nd, mit 47 0 8 kr. u Wil. — erg: : 8 fl.— tx. . Mutz: 8 l. 0. kr. dberg und 11843. Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemtinen, die Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 29. Mittwoch, den 12. April 1843. eg weffet. (Nach Hebel.) Weißt, wo der Weg zum Mehlfaß iſt? Heraus, ſobald der Tag ergraut, Mit Hack und Pflug hinaus ins Feld Bis Stern bei Stern vom Himmel ſchaut. Stets fortgeſchafft, ſo lang es tagt, Nicht umgeſchaut, nicht Nein, noch Ja! Der Weg führt durch das Scheuer-Tenn G'rad in die Kuͤch'— da haſt du's ja. Weißt, wo der Weg zum Gulden iſt? Er geht an kleinen Kreuzern her; Und wer nicht auf den Kreuzer ſieht, Der kommt zum Gulden nimmermehr. Wo iſt der Weg zur Sonntagsfreud? Nur durch die Werktäg' rüſtig fort! Durch Scheun und Stall, durch Haus und Hof Der Sonntag kommt am rechten Ort. Am Sanſtag iſt er nicht mehr weit; Was mag im Henkelkorb dort ſein? Ich denk wohl ein Stück Fleiſch zum G'müs Vielleicht auch noch ein Schöppchen Wein. Weißt auch den Weg ins Armenhaus? Sieh nur nach Wirthshausſchildern hin, Geh nicht vorbei,'s iſt gut Getränk, 's ſind nagelneue Karten drin. Im letzten Wirthshaus hängt ein Sack, Und wenn du fortgehſt, häng ihn an: Du alter Lump, wie ſteht dir doch Der Bettelſack ſo zierlich an. Es iſt ein hölzern Schüſſlein drin Gieb Achtung drauf, verlier mir's nit, Und wenn du zu dem Bächlein kommſt, Und trinken willſt, ſo ſchöpf' damit. Wo iſt der Weg zu Fried' und Ehr, Zum Alter froh und ungeſchwächt? G'rad vorwärts geht's in Mäßigkeit Mit ſtillem Sinn in Pflicht und Recht. Und weißt du an dem Kreuzweg nicht Ob links ob rechts— ſo bleibe ſtehn, Und frage dein Gewiſſen erſt, 's kann Deutſch, gottlob; doch folg' ihm ſchön. Wo wird der Weg zum Kirchhof ſein? Was fragſt du? hier wird nicht gewählt. Zum ſtillen Grab in kuͤhler Erd Fuͤhrt jeder Weg, und keiner fehlt. Doch wandle du in Gottesfurcht! Ich rath dir, was ich rathen kann; Kein beſſ'rer Weg auf dieſer Welt! Und's reiht ſich noch ſo manches dran. Gegen Fliegen. Der gewöhnliche Leim, womit man Hölzer be⸗ ſtreicht und in die Stube ſtellt, beſteht aus 2 Theilen Rüböl und 1 Theil Colophonium, welche zuſammen⸗ geſchmolzen werden.— Ein weniger grauſames und ebenſo ſicheres Mittel iſt Fliegenholz(in der Apotheke zu haben) tüchtig in nicht zu viel Waſſer gekocht und dann in flachen Tellern in der Stube vertheilt. Wenn man etwas Suͤßes luſetz, ſo gehen ſie leichter daran. Ferner iſt für den de e in Medea eingegangen: Von. 1 Bindernagel. „ 134* Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Aufforderung. (379) Die Eheleute Martin und Anne Eliſabeth Fritz von Nonnenroth legten unterm 16. November 1826 der dortigen Gemeinde Obligation über 100 fl. ein. f Da die Schuld abgetragen iſt, die Urkunde aber nicht herzuſtellen ſein ſoll, ſo wird dieſe für erloſchen erklärt werden, wenn nicht der Beſitzer binnen 3 Monaten ſein Recht aus derſelben begründet. Hungen den 17. März 1843. Großh. Heſſ. F. S. Landgericht Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (387) Johannes Ruffeners Wittwe aus Langen⸗ diebach hat folgende in der Gemarkung Florſtadt belegene Grundſtücke: 72% am Oſſenheimer Weg neben Grafen von Iſenburg, 6% daſelbſt neben Adam Weiſenborn, 60% in der Hartig neben Martin Wiltheiß Erben, 25% im Oberfeld getheilt mit Förſter Weigand, 22% im Oberfeld neben Friedrich Koch J. an Wilhelm Koch I. verkauft, kann aber ihr Eigen⸗ thum an dieſen Stücken urkundlich nicht nachweiſen. Auf ihren Antrag werden daher alle, welche Eigen⸗ thums⸗ oder ſonſtige Auſprüche an jenen Grund⸗ ſtücken zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß binnen 3 Monaten, von heute an, hier anzuzei⸗ gen, als ſonſt dem Statt gehabten Verkaufe und den darüber zu fertigenden Kaufbriefen die richterliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Friedberg am 11. März 1843. Großh. Heſſ. Freih. v. Löw'ſches Landgericht Hofmann. Edictal ladung. (410) Nachdem gegen Johannes Spielmann von Koͤddingen der Concursprozeß erkannt worden iſt, werden alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an deſſen Maſſe bilden, zu deren Liquidation, ſowte zur Begründung etwaiger Vorzugsrechte im Termin, Montags den 22. Mai 1843, früh 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile des, ohne Erlaß eines Präcluſivdecrets, eintretenden Ausſchluſſes hier⸗ mit aufgefordert. Ulrichſtein den 24. März 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Ray 5. Pferdedung⸗Verſteigerung. (445) Der bei der hieſigen Cavallerie-Diviſion erzeugt werdende Pferdedung ſoll vom nächſten Monat an nicht mehr wie ſeither monatlich, ſondern halb⸗ monatlich und zwar jedesmal den 15. und letzten eines jeden Monats des Vormittags 10 Uhr in der Cavallerie⸗Caſerne dahier verſteigert werden. Indem man dies hierdurch zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringt, erſucht man zugleich die Herrn Buͤrger⸗ meiſter, insbeſondere die der Umgegend, in Ihren Gemeinden dieſe Anordnung noch beſonders durch die Schelle bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 30. März 1843. In Auftrag: Cellarius, Unterquartiermeiſter. Hofraithe-⸗Verſteigerung. (466) Dienſtag den 18. April J. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf freiwilligen Antrag des hieſigen Handelsmanns Salomon Butzbach deſſen Hofraithe, in der Judengaſſe an Lindheimer und Offenbach ge⸗ legen, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehm⸗ barem Gebote der Zuſchlag ſogleich ertheilt werden. Friedberg den 5. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Arbeits-Verſteigerung. (470) An nachſtehenden Terminen ſollen folgende Straßenbauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden. I. In Hainchen, Kreiſes Nidda, Mittwoch den 19. April l. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Wohnung des Großh. Bürgermeiſters daſelbſt: 1) das Brechen, Herbeifahren und Aufſetzen der zur Ortsſtraße erforderlichen Steine, 2) die Lieferung des erforderlichen Sandes, 3) die Pflaſter- und Chauſſtrungs-Arbeiten in Hainchen, 4) die Herbeifuhr und das Aufſetzen der zur Chauſſtrung zwiſchen Lindheim und Hainchen erforderlichen Steine aus dem Steinbruch an der Steinrutſch, 5) die Chauſſirung der 425 Klafter langen Stelle zwiſchen Lindheim und Hainchen. II. In Langenbergheim, Kreiſes Büdingen, an demſelben Tag, Nachmittags um 2 Uhr, in der Wohnung des Großh. Bürgermeiſters daſelbſt: 1) das Brechen, Herbeifahren und Aufſetzen der zur Ortsſtraße erforderlichen Steine, 2) die Lieferung des erforderlichen Sandes, 3) die Pflaſter- und Chauſſirungsarbeiten in Lan⸗ genbergheim, 4) die Chauſſirungsarbeiten der 360 Klafter lau⸗ gen Stelle zwiſchen Langenbergheim und der kurheſſiſchen Grenze, 5) die bei Zurückſetzung der Kirchhofsmauer in Langenbergheim vorkommenden Maurer⸗ und Steinhauerarbeiten, einſchließlich der hierzu er⸗ forderlichen Materialien. III. In Glauberg, Kreiſes Nidda, Donnerſtag den 20. April l. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Gemeindehaus: 5 10 die Planirung der Ortsſtraße, 2) das Brechen, Herbeifahren und Aufſetzen der zur Ortsſtraße erforderlichen Steine, 3) die Lieferung des erforderlichen Sandes, Indem v ß bring, Mbeiten im ub daß die ſetzichneten Friedbe. gerſteiget (471) Dor lr, selle Transport gelagert ist 250 Cub. meinde He circa 5000 von Hana halb Aſſen verſteigt w Friedb (473) 8 Uhr, ſoll! tigung ein. bel Oberme erſteigt we Friedbe (475) N Uhr, ſollen bon dem Speicher. Iota Ern 4) die Pflaſter⸗ und Chauſſirungs„Arbeiten in Glauberg, ens durch Ius, Tueiſter. 1 1 mittags es bieſſgen Hefraithe, nba Nac de Vognhaus, annehm⸗ it werden. tgermeiſter U fo gende gſtnehmen⸗ ich den 19. im der daſelbſt: ufſectzen der K indes, Arbeiten in ber zur Hainchen zudruch an ingen Stelle Buͤdingen, 2 Uhr, in ers daſelbſt: lufſetzen der aner % 135 5) die bei der Erbauung von drei Durchläſſen in Glauberg vorkommenden Maurer- und Stein⸗ hauerarbeiten einſchließlich der hierzu erforder⸗ lichen Materialien. IV. Montag den 24. April I. J., Vormittags um 10 Uhr, an Ort und Stelle die bei Erbauung der Provinzialſtraße vom Ilbenſtädter Chauſſee— haus bis Aſſenheim vorkommenden Planiraxbeiten. Mit dieſer Verſteigerung wird am Ilbenſtaͤdter Chauſſeehaus der Anfang gemacht. Dienſtag den 25. April JI. J., Vormittags um 10 Uhr, an Ort und Stelle die bei Erbauung der Ortsſtraße in Oberrosbach vorkommenden Planit- und Pflaſterarbeiten. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringt, bemerkt man noch, daß die vorſtehenden Arbeiten im Ganzen zu 46,450 fl. voranſchlagt ſind, und daß die Voranſchläge auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten zur Einſicht offen liegen. Friedberg den 4. April 1843. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Verſteigerung von Fuhrlohn zu Aſſenheim. (471) Donnerſtag den 13. l. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus der Transport einer Quantität Bauholz, das in Vilbel gelagert iſt, deßgleichen der Transport von circa 25,0 Cub.⸗Klafter Steine aus dem Bruch der Ge— meinde Heldenbergen nächſt der Naumburg und von circa 5000 Quadratfuß dreizöllige tannene Bohlen von Hanau zur Brückenſtelle an die Nidda unter⸗ halb Aſſenheim öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigt werden. Friedberg den 3. April 1843. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Schloſſerarbeit. (473) Samſtag den 15. April l. J, Vormittags 11 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Hieronymus dahier die Fer⸗ tigung eines ſtabeiſernen Geländers an die Brücke bei Obermörlen öffentlich an den Wenigſinehmenden verſteigt werden. Friedberg den 3. April 1943. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Frucht verkauf. (475) Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt von dem daſigen Gräflich Solms-Rödelheim'ſchen Speicher nachfolgende, wohlerhaltene Früchte de 1842r Ernte, nämlich: circa 210 Malter Korn und „ 140„ Gerſte öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Aſſenheim den 5. April 1843. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Fruchtverwaltung. Edict alla dung. 1485) Auf die Anzeige des Georg Mohr in Aſſen⸗ heim, daß er dermalen außer Stande ſey, ſeine Gläu⸗ biger zu befriedigen und da der Verſuch eines Arrange⸗ ments mit deſſen gerichtsbekannten Gläubigern erfolg⸗ los geblieben iſt, werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Forderungen an Georg Mohr zu machen haben, aufgefordert, ſolche Dienſtag den 25. April, Vormittags, dahier zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls ſie bei Aufnahme des status keine Berückſichtigung finden können. Friedberg den 21. März 1843. Großh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Gilmer. Arbeits ⸗ Verſteigerung. (486) Donnerſtag den 27. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, werden in der Behauſung des Wirthes Fetten dahier durch den Unterzeichneten nachſtehende hieſige Gemeindearbeiten nebſt einſchlägiger Material- lieferuug an den Wenigſtnehmenden in Accord ge⸗ geben: I. Reparatur der Feuerſpritze: 1. Schmiedarbeit, voranſchlagt zu 3 fl. 18 kr. 2. Glaſerarbeit 1„ 45 9„ 3. Weißbinderarbeit 13% 4. 18 fl. 7 fr. II. Brunnen ⸗ Reparatur: Maurer-, Zimmer- und Brunnenarbeit, voranſchlagt zu 40 fl. III. Reparatur⸗ Arbeiten am Gemeinde⸗ und Schulhaus: 1. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 79 fl. 2. Zimmerarbeit 5„ 3. Schreinerarbeit 16„ 4. Weißbinderarbeit 1 5. Schloſſerarbeit 4 144 fl. IV. Umbauung eines Theils des Buͤhler— wegs: Planiren, voranſchlagt zu 50 fl. Chauſſiren 7 Materiallieferung 10% 199„ 319 fl. V. Unterhaltung der Vicinalwege: 1. Handarbeiten, voranſchlagt zu 57 fl. 2. Materiallieferung 24„ 81 fl. VI. Reparatur⸗Arbeiten an den Pfarrge— bauden: Maurer-, Zimmer-, Schloſſer- und etwas Schreinet⸗ arbeit, voranſchlagt zu circa do fl. Pohlgöns den 7. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schö pff. Lohrinde-Verſteigerung. (487) Samſtag den 22. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, werden circa 100 Ctr. Eichenlohrinde aus dem hieſigen Gemeindewald Bodenhard durch den Unterzeichneten in der Wohnung des Wirthes Fetten dahier, öffentlich an den Meiſtbletenden ver— ſteigert. Der Forſtſchuͤtze Schepp iſt angewieſen, den * 136. teigluſtigen zu begehrter Zeit die Rinde an Ort und Stelle zu zeigen. Pohlgoͤns den 7. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schöpff. Waldſtreu⸗Verſteigerung. (488) Donnerſtag den 13. d. l. M., des Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſollen in dem Obermörler Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Birkenſpitz und Eichkopf, 147 Houfen Waldſtreu, beſtehend aus Moos und Heide oͤffentlich und an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Obermörlen am 9. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Arbeits⸗-Verſteigerung. (489) Dienſtag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen nachbeſchriebene Arbeiten und Lieferungen auf dem hieſigen Gemeindehaus an die Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich verſteigert werden, als: fl. kr. 10 Steinhauerarbeit, Lieferung von 363 lau⸗ fenden Fuß Mauerdeckel aus fehlerfreien Sandſteinen, 4 Thorpfoſten und 7 Trep⸗ pentritten, voranſchlagt zu 340 20 2) Maurerarbeit 192 18 3) Zimmerarbeit 9— 4) Schreinerarbeit 64— 5) Schloſſerarbeit 108— 6) Weißbinderarbeit 7 40 7) Pflaſterarbeit 12— 8) Lieferung von 60 Büͤtten Kalk Voranſchläge liegen auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Hochweiſel am 3. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Verſteigerung von Bauarbeiten. 490) Die zur Auffuͤhrung eines Anbaues an die Scheune und eines Stalles in der Pfarrhofraithe in Steinbach, Kreiſes Gießen, erforderlichen Arbei⸗ ten beſtehend in Maurer- und Steinhauerarbeit 8 voranſchlagt zu 271 46 Zimmerarbeit 423 38 Dachdeckerarbeit 148 44 Schloſſerarbeit 24.16 Glaſerarbeit 5 36 Weißbinderarbeit— 30 ſollen Montag den 24. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, in dem Schullokal zu Steinbach an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Indem wan dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man zugleich, daß die Riſſe, Voranſchläge, und Verſteigerungsbedingungen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht der Steigliebhaber offen liegen. Gießen den 9. April 1843. Der Großh. Heſſ. Provinzialbaumeiſter Müller. Edictalladun g. (491) Heinrich Schuchmann von Oberſeibertenrod beabsichtigt, an ſeinen Sohn, Konrad Schuchmann dortſelbſt, ſein Gut in käuflichem Anſchlag zu über⸗ laſſen, kann aber ſeine Eigenthumsrechte an ſeiner Hofraithe ½ 1/158 79 Ul Klafter, in Wohnhaus, Scheuer und Schweinſtall beſtehend, ſodann an fol⸗ genden, mit den Kennziffern: 173 395/2 399/30 35/2 150/1 103, 1/152 VII/346 VII/397 1/236 1357 u. 357% V/214 u. 215 7/ 2½/ 228/¼ 256/18 183/19 78/4 Vo vI/14 vIL/575 576 577 VIII/24 1X86 1V/II5 26271 3727 372/ 188/3 309/1 VIL/80 VII/104 VIL105 IX/06 VII/387 bezeichneten, in Oberſeibertenröder Gemarkung gele⸗ genen Grundſtücke, ſowie an denjenigen, die ſich in Ulrichſteiner Gemarkung befinden und mit den Kenn⸗ ziffern 212/5 od. VI/86 210% od. VI/96 bezeichnet ſind, nicht urkundlich nachweiſen. Mit Bezug auf den in den Akten befindlichen Auszug Flurbuchs, der auf Verlangen dahier eingeſehen werden kann, werden daher alle diejenigen, welche dingliche Rechte an dem in Rede ſtehenden Gute begründen können, aufgefordert, ſogewiß binnen 4 Wochen a dato hier⸗ von dahier Anzeige zu machen, gegenfalls der abge⸗ ſchloſſene Uebergabs⸗Contract beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 5. April 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Ray ß. Edictalla dung. (492) Konrad Joſt, des Schuſters Kinder und Erben zu Ulrichſtein beabſichtigen, folgende mit den Kennziffern 1531 L469 VII/75 XI/I0 XIVSS5 402% 302 14½10 15/8 1419 XVI/is VIIL2 1IX/19 ½ bezeichneten, in Ulrichſteiner und Köddinger Gemar kung belegenen, Grundſtuͤcke unter ſich zu vertheilen, und Georg Walther von Felda will einen, in daſi⸗ ger Gemarkung belegenen, Acker XXI2S od. 499% im Grund⸗ und Flurbuch bezeichnet, 109. Klafter enthaltend, und ſich auf der Bleichesgall beſchreibend, auf Johannes Kasper Müllers Eheleute daſelbſt käuflich übertragen, vermögen aber insgeſammt ihre, an den bezeichneten Grundſtücken zuſtehenden, Eigen⸗ thumsrechte nicht urkundlich nachzuweiſen, weßhalb alle diejenigen, welche dingliche Rechte an und auf ſolche erworben haben, aufgefordert werden, davon ſogewiß binnen vier Wochen a dato dahier Anzeig zu machen, gegenfalls die deßfallſigen Urkunden bi ſtätigt werden. Ulrichſtein den 6. April 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Ray ß. Verpachtungs⸗ Anzeige. (493) Den 8. Auguſt d. J. ſoll das Fürſtl. Solun, Braunfelſiſche Hofgut zu Stockhausen, Amts Grti⸗ fenſtein, welches Petritag 1844 leihfällig wird, in dem Locale der unterzeichneten Stelle, Vormittags 10 Uhr, öffentlich an den Meiſtbietenden unter Vol behalt höchſter Genehmigung verpachtet werden. Die Pachtung dieſes Hofguts, welches 2 Stu 1 (04) Di laliſchen Schloſſesd mittags 4 in dem ſ. macht. Fried! Deffentl (495) 7 ſung der minar, al hauſe, um wozu diej ſtesbildun lichſt eine Fried Directof Walzſtter dungen d betreffend (496) 1% Uhr Schlag! uus Moc lietenden ficht ſtatt ſeich ert eis glei, bert Der Gi . * —— — 1 — 0 bezeichne t Bag au Flurduchs, erden kann, Aiche Recht den fönnen, a dato hier U der abge⸗ werden wird. richt daſelb 5. *. Kinder und nde mit den 8 0211 18 IIILq; inger Gema qu vertheiler, inen, in daſ⸗ 28 od. 499% 00 Ul Klafig L beſchreibeng, leute daſellſ geſammt ihn, enden, Eiger, ſen weß hal e an und alf derden, dab dabier Auzeix Urkunden b gericht das 5 l Solon l Amts Gre, lig wird, 1 Vormittaß en unter 26 t werden. lh 2 Sn den von Braunfels und etwas weiter von Wetzlar und Weilburg, in einer ſchönen und fruchtbaren Gegend an der Lahn gelegen iſt, umfaßt folgende Gegenſtände: 1) ein geräumiges Wohnhaus, Brau- und Bren⸗ nerei⸗Gebäude, ſowie Scheuer und Stallungen, 2 p. p. 82 Morgen Ackerland, 3) p. P. 58 ¼ Morgen Wieſen, 5 4) P. p. 5 Morgen Gartenland und einige ſon⸗ ſtige Nutzungen, die in den Pachtbedingungen, denen zugleich das Inventarium an Vieh, Schiff und Geſchirr beigefügt iſt, und welche in oben⸗ genanntem Lokale 14 Tage vor erfolgender Ver⸗ pachtung eingeſehen werden können, näher be⸗ zeichnet ſind. Pachtliebhaber, die ſich uber die nöthigen öko⸗ nomiſchen Kenntniſſe, ſowie über die Mittel zur Stel⸗ lung einer Caution von 1500 fl. ausweiſen können, werden hierzu eingeladen. Braunfels den 17. Maͤrz 1843. Fürſtlich Solmſiſche Rentkammer daſelbſt Denhardt. Gras-⸗Verſteigerung. (494) Die diesjährige Grasbenutzung an dem fis— caliſchen Burgberg und den Umgebungen des Großh. Schloſſes dahier, wird Freitag den 21. d. M., Nach⸗ mittags 4 Uhr, an Ort und Stelle verſteigert, und in dem ſ. g. hinteren Hirſchgraben der Anfang ge— macht. Friedberg den 8. April 1843. Der Gr. Rentamtmann d B u ß. Oeffentliche Taubſtummen Prüfung zu Friedberg. (495) Dieſelbe wird den Tag nach der Entlaſ⸗ ſung der Herrn Candidaten aus dem Prediger⸗Se⸗ minar, als den 20. April, auf dem hieſigen Rath⸗ hauſe, um 8 Uhr Vormittags anfangend, ſtattfinden, wozu diejenigen, welche an der Erziehung und Gei⸗ ſtesbildung dieſer Unglücklichen Antheil nehmen, höf— lichſt eingeladen ſind. Friedberg den 10. April 1843. Mao lan, Director der Großh. Heſſ. Taubſtummen-Anſtalt. Bekanntmachung, Waldſtreu⸗Verſteigerung in den Gr. Domanialwal⸗ dungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betreffend. (496) Donnerſtag den 13. d. M., Nachmittags 1½ Uhr, werden im Diſtrikt Weſterfeld'ſcher-Wald, Schlag Nro. III. ungefähr 50 Haufen aus Moos ꝛc. beſtehende Waldſtreu, an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert. Nachgebote finden nicht ſtatt, vielmehr wird der definitive Zuſchlag ſo— gleich ertheilt, wenn der Erlös dem Abſchätzungs— preis gleich kommt. Oberrosbach den 6. April 1843. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. „* 137. 360 fl. (497) liegen in hieſigem Kirchenfond zum Auslei— hen bereit. Groskarben den 4. April 1843. Für den Kirchenvorſtand: Wickenhöfer, Pfarrer. d πτννιιινινν Privat- Bekanntmachungen. H. B. Grbdel, breite Straße, (476) beehrt ſich, ſein wohlaſſortirtes Modewaaren⸗ Geſchäft, beſonders italienische und brüsseler Damen⸗ stroh⸗Hüte in größter Auswahl, ſowie seidene Sonnenschirme, schwarze seidene Herrnhüte, Shwälchen, ſeidene Sacktücher, Taſchen, Reiſeſäcken, Regenſchirme, Crawatten u. ſ. w. zu den billigſten Preiſen, in gneigte Empfehlung zu bringen. Wohnungs-Veränderung und Geſchäfts Empfehlung. (480) Allen meinen Freunden und Gönnern mache ich andurch die ergebenſte Anzeige, daß meine Woh⸗ nung am Eingange Vilbels von Friedberg her ver— laſſen und das von mir gemiethete ehemals Reitz'ſche Haus an der Hauptſtraße in der Mitte des Ortes gelegen neben Herrn Schmiedmeiſter Wenzel und Herrn Bäcker Seip bezogen habe. Indem ich fuͤr das mir bisher geſchenkte Zutrauen herzlich danke, bitte ich zugleich daſſelbe auch fernerhin in meiner neuen Wohnung auf mich übertragen zu wollen. Vilbel den 1. April 1843. 0 Philipp König Nagelſchmied und Steinkohlenhaͤndler: Anzeige. (498) Von den ſo ſehr beliebten Brüſſel er Eyer⸗ gemüß⸗Nudeln, ſowie von den feinſten gelben und weißen Faden-Nudeln, habe ich wieder eine neue Sendung erhalten und erlaſſe ſolche zu ſehr niedri— gen Preiſen. Stern-Nudeln und achter Duſſeldor— fer Senf iſt ebenfalls bei mir zu haben. Friedberg. J. Joel, in der Burg. Tan zmuſik. (499) Den zweiten Oſterfeiertag iſt bei dem Un⸗ terzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wo— zu er höflichſt einladet und zugleich bemerkt, daß er an demſelben Tage ſeine Garten-Wirthſchaft eröffnen wird. Friedberg den 10. April 1843. J. P. Mann. „ 138 Böhmer jeden desfallſigen Auftrag, was compacte Einladung. Die Mitglieder und Freunde des proteſtan⸗ tiſchen Vereins werden hiermit zu einer am 20. d. M. ſtattfindenden, um 2½ Uhr Nachmittags ihren Anfang nehmenden, Verſammlang in dem großen Rathsſaale des hieſigen Stadthauſes eingeladen. Friedberg am 8. April 1.843. L. Matthias, Pfarrer, Secretär. Holz ⸗Verſteigerung. (500) Freitag den 28. April 1843, Vormittags gegen 9 Uhr hin, ſollen auf dem Gräflich von Wal⸗ derdorffiſchen Hofgute Graß bei Hungen, im Kreiſe Nidda, nachbenannte Holzſorten, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Beding⸗ ungen, 19 10 Stecken eichen Scheitholz, 2 36„ 70 Pruͤgelholz, 30 6 7 7 Stockholz, 4) 24„ Pappel ⸗Scheitholz, 2„ Prügelholz, 6) 60„ Eichen⸗Wellen, 771 Pappel⸗„ 8) 50 Stämme Pappeln⸗, Weiden⸗ und Akazien⸗ Werkhölzer von 8 bis 227% mittleren Durch⸗ meſſer und von 10 bis 69“ Länge, meiſtbietend verſteigert werden, was man hierdurch unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß gegen vorſchriftsmaͤßige Bürgſcheine Zahlungs⸗ friſt bis zum 1. October d. J. gegeben werden kann. Kloppenheim den 8. April 1843. Fries, Verwalter. Beachtungswerthe Bekanntmachung im In⸗ tereſſe der Branntwein⸗Brennereibeſitzer hieſiger Gegend. (501) Vom unierzeichneten Techniker und praktiſchen Brenner, beſitzt Kupferſchmiedmeiſter Böhmer hier von einem einfachen und Doppel⸗Dampfapparat zwei modelliſirte Handzeichnungen nebſt erforderlichen In⸗ ſtruction, wie ſie der Zweck erheiſcht. Beſagte Apparate entſprechen, wie Erfahrung lehrt, jeder ſachgemäßen Anfoderung, ſowohl in Bezug geſetzlicher Beſtimmung nach gegenwärtiger Organi⸗ ſation, als in Betreff möͤglichſt reichlichen Ausbeute und Erzielung eines fußelfreien Branntweinprodukts, direkt aus desfallſiger Maiſche. Jeder Theil, aus welchen die bewährten Apparate beſtehen, hat ſeine zu⸗ verläſſige Funktion. Es befindet ſich durchaus nichts überflüſſig Komplicirtes daran und da die Dimenſion und zweckmäßige Bauart derſelben es zuläßt, daß jedes alte Brennzeug mit dazu verwendet werden kann, ſo iſt die Anſchaffung beider Apparaten gar keinen großen Koſten unterworfen. Vermöge hin⸗ reichender Sachkenntniß und Ueberzeugung wird Herr Arbeit und Form ꝛc. betrifft, ſachgemäß ausführen. Die in beigegebener Zeichnung ꝛc. dargeſtellte Feuer ungseinrichtung, zu jeder Gattung Feuerungs⸗Ma⸗ terial gut geeignet, befriedigt, wie lange her erwie⸗ ſen, ebenfalls jede Anfoderung vollkommen und bei Anlegung derſelben, wird ſich der nöthigen An⸗ ordnung Hr. Böhmer unterziehen. Vielſeitig le⸗ galiſirte Zeugniſſe beſtätigen das Geſagte und nach beliebiger nähern Kenntnißnahme bei Selbigem wird jeder kundige Brennereibeſitzer von der Wahrheit ge⸗ nügende Uederzeugung erhalten. F. A. Georg Böker aus Arnſtadt. Unter Bezugnahme obiger Bekanntmachung, halt ſich zu beliebigen Beſtellungen unter Zuſicherung ſorgfältigſter guter Arbeit und prompter Ausführung beſtens empfohlen Friedberg im März 1843. der Kupferſchmiedmeiſter Bo hmer, wohnhaft in der Burg. Empfehlung. (502) Meinen verehrteſten Gönnern und Freunden zeige ich hiermit ergebenſt an, daß bei mir feine Filz⸗ und ſchwarze ſeidne Herrn⸗Hüte, nach der neu⸗ ſten Mode und zu den billigſten Preiſen zu haben ſind, bitte deßhalb um geneigten Zuſpruch. Friedberg. Balthaſar Schmidt, Hutmachermeiſter. Zum Verkauf. (503) Aus dem Gräflichen Steinbruch bei Fauer⸗ bach können mehrere Cub.⸗Klftr. Mauerſteine abge⸗ geben werden. Das Nähere hierüber iſt bei dem Unterzeichneten zu erfahren. Oſſenheimer Jagdhaus d. 10. April 1843. A eh be. (504) Im Laufe des Jahres 1842 find unter Anderen bei G. D. Bädecker in Eſſen erſchienen und durch C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen: Claudii Ptolemaei geographiae libri octo. Graece et latine ad codicum manu scriptorum ſidem ed. Dr. F. W. Wilberg et C. H. K. Grashof. fasc. III. u. IV. geh. 4 fl. 3 kr. Riepe, Erinnerung an Johann Wilhelm Nehm. Nebſt An⸗ deutungen über Zuſtände des Lehrerlebens. geh. 36 kr. J. M. Roeren, Choralbuch zum Herold'ſchen katholiſchen Geſangbuche. Erſte Abtheilung. Euter gl. 3 fl. 36 f. Der Schluß wird im Laufe dieſes Jahres erſcheinen und dann der Ladenpreis eintreten. J. H. Schulz, die königliche Realſchule zu Berlin. Eine hiſtoriſche Skizze. geh. 36 kr. M. Wagner,(Inſpector des Seminars zu Brühl) erſtes Lefebüchlein fur die unterſten Claſſen der Volksſchulen. Fünfte Auflage. 9 kr. (in Parthieen bedeutend billiger.) —„ zweites Leſebüchlein. Vierte Auflage. cin Parthieen bedeutend billiger.) 14 kr. Bei Einſendung von Inſeraten bittet man gefäaͤlligſt zu beruͤckſichtigen, daß wegen der Oſterfeiertage Mittwoch den 19. d. M. keine Nummer dieſes Blattes erſcheint. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Ach, laß Die au lſſen, weil a guſtruktion ge fentlichen K auf Sum fed Mittw Fric —ů— Ehriſtl. 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