t 1 Frtedt 8 eledberg RN. 8 pere 1 kaphieg „Aue Zug ole. 17 * Gegen N Alepadiſg, Kurſte und g a fn legt ſind N f zu haber ens neue Tiſe Dalbfr„ er. geb, edderg: derte: 4 fl.— Intelligenzblatt fur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — WM 73. Mittwoch, den 20. September 1843. Die Lehr⸗ und Erziehungs-Anſtalt der Herrn Lucius und Kniſpel in Darm⸗ ſtadt. In Nro. 67. dieſes Blattes theilten wir den Plan obiger Erziehungsanſtalt mit, in Folge deſſen mehrſeitige Anfragen lei uns einliefen, die uns veranlaſſen, folgende weitere Mit⸗ Heilungen in das Blatt aufzunehmen. Die Redaction. Im Jahre 1832, ſetzte der verſtorbene Candidat Jäger n Darmſtadt den Plan ins Werk, 12 Knaben aus höheren Ständen zur Erziehung und zum Unterrichte bei ſich aufzu⸗ ſehmen. Jäger war ein Mann von gediegenen Kenntniſſen, urchdringendem Scharfſinn, von reifer Erfahrung und ſel⸗ ener Beurtheilungsgabe, von raſtloſem Eifer und beharrlicher Dillenskraft. Schon die erſten Erfolge ſeiner neuen Wirk⸗ amkeit beurkundeten den berufenen und äußerſt befähigten dädagogen. Die Anſtrengung jedoch der Erziehung und des Enterrichtes jener Knaben, die, an Alter und Kräften ſehr ſerſchieden, der Eintheilung in beſondere Klaſſen bedurften, krohte der Geſundheit des Alleinſtehenden Gefahr, weshalb * ſich, wie durch zahlreiche, dringende Bitten um Aufnahme ſeuer Schüler, zur Erweiterung ſeiner Anſtalt genöthigt ſah, tit welcher auch die Eltern ſeiner Zöglinge einverſtanden varen. Durch tüchtige Mitlehrer unterſtützt, erbob nun Jäger ein Inſtitut zu hoher Bluthe, ſo daß demſelben einige Zeit aber 60 Schüler und davon 16 als Penſionäre angehörten. Die zunehmende Kränklichkeit des Mannes aber, und der päter zu häufig vorkommende Wechſel ſeiner Hülfslehrer ver— minderten allmählich die Frequenz dieſer Anſtalt, welche, ver— waiſt durch den am 5. November 1840 erfolgten Tod ihres Vorſtehers, unter der oberen Leitung eines bewährten Freun— des des Verſtorbenen, des Hr. Gymnaſtallehrers Dr. Wagner, is zu Oſtern 1841 noch fortbeſtand.— Zu dieſer Zeit tra⸗ en die Schüler der erſten Klaſſe des Inſtitutes in das Gymna— ium zu Darmſtadt, etliche in andere Anſtalten über, und Aus— wärtige kehrten in ihre Heimath zurück. Da aber gleichwohl enes Inſtitut ein Bedürfniß der Stadt Darmſtadt und in demſeſben ein beſonders nützlicher Wirkungskreis zu finden war, ſo hatten inzwiſchen Herr Candidat Lucius und Herr Tandidat Knispel, aus Nebe zur Sache und in Folge viel⸗ facher Aufforderungen, ſowie mit Genehmigung des Großh. Oberſtudienrathes, zur Fortſetzung des Inſtitutes ſich ent⸗ ſchieden und zu dieſem Zwecke das trefflich eingerichtete Local deſſelben gewonnen.— Am 22. April 1841 fand die Wieder⸗ eröffnung der Anſtalt durch Herrn Lucius und Herrn Knis⸗ vel ſtatt, zu welcher bereits die übriggebliebenen Schüler des sordem Jäger'ſchen Inſtitutes, und davon 2 als Penſionäre, rußerdem aber 7 neue Zöglinge angemeldet worden waren. Dieſe 32 Schüler wurden in die vorhandenen drei Klaſſen eingetheilt, indem eine erſte Klaſſe durch die fähigſten Schüler der zweiten Klaſſe gebildet wurde, wenn auch dieſe noch nicht das elfte Jahr erreicht hatten, welches in der Folge als Norm für die Aufnahme in die erſte Klaſſe ſeſtgeſetzt wurde.— Anfänglich nahm die Anſtalt, wie dieſes auch früher im Jäger'ſchen Inſtitute der Fall war, nur ſolche Schüler auf, welche mindeſtens das ſiebente Lebensjahr erreicht und bereits einige Fertigkeit im Leſen, Schreiben und Rechnen erlangt hatten. Für die Eltern war es jedoch immer ſehr ſchwierig, mehrere Kinder aus bekannten Familien zu einer Privatſtunde zu vereinigen, und noch mehr, den gewünſchten, zuweilen ſchon auf ſolche Weiſe ſehr in Anſpruch genommenen Elemen⸗ tarlehrer für dieſelben zu gewinnen. Auf vielfaches Anſuchen errichtete man daher an der Anſtalt eine Borbereitungs⸗ laſſe und war ſo glücklich, einen ausgezeichneten, ſtandigen Hauptlehrer für dieſelbe in Herrn Schaffnit zu finden, der zuerſt in Gemeinſchaft mit Herrn Schlapp wirkte, bis letz⸗ terer durch überbäufte Geſchäfte und öfteres Unwohlſein zum Rücktritte ſich genöthigt ſah.— Den Eltern kam bei dieſer Einrichtung ohne bedeutendere Koſten der Vortheil zu Stat⸗ ten, daß ihren Kleinen ſtatt einer früher im Hauſe ertheil⸗— ten Privatſtunde täglich zwei Lehrſtunden und ebenſoviele Kör⸗ perübungsſtunden in der Anſtalt gewidmet wurden. Die Direk⸗ toren aber geriethen ſeitdem nur ſelten in die Unannehmlichkeit, mangelhaft und verſchiedenartig vorgebildete oder gänzlich ver⸗ nachläſſigte Knaben zum Nachtheile der weiter vorgeſchritte⸗ nen in das Inſtitut aufnehmen zu müſſen und erſt nach lan⸗ ger Zeit und mit großer Schwierigkeit auf eine angemeſſene Stufe fördern zu konnen; vielmehr iſt es ihnen nun möglich, die Kleinen in ihrer früheſten Entwicklung zu beobachten und in der erſten und wichtigſten Periode des Unterrichtes auf die zweckmäßigſte Weiſe geleitet und vorbereitet zu ſehen, um ſie dann zu rechter Zeit in die III. Klaſſe des Inſtitutes über⸗ zuführen.— Seit Sſtern d. J. erhalten die Clementarſchüler auch Singunterricht mit der III. Klaſſe, und die reiferen, welche im Herbſte bis dahin verſetzt werden ſollen, ebenfalls gemeinſchafklichen Unterricht mit derſelben in der bibliſchen Geſchichte und Naturkunde. Ueberdieß widmen ſeit einiger Zeit die Vorſteher ſelbſt den benannten Schülern zu weiteren Denk- urd Leſeübungen, zur Mittheilung der erſten geogra— phiſchen Kenntniſſe und insbeſondere zur Beaufſichtigung der zu fertigenden Schularbeiten wöchentlich mehrere Stunden. in welchen auch die jüngſten Elementarſchüler beſchäftigt wer⸗ den können, wenn ſie nicht etwa dieſe Zeit bei den Eltern zubringen und zu Hauſe ſich vorbereiten ſollen.— Auf dieſe Weiſe findet gegenwärtig für die IV. Klaſſe im Allgemeinen Morgens und Mittags vor und nach der Spielſtunde eine Lehr- und Arbeitsſtunde ſtatt.. Hauptſaͤchlich waren die Vorſteher bisber ſtets ſorgfältig bemüht, den Gang einzelner Unterrichtsdisciplinen nach den neuerdings in der pädagogik mit Recht gegen ältere Methoden geltend gemachten Grundſaͤtzen zu regeln. So iſt * 2332. im Zeichenunterricht an die Stelle des Copirens der verſchie⸗ denartigſten Vorlegblätter eine ſtreng geregelte elementariſche Lehrmethode getreten, welche, wenn ſie auch nicht ſo raſch zu Reſultaten führt, die das Urtheil Unſachkundiger zu beſtechen vermögen, doch durch Mittheilung einer feſten, ſicheren Hand, durch ſorgfaltige Uebung des Augenmaßes und allmähliche Er⸗ weckung des Schoͤnheitsſinnes vorerſt an einfachen, ſymmetri⸗ ſchen Figuren allein eine tüchtige Grundlage zur weiteren Fortbildung in dieſer Kunſt zu geben im Stande iſt.— Cine ahnliche Veränderung erlitt hauptſächlich auch der Unterricht im Schönſchreiben, im Teutſchen, Rechnen und in der Na⸗ turgeſchichte, wodurch in den drei letzteren Disciplinen die Einführung neuer, zweckmäßigerer Lehrbücher nothwendig wurde. Die ſchönen Erfolge dieſer neuen Einrichtungen ſind ſchon jetzt allenthalben ſichtbar.. Was die Vorbereitungsſtunden die Schüler überhaupt betrifft, ſo ſetzen die Vorſteher deren im Lectionsplane ſo viele an, als ſelbſt fur minderbefaͤhigte Schüler hinreichen, um darin alle Schularbeiten zu vollenden. Das Quantum der letzteren wird mit eigner Wahl und vollkommener Uebereinſtimmung der Schüler feſtgeſetzt und nach den Kräften Einzelner modificirt, da eine übermaͤßige Anſtrengung derſelben nur nachtheilig ſein würde.„Langſam und gründlich, wenig und gut,“ gilt in der Anſtalt als erſte und wichtigſte Regel des Unterrichtes, während bei der Beaufſichtigung der Arbeiten die Selbſtſtändig⸗ keit der Schüler moͤglichſt gewahrt und ihnen nur im Nothfalle nachgeholfen wird. Nur Mittwochs und Samſtags, wo dieſelben früher, als an den übrigen Tagen, aus der Anſtalt entlaſſen werden, erhalten ſie auͤch Aufgaben zur häuslichen Bearbei⸗ tung und außerdem verhindern es die Vorſteher nicht, daß ſie etwa das zu Memorirende außer der Schule noch einmal überleſen oder durch ihre Eltern, wenn dieſe es für wün⸗ ſchenswerth erachten ſollten, anderswie zu Hauſe beſchäftigt werden. Auch ſehen ſie es gerne, wenn die Kinder daheim manche müßige Stunde zur Lekture eines aus der Schulbi— bliothek ihnen mitgegebenen Buches verwenden. Ferner iſt es jedem Schüler der Anſtalt geſtattet, ſich mit ſeiner etwa übriggebliebenen oder unvollendeten Arbeit Morgens vor Be⸗ ginn der Lehrſtunden bei ihnen einzufinden, in welcher Zeit die Penſtonäre unter ihrer Anleitung beſchäftigt ſind. Auch haben ſie bisher in längeren Ferien ſchon öfters die einer beſonderen Nachhülfe oder Aufmunterung bedürfenden Schüler zu regelmäßigen Arbeitsſtunden, in welchen ſie ihre Ferien⸗ Aufgaben fertigten, bisweilen auch zum beſonderen Unterrichte um ſich verſammelt, und ſie wollen dieſes auch fernerhin immer dann thun, wenn ſie nicht etwa mit ihren Penſionären abweſend oder auf eine andere Weiſe daran gehindert ſein werden.— Bisweilen ſchon vor Anfang der Sommerferien begeben ſich Eltern mit Zöglingen der Anſtalt auf Reiſen, von welchen ſie oft erſt lange nach dem Beginn der Lehr⸗ ſtunden zurückkehren, was für die Vorſteher und die Geſammt⸗ heit der Schüler höchſt ſtörend iſt. Sie ſehen ſſch daher ge⸗ nöthigt, künftighin die Sommerferien auf mindeſtens 3 Wochen zu verlängern und dafür wo möglich die Oſtern⸗ und Herbſtferien etwas abzukürzen, wodurch zugleich einem von mehreren Eltern an ſie ergangenen Wunſche entſprochen wird. Oeffentliche Prüfungen, welche bei öffentlichen Schu⸗ len aus verſchiedenen Gründen unumgänglich nothwendig er⸗ ſcheinen, werden in der Anſtalt nicht gehalten. Abgeſehen da⸗ von, daß ſolche über den Bildungsſtand einzelner Kinder kei⸗ nen ſicheren und genügenden Aufſchluß zu geben vermögen, indem bei öffentlichen Prüfungen Befangenheit mancher Schü— ler und blinder Zufall manchmal ihr täuſchendes Spiel treiben, ſo ſcheint es überhaupt zuträglicher für die Talentvolleren, daß ſie, ohne Ausſicht auf den Beifall einer verſammelten Zahörermenge, allein durch innere Luſt und Kraft getrieben, ganz in der Stille unter den Augen der Lehrerſund im Kreiſe der Mitſchüler ſich auszeichnen und den Schwächeren als Muſter vorangehen, während man letztere weit lieber allmäh⸗ lich an jenen erſtarkt, als durch öffentliche Blosſtellung ein⸗ geſchüchtert und beſchämt ſehen möchte. Dagegen erhalten die Eltern in wöchentlichen Zeugniſſen mit rückſichtsloſer Wahrheitsliebe die genaueſte Mittheilung über Fähigkeiten, Leiſtungen und Fortſchritte ihrer Kinder, wodurch die Voc⸗ ſteher jenen fortwährend Gelegenheit verſchaffen, durch ge— mäßigten Beifall und freundliche Aufmunterung, ſowie durch Ermahnungen und nöthigenfalls durch geeignete Strafen zum Beſten der Zöglinge mitzuwirken und durch Bemerkungen und Winke das Wirken der Lehrer zu unterſtützen. Sittliches Ver⸗ halten, Fleiß und Ordnungsliebe der Zöglinge können in einem Privatinſtitute, wie das genannte, auf einfache und wirkſame Weiſe fortwährend angeregt und unterhalten werden, ſollen aber ihren Hauptſporn in ſich ſelbſt finden. Dieſes war auch die Meinung des verehrten Gründers, und in einer noch im Januar 1840 den Lehrern der Anſtalt gegebenen Inſtruction dußert er ſich über dieſen Punkt folgendermaßen:„Das lo⸗ bende Wort des Lehrers, eine gute Note im Cenſurbuche, ein günſtiges Zeugniß im Sittenbuch, der hierauf ſich grün⸗ dende Beifall der Eltern und des eignen Gewiſſens und am Schluſſe des Schuljahres ein in Gegenwart aller Lehrer und Mitſchüler von letzteren ſelbſt zugeſprochenes Prämium ſind, außer den Lehren der Religion und des in jeder Beziehung guten Beiſpiels, deſſen ſich ein gewiſſenhafter Lehrer als ſeiner Hauptpflicht befleißigen wird, die Beweggründe zum Guten, deren wir uns bedienen müſſen. Oeffentliche Prüfungen arten leicht in Schauſpiele der Oſtentation aus, wobei Lehrer und Schüler eine unwürdige Rolle ſpielen.“— Bis fetzt hat es glücklicher Weiſe eines künſtlichen Anregungsmittels und ſelbſt nicht einmal der früher an dem Inſtitute üblichen Prämien bedurft.— Eltern aber und andere Perſonen, welche ſich von dem Gange des Unterrichtes oder von der Beſchaffenheit des Locals zu überzeugen wünſchen, können dieſes jederzeit und damit weit zuverläſſiger thun.— Ohnedies ſteht die Anſtalt unter der Aufſicht des Großherzoglichen Oberſtudienrathes, und es treten die meiſten Schüler vermittelſt eines Examens in höhere Lehranſtalten über, und die eigne Ehre der Porſte, her iſt natürlich dabei betheiligt, daß ſie dort tüchtig erfunden werden, was bis jetzt auch ſtets der Fall geweſen iſt. Ueber⸗ haupt waren ſie ſo glücklich, von den abgegangenen Zöglingen auch hinſichtlich ihres ferneren Betragens immer nur Gutes zu vernehmen. Bei dem Antrittte der gegenwärtigen Vorſteher im Jahre 1841 war für ſie äußerſt ſchätzenswerth die Unterſtuͤtzung, welche der vorher ſchon längere Zeit am Jäger'ſchen Inſtitute Angeſtellte Lehrer, Herr Dr. Glaſer, ihnen leiſtete, welcher zu dem Ende jenes Jahres dem Rufe als Vorſteher einer Privat⸗ anſtalt zu Biedenkopf folgend, durch einen tüchtigen Nachfolger, Herrn Fölſing auf die Dauer erſetzt wurde. Den Unterricht im Franzöſiſchen für die I. Klaſſe ertheilt auch fernerhin Herr Leclere, ein ſehr geſchätzter Sprachlehrer, ebenſo denjenigen in gymnaſtiſchen Uebungen für alle Schüler Herr Metz, deſſen Leiſtungen als Turnlehrer in genannter Stadt bereits allgemeine Anerkennung gefunden haben.— So erfreut ſich die Direktion eines bei Anſtalten ähnlicher Art höchſt ſeltenen und unſchätzbaren Vorzuges durch den Beſitz eines möglichſt ſtändigen Lehrerperſonals, zu welchem außer den eben ange⸗ führten die ſchon erwähnten Herren Hoſprediger Dr. Z im⸗ mermann und Schaffnit gehören.— In öfteren Confe⸗ renzen deſſelben werden die Bedürfniſſe der Anſtalt, der Lehr⸗ gang und die Behandlung der Unterrichtsgegenſtände beſprochen, fowie beſondere Mittheilungen über einzelne Schüler gemacht. Bei der Eröffnung der Anſtalt nach Oſtern 1841, traten, wie oben bemerkt, 32 Schüler, darunter 2 Penſionäre, in dieſelbe ein. Gegenwärtig zählt ſie nach zweijährigen Ab- und Zugängen 57 Schüler, darunter 5 Penſionäre. In dieſer Zu⸗ nahme darf man wohl ein Zeichen der Anerkennung erblicken, welche die bisherigen Bemühungen der Vorſteher fanden, die unter Jäger's trefflicher Leitung einſt ſo blühende Anſtalt ihrem früheren Gedeihen wieder entgegen zu ſühren, wobei ihnen die zahlreichen Beweiſe der Theilnahme, des Vertrauens und der Zufriedenheit von Seiten vieler Eltern und Freunde des Inſtitutes Ermuthigung und Unterſtützung gewährten.— Erfreulicher aber noch muß ihnen die eigne, beruhigende Wahrnehmung geweſen ſeyn, daß es ihnen nach Ueberwindung mannigfacher Schwierigkeiten gelang, die nachtheiligen Wir⸗ kungen, welche die letzten ſtörenden Verhältniſſe des Inſtituts vor ſeiner Uebernahme auf dasſelbe geäußert hatten, bald zu beſeitigen und alle ihre Zöglinge in ihrer phyſiſchen, intellec⸗ tuellen und moraliſchen Entwicklung zu einem ſolchen geord⸗ neten Fortſchritte zu vereinigen, daß die Direktoren ihre brung 9 fiche Er pense lung der aer bel Dorheimt Oefft Rubr.: Die Geme (1185) Die d. J. beſtimmt beßſelben dort e Antrag ded O und mit Bezug 1841, hiermi zum 1. Decen Butzbach Bee (1228) Mor 9 Uhr und N 28. und Mittw ſollen in der Schwenk II. lien, Bett- u gleichen, off gleichbaare 3 werden. Groskaf (1241) Morgens 9 ſtäͤdtiſchen Al ecten Weier, echſtäͤdter Ge Raben, neue dem Stadtſch. —— n .. „ 333* pichtigſten Wünſche in dieſer Beziehung moͤglichſt erfüllt then.— Dabei haben ſie die unendlich troͤſtliche und erfreu⸗ che Erfahrung gemacht, daß der Herr ihre Bemühungen erade an denjenigen Schülern, welche ihnen die meiſten Sor⸗ zen verurſachten, in ſolchem Maße ſegnete, daß dieſelben, frü— ſer oder ſpäter, oft aber auf überraſchende Weiſe umgewan⸗ elt, mit den beſten Milſchülern in jeder Hinſicht wetteiferten. Bekanntmachungen von Behoͤrden. S νν Bekanntmachung. 597) Die Braunkohlen⸗Conſumenten des Dor⸗ heimer Bergwerks, welche Klötze auf Credit beziehen wollen, werden benachrichtigt, daß Bürgſcheine, auf welche mehrere Perſonen aufgeführt ſind, unter kei⸗ ter Bedingung mehr angenommen werden, ſondern für jede einzelne Perſon, welche Braunkohlen bezie⸗ den will, auch ein beſonderer Bürgſchein, auf wel— hen jedoch nie ein Quantum unter 25 Centnern ver— abfolgt wird, abgegeben werden muß. Die Gr. Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen bei Auf⸗ ſtellung der Bürgſcheine beobachten und in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen. Dorheimer Bergwerk am 2. Mai 10843. Der Gr. Berginſpector A., Storch. Oeffentliche Bekanntmachung. Rubr.: Die Offenlegung des Grundbuches von der Gemarkung Kirchgöns, Kreiſes Friedberg. (1185) Die in rubricirtem Betreff am 14. Januar d. J. beſtimmte ſechs monatliche Friſt wird, unter denſelben dort angedrohten Rechtsnachtheilen, auf den Antrag des Ortsvorſtandes der Gemeinde Kirchgöns und mit Bezugnahme auf das Geſetz vom 12. Januar 1841, hiermit auf weitere drei Monate, alſo bis zum 1. December d. J., erſtreckt. Butzbach den 31. Auguſt 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Völcker. Calmberg. Bekanntmachung (1228) Montag den 25. Sept. d. J., Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, ſowie Dienſtag den 26. und Mittwoch den 27. Sept., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der Wohnung des verſtorbenen Friedrich Schwenk II. zu Niedereſchbach allerhand Haus mobi⸗ lien, Bett⸗ und Weißzeug, Küchengeräth und der⸗ gleichen, öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleichbaare Zahlung, erbvertheilungshalber verſteigert werden. Groskarben den 2. September 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Limpert. Obſt⸗Verſteigerung. (1241) Mentag den 25. September d. J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll ſämmtliches Obſt auf den ſtädtiſchen Allmeien, als: am hinteren Burgthor, vier⸗ eckten Weier, Seergraben, Wildkautsgraben, an der ockſtädter Gaſſe, hinter dem Schützenrain, im Hain⸗ graben, neuen Todtenhof, den Liebfrauengärten, dem Stadtſchreibereigraben und Roſenthal, an der Chauſſee nächſt der Brucke an der Pfingſtweide und auf der Pfingſtweide, beſtehend in einer großen Parthie der vorzüglichſten Sorten Aepfel, Birnen und Nüſſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wo⸗ bei Zahlungstermin bis zum 1. Dezember l. J. ge⸗ ſtattet und der Anfang am hinteren Burgthor ge⸗ macht wird. Friedberg den 13. September 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Obſt-Verſteigerung. (1269) Dienſtag den 26. September d. J., von Vormittags 9 Uhr an, ſoll ſämmtliches der hieſigen Gemeinde gehörige Obſt, beſtehend in Aepfeln, Bir⸗ nen, Zwetſchen und Nüſſen, in ſchicklichen Abtheilun⸗ gen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang wird im Burggarten gemacht. Nauheim den 17. September 1843. Der kurf. heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Aepfel⸗Verſteigerung. (1270) Donnerſtag den 21. d. M., Morgens 10 Uhr, werden die hieſigen Gemeinde- Aepfel an die Meiſtbietenden verſteigert, wozu Kaufliebhaber ein⸗ ladet Oberwöllſtadt den 16. September 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Diel. Bekanntmachung. (1271) Donnerſtag den 21. d. M., Morgens 11 Uhr, wird ein der hieſigen Gemeinde gehöriges Faſel⸗ ſchwein, zwei Jahre alt, öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert, wozu höflichſt einladet Oberwöllſtadt den 19. September 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Diel. Obſt⸗Verſteigerung. 11272) Freitag den 22. d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll das hieſige, in circa 25 Malter beſtehende, Gemeindeobſt einer öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt werden. Aſſenheim den 19. September 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bertalott. Verſteigerung. (1273) 195 Pfund altes gewalztes Dachblei, zum Theil noch verwendbar, wird Freitag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Lazarethbureau gegen gleich baare Zahlung an den Meiſtbietenden verkauft. Das Blei kann bis dahin jeder Zeit in Augenſchein genommen werden. Friedberg den 16. September 1843. In Auftrag: Fuhr, Hauptmann. Edictal ladung. (1274) Andreas Appels Eheleute von Kölzenhain deabſichtigen ihre Hofraithe ſammt in daſiger Ge⸗ markung belegenes Gut, welches in 58 Parcellen beſteht und worüber Flurbuchsauszug in den hieſigen Gerichtsacten zur Einſicht offen liegt, ihrem Sohne, „EEECECETETTTTT0T0T0T0T0T0TTTTTTTVTTTTTT 2 * 334 Konrad Appel käuflich zu überlaſſen, können aber ihre Eigenthumsrechte nicht überall urkundlich nach⸗ weiſen, weshalb alle diejenigen, welche Eigenthums öder ſonſtige dingliche Rechte darauf anſprechen, zu deren Begründung um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen a dato aufgefordert werden, gegenfalls der deßfall⸗ ſige Contract beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 14. September 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Edictalla dung. (1275) Johannes Joſt, K. S., von Oberſeiberten⸗ tod hat folgende, in der Gemarkung Ulrichſtein be⸗ legene, auf dem Namen des Eckhardt Bär von Boben⸗ hauſen im Grund⸗ und Flurbuch ſtehende, dem Erſte⸗ ren jedoch angeblich gehörige Grundſtücke, nemlich: 393/41 /890 8,0 UKlftr. Grabgarten am Hain an Georg Peuſchers Wittwe, 212/3 VI/3 347,0 Wieſe die Reichelwieſe an Kaspar Fritz, 16/38 V)76 308,0 Acker am Gießberg an Zehnt⸗ verwalter Schuchard, 260). 3. IV/õo0 872,0 Wieſe am Höfchen an Georg l Scharmann, verkauft, vermag aber ſein Eigenthumsrecht nicht ge⸗ hörig urkundlich nachzuweiſen, weshalb alle diejeni⸗ gen, welche Eigenthums oder ſonſtige dingliche Rechte an jenen Grundſtücken anſprechen, zu deren Begruͤn⸗ dung um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen a dato auf⸗ gefordert werden, gegenfalls der anderweiten Dis⸗ poſition ſtattgegeben und die entſprechenden Urkunden beſtätigt werden. Ulrichſtein den 14. September 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray b. Stroh ⸗ Lieferung. (1276) Auf dem Büreau des hieſigen Lazareths wird die Lieferung von 2½ Fuder Kornſtroh, Frei⸗ tag den 22. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ver⸗ ſteigerungsweiſe in Accord gegeben. Friedberg den 22. September 1843. f In Auftrag: Fuhr, Hauptmann. Holz ⸗Verſteigerung. (1277) Montag den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in verſchiedenen Diſtricten des Freiherrlich v. Frankenſtein'ſchen Waldes dahier verſteigert: 50 Stecken Eichen⸗Werk⸗Scheitholz, 20 4„7„ Scheitholz, 5„ Birken⸗Scheitholz, e Kiefern„ 3„ Eichen⸗Prügelholz, 16/„ Kiefern 20 28½„ Eichen ⸗Stockholz, 300 Stück theils Eichen⸗, theils Kiefern⸗Wellen 1 Stamm Weistannen⸗Werkholz und 1 Stamm Fichten⸗Bauholzʒů, Die Zuſammenkunft iſt im Diſtricte ober de Querſchneihe an der Grenze des Burgwaldes. Ockſtadt den 18. September 1843. ö Brömſer. . Privat⸗ Bekanntmachungen. Erklärung. (1278) Um ferneren Mißverſtändniſſen vorzuben⸗ gen, welche durch meine Annonce in Nr. 10 dieſez Blattes mehrfach hervorgerufen worden ſind, finde ich mich veranlaßt zu bemerken, daß ich von Höch, ſtem Staats⸗Miniſterium zur Fertigung von Von, ſtellungen in allen Gnadenſachen ohne Aus nahme, inſofern ſie nicht mit meinem Dienſt als Speicherverwalter in Berührung kommen, autoriſirt bin, und daß dieſe Erlaubniß insbeſondere auch die zu meiner Speicherverwaltung gehörigen Orte— wie irrthümlich geglaubt worden iſt— nicht ausſchließt. Bingenheim den 15. September 1843. Karl Wilhelm Heinrich Lind. Aepfel⸗ Verkauf. (1279) Samſtag den 23. September, Abends 3 Uhr, ſollen die zu 30 bis 40 Malter geſchätzten Aepfel meines am Fauerbacher Wege gelegenen ehe⸗ mals Schleuning'ſchen Baumſtücks im Ganzen an Ort und Stelle an den Meiſtbietenden verkauft werden, wozu die Kaufliebhaber einladet Friedberg am 18. September 1843. Trapp II., Hofgerichtsadvokat. Wetterauer Bienen verein. (1280) Die dritte jährliche Sitzung des wetter⸗ auer Bienenvereins wird Samſtag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, in der Wohnung des Gaſtwirths Stier in Reichelsheim abgehalten. Tagesordnung: Berathung des Ausſchuſſes; Ver⸗ einigung der Stöcke mit und ohne Dampf; Mit, theilung gemachter Erfahrungen. Solches bringt zur öffentlichen Kenntniß Fauerbach II. den 16. September 1843. In Auftrag des Vorſtandes W. Alles. 0 Ein weißer Zwergſack, (1281) mit Waaren gefuͤllt, iſt Freitag den 15. September, Abends, von Frankfurt bis Vilbel ver⸗ loren worden. Der redliche Finder wird erſucht, denſelben gegen eine Belohnung an die Expedition dieſes Blattes abzugeben. g Eine goldene Cylinderuhr (1282) nebſt goldener Kette iſt am verfloſſenen. Sonntage auf dem Oſſenheimer Jagdhaus abhanden gekommen. Der redliche Finder wird erſucht dieſelbe gegen eine angemeſſene Belohnung an die Expedi⸗ tion dieſes Blattes zurückzugeben. Sollte ſie aber Jemand widerrechtlich zurückbe⸗ halten, ſo wird demjenigen, der Auskunft hierüber ertheilen kann, eine Carolin Belohnung zugeſichert. Das Pfund Hammelfleiſch 5 (1283) verkauft zu 11 kr. Ludwig Kreuter. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Binder nagel in Friedberg. behalten ind Der getreffend: Um die hin ſcken ſoweit al dauntiationsg. 00 der Fiscus nüßig regulirt Jendgeldern, ſüſchlich der Ich ſetze iu bedeuten. Friedde Ein W̃ Je nehr ma did reichen Se die Fluren dar den denkenden eine rohe Gra ausgeübt wird Bruſt alle Ert nur eine Reif der Gelegenh. nen, die an und unter. mißhandeln. die Jungen, u und man wirt wie ſolche die Doch nicht Tire geguält; etkomme