212 8 232 Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— Mittwoch, den 8. November 1843. Lie ſe. (Eine Bauerngeſchichte aus Sachſen.) (Schluß.) Sie war es zuerſt, welche in den trüben Stun⸗ den ihres raſtloſen Alleinſeins die Bemerkung hin⸗ warf:„Wenn der Alte nur ſterben wollte, ſo wären wir gerettet. Ich bin ſeine einzige Erbin, könnte Dich heirathen und unſer Kind würde ehrlich.“ Hans hatte nur Seufzer und Thränen.— Eines Abends ſagte Lieſe, nachdem ſie ſich müde geweint— und die Verzweiflung mehr als je ihr Herz zuſammengepreßt:„Es muß ein Ende haben! Entweder ich ſpringe ins Waſſer oder der Alte ſtirbt. Aber Du haſt keinen Muth— Du biſt kein Mann!“ „Was ſoll ich thun?“ wehklagte Hans.„Ich weiß keinen Rath; wir müſſen in die weite Welt laufen, arbeiten oder betteln.“ „Davonlaufen,“ verſetzte ſie,„ohne Paß, ohne Geld? Damit uns die Sensd'armen mit Schimpf und Schande zurückbringen und mich der Alte in ſeiner Wuth ermordet?!“ „Das iſt freilich wahr“ jammerte Hans. „Wenn Du nicht bis morgen hilfſt, ſo gehe ich in's Waſſer.“ —„Aber was ſoll ich thun, wie kann ich helfen?“ „Eins muß ſterben,“ ſagte Lieſe mit ſchrecklichem Ausdruck;„entweder der Alte, oder ich— mit mei⸗ nem Kinde. Wer liegt Dir mehr am Herzen?“ —„Du, Du, Lieſe.“ Der Gedanke, der Alte müſſe fort, wenn ſie Beide und noch ein drittes Leben gerettet werden ſollten, ſtand nun bei ihnen feſt. Noch bebte aber Hans vor dem ganzen Umfange dieſes Gedankens. —„Aber er iſt doch Dein Vater,“ ſagte Hans. „Mein Vater?“ wiederholte Lieſe bitter;„er hat oft geſagt, ich wäre nicht einmal ſein Kind, meine Mutter habe ſich vergangen. Aber du biſt doch der Vater des Kindes, welches ich unter dem Herzen trage und haſt kein Erbarmen mit mir, biſt kein Mann, wimmerſt wie ein Weib. „Ich will ja Alles thun, was Du verlangſt,“ wehklagte Hans;„ſag's nur was Du willſt,— in Gottes Namen! es muß ja ſein.“ — Es wurde nun beſchloſſen, Hans ſolle das Gewehr nehmen, das unten in der Stube hing, ſollte hinter dem Hausthore dem Alten auflauern, wenn er betrunken wie immer aus der Schenke zurückkehrte, und ihn niederſchießen. Dann wollten beide gemein⸗ ſchaftlich Lärm machen, ein Fenſter zerſchlagen, und ſagen, daß Räuber hätten einbrechen wollen. Hans verſprach Alles; er lauerte auch, das Ge⸗ wehr in der Hand, am folgenden Abend hinter dem Hausthor; Lieſe lauſchte am Fenſter, bis der Schuß fallen würde. Aber als der Alte keuchend und brum⸗ mend nahte, da verließ den Burſchen der Muth, er verkroch ſich in einer Ecke und ſuchte ſpäter, in Todesſchweiß gebadet, mit ſchlotternden Knieen, ſeine Dachkammer, wo er die Nacht in Thränen zubrachte. Am folgenden Tage überhäufte ihn Lieſe mit Vorwürfen. Jetzt wäre Alles vorüber, ſagte ſie, wenn er Muth gehabt hätte. Die Sünde könne nicht ſo groß ſein, als wenn ſie mit dem unſchuldigen Kinde unterm Herzen in's Waſſer ginge, oder wenn gar der Alte ſeine Drohung wahr machte und ſie umbrächte. Zudem ſei der Alte doch ein böſer Mann, der keinem Menſchen Gutes thue, keine Religion, keinen Reſpect vor dem Paſtor habe! Allen würde geholfen ſein, wenn er hinweggeſchafft würde. Hans war zerknirſcht und verſprach diesmal be— ſtimmt ſich als Mann zu zeigen. Noch an vier Abenden lauerte er, das Geſchoß im Arme, hinter dem Thore, während Lieſe am Fen⸗ ſter lauſchte; jedesmal aber verließ ihn beim Heran⸗ nahen des entſcheidenden Momentes der Muth und der Alte entging dem ſichern Tode.— Hans litt unſäglich, er ſah die Verzweiflung des Mädchens, hörte ihre Vorwürfe, er fand keinen Ausweg, als den des Schreckens und rang vergebens nach Kraft und Entſchloſſenheit.— Endlich mußte er Lieſen bei Allem, was ihm heilig, ſchwören, ein Mann zu ſein und dieſe Nacht beſtimmt— der Sache ein Ende zu machen. — Und wieder ſtand er auf der Lauer. Im Dorfe war's todtenſtill— die Nacht finſter; da hörte er den ſchweren Schritt des Alten vom Teiche herab. Sein Herz zog ſich krampfhaft zuſammen, ſeine Haare ſträubten ſich, ſeine Glieder zitterten, Hans fühlte es, wie er unfähig ſei, das Gewehr anzulegen, ab⸗ zudrücken—; er vergaß ſeines Schwures. Da trat der Alte in den dunkeln Flur— ſein Fuß ſtieß an ein Gefäß, das man vergeſſen hatte fortzuſchaffen.„Das hat die Beſtie hergeſtellt,“ ſagte er laut für ſich,„die H—. Aber warte nur, morgen trete ich Dich todt.“— Mit dieſen Worten hatte er ſein Todesurtheil geſprochen. Alle Schrecken ſeiner künftigen Lage über— mannten den lauernden Hans; Haß, Verzweiflung zog in ſein Herz: ſie gaben ihm die nöthige Kraft zur That; konvulſiviſch legte er an, drückte los— der Schuß krachte und der Alte wälzte ſich, ohne einen Laut von ſich zu geben, in ſeinem Blute. Lieſe, die oben gelauert, zerſchlug das Fenſter und ſtürzte mit dem Licht herab, das Dorf gerieth in Alarm— die Bewohner eilten herbei; Lieſe ſpielte ihre Rolle mit ziemlicher Täuſchung. Aber Hans, bleich, zitternd, entſtellt, keines Wortes mächtig, einem Wahnſinnigen vergleichbar, verrieth ſofort in ſich den Mörder. Dazu des Bauers Gewehr, welches in der Stube fehlte.— Noch in derſelben Stunde hatte der Schulze das Geſtändniß beider Schuldigen. 6 Lieſe weinte nicht. Sie ſagte:„Es iſt beſſer ſo — das Elend hat doch ein Ende. Ich werde mit Dir ſterben, Hans; aber unſer Kind wird leben und der Alte kann's nicht mehr todt treten.“ Kurz nach der That ſpürte ſie keine Reue; ihr Weſen zeigte nur von dumpfer Ergebung. 8 Ihre Schuld fällt ſchwerer in die Wagſchale. Es war ihr Vater, gegen den ſie ihren Liebhaber be⸗ waffnet; ſie, die Aeltere, hatte ihn zur That gereizt, gedrängt. Sie war es zuerſt, die den Mord anregte. Doch ſieht ſie ihrem Schickſal ſtandhaft entgegen, während Hans verzweifelt.— Beide erwarten den Tod, zu welchem ſie in zwei Inſtanzen verurtheilt worden ſind, und werden ihn erleiden, wenn ſie der König nicht begnadigt. Das Kind, im Gefängniß zur Welt gekommen, lebt. (Morgenſtern.) Guter Rath. Der gute Rath iſt ſonſt zuweilen ſehr theuer; wir können aber hier einen geben, der ſehr wohlfeil und dabei nicht ſcheinbar, ſondern wirklich gut iſt. Aller Orten hört man von dem großen Segen, den es beſonders an Kartoffeln dieſen Herbſt gege⸗ ben hat, ſo daß manche Leute in Verlegenheit ſind, wo ſie Alles unterzubringen vermögen, Manche auch gerne eine Gelegenheit wiſſen möchten, wo ſie dem Vater im Himmel für ſo großen Segen ſich dankbar „ 388. beweiſen können. Für Beide wiſſen wir Rath. Das Kellerchen, welches unter dem Hauſe der Kleinkin⸗ derſchule auf dem Hauck zu Friedberg ſich befindet, hat noch viel Raum für Kartoffeln, die man ſonſt nicht wohl unterbringen kann, und für den Dank, der für eine Kartoffelgabe(auch eine kleine iſt willkommen) von den Kindern gen Himmel geht, iſt mirs auch nicht bang, denn aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge geht er gar ſinnig aufwärts. Von einem Freunde der Kleinkinderſchule. Bekanntmachungen von Behoͤrden. d Holzſaamen⸗Lieferung. (1449) Dienſtag den 12. Dezember dieſes Jahres, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des un⸗ terzeichneten Großh. Kreisraths die Lieferung des für die einzelnen Gemeinden des hieſigen Kreiſes pro 1844 erforderlichen Holſaamens, beſtehend in 1) 100 Pfund Ahorn, 2) 15„ Lerchen, 3) 221„ Fichten, 4) 512„ Kiefern unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert, wozu Steigluſtige hierdurch eingeladen werden. Grünberg den 1. November 1843. Gr Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Grünberg. Ouvrier. Geldausleihung. (1436) Im Monat Dezember d. J. konnen gegen gerichtliche Sicherheit aus dem Oberwiddersheimer Kirchenfonds 9000 fl. ausgeliehen werden. Hierauf Reflectirende belieben ihre deßfallſigen Anmeldungen baldigſt perſönlich oder in portofreien Briefen bei dem Unterzeichneten anzubringen. Kohden bei Nidda den 28. Oktober 1843. Der Dekanatskirchenrechner L a n z Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn. Verſteigerung von Erdarbeiten. (1450) Montag den 13. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf einer Strecke von 700 Klafter Laͤnge die Planirarbeiten zur Er⸗ bauung der Main-Neckar⸗Eiſenbahn in der Section Langen, im Revier Mitteldick an Ort und Stelle in mehreren Looſen, an die Wenigſtneh⸗ menden oͤffentlich verſteigert werden. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt auf dem Bahnfelde an dem Aufſeherhaͤuschen bei der Bruͤckenbauſtelle uͤber den Hengſtbach. Langen den 2. November 1843. N Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Langen. E. A d 1 ö 0 0 dahler ſogen Rächſcht ge Groska (1453) 0 über das Jacob Ki curs erfar derungen. haſſe habe tumin Freitag hei dem ur curöverfah. gigen und heſonderes werden au In die legung des falle aber Verwaltun daber alle ihte Stel ſehen Hab der Mehr geſehen Gros (1454) Ende d. nuf den . zu W Hung (4488) denden Bedi * verſteigen med werden. Grünberg unten gegen *dderedeimer den e deßfallſiger v portofrei ingen * 1843. Hrchentechnn * 389* Bekanntmachung. (1451) Nachdem Nalka, die Frau des Iſraeliten und Kleinhändlers Liebmann Sommer von Gambach, geborne Weil von Oſterberg im Koͤnigreich Baiern, heute die Erklärung gegeben, daß ſie gemeinſchaft⸗ lichen Handel mit ihrem Manne nicht treibe, damit aber auch ſich von Zahlung ſeiner Schulden losſa— gen wolle, ſo wird ſolches für diejenigen, die mit Sommer in Verkehr treten, veröffentlicht. Hungen den 18. Oktober 1843. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (1452) Zur Berichtigung des Nachlaſſes des Jo— hannes Dirlam zu Kaichen iſt es nöthig die vor⸗ handenen Schulden zu wiſſen und es werden deßhalb alle diejenigen, welche Anſprüche an den verlebten Dirlam haben, aufgefordert, ſolche im Termin Mittwoch den 22. Novbr., Vorm. 9 Uhr, dahier ſogewiß anzuzeigen, als ſonſt auf ſolche keine Rückſicht genommen wird. Groskarben am 28. Oktober 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Edictalla dung. (1453) Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das um 1941 fl. überſchuldete Vermögen des Jacob Kißler zu Heldenbergen den förmlichen Con⸗ curs erkannt. Es werden daher alle, welche For— derungen oder Anſprüche aller Art an die Concurs— maſſe haben, aufgefordert, ſolche im Liquidations⸗ termin Freitag den 5. Januar 1844, Vorm. 9 Uhr, bei dem unterzeichneten, mit der Leitung des Con⸗ cursverfahrens beauftragten Gerichte ſogewiß anzu⸗ zeigen und zu begründen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonderes Präcluſivdecret von der Maſſe ganzlich werden ausgeſchloſſen werden. f In dieſem Termine ſoll zugleich die gütliche Bei⸗ legung des Concursverfahrens verſucht, im Entſteh⸗ falle aber über die Wahl eines Curators und die Verwaltung der Maſſe ſofort verhandelt werden, daher alle, welche nicht in Selbſtperſon erſcheinen, ihre Stellvertreter mit Specialvollmachten zu ver⸗ ſehen haben, widrigenfalls ſie, als dem Beſchluſſe der Mehrheit der Gläubiger beigetreten, werden an⸗ geſehen werden. Groskarben den 22. Oktober 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Emmerich. Braunkohlen verkauf. (1454) Um Raum zu gewinnen, werden bis zu Ende d. J. Braunkohlenklötze, vorzüglicher Qualität, auf den Fürſtl. Bergwerken zu Wölfersheim zu 9 kr. zu Weckesheim zu 8 kr. abgegeben. Hungen den 1. November 1843. Der Fürſtliche Solmſ. Rentamtmann Kießling. Güter⸗ Verpachtung. (1435) Dienſtag den 21. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem vereinig⸗ ten Armenfonds zuſtehenden Güterſtücke des Hospitals zum heiligen Geiſt, als: 1) der Hospitalhof, an der Uſa gelegen, in Wohn⸗ haus, Brennhaus, Stallung und Scheuer beſte⸗ hend, ſammt 7½ Morgen Obſt⸗, und Grabgar⸗ ten in hieſiger, 3) Morgen Kappesgarten in der Ockſtädter und 98/ Morgen Ackerland in hieſiger und Fauerbacher Gemarkung; 2) Vormittags 10 Uhr, 16 Morgen 12½ Ru⸗ then Landweg in der Aſſenheimer und Bruchen⸗ brücker Gemarkung; 3) Vormittags 11 Uhr, 42 Morgen Acker und Wieſen in der Rockenberger und Oppershofer Gemarkung ſammt drei Pferdetheil Holz im Rockenberger Wald, ſodann 4) Nachmittags 2 Uhr, 240 Morgen Land in der Wölfersheimer und Heienheimer Gemarkung und zwei Pferdetheile Holz im Rockenberger Wald, auf anderweitige 12 Jahre, von Petritag 1844 an, oͤffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 4. November 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter Verpachtung. (1456) Mittwoch den 22. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem Auguſti⸗ ner Schulfonds zuſtehenden Güterſtücke, als: 10 26 Morgen Acker und 2 Morgen Wieſen in der Dorheimer Gemarkung; 20 31½ Morgen Acker und 8 Morgen Wieſen in der Schwalheimer und Roͤdger Gemarkung; 3) Vormiitags um 11 Uhr, 20 Morgen Acker und Wieſen in der Niederwöllſtädter Gemarkung auf anderweitige 12 Jahre, von Petritag 1844 an⸗ fangend, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 4. November 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter . 5 8 Mobilien ⸗Verſteigerung. (1457) Mittwoch den 15. d. M., von Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr an, und die folgenden Tage, ſollen in der Neumühle dahier erbvertheilungs⸗ halber ſämmtliche Mobilien, beſtehend in Gold, Kupfer, Zinn, Eiſen, Blech, Holzwerk, Kommode, Tiſchen, Stühlen, Werkholz, Bettung, Weißzeug, Kleidungs⸗ ſtücken, Schiff und Geſchirr, 3 Pferden, 1 alten und 1 jungen Faſelochſen, 3 Kühen, 1 Hammel, Enten, 12 Hühnern, Haſen, 1 vollſtändigen Wagen, 1 vollſtändigen Karn, 9 Malter Waizen, 6 Malter Erbſen, 35 Malter Hafer, 2 Meſten Linſen, Korn⸗, Waizen⸗, Gerſte⸗ und Haferſtroh und ſonſtigen Ge⸗ genſtänden, öffentlich meiſtbietend verſteigert, und Donnerſtag den 16. 5. M., Morgens, in der Mühle ſelbſt der Anfang mit den Pferden, dem Rindvieh, Schiff und Geſchirr gemacht werden. Friedberg den 4. November 1843. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Güter ⸗Verſteigerung. (1458) Erbvertheilungshalber ſollen Montag den 20. d. M., Morgens um 9 Uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe die ſäͤmmtlichen zum Nachlaſſe der Ludwig Wagenknechts Ehefrau gehörenden Immobilien, be⸗ ſtehend in einer Hofraithe, als Mühlbau mit zwei Mahlgängen und Mahlwerk ſammt Oelmühle, Scheuer und Stall, an der Uſa bei Friedberg gelegen, 2 Mrg. 3 V. 32 Rth. Garten an der Mühle und 2 V. 18 Rth. Garten an Heinrich Muller gelegen, ferner Ackerland 1 Mrg. 2 V. 26 Rth. gegen der Ockſtädter Gränze an Geheimerath Knorr und 2 V. 17 Rth. im Kleingalgenfeld an Poſtmeiſter Helmolt in der Gemarkung Friedberg, ſodann in der Ge⸗ markung Fauerbach II. Ackerland 2 V. 16 ¼ Rth. am Dorheimer Pfad an Heinrich Falck, 2 V. ½ Rth. in der dunklen Gewann an ſich ſelbſt, 2 V. 2¼ Rth. daſelbſt, 1 V. 20 ½ Rth. zwiſchen der Hohle an G. Billaſch, 1 V. 10% Rth. auf der Ju⸗ denhohle an Rudolph Haas, 317 Rth. am Hocken⸗ berg, 33 ¼ Rth. daſelbſt an ſich ſelbſt, 1 V. 4 Rth. unter der Judenhohle, 1 V. 25 ½ Rth. in der Elach, 1 V. 4¼ Rth. am Bauernheimer Weg, 2 V. 2 Rth. vor der Mark an Heinrich Sang, 2 V. 6 Rth. am Brückenweg an Philippi, 1 V. 8 Rth. rechts dem Mainzerthorweg an Billaſch, 1 V. in der dunklen Gewann, 1 V. 20 Rth. an der Wüſtung, 1 V. 6 ½ Rth. am Holderpuſch, 1 V. 23¾ Rth. unter der Juden⸗ hohl am Edelspfad, 1 V. 21½ Rth. am Hellwaſen, 1 V. 31¼ Rih. vor der Mark an Philippi, 34 Rth. am Hockenberg an ſich ſelbſt, 3 V. 4 Rth. unter der Judenhohle an ſich ſelbſt und 3 V. 9¼ Rth. auf dem Ringgraben an Poſtmeiſter Helmolt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 4. November 1843. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Bauarbeiten zu Allen⸗ dorf an der Lum da, Kreiſes Gießen. (1459) Dienſtag den 16. November 1843, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Rathhauſe zu Allendorf an der Lumda nachſtehende Arbeiten für die Erbauung eines neuen Schulhauſes mit Scheuer, nämlich: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 2574 fl. 45 kr. 2) Steinhauerarbeit 819„ 40„ 3) Zimmerarbeit 1818„ 09„ 4) Dachdeckerarbeit 483„ 46„ 5) Schreinerarbeit 964„ 10„ 6) Schloſſerarbeit„ 7) Glaſerarbeit 244„ 24„ 8) Weißbinderarbeit 554% 35„ 9) Spenglerarbeit 51%%„ 10) Planir⸗, Chauſſir⸗ und Pflaſter⸗ arbeit 200„ 56„ 11) Lieferung von etwa 165 Buͤtten Kalk, 120 2„„ 10 Cubkklftr. Sand, oͤffentlich an die Mindeſtfordernden verſteigert werden. 390* Riſſe, Voranſchlag und Verſteigerungsbedingungen ſind in dem Geſchäſtszimmer des Unterzeichneten zur Einſichtsnahme aufgelegt. Allendorf an der Lumda den 3. Nov. 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſte Wagner. Fleiſch⸗ Lieferung. (1460) Donnerſtags den 23. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung des Fleiſch⸗Bedaifz für die Sträflinge dahier pro 1844 und zwar: 1) ohngefähr 450% Centner Ochſenfleiſch, 2 7 25 Schweinefleiſch, unter den vor* Beginnen der Verſteigerung er⸗ öffnet werdenden Bedingungen an die Wenigſtfor⸗ dernden verſteigert werden. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden öffentlich und mit dem Bemerken bekannt machen zu laſſen, daß jeder Steigliebhaber, ehe er mitbietet, ſich auszu— weiſen hat, a) bei der Lieferung des Ochſenfleiſches eine Cau⸗ tion von 469 fl. b) dei der Lieferung des Schweinefleiſches eine Caution von 130 fl. ſtellen zu können und dieſe Betraͤge in Gr. Heſſ. landſtändiſchen Papieren zu deponiren ſind. Marienſchloß am 4. November 1843. In Auftrag Gr. Zuchthaus⸗Direction Weigel, Speiſemeiſter. S ο⏑ N Privat⸗ Bekanntmachungen. Offene Stelle. (1408) Bei einer Herrſchaft auf dem Lande 190 ein tüchtiger Mann, der einige Kenntniſſe vom Feld, und Gartenbau beſitzt, ſogleich eine gute Anſtellung als Hausmeiſter erhalten. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Verlornes. (1461) Samſtag den 4. Nopbr. wurde von der Wohnung des Hrn. Bingmann bis an die des Hrn. Kettinger ein geſtickter Seſſelüͤberzug von einem Lehr⸗ jungen verloren Der redliche Finder wird gebeten, denſelben gegen eine Belohnung an die Expedition d. Bl. abzugeben. Kapitalausleihung. (1462) 1350 fl. können zu Ende dieſes Jahres aus dem Kirchenfond zu Stumpertenrod gegen gericht⸗ liche Verſicherung ausgeliehen werden. Hierauf Re⸗ fleetirende können ſich an den Unterzeichneten wenden. Windhaußen den 30. Oktober 1843. Der Kirchenrechner P. Steuernagel. Ein Braukeſſel, (1463) 4 Ohm haltend, iſt mit allem Zugehör billig zu verkaufen bei Jacob Ballin Oppenheimer in Heldenbergen. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Bekan getſtei 4432) Beendigu Uhr und in dem daher, Monfiru Spencer, Gamaſche fle., ſe und Com Teppiche, gegen gle Die bengs we bekannt u Fried * (1455) Uhr, ſoll ten Arme zum heil 1 der hal hel ten der hie N Vo ther brü 3) Vor Wit Ger Roe