Intelligenzblatt für die Protinz Oberheſſen in Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 6. Sonnabend, den 21. Januar 1843. Abonnementspreis: pr. Semeſter 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr., pr. Jahr 1 fl. 12 kr., durch die Poſt bezogen 1 fl. 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr., die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: Alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochsblatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtagsblatt. Amtlicher Theil. — ͤ—— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Heſſ. Burgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung und Conſcription für 1843. Unter Verweiſung auf mein Ausſchreiben vom 25. Januar 1834(Nro. 5 des Intelligenzblattes) fordere ich Sie auf, die Vorarbeiten für die Muſterung und Conſcription für das Jahr 1843 unverzüglich vorzunehmen. Bei Beurtheilung der Frage, ob die Depotanſprechenden im Stande ſind, ſich einen Stellvertreter zu ſtellen, iſt nach Artikel 36 des Geſetzes vom 19. März 1836, betreffend die Stellvertretung im Militär⸗ dienſte, derjenige als zur Stellung eines Stellvertreters unvermögend anzusehen, welcher nicht die Aſſe⸗ kuranzſumme von 90 fl. zu beſtreiten vermag. Bis längſtens den 20 Februar d. J. erwarte ich die ganz vollſtändig aufgeſtellten Ortsliſten, Depot⸗ anſprüche ꝛc. eingeſendet, widrigenfalls an die Saumigen Warteboten abgehen müßten. Schließlich mache ich Sie noch auf ſtrenge Beachtung des§. 18 der Verordnung vom 30. April 1831, die Vollziehung des Rekrutirungsgeſetzes betreffend, aufmerkſam, mit dem Anfügen, daß dieſerhalb ſtets eine Beſcheinigung über die ſtrenge Beachtung deſſelben den Orteliſten anliegen muß. Die nachſtehend genannten Leute ſind zur Muſterung für 1843 verwieſen und es ſind daher dieſelben in die Ortsliſten der betreffenden Gemeinden aufzunehmen. Das Formularpapier wird Ihnen zugeſendet werden. Friedberg am 14. Januar 1843. Küſch ler. Aſſenheim: Heinrich Georg Hofmann, Joh. Philipp Auguſt Reuling.— Bauernheim: Joh. Georg Enders.— Butzbach: Siegfried Heyd.— Fauerbach II.: Joſeph, Stumpf, Wilhelm Thomas. T Florſtadt: Konrad Wilhelm Braun, Heinrich Philipp Gunkel.— Friedberg: Heinrich Wilhelm Kautz, Martin Heinrich Sauer, Chriſtoph Stamm, Friedrich Philipp Franz Max Julius Storch.— Gros⸗ karben: Joh. Georg Müller, Johannes Strack.— Langenhain: Lorenz Velten.— Melbach: Je⸗ hannes Fourier.— Niederweiſel: Joh. Jacob Lenz.— Niederwöllſtadt: Joh. Heinrich Ambron, Joh. Peter Arnold.— Oberau: Joh. Heinrich Kleeb.— Obererlenbach: Theodor Feuerbach.— Obermörlen: Johann Weber.— Oberrosbach: Johannes Allendörfer, Georg Karl Grohmann, Georg Hein ich Hock, Johannes Merz.— Oberwöllſtad t: Jacob Brauburger.— Ockſtadt: Friedrich Grö⸗ anger.— Ostheim: Heinrich Rühl.— Rockenberg: Joh. Ludwig Guckelsberger.— Rodenbach: Joh. Heinrich Schäfer.— Södel: Martin Schmidt.— Steinfurt: Geofg Ludwig Schutt.— Vilbel: Joh. Ludwig Mickoll, Wolf Schönſeld. . ——— % 22. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Completirung der Feldtruppen im Jahr 1843. Gleichzeitig mit dieſem Ausſchreiben theile ich einem Jeden von Ihnen ein Exemplar der von Großh. Provinzial⸗Kommiſſär zu Gießen in rubricirtem Betreffe erlaſſenen Bekanntmachung unter der Weiſung mit, dieſelbe alsbald in jeder Gemeinde Ihrer Bürgermeiſterei anheften zu laſſen und auf dieſe Art zur offentlichen Kenntniß zu bringen. Aus dieſer Bekanntmachung iſt zu entnehmen, daß aus dem Kreiſe Friedberg diejenigen jungen Leute, welche bei der vorjährigen Muſterung die Nr. 1 bis 131 gezogen haben, marſchpflichtig ſind, die Nr. 132 bis 144 aber noch nach dem 1. April l. J. einbeordert werden können. Sie haben alle diejenigen, welche hiernach eine Marſchnummer gezogen haben, davon ſpeziell in Kenntniß zu ſetzen und zugleich anzuweiſen, auf an ſie gelangende Ordre zu dem Regimente und Corps, welchem ſie zugetheilt ſind, ſich unverzüglich zu begeben. Sollte einer oder der andere durch ein begrün⸗ detes Hinderniß hiervon abgehalten ſeyn, ſo iſt mir unter Anſchluß des erforderlichen Zeugniſſes über den Abhaltungsgrund ſogleich berichtliche Vorlage zu machen. Namentlich werden Sie diejenigen im Contigent begriffenen Militärpflichtigen, welche in gerichtlicher Unterſuchung oder in gefänglicher Haft ſich befinden, ſogleich berichtlich anzeigen. Friedberg am 14. Januar 1843. Küßſch ler. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Sonntagsfeier, insbeſondere den Schluß des Kreisrathsbureaus an Sonn- und Feiertagen. Wie ſich von ſelbſt verſteht, iſt an Sonn⸗ und Feiertagen das Bureau geſchloſſen und es kann, dringende Angelegenheiten ausgenommen, Niemand darauf zählen, angenommen und befördert zu werden; zu ſolchen dringenden Angelegenheiten wird namentlich nicht gezählt: die Einholung von Tanzeon⸗ ceſſionen, welche mißbräuchlich bisher häufig erſt an dem Sonntage nachgeſucht worden ſind, an welchem Gebrauch davon gemacht werden ſoll. Es haben diejenigen, welche dieſe Einholung verſpätet haben und damit am Sonntag abgewieſen werden, dieß ſich ſelbſt zuzuſchreiben. Sie werden ſich hiernach achten und die Intereſſenten hiernach bebeuten. Friedberg am 16. Januar 1843. Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung und Conſeription im Jahr 1843. Ich weiſe Sie an, unverzüglich die Vorarbeiten zur dießjahrigen Muſterung vorzunehmen, ſomit als⸗ bald die Ortsliſten aufzuſtellen, ſo daß ſolche überall bis zum 1. Februar öffentlich angeheftet ſeyn können. Sie werden bei dieſem Geſchäfte genau nach den Vorſchriften der Verordnung vom 30. April 1831 über Ausfuhrung des Recrutirungsgeſetzes vom 30. April 1831 in den§ö. 6—14 verfahren. Zu den Auszügen der Geiſtlichen über die 1823 gebornen Dienſtpflichtigen ſind nur die vorgeſchriebenen gedruckten Formu⸗ larien, welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu gebrauchen, auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hinſichtlich dieſer Auszüge, die unter dem Formular II zur Verordnung vom 30. April 1831 in den Be⸗ merkungen unter ſolchen gegebenen Vorſchriften genau beachtet, auch das Pfarramtsſiegel dieſen Auszügen beigedrückt werde. Bei ſich ergebenden Mängeln haben Sie die Auszüge alsbald zur Verbeſſerung zurück⸗ zugeben. Bis zum 18. Februar müſſen alle Gemeindeliſten in doppelter Ausfertigung mit den Auszügen der Geiſtlichen und den über die Behandlung des ganzen Geſchäfts aufzunehmenden Protocollen, woraus zu erſehen, daß die Ortsliſten von dem Gemeinderath geprüft, und die im§. 18 der Verordnung vom 20. April 1831 vorgeſchriebenen Bekanntmachungen erlaſſen worden, bei Meidung einer Disciplinarſtrafe und Abholung durch Strafboten angelangt ſein. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüͤche auf Depot⸗Verſetzung haben Sie die Protocolle genau nach dem Formular V aufzunehmen, und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vor⸗ ſchriften der 8. 18—31 der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu ſorgen, daß den auf Seite 4 des Protocolls von den Geiſtlichen auszuſtellenden Beſcheinigungen über die Familienverhältniſſe von ſolchen, das Dienſtſiegel beigedrückt werde. Dieſe Protocolle über Depotanſprüche ſind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der Einſendung der Ortsliſten zur Prüfung an mich einzuſenden. Ich mache Sie auf die Beſtimmung des§. 10 pos. 6 beſonders aufmerkſam, daß Sie diejenigen Dienſtpflichtigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie Schwerhörigkeit, Kurz⸗ ſichtigkeit, fallende Sucht ꝛc beſonders anzuweiſen haben, ſich deßfallſige genügende Zeugniſſe von Schul⸗ lehrern, Geiſtlichen, Gemeindevorſtänden ꝛc. zu verſchaffen, und dieſe bei der Muſterung mitzubringen. Nach F. 40 der Verordnung müſſen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche ſich vertreten laſſen, alle Conſcriptions pflichtigen bei der Muſterung perſönlich erſcheinen, gegenfalls ſie als dem Geſetz ausge⸗ wichen angeſehen, und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden. liegend, meiſtbiet tungster gens 8 wird be Ockttadt ſtücken! niß net walterw Frie kann, erden; zcon⸗ delchem en und Formu⸗ en, daß en Be⸗ iszügen zuruͤck⸗ die Vor- den auf bältniſſt 0 5. 8 enden. itjenigen it, Kurz⸗ 1 Schul⸗ igen. n laſſer, ausge- „ 23. Bei Beurtheilung der Frage, ob ein Depotanfprechender vermögend genug ſeie, ohne Zerruͤttung ſelnes Nahrungsſtandes, für ſeinen Sohn einen Einſteher zu ſtellen, haben die Gemeinderäthe davon aus⸗ zugehen, daß zur Stellung eines Einſtehers die Summe von Neunzig Gulden erforderlich ſei. Außer den im Jahr 1823 Gebornen müſſen auch diejenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporär untauglich, als unterm Maas, oder aus anderen Gründen zur dieß jährigen Muſterung zurüͤck⸗ geſtellt worten, in den dießjährigen Gemeindeliſten wieder eingetragen werden. Grünberg am 13. Januar 1843. Ouvrier. Dieſe zur dießjährigen Muſterung Zurückgeſtellten ſind: Bobenhauſen: Andreas Scharmann.— Grünberg! Andreas Lauber.— Keſtrich: Ruben Bacharach.— Lindenſtruth: Heinrich Kühn.— Londorf: Heinrich Schaaf.— Niederohmen: Kornmann.— Feldkrücken: Joh. Heinrich Hofman Joh. Adam Kratz.— Reinhardshain: Max n.— Großeneichen: Joh. Konrad Meerbott.— Köddingen: Karl Schoͤnhals.— Niederohmen: Georg Philipp Döll.— Oberohmen: Anton Broſt. — Rüddingshauſen: Joh. Heinrich Hofmann.— Ruppertenrod: Johann Kratz. Das Großherzoglich Heſſiſche Landgericht Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Unterſuchungsſachen gegen Peter Lauber von Grünberg wegen Diebſtahls und gegen Joſt Hartmann von Stangenrod wegen Betrügereien. Wenn ſich Peter Lauber von Gruͤnberg oder Joſt Hartmann von Stangenrod in Ihren Buͤrger; meiſtereien betreten laſſen ſollten, ſo haben Sie ſolche alsbald zu arretiren und anher vorführen zu laſſen. Grünberg am 11. Januar 1843. Welcker. Bekanntmachungen von Behörden. N NN Güter ⸗ Verpachtung. (51) Frau Anton Eich dahier beabſichtigt einen Theil ihrer Güterſtücke, ohngefähr 14 Morgen, in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach II. liegend, auf ſechs nach einander folgende Jahre meiſtbietend in Pacht zu geben. Hierzu iſt Verpach⸗ tungstermin auf Donnerſtag den 2. Februar, Mor⸗ gens 8 Uhr, in hieſigem Rathhauſe anberaumt und wird bemerkt, daß den Flurſchützen dahier und zu Ockſtadt Verzeichniſſe von den zu verpachtenden Güͤter⸗ ſtuͤcken behaͤndigt worden, wo die Pachtluſtigen Kennt⸗ niß nehmen können. Friedberg den 18. Januar 1843. Für den Bürgermeiſter der Beigeordnete Bender. Garten⸗Verſteigerung. (52) Auf den Antrag der Handelsmann Meyer Schwarz'ſchen Eheleute dahier wird Donnerſtag den 2. Februar, Morgens 11 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe der denſelben gehörende Garten, Pag. u. Nr. 1 ½, 145 Ruthen haltend, zehntfrei, beim Uſafluß in der Gemarkung Ockſtadt liegend, getheilt mit Ja⸗ cob Feyling öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 18. Januar 1843. Für den Bürgermeiſter der Beigeordnete Bender. Frucht⸗Verſtelgerung. (33) Donnerſtag den 2. Februar, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 bis 60 Malter Korn und 10 bis 15 Malter Gerſte von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds, Zwei— malterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 16. Jauuar 1843. Für den Bürgermeiſter der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (54) Die am 5. d. M. in den hieſigen Waldungen abgehaltene Holzverſteigerung hat die Genehmigung des Freiherrn von Frankenſteiu nicht erhalten. Ockſtadt den 18. Januar 1843. Brömſer. ien fenen (55) Dienſtag den 24. d. M., Morgens 9 Uhr, kommen in dem Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Walde, Diſtrikt Tannenwieſe, 58 Nadelholz-Staͤmme, theils Werk- theils Bauholz, zuſammen 3603 Cubic⸗ fuß enthaltend, zur Verſteigerung. Ockſtadt den 18. Januar 1843. Brömſer. Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Grünberg. (56) Dienſtag den 31. Januar 1843, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem herrſchaftlichen Speicher zu Grünberg eine anſehnliche Parthie 1842er herrſchaft⸗ licher Früchte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verſteigert werden. Grünberg den 17. Januar 1843. Gr. Heſſ. Rentamt daſ. Bötticher. Güter ⸗Verſteigerung. (57) Donnerſtag den 2. Februar, Morgens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhaufe ein Theil der den Ludw. Keim'ſchen Eheleuten gehörenden, in hieſiger Gemar⸗ kung liegenden, ungefähr 10 Morg. haltenden Guͤter⸗ ſtücke öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Flurſchützen von den Gemarkungen Friedberg und Ockſtadt ſind beauftragt, die zu verſteigernden Güterſtücke den Steigliebhabern zu zeigen. Friedberg den 18. Januar 1843. Für den Buͤrgermelſter ter Biegeordnete Bender. Privat⸗Bekanntmachungen. 875 Gulden (47) Vormundſchaftsgelder liegen bei dem Unter⸗ zeichneten, gegen gerichtliche Verſicherung, zum Aus⸗ leihen bereit. Vilbel den 15. Januar 1843. Hermann Walther. Verſteigerungs⸗ Bekanntmachung. (58) Montag als den 6. Februar und die nach⸗ folgenden Tage ſollen bei Unterzeichnetem als ſeit⸗ heriger Pachter zu Wickſtadt mehrere Gegenſtände: 1) 13 Stück gute Zugpferde, 2) mehrere Stuck Rindvieh, .„ Schweine, 4) 75„ Tauben, 5) 50— 60„ Hühner, 6) mehrere hundert Fuder Stroh in allen Gat⸗ tungen, 7) mehrere hundert Malter Kartoffeln, 8)„ Quantitäten Frucht, 9) allerlei Hausgeraͤth, 5 10) Schiff und Geſchirr, als: 2 vollſtändige Wagen, 6 vollſtändige Pflüge, 4 eiſerne Eggen mit Schlitten, 3 vollſt. lederne Pferdegeſchirre ꝛc. gegen baare Zahlung dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Wickſtadt den 17. Januar 1843. a Fr. Carl. Nicht zu überſehen! (59) Diejenigen Herrn, die von meinen Güterſtücken gekauft haben und noch nicht den erſten Theil des Kaufſchillings entrichtet haben, werden hiermit er⸗ innert, daß Weihnachten(1842) vorüber ſind. Friedberg den 17. Januar 1843. Heinrich Preuſſer. Ein Pferdekarrn (60) iſt in Ziegenberg billig zu verkaufen bei Chriſtian Sommerlad. 1 Matzenmehl⸗Lieferung. (61) Unterzeichnete ſind geſonnen, das dieß jährige, erforderliche Matzenmehl fur die, in hieſiger Umge⸗ gend wohnenden Iſraeliten, zu liefern und verſpre⸗ chen wir die Meſte gutes Mehl zu 1 fl. 16 kr. ab⸗ zugeben. Beſtellangen können bei Iſaak Stern in Bruchenbrücken und Joel Simon in Florſtadt abge⸗ geben werden. Zugleich bemerken wir, daß das Mehl für jede iſraelitiſche Gemeinde frei geliefert und auf der Heinemühle bei Aſſenheim gemahlen wird. Florſtadt u. Bruchenbrücken d. 17. Jan. 1843. Lehrlings⸗Geſuch. (62) Ein geſitteter Burſche, welcher Luſt hat die Küfer⸗ und Bierbrauerei zu erlernen, kann alsbald mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre treten. Die Expedition d. Bl. ſagt bei wem? Zwei Wagen, (63) einer mit einer eiſernen Achſe, drei⸗ und vier⸗ ſpännig, und ein Ochſen⸗Karrn ſind zu verkaufen. Näheres iſt bei Schneidermeiſter Pauli in Fried⸗ berg bei der Stadtkirche zu erfahren. * 24* Einſchlag⸗ und Zettelgarn (64) gebleicht ſowohl, wie in übrigen gangbaren Farben kann ich wieder zu den möͤglichſt billigſten Preiſen verkaufen. Nathan Hirſchhorn. Uſergaſſe Nr. 244. Beſchei nigung. 5 Für die Mutter des verunglückten Fink zu Ettings⸗ hauſen von C. T. R. in F. 1 fl. 12 kr. erhalten. Friedberg den 20. Januar 1843. Friedberg C. Bindernagel. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waſzen: 10 fl.— kr.; Korn: 8 fl. 30 kr. Gerſte: 7 fl.— fr. Hafer: 5 fl. 20 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 6. Jan.: Waizen: 11 fl. 12er. Korn: 9 fl. 6 er. Gerſte: 7 fl. 18 kr. Hafer: 5 fl. 23 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 22. bis 28. Januar 1843 5 iedberg Butzbach. d d Preiſe. 1 pe Bro, Prei kr. pf. er. vf. 1 Leib⸗Roggenbrod 8 34— 2 er* 6 1 6— 4 1* 12 2 121— Loth. Lotb. —Milchbrod 11 4 1 — Waſſerweck 114 1455 — Gemiſchtet(Tafel⸗) Brod 115 115 Fleiſch⸗Preiſe. 115 5 1 Ochſenfleiſch 5— 11 5 ag ze gemaͤſtetes 2 8 2 „Kühflciſch ungemäſtetes 65— 6 1 : 5 gemäſtetes 7 2 7 e 2 Rindfleiſc ungemäſtetes 6— 65 „Kalbfleiſch 7— 7.4 „Schweinenflleiſch 12— 12— „ Hammelfleiſch 8— 7 2 „ Schaaffleiſch 5—— „ Wurſt von blos Schweinen 2— 122 „Gemiſchte Wurſt 10— 104— „Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 154— „ Doörrfleiſch g 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 22— 224— 7 dito unausgelaſſfen 20— 20— „Nierenfett 21— 204— „ Hammelsfett 151— 15— Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Die zur Muſterung erforderlichen For⸗ mulare 1 für die Großh. Bürgermeiſter ſind bei dem Unter⸗ zeichneten vorräthig. Friedberg. Carl Bindernagel. Gedruckt und rerlegt unter Verantwortlichkeit ven Carl Bindernagel in Friedberg. U fordere! zu ſtelle dienste, kuranzſ 2 anſprünt N 1831, d ſtets ein genannt. det bet U 8 8 5 Georg 5 Fl Kauz, karben hannes Joh.. Oberm Heinrich ninger. b Joh. He Joh. ful