Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 3. Mai Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Entfernung der geiſtesſchwachen Maria Catharina Groh von Zell Kreiſes Alsfeld. Die Rubrikatin hat ſich abermals, trotz der über dieſelbe geführten wachſamen Auſſicht von Zell heimlich entfernt, ohne daß deren Aufenthaltsort bis jetzt bekannt geworden iſt.— Ich weiſe Sie an, auf 1643. dieſelbe invigiliren, ſie im Betretungsfalle arretiren und anher einliefern zu laſſen. Grünberg den 23. April 1843. Signalement: In Abweſenheit des Großh. Kreisraths“ Schaaf, Gr. Kreisſecretair. Alter 30 Jahre, Größe 6“ 3“, Haare blond, Stirne gewölbt, Augenbraunen blond, Augen braun, Naſe und Mund gewöhnlich, Kinn ſchmal, Geſicht oval, Geſichtsfarbe geſund. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Eine aufgefundene Egge. Am 12. v. M. iſt in dem Diſtrikt Eichbölzchen, Gemarkung Großeneichen, eine Egge aufgefunden worden, welche ſich in der Verwahrung des Gr. Bürgermeiſters zu Großeneichen befindet. Sie werden dieß in Ihren Bärgermeiſtereien zur öffentlichen Kenntniß mit dem Anfuͤgen bringen, daß der etwaige Eigenthümer ſich bei gedachtem Großh. Bürgermeiſter zu legitimiren habe. Grünberg am 28. April 1843. In Abweſenheit des Großh. Kreisraths Schaaf, Gr. Kreisſecretair. Verfahren bei ſchweren Verwundungen. Vor zwei Jahren wurde bei Eiſenach ein Knabe durch eine Axt ſo ſchwer verletzt, daß die Einge— weide heraustraten. Durch zu langes Säumen mit dem Zurückdrängen waren ſie kalt geworden, ehe der Arzt kam; der Brand trat ein und das Kind mußte ſterben. Ein Sachverſtändiger machte bei dieſer Gelegen⸗ heit folgende vorbereitende Maaßregeln bekannt: Jederzeit iſt es am gerathenſten bei ſchweren Verletzungen wo die Eingeweide durch den Leib oder das Gehirn durch die verletzten Schädelkrochen dringen, die Wunde mit der flachen Hand ſo lange feſt zu bedecken, bis ärztliche Hülfe kommt. Iſt am Hals oder Rumpf ein großes Blutgefäß ver⸗ letzt, ſo kneipe man mit den Fingern die Wunde ſo feſt als möglich zuſammen; iſt die Wunde an Armen oder Beinen, ſo lege man ein breites Band über dieſelbe, doch nicht allzu feſt und eile nach wund⸗ ärztlichem Beiſtand. Lerchen fang. Unſere Vereine zum Schutze der Singvoͤgel neh⸗ men gewiß auch Rückſicht auf den in vielen Gegen⸗ den ublichen Lerchenfang. Jeden Herbſt werden im mittleren Deutſchland, beſonders aber in der Gegend von Halle und Leipzig viele Tauſende dieſer armen Vögel für die Leckermäuler theils mit Netzen, theils mit dem Lerchenſpiegel gefangen. Letzerer iſt ein lan⸗ ges Stück Holz das mit Spiegelſcherben behaͤngt und beſteckt, im Sonnenſchein ſchnell herumgedreht den durſtigen Vögeln die Taͤuſchung des hellen Waſ⸗ ſers vormacht— wodurch viele aus den hoͤchſten Höhen herabgelockt und gefangen werden. „ 158 Bekanntmachungen von Behoͤrden. N νιννονον Hofraithe-Verſteigerung. (565) Da ſich zu der am 24. April l. J. ausge- botenen Hofraithe des Martin Philippi dahier keine Kaufliebhaber einfanden, ſo ſoll dieſe Hofraithe, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Stall und Gärtchen an Mi⸗ chael Bauer und Philipp Jacob Groß in der Kirch⸗ gaſſe belegen, Montag den 8. May, Vormittags 11 Uhr, einer nochmaligen, öffentlichen, meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Friedberg den 26. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D., Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (667) Freitag den 5. Mai l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen die weiter noch bei der Umbauung der Straße am ehemaligen Mainzerthor dahier vor— kommenden Planir- und Maurerarbeiten, ſo wie die Anfuhr von Steinen und Sand oͤffentlich an die Wenigſtnehmenden in der Behauſung des Gaſtwirths Hieronimus dahier verſteigert werden. Friedberg den 27. April 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Arbeits ⸗BVerſteigerung. (570) Die Reparaturarbeiten an hieſiger Kirche und am Thurm, beſtehend in: Schreinerarbeit voranſchlagt zu 40 fl. Schloſſerarbeit 21 fl. Weisbinderarbeit 4 fl. ſollen Samſtag den 6. May d. J., Vormitttags 10 Uhr, auf der Gemeindeſtube verſteigert werden. Heldenbergen den 20. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Pauli. Bekanntmachung (580) Dienſtag den 23. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die ſogenannte Langwieſenmuͤhle bei Niederohmen, beſtehend in einem einſtöckigen Wohnhaus und Mühlbau, mit einem Mahl- und einem Schlaggang, wo an letzterem eine Tröllesmühle angebracht iſt, auch eine einſtoͤckige Scheuer und Mühlbau, ſowie auch 233 Klftr. Grund der Hofraithe und Garten, 7 Morgen 203 Klftr. Ackerland und 5 Morgen 384 Klftr. Wieſen zwangs— weiſe verſteigert werden. Niederohmen den 26. April 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Steuernagel. Umgießen einer Glocke. (581) Das Umgießen einer in dem hieſigen Kir— chenthurm befindlichen circa 4— 500 Pfund ſchweren geſprungenen Glocke, ſowie der erforderliche Zuſatz Metall von etwa 10 Procent des Gewichts und An— bringen an Ort und Stelle derſelben, ſoll auf dem Submiſſionswege an den Wenigſtverlangenden ver⸗ geben werden. Es werden daher diejenigen, welche dieſes Geſchäft ubernehmen wollen, andurch aufge⸗ fordert, ihre Submiſſionen längſtens bis zum 10. Mai l. J. verſiegelt, portofrei an den Unterzeichne⸗ ten belangen zu laſſen. Niederrosbach den 26. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermelſter F. Bullmann. Verſteigerung von Brückenbauarbeiten. (582) Montag den 15. May l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus die bei Erbauung der Provinzialſtraße vom Ilben— ſtädter Chauſſeehaus gegen Aſſenheim an nachſtehend näher bezeichneten Brücke vorkommenden Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſt- nehmenden verſteigert werden: 1) Brücke über den Fluthgraben der Wetter: Maurerarbeit voranſchlagt zu 386 fl. 36 kr. Steinhauerarbeit„„ 1989„ 36„ 2) Brücke zwiſchen dem Fluthgraben der Wetter und dem Grenzgraben: Maurerarbeit voranſchlagt zu 412 fl. 57 kr. Steinhauerarbeit„ 1 2469„„—„ 3) Brücke uͤber den Grenzgraben: Maurerarbeit voranſchlagt zu 450 fl. 24 kr. Steinhauerarbeit 5 10 2947„ẽ 48„ 4) Brücke über den Hainaugraben: Maurerarbeit voranſchlagt zu 657 fl. 48 kr. Steinhauerarbeit„„ Ferner die bei der Erbauung vorbemerkter Brücken vorkommende Zimmerarbeit, wozu dem Uebernehmer das nöthige Material geliefert wird, die Lieferung von 21 Cub.⸗Klftr. Mauerſteinen, 30 Cub.⸗Klftr. Steine zum Rollpflaſter, 6 Cub.-Klaftr. Sand und von 250 Büutten Kalk. Friedberg den 30. April 1843. Der Gr. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Bekanntmachung. (583) Freitag den 5. Mai 1843, Vormitags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewalde, Diſtrikt Hahle: 109 Stecken buchen Scheitholz, 11 7„ Prüuͤgelholz, 69 75„ Stockholz, 3000 Stück„ Wellen, 51 Stecken eichen Scheitholz, 12 7„ Prügelholz, 34 7„ Stockholz 750 Stück eichen Wellen und 31 Stämme, 1545 Cub.⸗Fuß eichen Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Buürgermeiſter der umliegenden Orte wollen dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen laſſen. Altenſtadt den 26. April 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeſſter Brack. Aufforderung. (584) Nach gemachter Anzeige ſoll der Pfandſchein Nr. 11,097 verloren gegangen ſein, es wird deß⸗ halb derjenige, welcher denſelben in Händen hat, oder an denſelben Anſprüche zu machen glaubt, auf⸗ Der Gt. (886) ſollen bei öffentlich Or ieb! (87) Di Ar, werd. ſalichen hauen lich den pr Elektriz Heil un matiſch (589) die ich h ein Gege chen der Vorbeug Rheumat Geſichts⸗ ſchmerzen Krämpfe loſigkeit, lundunge Veſen u Aer An grunde ſalen Ab lirſerung „Klſtr. ind und zumeiſter E N. Aitags 9 kt Hahle: 17 Werk⸗ den Orte bekannt melttr andſchelu ird deß⸗ den hat, ubt, auf. * 159„* gefordert, denſelben binnen vier Wochen bei den Un⸗ terzeichneten vorzulegen und ſein Recht darauf be⸗ gründen zu wollen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt das Unterpfand an denjenigen, welcher dieſe Anzeige gemacht hat, ausgehändigt werden wird. Friedberg am 26. April 1843. Für die Pfandhausverwaltung: Faatz. Karl Klein, Bekanntma hung, Waldſtreuverſteigerung in den Gr. Domanialwaldun⸗ gen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg betr. (585) Freitag den 5. May l. J., Morgens halb 8 Uhr, werden im Diſtricte Burgwald: ungefähr 80 Haufen aus Moos ꝛc. beſtehende Wald⸗ ſtreu, mit Zahlungsfriſt bis 1. Dezember d. J., an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert und, wenn der Er— lös dem Abſchätzungspreiſe gleichkommt, der Zuſchlag ſogleich ertheilt, ohne daß Nachgebote zugelaſſen werden. Oberrosbach den 28. April 1843. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Frucht⸗Verſteigerung. (586) Montag den 8. Mai, Vormittags 10 Uhr, ſollen bei der Fürſtlichen Rentei Griedel: 50 Säcke Waizen, 150„ Korn, 230 Achtel Gerſte, 8 Fuder Langſtroh, oͤffentlich verſteigert werden. Griedel den 25. April 1843. Der Rentamtmann Friedrich. Fruchtverſteigerung. (587) Dienſtag den 9. Mai, des Vormittags 10 Uhr, werden in der Krone zu Niederweiſel, vom Fürſtlichen Speicher allda, 100 Mltr. Gerſte in Parthieen öffentlich verſteigert. Lich den 30. April 1843. Fürſtliche Rentei daſelbſt. Ker a tz. De Privat-⸗ Bekanntmachungen. Elektrizitäts- Ableiter, das unfehlbarſte Heil⸗ und Präſervativ⸗Mittel gegen rheu⸗ matiſche und nervöſe Leiden aller Art. (539) Es iſt mir in den Elektrizitäts-Ableitern, die ich hiermit zum Ankaufe zu offeriren mich beehre, ein Gegenſtand in Commiſſion gegeben worden, wel— chen der Verfertiger für ein unſchätzbares Heil- und Vorbeugungs⸗ Mittel gegen akute und chroniſche Rheumatismen und Nervenleiden aller Art, als: Geſichts⸗, Kopf-, Zahn⸗, Ohren-, Hals,, und Bruſt⸗ ſchmerzen, Rücken und Lendenweh, Gliederreißen und Krämpfe; ferner: Kongeſtionen, Herzklopfen, Schlaf⸗ loſigkeit, Roſe,(Rothlauf) Augen- und Hals⸗Ent⸗ zündungen erklärt. Die auf die Erfahrung, daß das Weſen und die Urſachen der genannten Leiden in einer Anhäufung von Elektrizität im Körper beſtehen, gegründeten, und mit magnetiſcher Kraft, ausgeſtat⸗ teten Ableiter werden in Form von Amuletten um den Hals, auf dem Ruͤcken getragen und bewirken eine faſt zauberhafte, augenblickliche Hülfe. Sie wurden zuerſt von Dr. Bureaud-Riofrei in London empfohlen, der ſie unter dem Namen Elektrometer um zwei Guineen(24 fl.), das Stück verkauft; ich aber bin in den Stand geſetzt, das Stück zu 18 kr., und bei Abnahme von 6 Stücken ein ſiebentes gra— tis abzulaſſen; Perſonen aber, welche ſich deren Verkauf unterziehen wollen, größere Vortheile anzu— bieten. Der bei den Ableitern beſindliche Gebrauchs zettel beſagt das Nähere. Gießen den 16. April 1843. Hermann Bach, Seltersweg Lit. C. Nro. 23. Die Solidität dieſer Ausſage verbürgt der im Königreich Würtemberg anſäßige und allgemein ge ſchätzte Oberamts Arzt Dr. Boden müller in folgender Art: In Betreff vorſtehender Empfehlung des Elek— trizitats⸗Ableiters verweiſe ich auf einen Aufſatz über denſelben im mediz. Korreſpondenz-Blatt von 1842, nach welchem derſelbe die günſtigſten Wirkungen hervorbrachte. Es ſteht daher dem Verkaufe, weder der Sache ſelbſt wegen, noch in mediziniſch-polizei⸗ licher Hinſicht ein Hinderniß im Wege. Schwäbiſch-Gmünd, den 29. Januar 1843. Oberamts-Arzt Dr. Bodenmüller. Einladung. (588) Naͤchſten Sonntag den 7. und Montag den 8. May wird das hieſige Kirchweihfeſt ge— feiert, wozu ich hiermit hoͤflichſt einlade. Die neue Einrichtung meines Locals, der ſchoͤn decorirte mit guter Muſik beſetzte Tanz— ſaal, die auserleſenen, ganz vorzuͤglichen Weine, welche ich diesmal meinen verehrten Gaͤſten vor— ſetzen werde; die unmittelbar an den Tanzſaal grenzenden, mit grunen Matten angelegten, bluͤ— theduftenden Garten:— Alles dieſes berechtiget mich, die feſte Verſicherung auszuſprechen, daß gewiß Niemand mein Local verlaſſen wird, ohne der ſchoͤnſten Genuße theilhaftig geworden zu ſein. Niederwoͤllſtadt den 30. April 1843. Philipp Speck. Ein großer Hofhund Gündin), (589) ſchwarz, weiß und wenigem grau getiegert, auf der rechten Seite mehr ſchwarz, auf den Ruf Zampa hörend, hat ſich Freitag den 28. April in Okarben verlaufen. Derjenige, welcher den Hund zu Pachter Puth in Okarben wieder bringt, erhält eine angemeſſene Belohnung. Ein Hühnerhund (590) iſt dem Unterzeichneten zugelaufen und kann derſelbe gegen Erſtattung der verurſachten Koſten von dem Eigenthümer binnen 14 Tagen bei mir in Empfang genommen werden. Friedberg. H. Salzmann. „ 160* Prämie) Der Schwur der Schweizer Prämie Meper's i m R U f U i 4 Meyer's Univerſum. Univerſum. (591 Abonnement auf den zehnten Jahrgang von Meyer's Universum. Preis für den ganzen Jahrgang von 12 Monatsheften mit 48 der ſchönſten Stahlſtiche, ſammt Doppel⸗ Prämie, nur I fl. us kr. rhein.— Ohne Vorausbezahlung. Das Univerſum iſt mit jedem Bande ein neues Werk, ausgeſtattet mit allem Reiz der Neuheit. Es um⸗ faßt die ganze weite Welt mit des Gedankens Unermeßlichkeit, bringt bald Vergangenheit, bald Gegenwart, bald Geſchichte, bald Zuſtände, bald die äußere Erſcheinung, bald die geiſtige Betrachtung in ſeinen Rahmen und führt dem Leſer eine Reihe von Bildern vor, in welcher Mannichfaltigkeit und Abwechslung in Gegenſtand und Styl ſich mit Meiſterſchaft im Colorit und in der Compoſition vereinigen. Dann und wann folgt einer ausgeführten Tafel eine leichte Skizze, nachläſſig, geiſtreich hingeworfen: ein Grundton aber geht durch alle Bilder und er verräth, bald markig aufgetragen, bald nur hingehaucht, einen kühnen Denker, ein reiches Gemüth, und Männern den Mann, bei dem kindiſche Geiſterſcheu nie Eingang fand, den kein Rauſchen der Blätter ſchrecken, oder täuſchen kann— einen Mann mit feſtem Glauben an den anbrechenden Frühling der Völker und an kommende ſchönere Sonnentage der Geſchichte. Jede Leſergattung des Univerſums wird bei demſelben ſeine Rechnung finden. Der Freund der Geſchichte wird an⸗ gezogen durch die hiſtoriſchen Gemälde; der Denker durch die Lehren der Vergangenheit, der philoſophiſche Beobachter durch reiche Erinnerungen und die ſteten Hinweiſungen an die Arbeit, den Kampf und den Fortſchritt der Völker und der Menſchheit; der Künſtler und Kunſtfreund durch die artiſtiſche Schönheit und Vollkommenheit der Vedutenz der Alterthumsfreund durch die correcte Darſtellung von Denkmälern und merkwürdigen Ruinen in Bild und Wort; der Mann des Volkes durch die National⸗ monumente und Sagen; der Weltmann durch den Zauber des erworbenen Wiſſens; die Frauen durch den Reiz einer ſpannen⸗ den, aufregenden, erhebenden Darſtellung; der gewöhnliche Leſer aber wird unterhalten durch die pittoresken, prachtvollen, über⸗ raſchenden Aufſchlüſſe über die Welt, die ihn umgibt und ihm fernliegt. Bei ſolchen Vorzügen, bei ſolchen Eigenſchaften, bei ſolchen Anſprüchen an die Gunſt des Publikums iſt es kein Wun⸗ der, daß die Theilnahme an dem Werke beſtändig fortwächſt und mit jedem neuen Jahrgange neue Beſteller des Univerſums die Zahl der alten vermehren. Gegenwärtig erſcheint das Univerſum in den meiſten europäiſchen Sprachen, und ſeine Geſammtauflage iſt 32,000. Durch Beſtellung auf den zehnten Band von Meper's Universum erhält jeder Susſcribent folgende zwei Prämien unentgeltlich: Ein kostbares Kunstblatt, Als weitere Zugabe bitten wir die Beſteller des ein Hauptwerk des Stahlſtichs in Groß- Folio und zehnten Bandes im Werthe von drei Thalern Pr. Ct., die ersten vier Bändchen Der Schwur der Schweizer im Rütli. 1 1 0 ...„Als Alle deſſen feſt entſchloſſen waren(nämlich dem 0 e unſchuldig unterdrückten Volke die angeſtammke Freiheit zu Miniatur ⸗ Bibliothek deutſcher Claſſiker ſchützen und ſie den Enkeln aufzubewahren und zu 8815 hinzunehmen, fern), und mit getroſtem Angeſicht und mit getreuer Hand. zor Jeder, in Erwägung, daß von ihrem Glück wohl all ihrer welche im Laufe dieſes Jahres von Werken ſol⸗ Nachkommen Schicksal abhange, ſeinen Freund anſah und cher Claſſiker, deren Verlag unſer rechtmäßiges hielt, hoben Walther Fürſt, Werner Stauffacher und Arnold-: g N an der Halden aus Melchthal, ihre Hände auf gen Himmel, Eigenthum iſt, in etwa 100 Bändchen und ſchwuren in dem Namen Gottes, der Kaiſer und Bauern erſcheinen wird. von gleichem Stamm in allen unveräußerbaren Rechten der f 5 5 Menſchheit hervorgebracht hat, alſo mannhaftig die Freiheit Ueber dieſes ſchöne Unternehmen werden wir ſpä⸗ mit einander zu behaupten. Als die dreißig dieſes hörten, ter durch ein ausführliches Programm das Publikum bob ein jeglicher ſeine Hand auf und leiſtete bet Gott und näher unterrichten. Hier ſtehe nur noch die Ver⸗ eee diesen ut Ge be Müten ſicherung, daß jene erſten vier Bändchen eine ge⸗ Rahl in Rom malte im Auftrag unſeres Chefs ſchloſſene, vollſtändige Abtheilung bilden, und kein das Bild expreß für dieſen Zweck, und ſein berühm⸗ Empfänger derſelben, wenn er nicht in der Sache ter Pater, der kaiſerliche Hofkupferſtecher Prof. Rahl felbſt dazu Aufforderung und Reiz findet, eine Fort⸗ in Wien, hat es in Stahl geſtochen. Es kommt nicht ſetzung der Bibliothek zu kaufen oder zu beſtellen in 7 1 und kann. 8 eee Bande noͤthig hat. des Univerſums gratis erworben werden. ir wen⸗ ö 3 deten 7000 fl. auf dieſes herrliche Kunſtblatt. Ne e bisc e Institut Oft ſchon verſuchte ſich die Kunſt an dem großen grap 92. 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