauffolgenden Sonntag und Montag, den 14. und 15. April fortge⸗ ſetzt wird. Der Hauptpreis beſteht in 50 fl., und ſind im Uebrigen mehr Preiſe als bei meinem vorjährigen Preiskegel⸗ Schieben be⸗ ſtimmt. Das Weitere beſagt das Verzeichniß. Für guten und billigen Wein und gute Be⸗ dienung werde ich beſorgt ſein. Friedberg den 31. März 1844. G. Gerlach. Kleeſa amen, (407) deutſchen und luzerner, von vorzüg⸗ licher Qualität und zu den billigſten Preiſen bei Ph. Dan. Küm mich in Friedberg. Tanzmuſik. (408) Den 8. April, als am 2. Oſterfeier⸗ tage, iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu er mit dem Be⸗ merken, daß er einen vortrefflichen Aepfelwein in Zapf nehmen wird, höflichſt einladet. Um zahlreichen Beſuch bittet Friedberg. J. P. Mann. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Populäre Naturgeſchichte der drei Reiche. Von F. S. Beudant, Milne⸗Edwards, A. v. Juſſieu. Vollſtändig in 12 Bänden mit mehr als 1000 getreuen Abbildungen. Aus dem Franzöſiſchen überſetzt. Preis pro Band 8 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Gründonnerſtag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. N (Beichte.) Ech referie img Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Jung. Bei Einſendung von Inſeraten wolle man gefälligſt berückſichtigen, daß Mittwoch den 10. April, wegen der vorausgegangenen Feiertage, keine Nummer des Intelligenz⸗Blattes erſcheint. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bind ernagel in Friedberg. — . 2 S Al Be Ich bringe Samſtag den verſammlung de att findet. f 80 Mitg Gloßh. Bürgen Friedben Der Dad Groß an die ſämmn Wir bea nachen zu laſſen Hündſchaftsrechn 1 Nhlr. Srafe Friedber die Se Die Schriftgelehr and wollten N dee hüteten dag erſigelten del