Intelligenz-Olatt für die N Provinz Oberheſſen Sdlacht im Allgemeinen, zen die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 Sonnabend, den 3. Februar Das Intelligenzblatt wird wöchentlich zweimal ausgegeben, und zwar Mittwochs und Samſtags.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag drechbar Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem den rat. Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 fr., für % Jahr 10 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Intelligenzblatt, n nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für As kr. zu beziehen. 0 * Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, fur die geſpaltene erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— beef. Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet. für Beſtellungen auf das Intelligenzblatt pro 1844 bitte ich nicht direkt bei mir, ſondern durch die betreffenden Großh. Poſtverwaltungen nen gefälligſt zu machen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. ne Friedberg. Carl Bindernagel. Dabe geworden 1830 Froſtſchmetterling— Schlupfwespe. keit“) überziehen, welche dem(aus anderen Urſachen erſt mit 1 Das in Nro. 3. des Int.⸗Bl. v. 10. Jan. d. J. be⸗ ſchriebene und daſelbſt mit dem Namen„Mairaupe“ be— zeichnete Inſect ſcheint kein anderes, als die Raupe des Froſtſchmetterlings Phalaena geometrica brumata) ä zu ſein, welche, wegen der Art ihres Fortbewegens, auch ae, unter dem Namen„Spannenmeſſer“ bekannt iſt und n Orig. unter allen Raupen den größten Schaden anrichtet. Es Vändel ſſt dieſelbe indeſſen keineswegs ein Erzeugniß des ſ. g. Honig— i un f. 2 thaues, ſondern vielmehr des genannten Schmetterlingweib— zungen chens, welches in der Nähe der Blüthenknospen ein Häuf— lein röthlicher Eier, etwa von der Größe eines Hirſenkorns, legt, aus welchen gegen das Frühjahr kleine, zur Zeit faſt wie Maden ausſehende, Räupchen hervorgehen, welche alsbald nach den einzelnen Knospen ſich zerſtreuen, ſolche durchfreſſen“) und zugleich mit einer klebrigen Feuchtig— *) Anmerkung. Herr M. Jung von hier hat gleichfalls eine Beant wortung der in Nro. 3. dieſes Blattes enthaltenen Anfrage einge ſendet. Ueber die Entſtehung der betr. Raupen hat er mit dem Verf. vorſtehenden Aufſatzes einerlei Anficht. Was aber die Stiche 1 in den Blüthenknospen betrifft, ſo meint er, dieſelben rührten von — dem gefährlichen Rüſſelkäfer her, der im verfloſſeneu Frühjahre ein der Gegend Frankfurts ſich in großer Anzahl vorgefunden habe. Er zeige fich mit dem Eintritte der Saftbewegung, das Weibchen dohre mit dem Rüſſel ein Loch in die Knospe, und lege da hinein tal ein Ei, aus dem ſofort ſich eine Larve bilde, welcher die Knospe der wild zur Nahrung diene, bis ihre Verwandlung zum Käfer ſtattgefunden g habe. Als Mtttel den Käfer zu vertilgen gibt Jung das Gürteln 48 f der Bäume an, wie es in der landwirthſchaftlichen Zeitung Nro. — 38. und in unſerm Blatte Nro 77. von 1843 angegeben ſei, wie er ſelbſt es auch an allen ſtädtiſchen Bäumen in Auftrag des Stadt⸗ beginnendem Sommer jeweilig ſich erzeugenden) Honigthaue nicht unähnlich ſieht. Unter dieſen Umſtänden fällt zumal den Blüthenknospen es ſchwer ſich zu entfalten, und wenn die— ſes zuletzt geſchieht, ſo kommen nur durchſtochene, ſchon bei dem Aufbrechen halb abgeſtorbene, Blüthen zum Vorſchein, welche dem Baum ein trauriges Anſehen bereiten. In der Folge werden auch noch dieſe nebſt den ſie umgebenden Blättern, ſo wie den allenfalls hin und wieder noch ſich anſetzenden Früchten, in ſo weit ſolche nicht ohnehin bereits verwelkt und abgefallen ſind, aufgezehrt; ſo daß der betreffende Baum iu der Regel ſchon gegen Ende des Mai's völlig entlaubt daſteht. Es laſſen alsdann jene Verwüſter mittelſt eigends hierzu von ihnen geſponnenen Faden zur Erde ſich nieder, kriechen in dieſelbe und verpuppen ſich, um rathes vorgenommen habe(dabei iſt zu bemerken, daß das Um⸗ gürteln der Bäume in Friedberg wahrſcheinlich zu ſpät erfolgte und daß darum wohl ſchwerlich im nächſten Frühjahre ſchon ein vollgültiger Schluß auf die Zweckmäßigkett dieſer Maasregel, die übrigens ſchon anderweit außer Zweifel geſtellt iſt, gemacht werden kann), oder auch das Schütteln der Bäume früh Morgens, um die Käfer, die ſchon bei leichter Bewegung herabfielen, auf untergebreiteten Tüchern einzufangen. Wir ſind zu wenig ſachver⸗ ſtändig, um uns für die eine oder die andere der angegebenen Mei nungen zu entſcheiden und haben ſie darum zu weiterer Prüfung und Beſprechung neben einander geſtellt. Die Red. „) Anmerkung. Dieſe klebrige Feuchtigkeit erklärt Jung ſo: ſie ent⸗ ſteht durch den Stich der Rüſſelkäfer, weil nun die Ausdünſtung des Baumes durch die Löcher(beſonders bei ungünſtiger Witterung) ſich auf die Blüthenknospen ergißt. Aber oben iſt ja geſagt, der Käfer bohre ſein Loch eben in die Knospe und nicht in den Baum, liegt darin nicht ein Widerſpruch? Die Red. 438 mit dem Eintreten der erſten Nachtfröſte(daher ihr Name) als Schmetterlinge wieder zum Vorſchein zu kom— men, von welchen das Männchen mit breiten braungrauen Flügeln, das Weibchen hingegen mit— zum Fliegen un— tauglichen— Stumpfflügeln verſehen iſt. Erſtere um— ſchwärmeu mit einbrechender Nacht die nahen Baum— ſtämme, um die alsdann am Fuße derſelben ihrer harreuden Weibchen aufzusuchen, welche nach hier erfolgter Begattung, vollends hinauf kriechen, um ſich ihrer zerſtörenden Brut auch für das folgende Jahr zu entledigen. Auf letzteren Umſtand gründet ſich das Umgürten der Baumſtämme mit etwa drei bis vier Finger breiten Papierſtreifen, welche mit dem Beginne der Nachtfröſte von Zeit zu Zeit mit einer klebrigen(in der Regel aus mit Leinöl zuſammen geſchmol— zenem Kolophonium beſtehenden) Maſſe beſtrichen werden, an welcher das hinaufkriechende Schmetterlings weibchen hän— gen bleibt.“) Iſt ein Baum in dem Grade mit Spannen— meſſern(oder auch anderen Raupengattungen) überſät, daß derſelbe, noch ehe ſolche die zur Verwandlung erforderliche Reife erlangt haben, vollig entblättert daſteht; dann hilft die Natur ſelbſt, indem ſämmtliche Raupen zuletzt völlig er— mattet zur Erde fallen, ohne daß auch nur eine derſelben zur Verpuppung gelangt. Noch wird hierbei bemerkt, daß es zweierlei Arten von Spannenmeſſern gibt; eine größere, welche vorzugsweiſe die Kirſchbäͤume, ſo wie eine kleinere, welche die übrigen Obſtbäume, insbeſondere die Aepfelbäume, zumal die edleren Sorten derſelben, verwüſtet, während Birnbäume in der Regel weniger von ihnen zu fürchten haben. Bei dieſer Gelegenheit glaubt Einſender dieſes noch die Obſtbaumbeſitzer darauf aufmerkſam mache zu müſſen, daß die zur Herbſtzeit, in der Größe und Geſtalt von Reißkör⸗ nern, unter andern auch an Obſtbaumſtämmen in reihen⸗ weiſer Ordnung angetroffen werdenden dunkelgelben, läng— lichrunden Bläschen, welche, weil ſie aus todten Raupen hervorgehen, jeweilig für„Raupeneier“(obgleich die Rau— pen ſelbſt niemals Eier legen) gehalten zu werden pflegen, — Larven von Schlupfwespen, den gefährlichſten Feinden der Raupen, ſind, welche, indem ſie mittelſt eines Stachels ihre Eier in lebendige Raupen legen, dieſe noch vor der Verpuppung tödten und folglich zur Fortpflan— zung untauglich machen. Die hin und wieder gleichfalls an Baumſtämmen ſich befindlichen Eier der Stamm-(oder ſ. g. Krakel⸗) Raupe ſind dagegen rund wie Hirſenkörner und liegen, mit hellbrauner Wolle überzogen, klumpen⸗ weiſe beiſammen. P— l eam 12. Januar 1844. H. C. F k. „ (Cingeſendet.) Auf mehrfache Weiſe hat ſich das Beduͤrfniß einer beſſern Volksbildung kund gegeben, darum man hie und da ) Anweiſungen, den ſchädlichen Froſtnachtſchmetterling zu vertilgen, find bei M. Jung gratis zu haben. Die Red. aufzuhelfen. langer Zeit zu A., einem Flecken, in dem auch ein Geſang⸗ 428 Veranſtaltungen getroffen hat, dieſem hochwichtigen Gegen⸗ ſtande unter die Arme zu greifen und ihm ſomit thatkräftig Man hat z. B. Geſangvereine ins Leben gerufen, um die ſchlechten, oft die ſchändlichſte Unſittlichkeit enthaltenden, Volkslieder(Siraßenhauer) aus dem. Munde und dem Ge— dächtniſſe des Volkes zu bringen. Dieſes iſt an vielen Orten nicht übel gelungen. Zwar mußte Einſender vor noch nicht Verein beſteht, auf öffentlicher Straße ein Lied brüllen(denn ſingen konnte man das nicht nennen) hören, das wohl für wilde Cannibalen, aber für keine Chriſtenmenſchen paßte. Hingegen in F. hat er die Freude, oft zu hören, wie der“ Geſangverein, ſowohl in der Kirche, als auch in Concerten ſein Gelehrtes und Gelerntes dem Publikum zur überraſchen⸗ den Freude mit vielen Opfern darbringt. Andere haben einen andern Weg eingeſchlagen. Der Verf. kennt einige Pfarrer, nicht fern von ſeinem eee, die es ſich zur Aufgabe gemacht haben, an einem oder meh⸗ reren Abenden in der Woche, je nachdem es Zeit und Um— ſtände erlauben, ihre Pfarrkinder männlichen Geſchlechts zu ſich in ihre Katechiſirſtube kommen zu laſſen und ihnen entweder etwas Nützliches erzählen, z. B. Reiſebeſchreibun— gen oder auch aus einem geeigneten Buche vorleſen und geographiſche, hiſtoriſche oder ſonſtige Bemerkungen einſtreuen. Dieſes finden wir nicht unpraktiſch. Der Geiſtliche, oder auch der Schullehrer, wird dadurch mit ſeinen Gemeinde— mitgliedern recht vertraut und hat wohl häufig Gelegenheit, manche pſychologiſche Bemerkung zu machen, die ihm viel⸗ den leicht Schlüſſel abgeben könnte, manchen Krebsſchaden zu entdecken, der ihn ſchon lange an ſeinem Seelſorgeramte hinderte. (Schluß folgt.) Localſection des Gr. Heſſ. Gee e fuͤr den Kreis Friedberg. Monatliche Sitzung Montags den 5. Februar, e um 7 Uhr.— Vortrag über das Feuerlöſchen.— Mitthei— lungen aus Journalen über die Prüfung der Soda auf ihren. Natrongehalt— eine neue Flinte— Verbeſſerung an Thürſchlöſſern— Glasröhren zu Brunnenleitungen— Talgbleichen— Moſaikfußböden aus Thonſtückchen— Vor⸗ zeigung der Unterſcheidung von Baumwolle in Wollen⸗ und in Linnengeweben. S dlden Bitte. Für den unglücklichen Simon Brauburger in Obererlenbach ſind eingegangen 30 kr. von W. A. S und 30 kr. von 1. a Es ſind der Unterzeichneten über die wirklich trau— rige Lage dieſes armen Mannes neue Mittheilungen zu— gekommen, die ſie zu der wiederholten Bitte um milde Beiträge für denſelben veranlaßt. Möchte ſie doch nicht unbeachtet bleiben! Die Redaktion. Miuſer I B.. grund, ofen Zuſchag del ant Thel werden. Friedberg d Arbeits per ft. G00 Donne Vorwantags 10 Gaſiwirths Ou turatbeſten fu laſten und o bach, Ockſtrol berg, Oppersbe denbergen, Bu Muinterſteun und bau, Schrein binder⸗, Spengl dann die Liefer Sand in das Venigſinehmend Es wird dieſes lichen Renntnit; werfer zum G die nach der N 1828 porgeſchriet bereils vor Erlas waten. f Itiedberg de Beka (420) An den ken Gedenzfeſte r ſtüher refbr mende dabler; u Gottesdi ulſt agen Anfang 0 auger geier aß gebrat Nodheim den Alen(oem das wohl fü paßt wie di Ur Uderraſchen d ihne cheſchreibun vorleſen un gen einſtreuen eiſtliche, oda n Gemeinde Helegenhei Krcbsſchade elhorgeramt verbverein N zollen⸗ un Loncertz! Bekanntmachungen von Be— hoͤrden. a e ιν Güter- Verſteigerung. (66) Auf freiwilligen Antrag der Kinder der Frau Johannes Wasmutb's Wittwe ſollen Montag den 5. Februar(. J., Vormittags von 9 Uhr an, in bieſigem Rathhauſe deren Guterſtüͤcke, als: 1 Scheuer in der Seegaſſe, 9 Rth. Garten an Katharina Wasmuth, 67 Rib. Garten vor dem Fauerbacher Thor an Steuercommiſſär Bingmann, 53 Rth. Garten an Wilhelm Goll, 41 Rib. Garten am Wild— kautsgraben, 3 V. 38 Rth. im Großwarth— feld an Jungfrau Jenkel, 1 M. 33 Rth. Acker daſelbſt an Ludwig Klockengieſer, 3 V. 31 Rth. daſelbſt an Heinrich Hanſtein, im Kleinwarth— feld 3 V. 33 Rth., bei der Pfingſtweide an Friedr. Kautz 1 M. 1 V. 5 Rlh., an Heinrich Hanſtein im Großgalgenfeld 1 M. 1 V. 2 Ath., an Heinrich Müller 2 V. 7 Rth., am Dachspfad an der Pfarrei 3 V., an Thomas Horn 1 M. 1 V. 28 Rth., an der Landſtraße an Heinrich Horn 2 M. 33 Rth., an Tobias Waltz Wittwe 1 M. 11 Rtb., an Johs. Waas 2 V. 4 Rth., an Karl Reuß im Lachenfeld 2 V. 11 Rth., an Poſthalter Helmolt 1 M. 1 V. 2 Rth., an der Steinrutſche an Caspar Altmannſperger 2 M. 2 V. 20 Rth., an Poſt— halter Helmolt 3 V. 7 Rth, an Adam Stein— häuſer 1 V. 1 Rth. Wieſe im Strasheimer Grund, öffentlich an den Meiſtbietenden auf mehrere Zahlungstermine verſteigert und der Zuſchlag dei annehmbarem Gebote ſogleich er— theilt werden. Friedberg den 17. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ri tz. Arbeitsverſteigerung im Baubezirk Friedberg. (113) Donnerſtag den 8. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Locale des Gaſtwirths Hieronimuß dahier, die Repara— turarbeiten für 844 an den Kameral-Grund— laſten und Forſtgebäuden zu Friedberg, Butz— bach, Ockſtadt, Obermörlen, Griedel, Rocken— derg, Oppershofen, Kaichen, Büdesheim, Hel— denbergen, Burggräfenrod, Vilbel, Rodheim, Winterſtein und Oberau, als: Maurer-, Stein⸗ haucr⸗, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weiß— binder-, Spengler- und Pflaſterarbeiten, ſo— dann die Lieferung von 2½ Cub.-Klafter Sand in das Hofhaus zu Kaichen an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Es wird dieſes mit dem Vemerken zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Hand— werker zum Gebot zugelaſſen werden, welche die nach der Verordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prüfung beſtanden, oder bereits vor Erlaß derlelben Meiſter geworden waren. Friedberg den 27. Januar 1844. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. * Bekanntmachung. (120) An dem den J. Feb. d. J. zu feiern— den Gedenkfeſte der 25jährigen Vereinigung der früher reformirten und lutheriſchen Ge— meinde dahier zu einer evangeliſchen, wird der Gottesbienſt erſt um 11 uhr Vormittags ſeinen Anfang nehmen, welches andurch den an dieſer Feier Theilnehmenwollenden zur Kenntniß gebracht wird. Rodheim den 29. Januar 1844. Für den Kirchen-Vorſtand Jacobi, Bürgermeiſter. Arbeits-Verſteigerung. (120 Dienſtag den 6. Februar 1844, Vor⸗ 39 mittags um 9 Uhr, ſoll in Oberresebach an Ort und Stelle die Wegſchaffung des in den Pfarrhofraithen liegenden Grundes nebſt der dabei vorkommenden Planirarbeit öffentlich an die Wenigünehmenden verſteigert werden. Friedberg den 29. Januar 1844. f Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. N 44. Verſteigerung von Bauarbeiten. (122) Die bei Herſtellung der hieſigen gro— ßen Niddabrücke erforderliche n kr Maurerarbeit, voranſchlagt zu 73— Steinhauerarbeit, 761— Zimmerarbeit, 1965 41 Schloſſerarbeit, 16— Weißbinderarbeit, 40 50 Herbeifuhr des nöthigen eichen Stammholzes und der Bruchſteine, ſo wie die Lieferung von Waſſerkalk und Mauerſand, wird Mittwoch den 14. Februar d. J., Vormittags um 10 Uhr auf der Gemeindeſtube an kautionsfähige Steigerer in Accord gegeben. Florſtadt am 27. Januar 1844. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Appel. Verſteigerung der Arbeiten zur Erbau— ung einer neuen Synagoge in Allen— dorf an der Lumda. (123) Montags den 12. Februar d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Rath— hauſe zu Allendorf an der Lumda die Arbei— ten zur Erbauung einer neuen Synagoge da— ſelbſt, voranſchlagt: 1) die Maurerarbeit zu 853 fl. 32 kr. 2) Steinbauerarbeit 306„ 28„ 3) T' Zimmerarbeit 7737 43% 4)—„ Dachdeckerarbeit 2155—„ 5) PLO Schreinerarbeit 507 32. C0)„ Schloſſerarbeit 100„ 5„ 7)„ Glaſerarbeit 13, 5% 8)— Weisbinderarbeit 174% 487 9) Lieferung von 54,2 Büt— ten Kalk 146 20„ 10) Lieferung von 3,25 Cub. Klftr. Sand 55„ 19„ an die Wenigſtfocdernden verſteigert werden. Indem man dieß zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß der Voran— ſchlag, die Riſſe und Verſteigerungsbedingun— gen in dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Gießen den 30. Januar 1844. Der Gr. Provinzialbaumeiſter Müller. A for deen. (120 Forderungen an den Nachlaß der Wittwe des Georg Friedrich Guth zu Bruchen— brücken ſind Dienſtag den 13. Febr., Nachmittags 2 Ubr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie bei der Theilung nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 23. Januar 1844. Gr. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Landgericht Lö w. Frucht Verſteigerung. (125) Dienſtag den 6. Februar l. J., Nach— mittags um 2 Uhr, ſollen auf meinem Bureau die von den Herrn-Zehnten herrührende Früchte, beſtehend in ohngefähr 4 Malter Waizen, 5 Malter Korn, 4 Malter Gerſte und 14 Mal ter Hafer öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 1. Februar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgerme ſter D. Fritz. Bekanntmachung. (126) Montag den 5. Febr., Morgens 9 Uhr, werden dahier zwei neue Meßruthen, 6 Richtſtühle, für die Feldgeſchwornen und ein neues Glockenſeil an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Oberwöllſtadt den 31. Januar 1844. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Di e. l. XN NN NUNNNRN NN Privat- Bekanntmachungen. Nicht zu uͤberſehen! Empfehlung. (10% ch empfehle mich höflichſt einem geehr— ten Publikum mit allen Gattungen von Uhren, als Taſchenuhren, Pendüluhren, gewöhnlichen Taſchenuhren, Damen- und Cylinderuhren, Wiener Pendüluhren in vergoldeten Rahmen und Allabaſteruhren, alle von guter Qualität, wofür ich garantire und zugleich in einer ſchö— nen Auswahl von Gold- und Broncewaaren, alles zu den billigſt feſtgeſetzten Preiſen, wo— mit ich gewiß glaube meine verehrlichen Kun— den zufrieden zu ſtellen. Schließlich empfehle ich mich wiederholt im Repariren von allen Sorten Uhren, Gold-, Silber- und Broncewaaren, wie auch im Gra— viren, und indem ich gute und billige Bedienung verſpreche, bitte ich um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Januar 1843. Chr. Fr. Eich, Uhrmacher, wohnhaft in der Uſergaſſe. Anzeige (108) Ich mache einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich neben dem ſeit— her von mir geführten Gußwaarenbandel auch mit Staabeiſen handle, wobei ich noch beſon— ders vemerke, daß ich Naſſauer Eiſen von beß— ter Qualität zu dem billigſten Preiſe argebe. Großkarben im Januar 1844. David May J. nn (116) Eine pfauhenne Cleeberg bei Butzbach Januar 1844. Freiherrlich v. Bibraiſche Oekonomieverwaltung Fuchs. eos N iN 2 8 Großes Heſſiſches Anlehen von 2,375,000 fl. Ziehung am 15. Februar 1844. (118) Haupttreffer fl. 20000, 4000, 2000 1000, 2 à 400, 2 à 200, 2 à 100. Unter zeichnetes Handlungsdaus erläßt hierzu Origi⸗ nallooſe 1 fl. 33, nimmt ſolche aber nach der Ziehung à fl. 30 30 kr. wieder zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß nur fl. 2 30 kr. baar einzuſenden ſind. Ziehungsliſten werden prompt zugeſandt. . 3 5 Julius Stiebel junior, Banquier in Frankfurt a. M. A* 51* 1 9 Naſſauer Eiſen und Achſen, (127) für deren Güte wir garantiren und die in großer Auswahl vorrätbhig ſind, verkau— fen zu den billigſten Preiſen Gebrüder Groͤdel. Scheuer verkauf. (128) Bei dem Unterzeichneten ſteht eine noch ſehr gute Scheuer von 41. Länge und 31, Vreite unter ſehr billigen Bedingungen auf den Abbruch zu 9 9 33 Reinhardshain am 258. Januar 1844. J. Krämer. Mühl- Verkauf. (229) unterzeichneter iſt geſonnen, ſeine dahier an der Nidda gelegene Mühle mit dem dazu gehörigen Gelände den 27. Februar einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung auszu⸗ ſetzen. Dieſe Mühle hat vier Räder mit fünf Werken, welche ſich in zwei gegenüberſtehen— den Gebäuden befinden, leidet nie Mangel an Waſſer, hat alle nöthigen Oekonomie-Ge⸗ bäude, ſowie Chauſſee nach Frankfurt, Hanau, Offenbach, Friedberg, Butzbach, Büdingen und Bingenheim, was den Handelsverkebr ſehr erleichtert. Kaufliebhaber können täglich die Mühle einſehen und ſich von der Solidität derſelben überzeugen. Aſſenheim den 30. Januar 1844. Heinrich Hock. Mobilien- Verſteigerung. (130) Montag den 19. Februar und die folgenden Tage werden nachfolgende Gegen⸗ ſtände in hieſigem Hospital öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert:. 10 3 braune Wallach⸗Pferde und das dazu gehörige Geſchirr und 4 Ackerſill, 2) 5 Kühe, 2 trächtige Rinder, 1 Anbindling und 1 Farren, ſchweizer Race, 3) 3 fette Schweine und 16 fette Hämmel, 4) 100 Malter Hafer, N 5) 1 vierſpänniger Wagen mit Erndteleitern und dazu gehörigen Ketten, 6) 1 vollſtändiger Pflug und 1 eiſerne Egge, 7) 1 vollſtändige Brennerei, wovon der Rau⸗ keſſel 130 Maas und der Läutesrkeſſel 75 Maas enthält, 4 Bütten nebſt dazu ge⸗ hörigen Geräthſchaften und 1 Waſſer⸗ pumpe, 8) circa 20 Ohm Branntwein, 9) 15 Fuder Roggen- und 25 Fuder Wai⸗ zenſtroh, eine große Parthie Spreu, welche täglich aus der Hand abgegeben werden kann, 11) ein Mahltrog mit Mahlſtein und ver— ſchiedene Hausgeräthſchaften. Der Anfang geſchieht Morgens um 8 Uhr mit dem Vieh und ſo folgend. Friedberg den 31. Januar 1843. Heinrich Schutt. Eine Wohnung, (1310 die halbe Seite im unteren Stock, beſtehend aus zwei heizbaren Zim⸗ mern, Cabinet, Küche, verſchließbarem Keller, wozu auf Verlangen noch Stall und Boden— raum abgegeben wird, iſt zu vermiethen und kann dieſelbe ſogleich bezogen werden. Friedrich Cbriſtian Sieck vor dem Mainzerthor. Geſchäfts⸗-Eröffnung. 100 (1320 Einem verehrungswürdigen Publi⸗ kum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich mich dahier in meiner Vaterſtadt als Herrn⸗ und Damenſchuhmacher etablirt habe und verſpreche allen Denjenigen, welche mich mit Aufträgen gütigſt beehren, geſchmackvolle und dauerhafte Arbeit. Friedberg. Conrad Ockel, wohnhaft bei Herrn Schweitzer. Anzeige. (133) Indem ich einem geehrten Publikum ergebenſt anzeige, daß ich meine bisherige Woh⸗ nung bei Herrn Reuß verlaſſen habe und jetzt in der ſ. g. Oelmühle wohne, empfehle ich mich zugleich in Beſorgung von Fuhren, die ich ſtets zur Zufriedenheit der mich Beauftra⸗ genden werde ausführen laſſen. Friedberg im Januar 1844. Wittwe Ruppel. * 40 Gaſthaus- Verpachtung. (13 Wegen meines Ueberzugs nach Fried⸗ berg bin ich geſonnen, mein an der Cheauſſee gelegenes Wirthſchaftslokal, beſtehend aus 4 Zimmern, Tanzſaal, 2 Kellern, Stallung für 20 Pferde, Brennhaus, Scheuer, Schwein— ſtällen und Garten mit Kegelbahn, von Petri⸗ tag d. J. an auf 12 Jahre aus der Hand zu verpachten. Auf Verlangen können die Wirth⸗ ſchaftsgeräthe und Ackerland dazu gegeben wer— den. Luſttragende können die Bedingungen bei mir einſehen. Heldenbergen deu 30. Januar 1844. Tobias Thaler. Eine brave Hausmagd (135) wird in eine ſtille Haushaltung ge⸗ ſucht; dieſelbe kann auf Petritag eintreten. Eine ſeparate Wohnung (136) hat der unterzeichnete zu vermiethen. Dieſelbe kann alsbald bezogen werden. Schreinermeiſter Heinrich Dienſtbach Theater in Friedberg. Mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung wird Sonntag d. 4. Feb. aufgeführt: Der Glockner von Notre-Dame. (137) Romantiſches Schauſpiel in 6 Ta⸗ blaux nach dem Roman des Victor Hugo, frei bearbeitet von Charlotte Birch-Pfeiffer. 1ſter Platz 24 kr.— 2ter Platz 12 kr.— Zter Platz 6 kr. Anfang um 5 Uhr.— Die Kaſſe wird um halb 5 Uhr geöffnet.— Schau⸗ platz im Saale des Herrn Mann. Um den auswärtigen Freunden des Thea— ters den Beſuch deſſelben zu erleichtern, wird von heute an daſſelbe jeden Sonntag ſchon um 5 Uhr beginnen. Ergebenſt ladet ein 4 3- A. Ellwanger. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Figaro's Hochzeit. W. A. Mozart. Auszug mit Text. Oper in 4 Acten von Vollſtändiger Clavier⸗ Subſcriptions-Preis 1 fl. 48 kr. Don Juan. Subſcriptions-Pr. 1 fl. 30 kr. eee 54 kr. Die Entführung aus dem Serail. kr Cosi fan tutte. 1 fl. 48 kr. Die Zauberflöte. 172 r. Idomeneo. 1 fl. 30 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 1. Februar. E Neue Louisd'or 111 4 Friedrichsd'or 9 45 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 34 20 Frankſtücke 9 25 Engliſche Souverains 11154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Septuageſimä d. 4. Februar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Kirchenrath Pilger; Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Thylmann. Mittwochs⸗Betſtunde, Nachmittags um 3 Uhr, hält Herr Candidat Wollweber. Fr uch tere ite 1. Feb. 26. Jan. 23. Jan. Gattung. Fried⸗ 5 Groß⸗ berg Mainz gerau fl. rr. Ff. tt. f. cr. Waizen pr. Malter] 930 92519— rr„, 7 30 722 655 Gere,„ 5 301 6151 6— Hafer„ 7 3— 1 31421 315 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 10. Februar 1844. 8 f Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 88 I b 1 Leib⸗Roggenbrod 21 3 2 2 7 77 5 3 512 44 5 65 111 211 Lth. Lth. — Milchbrod 14% 14½ — Waſſerweck 115 105 Gemiſchtes(Tafel⸗⸗ Brod 15 15% Fleiſch-Preiſe. pf pf 1Ochſenfleiſch N- 12— 121— 1 gemäſtetes 10 1110 1 „Kühfleiſch ene N 0 3% gemäſtetes 10— 10— „Kindfleiſch ungemäſtetesſ 8 383 „ Kalbfleiſch 9— 19— „ Schweinenfleiſch 13 266 2 „Hammelfleiſch 10— 10— 1 Schaaffleiſch 7— 14—— „Wurſtvon blos Schweinen 15— 15— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 22— 22— „Schinken 19— 18 „ Dörrfleiſch 19— 19— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 22— unausgelaſſen 20— 20— „Nierenfett 211(— 21— „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſe Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. d geistäthe an die Gr. Gürgermeiſer detreffend. 8 44 Wach doch dusgabe de d derzogeſum Heß der Gr. Archiv Wir weiſen S von uns überſg gemäß auf das ſinzuſenden, ſan Or. Nchivar R digt und mit a Friedberg de U De Kreisr⸗ bereffend: J. Ich weiſe Aahenhauſen zu ud anher einlie Grünber def Bentz: d. a und 1 rüſun