Intelligenzblatt fuͤr die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, f die Kreiſe Friedberg, Grunberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M249. Mittwoch, den 28. Juni 1843. Ein neues Halbjahr- Abonnement auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen beginnt am nächſten 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den Abonnenten zunächſt 1 löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: pr. Semeſter 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— nſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr., die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſe⸗ raten: Alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochsblatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtagsblatt. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Verbot der Anlage von Stroh⸗ und anderen feuergefährlichen Dächern, resp. deren Reparatur. Da die Höchſten Verordnungen in obigem Betreffe vom 20. Aug. 1811 und 6. Okbr. 1812 wie ich wahr⸗ genommen, nicht uberall mit gehöriger Strenge vollzogen werden, ſo ſchärfe ich Ihnen dieſelben ſtrengſtens ein. Sie werden demgemäß genau darauf achten: 10 daß nirgends feuergefährliche aus Stroh oder hölzernen Schindeln beſtehende oder mit Holzſpähnen unterlegte neue Dachbedeckungen angelegt werden; 2) daß Gebäude, deren bereits beſtehenden feuergefährlichen Dächer der Art einer Reparatur bedürfen, ehe Hand an Solche gelegt wird, vorerſt von verpflichteten Bauverſtändigen(den Feuergeſchwornen) beſichtigt und unterſucht werden, ob ſie mit nicht feuergefaͤhrlichen Dächern, namentlich mit Schiefer⸗ ſteinen oder Flachziegeln beſchwert werden können oder nicht; ſodann 3) dieſes Gutachten, worin ſie ſich noch beſonders darüber zu äußern haben, ob der Eigenthümer ver⸗ mögend ſey, das letzterwähnte Reparaturmaterial anzuſchaffen, mit Bericht zur Entſchließung dahier vorzulegen, endlich aber 4) dafur zu ſorgen, daß alle Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften alsbald bei mir zur Anzeige gebracht werden, damit dem. 4 der erſterwähnten Verordnung gemäß nicht allein die polizeigericht— liche Beſtrafung veranlaßt, ſondern auch die Abreißung des vorſchriftswidrig neu gedeckten oder reparirten Dachs von mir verfügt werden könne. Dieſe Verfügung haben Sie zugleich in geeigneter Weiſe zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg den 27. April 1843. Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Maria, Konrad Finkernagels Wittwe, von Ruppertenrod wegen Landſtreicherei. Die nachſtehend ſignaliſirte Maria Finkernagel von Ruppertenrod, welche Correctionshausſtrafe zu * 232 verbüßen hat, iſt aus ihrer Heimath entwichen, und ſind bis jetzt alle polizeilſchen Nachforſchungen zur 80g Entdeckung ihres dermaligen Aufenthalts erfolglos geblieben. 9 Ich weiſe Sie daher an, dieſelbe im Betretungsfalle zu arretiren und anher gefänglich einzuliefern. 1 Grünberg den 21. Juni 1843. e 103)— Signalement: Alter: 44 Jahre, Größe: 6“ 6% Haare: hellblond, Stirn: ſchmal, Augen: grau, taunfelſt Augenbraunen: blond, Naſe: lang, Mund: gewöhnlich, Kinn: ſpitz, Geſicht: ſchmal, Geſichts farbe: I. ſaſtein, we geſund.— Beſondere Zeichen: etwas blatternarbig und ſommerfleckig. 4 ag. 125 4 0 ö 10 Uhr,„ ö „ behalt pöchſ Derſelbe an dieſelben.% 1 10 1 Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge fuͤr 1844. 5 apelb. Sie werden ſo zeitig für Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge fuͤr 1844 ſorgen, daß ſolche bei J Guard an Vermeidung der Abſendung von Strafboten bis zum letzten Juli bei mir eingelangt ſind. Gegenſtände Grünberg den 22. Juni 1843. Ou vr ier. 1) ein 10 netel⸗ g 1 5 f n. d Das Großherzoglich Heſſiſche Landgericht Gruͤnberg N 3 1 5 5 an die Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Landgerichtsbezirks. 1 0 90 1 f. Betreffend: Die Bitte des Landgerichtsdieners Gröninger daher, um Aſſiſtenz in ſeinen Dienſtverrichtungen. 1 dune z Zu Ihrer Nachricht und Bemeſſung ſetze ich Sie hierdurch in Kenntniß, daß heute Konrad Voneiff und Ge von hier en Folge höherer Ermächtigung als Subſtiſtut des Landgerichtsdieners Gröninger verpflichtet, 9 genau und in ſeinen Dienſt eingewieſen worden iſt. pachtun Grünberg den 24. Juni 1843. Welcker. keichnet Pachtlie 5 iſchen K Ueber das Betteln. 11 Das Betteln? Was geht uns das Betteln an? werdet ihr ſagen; wir haben einen ganzen Rock, zu eſſen und zu trinken, ſchafft uns di: Bettler vom Halſe.— Freunde, es gehen mehr Leute betteln, als man glaubt, nur auf verſchiedene Weiſe. Man wagt nur eine gehorſamſte Bitte, bittet um Unterſtützung, Honorar, Gage, Trinkgeld, Ehrenſold, Lohn, Aner— kennung, Eintrittsgeld, Abonnement, Subſcxiption, Vorſchuß, Zuſchuß, Verguͤtung, Berichtigung für Aus— lagen, Empfehlungsbriefe und wie ſonſt die Um— ſchreibungen des Bettelns heißen mogen. Europa hat 240 Millionen Ew.— und damit 12 Millionen mehr als vor 10 Jahren. Täglich mehrt ſich die Anzahl, täglich mehrt ſich die Armuth, obgleich es ſchon an 13 Millionen entſchiedene Arme und darunter mehrere Millionen privilegirte Bettler gibt— die ſchamhaften Armen nicht mit gezählt. Arme muß es geben, ſonſt wuͤrden Alle eſſen und niemand kochen und auftragen wollen; Bettler muß es aber nicht geben. Es werden ungeheure Summen jährlich zur Abſtellung der Bettelel ange— wendet— es hilft nicht viel. Die Verwaltung koſtet zu viel. Solche Aemter müßten um Gotteswillen gethan werden; Menſchen, die auf Erden nichts als Geld und Longweile haben, müßten ſie übernehmen und dafür irgend einen Titel zum Lohn nehmen. Ein anderer Grund des Uebels liegt in der Art, wie die Bettler an manchen Orten beſtraſt werden: man arrctirt ſie, hält ſie eine Zeit lang bei anderem Geſindel feſt und entläßt ſie ſchlauer und gewandter als ſie gekommen waren. Die Ausſchließung, die einen Beſtraften unter den ehrlichen Leuten brand— markt, treibt ebenfalls zu Trotz und größerer Ver⸗ dorbenheit, am meiſten ſind aber der geſteigerte Lu⸗ rus und die vermehrten Bedürfniſſe in den untern und mittlern Ständen als Quellen der Verarmung anzuſehen. Putz und Modeſucht, das Traktiren und Feſtgeben hat Manchen an den Bettelſtab gebracht.— Wie vlele, die aus dem„Sich ⸗etwas-zu Gute thun“ eine Gewohnheit machten, gewöhnten ſich ans Trin⸗ ken, an den Brantwein! der ſie um Geſundheit, Haus, Hof, Ehre und Alles brachte. In großen Städten wird die Bettelei auf eigene Weiſe getrieben. Einige miethen verkrüppelte Kinder, um die Herzen der Vorübergehenden zu rühren, Andre— entſtellen ſich ſelbſt, um durch Müſſiggang und Bet⸗ telei der Arbeit zu entgehen: Mit jungen geſunden Bettlern ſollte man kein Mitleid haben. Man ſoll ihnen ſagen, wo ſie Ar⸗ beit finden; ſonſt hilft man Diebe und Betrüger er⸗ ziehen. Ja, es muß noch dahin kommen— ob wir's gleich nicht erleben werden— daß es in den chriſt⸗ lichen Staaten keine Bettler und Betrüger mehr giebt, ſondern lauter glückliche ehrliche Leute, die ſich gegenſeitig freudig belfen bis ſie dieſes Erdenbettel⸗ neſt gegen das beſſere Jenſeits vertauſchen, wo das Geld ſo tief geſunken iſt, daß es kein Menſch mehr haben will, da das Geld der andern Welt nur das Herz, das Gemüth der Geiſt iſt, und das, was wir hier Edles und Gutes vollbrachten. Ferner ſind für den erblindeten Zimmer in Niederweiſel eingegangen: von R. in H. 2 fl. 42 kr. 5 f C. Binder nagel. zung einer 0 werden hierz Braunfe F. E (807) Ko beabſichtigen in Bobenhar VIII/72 30 ehr von! ohne ſich al werden dahe an dſeſer W gewiſſer bim und zu begr Eigenthums! Ulrichſt (824) A Friedrich von Berge von Leibese bach Ungar ſtüher und ſurben iſt, lächſten ſon Ebſchaft ge geh, welche biden wolle ſogewiß in old Ilche bei 1 * 233* Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Verpachtungs⸗ Anzeige. (493) Den 8. Auguſt d. J. ſoll das Fürſtl. Solms⸗ Braunfelſiſche Hofgut zu Stockhauſen, Amts Grei⸗ fenſtein, welches Petritag 1844 leihfällig wird, in dem Locale der unterzeichneten Stelle, Vormittags 10 Uhr, öffentlich an den Meiſtbietenden, unter Vor⸗ behalt höchſter Genehmigung, verpachtet werden. Die Pachtung dieſes Hofguts, welches 2 Stun⸗ den von Braunfels und etwas weiter von Wetzlar und Weilburg, in einer ſchönen und fruchtbaren Gegend an der Lahn gelegen iſt, umfaßt folgende Gegenſtände: 1) ein geräumiges Wohnhaus, Brau- und Bren⸗ netei⸗Gebäude, ſowie Scheuer und Stallungen, 29 p. p. 82 Morgen Ackerland, 3) p. p. 58 ¼ Morgen Wieſen, 4) p. p. 5¼ Morgen Gartenland und einige ſon⸗ ſtige Nutzungen, die in den Pachtbedingungen, denen zugleich das Inventarium an Vieh, Schiff und Geſchirr beigefügt iſt, und welche in oben— genanntem Lokale 14 Tage vor erfolgender Ver⸗ pachtung eingeſehen werden können, näher be— zeichnet ſind. Pachtliebhaber, die ſich über die nöthigen öko⸗ u iſchen Kenntniſſe, ſowie über die Mittel zur Stel⸗ lang einer Caution von 1500 fl. ausweiſen konnen, werden hierzu eingeladen. Braunfels den 17. März 1843. Fürſtlich Solmſiſche Rentkammer daſelbſt Denhardt. Edictalladung. (807) Konrad Horſt's Eheleute von Oberohmen beabſichtigen über eine, in ihrem Beſitz befindliche, in Bobenhäuſer Gemarkung belegene Wieſe 826/12 VIII /72 301 Klafter in der Steinbach, von Martin Liehr von Unterfeibertenrod begrenzt, zu verfügen, ohne ſich als Eigenthümer ausweiſen zu können. Es werden daher alle diejenigen, welchen dingliche Rechte an dieſer Wieſe zuſtehen, aufgefordert, ſolche um ſo— gewiſſer binnen 4 Wochen à dato dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls die auszuwirkende Eigenthumsurkunde beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 9. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Edictalla dung. (824) Am 8. Novbr. 1841 ſtarb zu Vilbel, Clara, Friedrich Freudenbergs Wittwe, eine geborne Becker von Bergen, ohne Teſtament und Hinterlaſſung von Leibeserben. Da, wie ſich ergeben, der einzige nach Ungarn übergezogene Bruder derſelben noch früher und ebenfalls ohne Kinder zu hinterlaſſen, ge⸗ ſtorben iſt, ſo ſind nun die hierorts unbekannten nächſten ſonſtigen Inteſtaterben der Verlebten zur Erbſchaft gerufen, und werden deßhalb alle diejeni⸗ gen, welche an den fraglichen Nachlaß Erbanſprüche bilden wollen, hiermit aufgefordert, ihre Anſpruͤche ſogewiß im Termin Mittwoch den 19. Juli, Morgens 8 Uhr, vor dahieſigem Landgerichte geltend zu machen und zu begründen, als ſonſt auf die unangemeldet blei⸗ benden Erbrechte keine Rückſicht genommen und die Erbſchaft den ſich gemeldet habenden nächſten Erben ausgeantwortet werden wird. Groskarben den 9. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Oeffentliche Bekanntmachung. (894) Freitag den 14. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll der ſogenannte Vogelsbergerhof bei Köd— dingen, Kreis Grünberg, beſtehend in ungefähr 130 Morgen Ackerland und 84 Morgen Wieſen beßter Qualität, ſowie eine Hütgerechtſame mit 80 Stück Schaafen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ebenſo ſoll auch an dieſem Tage das dies jäh⸗ rige Heugras verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt im obigen Termin am Hof ſelbſt. Koͤddingen den 22. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Rühl. Frucht⸗Verſteigerung. (895) Montag den 3. Juli, des Morgens 10 Uhr, ſollen bei Fürſtlicher Rentei Griedel 80 Säcke Korn und 60 Achtel Gerſte in kleinen Parthieen verſteigt werden. Beim Zu⸗ ſchlag haben die Steigerer zwei ganze Thaler, Preußiſch Courant, pr. Achtel zu erlegen. Griedel den 24. Juni 1843. Der Rentamtmann Friedrich. Pro cla m a in Sachen des Vormundes der Johannes Rack'ſchen Kinder, Eliſabeth, Katharina und des Chriſtian Rack, erſtere jetzt volljährig geworden, Namens Con⸗ rad Eichler, zu Dorheim, Kläger gegen den Con— rad Rack daſelbſt, Verklagten, Theilung betr. (896) Zum Zwecke der Theilung ſollen die auf die Namen des Johannes und des Conrad Rack zu Dorheim cataſtrirten, in daſiger Gemarkung in der Aepfelgaſſe gelegenen zwei halben Scheuern, welche mit noch anderen, jedoch nicht zum Verkaufe kommenden Immobilien pagina 338 M. Buchs cataſtrit ſind, und mit dieſen zuſammen 1 Viertel 17 Ruthen hal⸗ ten, öffentlich verkauft werden, und iſt dazu Verſtei⸗ gerungstermin auf den 17. Juli d. J. und eventuell weiterer auf den 14. Auguſt d. J., beide Vormittags 9 Uhr, in das hieſige Amtslocal anberaumt worden, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden. Dorheim den 19. Juni 1843. Kurfürſtl. Heſſ. Juſtiz-Amt Schirmer. vt. Gerlach. Bekanntmachung. (897) Am 9. d. M. wurde die Leiche eines unten näher bezeichneten Mannes, der bis jetzt unbekannt geblieben iſt, im Oberſtedter Gemeindswald, Diſtrikt Tannenfeld, aufgefunden. Man erſucht daher alle diejenigen, welche etwas Näheres über die Perſon des Verlebten anzugeben wiſſen, Auskunft anher zu⸗ ertheilen, wobei man bemerkt, daß die Leiche auf dem Todtenhofe zu Oberſtedten beerdigt worden, die Kleidungsſtücke aber 3 Monate lang behufs der An⸗ erkennung auf dem dortigen Gemeindehauſe werden aufbewahrt werden. Homburg den 17. Juni 1843. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. Beſchreibung der Leiche: Dieſelbe iſt 5 Fuß 5 Zoll groß, von musculöſem Körperbau, unterſetzter Statur, hat dunkelblonde Haare, hohe Stirne, dunkelbraune Augenbraunen, braune Augen, aufgeworfene Naſe, rundes Geſicht, dunkelbraunen Backenbart, gewöhnlichen Mund mit wohlerhaltenen Zähnen— jedoch ſind auf der linken Seite des Mundes 4 Zähne ausgefreſſen, wie ſich bei Leuten findet, welche aus irdenen Pfeifen zu rauchen pflegen,— rundes Kinn. 5 Bekleidet war die Leiche, mit einem blauen baum— wollenen Kittel, einer blauen Tuchweſte mit meſſin⸗ genen Knöpfen, einem Paar Hoſen von blaugrauem Hausmacherzeug, einem Paar Unterhoſen von grauem baumwollenem Zeug mit beinernen Knöpfen, einem leinenen Hemde und rindsledernen Schuhen mit Rie— men und ſtark mit Nägel beſchlagen, ſodann wurde neben der Leiche eine Kappe von grauem baumwol⸗ lenem Zeug mit ſchwarzem Lederſchild, das auf der einen Seite abgeriſſen war, aufgefunden. Sämmtliche Kleidungsſtücke ſind wohlerhalten, nirgends zerriſſen und ohne alle Zeichen. Holz ⸗Verſteigerung. (898) Montag den 10. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Freiherrl. von Died'ſchen Schnei⸗ derwalde dahier, 19) 20000 Eichenlohſchälwellen von vorzüglicher Güte und Nachmittags um 1 Uhr in dem Kirchwalde 29 9000 Backwellen u. 3) 1500 Buchenaſtholzwellen öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Ziegenberg den 26. Juni 1843. Kirchner. Gras ⸗Verſteigerung. (899) Mentag den 3. Juli, Nachmittags 5 Uhr, ſoll das diesjährige Gras der hieſigen Gemeinde in verſchiedenen Abtheilungen auf den Wieſen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt in der Hellerswieſe. Waikartshain am 21. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Teuller. Gras⸗Verſteigerung. (900) Donnerſtag den 29. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſoll das der hieſigen Gemeinde zuſtehende Gras zu Heu, circa 26 Morgen, Parzellenweiſe an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach den 22. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter er gert. „ 234 Arbeits⸗Verſteigerung. (901) Mittwoch den 5. arbeiten an den Ortsſtraßen und Vicinalwegen an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden, als I. an der Ortsſtraße: 5 Pflaſterarbeit voranſchlagt zu 7 fl. 16 kr. Steinbrechen e Steinfahren a 6„—„ Steinſetzen—„ 45„ Pflaſterſand zu liefern 36% II. an der Weede: 1 voranſchlagt zu 4 fl. 24 kr, Mauerſteine zu brechen 28 7:, fahren 24„— , ſetzen 3 Mauerſand zu liefern Waſſerkalk zu liefern 53„ 48 laufende Fuß Deckplatten zu liefern 19 Pflaſterarbeit. 25„ 36, Pflaſterſteine zu brechen 11 12 77, fahren 9„ 36, 77„ ſetzen 1 17 Pflaſterſand zu liefern 13 „. 5 IV. an dem Kühweg: Planir- und Grabenarbeit voranſchlagt zu 111 fl. V. an der Sandſtraße: Handarbeiten voranſchlagt zu 1 fl. 30 kr. Maurerarbeit 8% 2, Rockenberger Deckplatten zu liefern 11„ 36„ Mauerſteine zu liefern N Waſſerkalk zu liefern 5„—„ Mauerſand zu liefern 8 3„ 36„ Hand- und Planirarbeit 3„— 7 7 Man ladet Steigluſtige hierzu ein, indem man dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringt. Södel den 24. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. N Privat- Bekanntmachungen. i 18,000 fl. (902) liegen gegen erſte Inſätze und gegen 4½ pCt. Zinſen bereit. Briefe franco. Friedberg am 26. Juni 1843. f Philipp Conrad Kopp. Haus ⸗Vermiethung. (903) Die vormals Frantziſche Behauſung, auf dem Hauck gelegen, beſtehend in vier heizbaren Zim⸗ mern, einem heizbaren Cabinet, einer Magdkammer, einer freundlichen Kuͤche, einem Keller, einem Spel⸗ cher mit Geräthkammer und einem Gärtchen iſt zu vermiethen und kann vom 1. Auguſt laufenden Jah⸗ res an bezogen werden. Friedberg den 25. Juni 1843. Trapp III. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — Juli 1843, Mittags Uhr, ſollen zu Södel nachbenannte Unterhaltung 9 wöchent 1 Ii. Gene ae lidl Juſeratgebüß! daten: Ale bi bend eintreffen — Da ti an Brod u. Früchte im mehrfach kl. ſo werden nomen, die „daß „esp „wurd Nach jaͤhrige M d. J. vorge Es h. Allert Allenh Atenh. Beltert Bernsf heckers Iddor