* Intelligenzblatt Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg) Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. .—— „ 23. Mittwoch, den 22. Maͤrz 1843. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Entfernung des Caspar Bücking von Alsfeld. Der nachſtehend ſignaliſirte Rubrikat, welcher im Hospitale zu Alsfeld freie Wohnung erhält, hat ſich am 11. v. M. aus demſelben entfernt, ohne daß deſſen Aufenthaltsort bis jetzt bekannt geworden iſt. Ich weiſe ſie an, auf denſelben invigiliren, ihn im Betretungsfalle arretiren und anher einliefern zu laſſen. Grünberg am 10. März 1843. Sori ſe r, Signalement: Alter, geboren im Jahr 1791, Große 6“ 8“, Haare ſchwarz, Stirne hoch, Augen⸗ braunen dunkel, Augen braun, Naſe gewöhnlich, Mund desgleichen, Bart ſchwarz, Kinn oval, Geſicht oval, Geſichtsfarbe friſch. Kleidungsſtücke: blaue Tuchkappe mit Schild, Halstuch, ſchwarzfarbig von Baumwolle, Hemd von ſeinem leinen Tuch, ſ. g. Schmaltuch, ohne Zeichen, ſchwarze Weſte von wollenem Tuch, Kamiſol von blau wollenem Tuch, Hoſen desgleichen, Strümpfe von weiß wollenem Garn geſtrickt, lederne Schuhe. Bekanntmachung. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß an meinen Amtstagen, nämlich Donnerſtags, mein Bureau von halb 8 bis 12 und von 1 bis 5 Uhr geöffnet iſt. An den übrigen Tagen bleiben die bisherigen Geſchäftsſtunden, nämlich von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr, unverändert beibehalten. Hungen den 17. März 1843. Der Gr. Steuer⸗Commiſſär Hunſinger. Sankt Peter und die Geis. Däucht ſich der Herrlichkeit ſehr gut. l Von Hans Sachs. Indem kam her ein altes Weib, 7 Gar bleich und mager, dürr von Leib, trus ei in: 5 N87. N V Sac ae dea ga Und ſollte haben Gewalt wie du 0 Die trieb ihre Geis hin auf die Weid. 2 5 Da ſie mit an die Wegſcheid kam, Ich wollte anders ſchauen zu, S g 1 N Ich wollte beſſer Ordnung halten. prach ſie: geb 3 Gottes Ram, 5 Der Herr ſprach: Nun du ſollſt verwalten 2 155 5 8 18 e e Ein' Tag, mein Reich; mein Regiment Daß Wee erfahre Geh heut den Tag in deine Händ.— Ich muß arbeiten um Tagelohu, 5 g Ich habe heut kein Brod derohn“)!— Damit reicht der Herr den Stab 5 2 Petro, und ihm in die Hände gab.— Und wie die Frau ſich wieder wandt Petrus war drob ſehr wohlgemuth ohne dieß, oder: ſonſt, * 102 Jus Dorf, ſo ging die Geis ihr Straß. Der Herr zu Petrus ſagte das: Petre! haſt das Gebot der Armen Gehört? Du mußt dich ihr erbarmen. Mußt ſorgen, daß den ganzen Tag Die Geis ſich nicht verirr im Haag; Nicht fall, noch mög geſtohlen we'rn, Noch ſie zerreißen Wölf und Bärn, Daß auf den Abend wiederum Die Geis unbeſchädigt heim kumm, Der armen Frauen in ihr Haus; Geh hin und richt die Sach wohl aus. Petrus nahm nach des Herren Wort Die Geis in Huth an jenem Ort. Sie lief die Weide hin und wieder, Und ſtieg die Berge auf und nieder, Und ſchlüpfte hin und her durch die Stauden. Petrus mit Aechzen, Blaſen, Schnauben Mußt immer nachtrollen der Geis, Und ſchien die Sonn gar überheiß, Der Schweiß ihm uͤber den Rucken rann. Mit Unruh verzehrt der alte Mann Den Tag, bis auf den Abend ſpat, Machtlos, ohn Athem, müd und matt Die Geis er wieder heimgebracht. Der Herr ſah Petrum an und lacht, Sprach: Petre, willt mein Regiment Noch länger behalten in deinen Händ? Petrus ſprach: Ich begehr mit nichten Dein Amt noch fürder auszurichten; Ich merk, daß meine Weißheit kaum reicht Daß ich ein' Geis regiere leicht, Mit großer Angſt, Müh und Arbeit, O Herr! vergieb mir meine Thorheit! Ich will fort der Regierung dein, Weil ich leb, nicht mehr reden ein!— Der Herr ſprach: Petre, ſolches thu, So lebſt du fort in ſtiller Ruh, Und vertrau mir in meine Händ, Das allmächtige Regiment.— Niederweiſel im Februar 1843. Zur Warnung und Erweckung thätiger Nächſtenliebe. Zwei tadelloſe, fleißige, in vieler Hinſicht muſterhafte junge Maurer von hier, der Eine, Friedrich Hildebrand, Gatte und Pater, der Andere, Philipp Zimmer, noch ledig, 2 Schwäger, erfuhren, als ſie am 9. d. M. in einem Steinbruche mit Sprengen Fürch Pulver beſchäftigt, die zögernde Exploſſon befördern wollten, das ſchreckliche Unglück, daß dieſe im Mo⸗ mente der Annäherung erfolgte und dem Erſteren einen Fin⸗ ger ſeiner auch ſonſt beſchäbigten linken Hand, dem Andern aber— beide Augen raubte. Herzergreifend war es für den Einſender, als er am folgenden Tage die Beiden beſuchte, und in derſelben Stube den Einen mit der ins Waſſer gehal— tenen verbundenen Hand, den Andern— einen großen ſtäm⸗ migen Burſchen— mit geſchloſſenen Augenliedern und ent⸗ ſtelltem Geſichte auf dem Bette liegen— die Eltern und Verwandten aber weinend dieſe Opfer ihres irdiſchen Berufes umſtehen ſah, und bewundern mußte er die Standhaftigkeit der letzteren, beſonders die des 24jährigen Burſchen, der mit ſeinem Tagewerke ſich und ſeine beiden betagten Eltern zu ernähren hatte, und nun des Augenlichtes gänzlich und fur immer beraubt, unter dieſer ſchreckhaften Vorſtellung dennoch die unſäglichſten Schmerzen— es waren ihm Pulverkörner durch Worte äußerte. 4 und Steinſplitter aus beiden Augen gezogen worden— ohue Jammern und Murren ertrug, die Tröſtungen der Religion mit gewohnter Andacht vernahm und das feſteſte Verlrauen auf den, der Unglück ſchicken, wenden und tragen helfen kann, Da entſtand in gedachtem Einſender der Wunſch, daß für die irdiſche Zukunft dieſes unvermögen⸗ den jungen Blinden und ſeiner armen alten Eltern, die lieber ſeinen Tod, als dieſes härtere Schickſal beweint haben wuͤr⸗ den, etwas geſchehen möchte(Hildebrand nämlich wird wieder arbeitsfähig werden), und er entſchloß ſich, Unabgeſchreckt durch die häufige Wiederkehr ſolcher öffentlichen Bitten, be⸗ mittelte Menſchenfreunde in der Nähe und Ferne um Hülfe anzuſprechen, wodurch vielleicht ein Capital, welches dem Be⸗ dauernswerthen jährlich einige Gulden Unterſtützung verbürgte, und ſo ein gutes acht chriſtliches Werk geſtiftet werden könnte, welches Jedem, der dazu ſein Scherflein beigeſteuert hätte, gewiß viel Segen bringen müßte. Zur Empfangnahme dieſer Gaben erbietet ſich der Ortsgeiſtliche(Pfarrer Fabricius). Uebrigens iſt Zimmer der Unterſtützung um ſo würdiger, da er nie an den von hieraus häufig geſchehenden Vagantenzügen nach England Theil genommen hat. 5 Indem ich der Bitte, Vorſtehendes in das Intelli⸗ genzblatt aufzunehmen, recht gerne entſpreche, erkläre ich mich auch mit Vergnügen bereit, etwaige milde Beiträge, welche bei mir für den genannten Zimmer eingehen, in dem Blatte anzuführen und ſeiner Zeit an Herrn Pfarrer Fabricius abzuliefern. C. Binder nagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Sa dun. (252) David Scharmann, des Caſernenwärters Wittwe zu Friedberg, hat die in ihrem und ihrer Kinder Beſitz befindlichen, in Ulrichſteiner und Feld⸗ kruͤcker Gemarkung belegenen Güterſtücke, worüber Auszüge des Flurbuchs in den Acten anliegen, verſteigert, und um Ausfertigung der Kaufbriefe ge⸗ beten, iſt jedoch außer Stande, das ihr und ihren Kindern zuſtehende Eigenthumsrecht urkundlich nach⸗ zuweiſen, auch haftet auf den deßfallſigen Grund— ſtücken eine, dem Johann Friedrich Diehm zu Lau⸗ terbach wegen der Uebernahme des Vermögens des zu Amſterdam verſtorbenen Eberhard Hühnergord am 27. Januar 1786 von Johann Adam Scharmann conſtituirte Special- und Generalhypothek, welche am 13. Juni 1806, 27. Februar 1808 und 16. März 1814 erneuert wurde, welche aber, nach vorliegender Beſcheinigung der Johann Friedrich Diehmiſchen Curatoren erloſchen ſein ſoll. Es werden daher alle diejenigen, welche aus jenen Hypotheken Anſprüche formiten oder auf das von der David Scharmanns Wittwe und Kinder verſteigerte Gut dingliche Rechte begründen können, aufgefordert, hiervon ſogewiß binnen vier Wochen a dato dahier Anzeige zu machen, gegenfalls die deßfallſigen Pfandeinträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht und der anderweiten Dispoſition über die in Rede ſtehenden Grundſtücke Statt gegeben werden wird. Ulrichſtein den 24. Februar 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Ray ß. Edictal la dun . 9. (263) Ueber das Vermögen des Stadtſchultheiſen E das Schulden Sohne von (255) Zl un Debel, Keſtrich eil Gläubigern. ligen ein nag abgeſ oder ſonſt walgen Aut den hahier anzug Dunttagsabſe hetzt werde Ulrichſt Groß Cie (283). Niederwöll haben Anz tenverwan wögen dos als ſonſt unter Au gen den! werden n Fried 1293) 8 Martin 7 Uiſelshei Nuffordern ſuderung Aadlaßmn fu ann eines deßfallſigen „ 103* Reitzel zu Aſſenheim iſt der Concursprozeß erkannt und Liquidationstermin auf Montag den 1. Mai, Morgens 8 Uhr uinberaumt worden, wo Forderungen und ſonſtige Anſprüche an die Maſſe, bei Vermeidung Ausſchluſſes von derſelben, geltend zu machen ſind. In jenem Termine haben auch die Gläubiger über die Wahl eines Curators und Gläubigerausſchuſſes, ſodann uber Veräußerung der Immobilien und einen Ver⸗ gleich Erklarung um ſo gewiſſer abzugeben, als ſonſt bezüglich derjenigen Gläubiger, von denen jenes nicht perſoͤnlich oder durch Specialbevollmächtigte geſchieht, unterſtellt werden wird, daß ſie der Mehrheit der, Beſchluß faſſenden Creditoren bei⸗ getreten ſeien. Friedberg den 27. Februar 1843. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. Das Schuldenweſen des Joel Goldenberg und ſeiner Söhne von Keſtrich betr. (265) Zwiſchen Joel Goldenberg und ſeinen Söh⸗ nen Debel, David und Salomon Goldenberg von Keſtrich einerſeits, ſowie zwiſchen den bekannten Gläubigern derſciben andrerſeits, iſt an dem heu⸗ tigen ein Nachlaß⸗ beziehungsweiſe Stundungs-Ver⸗ trag abgeſchloſſen worden. Unbekannte Gläubiger, oder ſonſt Berechtigte, werden aufgefordert, ihre et— waigen Anſprüche ſogewiß im Termin, den 19. April l. J., früh 9 Uhr, dahier anzuzeigen, gegenfalls der in Rede ſtehende Vertragsabſchluß beſtätigt und hiernächſt in Vollzug geſetzt werden wird. Ulrichſtein den 27. Februar 1843. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht daſelbſt, Eigenſchaft als Freiherrlich von Schenki⸗ ſches trimonialgericht Keſtrich. Ray ß. Edictall ad 9 (283) Die abweſende Marie Henriette Reif aus Niederwöllſtadt oder deren allenfallſige Leibeserben haben Anſprüche an der erſteren, den bekannten Sei⸗ tenverwandten bereits nutznießlich überlaſſenes Ver⸗ mögen ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt die gedachte Reif für todt erklärt und, unter Aufhebung der geſtellten Caution, ihr Vermö⸗ gen den Seitenverwandten als Eigenthum überwieſen werden wird. Friedberg am 27. Februar 1843. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Edietalladung. (293) Zu Feſtſtellung der auf dem Vermögen der Martin Thalers Eheleute aus Ockſtadt, früher in Wiſſelsheim, ruhenden Schulden, iſt eine öffentliche Aufforderung aller Gläubiger nöthig erachtet worden. Forderungen jeder Art an die Martin Thaler'ſche Nachlaß maſſe ſind daher : Dienſtag den 28. März l. J. hier anzuzeigen, gegenfalls ſie bei Aufſtellung des unn gg. Juventares und Regulirung des Nachlaſſes nicht be⸗ rückſichtigt werden. Friedberg den 28. Februar 1843. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Wieſen- Verpachtung. (307) Donnerſtag den 6. April d. J., Nachmit tags um zwei Uhr, werden auf freiwilliges Anſtehen des Herrn Inſpector Gebhard zu Rodheim deſſen, in Nieder⸗ und Oberrosbacher Gemarkung gelegene Wieſen und zwar: 16 ½ Morgen in den beiden gro⸗ ßen Wieſengründen von Oberrosbach bis nahe an Oberwöllſtadt, größtentheils von beſter Beſchaffen⸗ heit und 6 Morgen in den Nebengründen, Parthieen⸗ weiſe auf 6 Jahren, unter den im Termin weiter eröffnet werdenden Bedingungen auf hieſiger Rath⸗ ſtube öffentlich meiſtbietend verpachtet. Das Vezeichniß der zur Verpachtung kommenden Wieſen, liegt auf dem Buͤreau des Unterzeichneten bis zum Verſteigerungstermin zur Einſicht der Steiglieb⸗ haber offen. Niederrosbach den 10. März 1843. 8 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Arbeits-Verſteigerung. (303) Dienſtag den 4. April l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in Utphe in der Wohnung des Wirths Heil die zu dem Abbruch und der Wieder⸗ erbauung eines neuen Rindviehſtalles in dem Gräf⸗ lichen Oekonomiehof daſelbſt erforderlichen Bauar⸗ beiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſtei⸗ gert, als: fl. kr. hell. 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 248 41 1 20 Zimmerarbeit 1 3) Steindeckerarbeit EN 4) Schreinerarbeit 2 85 5) die Lieferung des nöͤthigen Kalkes 101 15 Zuſammen 515 5 Deßgleichen ſoll die Lieferung des etwa nöͤthig werdenden Kalkes bei der Reparatur der Gräflichen Gebäuden zu Laubach, Obbornhofen und Münzen⸗ berg pro 1843, alsbald hier mitverſteigert werden. Es wird dieſes mit dem Anfügen zur öſſentlichen Kenntniß gebracht, daß nur ſolche Handwerker zur Verſteigerung zuläſſig ſind, welche die nach der Ver⸗ ordnung vom 31. Januar 1828 vorgeſchriebene Prü⸗ fung beſtanden haben, oder bereits vor Erlaß der⸗ ſelben Meiſter geworden waren. Riſſe, Voranſchläge und Bedingungen liegen dei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Laubach den 8. März 1843. Der Gräflich Solmf. Bauaufſeher Löffler. Anfertigung einer neuen Kirchenuhr. (320) Montag den 10. April d. J., ſoll die Au⸗ fertigung einer neuen Kirchenuhr für die Gemeinde Rudingshein bei Wirth Dambmann daſelbſt offent⸗ lich an die wenigſtnehmenden Uhrmacher in Accord gegeben werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, dieſes wo Uhrmacher ſind, mit dem Bemerken bekannt machen zu laſſen, daß nur mit den nöthigen Zeug⸗ niſſen verſehene Uhrmacher zugelaſſen werden. Rudingshain im Kr. Nidda den 16. März 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Straub. Güter ⸗Verſteigerung. (350) Montag den 3. April d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe auf frei⸗ willigen Antrag der Erben des Georg Staubi deſſen Güterſtucke, als: 19 35 Ruthen Garten in der 10. Gewann hinter dem Schützenrain, an Philipp Storck und Scheu⸗ ermann, 2) 122 Ruthen Acker im Großwartfeld, 1 Gewann an der Landſtraße, an Schöff Wüſtenfeld gele⸗ gen,(auf dem Bock), 3) 130 Ruthen in der 1. Gewann, im Großgal⸗ genfeld an der Oberwöllſtädter Gränze, an Thomas Horn, 4) 135 Ruthen daſelbſt in der 5. Gewann am Dachspfad, an Martin Simon, 5 17¼ Acker auf dem Krämer an Daniel Fritz, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehm⸗ baren Geboten der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 19. März 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Holz⸗-Verſteigerung. (351) Künftigen Freitag den 24. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem geſammtherrſchaftlichen Walde Diebseiche, in den an das Erbſtädter Feld grenzen⸗ den Schlägen Nro. 2 und 4: von fiscaliſcher von Gräfl. Solms-Rödelheimi⸗ Seite ſcher u. Grfl. Elziſcher Seite K. 2½ Stecken 5 Stecken buchen Scheitholz, 5 6 5 ichen 5 35 30%„ 61„ buchen Pruͤgelholz, 4. 7 77 14„ eichen 7 „ 23„ buchen Stockholz, 6. 7 77*„ eichen 7 7. 3275 Stuck 6550 Stück buchen Reisholzwellen, 8. 425„ 850„ Reichen 5 9. 1 2„5„ Stangen v. 5“ mittl. Durchmſſr. und 16“ Länge, 10. 700„ 1400„ buchen Stangen v. 1)“ mittl. Durchmſſr. und 15-20“ Länge, meiſtbietend verſteigert werden, was man hierdurch unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß von ſiscaliſcher und Gräfl. Solms-Rödelheimi⸗ ſcher Seite gegen vorſchriftsmäßige Burgſcheine Zah⸗ lungsfriſt bis zum 1. September gegeben wird. Heldenbergen den 19. März 1843. Der Großh. Heſſ. Revierverwalter des Ra viers Altenſtadt Rumpf. „% 104. Holz ⸗Verſteigerung. (352) Montag den 27. März 1843, Morgens 9 Uhr, ſoll in dem Gemeindewald Fauerbach I., Di— ſtrikt Fuͤlzhart, Revier Hochweiſel, nachbenanntes Holz, unter den vor der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. 1) 12 Stecken buchen Scheitholz, 2 1„ eeichen Scheitholz, 3) 21„ buchen Prügelholz, 40 1„ eichen„ 5) 126„ friſches buchen Stockholz, 60 1„ eichen Stockholz, 7) 4063 Stück buchen Aſtwellen, 8) 137„ eichen Wellen, 90 1 eichen Bauſtamm, 10) 1 buchen Werkholzſtamm, 11 6 Stück buchen Achſen. Die Großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach I. am 17. März 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter erner. Arbeits ⸗Verſteigerung. (353) Mittwoch den 5. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen zu Niederurſel die zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes daſelbſt erforderlichen Arbeiten und Materialien an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: 1 Maurerarbeit 660 fl. 49 kr. 2) Steinhauerarbeit 343„ 24„ 3) Zimmerarbeit 908„ 49„ 4) Dachdeckerarbeit 218„ 6„ 5) Schreinerarbeit 553% 17% 6) Schloſſerarbeit 408„ 36„ 7) Glaſerarbeit 196„—„ 8) Weißbinderarbeit 477„ 33„ 9) Spenglerarbeit 82% 42 0 Ferner das Anliefern von 16 Cub.-Klftr. Bruch⸗ ſteinen, 52,000 Stück Backſteinen, 102 Bütten Kalk 955 3 Cub. Klftr. Sand, ſämmtlich Gr. Heſſiſches aaß. Die Voranſchläge und Riſſe liegen bis zum Ver⸗ ſteigerungstermin in der dermaligen Wohnung des Herrn Pfarrers zu Niederurſel zur Einſichts⸗ nahme bereit, und können überdies auch auf dem Bureau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters einge⸗ ſehen werden. Bemerkt wird hierbei, daß bei Erzielung ange⸗ meſſener Preiſe die Ratiſication ſogleich am Tage der Verſteigerung zu Neiderurſel ohne Vorbehalt ertheilt werden ſoll. 0 Friedberg den 18. März 1843. Der Großh. Heſſ. Kreis baumeiſter Stockhauſen. Verſteigerung von Spenglerarbeft. (354) Bei der in Nro. 22 dieſes Blatts auf Sam⸗ ſiag den 25. d. M. Vormittags 11 Uhr angekuͤndig⸗ erner die 5000 E Kiftr. S. Die 2 dem Bulle ur Einſich Oſthti (3506) ohngef ch Betrieb dieß hier jenigen, weiſe bei algeben, wollen. Dem! Weide d beträchtl Frie (3357) um 9 U ſtorbenen gen Lie 1 186 ſtoͤck zwei Sch bei 1 nd werden A machen rgermeiſtet uktags 10 lung eines Arbeiten in Accord tr. Bruch⸗ ten Kalk eſſſſches zum Ver nung des Einſicht⸗ auf dem its einge⸗ ung ange⸗ am Tage Leröthalt aumelſter belt. uf Sam; gekündig ⸗ ſoll zugleich die Anfertigung von circa 370 laufende Fuß Dachkanteln mit verſteigert werden. Gießen am 19. März 1843. In Verhinderung des Gr. Provinzialbaumeiſters Der Gr. Bauaufſeher 1. Klaſſe Schaͤcker. Wenden von Bauarbeiten. (355) Montag den 10. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslokal des Conrad Schneider u Oſtheim die zur Erbauung eines neuen Schul⸗ ſaals daſelbſt erforderlſchen Bauarbeiten und Ma⸗ tertallieferung im Beiſein des Gr. Kreisbaumeiſters des Baubezirks Friedberg an die Wenigſtfordernden oͤffentlich in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeit 168 fl. 29 kr. 2) Steinhauerarbeit 156„ 30, 3) Zimmerarbeit. 4) Dachdeckerarbeit 184„ 48, 5) Schreinerarbeit 1„ 30% 6) Schloſſerarbeit 190„ 48„ 7) Glaſerarbeit 8 8) Weißbinderarbeit 165, 7, 9) Spenglerarbeit. 100 Pflaſterarbeit 26„ 48„ ferner die Lieferung von 5 Cub.⸗Klftr. Mauerſteinen, 25,000 Stück Backſteinen, 80 Büͤtten Kalk, 2 Cub.⸗ Klftr. Sand oder Kies. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Gr. Kreisbaumeiſters in Friedberg zur Einſicht offen. 0 Oſtheim den 18. März 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Bekanntmachung. (356) Da zu der diesjährigen Schaafheerde noch ohngefähr 150 Stück Hämmel oder Schaafe zum Betrieb angenommen werden können, ſo bringe ich dieß hiermit zur allgemeinen Kenntniß, damit die— jenigen, ſo die Abſicht haben, dieſe ganz oder theil— weiſe beizutreiben, dieß baldigſt bei mir anzeigen und angeben, wie viel Stück Schaafe ſie zur Weide geben wollen. Bemerkt wird übrigens, daß hier für eine gute Weide dadurch geſorgt iſt, daß der Schaafheerde eine beträchtliche Anzahl Wieſen zur Weibe eingegeben wird. Friedberg den 19. März 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Immobilien ⸗Verſteigerung. (357) Dienſtag den 11. April l. J., des Morgens um 9 Uhr, ſollen folgende, zum Nachlaſſe des ver⸗ ſtorbenen Revierförſters Weitershauſen dahier gehö⸗ rigen Liegenſchaften, als: 1 186 J Klftr. Hofraithe, beſtehend in einem zwei— ſtöckigen Wohnhaus mit vier heizbaren Zimmern, zwei Kammern, zwei Kellern, Küche ꝛc., ſodann Scheuer, Stallung, eine Holzremiſe mit einem heizbaren Wohnzimmer, Back- und Bienenhaus, „ 105* ten Verſteigerung von Bauarbeiten zu Marienſchloß 2) 1 Normal⸗Morgen 48 Klftr. Grabgarten an der Hofraithe liegend, 3) 24 Normal⸗Morgen 133 Klftr. Ackerland, 4) 23 11 200„ Wieſen, wovon ſich 4½ Morgen in der Gemarkung Lindenſtruth befinden, 5) 200 Klftr. Kiefernwald von 18— 20jährigem Beſtand, auf freiwilliges Anſtehen der Wittwe und Kinder, erbvertheilungshalber, ſowohl im Einzelnen als auch im Ganzen, unter ſehr vortheilhaften Bedingungen in der Wohnung ſelbſt, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Reinhardshain im Kreiſe Grünberg den 13. März 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hie ß. ro clama. (358) Man bringt hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß, daß Heinrich Klöß III. von Reinhardshain, Sohn des Daniel Klöß für ein Verſchwender erklärt und unter die Caratel ſeines Bruders Max Klöß geſtellt worden und daß derſelbe hiernach rechtsverbindliche Geſchäfte ohne Einwilligung ſeines Curators nicht eingehen kann. Grünberg den 10. März 1843 Gr. Heſſ. Landgericht Welcker. Bücking. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (359) Freitag den 31. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore nachgenannte Fruchtquantitäten von den 1842 r Vorräthen des hieſigen Rentamts der öffent— lichen Verſteigerung ausgeſetzt: 10 von dem Speicher zu Friedberg, 20 Malter Waizen und 20 Mltr. Korn, 2) von dem Speicher zu Vilbel, 24 Mltr. Korn, 3) zu Oberrosbach lagernd, 12 Mltr. Korn und 4) zu Holzhauſen in Empfang zu nehmen, 50 Mltr. Korn. Friedberg den 8. März 1843. Großh. Heſſ. Rentamt daſ. Bu ß. 0 Schaafpferche-Verſteigerung. (360) Montag den 3. April, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe, 10 Schaafpferche, jeder Pferch zu 3 Nächte mit der Onner gerechnet oͤffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 19. Marz 1833. 8 Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (361) Mehrere dem geweſenen Gräflich von Ingel⸗ heimiſchen Rentmeiſter Ehehalt zu Obererlenbach zu— ſtehende Mobilien, als: mehrere große Spiegel und Portraits, ein Schlitten, einiges Holzwerk und eine Quantität Bücher, beſtehend in geſchichtlichen, belle⸗ triſtiſchen und einigen juriſtiſchen Werken ſollen Freitag den 7. April, Vorm. 9 Uhr, —— 1 — 91 ö J N N * 106* in der Wohnung des Gräfl. v. Ingelheimiſchen Rent⸗ meiſters Stauß öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Großkarben den 6. März 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Limpert. Oeffentliche Aufforderung. (362) Anſprüche an das in Ockſtädter Gemarkung gelegene Grundſtück 18/8/ 40 Rth. im Ried, an Andreas Groß Wittwe, welches ſeit geraumer Zeit im Beſitze des Georg Venator hierſelbſt geweſen und von deſſen Erben ohne, daß das Eigenthum genü⸗ gend nachgewieſen werden kann, verſteigert worden iſt, ſind ſogewiß binnen drei Monaten von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt dem Kaufbriefe die gebetene richterliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 10. März 1843. Großh. Heſſ. Landgericht. J. B. Gr. L. L ö w. Holzverſteigerung. (363) Dienſtag den 28. März d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in dem Gräfli“ ole N' lheim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nacht olz, nämlich: 16 Stecken gemiſchte Stangen-Prügel⸗, 165„„ Schlagholz⸗Reiſer, öffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, verkauft werden. Aſſenheim den 18. März 1843. Graͤflich Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwalterei. Bekanntmachung. (364) Dienſtag den 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll im hieſigen Salzamtslocale der Bedarf der Saline an Nägel für das gegenwärtige Jahr den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, welches den Luſttragenden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 18. März 1843. Kurfürſtliches Salzamt Schmincke. Dunker. F. Schreiber. Bekanntmachung. (3635) Die am 27. Februar in den hieſigen Wald⸗ diſtricten Rothtannen, an der Frankfurter Straße und am Strasheimer Walde vorgenommene Holz⸗ verſteigerung iſt von Freiherrn von Franckenſtein ge⸗ nehmigt worden. Als erſter Fahrtag iſt Samſtag der 25. d. M. beſtimmt. Ockſtadt den 18. März 1843. Brömſer. N Privat⸗ Bekanntmachungen. ½ Morgen Garten (366) gegen der Neumühle über, hat zu verpachten L. Langsdorff. Bekanntmachung. (339) Unterzeichneter verkauft aus der Hand Wicken, frühe Erbſen, gelbe wie weiße, wie auch eine große Quantität Roggen⸗ und Waizenſtroh; nach Belieben kann vom Erſteren/ Malter auch 2 Meſten, von Letzterem 1 Fuder gegen gleich baare Zahlung ab⸗ gegeben werden. Oberwöllſtadt den 12. Marz 1843. J. A. Brozler. Verſteigerun von Bauholz, (367) Samſtag den 25. März, Nachmittags 2 Uhr, ſoll in dem Hofe des Gr. Rentamts dahier eine große Parthie zum Bauen geeignetes, eichen und tannen Holz in verſchiedener Größe und Stärke einer öffentlichen Verſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausgefetzt werden. Friedberg den 18. März 1843. Ludwig Conrad Trapp. Wichtige Anzeige für Landwirthe und Oe⸗ konomen. (368) Bei Unterzeichnetem ſind diesjährige neue Erbſen und ſchwarze Wicken zum Säen käuflich zu haben in Frankfurt a. M., im Schiffe am Fahrthor bei Georg Chriſtoph Müller. An ze in ge. (369) Der Unterzeichnete bietet einen ihm entbehr⸗ lich gewordenen Vorrath von lithographiſch liniirtem Papier ohne Schrift, zu jeder Art von Rechnungen insbeſondere aber zu Vormundſchafts rechnungen, In⸗ ventarien ꝛc. brauchbar, um den Ankaufspreis zum Verkauf an. Briefe frankirt. Landrichter Dittmar in Lich. Anzeige. (370) Wir haben ſechs Sorten Linienpapiere für den Gebrauch in Schulen gedruckt und verkaufen davon den Pack von 50 gebundenen Heften auf Conceptpapier l k auf Schreibpapier. fl. 2. 5 das Ries auf Conceptpapier fl. 3. 20 kr. das Ries auf Schreibpapier- fl. 4.— kr. Muſter ſtehen zu Dienſten. Darmſtadt im März 1843. Ludw. Carl Wittich'ſche Hofbuchdrückerei. Empfehlung. (371) Meinen geehrten Freunden und Gönnern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mich dahier als Spengler etablirt habe, und verſpreche, einem zahlreichen Zuſpruch entgegenſehend, reelle und bil⸗ lige Bedienung. Meine Wohnung iſt auf der breiten Straße bei Schuhmachermeiſter Windecker. Friedberg. Carl Frick, Spenglermeiſter. Verſtei gerung. (372) Donnerſtag den 23. März werden bei Unter⸗ zeichnetem einer Verſteigerung ausgeſetzt: einige Kin⸗ derbettchen, 5 Stühle, ein Kinderſtühlchen, eine Parthie Holz, eine Parthie gute Kartoffeln und ſonſtige Klei⸗ nigkeiten.— Die Verſteigerung nimmt Morgens um 9 Uhr ihren Anfang. 5 Friedberg den 20. März 1843. Becker, Major. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Pi. — * 24 — 9 a Der sche 1. März d weſtlichen! Horizont d Sterndilde an den C. dies jährig meldet ur Stand er verklärten oder zu ell wie ein vo Sehnſucht auch einma geſlöber un hoͤfe. Abe mich verk. gern zu d nicht wiede der. Er er kam im ſteundliche watd er u ſelder zu Einen uns der fäme; der vermuthen ſſbs aber bekommen Darmſtad kandeszeit Bewegune ſchwerlich Man bach, K gerne mel wir wolle Wenns al