Srenen! e iſt g abernagzel meri e⸗Amerika. N Amerikaner, rer Zeit einen id den Amerika, Gte Auflage. 18 kr. in Friedberg Bande erſchienene rl Spindler, neueſten Romane pet, Boz, Fly n gemi, in un, rd alſt Jeder⸗ d this bat, die peblfalen Taſchen⸗ ict vir könnten zeit wegen, gefloſſenen en Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemtinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. *.—— Sonnabend, den 24. Juni 1843. D r Ein Concert. Kaum war ich in Nürnberg angekommen, ſo drachte man mir den Zettel worauf ſtand: Hans Flügels Schwanengeſang im Wallfiſch. Es war derſelbe dicke Herr mit der großen Perücke, den ich im Poſtwagen geſprochen und der bei Erwäh⸗ nung der Maultrommel oder des Brummeiſens uns die in Papier gewickelten Gänſegurgeln vorgezeigt und geſchworen hatte, daß er aufs zarteſte darauf ſpielen könne. Wir ſtiegen eilends die Treppen des Wallfiſchs hinauf; der Schwaniſt war ſchon ſchwarz gekleidet auf der Bühne. flüſterte der Declamator mir plötzlich ins Ohr, aber ſagen Sie ja keinem Menſchen etwas davon: Ich werde in den Pauſen, zur Unterſtützung des Virtuo⸗ ſen, Schillers Glocke nebſt deſſen Eiſenhammer de⸗ clamiren. Ich habe zu dem Behuf beide Stücke in der Poſt vor, dem Spiegel einſtudirt; ſie würden etwa ſo lauten!—— Still, ſtill, das Concert geht an. Flügel hatte die Gänſegurgeln in Ordnung ge⸗ legt, machte nun eine tiefe Verbeugung, und ſetzte eine an den Mund. Zuerſt vernahm man nur ein ſanftes Lispeln, bald kamen die Toͤne näher, bis ſie endlich, zum Choral und Orgelton angeſchwollen, bis zum leiſen Hauche verſchwanden. Der Schwaniſt hatte die Melodie geſpielt: Hebe, ſieh in ſanfter Feier ꝛc. Es iſt mir, als hörte ich lauter Schnee⸗ glöckchen, lispelte der Declamator, o ſehen Sie den weißen Schwan, der ſich in die Luft erhebt, jetzt läßt er ein Ei fallen— das war die Cadenz. Jetzt, o ſehen Sie, das weiße Täubchen aus dem Ei her⸗ vorſchweben— jetzt lauter Silberglöckchen, Millio— nen Schneeflöckchen mit denen die Erde wie mit einem Reif gepudert iſt? Ich verſſcherte, nichts zu ſehen, als den verruchten Dampf der vielen Tabaks⸗ pfeifen. O, flüſterte ein Tribunalrath, jetzt hängts noch an einem Zäſerchen— Gott ſei Dank, jetzt kommts doch gröber; es war Einem ganz angſt.— Es wäre mir lieber, ſagte der Speiſemeiſter neben Ich habe einen göttlichen Einfall, mir, wenn auf einen ſo feinen Ton jedesmal ſo⸗ gleich ein derber Schlag auf eine Pauke oder ein Tritt mit dem Fuß nachfolgte: denn ſo iſt es eine Suppe ohne Brocken;— aber einzig bleibt es. doch, mit einer Gänſegurgel, die man ſeither kaum zum Pfeffer brauchen konnte! nein das iſt außerordent⸗ lich, unerhört!— Chalatancrie! rief eine breite lange Maſchine, die ſich langſam von ihrem Sitz er⸗ hob, eine lange Balancierſtange als Stock in den Händen trug, und ſich Profeſſor Sewimmgürtel von Mittelſalz nannte. Ich habe den Kerl in Mit⸗ telſalz gehört; er war mir gleich verdächtig; ich dachte dem Ding nach, reiſte hierher und brachte den Herrn Canditaten hier mit, dem ich eine Ab⸗ handlung über den Fall ſchreiben werde zu ſeinem Doktorexamen. Die Dekapirung des Kerls ſoll aber publice geſchehen und das Manöver ſogleich begin— nen. Sie Herr Candidat haben nur der Richtung meins Zopfs zu folgen. f Noch war der ganze Saal in Entzücken verloren; der Schwaniſt ſpielte die Melodie: das Grab iſt tief und ſtille ꝛc. Da ſchlich Schwimmgürtel ſich leiſe hinter dem Schwaniſten her uud lüftete mit ſeinem Stock, den er wie eine Picke trug eine Locke der Perücke: ſehen Sie, flüſterte er dem Candidaten zu, ſehen Sie den Betrüger! ſehen Sie da die Walze!— und puff! hing Flügels Perücke an des Profeſſors Stock und ſpielte fort. Allgemeines Getümmel; der Profeſſor zeigte triumphirend die Perücke, bis ſie ausgeſpielt, im Saale herum; todtenbleich ſtand Flügel, noch immer die Gänſegurgel feſt am Mund. Nun wurde ein löbliches Polizeiamt angerufen und die Zerle⸗ gung der Perücke begonnen. Es ergab ſich— der Candidat ſchrieb heftig nach— ein verborgenes Glocken⸗ und Flötenwerk. wozu der Haarbeutel den Blaſebalg abgegeben hatte. Die Gaͤnſegurgel wurde blos pro forma in den Mund geſteckt. Das Erſtaunen war allgemein; Flügel der ohne Perücke unkenntlich war entwiſchte leicht. Einige lachten, andre räſonirten laut, und manche, die eben noch ſtumm vor Entzücken dageſtanden, ja in Thrä⸗ nen zerfloſſen waren vor Rührung, nannten das Ganze ein ſchlechtes Geroll, das ſie ja alsbald für das erkannt hatten, was es wirklich geweſen.— Juſt. Kerner, Reiſeſchatten. Bekanntmachungen von Behoͤrden. 9 Heugras⸗Verſteigerung. (854) Freitag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll das diesjährige Gras zu Heu von ungefähr 12 Morgen Gemeinde-Wieſen in mehreren Abtheilungen meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung des Obigen erſucht. Wettſaaſen den 15. Juni 1843. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Höck. Schaafpferche⸗Verſteigerung. (862) Montag den 26. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen zehn oder auch nur fünf Schaafpferchen, wovon der erſte mit dem 30. d. M. anfängt, ſtatt in hieſigem Rathhauſe wegen der Muſterung auf meinem Bureau öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 19. Juni 1843. 5 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Edictalla dung. (874) Johann Konrad Eiferts Eheleute von Meiches beabſichtigen einen Theil ihres Gut's ihrem Sohne Johannes Eifert im Anſchlag zu überlaſſen, einen anderen Theil deſſelben haben ſie aber öffentlich ver ſteigern laſſen. Da ſie ſich nicht überall über den Erwerb dieſes Gut's ausweiſen können, ſo wer⸗ den alle diejenigen, die auf dieſes zu veräußernde Gut, worüber Flurbuchs-Auszüge in den Acten zur Einſicht offen liegen, dingliche Rechte begründen koͤn⸗ nen, aufgefordert, dieſe ſogewiß binnen vier Wochen a dato dahier anzuzeigen, gegenfalls der anderweiten Dispoſition Statt gegeben und die deßfallſigen Ur⸗ kunden beſtätigt werden. Ulrichſtein den 18. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Ray ß. Verſteigerung von Bauarbeiten. 875) Freitag den 30. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Rathhauſe zu Münzenberg die einer Reparatur im 2. Pfarrhauſe daſelbſt vorkommenden Arbeiten, nämlich: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 24 fl. 6 kr. 2) Schreinerarbeit 204„ 23„ 3) Schloſſerarbeit 94„—„ 4) Glaſerarbeit N 4„ 26„ 5) Weißbinderarbeit 104„ 59„ unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Grünberg den 19. Juni 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Holzapfel. * 228* Gras ⸗Verſteigerung. (876) Dienſtag den 27. Juni l. J, Mittags 11 Uhr, ſoll das Gemeinde⸗Heugras in circa 130 Mor⸗ gen auf Ort und Stelle dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 3 Traishorloff den 19. Juni 1843. Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter Momberger. Arbeits ⸗Verſteigerung. (877) Dienſtag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Petterweil nachſtehende Arbeiten, nämlich: fl. kr. 1) 130[1 Ktr. Pflaſterarbeit, voranſchlagt zu 130— 2) Beifuhr von 9 Kökklftr. Pflaſterſteinen 54— 3) Ankauf und Beifuhr von 9,5 Kbkklftr. Sand, 285— 4) Meſſen des Sandes 9 30 Reparaturarbeiten an den Gemeindegebaäuden: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 12 fl. 2) Schieferdeckerarbeit 5„ 3) Schreinerarbeit 3% 4) Deßgl. an der Kirchenuhr 115 Unterhaltungsarbeiten an dem Vicinalweg: 1) 200 laufende Klafter Gräben auszu- fl. kr. beſſern und das Banquett herzuſtellen, voranſchlagt zu 10— 2) Beifuhr von 3 Kbkklftr. Kies 75— 3) Meſſen, Decken und Zerſchlagen der Steine, 19 30 4) Aufbrechen einer Strecke geſteinten Wegs 100 laufende Klftr., voranſchlagt zu 84— an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, welches man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. Petterweil den 19. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. (878) Mittwoch den 28. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Fauerbach II. nachbenannte Unterhaltungs⸗ arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gege⸗ ben werden, als: 5 1 An dem Vicinalweg nach Friedberg: 19 4 Kölklftr. Steine zu brechen, voran⸗ fl. kr. ſchlagt zu 72 2) Anfahren derſelben 40— 3) Setzen derſelben—— 4) Kleinſchlagen derſelben, 72— 5) Unterhaltung der Banquette und Gräben 33 29 II. An dem Vicinalweg nach Oſſenheim: Unterhaltung der Banquette und Gräben, voran⸗ ſchlagt zu 44 fl. 48 kr. III. An der Ortsſtraße daſelbſt: 1) Steinbrechen, voranſchlagt zu 54 fl.— kr. 29 Anfahren 30. 3 Setzen 4 77 30 77 4) Zerſchlagen und Eindecken derſelben 60„—„ Friedberg den 22. Juni 1843. In Auftrag: Der Wegwärter Thomas. % 77 0% V7 10% IV. 1% I 0% 1 20% III 7 7 0% IA 2 00 XV 0 175 XV 294 0 XVI nicht urklu Soda ſchulden: 1) ein? der dur. keiten be zum Löſe keproduc welche 9 aus den Degs 1 84 den, welches dringt Nie* Burgermeiſter an. 1 ſerga * 229* Aufforderung. (879) Wer an den geringen Nachlaß der Joh. Kaſpar Albohns Eheleute zu Hattenrod einen An⸗ ſpruch macht, hat ihn binnen 4 Wochen bei Unter⸗ zeichnetem zu melden. Lich den 15. Juni 1843. Gr. Heſſ. F. S. Landgericht Dittmar. Edictalladung. (880) Heinrich und Johannes Jung's Eheleute zu Kölzenhain beabſichtigen, ihr, theils in Koͤlzenhainer, theils in Bobenhäuſer Gemarkung belegenes, Grund⸗ eigenthum ihrem Schwiegerſohne, Johannes Schar⸗ mann daſelbſt, käuflich zu überlaſſen, vermögen aber ihre Eigenthumsrechte an folgenden Grundſtücken: 1) Kölzenhainer Gemarkung: V2 340[IKlftr. Acker am Hain an Eliſa⸗ betha Dietz, Acker auf der Hofwieſe an Andreas Appel, 7 % V/72 172„ 22% IV/75 105„ Wieſe, die Dornwieſe an K. Fink, 1%% I/247 210„ Wieſe im Honfeld an K. Jung. 20% 1/141 31„ Acker die Großwieſe an Joh. Dietz jun. 180% III/56 328„ Acker auf der Schwan an H. Engel, Acker auf der Runkels⸗ wieſe an H. Schneidmüller, Schöͤff, Wieſe die Großwieſe an Bürgermſt. Schneidmüller, 2) Bobenhäuſer Gemarkung: XV/60 398[IKlftr. Acker am Steinkopf an der Gemeinde, Acker auf der Schwan an H. Kraft, Acker vor dem Wald an Heinrich Schleuning, nicht urkundlich nachzuweiſen. Sodann haften auf dem Gute folgende Pfand⸗ ſchuld en: 10 ein Darlehn von 30 fl. bei der Pietanz Grün⸗ berg von Andreas modo Adam Berges von Kölzenhain am 24. Auguſt 1712 und 2 ein Darlehn von 70 fl. bei dem Kirchenkaſten zu Kölzenhain von Adam Merz daſelbſt am No⸗ vember 1794 contrahirt, endlich, 3) eine Caution von Johannes Jung der Gemeinde Kölzenhain wegen der ihm übertragenen Ge⸗ meindeeinnehmerſtelle am 29. Auguſt 1823 ein⸗ gelegt. Durch die betreffenden Gläubiger iſt die Tilgung der durch dieſe Urkunden begründeten Verbindlich⸗ keiten beſcheinigt, die Urkunden ſelbſt können aber zum Löſchen der Einträge in den Pfandbuͤchern nicht reproducirt werden. Es werden daher alle diejenigen, welche auf die oben verzeichneten Grundſtücke oder aus den angegebenen Verbriefungen Anſpruͤche be⸗ 7% V/261 218„ 205% f 2 17140 89„ 463 7 1 2 XV/35 229„ % XVI/126 337„ gründen wollen, aufgefordert, hiervon um ſo gewiſſer binnen vier Wochen a dato Anzeige zu machen, ge⸗ genfalls der anderweiten Dispoſition über das in Rede ſtehende Gut Statt gegeben, die darauf haf⸗ tenden Pfandverbindlichkeiten für erloſchen angeſehen und die deßfallſigen Einträge in den Hypothekenbů chern geloͤſcht werden. Ulrichſtein den 18. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht das. Ray 5. Holz⸗Verſteigerung. (881) Dienſtag den 27. d. M., des Morgens 9 Uhr, werden in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Hoheburg: 10 2 Stecken geſchältes eichen Scheitholz, 2 60 9 77 7 Prügelholz, 3 37 77 + 77 Stockholz, 4) 4725 Stück geſchälte eichen Wellen, oͤffentlich verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 21. Juni 1843. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Lämmer. Braunkohlenverkauf zu Weckesheim. (882) Auf der Braunkohlengrube zu Weckesheim ſind Braunkohlenklötze vorzüglicher Qualität der Cent⸗ ner zu 10 kr. mit Credit bis Ende dieſes Jahres zu haben. Hungen den 19. Juni 1843. Der Rentamtmann Kießling. Frucht⸗Verſteigerung bei dem Gr. Rent⸗ amte Schotten. (883) Freitag den 30. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr, wird im Gaſthauſe zur Krone dahier der Reſt des Hafers auf den Speichern des hieſigen Rent⸗ Amtes, beſtehend in ungefähr 130 Mltr., öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. Schotten den 19. Juni 1843. Der Gr. Rentamts⸗Vicar Reuling. S Privat⸗ Bekanntmachungen. Lehrlings-Geſuch. (869) Ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen ver⸗ ſehner junger Menſch kann unter ſehr vortheilhaften Bedingungen in einer hieſigen Handlung in die Lehre treten. Bei wem ſagt die Expedition d. Bl. Samuel Engel in der Judengaſſe (884) kauft den Ctr. Knochen zu 1 fl. Ein Karrnbett, (885) ein Kartoffelpflug, eine alte Fruchtfegmühle, ein Reitſattel, Stangenzaum und noch ſonſtige lederne Pferdegeſchirre ſind aus freier Hand zu verkaufen bei Friedberg. Heinrich Preuſſer, Eine Wohnung (886) im zweiten Stock hat zu vermiethen Chriſtian Stadelmann. 5 „ 230 Roſen-Feſt am Schwalheimer Mineralbrunnen. (887) Sonntag den 25. Juni ſoll am Schwalhei⸗ mer Mineralbrunnen das erſte Wetterauer Roſen⸗ feſt(wegen der daſelbſt gegenwärig ausgezeich⸗ neten Roſenflor ſo genannt) gefeiert werden und zwar mit Muſik und Tanz. Mit der Verſicherung prompter und guter Bedienung ladet dazu ergebenſt ein. Schwalheimer Mineralbrunnen. Henkel. Tanzmuſik zu Fauer bach II. (888) Sonntag den 25. d. M. iſt bel mir gutbe⸗ ſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Fauerbach II. 21. Juni 1843. Neiſel. Wetterauer Bienenverein (889) Die Mitglieder des wetterauer Bienenver⸗ eins werden hiermit in Kenntniß geſetzt, daß Mitt⸗ woch den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Gaſtwirths Gerlach zu Friedberg die Ate jährliche Sitzung abgehalten wird, wozu alle Mitglieder deſſelben hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: Abtreiben und Unterſetzen, Er— kennung der Waiſenloſigkeit und Abhuͤlfe derſelben. Der Vorſtand: Althen. Böswald. v. Galle. Verſteigerung. (890) Montag den 24. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, laſſe ich in dem Gaſthauſe zu den drei Schwertern in Friedberg meinen Antheil an dem Braunkohlenwerk zu Dornaſſenheim, Herzogthum Naſſau, öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gern. Dieſer Antheil beträgt 26 Kuxen von 130 Kuxen, in welche das ganze Werk eingetheilt iſt. Das Werk iſt in den Jahren 1839 und 1840 er⸗ öffnet; enthält ein Grubenfeld von 1153 Morgen landes herrliches Berglehen und einen Kohlenvorrath von muthmaßlich 24 bis 25 Millionen Centnern. Sodann werde ich ebenfalls meinen Antheil an der Pachtung des Mineralbrunnens bei Schwal⸗ heim, Kurfuͤrſtenthum Heſſen, dem Meiſtgel ote ausſetzen laſſen. Die nähere Beſchreibung, ſowie die Bedingungen der Verſteigerung liegen auf dem Bürgermeiſterei⸗ Bureau zu Friedberg zur Einſicht offen und können vorher dort eingeſehen werden. Bei angemeſſenem Gebote erfolgt ſogleich der Zuſchlag. Darmſtadt den 15. April 1843. Dr. Möbus Wittwe. Bekanntmachung. (891) Mittwoch den 28. d. M., ſoll eine dem Carl Diehl dahier zuſtehende Kuh und mehrere Mobilien öffentlich verſteigert werden. Södel den 21. Juni 1843. Die Curatoren deſſelben Jacob Raab. Joh. Väth VI. Alles. Verſteigerung (892) Nächſten Montag den 26. d. M, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen in Löwenthal das Gras von circa 3 Morgen Wieſen, ferner die Kirſchen von 1 etwa 8 Kirſchbäumen, und endlich die noch dort vor⸗ handenen Freiherrlich von Löwiſchen Mobilien, be ſtehend in verſchiedenem Holzwerk, Bütten,(nament⸗ lich auch eine Badbütte) und ein Paar Fäſſer Obſteſſig meiſtbietend gegen Baarzahlung verſteigert werden. Friedberg den 20. Juni 1843. Eine ſeparate Wohnung, (893) welche ſogleich bezogen werden kann, hat der Unterzeichnete zu vermiethen. Heinrich Dienſtbach vor dem ehemaligen Mainzerthor. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 14 fl.— r.; Korn: 14 fl.— kr. Gerſte: 9 fl.— kr. Hafer: 6 fl. 30 er. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 16. Juni: Waizen: 12 fl. 33 kr. Korn: 10 fl. 20 er. Gerſte: 10 fl. 34 kr. Hafer: 6 fl. 46 kr, Erbſen:— 5 Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 25. Juni bis 1. Juli 1843. pfd Brod Preiſe. Friedberg Butzbach. kr. Pf. k pf 1 Leib⸗Roggenbrod f 4 0 3 4 3 2 7 6 9 2 9 1 4 77 1* 19 5 18 2 Loth. Loth —Nilchbrod 13 1 —[Waſſerweck 19 37 35 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14 1 4 5 Fleiſch-⸗Preiſe. 11 bi 1 Ochſenſleiſch 50 14 2 14 2 bei gemäſtetes 12— 11 22 „Kühfleiſch ungemäſtetes 15— 8 Mi„ gemäſtetes 0— 10— 1 Neindſleiſe ungemaͤſtetes 89 8— „Kalbfleiſch 3 71— „Schweinenfleiſch 14— 144— „Hammelfleiſch 10— 10— . Schaaffleiſch 6 F 1. „Wurſt von blos Schweinen 4 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt. 18— 18— „Schwartenmagen 18— 16 „Geräucherter Spec 26— 24— „Schinken J 18— 18— „ Dörrfleiſch 18— 18— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 23— 1 dito unausgelaſſen 22— 22— „Nterenfett 23— 23— „ Hammelsfett 16— 16.— f Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küſch ler. Die Polizeitaxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. 1 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. — raten: Al Aͤ,bend eintr 5—— genommer Sie