* keder- eig + 1 16— 2 K. Friedberg + auch fur den u b. K. Hungen — Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. e M 63. Mittwoch, den 16. Auguſt 1843. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge des Kreiſes Friedberg für 1844. Unter Bezugnahme auf die rückſichtlich der Gemeinde⸗Voranſchläge erlaſſenen Ausſchreiben gebe ich hnen auf, die Voranſchläge Ihrer Gemeinden für das Jahr 1844 vollſtändig aufgeſtellt bis zum 15. Sept. J. bei mir vorzulegen. Friedberg den 18. Auguſt 1843. Die bis dahin nicht einkommenden ſollen durch Wartboten abgeholt werden. Kü ch Jer. Dierſe lb e in die Hrn. Geiſtlichen und die Bürgermeiſter des Kreiſes, ſowie die Polizeikommiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Aufſtellung der Bevölkerungsliſten, insbeſondere nach dem Stande der Bevölkerung im Monat Dezember 1843. Unter gleichzeitiger Mittheilung der erforderlichen Formulare zur Aufſtellung der Spezialbevölkerungs⸗ iſte für dieſes Jahr bin ich veranlaßt, Ihnen die amtliche Aufſtellung dieſer Liſten nach den gegebenen ochſten Vorſchriften, namentlich vom 14. April 1833, 24. März 1824 und 31. Juli 1837 anzuſinnen. Zis zum 15. Dez. d. J. ſehe ich der Einſendung der Liſten bei Meidung der angedrohten Strafe entgegen. Friedberg den 15. Auguſt 1843. Köcher. Zuge aus dem Leben Peters des Großen, Kaiſers von Rußland. Peter der Große hatte eine neue Stadt an dem Ufer der Newa erbaut und ſie zu ſeiner Reſi⸗ enz beſtimmt. Tauſende geſchäftige Hände arbeite⸗ en unausgeſetzt, die ſumpfige Umgebung Peters⸗ urg's in trockenes, fruchtbares Land umzuwandeln. zn Kleidern und Säcken ward, Stunden weit, die Erde dazu beigetragen, und unausgeſetzt feuerte Peter urch ſeine Gegenwart an. So geſchah es denn nſt, daß Menzikoff, der Miniſter und Feldherr, un des Kaiſers Seite durch die neuen Straßen Peters— urgs hinaus in die Umgebungen fuhr. Ueberall waren Menſchen, vornehme und niedrige, welche tief vor dem Kaiſer und ſeinem Günſtlinge ſich demüthig⸗ ten. Bald erreichte die Troſchke des Kaiſers eine hölzerne Klöppelbrücke, die über eine ſumpfige Tiefe führte. Erſtere befand ſich eben nicht im beſten Stande. Sie enthielt der verfaulten Klöppel und gefahrdro— henden Löcher genug. Als des Kaiſers Adlerblick jene Mängel erkanute, rief er dem Kutſcher ein don⸗ nerndes„Halt!“ zu. Augenblicklich ſtanden die Pferde wie feſtgebannt.„Kerl!“ wendete ſich Peter mit zorniger Stimme nun zu Menzikoff,„hab' ich dich nicht zum General-Inſpector über alle Brücken des Reichs ernannt. Beziehſt du nicht als ſolcher jähr⸗ lich mehrere Tauſend Rubel Gehalt und bekuͤmmerſt dich nicht beſſer um dein Amt? Steig aus, Bube!“ Der Kaiſer ſprang aus der Troſchke, der zitternde Menzikoff kroch hinten drein. Als er draußen ſtand, ergriff der Kaiſer ſein ſpaniſches Rohr, das ihm zum Spazierſtocke diente, und bearbeitete damit nachdrück⸗ lich des Fürſten Rücken. Welch ein erſtaunenswürdi⸗ ges, ſeltenes Beiſpiel für den Zuſchauer! Hier ſteht, mit Ordensſternen bedeckt, ein großer Mann, geduckt und mäuschenſtill, welcher geduldig von einem Manne in ſchlichtem Kleide ſich prügeln läßt. Nachdem Peters ſtrafender Arm ſich müde gearbeitet und ſein Zorn ſich gelegt hat, ſpricht er ganz freundlich zum Durchge⸗ bläuten:„Nun, lieber Menzikoff, wollen wir weiter fahren!“— Folgſam ſteigt dieſer wieder ein, und der Kaiſer ſpricht ſo leutſelig mit ihm, als ſei gar nichts vorgefallen. Menzikoff darf ſich nicht einmal den ſchmerzenden Rücken ſtreichen, nicht eine Miene des Schmerzes ziehen; ſogar mitlachen muß er, wenn der Kaiſer lacht!— Ein ander Mal war dem Kaiſer ein neuer Be— trug Menzikoff's hinterbracht worden. Sofort erhielt dieſer durch ſeine Spione Nachricht davon. Bereits ging er mit ſich zu Rathe, auf welche Weiſe er wohl die Anklage entkräftigen könne. Da empfing er eine Einladung vom Kaiſer, bei ihm zum Mittageſſen zu erſcheinen. Eine Leichenbläſſe überzog Menzikoff's Antlitz. Mit Muͤhe konnte er ein ſtarkes Zittern des ganzen Körpers bemeiſtern, als ihm der Kammer— diener das Staatskleid anlegte, in welchem er nach Hofe fahren ſollte. Leiſe ſeufzend blickt er auf die blitzenden Sterne an ſeiner Bruſt herab, die er jetzt gern gegen ein gutes Gewiſſen vertauſcht hätte. Schweren Herzens ging er durch die dichten Reihen der tief ſich verneigenden Höflinge, Offiziere, Staats— räthe, Miniſter und Geſandten, die den mächtigen Günſtling tief im Herzen haßten oder beneideten. Seine bevorſtehende Demuüͤthigung ahnend, ſetzte er ſich, nach unterwürfiger Begrüßung des Kaiſers und ſeiner Gemahlin, an die lange, geſchmückte Mittagstafel, ſeinem Monarchen gegenüber. Letzterer ſah ernſt, doch keineswegs zornig aus. Trompeten und Pau⸗ ken ertönten. Das Mahl begann. Doch Menzikoff ſchmeckte kein Biſſen. Von Zeit zu Zeit richtete er einen ſtechenden Blick auf den Monarchen oder deſſen Gemahlin. Peters Antlitz blieb unverändert. Auf einmal ſchwieg die Muſik. Alle Gäſte ſchauten auf den Kaiſer hin, der ſich jetzt an den hinter ihm ſtehenden Kammerherrn wandte.„Hole einmal,“ gebot er ihm,„aus meinem Kabinette das zuſammen⸗ gelegte Papier, das du auf dem Marmortiſchchen unter dem Spiegel finden wirſt.“ 0 Eiligſt entfernte ſich der Kammerherr. Menzikoff's bemächtigte ſich Furcht und Schrecken; der Hals war ihm ausgedörrt; der Stuhl unter ihm brannte, wie glühende Kohlen; ſeine Beine zitterten heftig. Bald kehrte der Kammerherr mit dem Papier zurück. „Lies vor, was darauf ſteht, laut und vernehm⸗ lich!“ befahl der Kaiſer. Von Menzikoff's Antlitz wich alle Farbe. Peter warf ihm einen ſtrengen Blick zu und erhob den Zeigefinger. Stumm richtete ſich Menzikoff von ſei⸗ nem Seſſel auf, das jammervolle Bild eines armen % 290. g Sünders. Der Kammerherr warf einen Blick, der Menzikoff wie um Verzeihung zu bitten ſchien, her⸗ über, machte ihm dabei eine ſtumme Verbeugung, räuſperte ſich verlegen und las dann mit etwas un⸗ ſicherer Stimme: ö „Alexander Menzikoff, der Sohn eines gemeinen Bauern, wurde durch die Gnade ſeines Monarchen aus dem Staube eines Paſtetenbecker-Jungen bis zu den höchſten Wurden des Reichs erhoben. Rühm⸗ liche Eigenſchaften, die er an demſelben bemerkte, nicht gewöhnliche Kenntniſſe, eine unermüdliche Thaͤ— tigkeit, hatten ihm die Gunſt ſeines Herrn erworben, der ihn mit Reichthümern überhäufte. Doch nicht immer entſprach er den gerechten Erwartungen des Kaiſers. Oft mißbrauchte er vielmehr die Guͤte ſeines Herrn auf die undankbarſte Weiſe. Ganze Bogen könnte man mit Aufzählung der ungerechten, ſtrafbaren Handlungen anfüllen, die er ſich ſchon hat zu Schulden kommen laſſen. Er pocht auf die Lang⸗ muth ſeines Monarchen, der mehrmals ſchon den kühnen Frevler gezüchtigt, gewarnt, durch Veröffent⸗ lichung ſeiner Vergehungen geſtraft hat; doch vermehrt er erſt jetzt wieder die Menge derſelben dadurch, daß er den Sold eines ganzen Regiments, das er nur auf dem Papiere errichtete, zwei Jahre lang in ſeine unerſättliche Taſche geſteckt hat.“ Der Kam— merherr ſchwieg, legte das Papier zuſammen und harrte des weiteren Befehls ſeines Kaiſers. Während des Vorleſens hatte der zerknirſchte Menzikoff verſtohlen auf ſeine Tiſchnachbaren umher geblickt, ob er dieſelben über einem ſchadenfrohen Lächeln, einer zufriedenen Miene ertappe; doch dieſe hüteten ſich wohlweislich, die unverſöhnliche Rach⸗ ſucht des gedemüthigten Guͤnſtlings ſich zuzuziehen. Sie ſchauten, eben ſo, wie das kaiſerliche Paar, mit geſenkten Augenliedern auf ihre Teller, obſchon ſie das Vorleſen nicht durch das Geräuſch der Meſſer und Gabeln zu ſtören wagten, ſondern mit Eſſen ein— gehalten hatten. Jetzt aber ſah Peter, ernſten Auges, den Fuͤrſten an.„Menzikoff,“ ſprach er mit Nachdruck,„du ſelbſt haſt dir dieſe Demüthigung zugezogen. Längſt iſt dir die Art und Weiſe deiner Strafe bekannt, die du durch jede ſchlechte Handlung dir zuziehſt. Mein gegebenes Verſprechen, dich nicht am Leben zu ſtra⸗ fen, werde ich halten; allein nimm dich in Acht, daß nicht durch neue Schändlichkeiten der heutige Auf⸗ tritt ſich wiederhole, oder mein ſpaniſches Rohr in un⸗ angenehme Berührung mit deinem Rücken trete.“ Damit war die Sache abgethan. Das Mahl ward beendigt; Spieltiſche traten an die Stelle der Speiſen; Menzikoff ſpielte mit der Kaiſerin und noch zwei der vornehmſten Damen Karte, als ſei nichts vorgefallen. Wie mag es aber in ſeinem Innern ausgeſehen haben?— Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edicetal ladung. f (1041) Eliſabethe Roß von Koͤlzenhain hat fol⸗ 0 ans Jh 808* 30 perſtotbellen, 0 Tilgung eint am 9. Dei contrahitten weiteren bei Mätz 1780 wofür eine wurde, nich her alle die Anſprüche n getilgten, aufgefordert, 1 Wochen a Aaufbriefe ü nd die bei angeſehen! Ulrich! (4104) Heinrich K Mittwo. Unter dem tenden Aus Friedb (1105) 10 Uhr, se bietend ge den, welch Nauhe S 606) 9 fllen in h ſunecken, 40 egen. Längſ ae dekannt, dit nebſt. Mein 2 deden zu sta dich in Acht, daß N * 291 gende, theils auf den Namen ihrer Eltern, Balthaſer Roßen Eheleute, theils auf den Namen des Marcus Bernhardt in den Flurbüchern ſtehende, Grundſtücke a., Gemarkung Kölzenhain: 11 0 er. LIKl. lt. Neu. 8/88 V/351 428 Acker auf der Steinmauer, 214/28 13361 233 Wieſe die Huthweide, 257/30 III/131 191 Wieſe auf der Langenwieſe, 289/21 1381 35 Wieſe die Hofgärten, 56/6 IV/112 138 Acker am Runkelsgarten, 106/ VI/51 313 Acker auf der Haide, 251/13 III/196 93 Wieſe auf der Langenwieſe, b., Gemarkung Bobenhauſen: 497/18 XVI/131 223 Acker vor dem Wald, 478/39 XV/37 233 Acker auf der Schwan, verſteigern laſſen und kann, nachdem ihre Geſchwiſter ſich ihrer Rechte auf die in Rede ſtehenden Grund— ſtücke zu ihrem Beßten begeben haben, das ihren verſtorbenen Eltern zugeſtandene Eigenthum, auch die Tilgung einer bei dem Kirchenkaſten zu Bobenhauſen am 9. Dezember 1776 von Johann David Roß contrahirten Darlehnsſchuld von 50 fl. und eines weiteren bei dem Kirchenkaſten zu Meiches am 24. März 1789 aufgenommenen Darlehns von 60 fl., wofür eine Hypothek am verſteigerten Gut conſtituirt wurde, nicht urkundlich nachweiſen. Es werden da— her alle diejenigen, welche auf das verſteigerte Gut Anſprüche machen oder aus den beiden, angeblich getilgten, Hypotheken Forderungen begründen konnen, aufgefordert, ihre Rechtszuſtändigkeit ſogewiß binnen 4 Wochen à dato dahier zu wahren, gegenfalls die Kaufbriefe über die verſteigerten Grundſtücke beſtätigt und die beiden betreffenden Hypotheken als erloſchen angeſehen werden. Ulrichſtein den P. Juli 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Aufforderung. (4104) Forderungen an die Concursmaſſe des Heinrich Krill von Oberrosbach ſind Mittwoch den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des ſtillſchweigend eintre— tenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzuzeigen. Friedberg den 3. Auguſt 1843. Großherzogl. Heſſ. Landgericht Hofmann. Löw. Bekanut machung. (1105) Sienſtag den 22. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline ein Fahrpferd meiſt⸗ bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert wer⸗ den, welches Kaufliebhabern zur Nachricht dient. Nauheim am 9. Auguſt 1843. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Schmincke. Dunker. F. Schreiber. Holzverſtelgerung. (1106) Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Spitzen⸗ ſteinhecken, i 404 Stecken buchen Stockholz, meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet in obigem Termin auf der Waldbahn gegen Köppern ſtatt. Rodheim den 11. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Holz-Verſteigerung. ö (1107) Freitag den 18. d. M., des Vormittags 9 Uhr, werden in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Loosholzſchlag, 1) 400 Stück birken Wellen, 2 400„ nadel und aspen Wellen, 3) 860„ birken Baumſtützen, 4) 200„ nadel 5 5) 420„ aspen 15 oͤffentlich verſteigert werden. Oberrosbach den 12. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Reparatur einer Kirchenuhr. (1108) Mittwoch den 23. I. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe, die zu 216 fl. 19 kr. voranſchlagte Reparatur der hieſigen Kirchenuhr an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Bellersheim, im Kreiſe Hungen, am 11. Auguſt 1843. Der Kirchenvorſtand daſelbſt. Grummetgras⸗Verſteigerung. (1109) Das diesjährige Grummetgras von nach— genannten fiscaliſchen Wieſen wird folgendermaßen verſteigert: 1 zu Lindheim, von ungefähr 50 Morgen, Mittwoch den 23. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in dem Gaſthauſe des Herrn Bechtold; 8 2) zu Stammheim, von ungefähr 12 Morgen, der See genannt, Dienſtag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle; 3) an dem Mineralbrunnen bei Okarben, von der ſogenannten Burgwaldswieſe, ungefähr 60 Morgen, Mittwoch den 30. d. M., Nach⸗ mittags 2 Uhr; 4) von der ungefähr 300 Morgen halten⸗ den Markwieſe bei Bauernheim, Frei- tag den 1. September, Mittags 12 Uhr, an Ort und Stelle, oder bei unguͤnſtigem Wetter bei Herrn Gaſtwirth G. Höres zu Bauernheim; 5) zu Butzbach, von ungefähr 10 Morgen, Dienſtag den 5. September, Vormittags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe; 6) zu Oſtheim, von ungefähr 4 Morgen, an demſelben Tage, Nachmittags 4 Uhr, bei Gaſt— wirth Herrn Schneider; 7) von der ſ. g. Pfingſtweide hinter dahieſiger Burg, Mittwoch den 6. September, Nach⸗ mittags 5 Uhr, an Ort und Stelle. Friedberg den 12. Auguſt 1843. Der Gr. Rentamtmann Beau ß. Obſt-Verſteigerung. (1110) Freitag den 18. dieſes Monats, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden an Ort und Stelle die Aepfel von 7 Bäumen und die Birnen von 1 Baum an dem Burgberg dahier verſteigert. Angefangen wird an der neuen Straße nächſt dem dicken Thurme. Friedberg den 12. Auguſt 1843. Der Großh. Rentamtmann Beau ß. Edictalla dung. (1111) Der Gr. Schullehrer Buri zu Crainfeld hat ein, in Altenhainer Gemarkung belegenes, Grundſtuͤck, 70% 1528 190 UKalfter am Trinbacker neben Heinrich Gotta und Heinrich Rahn gelegen, verkauft, kann aber ſeine Eigenthums rechte daran urkundlich nicht nachweifen, weßhalb alle diejenigen, welche an jenem Grundſtück dingliche Rechte erworben haben, zu deren Geltendmachung binnen 4 Wochen a dato um ſo gewiſſer aufgefordert werden, als nach Ablauf dieſer Friſt der Kaufbrief beſtaͤtigt wer⸗ den wird. Ulrichſtein den 10. Auguſt 1343. Großh. 00 1 daſ. a y ß. E l (1112) Die Erben der verſtorbenen Andreas Ruͤhls Frau von Feldkrücken haben folgende Grundſtücke; Gemarkung Feldkrücken: Lt. Flurbuchs: B. U. S.: Nro.: Alt Neu 334/10 1/741 23 UKlafter. auf den Hofen, 160/120 17458 211 15 Acker auf der Lin⸗ denwieſe, 41/18 VII211 268 3 Acker am langen Strauch, 30% ILX/97 294 75 Wieſe auf der 1 Buche, 301/ÿ2 IXN/93 226— Wieſe auf der Buche, 303/13b0 IX/107 795 45 Wieſe auf der Buche, 372/ V/ 35,0 7 Grabgarten auf der Stück, 362/½3 17550 23,0 15 Garten auf der Lindenwieſe. 17/4 17240 14 15 ein Wohnhaus nebſt Grund der Hofraithe verkauft, können aber weder ihr Eigenthumsrecht daran, noch auch die Tilgung folgender, durch Hypo⸗ theken verſicherten Darlehn, nämlich: 1) 100 fl. bei Peter Stein zu Stumpertenrod am am 29. October 1803 und 2) 80 fl. bei Schuldiener⸗Aſſiſtent Konrad Schnei⸗ der jun. von Feldkrücken am 18. Auguſt 1804 contrahirt * 292 urkundlich nachweiſen, weßhalb alle diejenigen, welche auf das verkaufte Gut oder aus den contrahenten Darlehn Anſprüche machen können, aufgefordert werden, ihre Rechtszuſtaͤndigkeiten ſo gewiß binnen vier Wochen a dato dahier zu wahren, gegenfalls die Kaufbrieſe beſtätigt und die, der aufgenommenen Darlehn halber conſtituirten Hypotheken als erloſchen betrachtet werden. ee den 10. Auguſt 1843. Großh. 99. Landgericht daſ. Ray ß. e e eee Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1113) Da Nachgebote ſtattgefunden haben, wird zur Verpachtung der Freiherrlich v. Rauiſchen Jagd in der Gemarkung Beienheim endlicher Termin auf Donnerſtag den 17. l. M., Vormittags 9 Uhr, an⸗ beraumt. Beienheim den 14. Auguſt 1843. Filius. Freihl. v. Rauiſcher Rentmeiſter. Annonce. (1114) Da ich nunmehr meinen Sitz in Hungen, für welchen Kreis ich als Geometer patentiſirt bin, genommen habe, ſo bringe ich dieſes zur öffentlichen Kenntniß. Hiermit verbinde ich noch die Anzeige, daß ich eine Privatſtunde in der deutſchen, lateini⸗ ſchen und griechiſchen Sprache, im Rechnen, Schrei⸗ ben und Zeichnen zu errichten, ſodann einen Vortrag für Gewerbtreibende nach einem Werke aus der Ge⸗ werbſchule zu Darmſtadt zu halten geſonnen bin. Die für letzteren Gegenſtand Reflectirenden wollen ſich jedoch längſtens bis Ende Auguſt entweder ſchrift⸗ lich oder perſönlich an mich wenden, um das Nähere zu erfahren. Meine Wohnung iſt bei Herrn Metz, germeiſter Otto Weck an dem Markte. Hungen den 9. Auguſt 1843. Henß, Gr. Geometer. Ein Logis (1115) ebener Erde iſt zu vermiethen bei Joh. Weckerling auf dem Hauck. 100 Stück Hammel, (1116) 40 Stück Jährlings⸗Hämmel, 30 pierzäh⸗ nige und 30 alte Hämmel, ſind in Wohnbach zu verkaufen. Schwalheimer Mineralbrunnen. (1117) Zur Feier des Geburtsfeſtes Sr. Hoheit des Kurprinzen und Mitregenten von Heſſen findet Sonntag den 20. Auguſt d. J., Nachmittags 2 Uhr, am hieſigen Mineralbrunnen ein Feſt mahl ſtatt; dem ſich gegen 5 Uhr ein Ball anreihen ſoll. Indem ich mir erlaube meine Gönner und Freunde hierzu höflichſt einzuladen, erſuche ich diejenigen, welche geſonnen ſind an dem Mahle Theil zu neh⸗ men, mich ſolches jedenfalls bis zum 18. d. M., Mittags, wiſſen zu laſſen. 5 Henkel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. De Rubric⸗ weiſe Sie an Grün! 2 In Ni. Hr. Dr. H. Apotheke tig im Jahn gefunden he von Ulrichſ Vier pft neben⸗ und ſes gefunden Kritge nach ſie ſind, nac dueigsenri dort liegen hielt Se. D andere Se. dritte der U vierte Herr Als Kai brachten ihm and Geſchenk. 05 voll ge dn gut l dul und