1 3 3882 2 Ia Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen in Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — M 47. Mittwoch, den 21. Juni 1843. Ein neues Halbjahr- Abonnement auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenzbl 1. Juli att für die Provinz Oberheſſen beginnt am nächſten Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: pr. Semeſter 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr.— Inferatgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr., die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſe⸗ raten: Abend eintreffen, in das Samſtagsblatt. lle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochsblatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Carl Bindernagel. Probates Mittel gegen die Trunkſucht. (Allg. Anz. Nr. 18. v. 19. Jan. 1843.) So lange es nun ſchon Brantwein giebt, ſo lange giebt es auch ſchon Trunkenbolde oder allzu⸗ ſtarke Liebhaber deſſelben. Da ſolche Liebhabereien nicht überall Beifall finden und da dergleichen Ge⸗ ſchöpfe der menſchlichen Geſellſchaft in vielfacher Be⸗ ziehung läſtig fallen, ſo hat man denn auch beſtän⸗ dig fort auf Mittel gedacht, ſie zu beſſern, wo möglich zu heilen und ſie ſo wieder zu Menſchen zu machen, was ſie, ſtreng genommen, nicht mehr ſind. Man hat dazu auh die Moral zu Hülfe ge— nommen die indeſſen leider nur zu oft gerade bei ſolchen Subjecten ihre Wirkſamkeit verſagt. Es gilt deßhalb pyhſiſche Mittel ausfindig zu machen, die in der Regel kräftiger wirken, weil ſie den immer reiz⸗ bareren und empfindlicheren Theil des Menſchen, ſeinen Körper oder ſein Fleiſch und Bein treffen. Als ein ſehr bewährtes Verfahren gegen die Trunk— ſucht, beſonders gegen die periodiſche, finde ich nun folgende Heilmethode erwähnt, die mir ſehr einleuch— tend iſt und der ich allerdings ſchon deßhalb ver⸗ traue, weil ſie— ruſſiſchen Urſprungs iſt und ſich bei Ruſſen bewährt hat. Was aber bei denen hilft, das, meine ich, muß überall helfen! Alſo zur Sache. Der Trunkenbold wird in ein beſonderes Zimmer eingeſchloſſen und da wird ihm Brantwein, mit drei Theilen Waſſer verdünnt, gegeben, ſo viel er deſſen begehrt; auch ſoll man ihm alles verabfolgen, was er ſonſt an Speiſen und Getränken verlangt, alle fluͤſſige Subſtanzen aber z. B. Kaffee, Bier, Waſſer, werden mit dem dritten Theile Brantwein vermiſcht, der auch den Suppen, dem Gemüſſe ꝛc. zugeſetzt wird. Feſte Subſtanzen, wie Brod, Fleiſch ꝛc. werden, ehe man ſie ihm giebt, in Brantwein eingeweicht. In den erſten 2— 3 Tagen iſt an dem ſo Behandelten keine Veränderung wahrzunehmen, als daß er ſtets be— trunken iſt, und mehr als gewöhnlich ſchläft. Nach 5 Tagen aber ſtellt ſich gewöhnlich ſchon Wider⸗ wille gegen Geruch und Geſchmack des Brantweins ein, und der Trinker bittet, daß man ihm doch die gewöhnlichen Speiſen und Getränke ohne Brantwein geben möge. Man darf ihm aber darinnen noch nicht willfahren, nach und nach nur wird die zugeſetzte Menge des Brantweins vermindert. Hierdurch be— kommt er denn gewöhnlich ſolchen Widerwillen gegen Brantwein, daß er ganz von ſeiner Gewohnheit ge— heilt wird.— Ich glaube das gern. Der Gedanke eines ſo durch und durch mit Fuſel getränkten Kör— pers macht die Haut ſchaudern! Es gilt nun der Verſuch. M. Miscelle. Aus Frankenthal, 12. Juni, meldet die Mainzer Ztg., daß das dortige Bürgermeiſteramt verordnet hat, die Bäcker ſollen fortan den Käu— fern das Brod vorwiegen, und das, was am Gewicht fehlt, beilegen, und zwar von der gleichen Qualität des Brodes. Hiernach iſt die Polizei des Geſchäfts, das Brod zu wiegen, überhoben, und hat nur noch die Güte deſſelben zu unterſuchen.) *) Die Redaction der Großh. Heſſ. Zeitung macht dazu folgende Bemerkung:„Dieſe gewiß lobenswerthe Einrich⸗ tung, daß die Bäcker den Käufern das Brod vorwiegen und das Fehlende zulegen müſſen, ſoll auch, wie wir ver⸗ nommen haben, in manchen Orten des Großherzogthums 8 namentlich im Kreiſe Großgerau, be⸗ ſtehen.“ * 224 Bekanntmachungen von Behoͤrden. N ιονι⏑νντνο Aufforderung. (866) In nachbenannten Gemarkungen ſollen die Grundrenten nach dem Rentenablöſungsgeſetz vom 27. Juni 1836 im achtzehnfachen Betrage zur. Ab⸗ löͤſung gebracht werden: n 1) in der Gemarkung Feldkrücken: die dem Freiherrn von Schenk zu Ruͤlfenrod in dieſer Gemarkung zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlag von 3 fl. 10 ½ kr. 2) in der Gemarkung Meiches: die dem Heinrich und Johannes Stamm in dieſer Gemarkung zuſtehende Grundrente im geſetzlichen Geldanſchlag von 106 fl. 11½ kr. 3) in der Gemarkung Bobenhauſen: a) die dem Freiherrn von Schenk zu Rülfenrod in dieſer Gemarkung zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlag von 23½ 925 b) die dem Matthias Friedrich Ritter von Rieſe in Jungfern Brzezan in Böhmen in dieſer Gemar⸗ kung zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geld⸗ anſchlag von 66 fl. Alle bekannten, wie unbekannten, bei Ablöſung dieſer Gefälle, Betheiligten, werden daher aufge⸗ fordert, ſogewiß binnen 2 Monaten à dato ihre allenfallſigen Rechtsanſprüche an dieſe Gefälle dahier anzuzeigen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt die Zahlung der Abkaufskapitalien an die Berechtigten resp. an deren Bevollmächtigte erfolgen ſoll. Ulrichſtein den 7. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Ray ß. Edictalladung. (807) Konrad Horſt's Eheleute von Oberohmen beabſichtigen über eine, in ihrem Beſitz befindliche, in Bobenhäuſer Gemarkung belegene Wieſe 8267/¹² VIII/72 301 Klafter in der Steinbach, von Martin Liehr von Unterſeibertenrod begrenzt, zu verfugen, ohne ſich als Eigenthümer ausweiſen zu können. Es werden daher alle diejenigen, welchen dingliche Rechte an dieſer Wieſe zuſtehen, aufgefordert, ſolche um ſo⸗ gewiſſer binnen 4 Wochen à dato dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls die auszuwirkende Eigenthumsurkunde beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 9. Juni 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Obſt⸗Verſteigerung. (822) Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll der heurige Ertrag der Kirſch⸗ und Birn⸗Baumpflanzungen auf der Straßenſtrecke von Niederwöllſtadt bis hinter Ilbenſtadt oͤffent⸗ lich an den Meiſtbietenden verſteigt werden. Die Zuſammenkunft iſt am Anfang der Baumpflanzung gegen Niederwöllſtadt. Friedberg den 10. Juni 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Arbeits⸗Verſteigerung. (852) Freitag den 23. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf hieſiger Buͤrgermeiſterei die bei Her⸗ ſtellung der Futtermauer am Kirchhofe nöthigen Maurerarbeiten, voranſchlagt zu 66 fl. 50 kr. ſowie Lieferung von 1 Kub.⸗Klftr. Mauerſteinen, 0,6 Klftr. Sand und 22 Bütten Kalk wenigſtneh⸗ mend verſteigert werden, wobei nur bekannte und kautionsfähige Maurermeiſter mitbleten konnen. Höchſt a. d. N. den 16. Juni 1843. Der Gr. Kirchenvorſtand. Holz⸗Verſteigerung. (853) Freitag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen dahier in dem Gemeindewald, Diſtrikt For⸗ ſtenwald, an der Okarber Grenze und nahe bei der Hauptſtkaße nach Frankfurt, folgende Holzſorten öffentlich verſteigt werden: 1) 192 Stecken eichen Prügelholz, 2) 4125 Stück„ Wellen, 3 150„ Dornwellen, 40 2184„ eichen Bohnenſtangen, 5) 400„„ Baumſtützen, 6) 120„ Wagen ⸗Linſen, 75 137„ Leiterbänme, 8) 50„—Schippenſtiel, Niederwöllſtadt den 19. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Stoll. Heugras⸗ Verſteigerung. (854) Freitag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſoll das diesjährige Gras zu Heu von ungefähr 12 Morgen Gemeinde⸗Wieſen in mehreren Abtheilungen meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung des Obigen erſucht. Wettſaaſen den 15. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Höck. Fruchtverſteigerung im Rentamte Fried⸗ berg. (855) Der Reſt der 18421 fiscaliſchen Fruchtvor⸗ räthe des hieſigen Rentamts kommt folgendermaßen zur Verſteigerung: f 1) Dienſtag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, hier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, von dem hieſigen Speicher: 20 Malter Waizen, 50 Malter Korn und 20 Mal⸗ ter Hafer; 2) Mittwoch den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Kult von dem daſigen Speicher: 90 Malter orn. Friedberg den 7. Juni 1843. Großh. Heſſ. Rentamt daſelbſt Bu ß. Bekanntmachung. N (856) Nach Abhaltung der den 27. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, dahier ſtattfindenden Fruchtverſtei⸗ gerung, werden nachgenannte geeichte Fruchtmaaße Maurerar Weißbind Sandſteit fallen Donn im Hauſe Nieder (850) O Gemeinbeha Zimme Maur. Lieferung v ſteinen, M den N. d. verſteigert Gleichz ſtraße vor Pflaſterart brecher⸗, in Akkord Bönſta (860)& Uhr, ſoll meinde in öffentlich Ockſta (861) Gange run ach ö Oberw Fruchtvor, zendermaßen s 10 Uhr des Herrn themaliger peicher: 20 225* und Speichergeräthſchaften dem öffentlichen Verkaufe ausgeſetzt, nämlich: 8 Simmern, 5 Kumpfe, 7 halbe Kümpfe, 4 Ge⸗ ſcheide, 6 halbe Geſcheide, 2 Maͤschen, 3 tannene Tiſche, 1 Stuhl, 7 Schaufeln, 2 Streichen, 3 Rollwägelchen und 6 Vorhängſchlöſſer. Friedberg den 7. Juni 1843. Großh. Heſſ. Rentamt daſelbſt Bu ß. Bekanntmachung. (857) Freitag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in der hieſigen Gemarkung die Gemeindewieſen, ungefähr 200 Morgen Gras zu Heu und Grummet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Altenſtadt am 17. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Brack. Arbeits-⸗Verſteigerung. (858) Die bei Unterhaltung des hieſigen Schul⸗ und Gemeindehauſes erforderlichen Maurerarbeiten, voranſchlagt zu 23 fl.— kr. Weißbinderarbeiten 24„„%, Sandſteinplattenlieferung 7% 9„ ſollen Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Hauſe ſelbſt wenigſtnehmend verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 18. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Stor. Arbeits-⸗Verſteigerung. (859) Die bei Herſtellung des hieſigen Schul⸗ und Gemeindehauſes erforderlichen Zimmerarbeiten voranſchlagt zu Maurerarbeiten 17 Lieferung von 12 Buͤtten Kalk, 15 hundert Back⸗ ſteinen, Mauerſteinen und Sand, ſoll Donnerſtag den 22. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im Hauſe ſelbſt verſteigert werden. Gleichzeitig wird die bei Herſtellung der Orts⸗ ſtraße vor dieſem Hauſe erforderliche Hand, und Pflaſterarbeit, voranſchlagt zu 27 fl. 36 kr., Stein⸗ brecher⸗, Fuhr⸗ und Setzerlohn nebſt Sandlieferung in Akkord gegeben. Bönſtadt den 17. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Leonhardt. Gras- Verſteigerung. (860) Samſtag den 24d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das diesjährige Gras der hieſigen Ge⸗ meinde in verſchiedenen Abtheilungen auf der Wieſe 14 fl. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ockſtadt den 17. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Klein. Gras-Verſteigerung. (861) Donnerſtag den 22. d. M., Morgens 10 Uhr, wird das hieſige Gemeinde-Heugras in der Brunbach öffentlich verſteigert. Oberwöllſtadt den 16. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Diel. Schaafpferche⸗Verſteigerung. (862) Montag den 26. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe zehn oder auch nur fünf Schaafpferchen, wovon der erſte mit dem 30. d. M. anfängt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 19. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Gras ⸗-Verſteigerung. (863) Montag den 26. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſoll das Gemeinde-Heugras von ungefähr 200 Mor⸗ gen Gemeindewieſen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Utphe den 17. Juni 1843. Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter Böcher. Verſteigerung von Wegbauarbeiten. (864) Mittwoch den 28. Juni, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in Bodenrod nachſtehende Arbei⸗ ten an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden, als: 10 Maurerarbeit an mehreren Durchläſſen fl. kr. mit der Lieferung des Materials, wel⸗ ches ohnweit der Bauſtelle gewonnen wird, voranſchlagt zu 97 26 20 Planirarbeit am Stäumelweg 143 30 3) Planiren und Chauſſiren eines Theils der Ortsſtraße 31 15 4) Pflaſtern der Gaſſen 20 20 5) Materiallieferung, Stein und Kies 115— 6) Zimmerarbeitslohn ohne Material 6 30 7) Zimmerarbeit bei Anfertigung von zwei neuen Wegweiſern 12— 8) Weißbinderarbeit 8 Die Verſteigerung wird Punkt 10 Uhr auf Ort und Stelle vorgenommen werden. Oſtheim den 18. Juni 1843. In Auftrag: Clotz. Bekanntmachung, Holzverſteigerung in den Gr. Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betr. (865) Dienſtag den 27. d. M., von Morgens 7 Uhr an, werden im Burgwald an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 3 ½ Stecken Scheitholz, 11„ Prügelholz, 7413 Wellen Reiſerholz, 1 eichen Pflugsreh. Oberrosbach den 15. Juni 1843. Der Großh. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Arbeits-Verſteigerung. (866) Dienſtag den 27. Juni l. J., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf der Gemeindeſtube zu Obermörlen die Erbauung von 18 Abfahrten an der Provinzialſtraße in der Gemarkung Obermörlen und geſchälte Eichen, * 226* die Anlieferung von 250 laufenden Fuß Rohr⸗ und Kandelrohrſteinen, voranſchlagt zu 375 fl. einſchließ⸗ lich des Arbeitslohns, öffentlich und an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. 4 Voranſchläge liegen auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Obermörlen am 14. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Faſelochs-Verkauf. (867) Freitag den 23. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe ein der Gemeinde zu⸗ ſtehender, ſchwerer fetter Faſelochs verkauft werden. Heldenbergen den 16. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Pauly. S Privat⸗Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (868) Um dem mehrſeitigen Wunſche und Beduͤrf⸗ niſſe ſo Vieler, welche insbeſondere in der Marien⸗ ſchloſſer Anſtalt weben laſſen, zu begegnen, unterhalte ich von heute an eine Auswahl baumwollenes Ein⸗ ſchlaggarn in allen Sorten und kann dadurch nun nicht allein der ſo oft theilweiſe noch mangelnde Einſchuß unverzuͤglich dahingebracht,— ſondern auch der Bedarf zu ganzen Verwebungen auf die billigſte und kürzeſte Weiſe erlangt werden. Bei Ueberſendungen des Zettelgarns an die Anſtalt beliebe man, der Kürze wegen, damit zugleich die Beſtellung auf das gewünſcht werdende Baumwoll⸗ garn zu machen; mit der richtigen Auswahl deſſel⸗ ben nach Nummern— werde ich die reellſte Bedie⸗ nung zu verbinden wiſſen. Rockenberg am 14. Juni 1843. C. Stillgebauer, wohnhaft bei F. Joſ. Dietz, allernächſt der Marienſchloſſer Anſtalt. Lehrlings⸗-Gejuch. (869) Ein mit den nöthigen Vorkenntniſſen ver⸗ ſehner junger Menſch kann unter ſehr vortheilhaften Bedingungen in einer hieſigen Handlung in die Lehre treten. Bei wem ſagt die Expedition d. Bl. Geſchäfts-Eröffnung. (870) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das in Frankfurt erlernte Waſchen und Bügeln jetzt ſelbſt betreiben will, und bitte ich daher um geneigten Zuſpruch. Butz bach. Heinrich Hagemanns Frau. Das liniirte Papier zu Schulbüchern kann ich von jetzt an, in Folge der Aufſtellung einer Maſchine, pr. Ries zu 4 fl. 20 kr.,(pr. Ballen im Verhältniß noch billiger) lie⸗ fern, und bitte um gefällige Aufträge. Auch wird auf derſelben Maſchine jede Art Notenpapier ſchnell und billig raſtrirt. Friedberg. C. Binder nagel. 870 0 Die Federn A dieſer beruͤhmten Fabrik hoben ſich, als die be ſten und brauchbarſten vor allen 5 Andern anerkannt, im In⸗ u. 9 es Auslande einen allgemeinen 7 Ruf erworben, und ſind fort⸗ Nundene während zu den Fabrikpreiſen London) 7 10(Hamburg) in 20 verſchiedenen Sorten, 17 Schubert q C. fur jede Hand und Schriſt⸗ art, nebſt Dintenpulver z, nur ächt zu haben in der Haupt⸗Niederlage bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg. Literariſche Anzeigen. (872] Bei C. Schünemann in Bremen iſt ſo eben erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg vorräthig: Hand⸗ und Reiſebuch für Auswanderer nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika. Von R. von Maltitz. 8. geh. Der Verfaſſer wurde im verfloſſenen Sommer von Seiten der deutſchen Geſellſchaft von Cincinnati, im Staate Ohio, nach Europa geſchickt, mit dem Auftrage, den deutſchen Auswanderern mit Rath und That an die Hand zu gehen, und hofft durch Herausgabe dieſes Leitfadens ſeinen Zweck am beſten zu erreichen. Jedem Auswanderer kann daher dieſes Buch mit vollem Rechte als eine höchſt nützliche Aus⸗ ſteuer empfohlen werden. Günther, F. W., Der kleine Amerikaner, ein leichtes Hülfsmittel, um in kurzer Zeit einen Jeden in den Stand zu ſetzen, ſich den Amerika⸗ nern verſtändlich zu machen. Gte Auflage. gr. 8. geh. 18 kr. (873) Durch C. Bindernagel in Friedberg iſt das bereits bis zum vierzehnten Bande erſchienene belletriſtiſche Ausland von Carl Spindler, pr. Band 6 kr., zu beziehen. Das belletriſtiſche Ausland von Carl Spindler, zählt bereits Eilftauſend Subſeribenten! Die Unter⸗ nehmung iſt alſo geſichert; wir wiederholen unſern geehr⸗ ten Subſeribenten die Verſicherung, daß die neueſten Romane von Marryat, Cooper, James, Bulwer, Boz, Fly⸗ gare⸗Carlén, u. ſ. w. unſerem Verſprechen gemäß, in un, ſerer Sammlung aufgenommen werden: es wird alſo Jeder⸗ mann darauf hingewieſen, damit Niemand nöthig hat, die drei- und vierfach höheren, ſogenannten wohlfeilen Taſchen⸗ ausgaben dieſer Autoren ſich ferner anzuſchaffen. Uebelwollende hatten die Nachricht verbreitet, wir könnten dieſes Werk, der unglaublichen Wohlfeilheit wegen, nicht fortſetzen; ſolchen— aus unreinen Quellen gefloſſenen — Umtrieben ſetzen wir die That, das heißt: die Fortſetzung des Werkes entgegen. Stuttgart. Franckh'ſche Verlagshandlung. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 fl. 8 kr. nung der die in Pap geſchworen konne, Wir fei hinauf; der, auf der Büh fläſterte der ſagen Sie werde in de ſen, Schille clamiren. der Poſt v etwa ſo la geht an. Fluͤgel legt, macht eine an den ſanftes Lis endlich, zur zum leiſen hatte die Feier nt. glöckchen, weißen S läßt er ei o ſehen S vorſchwebe. nen Schne einem Reif ſchen, als pfeifen. O loch an ei konnte dor Es uhren