iedberg und uli 1833. — 1 Buzbat fr. 5, * — 17— Lotd 1 3¹ 1137 — 14 1144 1442 — 114 24 81— — 14 2ͤ l — 1 4 9 5 U 2 —— 47 1 1 0, für“ Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 19. Juli 1843. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. (978) Am 11. l. M. wurden in der Gemarkung Melbach drei Säcke mit Frucht im Felde verſteckt gefunden. Der Eigenthümer hat ſich binnen vier Wochen zu melden, widrigenfalls ſonſt die Sachen als herrnlos betrachtet werden. Friedberg den 12. Juli 1843. Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Kü chel er, Ehrlich waͤhrt am laͤngſten. (Eine wahre Geſchichte.) (Schluß.) Johann blieb treu und fleißig; nichts änderte ſich in ſeinem Benehmen, und Herriot war endlich feſt überzeugt, daß er nicht Schuld war am Verluſt der Banknoten. Um ihn dafür zu entſchädigen, daß er ungerechten Verdacht gehegt, behandelte er den Kna⸗ ben nun mit größerer Aufmerkſamkeit, die dem Un⸗ ſchuldigen um ſo erquickender war, da der Buch⸗ halter Gale ihm unfreundlich begegnete, und etwas darin ſuchte, ſtreng gegen ihn zu ſein, und zu tadeln wo er nur konnte. Indeſſen auch das änderte ſich, und endlich ſtieg, nach Ablauf einer Reihe von Jah⸗ ren, Johann ſo im Vertrauen Herriots, daß dieſer ihm auf ſeine Koſten Unterricht ertheilen ließ, und endlich an Gales Stelle, mit zwölfhundert Gulden Gehalt, zum Buchhalter und Unteraufſeher ernannte. Er war damals fünf und zwanzig Jahre alt, hatte alſo in zwölf oder fünfzehen Jahren, welche ſeit jenem unglücklichen Tage verfloſſen waren, ſein Glück ge⸗ macht. Es ging ihm wohl; Georg und Maggy Mac⸗ mahon waren längſt vergeſſen. Aus dem Bettelbuben war ein geachteter Mann geworden, und er pries ſein Geſchick mit dem er zufrieden war. Es war ein Feſttag, und die Arbeiter machten früher als gewöhnlich Feierabend. Herriot ſah gern, daß ſeine Leute luſtig waren und ſich des Lebens ſreueten, aber er duldete keine Unordnungen. Johanns Auftrag war, auch heute darüber zu wachen, daß Alles ordentlich hergehe. Kurz vor Mitternacht zog er den Mantel an, ſetzte den Hut auf, und ging fort um ſich zu überzeugen, daß alle heim gegangen waren. Es war damals mitten im Winter, der Wind blies kalt und ſcharf, und der Schnee lag fußtief. Johann Reld uͤberzeugte ſi ſich, daß alle Zimmer, in welchen die Arbeiter zu Nacht gegeſſen und gezecht hatten, leer waren, nirgends war Geräaäuſch zu vernehmen, und ſo kehrte er denn raſch wieder heim. Der Schnee flog ihm ins Geſicht, er ſehnte ſich nach dem warmen Heerde und dem weichen Lager. Als er um eine Ecke herumbog, welche durch eine große Bude ge— bildet ward, in der Vorräthe von Holz und Kohlen lagerten, glaubte er ein tiefes Stöhnen zu vernehmen. Er blieb ſteben und horchte; er vernahm das Ge— ſtöhn zum zweitenmale.„Wahrſcheinlich ein Be— trunkener,“ dachte er, und leuchtete mit ſeiner Laterne herum. An der Ecke lag ein Bündel Lumpen über einer Menſchengeſtalt; das Antlitz derſelben war todtenbleich, das Auge eingefallen und ſtarr. Blieb der Ungluͤckliche dem Winde und dem Wetter dort im Schnee ausgeſetzt, ſo war er am andern Morgen eine Beute des Todes. Johann Reid holte einen Wächter und beide brachten ihn in die Wächterſtube. Sie gaben ihm warmen Thee, und boten ihm zu eſſen, als er ſich ein wenig erholt hatte. Er aber ſchuͤt⸗ telte mit dem Kopfe, und ſagte mit ſchwacher Stimme: früher hätte es ihm wohl dienen können, jetzt aber ſei es wohl zu ſpät. Er hatte recht und doch war er noch jung; aber unregelmäßiges Leben und Aus⸗ ſchweifungen machen früh alt. Herriot hörte am andern Morgen, was ſich be⸗ eben hatte, und da er ein milder, wohlmeinender ann war, ſo ging er zu dem Kranken, der ſeiner Auflöſung nahe war, um ihn zu fragen, ob er nicht irgendwo Verwandte habe, denen man von ſeiner Lage Nachricht geben könne. Als er Herriots an⸗ ſichtig wurde, flog eine leichte Röthe über ſein blei⸗ ches Geſicht.„Ich kenne Sie, Herr, ſprach er,“ aber Sie haben mich wohl vergeſſen?“ „Habe ich Euch ſchon irgendwo geſehen? „Sie nahmen mich einſt in Arbeit, und wollten mir vorwärts helfen; aber ich wußte nicht was mir gut war. Damals trat auch Johann Reid bei Ihnen ein——.“ Herriot fiel ihm in die Rede; nun wußte er, wer der Unglückliche war,— derſelbe Knabe, den er einſt bettelnd am Wege fand. Jetzt konnte er Aufklärung über Johann erhalten, und es freuete ihn, daß nun auch die letzte Spur eines Verdachtes werde ſchwinden müſſen.„Ich erkenne Euch jetzt, und erinnere mich auch des andern Knaben, Johann Reid; dem gings aber ſchlecht, weil er einſt Geld zwiſchen hier und der Stadt verlor. Habt Ihr nichts weiter von ihm gehört?“ „Hat er deßhalb ſeine Arbeit verloren?“ fragte der Sterbenskranke ängſtlich und mit Haſt, und ſuchte ſich von ſeinem Lager empor zu richten.„Das iſt ſchlimm, denn er hat keine Schuld; meine Mutter und ich haben ihm das Geld genommen. Aber Segen hat es uns nicht gebracht; es war bald verthan, und dann ſtahl ſie wieder, und ich half ihr dabei. Nun iſt's zu ſpät; Gott der Herr ſegne Sie; laſſen Sie mir ein chriſtlich Begräbniß zu Theil werden.“ Bald nachher ſtarb Georg Macmahon, der Bettler, der in ſeiner Jugend nicht arbeiten wollte; aber Johann Reid, der arbeitſam war und ehrlich blieb, und ein achtbarer Mann werden wollte, wurde auch ein geachteter Mann, und iſt nun ein ſehr beliebter und wohlhabender Mann, den Herriot ſelbſt zu ſeinem Nachfolger ernannte, als er, hochbejahrt, ſich von den Geſchäften zurückzog. Denn ehrlich währt am längſten.(Familienbuch.) Bekanntmachungen von Behoͤrden. S νν Bekanntmachung. (914) Johannes Birx, Fritzen Eidam von Ulrich⸗ ſtein iſt von Gr. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt und von dem unter⸗ zeichneten Gerichte unter Curatel des Heinrich Geiß von hier und Heinrich Peuſcher von Langwaſſer ge⸗ ſtellt worden. Man bringt dies mit dem Anfügen zur offentlichen Kenntniß, daß Johannes Birx ohne Zuſtimmung ſeiner beiden Curatoren Rechtsgeſchäfte giltig nicht eingehen kann, und fordert zugleich alle diejenigen, welche Forderungen an denſelben haben, auf, dieſelben ſogewiß im Termin den 8. Auguſt, Vormittags dahier zur Anzeige zu bringen, widrigen⸗ falls ſie bei der Richtigſtellung des Inventars nicht berückſichtigt werden. Ulrichſtein den 29. Juni 1843. »Großhl. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Pro cla ma. In Unterſuchungsſachen gegen Theodor Oberhofer zu Bruchenbrücken wegen Fälſchung. (915] Der deßfallſigen Verwarnung ungeachtet, hat ſich Rubricat vor beendigter Unterſuchung von Hauſe entfernt, und ergeht daher, da ſeine weitere Vernehmung erforderlich, ſein dermaliger Aufenthalts⸗ ort aber unbekannt iſt, hiermit öffentliche Aufforde⸗ rung an ihn, ſich bei Gericht zu ſiſtiren. Gleichzeitig werden die reſp. Polizeibehörden an. durch aufgefordert, den Rubricat betretenden Falls arretiren und an uns abliefern zu laſſen, zu welchem Behuf wir die Bemerkung beifügen, daß derſelbe mit einem Patent, als Liqueur⸗Fabrikant, verſehen iſt. Friedberg den 27. Juni 1843. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Zehnt⸗Verpachtung. (959) Donnerſtag den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird bei Gaſtwirth Klein zu Dornaſſenheim der diesjährige Fruchtzehnten im Winterfelde der dortigen Gemarkung, nämlich: a) der Freihl. v. Frankenſtein'ſche und Gräfl. v. Schoͤnborn'ſche große Zehnten, und p) der v. Frankenſtein'ſche kleine Zehnten daſelbſt und im Reichelsheimer Felde, öffentlich verſteigert. Ockſtadt den 12. Juli 1843. Brömſer. Verſteigerung auf den Abbruch. (979) Das herrſchaftliche Haus zu Hauſen bei Butzbach nebſt dazu gehoͤriger Stallung, mit allem Zugehör, ſoll Freitag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle auf den Abbruch meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Der Umfang der Ge⸗ bäude iſt nicht unbedeutend und das daran befind⸗ liche Material zu anderweitem Auffchlag geeignet, wovon ſich Liebhaber vorher durch Augenſcheinnahme überzeugen können. 5 Die Herrn Buͤrgermeiſter erſuche ich, dieſe Be⸗ kanntmachung im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen auf gewöhnliche Weiſe beſonders veröffentlichen laſſen zu wollen. Lich am 11. Juli 1843. Fuͤrſtliche Rentei daſ. Kratz. Edictalla dung. (980) Abel Dickels Eheleute und die beiden groß⸗ jährigen Söhne 1ter Ehe, Johannes und Caſpar Spilemann von Stumpertenrod beabſichtigen über das in den Flur- und Grundbüchern auf ihren Namen ſtehende, theils in Stumpertenröder, theils in Feldaer und Köddinger Gemarkung belegene Immobiliar⸗Ver⸗ bac bene Fräcluſſode 1 ulricß 1982) Ausſicht ge den 24. Ju Bureau des ert werden ) die Einri. arbeit v. 9 die Rex 4 fl. 3 9 die He voran Wohn! Verſteige Hauſes Kreiſes 1 983) M Ur, ollen ſſes Gießen twohnung d 1) Maur 2 Stein 3) Zimm den acht, e ang von ane weitere Auſentzaltz, de Aufforde; behörden an. nenden Falz , zu welchem derſelbe mit „ verſehen iſt. L Landgericht ite Sinner. Nachm ttags 3 Dernaſſenbein Bunterfelde der zu Hauſen bei mit allem Vormittags Abbruch meiſt⸗ ang der Ge⸗ daran befind, ag geeignel, f genſcheinnahme dieſe Bt, teangehorigen Feallichen laſſen * 257* noͤgen, woruͤber ein Auszug Flurbuchs dahier zur Ein⸗ ſcht offen liegt, zu verfuͤgen, ohne aber im Stand zu in, ihre Eigenthumsrechte urkundlich nachzuweiſen, peßhalb alle diejenigen, welche an jenem Immobiliar⸗ Vermögen dingliche Rechte erworben haben, aufgefor⸗ dert werden, ſolche binnen 6 Wochen a dato dahier ſogewiß anzuzeigen, gegenfalls die nachgeſuchte Ver— außerungsurkunde beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 11. Juli 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Edicetalla dung. (981) Anſprüche jeder Art an den in Concurs tderfallenen Seligmann Blum von Keſtrich oder deſſen Maſſe ſind ſogewiß in dem, auf den 18. September 1 J., V.⸗M. anberaumten Liquidationstermine, da— lier anzumelden, auch etwaige Vorzugsrechte gleich— kitig zu begruͤnden, gegenfalls ohne Erlaß eines Präcluſivdecrets Ausſchluß erfolgt. Ulrichſtein den 13. Juli 1843. Großh. Heſſ. zum Landgericht daſ. geh. Patrimonialgericht Keſtrich. Ray ß. Arbeits ⸗Verſteigerung. (982) Die in dem diesjährigen Voranſchlag in Lusſicht genommenen Bauarbeiten ſollen Montag ken 24. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Bürgermeiſters wenigſtnehmend verſtei— gert werden und beſtehen in: An der Schulhofraithe: 1) die Einrichtung einer Abtrittsgrube, Maurer- und arbeit voranſchlagt zu 78 fl. 55 kr. ) die Reparatur des Speichers voranſchlagt zu 4 fl. 30 kr. 4 die Herſtellung des ſ. g. Kalteiſen-Brunnens voranſchlagt zu 6 fl. 30 kr. Wohnbach den 14. Juli 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter ek Ferſteigerung von Bauarbeiten und eines Hauſes auf den Abbruch ꝛc. zu Steinbach, Kreiſes Gießen. (983) Montag den 31. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Schullocale zu Steinbach, Krei— ſis Gießen, die zur Erbauung einer neuen Pfarr— pohnung daſelbſt nöthigen Bauarbeiten, nämlich: 1) Maurerarbeit voranſchlagt zu 2734 fl. 49 kr. 2) Steinhauerarbeit 5392 19, 3) Zimmerarbeit 1465„ 51„ 4) Dachdeckerarbeit 304„ 40„ 5) Schreinerarbeit 1002„ 16„ 6) Schloſſerarbeit 600„ 6„ 7) Glaſerarbeit 3 8) Weißbinderarbeit 440„ 34„ 9) Spenglerarbeit 6„ 48„ 10) Lieferung von etwa 121 Bütten Kalk, 11) Beifuhr von etwa 6,9 Cbklftr. Mauerſand, fentlich an die Wenigſtfordernden verſteigt werden. In demfelben Termine wird ferner das alte Pfarrhaus auf den Abbruch und eine Quantität alten Gehölzes an den Meiſtbietenden verſteigert. Voranſchlag und Bedingungen ſind vom 24. Il. M. an auf dem Geſchaͤftszimmer des Unterzeichneten zur Einſicht aufgelegt. Gießen den 12. Juli 1843. Der Großh. Provinzialbaumeiſter In deſſen Abweſenhett: Dr. F. Müller. Arbeits ⸗Verſteigerung. (984) Samſtag den 22. d. M., Morgens 10 Uhr, werden folgende Arbeiten: 1) Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 19 fl. 20 kr. 2) Maurerarbeit 47 30, 3) Weißbinderarbeit am Zifferblatt der Uhr an der Kirche 16„—„ auf dem Bureau des gr. Bürgermeiſters dahier we⸗ nigſtnehmend veraccordirt. Södel den 13. Juli 1843. Für den Kirchenvorſtand: Breidenſtein, Pfarrer. Edictal ladung. (985) Die Erben des Rabbiners F. Frankfurter von hier haben die folgenden beſcheinigtermaßen ſchon von ihrem Vater ererbten Gebäulichkeiten, nämlich: ½ Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus an ſich ſelbſt und der Judengemeinde nebſt Gärtchen, % Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus an ſich ſelbſt und T. S. Nauheimer, genannt Neuhof, verkauft, können aber ihr Eigenthumsrecht an den— ſelben urkundlich nicht nachweiſen. Auf ihren An- trag werden daher alle, welche Anſpruͤche irgend einer Art auf jene Immobilien machen wollen, auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen 60 Tagen gehörig hier anzuzeigen, als ſonſt das Eigenthum den verkäuferi— ſchen Erben als genügend nachgewieſen angeſehen, und dem Kaufbriefe über gedachte Gebäulichkeiten die gebetene gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg den 5. Juli 1843. Großh. Heſſ. Laͤndgericht daſ. Hofmann. Arbeits-Verſteigerung. (986) Freitag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll dahier zu einer Abfahrt und einem Viehtrieb von der Hauptſtraße in einen Feldweg ein Rohrkandel, 32 Fuß lang, ſowie Maurer-, Pflaſter⸗ und ſonſtige Arbeiten, wie auch Pflaſterſtein-Lieferung an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Niederwöllſtadt den 17. Juli 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Stone Bekanntmachung. (987) Montag den 24. Juli l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſoll in Niedermörlen in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Möbs im Löwen auf Koſten und Gefahr der früheren Steigerer die Herbeifuhr der zur Unterhaltung der Straßen von hier bis Butzbach und von Niedermörlen nach Ziegenberg noch fehlen⸗ den Steine öffentlich an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. 8 Friedberg den 16. Juli 1843. 0 Der großh. heſſ. Kieisbaumeiſter Stockhauſen. f Bekanntmachung. (988) Samſtag den 22. Juli, Vormittags 11 Uhr, ſoll in der Wohnung des Gaſtwirths Hieronimus dahier die Fertigung von 8 eichenen Kirchenſtühlen und Anſtrich derſelben für hieſige Burgkirche an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg den 16. Juli 1843. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (989) Samſtag den 22. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, werden zu Fauerbach II. in der Wohnung des Gaſtwirths Neiſel folgende bei Reparatur des Pfarrhauſes vorkommende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Arbeiten: 1) Maurerarbeit 151 fl. 25 kr. 2) Zimmerarbeit 97„ 34„ 3) Dachdeckerarbeit 54, 12, 4) Schreinerarbeit 257„ 38, 5) Schloſſerarbeit 73„—„ 6) Glaſerarbeit 102„ 37„ 7 Weißbinderarbeit 188„ 31„ Der Voronſchlag und Riß liegt auf dem Bureau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters zur Einſicht offen. Friedberg den 14. Juli 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (990) Montag den 24. Juli l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen die zur Anlegung eines Durchſtichs des Wetterfluſſes bei Rockenberg erforderlichen Ar⸗ beiten, in Aus graben und Transportiren des Grundes beſtehend, in einzelnen Abtheilungen an Ort und Stelle in Beiſeyn des Gr. Kreisvaumeiſters des Bau⸗ bezirks Friedberg öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Plan und Voranſchlag liegen auf dem Bureau 8 Gr. Kreisbaumeiſters zu Friedberg zur Einſicht offen. Rockenberg den 14. Juli 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Streb. Arbeits⸗Verſteigerung. (966) Donnerſtag den 20. l. M., des Vormittags 10 Uhr, werden die bei der äußeren Herſtellung der Kirche und des Thurms, ſowie die Erweiterung des Glockenſtuhls erforderlichen Bauarbeiten, in Maurer⸗, Zimmer⸗, Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer⸗ und Weißbinder⸗ Arbeiten beſtehend, auf hieſiger Rathsſtube wenigſtnehmend in Accord ge⸗ „ 258 Schieferdecker⸗ geben. ſchläge und Steigbedingungen auf dem Bureau des Unterzeichneten bis zum Verſteigerungstermin zur Ein⸗ ſicht der Steigliebhaber offen liegen. a 0 Niederrosbach den 12. Juli 1843. N Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. S Privat⸗ Bekanntmachungen. Aufforderung an die Schuldner der Pfand— und Leihanſtalt zu Friedberg. (952) Die Schuldner der Friedberger Pfandan⸗ ſtalt, deren Pfänder bis zum 1. Juni dieſes Jahrs verfallen ſind, werden aufgefordert, dieſelben bis zum 12. Auguſt d. J. einzulöſen oder zu prolongiren,* als ſonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. 8 Bemerkt wird noch beſonders, daß die Auslöſung ſo wie die Renovation nur an den dazu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. 9 Friedberg den 8. Juli 1843. Für die Pfandhaus ⸗ Verwaltung Faatz. Carl Klein. Eine Stu be, (974) gleicher Erde, wozu auch noch eine Kammer abgegeben werden kann, iſt für eine einzelne Perſon zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Ludwig Finzel auf dem Hauck. Nr. 210. (991) hat die geſtickte Decke gewonnen. Zwei fette Faſelochſen, (992) die ſich zum Schlachten eignen, ſind zu ver⸗ kaufen bei Johannes Rübſaamen in Rockenberg. Ein weißer Hühnerhund (993) mit braunem Behang, ſtarker Ruthe und zwei braunen Placken in den Seiten iſt mir abhanden gekommen, vor deſſen Ankauf ich Jedermann warne.“ Friedberg. Peter Decher. Verkauf eines Leichentuchs. f (994) Donnerſtag den 20. d. M., Nachmittags um 4 Uhr, ſoll in der Behauſung des Unterzeichneten ein der hieſigen Metzgerzunft gehöriges Leichentuch öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 13. Juli 1843. H. Waltz II. Literariſche Anzeige. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Zſchokke, H., eine Selbſtſchau. Dritte, unverän⸗ derte wohlfeilere Ausgabe. Mit dem Bildniß des Verfaſſers. 1. und 2. Theil. 3 fl. 20 kr. (Wer dieſes Werk zu leſen wünſcht, kann es gegen eine Vergütung von 2 kr. pr. Tag vom Ver⸗ leger dieſes Blattes erhalten.) Gedruckt und verlegt unter Perantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Bemerkt wird, daß die deßfallſigen Voran: Der Bta Wit bab unter obiger ſo echt del Branntweit sondern fit Volk. Die wohl am meuſten Zeil wie auch u ddeutenden L eingeſtell Volkes beizu WPattiotismu Norwegen der Brannt den Siechtt dad Opius hervor; w ſeinen Gi hineinſchlül kenbold di jener nach ſo findet es Wann:„dul kein fröhlich feiner klein Pranntwei Wauch“ gs ein and aber der ſaſt die ge uin Stande hes Brannt eben. Dal 1 Jieberft vine Abhan Nun zur 9 Karl Ri damen zur! ) Heiſber