„ l—* rinnen r — 2 Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 67. Mittwoch, den 30. Auguſt 1843. Amtlicher Theil. 7 e Großh. Heſſ. Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an die Großh. Heſſ. resp. Furſtl. und Graͤfl. Solmſiſchen Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffende Die Anpflanzung von Obſtbäumen auf den die Vieinalwege begrenzenden Grundſtücken. Unter Hinweiſung auf die Ihnen mitgetheilte höchſte Verfügung vom 28. Februar 1842 fordern wir FN auf, ſchleunig zu berichten, welcher Bedarf an zu ſetzenden Obſtbäͤumchen nöthig erſcheint, und ob die Setzung im Herbſte oder im Frühjahr künftigen Jahrs vornehmen wollen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 21. Auguſt 1843. K ch Le k. e Folleni us. an der von F. Lucius und G. Knispel zeleiteten Unterrichts- u. Erziehungs— inſtalt zu Darmſtadt.“ Unſere Anſtalt, welche ſeit längerer Zeit dahier eht und ſich des Vertrauens und der regſten Theil⸗ me hieſiger und auswärtiger Aeltern erfreut, hat Zweck, ihre Zöglinge zu körperlich und geiſtig tigen, ſittlichreligiböſen Menſchen heranzubilden. bereitet dieſelben nicht einſeitig fuͤr einen beſon⸗ den Beruf vor, ſondern ſucht ſie vielmehr durch eitige, ebenmäßige Entwicklung ihres Geiſtes zu higen, dereinſt jedweden ihren Neigungen ent⸗ dechenden Lebensberuf zu ergreifen und in demſel— auf der gelegten Grundlage ohne beſondere Swierigkeiten ſich weiter fortzubilden. Sie betrach⸗ * darum die Religion, die Mathematik und die Srachen als die drei weſentlichſten Elemente ihres Terrichts, ohne dabei jedoch den übrigen Lehrgegen⸗ faden die nöthige Sorgfalt zu entziehen.— Sie zumt Knaben, theils nur als Schüler, theils auch weich als Penſionaire, ſchon in ihrem 6. Lebens⸗ Wer über dieſe, von den durch ihre Perſönlichkeit uns Friedbergern lieb gewordenen beiden jungen Männern ge⸗ leitete, Lehr⸗ und Erziehungs⸗Anſtalt weitere Anskunft zu haben wünſcht, beliebe ſich an die Redaction dieſes Blattes zu wenden. jahre zum Elementarunterrichte auf und bereitet ſie vor zu dem Uebertritt in die höheren Claſſen eines Gymnaſiums, in ein polytechniſches Inſtitut, und in eine Handlung oder Militärſchule. Das Inſtitut iſt in vier Claſſen eingetheilt. Der Unterricht beginnt Morgens mit Geſang und Gebet im Winter für die drei oberen Claſſen um 8, im Sommer um 7 Uhr, Nachmittags aber fortwährend um 2 Uhr, und die Schüler bleiben Vormittags bis 12 Uhr, Nachmittags viermal bis 6 und zweimal bis 4 Uhr in der Anſtalt, während die jüngſten Schüler der Elementarklaſſe täglich nur 4 Stunden zu ihrer geiſtigen und körperlichen Entwicklung darin zubringen. Die angegebene Schulzeit zerfällt in Abſicht auf den oben erwähnten Zweck unſerer Anſtalt in Lehr⸗ ſtunden, Vorbereitungsſtunden und in Er- holungsſtunden. Die eigentlichen Lehrſtunden ſind ausſchließlich für den wiſſenſchaftlichen Unterricht, für Bildung des Geiſtes und Gemüthes unſerer Zöglinge beſtimmt. Die in denſelben vorzunehmenden Unter richtsge⸗ genſtände, nebſt der wöchentlich für dieſelben feſtgeſetzten Stundenzahl, wie ſie hauptſächlich im Sommer ſtattfindet, ſind folgende: 1) Religion in 3 Stunden für die beiden oberen Klaſſen, in 2 Stunden fur die Zte Klaſſe; „ 306* 2) Sprachen: A. Aeltere Sprachen: 8 à) Lateiniſch in 6 Stunden fuͤr jede Klaſſe, b) Griechiſch in 3 Stunden fur die erſte Klaſſe; B. Neuere Sprachen: a) Teutſch in 6 Stunden für die Zte, in 4 für die 2te, und in 2 Stunden fur die Ite Klaſſe; b) Franzöſiſch in 4 Stunden für jede Klaſſe. 3) Mathematik: a) Arithmetik in 4 Stunden fur die Zte, in 3 Stunden für die beiden oberen Klaſſen; p) Geometrie in 2 Stunden fur die 2 oberen Klaſſen. ö 4) Geſchichte in 2 St. für die 2 oberen, in 1 St. für die Zte Klaſſe. 5) Geographie ebenſo. 6) Naturkunde ebenſo. 7) Künſte und Fertigkeiten: a) Schoͤnſchreiben in 4 St. für die Zte, in 2 St. für die 2 oberen Klaſſen; b) Zeichnen in 2 St. fur jede Klaſſe; c) Geſang ebenſo; d) Turnen und militairiſches Exerciren in meh⸗ reren Stunden. Der Umfang dieſes Planes geſtattet uns nicht, über alle dieſe Lehrgegenſtände uns weiter zu ver⸗ breiten. Wir beſchränken uns daher auf folgende kurze Andeutungen über einzelne derſelben.— Das religibſe Gefühl in unſeren Zöglingen zu entwickeln und zu ſtärken, eine edle Geſinnung in ihnen zu be⸗ feſtigen und ſie überhaupt zu höherer Sittlichkeit zu führen, haben wir fuͤr unſere erſte und heiligſte Pflicht erkannt, die wir nicht nur in den, dem Religions- unterrichte ausſchließlich gewidmeten Stunden, ſon⸗ dern überhaupt in unſerem ganzen Zuſammenleben mit unſern Schülern ſtets vor Augen haben werden. Unſere gemeinſchaftlichen Morgenandachten, ernſte, religibſe Geſaͤnge und der regelmäßige Beſuch des offentlichen Gottesdienſtes ſollen ebenfalls zur För derung dieſer wichtigen Zwecke dienen.— Für den geſammten Sprachunterricht bildet der Unterricht in unſerer Mutterſprache die Hauptgrundlage, weßhalb ihm beſonders in den unterſten Klaſſen ein weiterer Umfang gegeben iſt. Auch wird dafür Sorge getra⸗ gen, daß Knaben, welche um ihres künftigen Berufes willen ſich etwa der Erlernung der alten Sprachen begeben ſollen, in den hierdurch eruͤbrigten Stunden noch beſondern Unterricht in mathematiſchen Disci⸗ plinen und in der franzöſiſchen Sprache erhalten. Auf den beſondern Wunſch der Aeltern wird auch gegen beſondere Vergütung Privatunterricht in der engliſchen Sprache von einem dahier anweſenden Engländer ertheilt.— Der Unterricht in der Geo⸗ graphie iſt in der unteren Klaſſe mit dem der Ge⸗ ſchichte eng verbunden; jedoch findet auch in den oberen Klaſſen bei dem geographiſchen Unterrichte die Geſchichte möglichſte Berückſichtigung.— Der Zeichenunterricht iſt Anfangs mit der Formenlehre verbunden und erhebt ſich ſodann zum freien Hand, zeichnen.— Penſionäre können auch Privatunterricht in der Muſik von tüchtigen Lehrern erhalten. Zur Unterhaltung und Belehrung unſerer Zög⸗ linge ſollen auch dienen eine mit Sorgfalt gewählte Schulbibliothek, aus welcher woͤchentlich Bücher unter die Schüler vertheilt werden, Vorzeigung und Er⸗ läuterung intereſſanter Natur- und Kunſtgegenſtände, kleinere Reiſen beſonders in die nah gelegene Berg ſtraße, den Odenwald, die Rheingegend und den Taunus, ſowie Einführung in Werkſtätten, Fabrik, und Kunſtlocale. ö In den Vorbereitungs- oder Arbeitsſtun— den werden von den Zöglingen die aufgegebenen Arbeiten unter Anweſenheit und nöthigenfalls unter Beihülfe eines Lehrers gefertigt, ſo daß es mit dem Schluſſe der Schulzeit zugleich auch alle Schular⸗ beiten beendigt ſind und die Zöglinge, frei von Sor⸗ gen für die Schule, im Kreiſe ihrer Angehörigen, die Penſionäre aber in unſerem engeren Familien⸗ cirkel verweilen und durch Lecture, unterhaltende Spiele, durch Uebung auf dem Klavier oder anderen Inſtrumenten ſich nützlich beſchäftigen können. Letztere werden dabei nie ohne Aufſicht gelaſſen und ihre Beſchäftigung ſtets genau geregelt und uͤberwacht; jedoch ſuchen wir in dieſen Stunden ſie vor Allem durch freundlichen und herzlichen Verkehr mit den⸗ ſelben für die Entbehrung des eigentlichen Familien⸗ lebens möglichſt zu entſchädigen. Die Erholungsſtunden ſind vorzugsweiſe der Ausbildung und Kräftigung des Körpers gewidmet und ſo vertheilt, daß in der Regel nie mehr als 2 Unterrichtsſtunden unmittelbar auf einander folgen. Auch fallen dieſelben meiſt für alle Klaſſen zuſam⸗ men, fo daß durch den gegenſeitigen Umgang der Knaben von verſchiedenem Alter ein wohlthäͤtiger Einfluß auf die Charakterbildung derſelben ſich er— gibt und ein familiäres Verhältniß unter ihnen und zu den Lehrern auf ungezwungene Weiſe ſich geſtal⸗ tet.— Während dieſer Erholungsſtunden finden in einem großen, freigelegenen Hofraume unter genauer Beaufſichtigung theils gemeinſchaftliche Spiele, theils Uebungen im Turnen und militäriſchen Exerciren ſtatt.— Außerdem werden die Schüler abtheilungs⸗ weiſe von den Lehrern im Sommer zum Baden, im Winter zum Eislaufe geführt; auch treten bisweilen bei ſchönem Wetter botaniſche Excurſionen und ge— meinſchaftliche Spaziergänge in die ſchöͤnen Wald⸗ anlagen der Umgegend an die Stelle der Lehr- und Arbeitsſtunden.— Die weitere Ausbildung des Kör⸗ pers durch Tanz⸗, Reit- und Fechtunterricht empfeh⸗ len wir der Aufmerkſamkeit der verehrlichen Aeltern. Wöchentlich werden auf den Grund des in jeder Klaſſe befindlichen Cenſurbuches genaue Zeugniſſe uͤber Betragen und Leiſtungen der Schuͤler in ihrem ſogenannten Sittenbuche ausgeſtellt. Durch dieſe erhalten wir uns in fortwährender Verbindung mit den verehrlichen Aeltern, deren ſchriftliche Bemer⸗ kungen über Charakter und häusliches Verhalten der Schüler wir ſtets mit dem größten Danke aufnehmen ein inniges lern, eine Einheit in) zu erhalten. da ihnen n zur Seite ſt ſeine pädat Schulmanne längerer 3e glücklichem e prediget Dr. oberen Klaf licht, wahrt die franz feren Schi gümnaſtiſc Die S Hundstage zu Weihna baſchraͤnken Zeitraum v Penſionäre in unſerer! Oeffe uns aus p dagegen ve Schüler zu wirkſame A kern den n Fortschritte ſächern zu! willkommen krrichts, od local zu ul 8 Das Ho Sgluſſe jed wurd, iſt auf der Clement Sunn. Be uu, uu fein d dringen Hen „ Aunterrg A krbal, uteri 4 ten. 8* erer 9 e aufe Angegeben, toigenfalls a 3 ae unn es mit da e Schul dei von Sz Zugswelſe der tpers gewidmet f ehr als 2 tinander folgel Klaſſen zuſan * magna Angang de wodithatige * 307* und zum Zwecke der Erziehung der Kinder, dieſem withtigen Theile unſeres Berufes, ſorgfältig beachten. — Auswärtige Aeltern erhalten von uns viertel⸗ jährig Nachricht über Verhalten, Fleiß und Fort⸗ ſſchritte ihrer Kinder. Wenn wir wuͤnſchen müͤſſen, daß die Knaben möglichſt frühe unſerer Anſtalt übergeben werden, um dieſelben von vorn herein gründlich und in zweck— mäßiger Stufenfolge unterweiſen zu können, ſo wuͤr⸗ den wir es auch nur zu bedauern haben, wenn ein Schüler unſere Anſtalt vor Vollendung des für die ſerſte Klaſſe beſtimmten Curſus verlaſſen wuͤrde, mit welchem die planmäßig begonnene Vorbildung der Zöglinge erſt völlig beendigt wird. Jedenfalls aber iſt der Austritt eines Schülers den Unterzeichneten drei Monate vorher anzukündigen. Da die Unterzeichneten ihre ganze Kraft der An⸗ ſtalt widmen, ſo ſind ſie in dem glücklichen Falle, mit den Hauptlehrern nicht häufig wechſeln zu müͤſſen und einer größeren Anzahl von Hülfslehrern nicht zu bedürfen, wodurch ſie in den Stand geſetzt ſind, ein inniges Verhältniß zwiſchen Lehrern und Schü— lern, eine ſichere Handhabung der Disciplin, ſowie Einheit in Plan und Methode des Unterrichts dauernd zu erhalten. Es iſt ihnen dieß um ſo eher möglich, da ihnen nur ältere, bewährte, hier anſäſſige Lehrer zur Seite ſtehen. Außer einem ſehr tüchtigen, durch ſeine pädagogiſchen Schriften rühmlich bekannten Schulmanne, Herrn Schaffnit, wirkt ſchon ſeit längerer Zeit ein anderer ſtrebſamer Mann mit glücklichem Erfolge an unſerer Anſtalt. Herr Hof⸗ prediger Dr. Zimmermann ertheilt in den beiden oberen Klaſſen den Religions- und Geſchichtsunter⸗ richt, während ein wiſſenſchaftlich gedildeter Franzoſe die franzöſiſchen Sprach⸗ und Stylübungen der rei⸗ eren Schüler, und ein tüchtiger Turnlehrer die gymnaſtiſchen Uebungen leitet. Die Schulferien dauern zu Oſtern, in den Hundstagen und im Herbſte 14 Tage, während ſie zu Weihnachten und Pfingſten ſich auf kürzere Zeit baſchränken, ſo daß ſie im Laufe eines Jahres den Zeitraum von ungefähr 8 Wochen einnehmen.— Penſionäre können während der Ferien unter Aufſicht in unſerer Anſtalt verbleiben. Oeffentliche Schulprüfungen werden bei uns aus pädagogiſchen Gründen nicht abgehalten; dagegen verſammeln wir mehrmals im Jahre unſere Schüler zu einem Privatexamen, um dieſen eine wirkſame Anregung, uns aber und den übrigru Leh⸗ rern den noͤthigen Ueberblick über die Leiſtungen und Fortſchritte der Zöglinge in den verſchiedenen Lehr⸗ fächern zu verſchaffen.— Auch wird uns Jedermann willkommen jein, der ſich von dem Gange des Un— terrichts, oder von der Beſchaffenheit unſeres Schul— locals zu überzeugen wunſcht. Das Honorar für den Unterricht, welches beim Schluſſe jedes Quartals gegen Quittung erhoben wird, iſt auf 80 fl. jährlich feſtgeſetzt; die Schüler der Elementarklaſſe zahlen nur die Hälfte dieſer Summe. Bei Brüdern findet eine Ermäßigung ſtatt. — pPenſlonaire zahlen außer der genannten Summe 300 fl. jährlich und erhalten dagegen Wohnung, Koſt, Wäſche, Licht, Feuerung, ſorgfaͤltige Aufſicht und gewiſſenhafte Verpflegung. Ein Bett und das noͤthige Linnenzeug haben ſie mitzubringen. Wird das Bett von der Anſtalt geſtellt, ſo wird dafür eine jährliche Entſchädigung von 24 fl. geleiſtet. Halbpen⸗ ſionaire, d. h. ſolche, welche den ganzen Tag in der An⸗ ſtalt bringen und in dem Hauſe der Aeltern und Ver⸗ wandten nur übernachten, zahlen außer obigem Schul⸗ honorar 200 fl. jährlich fur Koſt und Aufſicht. Alle Zahlungen für Penſionaire werden vierteljährig prä— numerirt.— Ein begonnenes Vierteljahr wird für ein ganzes gerechnet; für Ferienzeit und Verſäumniß durch Krankheit kann Nichts in Abzug gebracht werden. Darmſtadt 1843. F. Lucius. G. Knispel. —... Ferner iſt für die Brandbeſchädigten in Bromskirchen bei mir eingegangen: von X. aus F. 1 fl. C. Binder nagel. Bekanntmachungen von Behörden. 1 ν Edict l kad un g. (1111) Der Gr. Schullehrer Buri zu Crainfeld hat ein, in Altenhainer Gemarkung belegenes, Grundſtück, 70/7 D528 190[IKlafter am Trinbacker neben Heinrich Gotta und Heinrich Rahn gelegen, verkauft, kann aber ſeine Eigenthumsrechte daran urkundlich nicht nachweifen, weßhalb alle diejenigen, welche an jenem Grundſtück dingliche Rechte erworben haben, zu deren Geltendmachung binnen 4 Wochen a dato um ſo gewiſſer aufgefordert werden, als nach Ablauf dieſer Friſt der Kaufbrief beſtätigt wer— den wird. Ulrichſtein den 10. Auguſt 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Guter ⸗Verſteigerung. (1142) Da ein annehmbares Gebot bei der am 21. Auguſt l. J. abgehaltenen Guͤterverſteigerung nicht erfolgte, ſo will Frau Oberſteiger Steck's Wittwe Montag den 4. Sept. l. J., Morgens 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe dieſelben einer nochma— ligen freiwilligen Verſteigerung ausſetzen laſſen, wo⸗ bei bemerkt wird, daß der Zuſchlag am Ende der Verſteigerung entweder ſogleich ertheilt oder ver weigert werden wird. Friedberg den 23. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Schaafpferchen-Verſteigerung. (1143) Donnerſtag den 31. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe, je nach dem ſich Liebhaber vorfinden, 5 oder 10 Schaafpferchen, wovon der erſte mit dem 4. Sept. ſeinen Anfang nimmt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 24. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Burgermeiſter D. Fritz. Edictalla dung. (1155) Heinrich Pabſt von Wohnfeld beabſichtigt, eine, in daſiger Gemarkung belegene, auf den Namen des Ludwig Pabſt von dort im Flur⸗ und Grund⸗ buch eingetragene, ihm jedoch nach deſſen Anerkennt⸗ niß, zugehörige Wieſe, 192/1 11/164 114 UKlftr. im Wohngarten, an Adam Krämer jun. gelegen, zu verkaufen, kann aber ſeine Eigenthumsrechte durch richterlich beſtätigte Erwerbsurkunde nicht nachweiſen, weßhalb alle diejenigen, wel he an der erwähnten Wieſe Eigenthums⸗ oder ſenſtige dingliche Rechte anſprechen können, aufgefordert werden, ſolche um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen a dato dahier anzu⸗ zeigen und zu begründen, gegenfalls der anderweiten Dispoſition Statt gegeben und der deßfallſige Kauf⸗ brief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 23. Auguſt 1843. a Großhl. Heſſ. Landgericht daf. Ray 5. Waldſtreu⸗Verſteigerung. (1156) Freitag den 1. September l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Niedermörler Gemeinde⸗ wald, Schlag Nro. VIII., circa 20 Haufen Wald⸗ ſtreu, aus Moos beſtehend, an Ort und Stelle meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Niedermörlen den 26. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dey. Bekanntmachung. (1157) Vom 1. Septbr. bis zum letzten Oktober d. J. ſollen, um Raum zu gewinnen, ausgetrocknete Braunkohlenklötze, vorzüglicher Qualität auf den Fürſt⸗ lichen Bergwerken in herabgeſetztem Preiſe und zwar zu Wölfersheim zu 9 kr. und zu Weckesheim zu 8 kr. der Centner abgegeben werden. Hungen den 25. Auguſt 1843. Der Fuͤrſtliche Solms. Rentamtmann Kießling. Obſt⸗Verſteigerung. (1158) Montag den 4. September, Vormittags um 9 Uhr, ſoll das hieſige Gemeindeobſt, beſtehend in circa 250 Malter Birnen und Aepfel, öffentlich an Ort und Stelle dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Steinfurth den 25. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Grummetgras⸗-Verſteigerung. (1159) Donnerſtag den 31. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras von circa 50 Mor⸗ gen Gemeindewieſen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Steinfurth den 25. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Thönges. Arbeits⸗Verſteigerung. (1160) Montag den 4. September l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in der Wohnung des Herrn „% 308„ Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Main⸗ zerthor dahier die Verfertigung eines neuen Thors von Eiſen an den Kirchhof zu Niederrosbach offent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Voranſchläge und Zeichnungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 27. Auguſt 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Nr Privat⸗Bekanntmachungen. Eine vollſtändige Wohnung, (1154) welche im Oktober bezogen werden kann, hat zu zu vermiethen Leonhard Füller. Verlornes. (1161) Samſtag den 26. Auguſt, Nachmittags iſt auf dem Wege von Großkarben nach Friedberg bis in die Burg ein goldener Armreif mit rothen Korallen verloren worden. Der redliche Finder wird erſucht, dieſen Armreif an H. Theobald im Tr app'ſchen Gaſthauſe gegen eine gute Belohnung abzugeben. Einladung. (1162) Sonntag den 3. September iſt gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Bönſtadt. Konrad Wieg and. 60 bis 70 Ohm vorzüglichen Aepfelwein (1163) hat die Unterzeichnete aus freier Hand zu verkaufen. Jacob Heil's I. Wittwe in Butzbach. l Zum Verkaufen. (1164) Eine ſehr bedeutende Parthie reingehaltener, guter und ſtarker Fäſſer, 3 bis 4 Ohm haltend, welche ſich namentlich zu Lagerfäſſern für Aepfelwein, Bier und Brandwein ſehr gut eignen, iſt bei mir zu äußerſt billigen Preiſen im Ganzen oder auch vereinzelt zu verkaufen. g Auch habe ich noch eine Parthie dauerhafter Fäſſer, zu Pfuhlfäſſern ſehr tauglich, welche ihrer Billigkeit wegen ſehr zu empfehlen ſind. Großenlinden den 24. Auguſt 1843. Jean Goſſi. Für einen geſitteten jungen Menſchen, (1165) welcher im Leſen und Schreiben nicht un⸗ erfahren iſt und ſich auf irgend einen Beruf vorzu— bereiten wünſcht, ſindet ſich gegenwärtig eine Gele⸗ genheit. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Meine Obſtkelter (1166) ſteht gegen billige Vergütung zu Jedermanns Gedrauch bereit. J. Koch, Friedberg. Eich⸗ und Kuͤfermeiſter. Eine Kartoffelmühle, (1167) ganz neu und ſehr gut gearbeitet, iſt zu verkaufen, und nimmt der Verkäufer Brandwein ſtatt Zahlung an. Wo? ſagt die Expedition d. B. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Heſſe Unſer ter nur von den Hammers du blicke durch einen flucht“ von Jahren lung in ſeine cher Mitglied. berbinden;— 1837 beſtehen Grünberg un Aach heut Vereined in die Landesze tuten ihnen wurden dur beſondere di ten Nacht ve abgehalten, eine nicht a gegen 11 Uhr Der Präſider lung durch e er vieles Er keitsſache m vorjährigen Männer den den freundli Vereine vor 1 die 2 rei 5 9 Jerſonen in