Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 60. Sonnabend, den 30. Juli 1842 Amtlicher Theil. Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Hungen und Friedberg in ſaͤmmtliche Ortspolizeibehoͤrden des Kreiſes Hungen, ſowie an die großh. Büͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg und die Polizei-Commiſſaͤre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Erlangung erſprünglichen Impfſtoffs aus natürlichen Kuhpocken. Nachſtehend theilen wir Ihnen das in obigem Betreffe erfolgte höchſte Ausſchreiben zur Nachricht, Nachachtung und Veröffentlichung in Ihren Gemeinden mit. 3 Hungen und Friedberg am 19. Juli 1842. Follenius. Krach, Kr.⸗Skr. Das Großherzoglich Heſſiche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Grhzl. Provinzial Commiſſariate dahier und zu Gießen und ſaͤmmtliche Grhzl. Kreisraͤthe. Bei dem häufigen Erſcheinen der Blatternkrankheit in allen Theilen des Großherzogthums iſt es ſothwendig, darauf hinzuwirken, daß wieder urſprünglicher Impfſtoff aus natürlichen Kuhpocken ge— vonnen wird. Wir haben deßhalb beſchloſſen, von Neuem eine Prämie von zwei und zwanzig Gulden für diejenigen Viehbeſitzer, welche Kuhpocken, die ſie an einer ihrer Kühe wahrgenommen, in der Art zur Anzeige bringen, taß nachhaltige Impfungen davon erwirkt werden können,— auszuſetzen und dabei zugleich Nachfolgendes zäher zu beſtimmen: 1 Die Anzeigen der Viehbeſitzer von der Wahrnahme der Kuhpocken an einer ihrer Kühe ſind bei tem betreffenden Bezirksarzte zu machen; 2) Die Bezirkstt ierärzte haben auf die ihnen zukommenden Anzeigen unverzüglich eine Unterſuchung der Kühe, an denen die Wahrnahme gemacht worden ſein ſoll, vorzunehmen und, falls ſie dabei eine An— ige gegründet finden, ſchleunigſt den Phyſicatsarzt des Bezirks hiervon in Kenntniß zu ſetzen; 3) Erhält ein Phyſicatsarzt durch den Bezirksthierarzt davon Kenntniß, daß dieſer die Anzeige eines biehbeſitzers von der Wahrnahme der Kuhpocken an einer Kuh bei einer vorgenommenen Uunterſuchung kegruͤndet befunden,— ſo hat er ſobald wie möglich mit der von der Kuh gewonnenen friſchen Lymphe kinder zu impfen und, inſofern die Impfung auch nur an einem einzigen Kinde haftet, den betreffenden Freis- und Landrath von jenem Erfolge zu benachrichtigen, welcher alsdann 20 die Auszahlung der ausgeſetzten Prämie bei uns zu veranlaſſen hat. Indem wir Sie von dieſer unſerer Entſchließung in Kenntniß ſetzen, weiſen wir Sie an, ſich danach r bemeſſen, die Ihnen untergebenen betreffenden Behörden danach zu inſtruiren, zugleich aber auch den znhalt jener Entſchließung, ſowie die nachſtehende Belehrung über die Kennzeichen der ächten Pocken bei fühen, gleichbald durch eine Bekanntmachung in dem, in Ihren reſpectiven Verwaltungsbezirken beſtehenden, Zutelligenzblatte zu veröffentlichen und dieſe Veröffentlichung jedes Jahr ein- oder mehrere Mal zu wiederholen. Darmſtadt am 4. Juli 1842. du Thil. v. Stein. 55 Belehrung uͤber die Kennzeichen der achten Pocken bei Kuͤhen. ö Die ächten Kuhpocken kommen nur ſelten und zu unbeſtimmten Jahren, in dieſen jedoch am gewöhn— lichſten vom Früh jahre bis zum Herbſte vor. Der Ausſchlag zeigt ſich nur an den Eutern, oft nur an % 270. den Strichen oder Zitzen friſchmilchender Kühe, beſonders bei jungem Vieh, welches zum erſtenmale gekalhn hat. Im Allgemeinen bemerkt man oft vor dem Ausbruche der Pocken an den Thieren verminderte Freß⸗ luſt, Traͤgheit und Mattigkeit; dabei nimmt die Milch ab wird dünn und bläulich. Nach einigen Tagen entſtehen in der Haut des Euters erbſengroße, harte, hervorrachende Knötchen, welche ſich in Zeit von drei Tagen in braungelbe Knöpfe verwandeln, deren Glöße allmählich zunimmt, während ihr Umfang roth zu werden anfängt. Drei Tage ſpaͤter perwandelt ſich jeder Knopf, nach der Farbe des Euters, in eine weißliche, gelbliche, bläuliche, bleifarbige oder ſchwärzliche Blatter von runder, eiförmiger Form mit eingeſenktem Mittelpunkte. Dieſe Blattern erreichen am achten Tage nach ihrer Erſcheinung die größte Ausdehnung und werden ſo groß, wie eine Haſelnuß. Der Eindruͤck in der Mitte bleibt und bildet, nebſt den rothen Ringe um die Blatter, das Hauptkennzeichen. Das gewöhnlich mit 7 oder 8 Blattern beſetzte Euter iſt alsdann roſenartig entzündet und ſchmerzhaft. Während dieſer Entwickelung iſt alsdann die Pocke zur Abnahme der Lymphe geeignet, welche letztere in einer klaren, dicklichen, geruchloſen Flüſſig— keit beſteht. Gegen den zwölften Tag ſeit dem Ausbruche bedeckt ſich die Blatter mit einem gelben oder braunen Scharte, welche ſpäterhin abfällt und einen vertieften Fleck für längere Zeit zurückläßt. Nach dieſer Beſchreibung wird der Charakter der ächten Kuhpocken erkannt, und der Unterſchied ähnlicher Er— ſcheinungen an den Eutern der Kühe(Wied-, Waſſer-, Steinpocken, Warzen, Geſchwülſten, entzündete Knoten von Inſectenſtichen, Beulen, Blaſen), welche nicht mit den ächten Kuhpocken verwechſelt werden dürfen, ergibt ſich hiernach von ſelbſt. Dieſelben an dieſelben. Betreffend: Die Entweichung des Heinrich Blößer von Lauterbach und Michael Becker von Leuſel aus Ghꝛgl. Cor⸗ rectionshauſe zu Darmſtadt. Nachſtehendes Schreiben des Gr. Provinzial Commiſſärs zu Darmſtadt bringen wir unter der Auflage zu Ihrer Kenntniß, auf die Entſprungenen und auf die geſtohlenen Sachen ein wachſames Auge zu haben und die geeigneten Schritte zur Habhaftwerdung einzuſchlagen. J. A. Hungen und Friedberg am 19. Juli 1842. Follenius. Krach, Kr.⸗Skr. Der Großherz. Heſſ. Provinzial Commiſſaͤr fuͤr die Provinz Starkenburg an ſaͤmmtliche Großh— Kreis- und Landraͤthe der Provinzen Starkenburg und Oberheſſen. Den nachſtebend ſignaliſirten Rubrikaten, von welchen Heinrich Blößer eine 7 monatliche, Michael Becker aber eine 22½ monatliche Freiheitsſtrafe in Ghzgl. Correctionsbhauſe zu verbüßen hatte, iſt es ge⸗ lungen in voriger Nacht durch gewagtes Herablaſſen an einander geknüpfter Teppiche aus dem oberen Stock des Strafhauſes zu entweichen und die, andern Corrigenden zugehörigen, unten näher bezeichneten Kleidungsſtücke, deren ſie ſich wahrſcheinlich nunmehr theilweiſe zur eignen Bekleidung bedienen dürften, zu entwenden. Ich wünſche, daß Sie dieſe Individuen, wenn ſolche in Ihren Bezirken betreten werden ſollten, feſt⸗ nehmen und mit den bei ihnen etwa vorfindlichen, entwendeten Kleidungsſtücken, wohlverwahrt an mich abliefern laſſen. i Darmſtadt den 6. Juli 1842. v. Starck. vdt. Beck. Signalement des Michael Becker von Leuſel des Heinrich Blößer von Lauterbach Alter: 23 Jahre.— Größe: 6709“ 3“.— Statur: Alter: 20 Jahre.— Größe: 69“ 2.“— Haare: unterſetzt.— Haare: dunkelblond.— Augenbraunen: dunkelblond.— Stirne: hoch.— Augenbraunen: ditto.— Bart: blond.— Stirne: gewöhnlich:— dunkelblond.— Augen: braun.— Naſe: groß und Augen: grau.— Naſe: gewöhnlich.— Mund: groß. ſpitz.— Mund: dick.— Zähne: geſund. Kinn: oval.— Geſichtsfarbe: blaß.— Geſichts— Beſondere Zeichen: zwei Narben auf der rechten form: oval.— Beſondere Zeichen: keine. Wange und eine Narbe am linken Auge. Benennung der fehlenden Kleidungsſtücke: 1 ſchwarze Tuchkappe, 1 paar neue Schuhe, 1 paar wollene Socken, 1 gelbgeblümtes baumwollen Halstuch, 1 geblümtes Camiſol, 1 blauer baum⸗ wollener Kittel, 1 paar neue Schuhe, 1 weiße baumwollene Weſte, 1 neues Hemd, 1 roth und blau ge⸗ blümtes Sacktuch, 1 paar Sommerhoſen, blau geſtreift, 1 neues flächſernes Hemd, 1 neue Sommerkappe, 1 paar neue weiße wollene Strümpfe, 1 königblaue Halsbinde,! rothes Sacktuch, 1 neue geſtreifte Weſte, 1 ſchwarzer Frackrock, 1 paar ſchwarze Buxkinghoſen, 1 neu flächſen Hemd, 1 neuer blauer Tuchoberrock, 1 paar Sommerhoſen, 1 altes zerriſſenes Hemd, 1 ſchwarzbraunes neues Tuchkamiſol, 1 hellblaue Tuch⸗ weſte, 1 brauner Sommeroberrock. Localſection des Großherz. Heſſ. Gewerbvereins im Kreiſe Friedberg. Monatliche Sitzung Montags den 1. Auguſt um 8 Uhr Abends. Vorträge über Brunnenanlagen/ Brunneneinrichtungen und Waſſerpumpen— über Hebelmaſchinen— Mittheilungen a e ol dan. Bekl 945 Dienſtag J Uhr, werden ei dem vorhin chenden beiden fentlichen Verſt ſtzt. Jeder der uh breit und di Friedberg! berſteigerung caliſchen 7 weiſel. (1003) Das 4 Taunten Piſtortei Fhochweiſel, soll gens 9 Uhr, be Wenigſtnehmend Rodheim de Schaaf Joo Mun um 11 Uhr,.. ürſte mit dem Meiſtbietende il Friedberg Hrbeits⸗ 50 (1005) Die Eiucke über de Maurerarbe Zinmerarbe! Schlaſtrarbe eißbinderg lanitatbeit Handardel . Iflaſterarbe dowie die zu 2 Erbauung einer auaben 27 90 mittags 10 10 Aenggfueht n * Empfangs⸗Beſcheinigung. Für die Brandbeſchädigten zu Steinbach ſind ferner ein⸗ Faangen: durch Hrn. Pfarrer Breidenſtein zu Södel, von aſigen Cinwobnern geſammelt, 37 fl. 38 kr.; aus der Ge— geindekaſſe zu Södel 10 fl.; von M. W. 1 fl. 36 kr.; aus di Gemeindekaſſe zu Maibach 8 fl.; durch Hrn. Bürgermei⸗ ſer Philippi zu Maibach 1 fl.; von J. H. 1 fl. Mit den im wrigen Blatte angezeigten 287 fl. 23 kr. alſo zuſammen 8 f. e ere den 28. Juli 1842. J Buß. Für die Abgebrannten in Steinbach iſt ferner eingegangen: en der Gemeinde Bruchenbrücken 14 fl. 12 kr.; von Hrn. Hofg.⸗Adv. Trapp III. 2 fl. 20 kr. C. Wahl. Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Bekanntmachung. 45) Dienſtag den 2. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Rathhauſe zu Vilbel die bi dem vorhinnigen Hauptzollamtsgebäude daſelbſt ſthenden beiden Reviſionsſchoppen nochmals der öffentlichen Verſteigerung auf den Abbruch ausge⸗ ſtzt. Jeder derſelben iſt circa 51 Fuß lang, 45 Juß breit und bis an das Dach 17 Fuß hoch. Friedberg den 5. Juli 1842. Der großh. heſſ. Rentamtmann Bu ß. berſteigerung des Ausgrabens eines fis— caliſchen Teiches in dem Revier Hoch— weiſel. 003) Das Ausgraben des forſtfiscaliſchen ſoge⸗ meinten Piſtorteiches bei Münſter, in dem Revier Hochweiſel, ſoll Montag den 1. Auguſt d. J., Mor⸗ ans 9 Uhr, bei dem Teiche ſelbſt öffentlich an die Uenigſtnehmenden verſteigert werden. Rodheim den 27. Juli 1842. Der großh. Forſtinſpector Rübſamen. Schaafpferch⸗ Verſteigerung. 004) Mittwoch den 3. Auguſt l. J., Vormittags in 11 Uhr, ſollen 10 Schaaſpferchen, wovon der eilte mit dem 11. Auguſt anfängt, öffentlich an Neiſtbietende in hieſigem Rathhaus verſteigert werden. Friedberg den 26. Juli 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. üebeits⸗Verſteigerung zu Obererlenbach. 1005) Die bei Erbauung einer neuen hölzernen Dücke über den Erlenbach vorkommende Maurerarbeit, voranſchlagt zu 120 fl.— kr. Zimmerarbeit 340„ 25„ Schloſſerarbeit. Weißbinderarbeit 63„—„ Planirarbeit 140„„—„ Handarbeit 60„—„ Pflaſterarbeit 16„—„ ſerie die zu 29 fl. voranſchlagte Maurerarbeit bei Erbauung einer kleinen ſteinernen Brücke über den Herzgraben, ſollen Dienſtag den 2. Auguſt l. J., Lermittags 10 Uhr, auf hieſiger Bürgermeiſterei an de Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 271* Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend werden erſucht, dieſes in ihren Bürgermeiſtereien bekannt machen laſſen zu wollen. Obererlenbach den 20. Juli 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Arbeits-⸗ Verſteigerung. (1006) Montags den 1. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Buͤrgermeiſterei⸗ Bureau nachfolgende Bauarbeiten, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 154 fl. 30 kr. 2) Dachdeckerarbeit. 45 3) Steinhauerarbeit 6„— 1 4) Schreinerarbeit 21„„. 5) Glaſerarbeit 43„—„ 6) Schloſſerarbeit 122„—„ 7) Weißbinderarbeit 220„—„ 8) Wagnerarbeit 5„—„ 9) Zimmerarbeit 13% 30 10) Ofen- und Heerdlieferung 90„—„ 110 Zufällige Arbeiten 62„—„ an Wenigſtnehmende öffentlich verſteigert werden. Butzbach den 26. Juli 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Zahn. Bauarbeiten zu Niedereſchbach. (1007) Freitag den 19. Auguſt d. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen zu Niedereſchbach die zur Herſtellung des Pfarrgebäudes daſelbſt nöthigen, nachſtehend nä her verzeichneten, Arbeiten an Ort und Stelle öffent— lich verſteige und dem Wenigſtnehmenden begeben werden. Maurerarbeit, voranſchlagt zu circa 120 fl. Zimmerarbeit 160„ Dachdeckerarbeit 6„ Schreinerarbeit 170„ Schloſſerarbeit 30 7 Glaſerarbeit 45„ Weißbinderarbeit 180„ Pumpenarbeit 30„ Friedberg den 27. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. N Privat⸗Bekanntmachungen. Zum Ausleihen. (896) Beim Lardenbacher Kirchenfond liegen bis zum 1. Oktober d. J. gegen gerichtliche Sicherheit 6126 fl. zum Ausleihen bereit. Näheres iſt beim Kirchenvorſtand in Lardenbach und Decanatsrechner Schaad in Laubach zu erfragen. Laubach den 28. Juni 1842. C. Schaad, Kirchenrechner. Von 6 Pferden (973) will der Unterzeichnete 2 aus freier Hand verkaufen. Dem Kaͤufer ſteht die Wahl frei. Röldgen. Jehner, Bürgermeiſter. Für Jagdliebhaber. (981) Eine damascirte Doppelflinte, 2 Pulverhorn, 2 Schrotbeutel, 1 Aufſetzer zu Zundhütchen, eine % 272* lederne Jagdtaſche mit Netz, 2 gravirte Knickfänger, 2 Rehblatt, 1 Schnepfenreiz,(ſämmtlicher Apparat noch faſt neu, modern, vorzüglich gut und ſchön ein⸗ gerichtet) ſowie ein gut dreſſirter Hühnerhund, kön⸗ nen billig gekauft werden. Bei wem ſagt die Ex⸗ pedition d. Bl. Zu Vermiethen. (989) Ein Laden mit vollſtändiger bequemer Ein⸗ richtung nebſt 2 Wohnzimmern, Küche und einem zweiſtöckigen Hinterbau, Keller und Speicher kann auf 3 auch 6 Jahre vermiethet werden von Friedberg den 21. Juli 1842. Adam Menges auf der breiten Straße. Preis⸗Kegelſchieben. (1008) Nachſtehender iſt geſonnen Sonntag den 31. d. M. ein Preis⸗Kegelſpiel zu veranſtalten, wozu er alle Liebhaber des Kegelſpiels einladet, und zu⸗ gleich bemerkt, daß Tanzmuſik an demſelben Tage bei ihm ſtattfindet. Die zu gewinnenden Gaben, welche von den Luſt⸗ tragenden im Lokale des Unterzeichneten eingeſehen werden können, ſind folgende: 1) 1 Commode mit einem Schreibpult, 2) 1 Hammel, 3) 1 Porzellan⸗Pfeifenkopf, mit Silber beſchlagen, 0 1 Thaler, preußiſch Curant. Burggräfenrod. J. Conrad Traband, Gaſtwirth. Selſerbrunnen bei Okarben. (1009) Sonntag den 31. Juli iſt am hieſigen Mineralbrunnen Harmonie- und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu mit der Verſicherung billigſter Bedie⸗ nung höflichſt einladet Havenecker. Nauheimer Teichhaus. (1010) Sonntag den 31. Juli iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Schwalheimer Mineralbrunnen. (1011) Sonntag den 31. Juli d. J., findet in meinem Wirthſchaftslocal Tanzmuſik mit Reſtaura⸗ tion ſtatt, wozu hiermit höflichſt einladet l Henkel. Ein vollſtändiges Logis (1012) iſt in der Poſt zu Friedberg zu vermiethen und kann in circa 90 1 bezogen werden. 86 fl. (1013) ſind mir von meinem verkauften Haus ver⸗ ſchwunden, ohne daß ich die geringſte Nachricht da⸗ von habe, wo ſie hingekommen ſind. Hat man Gänſe mit gefüttert? oder—— mit bezahlt? Friedberg. Johannes Joſt J. Ein brauchbares fünfoctaviges Clavier (1014) iſt ſehr billig zu verkaufen. Wo ſagt die Expedition dieſes Blattes. Zu gut beſetzter Tanzmuſik (1015) Sonntag den 31. Juli ladet ergebenſt ein Schloßgarten zu Ockſtadt. N. Steyer. Literariſche Anzeigen. (885) Wegen nicht erfüllter Verbindlichkeit des Beſtellers, und um ſich für Druck, Papier und Auslagen, ſowie für äl⸗ tere Forderungen bezahlt zu machen, offerirt die unterzeich⸗ nete Officin Die deutſche Volksharfe. Eine Liederſammlung fuͤr Jung und Alt. Mit beſonderer Rückſicht auf Volkslieder und Volksweſen herausgegeben von einem Lehrer⸗ vereine beider Heſſen. ö 1. Heft 2ſtimmiger Lieder zunächſt den Volksſchulen gewidmet. Preis für 25 Exemplare bei directer Beſtellung Drei Thaler. Caſſel den 20. Juni 1842. 5 Die Hoto p'ſche Druckerei. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen alter: 10 fl. 30 kr.; neuer: 9 fl. 30 kr. Korn: 6 fl. 10 kr. Gerſte: 4 fl. 10 fr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 27. Juni: Waizen: 11 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 2 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 22. Juli: Waizen: 10 fl. 5 r. Korn: 6 fl. 30 kr. Gerſte: 5 fl. 32 kr. Hafer: 4 fl. 7 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 31. Juli bis 7. Auguſt 1842. : iedberg Butzbach pfdo[ Brod Preiſe. 3 Y 0 kr. pf. kr. pf. 1 JLeib⸗Roggenbrod 2 2 2 1 2 17 7 5— 4 3 4 17* 10— 9 3 Loth. Loth. — Milchbrod 114 114 —] Waſſerweck. 114% 15 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 115 14 5¼ Fleiſch⸗Preiſe. 1 1 1(Ochſenfleiſch 1 25— 2 5 6 g; gemäſtetes— „Kühfleiſch ungemäſtetes 5— 7— a;; gemäſtet 3—— . Rindſleiſc ungemäſter 8 79 61— 1 Kalbfleiſch 6 5 6— „ Schweinenfleiſch 10 2 10 „ Hammellleiſch 8— 8 „ Schaaffleiſch N———— „Wurſt von blos Schweinen 121— 83 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 14— 144— „Schwartenmagen 14— 14— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15 „Dörrfleiſch 15— 15 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 290— 1 dito ungusgelaſſen 19— 191— „ Nierenfett 181— 181— „ Hammelsfett 15— 11 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. In Abweſenheit deſſelben Krach, Kreisſecretär. —— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Ein 5 Es ſind nicht eichneter Mensch ſale ganzer Land ereſſe in Anſprn ſächten ſind uns ſt es das unbel ur Oeffentlichke Auſpruchloſglei Einen Beleg hie mnſeter Nachbar Am 8. Juli zu Södel seinen begrüßte den ehr ſeiner Wohnung Kräanzen; verſche Beichen ihrer L Mann war auf Kinder durch ſe Enkel zu einen wozu ſich Nach menfanden. 9 Ihrem Lehrer a ffrählchen Spie Neienſen Frohſt Geſelſcaft gege Schulhaaf emp ſähten there blu 11 i. trennten ethebenſten G9 diet Demel einen anne gewiß e