idderg um Sept. 1842 n 10 882 rr kr Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 31. Auguſt 1842. Ueber Leſegeſellſchaften. (Schluß.) Doch zu was nun dieſe ganze Erzählung? Dazu, um durch ein Beiſpiel zu zeigen, wie namentlich die geringeren, der geiſtigen Bildung noch am meiſten bedürftigen Stände aus der Abgeſchloſſenheit ihres Lebens, worin ſie ſich fruͤherhin befanden, und wo— mit die jetzigen Verhältniſſe, ſogar die des Staates, nicht mehr vereinbar ſind, herangeführt werden muͤſſenz nicht aber dadurch daß ſie ſich ſelbſt überlaſſen blei— ben, um ſich in aller Oberflächlichkeit den neuen Rock der neuen Zeit zuzuſtutzen und unter dieſem Modekleid von leichtem Zeug die alte Rohheit und Eigennützigkeit zu verbergen,— um redlich ſtreben⸗ den Männern das Wirken zu erſchweren;— ſon— dern um mit der alten volksthümlichen Sitte, der alten, ernſtreligioböſen Denkungsweiſe die Fortſchritte der neuern Zeit in Erziehung, Gemeindeweſen, Kün— ſten, Gewerken und Lebensart durch das Mittel gründlichen Nachdenkens darüber, was das Beſte aus Allem ſei, das man behalten müſſe,— zwar langſam, aber dauerhaft zu vereinigen. Und wie ich hier im Kleinen glaube, daß die alte Denkungsweiſe,— denn wer kann läugnen, daß viel Gediegenes und Gutes an ihr iſt,— der Stamm ſein muß, in welchen die veredelten Reiſer einer neuen gepfropft werden muͤſſen, ſo glaub ich auch muß es im Ganzen und Großen ſein. Alles Neue muß nicht aus dem Veralteten und Abgeſtor— benen, wohl aber aus dem Alten in den Stürmen des Lebens Bewährten herauswachſen; das Vor— handne iſt es, woraus das Werdende ſeine Lebens— kräfte zieht; das alte Geſchlecht darf keinem Baum⸗ ſtumpf gleichen, der zu ſtarr iſt, als daß er neue Blüthen und Blätter treiben möchte; das neue Ge⸗ ſchlecht keiner Phantaſieblüthe, die nirgends in Erde und Waſſer nicht Wurzeln und Faſern hat. Sowie nun in den Pflanzen der neue Trieb aus dem alten Stamm durch das Steigen und Fallen der Säfte hervorkommt, ſo kann auch im Menſchenleben das Neue aus dem Alten nur durch das zuſammenhel⸗ fende Nachdenken, Streben und Thun aller Ver— nuͤnftigen und Redlichen in allen Ständen hervor⸗ gehn.— Oberfläachlichkeit iſt es, neue, willkührlich erſonnene Einrichtungen dem alten Thun und Trei⸗ ben wie eine blendende Schminke aufzumahlen; wahre Einſicht und Intelligenz aber iſt es, einzuſehen, wie Alles nur durch die tief im Menſchenleben ſich regen⸗ den innern und ewigen Beduͤrfniſſe wahrhaft beſſer wird, wahre Weisheit iſt es an die unſichtbare Re— gierung Gottes im Menſchenleben, die der oberflaͤch⸗ liche Menſch uͤberſieht, zu glauben. Deswegen lieben Freunde, hohen und niedern Standes, von jugendlicher Begeiſtrung und von Er— fahrung des Alters,— aber ihr alle, die ihr es gut meint mit dem geiſtigen Wohl der Menſchheit,— und gern das Eurige dazu beitragt: laßt uns alte teutſche Gründlichkeit und jugendlich regen Sinn fürs Leben miteinander vereinigen. Denke jeder, wie ihn Gott durchs Leben denken gelehrt hat, ſo lang ihm ſein Gewiſſen ſagt, daß er recht denkt; aber lebe auch keiner blos in ſich ſelber, in ſeinen Gedanken, und in dem Thun und Herkommen ſeiner Standes⸗ genoſſen: vielmehr gelte ihm jeder Tag als verloren, und ſo verlieren wir oft Jahre— wo er nicht ein⸗ geweihter geworden iſt in das Leben der Menſchen, in die Bedürfniſſe, in das Wohl und Wehe, in die Denk⸗ und Lebensweiſe andrer Menſchen; jeder Tag, aber ſei uns köſtlicher Gewinn und Freude, wo wir . 308*** dem Leben abgelernt haben, wie wir dem Leben nuͤtz⸗ lich ſein können. Wir Stände ſtreiten uns oft den Apoſteln gleich, Wer iſt der Größeſte unter uns? wo wir zuſammenhelfen ſollten. Warum betrach⸗ teſt Du o Landmann den nachdenkenden gebildeten rechtſchaffnen Mann mit Gleichgültigkeit, mit Miß⸗ trauen, warum Du Gebildeter, den fromm glauben— den und anſpruchloſen Landmann mit Vornehmthun, warum begegneſt Du o Schulmann, weil Du Me— thodik und Katechetik gelehrt worden biſt, auch dem nachdenkenden im Stillen ſtrebenden, an Gemüth und Menſchenfreundlichkeit reichen Geiſtlichen mit lächerlicher Kälte, warum begegnet mancher aber auch dem unverdroſſen, treu und begeiſtert für die Erziehung der Jugend eifernden Schulmann mit höh— nender Härte und Gewalt? Uns in einander, ins wirkliche Leben ſchicken, in demſelben jeder in ſeinem Beruf am gemeinſchaftlichen Wohl arbeiten, das iſt vernünftiger als ſich ſchelten, beſcheidner als ſich über Andre vermeſſen, ehrenwerther, als Alles loben, wie's nun iſt, wenn wir nur das liebe Brod finden. — Wodurch aber könnten wir ſo werden? dadurch daß, wie jene Landleute einen Leſeverein, um unter⸗ richteter zu werden, ſo alle Rechtſchaffnen und Ver— nünftigen in allen Ständen, einen Lebensverein bildeten,— aber ohne alle äußerliche Formen und Einrichtungen und Titel— um beſſer zu werden und dadurch beſſer zu machen. Dieſer Lebensverein beſteht in nichts Anderm als darin, daß ſich jeder in die edleren Bedurfniſſe und Verhältniſſe ſeiner Zeit hineinlebt, hineindenkt, ihnen ſein Leben weiht, und durch die Kennzeichen des Geiſtes, in jedem braven Manne, wer er auch ſei, einen mitſtrebenden erkennt und begrüßet. Was iſt dies aber nun An— ders, als was Chriſtus vor 1800 Jahren gelehrt hat, daß wir alle ſein ſollen ein Reich Gottes: und beten wir nicht alle: Dein Reich komme! auch ſind wir alle durch Geſchichte und Erfahrung genug— ſam belehrt, das Reich Gottes ſei,— den äußern Formen nach— niemals von dieſer Welt. L. W. Luck. Nachtrag zu einer Berichtigung. Erſt heute kam mir ein Artikel im vorigen Jahr— ang dieſer Blätter zu Geſicht, worin meiner in ſo fern gedacht wird, als man mich zu einer Wetter⸗ auer Lehrerverſammlung zu ſpät eingeladen hatte, was der Einſender dadurch zu entſchuldigen meint, „daß ich ja dem Volksſchullehrerſtande eigentlich gar nicht angehöre.“ Sonderbar! Wenn eine Geſell— ſchaft Jemanden, der ihrer Anſicht nach, eigentlich nicht zu ihr gehört, zu einer ihrer Verſammlungen einladet, ſo will ſie ihm damit eine beſondere Ehre und Aufmerkſamkeit erweiſen, wird alſo den Frem⸗ den gewiß ſorgfältiger einladen laſſen, als den Col⸗ legen, der als Bekannter eine Nachläſſigkeit überſe⸗ hen könnte, darf daher am allerwenigſten eine wirk— lich vorgekommene Vernachläſſigung ſelbſt damit ent⸗ ſchuldigen wollen,„daß er ja eigentlich doch nicht zur Geſellſchaft gehöre.“ Dann haͤtte man ihn doch lieber gar nicht einladen ſollen. Aus all dieſem folgte denn nun viel eher, daß ich zu früh, als zu ſpät einzuladen war, wenn man mir doch einmal die Ehre erzeigen wollte.— Was nun die Anſicht des Einſenders anlangt, daß ich eigentlich nicht zu ſei— nem Stande gehöre, ſo iſt nicht einzuſehen, wie er den Stand der Volksſchullehrer— der kein Stand, ſondern eine Beamtenklaſſe iſt— abgränzen will. Ich dächte die einfachſte Definition läge im Worte ſelbſt. Wenn nur die Zöglinge der Schullehrer⸗ Seminare als jene Standesgenoſſen betrachtet wer— den ſollen, ſo vergißt der Verfaſſer jener Berichti⸗ gung, daß viele Volksſchullehrer, welche das Semi— nar nicht beſuchten, damit ausgeſchloſſen wären; der vielen Schulſtellen in unſerm Lande, die wie z. B. die meinige nur mit Theologen beſetzt werden kön⸗ nen, gar nicht zu gedenken. Will aber der Verfaſſer vielleicht nach alter guter Weiſe eintheilen, in Lehr-, Wehr- und Nährſtand, ſo wird er doch bei dem erſtern die Geiſtlichen nicht vergeſſen wollen. So bin ich denn auf jede Weiſe, der oder die Einſen⸗ der— es ſollen mehrere geweſen ſein— mögen ſich die Sache denken, wie ſie wollen, ihr College und Amtsgenoſſe. C. F. Lauckhard 2ter Lehrer an der Muſterſchule zu Friedberg. Eine Warnung. Das Unglück, welches vor kurzem die franzöſiſche Königsfamilie traf, veranlaßt mich eine Warnung, die ſchon oft ausgeſprochen wurde, hier zu wieder⸗ holen und den Leſern dieſes Blattes zu veranſchau⸗ lichen; die Warnung nämlich,„daß man beim Herausſpringen aus einem ſchnell dahin fahrenden Fuhrwerk ja nicht meinen ſoll unverſehrt zur Erde zu gelangen.“ Ein jeder bewegte Körper theilt dieſe ſeine Be⸗ wegung allen Theilen an ihm, und natürlich auch allen andern Körpern in und auf ihm mit; alſo theilen auch die in einem Wagen fahrenden Perſonen die Bewegung des Wagens nicht allein, ſondern auch die Geſchwindigkeit dieſer Bewegung. Jeder ruhende Körper ſetzt dem Bewegten ſeine Ruhe entgegen; ſo die ruhende Erde Demjenigen, der mit der Bewegung und Geſchwindigkeit eines dahin brauſenden Wagens, mit dem die Pferde durchgingen, auf den Boden ſpringt; er wird nicht mit dem Gewicht ſeines Kör⸗ pers, ſondern mit dem mitgetheilten Stoß des Wagens anprellen mit einer viel heftigern Gewalt, als der, welcher den gefährlichen Sprung wagen will, ſich in dem Augenblick vorſtellen kann. Daher mache man ſich doch zum feſten Grundſatz, bei durchgehenden Pferden nie das Fuhrwerk zu verlaſſen; die Gefahr umzuſtürzen oder geſchleift zu werden iſt ſelten ſo groß, während der Untergang des Herausſpringenden beinah unvermeidlich iſt.— Wäre der Herzog von Orleans nicht aus ſeinem Wagen geſprungen, ſo ingelnen Cl 1 f. N 562 fl. 50 ll. Friedberg im Ganzen al wovon auf die 22 kt, und al Friedberg —n——— Bekann f (1055) N nermeiſters Laauidations Mittwoch beſtimmt, in Rechtsgrund bei Vermeid hier geltend ſchlage und erklaren mo der Mehrhe Großk M (1106) mermarkt Donnerſtag ſiermit zur Bergen 0 betreffend z (995) U beikaten f förmliche 0 leichnete che Demn bekannte 0 lich do man e Aicht Leegen dag 2 folgte * zu ſpät achtet wer⸗ er N er Berichti— vue Semi, waren; der die wie 3. B * kön, — ſaſſer in Lehr⸗ del dem n. Se 3 die Einſen, mogen ſich Sedege und * Iriedberg „ 309*. wäre ihm das Ungluͤck nicht begegnet; denn der Kutſcher brachte ſich, den Wagen und die Pferde unverſehrt zurück. Friedberg im Juli 1842. L. B. I. Empfangs Beſcheinigung. Für die Brandbeſchaͤdigten zu Steinbach ſind bei Unter⸗ zeichnetem fewier eingegangen: aus der Gemeindekaſſe zu Niedereſchbach 15 fl; aus der Gemeindekaſſe zu Rockenberg 20 fl.; durch Hrn. Bürgermeiſter Dietz zu Rockenberg, von einzelnen Einwohnern daſeloſt 4 fl. 42 kr. Zuſammen 39 fl. 42 kr. Mit den in dieſem Blatt bereits fruher angezeigten 582 fl. 50 kr. im Ganzen 622 fl. 32 kr. Friedberg den 28. Auguſt 1842. Buß. Als dritte Sendung der aus hieſiger Stadt und Gegend kür die Brandbeſchädigten zu Steinbach bei uns eingegange— nen milden Beiträge laſſen wir heute an den zur Empfangs— nahme beauftragten Großherzoglichen Rendanten Bieler zu Gießen abgehen 1084 fl. 44 kr. Die zwei erſten Sendungen betrugen, wie in Nr. 57., 58., 61. und 62. d. Bl. angezeigt 531„ 39„ im Ganzen alſo bis jetzt 716 fl. 28 kr. wovon auf die Sammlung des Rentamtmann Buß 622 fl. 32 kr. und auf die des Apothekers Wahl 93 fl. 51 kr. kommen. Friedberg den 28. Auguſt 1842. Buß. Wahl. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N NN Edictalladung. (1055) Auf erfolgte Concurserkennung des Schrei— nermeiſters Johannes Seiboldt IV. zu Vilbel wird Liquidationstermin auf Mittwoch d. 12. Oktbr. l. J., Vorm. 8 Uhr, beſtimmt, in welchem Alle, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche an die Maſſe haben, ſolche bei Vermeidung des Ausſchluſſes von derſelben, da— hier geltend zu machen, auch ſich auf Vergleichs-Vor⸗ ſchläge und über Beſtellung eines Maſſe-Curators erklären müſſen, widrigenfalls ſie an die Beſchlüſſe der Mehrheit der Liquidanten gebunden ſind. Großkarben den 5. Auguſt 1842. Gr. heſſ. Landgericht Limpert. Marktverlegungs⸗- Anzeige. (1106) Der diesjährige Berger Vieh- und Krä— mermarkt wird wegen den iſraelitiſchen Feiertagen Donnerſtag den 8. September l. J. gehalten, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Bergen den 18. Auguſt 1842. Der Buͤrgermeiſter Buchenhorſt. Edictal ladung, betreffend das Schuldenweſen des Konrad Schorle zu Oberlais. (995) Ueber das uͤberſchuldete Vermögen des Ru⸗ brikaten iſt von großh. Hofgericht zu Gießen der förmliche Concursprozeß erkannt, und das unter⸗ zeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt worden. Demnach werden alle, ſowohl bekannte als un— bekannte Gläubiger des Konrad Schörle hiermit auf⸗ gefordert, ihre Forderungen und ſonſtigen Rechtsan⸗ ſprüche in dem auf Freitag den 9. Sptbr., Morgens 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſogewiß dahier an⸗ zuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Nidda am 6. Juli 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Grummetgras-Verſteigerung bei dem Rent⸗ amte Nidda. (1134) Das Grummetgras von den ftskaliſchen Wieſen kommt an folgenden Terminen zum öffent⸗ lichen Abſtrich. 1) Vom Echzeller Teich, 96 Morgen haltend, Mon⸗ tag den 5. September l. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Teiche ſelbſt. 2) Von den Wieſen zu Lißberg, 80 Mrg. haltend, Dienſtag den 6. k. M., Vormittags 10 Uhr, im Stadtwirthshauſe zu Lißberg. 3) Von den Wieſen zu Bingenheim und Heuchel⸗ heim, groß 47 Morgen, Mittwoch den 7. k. M., Vormittags 9 Uhr, und von den Blofelder Wieſen, groß 31 Morgen, Nachmittags um 3 Uhr auf den Wieſen. 4) Von den Wieſen zu Nidda, 84 Morgen haltend, Donnerſtag den 8. k. M., Vormittags 9 Uhr, und von denen zu Salzhauſen, 14 Mrg. groß, Nachmittags 4 Uhr, auf den Wieſen. Bingenheim den 28. Auguſt 1842. Der Gr. Rentamtmann Soldan. Aepfel-Verſteigerung. (1135) Freitag den 2. September 1842, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſollen die diesjahrigen Aepfel der Ge— meinde Oſſenheim in mehreren Abtheilungen an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 25. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Keller. Faſelochs-Verkauf. (1136) Donnerſtag den 1. September 1842, Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Bauernheim gehörender 5jähriger Faſelochſe öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 25. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Keller. Aepfel ⸗Verſteigerung. (1137) Freitag den 2. September d. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 28. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. Guter ⸗ Verpachtung. (1138) Montag den 5. September, Morgens um halb 9 Uhr, will Unterzeichneter in hieſigem Rath⸗ * 310* hauſe ſeine Güterſtücke in der Gemarkung Friedberg, Fauerbach II., Ockſtadt und Dorheim, welche theils Martini d. J., theils Martini 1843 leihfällig ſind, und in 38 Parzellen beſtehen, auf weitere 6 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachten. Friedberg den 28. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Schaafpferch-Verſteigerung. (1139) Montag den 5. September, Vormittags um 11 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe, nach dem ſich Pachtliebhaber einfinden, 10 auch 15 Stück Schaafpferchen, wovon der erſte mit dem 10. Sept. anfängt, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 28. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. N ν Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1100) Wir machen einem hieſigen und aus⸗ wärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß wir durch einen billigen Einkauf den Fuß Kantel zu 8 kr., gegen gleich baare Zahlung, liefern wollen, wovon Proben bei uns eingeſehen werden können. Friedberg den 18. Auguſt 1842. Valentin Scheuermann. Carl Rauſch. Spenglermeiſter. Verſteigerung. (1124) Donnerſtag den 1. September, Vormittags 8 Uhr, will der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung folgende Gegenſtaͤnde, als 1½% Ohm Brandwein, 1 Kelter mit nußbaumenen Schrauben, 1 Mahltrog mit Mahlſtein, 1 Stückfaß und mehrere kleinere Fäſſer, Tiſche, Bänke, Bettwerk, Weißzeug, mehrere Fuder Roggenſtroh, ca. 10 Mltr. Korn, 3 Schweine und ſonſtige Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung verſteigern laſſen. Vilbel den 24. Auguſt 1842. Philipp König, Nagelſchmied. 6 ovale Lagerfäſſer (1140) im beßten Stand, wevon jedes 8 Ohm hält, mit Thürchen und meſſingenen Schrauben ver⸗ ſehen und in 10 ſtarke eiſerne Reife gebunden iſt, können wegen Mangel an Platz ganz billig gekauft werden. Anzeige. Auf die bei mir erſcheinenden„Kirchliche Anzeigen für Friedberg und Butzbach“ nimmt Buchbinder J. Weickhardt jun. in Butzbach Beſtellungen an, und koſtet dieſes Blatt pro Seme⸗ ſter durch denſelben bezogen 15 kr. Friedberg. C. Binder nagel. Literariſche Anzeige. (1141) Soeben iſt erſchienen und bei Carl Bin⸗ dernagel in Friedberg vorräthig: Anleitung für Landleute zu einer ver⸗ nünftigen Geſundheitspflege worin gelehrt wird, wie man die gewöhnlichen Krankheiten durch wenige und ſichere Mittel hauptſächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten kann. Ein Haus⸗ buch für Landgeiſtliche, Wundärzte und verſtän⸗ dige Hauswirthe zumal in Gegenden, wo keine Aerzte ſind. Von Dr. H. F. Paulitzky. te verm. und verbeſſerte Auflage(Ate neu bearbeitete Original-Ausgabe). 35 Bogen groß Octav. Broſchirt. Preis 1 fl. 48 kr. Während der vollen Hälfte eines Jahrhunderts hat jetzt vorſtehendes Volksbuch, das 1791 zum erſten Mal erſchienen und in 8 ſtarken Auflagen eine weite Verbreitung in Deutſch⸗ land erlangt hat, ſich eines ſo allgemeinen und ungetheilten Beifalls erfreut, wie kein anderes Werk ähnlicher Art von ſich rühmen kann. Dadurch haben denn auch viele Tauſende Troſt und Hülfe in demſelben gefunden, zu Zeiten, wo ſie oder die ihrigen von Leiden und Krankheiten heimgeſucht worden und,. ärztliche Berathung ihnen mangelte, oder nur in unzuverläſſiger Weiſe zu Gebote ſtand. Bei der hier er⸗ ſcheinenden 9gten Auflage hat der Herr Herausgeber das Werk nochmals ſorgfältig durchgeſehen und die Brauchbarkeit deſſelben durch mannichfache Berichtigung, Ergänzungen, auch mehre neue Zuſätze und Erweiterungen, ſowie ſie der heutige Standpunkt der Wiſſenſchaft erforderte, erhöhet: es iſt ſomit kein Zweifel, daß das Buch auch künftig hin ſeinen bisherigen ausgezeichneten Ruf aufrecht erhalten und in immer weiterer Verbreitung nicht geringeren Nutzen, wie bisher, nahe und fern gewähren werde. f Schünemann, W., erſter Koch im Gaſthof zum „weißen Schwan“ in Frankfurt am Main, neu⸗ ſtes Frankfurter Kochbuch, enthaltend zwei und vierzig Abſchnitte der gründlichſten Unterweiſung in dreizehnhundert und ſieben und dreißig Kochvor⸗ ſchriften für herrſchaftliche, Gaſthofs- und Privat⸗ Küchen. Mit einer Einleitung uber Eintheilung der Küche und Speiſekammer, Aufbewahrung der Ingredienzien, über die Annahme von Maaß und Gewicht, über das Anrichten der Speiſen, das Dreſſiren und Spicken des Geflügels und der Bra⸗ ten, das Garniren der Schuͤſſeln und das Anord⸗ nen von Speiſezetteln und einem Anhange: Vor⸗ ſchriften über das Tranchiren. 2 fl. 42 kr. Gollmick, C., Leitfaden für angehende Lehrer und Lehrerinnen im Clavierſpielen, zum Behufe des erſten Unterrichts, wie auch für Gouvernanten und Hauslehrer, welche denſelben zu leiten oder zu recapituliren haben. Nebſt Andeutung einiger Hülfsquellen in der Wahl anzuwendender Muſi— kalien und einem Notenheft, 89 Beiſpiele enthal⸗ tend. 54 kr. Zeller, Dr. C., Landwirthſchaftliche Verhältniß⸗ kunde. 2 fl. 24 kr. Durch denſelben iſt zu beziehen: Oekonomiſch⸗techniſche Flora der Wetterau. Heraus⸗ gegeben von G. Gärtner, Dr. B. Meyer und Dr. Scherbius. 4 Bände. 5 fl. 24 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Ein Fre ſhicte. Me trieb ich das Mittag, nach den auf dieſe als ich gerg mufallig auf erinnere mi ſchwarzer G einem der v. einem Stücke nen gebrauc Eine kleine ſah ſie in e kam indeß d mal; aber g werden, und Augen anſat Lärm vertti einem Schr Loch zurück. am drilten Spalte, u. kam ſie zu Mittagsma war ſſe w fünften Ta zu meinen waten geral mir vor, ale aber nippel herauf, ſtral Papier latz zu ſtuditen; ins, wenz meinem grü und Tiſchge chenngterigſ eſonnte gle