r 2 2 S ö Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemtinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 8. — 9 12 N 2 2 9 7 . 5. Mittwoch, den 18. Januar 1843. 2 5 2 ee ee 9 Abonnementspreis: pr. Semeſter 40 kr., durch die Poſt bezogen 48 kr. pr. Jahr 1 fl. 12 kr., durch die Poſt bezogen 1 fl. 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr., die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: Alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochsblatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtagsblatt. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Gräfl. Solmſiſche Bürgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Die Verbreſtung nützlicher laudwirthſchaſtlicher Werkzeuge. Der landwirthſchaftliche Verein für die Provinz Oberheſſen, welcher ſich bei ſeinen Bemühungen um Beförderung der landwirthſchaftlichen Cultur zur Aufgabe gemacht hat, zur Verbreitung nothwendiger und anerkannt beſſerer landwirthſchaftlicher Werkzeuge das Möglichſte beizutragen, deshalb auch ſchon ſeit meh⸗ reren Jahren nicht unbedeutende Verwendungen zu fraglichem Zwecke hat eintreten laſſen, hat uns auf die großen Vortheile des Gebrauchs der Walze bei dem Ackerbau aufmerkſam gemacht und uns um unſere Mitwirkung zur Verbreitung dieſes Werkzeugs, namentlich durch Beihülfe aus Gemeindemitteln, erſucht. In dem deßfalls uns zugekommenen Schreiben des Herrn Vereins-Präſidenten wird Folgendes bemerkt: „Dieſes Werkzeug, obgleich eins der nützlichen und nothwendigſten Geräthe zu einem vollkommenen Ackerbau, iſt bei uns im Allgemeinen noch viel zu wenig, ja ſogar in vielen Gegenden noch gar nicht im Gebrauch. Und doch iſt das Walzen bei allen Bodenarten anwendbar, ja den Pflanzen unter gewiſſen Umſtänden eben ſo förderlich, als die Auflockerung des Bodens ſelbſt und daher auch die Walze zur möglichſt guten Ackerbeſtellung ein in der That unentbehrliches Geräthe. Die Vortheile des Walzens ſind mannigfacher Art und hanptſächlich folgende: 1) Gibt es in dem lockern Boden eine Bindung, und macht hierdurch einestheils ſeine eigene, manchmal zu große Lockerheit, anderntheils diejenige unſchädlich, welche ihm uͤberdies das Pflügen gibt. Eine ſolche Bindung iſt auf Boden der Art um ſo wichtiger, als ſie die dem Pflanzenwachsthum ſo nöthige Feuchtig— keit, welche gerade in demſelben am ſchuellſten entweicht, zuſammenhält. Denn nur ein mäßiger Zutritt der Luft zu der Oberfläche des Bodens iſt den Pflanzen gedeihlich; wenn alſo dieſer zu ſtark iſt, ſo daß die Wurzeln der Luft und der Sonne allzu ſehr ausgeſetzt ſind, ſo verdünſten ſie zu viele Feuchtigkeit, verdorren, kränkeln, oder ſterben gänzlich ab. Auf Boden, der zum Austrocknen geneigt iſt, und dieſes je nach dem Stande der Witterung befürchten läßt, iſt daher das Walzen jedesmal gut angebracht. Dabei ſind übrigens folgende Regeln nicht außer Acht zu laſſen. Auf ſandigem Boden darf z. B. nach dem Unterbringen der Saat gewalzt werden, ſobald der Boden trocken genug iſt. Dagegen iſt es bei mehr gebundenem Boden, einen ungewöhnlichen trocknen Zuſtand deſſelben bei der Saat ausgenommen, ſowie überhaupt bei feuchter Witterung zu widerrathen, weil ſich im erſten Falle leicht eine Borke bildet, die dem Aufgehen und Fortwachſen der jungen Saat hinderlich ſein würde. In dieſem Falle iſt es alſo ſicherer, erſt dann zu walzen, wenn die Saat einige Zolle hoch iſt, und der Boden ſich in dem zum Walzen günſtigen Zuſtande befindet; 1 18. 2) Beſteht der Vortheil des Walzens darin, daß ſich dadurch die von der Egge unzertheilt gebliebenen Erdſchollen ganz leicht zertrümmern laſſen, indem dieſe ſo in den Boden eingedrückt werden, daß ſie bei nochmaligem Eggen von der Egge um ſo eher gefaßt und zerkleinert werden können, was ſſch auf jede andere Weiſe weder ſo leicht, noch ſo wohlfeil ausführen läßt. 1 b Handelt es ſich nun um die Zerpulverung eines klotzigen Bodens, und erfordert dies ein mehrfachiges Walzen, ſo wird der Zweck um ſo beſſer erreicht werden, wenn zwiſchen der jedesmaligen Wiederholung deſſelben tüchtig geegget wird. Ueberhaupt läßt ſich aber eine vollſtändige Zerkleinerung des Bodens, wie ſie fuͤr Lein, Rapps oder zu verſetzende Pflanzen, als Taback, Kohl ꝛc. nöthig iſt, in gebundenem Boden ſelten ſo gut ausführen, als es mit Anwendung der Walze möglich iſt, abgeſehen davon, daß man durch dieſe dem Austrocknen des Bodens, welches in Folge des für jene Gewaͤchſe nöthigen öfteren Pflügens manchmal ſo gern erfolgt, leicht begegnen kann. Bei jenen feinen Sämereien iſt überdieß eine vollkommene Ebnung des Bodens, wie ſie nur durch Walzen deſſelben erreicht werden kann, um ſo nothwendiger, wenn die Saat nirgends zuſammenfallen und ſich gleichmäßig vertheilen ſoll. 5 3) Läßt ſich eine ungepflügte Narbe, ſei es von einem Wieſen-, Klee- oder Es parſettenlande, auf keine Weiſe ſo ſchnell und ſo vollſtändig verarbeiten, als durch die Walze, indem ſie durch dieſe an den Boden gedrückt, um ſo ſchneller abſtirbt, und daher weit beſſer veregget werden kann. Nicht mindere Vortheile gewährt das Walzen dadurch, daß 9 in Aeckern, welche nach dem Unterpflügen des Düngers längere Zeit bei trockener Witterung liegen bleiben ſollen, zumal wenn der Boden trocken und loſe iſt, die Verflüͤchtigung pflanzennährender Stoffe eher verhindert wird. 2 5) Können durch die Walze die von einer ſchon gelaufenen Saat während des Winters gelöſten und vom Froſte herausgehobenen Wurzeln, wie dies in ſchwämmigen Böden oder ſolchen Lagen, die einem hau⸗ figen Auf⸗ und Zugefrieren unterworfen ſind, z. B. an ſüdlichen, ſüdoͤſtlichen und öſtlichen Abhängen, ſo gerne geſchieht, wieder an den Boden gedrückt oder doch ſtärker damit in Berührung gebracht werden, während ſie ohne dieſes Anwalzen durch die gewöhnlich gegen das Frühjahr hin eintretenden Winde ſehr häufig ausgetrocknet werden und zu Grunde gehen. 6) Bedient man ſich auch in beſonderen Fällen der Walze zur Vertilgung gewiſſer Inſekten auf der Saat mit vorzüglichem Erfolge; und endlich 5 7) erleichtert ein nach der Saat gewalzter und dadurch völlig geebneter Acker inſofern das Erndtege⸗ ſchäft, als die Frucht nicht nur mit gleichmäßig hoher, ſondern auch mit ungleich kürzerer Stoppel abge⸗ mäht werden kann.“ Hiernach wird in jenem Schreiben noch hervorgehoben, daß, da der Grundbeſitz des Landmanns in der Regel nicht bedeutend ſei, ihm die Ausgabe von 12—13 fl. für eine gute Walze zu hoch erſcheine, es ſich daher als zweckmäßig darſtellen möchte, wenn auf Koſten der Gemeinden auf 100 Ortsbuͤrger etwa 2—3 Walzen angeſchafft, denſelben zur Dispoſition geſtellt, und gleich den übrigen, der Gemeinde gehörigen Geräthſchaften an einem beſonderen Orte aufbewahrt wuͤrden, ſodann aber vorgeſchrieben würde, daß dem Bürgermeiſter oder ſonſt einer zur Aufſicht beſtellten Perſon die Abholung der Walze durch den⸗ jenigen, welcher davon Gebrauch machen wollte, zur Anzeige gebracht werden müßte.— Die Bemerkungen und Vorſchläge des landwirthſchaftlichen Vereins erſcheinen uns in hohem Grade beachtungswerth, und wir finden uns daher veranlaßt, Ihnen dieſelben zur Erwägung und Berückſichtigung mit dem Beifügen angelegentlichſt zu empfehlen, daß die Genehmigung zur Uebernahme der Koſten der Anſchaffung ſolcher Walzen in der erforderlichen Anzahl auf die betreffenden Gemeindekaſſen unſerer Seits einem Anſtande nicht unterliegt, wenn die Gemeinderäthe, wie wir nicht zweiflen, ſich beſtimmt fühlen ſollten, im Intereſſe der Gemeinde-Angehörigen hierauf bei uns anzutragen. Friedberg und Hungen am 8. Januar 1843. Küchler. Follenius. Wie man ein ſchlechtes Ackergut zu einem kleine Theile zerfallen und die Lücke doch nicht ausfüͤl⸗ guten macht. len, da außerdem der Landmann jetzt in ſeinen zum (Neue Buͤrger- und Bauern-Zeitung 1836. Nr. 42.) Theil drückenden Verhältniſſen Hilfe bedarf, ſo glaube Schon das Sprichwort ſagt, daß, wenn es Einem ich mich berufen, zu Euch, liebe Landleute! zu ſpre⸗ gut gehe, man auch ſeiner Nebenmenſchen gedenken chen; und da gar Viele heut zu Tage Etwas drucken müſſe, um denſelben mit Rath und That beizuſtehen. laſſen, einmal auch mit Hilfe unſers Herrn Schul⸗ Da nun guter Rath ein Almoſen beſonderer Art iſt, meiſters meine Lebensgeſchichte Euch mitzutheilen, wo⸗ das, wenn er recht beherzigt und gut angewendet wird, raus ihr lernen werdet, daß man mit geringen, ſonſt Vielen hilft und deßhalb weiter reicht, als Geldaus⸗ nicht beachteten Mitteln ſich oft helfen und große theilungen, die, wenn Viele davon haben wollen, in Noth vom Halſe ſchaffen kann.— Nad 0 durch ſchaftung 61. vieltt Die vitt uit Judt Tauschen viſſn, dabei je achtet, bis ere mug taß ſe, bat, bei gen gelde abgemagt Hausbed mageren aber dur Grumm halten. zeigte, uͤbrigen Zufunſt mich Bel Frau, n hatte, de Thäligkei wir aber ſtellte ich Schulden dem gem Fleiß u. beſſeten ten;— alles kam zunächſt! Wie Um e möglich 1 Zeit nach hause, an wenden 0 Masche zu lermeiſter in der N A Mit dem Tode meines Vaters erbte ich das von ihm durch ſeine gewöhnliche Beſtellung⸗ und Bewirth⸗ ſchaftung⸗ Art im mageren Zuſtande erhaltne Gut mit vielen Schulden und einem ſchlechten Inventar'. Die vier Pferde waren durch öftere Tauſchhändel mit Juden, die, wenn Sie einmal Gelegenheit zum Tauſchen herbei führen können, es ſo einzurichten wiſſen, daß der Bauer öfters tauſchen muß, und der dabei jedesmal wit Fruchtzugaben, die er nicht ſehr achtet, immer einen beſſeren Handel zu thun glaubt, bis er endlich gewahr wird, daß er mit ſehenden Augen blind war und betrogen wurde— ſo ſchlecht, daß ſie, durch Alter und allerlei Fehler faſt unbrauch— bar, bei dem magern ſchlechten Futter kaum die nöthi— gen Feldarbeiten thun konnten. Die drei Kühe, waren abgemagert und gaben kaum Milch genug für den Hausbedarf; denn im Sommer wurden ſie auf die mageren Weiden und Waldhuten geſchickt; im Winter aber durch geſchnittenes reichlich mit Stroh gemiſchtes Grummetfutter und Aehren⸗ Stroh nothdürftig er— halten. So wie ſich nun in dieſem Vieh' die Armuth zeigte, fand ſie ſich im ganzen Haushalte und der ubrigen Wirthſchaft; ich ſah alſo einer traurigen Zukunft entgegen und mußte da Muth faſſen, wo mich Bedrängniſſe aller Art niederdrückten. Meiner Frau, mit der ich faſt kein Vermögen erheiratbet hatte, deren Tugenden Reinlichkeit, Ordnungsliebe, Thätigkeit und Häuslichkeit mit Sparſamkeit vereinigt, mir aber das mangelnde Vermögen reichlich erſetzten, ſtellte ich offen unſre traurige, überdieß noch durch Schulden gedrückte Lage vor und ermuthigte ſie zu dem gemeinſchaftlichen Verſuche, durch angeſtrengten Fleiß und genaue Sparſamkeit, verbunden mit einer beſſeren Einrichtung unſerer Wirthfchaft, uns zu ret⸗ ten;— und ſo geſchah es. Hört nur weiter, wie alles kam und ging. Das Beſte dabei verdanke ich zunächſt unſerm Herrn Schulmeiſter. Cortſetzung folgt.) Wie man manchmal überraſcht wird. Eingeſendet.) Um eine neue Kommode zu beſtellen, oder, wenn's moglich wäre, zu kaufen, begab ich mich vor einiger Zeit nach Friedberg. Ich erkundigte mich im Wirths⸗ hauſe, an welchen Schreinermeiſter ich mich wohl zu wenden habe, um auf die eine oder andere Art meine Abſicht zu erreichen. Man nannte mir den Schrei⸗ nermeiſter Hrn. Pfeffer, bemerkte, derſelbe wohne in der Nähe der Kloſterkaſerne und habe ſtets eine „ 19 große Auswahl von Kommoden in Vorrath. Das war mehr, als ich, offen geſtanden, in Friedberg er⸗ wartet hatte. Als aber Einer unter den Gäſten noch anführte, bei Hru. Pfeffer könne man nicht allein geſchmackvoll gearbeitete Kommoden jederzeit kaufen, ſondern auch Sekretär's, Sopha's, Tiſche u. ſ. w., ſo ſchielte ich mißtrauiſch nach den übrigen Gäſten, indem ich gefoppt zu werden fürchtete. Die übrigen Gaͤſte blieben jedoch ganz ernſt, vervollſtändigten ſo⸗ gar tie Mittheilungen, die mir gemacht worden waren. Ich begab mich deßhalb zu dem Genannten und war in der That ſehr überraſcht, als ich zwei Zimmer voll neue, geſchmackvoll und ſolid gearbeiteten Meubels, welche alle in der Werkſtätte des Hrn. Pfeffer ge⸗ fertigt worden waren, vor mir ſah. Da ſtanden Tiſchchen und Tiſche im Preiſe von 2 fl. bis 30 fl.; Kommoden von 14 fl. bis 26 fl.; Sekretär's von 40 fl. bis 130 fl.; Sopha's von 30 fl. bis 80 fl.; Bett⸗ ſtellen von 13 fl. bis 24 fl.; Stühle pr. halbes Dutzend von 14 fl. bis 24 fl. u. ſ. w.— Da die Preiſe keineswegs hoch geſtellt waren, ſo wurde ich mit Hrn. Pfeffer wegen der gewünſchten Kommode bald einig und freute mich nicht wenig, in meiner Nähe unvermuthet gefunden zu haben, was Mancher nur in der Ferne ſucht. Ich nahm mir ſogar ernſtlich vor, von meiner Ueberraſchung die Leſer dieſes Blat— tes zu benachrichtigen, in der Hoffnung, dadurch Vielen etwas Angenehmes zu erweiſen, und daß ich es nicht beim bloßen Vorſatze gelaſſen habe, dafür zeugen dieſe Zeilen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NY Holzverſteigerung. (43) Montag den 23. d. M., des Morgens 10 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Roſenkranzheck und Loosholzſchlag: 10 8 ½ Stecken eichen Scheitholz, i„ e 1 3) 1.„ eichen Prügelholz, 40* 7 nadel 7. 5) i, ichen Stockholz, 60 9/%„ nadel 5 7) 1025 Stück eichen Wellen, 8) 375„ nadel 7 9 30 Staͤmme, Eichen, vorzüglich zu Wagnerholz, 10 235 25 Nadel-Bauholz, 110 1 Stecken eichen Werkſchub, 12 1 Stück eiche Pflugsreh, oͤffentlich verſteigert werden. Oberrosbach am 14. Januar 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. „ 20. Bekanntmachung. (44) Nachdem der verſtorbene Schutzjude Herz Strauß von Ulrichſtein ſeinem zurückgelaſſenen Sohne Abraham Strauß von da in ſeinem Teſtamente, in der Perſon des Markus Heß zu Einertshauſen und Abraham Raiß III. von Ulrichſtein, Curatoren beigce⸗ geben, der genannte Sohn, Abraham Strauß, ſich auch dieſer letztwilligen Beſtimmung unterworfen hat; — ſo wird dieſes, unter dem Anfügen, bekannt ge⸗ macht, daß fuͤr die Folge Rechtsgeſchäfte des Abraham Strauß, ohne Zuſtimmung ſeiner Curatoren, als recht⸗ lich wirkungslos behandelt werden. Ulrichſtein den 10. Januar 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Arbeits-Verſteigerung. (45) Freitag den 20. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die in Zimmer⸗ arbeit beſtehende Reparatur der hölzernen Brücke uber den Urſelbach im Ort an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Dieſelbe beſteht in: 1) dem Legen von 10 eichen Stämmen zu Trägern, 2) dem Decken mit eichen Bohlen und Fertigung eines neuen Geländers. Die Gemeinde ſtellt das erforderliche Holzwerk. Bei annehmbaren Forderungen ſoll der Zuſchlag ſo⸗ gleich erfolgen. Die Herrn Buͤrgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Niederurſel am 10. Januar 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Seidler. N οτ. Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis, (46) welches ſogleich bezogen werden kann, iſt bei Unterzeichnetem zu vermiethen. Auch verkauft derſelbe vorzüglichen Aepfelwein 1841er Ohmweiſe. 8 Friedberg den 13. Januar 1843. Wilhelm Reuß, im goldnen Faß. 875 Gulden (47) Vormundſchaftsgelder liegen bei dem Unter⸗ zeichneten, gegen gerichtliche Verſicherung, zum Aus⸗ leihen bereit. Vilbel den 15. Januar 1843. Hermann Walther. Empfehlung. (48) Mit ſeinem 4 Garten und Blumenſamen, für deſſen Güte und Echtheit er garantirt, empfiehlt 4 ſich der Unterzeichnete einem verehrlichen Publikum. Ockſtadt. Steyer, Gärtner. Literariſche Anzeigen. Wohlfeilſtes Moden⸗Journal! (31) Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Das Pariſer Moden-Journal, welches jede Woche bei Chriſt. Silers Wittwe in Ulm er⸗ ſcheint mit einem ſchönen colorirten Mode-Bild, einen Herrn und eine Dame nebſt Modellen. Patronen ꝛc. darſtellend, und mit ausführlichen Mode-Berichten, Erzählungen und gemein⸗ nützigen Artikeln. Preis halbjährig nur 1 fl. 30 kr. Die Mode⸗Bilder werden ſeit Kurzem mit ſolcher Sorgfalt verfertigt, daß ſie kaum denen in den theuern Pariſer Blättern nach⸗ ſtehen. Die Abnehmer erhalten einen Centimenter-Strei⸗ fen gratis. (49) Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: a Weſtentaſchenliederbuch. 6. verbeſſerte Aufl. Gegen 100 der ſchönſten Lieder für 10 kr. Ge⸗ wiß beiſpiellos billig!!! Europa's Münzen, Handelsgewichte und Gemäße. 14 kr. Studentikoſes Idiotikon, oder allgemeine deutſche Burſchenſprache. Von einem bemooſten Haupte. 9 kr. (50) Durch Carl Bindernagel in Friedberg ſind nach⸗ folgende, noch gut erhaltene Bucher zu den beigeſetzten Prei⸗ ſen zu erhalten: Kruſe, methodiſches Handbuch der deutſchen Sprachlehre 3. Aufl. 1833. 40 kr. Deſaga, deutſche Sprachlehre 5. Auflage. 1828. 40 kr. Döly, praktiſche Anleitung zu ſchriftlichen Aufſätzen 3. Auf⸗ lage. 1831. 48, kr. Falkmann, ſtiliſches Elementarbuch. 3. Aufl. 1831. 48 kr. Heiſe, deutſche Gramatik. 1814. 30 cr. Lohſe, kleine deutſche Sprachlehre. 3. Aufl. 1815. 30 kr. Adelung, vollſtändige Anleitung zur deutſchen Orthogra⸗ 0. phie. 1788. 20 kr. Interpunktionslehre. 1830. 30 kr. Die Kunſt richtig zu ſchreiben ꝛc. 1821. 20 kr. Götzinger, deutſche Sprachlehre. 1827. 30 kr. Schotz, vollſt. Unterricht in der Mutterſprache. 1830. 30 kr. Deſſen deutſche Sprachſchüler. 1831. 30 kr. Türk, Leitfaden der Formen- und Größenlehre. 3. Auf⸗ lage. 1823. 2d. kr. Kawerau, Unterricht im Rechnen. 3. Auflage 1821. 2 Bände. 1 fla 45 kr. Deſſen Leitfaden im Rechnen. 3. Aufl. 1828. 2 Bd. 1 fl. 12. kr. Die zur Muſterung erforderlichen For⸗ mulare für die Großh. Bürgermeiſter ſind bei dem Unter⸗ zeichneten vorraͤthig. Friedberg. Carl Bindernagel. 0 8 5 5 Gedruckt und verlegt unter Verantworklichkeit von Sarl Bindernagel in Friedberg. Unte fordere ich vorzunehme Bei! zu ſtellen, dienſte, de kuranzſumr Bis anſprüche Schli⸗ 1831, die 2 ſtets eine genannten det betreff 0 Das