—— Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen N und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. S— —— * 99. Mittwoch, den 20. Dezember 1843. Un ſo manchen Anforderungen entſprechen zu können, die bisher wegen des beſchränkten Raumes im Intelligenzblatte nicht berückſichtigt werden konnten(u. A. die„Kirchenbuchsauszüge“ und„Kirchlichen Anzeigen“ darin aufzunehmen), erſcheint das Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen“ von 1844 an in größerem Formate und die Inſerate werden aus kleinerer Schrift dreiſpaltig gedruckt. Das Blatt wird übrigens wie bisher wöchentlich zweimal ausgegeben werden und zwar ſo, daß es von den Bezirksboten des Kreiſes Friedberg den Dienſtag und Freitag Mittag hier in Empfang genommen werden kann, während die Bezirksboten der Kreiſe Grünberg und Hungen die erforderlichen Exemplare Dienſtags und Freitags Abends von den Großh. Poſtverwaltungen in Grünberg und Hungen erhalten. Die Exemplare für Friedberg und die nahe Umgegend werden Mittwochs und Samſtags Vormittags hier von mir ausgegeben. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr I. fl. 12 fr. für ½ Jahr 10 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Intelligenzblatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr. zu beziehen. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr. für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen. r Beſtellungen auf das Intelligenzblatt pro 1844 bitte ich nicht direkt bei mir, ſondern durch die betreffenden Großh. Poſtverwaltungen gefälligſt zu machen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. Friedberg. Carl Bindernagel. Zweite Generalverſammlung des Vereins zur Unter⸗ e e, 8* 5 f 8 zur Aufſtellung des Rechen 2. Septbr. ſtützung und Beaufſichtigung der aus den großh. Zahl der Vereinsmitglieder von 1575 auf 1754— nach Ab⸗ heſſ. Landes- und Provinzial⸗Strafanſtalten Ent. zug von 47 Aus getretenen und 20 Geſtorbenen— geſtellt, laſſenen, zu Gießen, am 21. October 1843. alſo um 179 vermehrt. Seitdem gingen noch 18 zu, ſo daß (Schluß.) am 19. Oct. der Stand folgender war: Wiewohl der Verein erſt im Auguſt 1842 als völlig con⸗— ſtituirt J. treten 1457 alſo I Kreis 12 Beitrag Kreis N17 Beitrag ſehr kurz iſt; ſo liegen doch ſchon recht erfreuliche Reſul⸗ Pe: za N.. Gez da tate be. darunter Beiſpiele vor, daß Menſchen, die man od. LN. Bez d. M. fl. kr. od. L. R.⸗Bez.ſd. M. fl. kr. r 3 gab, einem ee I Starkenburg: II. Sberheffen⸗ eben wieder gewonnen worden ſind,* le U 5 7 N27 5 N ſich, ſondern— Andere, zu deren Erhaltung ſie nicht ein- Densbeim 178 125 52 Alsfeld 42 4249 mal verpflichtet ſind, ernähren. Nach dem mitgetheilten ſpe— Dean 135167 24 Biedenkopf 25 17 155 tiellen Verzeichniſſe, woraus erſichtlich wie viel und welche Dieburg 201 12 7 Friedberg 727755 Pfleglinge der Verein erhielt, wie ſie unterſtützt wurden und Großgerau 67 62 34 Gieben 56 2 8 wie ſie ſich nach dieſer Unterſtützung bis jetzt aufführten,— Sen im 114] 9725 Grünberg 35 38 84 empfingen überhaupt 45 Perſonen(40 männlichen 5 weib⸗ Iffenbach 45 35 30 Hungen 70 4⁵ 4 lichen Geſchlechts) Unterſtuͤtzung, die wegen Unterſchlagung, Wimpfen 44 50 Nidda 72 64 6 Betrugs, Diebſtahls, Faſſchmuͤnzerei, Veruntreuung, Ver⸗ Breuburg 86 5915 Büdingen 2 124 wundung, Mißbandlung, Landſtreicherei undſForſtfrevel ihre Trlach 9456730 Fenn 25 18 3 Strafen verbüßt hatten. Hiervon waren 3 im Lebensal⸗ Summe] 925 830 50 Lauterbach 35 28 15 1 unter 20 Jahren, 18 von 20, 10 von 30, 10 von 2 Summe 418 43356 3 von 50, 1 von 60 Jahren und darüber. Von dieſen 45. 1 1— Entlaſſenen hatten ſich 33 bis daber auf dem betretenen II. Rein been: nns. guten Wege erhalten, ſomit ſich der ihnen verabreichten Alzei 150 131 7 Starkenburg 9251 83950 Unterſtützung würdig bewieſen. Gewiß ein ſegensreicher An. Bingen. 40 36 7 Oberbeſſen 408 433858 fang des ſchönen Wirkens des Vereins! Mögen darin die Mainz Stbz. 109 125„4 Nbeinbeſen 429 40227 Männer, welche ſich, zum großen Dank des Vereins, zunächſt Kainz Ldbz.] 80 6659 Summe 1772 1667 13 um die Beſſerung dieſer Menſchen bemühten, ihren ſchönſten Worms 50 42 Sf. Beiträge— 47 36 Lohn finden und, ihnen zur Ermunterung, Andern zur Nach⸗ Summe] 429 402 27 b Tetaſem* ahmung, um ſo eifriger auf der betretenen ſchwierigen Bahn Totalſumme] 1772 1714 49 * 440 Es ergibt ſich alſo hieraus die erfreuliche Erſcheinung, daß die Theilnahme für den Verein im Steigen iſt, daß die edlen und hoͤchſt gemeinnützigen Zwecke deſſelben immer mehr erkannt und an deren möglichſter Erreichung nicht mehr ſo wie früher gezweifelt wird. Zwar hörte man wohl ſchon die Anſicht äußern, als werde durch den Verein das Laſter noch unterſtützt. Nichts kann irriger ſein. Menſchen, die gefehlt, die ſich mit der menſchlichen Geſellſchaft überworfen, den Weg des Laſters und Verbrechens betreten haben, die Rückkehr auf die Bahn der Tugend möglich zu machen, ſie darauf zu erhalten, ſie der menſchlichen Geſellſchaft wieder zu gewinnen,— dieß ſind die edlen Zwecke des Vereins, und wir fragen, was kann mehr im Intereſſe der menſchlichen Geſellſchaft, was kann mehr den Forderungen der Humanität und der Religion gemäß ſein? Ebenſo wenig iſt es Zweck des Vereins, die Gemeinden der Sorge für ihre Armen zu überheben, wie ebenfalls ſchon fälſchlich geglaubt worden iſt. Aber wenn ſich durch Erreichung der oben angegebenen löblichen Zwecke des Vereins die Zahl der Armen und der Verbrechen mindert, indem es den aus den Strafanſtalten Entlaſſenen möglich ge⸗ macht wird, ſtatt von neuem Bettler, Vagabunden und Ver⸗ brecher,— nun fleißige und nützliche Mitglieder der Geſellſchaft zu werden, ſo iſt dieß allerdings auch ein grotzer und weſent⸗ licher Gewinn für die Gemeinden. Darum möge dem Verein fortwährende Theilnahme Aller werden, welche ſich fuͤr wahrhaft Gemeinnütziges intereſſiren. Erhalt ſich dieſe Theilnahme ſo ſteigend, dann kann wohl der Verein künftig ſeinen Wir⸗ kungskreis noch weiter ausdehnen und eine andere nicht min⸗ der reichliche Quelle des Laſters zu hemmen ſuchen, dadurch daß er ſich auch der ſittlich verwahrloſten Kinder an⸗ nimmt, aus denen ſo manche Verbrecher hervorgehen. Darum wer es bedenkt, wie viel Gutes er mit einem kleinen frei⸗ willigen Beitrage von 30 kr. bis 2 fl. jährlich foͤrdern helfen kann, der wird gerne dem Vereine beitreten, was durch eine einfache Erklärung bei dem Ortsvorſtande, welcher ſolche an die Central⸗Behörde befördert, ſo leicht und bequem geſchehen kann. Wie bedeutend aber der Wirkungskreis des Vereines ſchon jetzt, wie heilſam und noͤthig eine nachhaltige Unter⸗ ſtützung deſſelben iſt, ergibt ſich daraus, daß im laufenden Jahre(1843) bis jetzt 297 aus den Strafanſtalten Entlaſſene die Unterſtützung des Vereins in Anſpruch genommen und 84 davon dieſelbe materiell bereits in der Summe von 2744 fl. 43 kr. erhalten haben. Am woblthätigſten wird ſich immer die Unterſtützung des Vereins durch eifrige und raſtloſe Be⸗ mühung der Mitglieder für Unterbringung der Vereinspfleg⸗ linge als Handwerksgeſellen, Lehrlinge, Taglöhner und Dienſt— boten zeigen.— Zu der Berathung der 2. Generalver⸗ ſammlung zu Gießen zurückkehrend, bemerken wir hier ſchließlich noch, daß über verſchiedene Punkte der Verwaltungs⸗ koſten, über die Art der Erhebung der Beitrage ꝛc. discutirt wurde; ferner, daß man beſchloß, die Generalverſammlungen künftig nicht mehr auf einen Samſtag abzuhalten, um den Geiſtlichen die Theilnahme an denſelben zu erleichtern. Ein Antrag des Geh. Medieinalraths Dr. v. Ritgen„die Verab⸗ folgung der Arbeitsquote der Sträflinge bei Entlaſſung der⸗ ſelben aus den Centralſtrafanſtalten betr.“ wurde nach ge⸗ pflogener Berathung gebilligt und beſchloſſen: die Centralbe⸗ hörde möge die höchſte Staatsbehörde erſuchen, zu verfügen, daß den aus den Strafanſtalten zu Entlaſſenden nur das zur Heimreiſe erforderliche Geld und keine weiteren Geld—⸗ mittel verabfogt werden möchten. Cin Vortrag deſſelben ver⸗ ehrlichen Mitglieds als Referenten der Bezirksvereins-Com⸗ miſſion des Kreiſes Gießen, den„Rechenſchaftsbericht über die ſeitherige Leiſtung dieſer Commiſſton zur Unterſtützung und Beaufſichtigung der aus den Strafanſtalten des Groß— berzogthums Entlaſſenen, im Kreiſe Gießen“ betr., der inter⸗ eſſante Details hierüber mittheilt, wurde dem Vereinsaus⸗ ſchuſſe zur Begutachtung überwieſen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Oeffentliche Aufforderung, (1571) Der Schloſſer Philipp Pfad zu Vilbel har ſich für zahlungsunfähig erklärt und ſein Vermögen an ſeine Gläubiger abgetreten. Alle diejenigen, welche Anſpruche irgend einer Art an den Gemeinſchuldner haben, werden demgemäß aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß im Termine Montag d. 29. Januar 1844, Vorm. 10 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die Uunangemeldet bleibenden Anſprüche bei der Verthei⸗ lung der Maſſe unberückſichtigt bleiben. In dem Termin ſoll zugleich die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Manda⸗ tare zum Abſchluſſe eines Arrangements ermächtigen müſſen. Greskarben den 15. November 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Edictalladung. (1573) Georg Heinrich Huͤhnergorth und deſſen Ehefrau, Anna Eliſabetha, von Meiches entlehnten, unter Conſtituirung einer Hypotheke, 10 von Johannes von der Aue von Storndorf am 30. Mai 1806 50 fl. 2) vom Candidaten der Rechte G. C. L. Haberkorn von Windhauſen am 10. Juni 1809 300 fl. 3) vom Kaſtenmeiſter Johannes Hedderich von Mei⸗ ches aus dem daſigen Kirchenkaſten am 13. Juni 1810 100 fl. Der Beſitzer der Unterpfänder, Johannes Geiß von Meiches, widerſpricht dem Fortbeſtand dieſer Darlehnsforderungen, kann aber die Tilgung der⸗ ſelben durch Vorlage der darüber ausgefertigten, an⸗ geblich abhanden gekommenen, Schuldurkunden nicht nachweiſen. Es werden daher alle diejenigen, welche aus den fraglichen Schuldurkunden Anſpruͤche her⸗ leiten können, um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen a dato zu deren Geltendmachung aufgefordert, gegen⸗ falls dieſelben für erloſchen betrachtet und die deßfall⸗ ſigen Einträge in den Pfandbüchern getilgt werden. Ulrichſtein den 28. November 1843. 8 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ra y ß. Edictal ladung. (1594) Hans Jacob Maurer von Muͤnzenberg, der mit dem 14, d. v. M. das 70ſte Lebens jahr uͤber⸗ ſchritten und ſchon ſeit wenigſtens 50 Jahren ab—⸗ weſend ſein ſoll, wird aufgefordert, ſogewiß binnen 3 Monaten ſeinen Aufenthalt anzuzeigen, als ſonſten, daß er nicht mehr am Leben ſeie, angenommen wer⸗ den wird. Blunen gleicher Friſt ſind etwaige Anſpruͤche au ſein, unter Verwaltung ſtehendes Vermögen, ſogewiß geltend zu machen, als ſonſten daſſelbe an die aufge⸗ tretenen Geſchwiſter und Geſchwiſterkinder verabſolgt und die ſchon früher von dieſen eingelegte Caution für aufgehoben erklärt werden wird. Hungen den 30. November 1843. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht. Hofmann. Oe (006 E Achim, len 1 g ahr Zveſ Aulrag** ö gußer del. gemeinen, Tagen dier fiber die! felt werde Friedbe (596) Reiches der den alle di einem Grun gwiß im 2 ier zu liq in gewärti erfolgt. Ulrich 1 Die Erri Poſtha (1599) daß zu E eine Poſte den iſt. 7 Fahrpoſtg. dom 1. 8 Frankfurt wochentlie Samſtage geſetzt. Die mit dem Fran (1631 tags um Mühle d iſentlich Obere Nünzuberg, jahr über⸗ Oeffentliche Aufforderung. (1595) Suſanna, Amtsſchreiber Jungs Wittwe zu Aſſenheim hat ihre daſelbſt belegene Hofraithe mit Garten, 68/22 des Flurbuchs, verkauft, kann aber ihr Eigenthum daran, obwohl der langjährige Beſſtz außer Zweifel ſteht, urkundlich nicht nachweiſen. Auf Antrag der Verkäuferin werden daher alle, welche außer den bekannten Pfandgläubigern Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an jene Hofraithe zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt dem Kaufbriefe da⸗ rüber die nachgeſuchte gerichtliche Beſtätigung er— theilt werden wird. Friedberg am 25. November 1843. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Edictalladung. (1596) Nachdem gegen Georg Ziegenhain von Meiches der Concursproceß erkannt worden iſt, wer— den alle diejenigen, welche Anſprüche aus irgend einem Grund machen können, aufgefordert, dieſe ſo— gewiß im Termine den 13. Februar 1844, früh, da⸗ hier zu liquidiren, ſich auch des Verſuchs der Güte zu gewärtigen, gegenfalls Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Ulrichſtein den 7. Dezember 1843. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Ra y ß Bekanntmachung. Die Errichtung einer Poſtexpedition und Poſthalterei in Engelrod betreffend. 11599) Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß zu Engelrod im Landrathsbezirk Lauterbach eine Poſtexpedition und Poſthalterei errichtet wor⸗ den iſt. Die Poſtexpedition, bei welcher Briefe und Fahrpoſtgegenſtände aufgegeben werden können, wird vom 1. Januar 1844 an mit den Poſtſtellen der Frankfurt⸗Lauterbacher Route, und zwar im Winter wöchentlich dreimal, Dienſtags, Donnerſtags und Samſtags, im Sommer aber täglich in Verbindung eſetzt. 1 Die Extrapoſtdienſtleiſtungen nehmen gleichfalls mit dem 1. Januar 1844 ihren Anfang. Frankfurt a. M. den 2. Dezember 1843. General⸗Direction der Großh. Heſſ. Poſten Freiherr von Dörnberg. dt. Laurich. Frucht⸗Verſteigerung. (1631) Donnerſtag den 28. dieſes Monats, Mit⸗ tags um 12 Uhr, ſollen auf der Falkenſteiniſchen Mühle dahier von den dießjährigen Fruchtvorräthen 40 Malter Waizen und 100 Malter Korn öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigt werden. Obererlenbach am 15. Dezember 1843. Der Gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentmeiſter Staus. * 441 Bekanntmachung. (1632) Diejenigen, welche Zahlungen aus der hie⸗ ſigen Rentamtscaſſe zu erhalten haben, können ſelbige fuͤr dieſes Mal, außer den bekannten Zahltagen, auch Mittwoch den 27. dieſes Monats, Vormittags, in Empfang nehmen. Friedberg den 16. Dezember 1843. Der Großh. Rentamtmann Bu ß. Aufforderung. (1633) Zur vorläufigen Liquidation der gegen den Ackermann Johannes Kohl zu Oſtheim gemacht werdenden Anſprüche, ſowie zum Güteverſuche Behafs Abwendung des förmlichen Concursverfahrens iſt Termin auf den 11. k. M., Vormittags 11 Uhr, in hieſiges Amtslocal anberaumt worden, wozu alle diejenigen, welche Anſprüche an den ꝛc. Kohl zu haben vermeinen, unter der Aufforderung, dieſelben anzumelden und zu beſcheinigen, ſowie unter der Androhung, daß die Ausbleibenden als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend werden angeſehen werden, hierdurch öffentlich vor⸗ geladen werden. Windecken am 7. Dezember 1843. Kurf. Heſſ. Juſtizamt Hodiesne, K. A. Aufforderung. (1634) Zur vorläufigen Liquidation der gegen den Ziegler Johannes Harth zu Oſtheim gemacht wer⸗ denden Anſprüche, ſowie zum Güteverſuch Behufs Abwendung des förmlichen Concurs verfahrens, iſt Termin auf den 11. k. M., Vormittags 11 Uhr, in hieſiges Amtslocal anberaumt worden, wozu alle diejenigen, welche Anſprüche an den ꝛc. Harth zu haben vermeinen, unter der Aufforderung dieſelben anzumelden und zu begründen, ſowie unter der An⸗ drohung, daß die Ausbleibenden als dem Beſchluſſe der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend werden angeſehen werden, hierdurch öffentlich vor⸗ geladen werden. Windecken den 11. Dezember 1843. Kurf. Heſſ. Juſtizamt daſ. Hodiesne, K. A. vdt. Degen. Holz-Verſteigerung. (1635) Donnerſtag den 21. Dezember 1843, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in den Gemeindewald der Ge⸗ meinde Bönſtadt, Auwald genannt, bei Wickſtadt gelegen, eine große Quantität Bau-, Werk- und Nutz⸗ holz, desgleichen Freitag den 22. d. M. eine Quan⸗ tität Brennholz meiſtbietend verſteigert werden. Bei beiden Verkäufen wird das Gehölz auf gil⸗ tige Bürgſcheine verabfolgt. Bönſtadt am 15. Dezember 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Leonhardt. „ 442„ Arbeits⸗Verſteigerung (1636) Die bei Verarbeitung des von der(Ge⸗ meinde gelieferten Holzes zur Herſtellung der Brücken im Hieſigwalde erforderliche Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 144 fl. Schloſſerarbeit 8 fl. Weißbinderarbeit 24 fl. wird Donnerſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf hieſiger Gemeindeſtube, unter den im Termine eröffnet werdenden Bedingungen, verſteigert. Kleinkarben den 18. Dezember 1843. Der Gemeindebaumeiſter. Der Gr. Bürgermeiſter Ruths. S S Privat⸗ Bekanntmachungen. Güter ⸗Verſteigerung. (1620) Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe mehrere Gärten und Baumſtuͤcke abtheilungsweiſe auf ſechs Ter⸗ mine freiwillig verſteigert werden. Auch können die Güterſtücke aus der Hand verkauft werden, und kann der Gartenſchuͤtze Volp den Kaufliebhabern nähere Auskunft ertheilen. Ein noch brauchbarer Branntwein-Keſſel, (1624) 2 bis 3 Ohm haltend, nebſt Huth und Schlangenrohr wird zu kaufen geſucht. Frankirte Offerten unter C. C. nimmt die Expedition an. Verſteigerung. (1637) Der Unterzeichnete beabſichtigt wegen Ver⸗ pachtung ſeines Pfarrguts Donnerſtag den 28. d. M. ſeine ſämmtlichen Oekonomiegeräthſchaften und ſein Vieh, namentlich 2 ganz fehlerfreie 7 und 8 Jahre alte, aufs beſte eingefahrne Pferde, polniſcher Race, 4 Kühe ꝛc., ſodann 2 Wagen mit allem Zugehör, eine noch ganz neue Acker⸗Walze, 2 Pflüge, 2 Eggen, eine ganz ſolide Chaiſe mit Glasvorderverdeck, 50 bis 60 Fuder Stroh von allen Gattungen ꝛc. Morgens um 9 Uhr in ſeiner Behauſung öffentlich an den Meiſtbietenden zu verſteigern, wozu er Steigluſtige hiermit einladet. Rodheim im Kreiſe Nidda, den 12. December 1843. B. F. Muͤller, Pfarrer. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1638) Unterzeichneter theilt einem verehrungswür⸗ digen Publikum hier und in der Umgegend mit, daß er das Gaſthaus zur Lilie dahier gekauft und heute ſeine Wirthſchaft eröffnet hat. Durch prompte und billige Bewirthung hofft er ſich das Zutrauen des verehrten Publikums zu erwerben und zu erhalten. Vilbel den 19. December 1843. Johannes Breiter V. Feinſte Punſcheſſenz (1639) pr. Flaſche 1 fl. 12 kr. bei Carl Wahl, Apotheker. Friedberg im Dezember 1843. Philipp Engel (1640) empfiehlt ſich auf bevorſtehende Weihnachten mit ſeinen ſchon bekannten Conditoreiwaaren, beſon⸗ ders Mazipanfiguren, plattem Mazipan, Darmſtäd⸗ ter Anisgebacknem und guten Lebkuchen und bittet um zahlreichen Zuſpruch. Friedberg. Alle Sorten Cigarren, (1641) ſowie guter Portoricotaback, das Pfund zu 12 kr., iſt zu haben bei Auguſt Mölich wohnhaft bei Wagner Leer in der Neugaſſe zu Butzbach. (1642) Der heutigen Nummer dieſes Blattes liegt eine Ankündigung einer induſtriellen Zeitſchrift bei, die wir zu geneigter Beachtung empfehlen. Offenbach a. M., im Novbr. 1843. Buchhandlung von Ernſt Heinemann. Zu Weihnachtsgeſchenken empfiehlt der Unterzeichnete: Göthe's Werke in 40 Bänden, Halbfranz geb. 36 fl. 40 kr. Schiller's Werke in 12 Bänden, Halbfranz geb. 10 fl. 12 kr. Zſchokke's ausgewählte Novellen und Dichtungen. Neueſte Aus gabe in 10 Bänden 8 fl. Rotteck's Weltgeſchichte in 9 Bänden, Halbfranz geb. 11 fl. Vollmer's vollſtändiges Wörterbuch der 0 logie aller Nationen. Mit 129 Taf. 8 fl. 6 kr. Gailer's neuer orbis pictus, geb. 5 fl. 36 kr. Kaufmann's orbis pictus, geb. 5 Oeſer, Chr., Weltgeſchichte für Töchterſchulen und zum Privatunterricht. 3 Theile. 4 fl. 30 kr. Nöſſelt, Fr., das Leben Jeſu. Sehr elegant geb. 3 Lisco, das neue Teſtament nach der deutſchen Ue⸗ berſetzung Dr. Martin Luthers. Gebetbücher Taſchenbücher Kochbücher Kinderſchriften mit und ohne Bilder Farbenkäſtehen f Farben in Muſcheln u. ſ. w. u. ſ. w. Sämmtliche Gegenſtände liegen in meinem neuen Laden zur gefälligen Anſicht bereit. Carl Bindernagel. zu verſchied⸗ nen Preiſen Gedruckt und verlegt unter Perantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 4 fl. 48 kr. Mit der eins der G ſen an die hat der eng Darmſtadt e einen geſchit Molf⸗Stift Blätter bor die G. A. E Unterzeich ne. zugekommen tung, wenn feſte Sorge die, an eine zu erhebende in Folge die alle hieſtgen die Herrn Au machen; wenn ich G. ich bin erbo winden, Ur. e ü 0 etwa de a0 ledigen kön