nas. Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonder en. M44. Sonnabend, den 10. Juni 1843. Amtlicher Theil. Die Großh. Heſſ. Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an die Großh. Heſſ. resp. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſchen Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Ausführung des Feldſtrafgeſetzes, insbeſondere die Verbüßung der Feldſtrafpoſten durch Arbeit oder Gefängniß. Unter Bezug auf Nr. 5 des höchſten Ausſchreibens vom 22. Juni v. J. z. Nr. D. 10547 eröffnen wir Ihnen, daß folgende in dieſem Ausſchreiben vorgeſchriebene Formularien: Muſter 7. zu den Anzeigen der Vollzugsbeamten an die Polizeigerichte wegen des Ungehorſams von Sträflingen, nebſt den weiteren desfallſigen Verhandlungen(§. 18 ꝛc. der Verordnung) Muſter 9. für die nach§. 24 der Verordnung von den Auffehern des Abverdienſtes zu führenden Verdienſt⸗Tagebücher kuͤnftig von den Gemeinden anzuſchaffen und in dritter Claſſe zu verrechnen ſind. Die vorbemerkten Formularien ſind bei der Hof ⸗ und Cabinetsbuchdruckerei von Stahl und Becker und deren Agenten vorräthig. Friedberg, Grünberg und Hungen den 7. Juni 1843. Küchler. Ouvrier. Follenius. Localſection des Großh. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr den Kreis Friedberg. Monatliche Sitzung Montags den 12. Juni. Sitzung veſchriebene Verfahren zur Verfertigung von Lichtbildern practiſch zeigen. Herr Mechanicus Lehr wird das in der vorigen Da dies aber nur bei Tageslicht geſchehen kann, ſo werden diejenigen Mitglieder, die ſich dafür intereſſiren, gebeten, ſich vor der Sitzung, zu der ihnen noch anzuzeigenden Stunde, in meinem Hauſe einzufinden. Dann wird in dem gewöhnlichen Locale das Verfahren der galvaniſchen Vergoldung und Verſilberung erklärt und durch Ver⸗ ſuche mit einer Daniellſchen Batterie erläutert werden. über verſchiedene Gegenſtände. Darauf folgen Mittheilungen aus Journalen Soldan. Einiges uber den Anbau der Kartoffeln. (Von einem praktiſchen Landwirthe.) In Bezug auf einen, aus dem Oberfränkiſchen Intelligenzblatte entnommenen, in Nro. 40. dieſes Blattes veröffentlichten Artikel, finde ich mich veran⸗ laßt, obgleich bereits ſchon ſehr Vieles über die Be⸗ ſchaffenheit der Saatkartoffeln und die Art und Weiſe ihres Anbaues geſchrieben, an- und widerrathen wor⸗ den iſt, meine Meinung hieruͤber auszuſprechen und meine Erfahrungen mitzutheilen. Die Art, die Kartoffeln vermittelſt den aus frühe in den Garten geſteckten und dann wie Miſtbeet⸗ pflanzen behandelten Kartoffeln ausgeſproßten Keime, welche dann entweder vor oder nach einem mäßigen Regen wie Krautpflanzen ins Feld verpflanzt wer⸗ „ 204„* den ſollen, zu kultiviren, iſt in den meiſten Oecono⸗ mien gar nicht ausführbar, da die damit verbundene Arbeit mehr koſtet, als die ganze Erndte werth iſt; dieſes Verfahren kann nur im ganz Kleinen und auch dann nur von ſolchen Leuten Nachahmung finden, welche nicht viel zu thun haben und ein bischen Gartenökonomie treiben;— jedem groͤßern Landwirth wird dieſer Vorſchlag unpraktiſch vorkommen. Ebenſo muß man ſich über dieſe wahre Sucht wundern, noch an den Saatkartoffeln zu ſparen, und blos Keime, Augen oder ganz kleine Kartoffeln zum Stecken anzurathen.— Gut iſt es, daß alle ſolche Anpreiſungen und Hypotheſen von den Wenigſten befolgt werden und jeder Landwirth nach ſeiner eig⸗ nen Erfahrung handelt.(2) Man nehme geſunde Kartoffeln, nicht kleiner als von der Dicke eines Hühnereyes, oder wenn ſie dicker ſind, zerſchneide man ſie in nicht mehr als zwei Stücke und lege ſolche unmittelbar nach dem Zer⸗ ſchneiden, die Schnittfläche nach unten gekehrt, in gut vorbereitetes Land 14 bis 18 Zoll von einander, jedesmal in der 3. Furche, ſo wird man ſich mit einer guten Erndte belohnt ſehen und wenn man eine der oben erwähnten Kulturproben neben letzterer Art auf einem und demſelben Acker macht, den ſprechend⸗ ſten Beweis von der Unzweckmäßigkeit und dem Schaden haben, welchen eine ſolche nach ſich zieht. Ich hatte mich auch einmal verleiten laſſen, die aus den Kartoffeln ausgeſtochnen einzelnen Augen zu legen; bin aber ſchon in dem erſten Jahre da⸗ von abgekommen; hingegen ſind mir bei meiner an⸗ gegebenen Verfahrungsart die Kartoffeln nie ausge⸗ blieben und war jedes Jahr mit einer guten Erndte geſegnet. Es liegt ſchon in der Natur der Sache, daß man nur von ganzen Kartoffeln den größten Ertrag er⸗ zielen kann, da das aus den Kartoffeln geſproßte junge Pflänzchen anfangs ſeine Nahrung blos aus der Kartoffel zieht und ſich dann nach und nach in den rohen Boden einwurzelt, während das aus dem Auge gewachſene Pflänzchen, oder der geſteckte Keim, gleich aus dem Boden leben muß, was das kümmer⸗ lich gelbe Ausſehen dieſer Pflanze neben der üppigen Fülle der dunkelgrünen Farbe und dem fröhlichen Fortwachſen der, aus ganzen Kartoffeln erzeugten Pflanze, hinlänglich bewieſen wird. Indeſſen wird das Legen der ganzen Kartoffeln oder der großen Stücke derſelben auch von den beßten landwirthſchaftlichen Schriftſtellern empfohlen, ſo ſagt zum Beiſpiel Profeſſor Schweitzer in ſeiner An⸗ leitung zum Betriebe der Landwirthſchaft: „Man kann die ganzen Knollen, Stücke derſelben mit mehreren Augen, einzelne ausgeſtochene Augen, Keime und aufgegangene Pflanzen zur Fortpflanzung der Kartoffeln benutzen; ubrigens möchte das Legen der ganzen oder das Zerſchneiden der größeren Saa⸗ menkartoffeln in Stücke mit 2 bis 4 Augen der Leichtigkeit und Sicherheit wegen, den Vorzug vor allen andern Manieren behaupten, ſo viel auch zu deren Empfehlung geſagt worden iſt. Das Legen einzelner Augen fuͤhrt allerdings oft zum Ziele, wenn aber das Feld ſehr locker und gut kultivirt iſt, wenn nicht ganz fgünſtige, feucht⸗-warme Witterung eintritt, ſo bleibt eine ſolche Kartoffelpflayzung weit hinter jener zuruck. Noch mehr möchte dieſes bei dem Pflanzen einzelner hervorgebrochener Keime oder der durch das Zerlegen aufgegangener Kartoffelſtöcke ge⸗ wonnenen Stecklinge der Fall ſein; der bei dieſen Verfahrungsarten vermehrten Arbeit nicht zu geden⸗ ken. Die Koſten dieſer dürften den Gewinn an Nahrungsſtoff durch Erſparniß an Saamenkartoffeln weit überwiegen. Manches erſcheint im Kleinen und bei der Gartenkultur vortheilhaft, was ſich im Gro⸗ ßen keineswegs als ſolches bewährt.“ Druckfehler in dem Aufſatze: „Noch Etwas über die Sperlinge.“ Nr. 41 Pag. 190 Sp. 1 Z. 49 ſt. Kobolder l. Kobolden. „ 42„ 193„ 2% 6„ unentbehrlich l. unerheblich. „„„ 194„ 1, 9% an l. von. „„„ 77 7„„„ 16„ unmittelbar l. mittelbar. Bekanntmachungen von Behoͤrden. d πτιτ⏑ινιν Bekanntmachung. (633) An den in dieſem Jahr am 13. Juni und 2. Auguſt in Laubach ſtattfindenden Märkten wird zugleich Viehmarkt abgehalten. Indem man dieſes zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden die Herrn Buͤrgermeiſter erſucht, ſol⸗ ches im Intereſſe des handeltreibenden Publikums in den Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Solms-Laubach den 3. Mai 1843. Der großh. heſſ. Bügermeiſter Kneip. Holz ⸗Verſteigerung. (748) Mittwoch den 14, Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Gräfl. Solms-Rödelheim'ſchen Bainhardswald bei Rosbach das nachfolgende Holz, nämlich: 97 Stecken lohgeſchältes Pruͤgelholz, 1 77 Reiſerholz, 60 Stück„ Fichtenſtämme und Stan⸗ gen verſchiedener Stärke, ½ Stecken gemiſchtes Pruͤgelholz und 400 Wellen Aſtreiſerholz öffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Aſſenheim den 1. Juni 1843. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Edietalla dung. (701) Johannes Müllers Wittwe und Kinder von Kleinfelda haben an Johannes Schmulbachs Ehe⸗ leute daſelbſt ihre Hofraithe und ſämmtliche Güter⸗ ſtücke, worüber dahier zur Einſicht Flurbuchs-Aus⸗ zug offen liegt, verkauft, vermögen aber weder ihre Eigenthumsrechte, noch auch die Tilgung einer, auf den verkauften Immobilien haftenden, von ihrem Auctor, Johann Peter Müller von Kleinfelda, am 770) ö ſoll das d von drta! Abtheilung ſteigert wi Rodht (77 1 1 ſoll bas Morgen G tenden ver Die 9 werden et fälligſt be Alten Gras- (772) 1 fiscaliſcher und in f. öffentlich 1) Don ten wird Lenntniß icht, ſol⸗ blikums ermeiſter aber von ch Ehe⸗ t Güter⸗ chs⸗Aus⸗ eder ihrt iner, auf on ihrem elda, am „„ 205„* 19. December 1792 conſtituirten Generalhypothek über das vom Fürſtl. Heſſ. Rentmeiſter Staudinger zu Felda, als Adminiſtrator des abweſenden Johann Kaſpar Müller übernommene Vermögen urkundlich nachzuweiſen. Es werden daher, da dem Fortbe⸗ ſtand jener Generalhypothek widerſprochen wird, alle diejenigen, welche aus ſolcher Anſprüche bilden oder überhaupt an den abzutretenden Immobilien ding⸗ liche Rechte begründen können, aufgefordert, davon ſogewiß binnen 60 Tagen a dato dahier Anzeige zu machen, gegenfalls die Generalhypothek als er— loſchen betrachtet, überhaupt aber das abzutretende Grundeigenthum, als von außergewöhnlichen ding— lichen Rechten befreit und den Disponenten zugehörig, behandelt werden wird. Ulrichſtein den 15. Mai 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Ray ß. Gras ⸗Verſteigerung. 770) Freitag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das diesjährige Gras zu Heu und Grummet von circa 55 Morgen Gemeindewieſen in mehreren Abtheilungen meiſtbietend an Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Rodheim den 6. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter ae dib Bekanntmachung. (771) Mittwoch den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Heu⸗ und Grummetgras von ungefähr 200 Morgen Gemeindewieſen öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verpachtet werden. Die Herrn Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dieſes in ihren reſp. Gemeinden ge⸗ fälligſt bekannt machen zu laſſen. Altenſtadt den 3. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter B xa ck⸗ Gras-Verſteigerungen bei dem Rentamte Grünberg. (772) Das diesjährige Heugras von nachbenanuten ſtscaliſchen Wieſen ſoll in einzelnen Loosabtheilungen und in folgenden Terminen auf den Wieſen ſelbſt öffentlich meiſtbietend verſteigt werden, nemlich: 1) Donnerſtag den 15. Juni, Vormittags 9 Uhr, von ohngefähr 28 Morgen in Atzenhainer Gemarkung. 2) Freitag den 16. Juni, Vormittags 9 Uhr, von ohngefähr 14 Morgen in der Gemarkung Queck⸗ born, ſodann 3) an eemſelben Tage in der Gemarkung Harr⸗ bach von ohngefähr 12 Morgen, Vormittags 10 Uhr, 4 Montag den 19. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Lindenſtruth von ohngefähr 26 Morgen, 3) an demſelben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Saaſen von 13. Morgen, 6) an demſelben Tage um 11 Uhr, in der Ge⸗ markung Göbel rod von ohugefähr 56 Morgen, 7) Dienſtag den 20. Juni, Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Bernsfeld, von 4 Morgen, 8) an demſelben Tage, um 11 Uhr, in der Ge⸗ markung Niederohmen von 1¼ Morgen, 9) Mittwoch den 21. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Großeneichen von ohngefähr 18 Morgen, 10) Donnerſtag den 22. Juni, Nachmittags 2 Uhr, in der Gemarkung Grünberg von ohngefähr 37 Morgen, 11) Freitag den 23. Juni, das Heugras von den Wieſen, a) in der Gemarkung Flenſungen von 14 Morgen, p) in der Gemarkung Lehnheim von ohn⸗ gefähr 5 Morgen und e) in der Gemarkung Merlau von ohngefähr 60 Morgen. Hierbei wird noch bemerkt, daß des Morgens um 8 Uhr bei Flenſungen mir der Verſteigerung der Anfang gemacht wird. Grünberg den 2. Juni 1843. Gr. Heſſ. Rentamt daſ⸗ Bötticher. Arbeits⸗Verſteigerung. (773) Freitag den 16. Juni l. J, Vormittags um 10 Uhr, ſollen bei Herrn Gaſtwirth Holzmann zu Petterweil nachſtehende bei Erbaung eines Anbaues an das Pfarrhaus daſelbſt vorkommenden Bauar⸗ beiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 2) Materialien, beſtehend in Mauer⸗ ſteinen, Backſteinen, Kalk und 112 fl. 2 kr. Sand 180„ 46„ 3) Steinhauerarbeit 29„ 15„ 4) Zimmerarbeit 352% 45„ 5) Dachdeckerarbeit 82„ 42„ 6) Schreinerarbeit 149„ 26„ 7) Schloſſerarbeit 141„ 30„ 8) Glaſerarbeit 59% 29 5, 9) Weißbinderarbeit 118„ 46„ 10) Spenglerarbeit 19„ Riſſe, Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Kreisbaumeiſters zur Einſicht offen. Friedberg den 5. Juni 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Heugras-Verſteigerung. (774) Von nachbeſchriebenen Freihl. von Löw'ſchen Wieſen foll das dieszährige Heugras meiſtbietend verſteigert werden, und zwar: I. zu Bauernheim: Montag den 19. d. M., Vormittags um 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres von ungefähr 9 Morgen; II. zu Florſtadt: An demſelben Tage, Nachmittags 1 Uhr, ven ungefähr 90 Morgen und III. zu Niedermockſtadt: Dienſtag den 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, in der Behauſung der Gaſtwirths Kraften Wittwe, von ungefähr 20 Morgen. 5 Florſtadt den 7. Juni 1843. Der Freihl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Muller. Verſteigerung von Bauarbeiten. (775) Freitag den 16. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Gaſtwirths Schmitt zu Bobenhauſen, Kreiſes Grünberg, die zur Er— bauung eines neuen Schulhauſes daſelbſt erforder⸗ lichen Arbeiten, nämlich: 4) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 1489 fl. 06 kr. 21 Zimmerarbeit 1494„ 29„ 3) Dachdeckerarbeit, 4) Schreinerarbeit 664„ 41„ 5) Schloſſerarbeit 397% 52, 6) Glaſerarbeit 169„ 38„ 7) Weißbinderarbeit 391„ 43„ 8) Spenglerarbeit 42„—„ an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden, welches man mit dem Bemerken hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß Riſſe, Voranſchlag und Ver— ſteigerungsbedingungen auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen liegen. Grünberg den 3. Juni 1843. Der Großh. Kreisbaumeiſter Holzapfel. Gras⸗Verſteigerung. (776) Montag den 19. Juni l. I., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Gras zu Heu und Grummet von ohngefähr 2½ Morgen ſtädtiſchen Wieſen in den Bachwieſen, von 10%¼ Morgen das Gras zu Heu auf der Sauerweide in 5 Abtheilungen, und das Gras zu Heu von der Ochſenwieſe 3 Morgen 53 ¼ Klafter. Großh., oder 4 Morgen 4 Ruthen Orts-Maas haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 7. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung der Arbeiten zur Erbauung eines neuen Anatomiegebäudes in Gießen. 1777) Die Arbeiten zur Erbauung eines neuen Auatomiegebäudes in Gießen ſollen Mittwochs den 21. d. J., Vormittags um 10 Uhr, in dem Gaſthaus zum Promenadehaus dahier an die Wenigſtfordern⸗ den vergeben werden. Der Voranſchlag beträgt: 1) für die Maurerarbeiten 2)„„öSteinhauerarbeiten 3)„„K Zimmerarbeiten 4)„„K Dachdeckerarbeiten 5)„„KSchreinerarbeiten 6)„„ Schloſſerar beiten 4410„ 17 7)„„ Glaſerarbeiten 3003, 8)„„ Weißbinderarbeiten 4530„ 04„ D„„ Spenglerarbeiten 580„ 48„ 55866/ 52, 16247 fl. 51 kr. 7451„ 20„ 10336„ 01„ e 5509„ 19„ 2 . D — N * 206* Der Unterzeichnete bringt dieſes hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß die Riſſe, der Voranſchlag und die Verſteigerungsbe⸗ dingungen in der Geſchäftsſtube deſſelben bis zum Tage der Verſteigerung zur Einſicht offen liegen. Gießen den 6. Juni 1843. Der Großh. Provinzialbaumeiſter Müller. Frucht⸗Verſteigerung. d (778) Mittwoch den 14. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe ohngefähr 50 Malter Korn von den Fruchtvorräthen des Armen⸗ fonds öffentlich meiſtbietend Zweimalterweiſe ver⸗ ſteigert werden. f Friedberg den 7. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermelſter D. Fritz. Gras ⸗ Verſteigerung. (779) Montag den 19. d. M., Vormittags um 11 Uhr, will Unterzeichneter in hieſigem Rathhauſe das Gras zu Heu und Grummet von 1 Morgen, 5% Ruthen an Philipp Preußer, von 2 Vrtl. 9 Ruthen an Schöff Trapp, und von 2 Vrltl. 7 Ruthen an Stadtrechner Langsdorf im Straßheimer Grund, öffentlich meiſtbietend verpachten. Friedberg den 7. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. N Frucht⸗Verſteigerung. (780) Dienſtag den 13. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden von dem Freihl. v. Frankenſtein'ſchen Speicher dahier 40 Malter Waizen, 120 Malter Korn, 50 Malter Gerſte und 80 Malter Hafer, ſämmtlich aus 1842 r Erndte, bei Gaſtwirth Thaler verſteigert. Ockſtadt ben 6. Juni 1843. Brömſer. Gaſthaus⸗Verſteigerung. (781) Dienſtag den 20. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, will Franz Joſeph Bermann dahier ſein in der Mitte des hieſigen Orts an der Hauptſtraße ge⸗ legenes Gaſthaus zum Karpfen, welches ſich auch zu niederem Geſchäfts⸗ Betriebe ſehr gut eignet, auf hieſigem Rathhauſe freiwillig verſteigern laſſen. Vilbel den 3. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hinkel. . Heugras⸗Verſteigerung. (782) Den 19. d. M., Morgens 9 Uhr, ſoll durch den Unterzeichneten das der Gemeinde dahier gehö⸗ rende Heugras an den Meiſtbietenden verkauft wer⸗ den. Es wird noch beſonders darauf aufmerkſam gemacht, daß ſämmtliches Gras von Ueberſchwem⸗ mung verſchont geblieben iſt. 365 Florſtadt den 7. Juni 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Appel. Heugras verſteigerung beim Gr. Rentamte Schotten. (783) Von den herrſchaftlichen Wieſen im Rent⸗ reitag zu Dauer Samſta bei Wirt Montag auf dem mittags 0 Mor Dienſta, zu Nidt beginnen Mittwoc zu Berſt und der. Donnerſt Uhr zu mittags ſchmitter Freitag den Bl. 20 Mi Wirth haltend Samſta auf d Brühl gegen Gema Bing ttiſter 2— * 207* amte Schotten ſoll das Heugras in folgenden Ter⸗ minen verſteigert werden: 1) in der Gemarkung Ulrichſtein Donnerſtag den 15. und Freitag den 16. Juni l. J., von circa 72 Morgen zweiſchüͤriger Wieſen. Die ſ. g. Brauwieſe wird den 15. und die Großwieſe auf dem Selgenhof den 16. Juni verſteigert. Zu⸗ ſammenkunft bei Wirth Pfannſtiel zu Ulrichſtein. ) in der Gemarkung Bobenhauſen Freitag den 23. Juni l. J. Zuſammenkunft auf der ſ. g. Gerichtswieſe. 3) in der Gemarkung Grebenhain, Crainfeld und Bermuthshain Montag den 26. Juni. Zuſammenkunft bei Wirth Heil zu Grebenhain. Schotten den 31. Mai 1843. Der Gr. Rentamtsvicar Reuling. Gras-Verſteigerungen bei dem Rentamte Nidda. (784) Das diesjährige Heugras von den fiscali⸗ ſchen Wiꝛſen meines Bezirks kommt zum offentlichen Abſtrich: Donnerſtag den 15. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, zu Gettenau bei Wirth Bach. Nachmit⸗ tags 2 Uhr, auf der Präulenwieſe bei dem hieſigen Forſthauſe, und um 3 Uhr, bei Wirth Hinkel zu Biſſes von zuſammen 11 Morgen. Freitag den 16. Juni, Vormittags 10 Uhr, zu Dauernheim bei Wirth Heck von 6 ½ Morgen. Samſtag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, bei Wirth Mann zu Lißberg von 84 Morgen. Montag den 19. d. M., Vormittags 8 Uhr, auf dem Echzeller Teich von 96 Morgen. Nach⸗ mittags 4 Uhr bei Wirth Reuning zu Echzell von 20 Morgen. Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr, zu Nidda auf den Wieſen unterhalb der Stadt beginnend, von 70 Morgen. Mittwoch den 21. d M., Vormittags 10 Uhr, zu Berſtadt bei Wirth Vögler von 6 Morgen, und der einjährige Benutz der daſigen Zehntſcheuer. Donnerſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr zu Salzbhauſen von 14 Morgen, und Nach⸗ mittags um 3 Uhr, bei der Bruchmühle zu Unter⸗ ſchmitten von 7 Morgen. Freitag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf den Blofelder Wieſen, im Brühl beginnend, von 26 Morgen, und Nachmittags um 2 Uhr bei Wirth Weihl zu Leidhecken von der 7 Morgen haltenden Sauerbornswieſe. Samſtag den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem 34 Morgen haltenden Bingenheimer Brühl, und nach Beendigung der Verſteigerung gegen 11 Uhr, von 9 Morgen in Heuchelheimer Gemarkung im Ried gelegenen Wieſen. Bingenhe im den 2. Juni 1843. Der Gr. Rentamtmann Soldan. DD Privat⸗ Bekanntmachungen. Geſchäftseröffnung und Empfehlung. (766) Ich mache einem geehrten Publikum die er⸗ gebene Anzeige, daß ich nunmehr mein Geſchäft da⸗ hier etabilirt habe, und mich zugleich empfehle, alle Zeuge von Wolle, Baumwolle, Seide, Leingarn zum Färben, ſowie Lein⸗ und Baumwollentuch zum Drucken anzunehmen, und werde ſie gewiß nach Zufrie⸗ denheit, ſowohl in niederen Preiſen, als auch reinem Arbeiten und ſchnellem Bedienen beſorgen. Auch werde ich alle durch Schmutz und Fettflecken verunreinigte Kleidungsſtücke zum Reinigen über⸗ nehmen, ſie ſo wieder herſtellen, ohne daß im Ge⸗ ringſten die Farbe derſelben Noth leidet, und ſehe deßhalb einem geneigten Zuſpruch entgegen. Friedberg. Wilhelm Bechſtein, Blau- u. Schönfärber. Ein Lehrling (769) kann zu einem Wagnermeiſter in der Nähe Friedbergs ſogleich in die Lehre treten. Derſelbe würde nicht nur in allen in dieſes Geſchäft einſchla⸗ genden Arbeiten ausgebildet, ſondern auch im Zeich⸗ nen von dem Meiſter unterrichtet werden. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Einladung. (785) Die hieſige Schützengeſellſchaft ladet hier⸗ durch die Herrn Schießliebhaber, ſowle auch die Freunden des geſelligen Vergnügens zur Theilnahme an dem am Freitag den 9. Juni l. J. ſtattfindenden Ritter⸗, Sonntag den 11. Schnapp⸗ und Mon⸗ tag den 12. großen Haupt ⸗Schießen ergebenſt ein. Das Hauptſchießen enthält 60 Preiſe und zwar N Preis zu 60 fl., der 2. Preis zu 50 fl. u. ſ. w. Für gute Speiſen, Getränke und Muſik wird Herr Platzmeiſter D. J. Fritz beßtens beſorgt ſein. Friedberg den 27. Mai 1843. Der Vorſtand der Schützengeſellſchaft: J. Ph. Fritz. Kopp. W. Schmidt. Montag den 12. d. M., als am Tage des Haupt⸗ ſchießens, iſt table d'hote präcis halb 1 Uhr und gut⸗ beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik auf dem Schieß⸗ platze hinter dem Schützenrain anzutreffen, wozu hoͤflichſt einladet D. Fritz. Empfehlung zum Reinigen von Bett⸗ federn. (786) Der Unterzeichnete iſt unterm Heutigen mit ſeiner Maſchine zum Reinigen von Bett⸗ federn hier angekommen, mit welcher er dieſelben von allem Schweiß, üblem Geruch, oder einem allen⸗ fallſigen Krankheitsſtoffe reinigt. Dieß Reinigen hat überdieß noch den großen Vortheil, daß die zuſammen⸗ geballten Federn wieder in den beßten Zuſtand verſetzt werden, ſo daß bei ſchweren Betten ſoviel Federn übrig bleiben, daß aus 4 ſolcher Betten, 5 vollſtän⸗ dig gemacht werden können.— Auch werden die Federn von Motten und Milben gereinigt und Alles denſelben Tag wieder zurück geliefert. Der Preis für Reinigung eines Ober- oder Unter⸗ bettes iſt 48 kr., eines Pfühls 20 kr. und eines Kiſſens 12 kr. f Mit der Verſicherung, daß er ſich das überall erworbene Zutrauen auch hier zu rechtfertigen ſuchen wird, bittet er um geneigten Zuſpruch. Sein Aufenthalt iſt nur von kurzer Dauer und ſein Logis iſt bei Georg Wilhelm in der Wetzlar⸗ gaſſe in Butzbach. 2 Butzbach den 7. Juni 1843. g Chriſtian Zäuner, aus Pleidersheim. Mobtlien⸗Verſteigerung. (787) Den 19. Juni d. J., Morgens 10 Uhr, will Unterzeichneter in ſeiner Behauſung 1 neuen einſpännigen Pferdewagen mit eiſernen Achſen, 1 Karn und 1 Pflug nebſt Pferdegeſchirr und Ketten einer freiwilligen Verſteigerung ausſetzen. Rockenberg. Sommer. Holz ⸗ Verſteigerung. (788] Montag den 12. Juni l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen dahier in dem Gaſthauſe des Herrn Joh. Konrad Schneider, von dem Beſoldungsholz Oſtheim, Münſter und Hochweiſel, 93 Stecken buchen Scheitholz und 1525 buchene Aſtwellen an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Das Holz ſteht in den vorderſten Köppeln bei Bodenrod. Gegen hinläng⸗ liche Bürgſchaft kann bis Martini d. J. Credit ge⸗ geben werden. Die Nummern des Holzes ſind bei dem unter⸗ ſchriebenen Vacanzrechner der Pfarrei Oſtheim ein⸗ zuſehen. Oſtheim den 31. Mai 1843. P. Frees. f Einladung. (789) Künftigen Sonntag den 11. Junk wird der Unterzeichnete einen Ball auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen geben, und ladet er alle Tanzluſtigen und Freunde des geſelligen Vergnügens höflichſt ein. Auch bemerkt er zugleich, daß den darauf fol⸗ genden Montag, den 12. d. M., die 4. Lection des Tanzunterrichtes beginnen wird, und erſucht alle die⸗ jenigen, welche noch an demſelben Antheil zu nehmen wünſchen, ſich bei ihm im goldenen Anker gefälligſt zu melden. Friedberg. Goldenberg, Tanzlehrer. Z u m Vermiethen. (790) Der zweite Stock in meinem Nebenhaus ſteht zu vermiethen, und kann bis Anfang September bezogen werden. Auch kann auf Verlangen Stal⸗ lung fuͤr mehrere Pferde mitvermiethet werden. Friedberg. Wilhelm Reuß im goldnen Faß. Engliſche Wich ſe 99 eigener Fabrikation, 1000 Schachteln 8 fl. ei H. Struth's Wittwe. Lauterbach im Juni 1843. * 208 Aufforderung. i (792) Ich fordere diejenigen Kirchenvorſtände des evang. Decanats Butzbach, welche mit Einſendung der Beträge für die Orgel⸗Vor, und Nachſpiele von Dr. Rink noch zurückſtehen, zur als baldigen Ein⸗ ſendung derſelben auf. Echzell den 2. Juni 1843. Der Gr. Verweſer vom evang. Decanat Butzbach A. Hoffmann. Das liniirte Papier zu Schulbüchern kann ich von jetzt an, in Folge der Aufſtellung einer Maſchine, pr. Ries zu 4 fl. 20 kr.,(pr. Ballen im Verhältniß noch billiger) lie⸗ fern, und bitte um gefällige Aufträge. Friedberg. C. Bindernagel. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 40 kr.; Korn: 11 fl.— kr. Gerſte: 7 fl. 30 kr. Hafer: 6 fl. 30 er. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 2. Juni: Waizen: 11 fl. 24 er. Korn: 9 fl. 37 kr. Gerſte: 8 fl. 21 kr. Hafer: 6 fl. 43 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. Juni 1843. vfo“ Brod⸗Preiſe. Friedberg Butzbach. kr Ef. 1 Leib⸗Roggenbrod 44— 44— 2 2 77 7 2 7 2 414. 15— 15— Loth Loth — Milchbrod 1 1414 —Waſſerweck 1 4½ 15 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14% 15% Fleiſch-Preiſe. 5 pf 1 Ochſenfleiſch üdet 14 2 14 5 5 g; gemaͤſtetes 12— 10 7 Kübfleiſch ungemäſtetes 81— 8— ;; gemaſtetes 10— 10— 2 Nindfleiſc ungemäſtetes 8— 8— „ Kalbfleiſch 7— 71— „Schweinenfleiſch 14— 144— „Hammelfleiſch 10— 10 „ Schaaflfleiſch 6—ð 3 „WMurſt von blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 10— 10— Bratwurſt 18— 18— „Schwartenmagen 18— A „ Geräucherter Speck 25— 24— „Schinken 18— 8 „ Dörrfleiſch 18— 18 22 „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 24— 24— 1 dito ungusgelaſſen 23— 234— „Nierenfett 26— 24— Hammelsfett 16— 1 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizeitaxe für die Stadt Butzbach gilt auch fuͤr den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Die an die Betreffend Nach 2 Viehmarltes, Jakobi jeden Um 1 ſchern, ſind 15 Markte Auch h und auf dem entſchädigung Wir be daß der dieß für das Aufſ Grünk 72 Die 9 dieſem Jahr dem Rathhe Ich f. 1) daß il werde mit al 8) haben Verhal zur pu Fr