genzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M351. Mittwoch, den 29. Juni 1642 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen. D Feſt 9 8 Ir es G herzogth 8. Betreffend: Die Feſtſtellung und Erhaltung der inneren Grenzen des Großherzogthums Sie werden beauftragt, die Feldgeſchwornen alsbald anzuweiſen, von dem Momente an, wo die Ver— meſſung einer Gemarkung beginnt, keinerlei Ausſteinung ohne Vorwiſſen der, dieſe Vermeſſung beſorgenden Kataſtergeemeter zu bewerkſtelligen, und nach dem Abſchluß derſelben ihre Functionen bezüglich der Aus— ſteinung der Dreieckspunkte, der Gemarkungs-, Flur- und Gewanngrenzen nur in Beiſeyn des committirten Geometers auszuüben, widrigen Falls ſie die, durch ihr ordnungswidriges Verfahren etwa entſtehenden Koſten perſönlich zu tragen hätten. Hungen am 24. Juni 1842. Follenius. Witterungs- Nachrichten. Während einzelne Striche der Wetterau wenig— ſtens dann und wann etwas Regen bekamen, hatten wir hier zu Friedberg und an andern Orten der Um— gegend in 103 Tagen, einige unbedeutende Spritzer ab— gerechnet, keinen Regen gehabt. Es ſchien auch Vieles nachgerade verdorren zu wollen; die Pfade durch Raſen waren voller Sprünge, die Fuhrwege lauter Staub; an Pflanzenſetzen war nicht zu denken; ein großer Theil der Kartoffeln blieb ungeſteckt, und wo Bohnen gelegt waren, da blieben ſie zum Theil unverändert und trocken in der Erde liegen; die nicht ganz feuchten Wieſen und Grasplätze waren hier und da wie verdor— ret; die Sommerfrüchte kamen nur in einzelnen Hälm— chen hervor, und ſelbſt die Winterfrucht, obgleich ſonſt gut ſtehend, blieb hier und da zurück, und ſchien wenig— ſtens der Waizen verkümmern zu wollen. Daß unter ſolchen Umſtänden manche Kleingläubigen alle Hoff— nung auf eine geſegnete Ernde aufgaben und bereits eine Hungersnoth herannahen ſahen, darf uns nicht wundern. Aber„der alte Gott lebt noch“, trotz der Sorgen dieſer Kleingläubigen. Am 19. Juni, dem 4. Sonntage nach Trinitatis, erhielten wir hier den erſten gedeihlichen Regen, und in den darauffolgenden Ta⸗ gen wurden unſere Fluren förmlich geſättigt, ſo daß Alles jetzt wieder ein freudiges Ausſehen gewinnt, zumal da an vielen Orten die Bäume eine erfreu— liche Ausſicht gewähren. Freilich mit der Heu-Ernde ſieht es großen Theils ſchlimm aus, und die Hoff— nung auf eine reiche Ernde in Sommerfrucht ſteht auch nicht ſehr hoch, da der größte Theil von Hafer und Gerſte jetzt erſt nachkeimt. Indeſſen reift doch das Korn ſchön heran und ſteht im Ganzen gut, der Waizen hat ſich faſt überall geſtreckt; auch die noch übrigen Kartoffeln konnten geſteckt und die Pflanzen geſetzt werden, und was uns an Heu ab— geht, das erſetzt faſt überall der Klee und hoffen wir durch das Grummet noch weiter erſetzt zu bekom⸗ men. Ueberhaupt ſteht und ſtand es bei Weitem bei uns ſo ſchlecht doch nicht, als manche Artikel, welche wir aus der Ferne erhielten, uns mittheilten. Die Reiſenden ſehen manchmal durch das gelbe Glas ihrer Kutſchen, und da erſcheint ihnen denn Alles gelb. 2— Wie die Menſchen auseinander kommen. Es wird den Deutſchen überhaupt nachgeſagt, ſie wären Weltbürger, und fänden ſich überall zu Hauſe. Wahr iſt's, man mag ſich hinwenden wo⸗ hin- man will in fremde Erdtheile und Länder, über— all wird man Deutſche antreffen. War Das ſchon fruher der Fall, als durch manchfache Hinderniſſe das Reiſen noch erſchwert war; wie viel häufiger geſchieht es jetzt, wo es ſo leicht iſt, von Einem Orte zum andern, von Einem Land in das andere, ja von Einem Erdtheile in den andern wohlfeil und ſchnell und ſicher zu reiſen! Nehmen wir nun Ein Städtchen, und wahlen wir dazu unſer Friedberg; wo iſt eine Gegend, in welcher ſich nicht Friedberger befinden? Es wäre in der That eine intereſſante Aufgabe, bei den einzelnen Familien nachzuforſchen, wohin ſich Glieder derſelben all zerſtreut haben. Schon die Briefpoſt würde, wenn man das Recht hätte, einmal ein Jahr lang alle Orte aufzuzeichnen, aus welchen Briefe von Friedbergern in die alte Heimath gelangen, den Beleg liefern, daß ſie in alle Theile der Welt ſich zerſtreut haben. Da ge— langen, um nur Beiſpielshalber Eins und das An— dere anzuführen, heute Briefe aus Paris— von Wem? Von Friedbergern. Morgen kommt eine Nach— richt aus dem ſüdlichen Fraukreich— von einem alten Friedberger. Ein Dritter ſchreibt aus Rom, er habe bei einem Friedberger eine freundliche Auf— nahme und deutſche Koſt gefunden. Ein Vierter gibt Nachricht, er habe ſich in der Gegend von Algier angeſiedelt, und befinde ſich dort wohl. Ein Fünfter meldet ſeinen Verwandten aus St. Peters— burg, ſein Geſchäft gehe vortrefflich von Statten, und er habe voll auf zu arbeiten. Ein Sechſter theilt ſeine Ankunft in den weſtlichen Gegenden Nord— Amerika's mit, und erzählt, wie er in ſeiner Nach— barſchaft einige Friedberger gefunden; dem Einen gehts gut, dem Andern ſchlecht. Denn dort iſt die Welt gerade wie hier;„wie man's treibt, ſo geht's,“ das heißt mit andern Worten, der Fleißige findet überall ſein Unterkommen und ſein Auskommen, aber der Faullenzer ſieht ſich überall nach einem Bettel— ſtabe um.— Mit den Briefen aus Amerika langen andete aus England an und von Wem? Von Fried— bergerr. Wieder Einer meldet aus der Inſel Trini— dad, daß daſelbſt ein friedberger Blechſchmiede flei— ßig hämmere und niede. Kurz von allen Enden der Welt erhalten wir die Beweiſe, daß Friedberger rei— ſen und wandern. Wenn Das Fremde hören, die muͤſ— ſen meinen, unſer Städtlein ſchüttele die Menſchen aus dem Aermel. Das iſts bekanntlich nicht, aber den Friedbergern geht's wie andern Deutſchen, ſie wollen die Welt ſehen, und da ereignet ſich's denn nicht ſelten, daß ſie hier oder dort ein Plätzchen bemerken, wo ſich's gut wohnen läßt, und da bleiben ſie denn nicht ſelten und ſchlagen daſelbſt ein Hüttchen auf, beſonders wenn ſich ein Anderes entſchließt, es mit ihnen zu theilen. Empfangs-Beſcheinigung. Fernere Gaben für Niedereiſenhauſen; Reinertrag einer Vorſtellung, welche eine Schauſpieler-Geſellſchaft unter Direc⸗ 2 231. 5 tion des Hrn. Pfau zu Vilbel gegeben, durch Hrn. Bür meiſter Hinkel 15 fl. 44 kr.; von den. Stan heim durch Hrn. Bernhardt 3 fl. 16 kr. 1 a Ph. Dieffenbach. Für die Brandbeſchädigten zu Riedereiſenhauſen ſind fer⸗ ner eingegangen: aus der Gemeindekaſſe zu Bruchenbrücken 4 fl.; von einem Ungenannten zu Melbach 26 kr.; von C. B. 1 fl. 48 kr. Buß. Indem die Unterzeichneten nachſtehendes Schreiben des Großh. Kreisrathes zu Biedenkopf den Leſern des Intelligenz⸗ blattes mittheilen, erlauben ſie ſich, die Bemerkung beizufü⸗ gen, daß die Einſicht des Originals jedem Betheiligten offen ſteht, und fügen zugleich die Bitte bei, daß Diejenigen, welche noch milde Gaben für die armen Bewohner von Niedereiſen⸗ hauſen zu ſpenden geſonnen ſind, ſolche bei dem mitunterzeich⸗ neten Großh. Rentamtmann Buß abgeben wollen. Friedberg den 27. Juni 1842. Ph. Dieffenbach— Buß. „Auf das hochverehrliche Schreiben vom 20. d. M. beehrt ich mich Sie zu benachrichtigen, daß mir der Unterſtützungs⸗ betrag von 355 fl. 7 kr. für die Abgebrannten Niedereiſen⸗ hauſens zugekommen und dem beſtellten Rechner zur Ver⸗ wendung an die Verunglückten Niedereiſenhauſens nach den Beſtimmungen des gebildeten Comités überwieſen worden iſt. Zugleich ſtatte ich Namens der Abgebrannten fur die wieder— holte anſehnliche Unterſtützung den verbindlichſten Dank ab. Durch die große Theilnahme, welche das betrübte Ereigniß im Großherzogthum, ſowie in Frankfurt a. M., in benach⸗ barten Naſſauiſchen und Kurheſſiſchen Orten gefunden, iſt die Lage der Betroffenen nunmehr ſoweit gemildert, daß, wenn auch der Schad nicht ganz erſetzt, doch eine weitere Anre⸗ gung des Mildiyatigkeitsſinns nicht mehr nöthig ſeyn dürfte. Fur Ihre thätige Theilnahme an den armen brandbeſchädig⸗ ten Einwohnern Niedereiſenhauſens ſtatte ich Ibnen zugleich den herzlichſten Dank ab, mit dem ſehnlichſten Wunſche, daß niemals ein gleiches Creigniß den Mildthätigkeitsſinn edler Menſchenfreunde in Anſpruch nehmen möge. „Mit beſonderer Hochachtung ꝛc. C. Ap p.⸗ Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Verſteigerung von Bauarbeiten. (842) Samſtag den 2. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr,“ ſollen zu Fauerbach II. bei Herrn Gaſtwirth Neiſel die zur Erbauung der Oekonomiegebäude, ſowie der Einfriedigungsmauer an dem Schulhaus⸗ bau daſelbſt erforderlichen Arbeiten öffentlich verſteigt und an die Wenigſtnehmenden vergeben werden: Maurerarbeit, voranſchlagt zu 237 fl. 41 kr. 286„ 3 Steinhauerarbeit, 35„, Zimmerarbeit 440„ 15„ Dachdeckerarbeit 168„ 21, Schreinerarbeit 93„ 12 Schloſſerarbeit 62„ 54% Glaſerarbeit 3„— Weißbinderarbeit 91„ 39, Pflaſtererarbeit 32„ 30 71 Ferner die Lieferung von circa 7000 Stück Back⸗ ſteinen, 103 Bütten Kalk, 3¼ Cub.⸗Klftr. Kies. Friedberg den 15. Juni 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter 5 Rhumbler. Gebote bei Pachtbedin tocoll zu g Eröffnung Aſſenh J. (871) E treibenden den 6. un! Krämermar Feiertage u 30. und 3 abgehalten Düdele Verſtei, (872) Uhr, ſoller Fluthgrabt lichen Arb 19 N 6 3) 8 4 S 5 N 6) Lie „ in den Wit an die Wen „Plan ur dbeichneten dr geſehen wert Oſthein . 232* Schäfereiverpachtung zu Obereſchbach. (752) Mittwoch den 6. Juli d. J, Vormittags 9 Uhr, wird in dem Gemeindehaus zu Obereſchbach die mit ungefähr 380 Stück Schaafvieh betrieben werden könnende fiscaliſche Schäferei in der Gemarkung Obereſchbach auf anderweite 3 Jahre, von Michaeli⸗ tag laufenden Jahrs anfangend, öffentlich meiſtbie⸗ tend verpachtet. Friedberg den 4. Juni 1842. Gr. Heſſ. Rentamt daſelbſt. Buß. Verpachtung. (845) Die Hochgräflich Solms-Rödelheim'ſche Zie— gel⸗ und Kalkbrennerei zu Oſſenheim ſoll, vom 22. Februar 1843 an, anderweit verpachtet werden. Pachtliebhaber werden hiermit eingeladen, ihre Gebote bei dem Unterzeichneten, nach Einſicht der Pachtbedingungen, innerhalb ſechs Wochen zu Pro— tocoll zu geben, worauf wegen Annahme derſelben Eröffnung erfolgen wird. Aſſenheim den 16. Juni 1842. In Auftrag Gräflich Solms-Rödelheim'ſcher Rentkammer dahier Trümpert, Rentk.⸗Secretär. Marktanzeige. (871) Es wird hiermit zur Kenntuiß des Handel treibenden Publikums gebracht, daß der hieſige auf den 6. und 7. September dieſes Jahrs feſtgeſetzte Krämermarkt, der auf dieſen Tag fallenden jüdiſchen Feiertage wegen, auf Dienſtag und Mittwoch den 30. und 31. Auguſt verlegt, und an dieſem Tage abgehalten werden ſoll. Düdelsheim am 20. Juni 1842. Der großh. heſſ. Polizeicommiſſair Freyherr von Ende. Verſteigerung von Brückenbauarbeiten. (872) Samſtag den 2. Juli, des Vormittags 9 Uhr, ſollen die zur Erbauung einer Brücke uͤber den Fluthgraben in der Kirchgaſſe zu Oſtheim erforder— lichen Arbeiten und Lieferungen, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 43 fl. 2) Steinhauerarbeit 235 3) Zimmerarbeit 8 4) Schloſſerarbeit 4„ 5) Weißbinderaxbeit 3 25 6) Lieferung von 2000 Backſteinen 34„ 2„„ Kalk 25„ in dem Wirthshauſe des J. C. Schneider zu Oſcheim an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Plan und Ueberſchlag können bei dem Unter— zeichneten drei Tage lang vor der Verſteigerung ein— geſehen werden. Oſtheim am 24. Juni 1842. Clotz, Wegbauaufſeher. Arbeits ⸗Verſteigerung. (873) Donnerſtag den 7. Juli d. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Gemeindehauſe nach— benannte Bauarbeiten an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. A. Bei Wohnbarmachung eines Gemeindeſchoppens. Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 135 fl. Maurerarbeit 108„ Schreinerarbeit 58„ Schloſſerarbeit 31„ Glaſerarbeit 10„ Weißbinderarbeit 12% Handarbeit 3. Lieferung von Sandſteinplatten, Backſteinen, Lehmſteinen, Kalk, Mauerſteinen und Mauerſand. B. Bei Herſtellung der Weede im Ort. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 130 fl.— kr. Pflaſtererarbeit 9 30, Steinhauerarbeit 249„ 30„ Lieferung von Mauerſteinen, Rollpflaſterſteinen, Schichtenpflaſterſteinen, Mauerſand, Pflaſterkies und Waſſerkalk. Die gr. Bürgermeiſter der Umgegend werden er— ſucht, dieſes noch beſonders und mit dem Bemerken zu veröffentlichen, daß nur wirkliche Meiſter zum Mitbieten auf die betreffenden Arbeiten zugelaſſen werden und die Ueberſchläge und Bedingungen bei den Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Großkarben am 25. Juni 1842. Der Gemeindebaumeiſter Der gr. Buͤrgermeiſter Ruths. Zöll. Oeffentliche Aufforderung. (874) Forderungen an den Nachlaß des Heinrich Joſt II. zu Niedereſchbach ſind um ſo gewiſſer bin— nen 4 Wochen anzuzeigen, als ſie ſonſt bei Verthei⸗ lung der Maſſe nicht berückſichtigt werden. Großkarben den 16. Juni 1842. Gr. heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Bekanntmachung der Verſteigerung von aus Moos ꝛc. beſtehender Waldſtreu, in den Domanialwaldungen des Re— viers Oberrosbach Forſtes Friedberg. (875) Donnerſtag den 30. d. M., Nachmittags 3 Uhr im Weſterfeldſchenwald, ungefähr 22 einſpännige Wagen voll; Freitag den 1. Juli Morgens 7 Uhr im Burgwald ungefähr 45 und 75 19%, Frauenwald„ 30 einſp. Wagen voll. Oberrosbach den 24. Juni 1842. Der gr. heſſ. Revierförſter Bingmann. Entlaufenes Schwein. (876) Seit ohngefähr 8 Tagen hat ſich von hier ein Schwein, mittlerer Größe, entfernt, und iſt man bis heute noch nicht dem Flüchtling auf die Spur gekommen. Die gr. Buͤrgermeiſter der Umgegend werden höflichſt erſucht, dieſes in ihren Bürgermeiſtereien zur offentlichen Kenntniß bringen zu laſſen, und im Falle es ſich herausſtellen ſollte, daß dieſes Schwein ſich irgendwo aufhielte, mir davon gefällige Nach⸗ richt ertheilen zu wollen. Oſtheim den 22. Juni 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Reſtauration der Stadtkirche zu Friedberg. (877) Freitag den 1. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen bei Herrn Gaſtwirth Hyronimuß dahier die an der Stadtkirche zu Friedberg nöthigen Repa⸗ raturarbeiten an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: die Maurerarbeit 560 fl.— kr. „ Steinhauerarbeit 1950%—„ „ Zimmerarbeit 684„ 53„ 3863„ 58„ 1032„ 12„ „ Schreinerarbeit „Schloſſerarbeit „ Glaſerarbeit 923„ 36 „ Weißbinderarbeit 1629„ 10„ „ Pflaſterarbeit 357 Voranſchläge und Bedingungen können auf dem Büreau des Unterzeichneten eingeſehen werden. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Oeffentliche Aufforderung. (878) Forderungen an den überſchuldeten, von den Erben ausgeſchlagenen Nachlaß der Marcus Grünewalds Eheleute zu Heldenbergen ſind Mittwoch den 20. Juli J. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermei— dung ſpäterer Nichtbeachtung, dahier auzuzeigen. Großkarben den 17. Juni 1842. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Arbeits-Verſteigerung. (879) Mittwoch den 6. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die bei Chauſſi— rung der Straße von hier nach Höchſt zu vorkom— menden Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen— den verſteigert werden, als: 1) die Chauſſirarbeit ſelbſt, reſp. die Handarbeit beim Fertigen der Fahrbahn in einigen Ab— theilungen; ) Arbeiten und Lieferungen bei der Erbauung der nöthigen Durchläſſe: Maurerarbeit, voranſchlagt zu Deckplattenlieferung 256„—„ Waſſerkalk 28 Herbeifuhr von 5 Kbklftr. Steinen und 0,5 Kb. klftr. Sand. Ueberſchläge und Steigbedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Veröffentlichung hiermit erſucht. Altenſtadt den 24. Juni 1842. Der großh, heſſ. Burgermeiſter Brack. 68 fl. 40 kr. c πιιε „ * 233 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bin de rnagel in Iriedberg. Privat-Bekanntmachungen. Branntwein ⸗ Verkauf. (880) Nachdem ich die Erlaubniß erhalten habe, vom 1. Juli d. J. an Branntwein im Kleinen zu verkaufen, bringe ich zur Kenntniß der Nachbarſchaft, daß bei mir jederzeit ordinärer Branntwein à 18 kr. und Doppelkümmel à 32 kr. pro Maas zu haben iſt. Dorheim im Juni 1842. Dr. Jaup. Ein junger Burſche (881) kann entweder bei einem hieſigen Bäcker, meiſter die Bäckerei erlernen, oder kann ein Bäcker⸗ geſelle bei demſelben ſogleich Arbeit erhalten. Bei wem ſagt die Expedition dieſes Blattes. 3600 fl. (882) ſind aus der hieſigen Kirchenkaſſe vom 4. Aug. d. J. an im Ganzen oder getrennt auszuleihen. Stammheim am 10. Juni 1842. Bernhardt, Kirchenrechner. Blumenkohl- Pflanzen, (883) ſowie auch weißer Rübſaamen ſind zu ver⸗ kaufen bei Georg Groß. Ein tüchtiger Schmiedegeſelle (884) kann ſogleich bei dem Unterzeichneten in Arbeit treten. Ockſtadt. Ludwig Georg. / (885) Wegen nicht erfüllter Verbindlichkeit des Beſtellers, und um ſich für Druck, Papier und Auslagen, ſowie für äl— tere Forderungen bezahlt zu machen, offerirt die unterzeich⸗ nete Officin Die deutſche Volksharfe. Eine Liederſammlung für Jung und Alt. Mit beſonderer Rückſicht auf Volkslieder und Volksweſen herausgegeben von einem Lehrer⸗ vereine beider Heſſen. 1. Heft 2ſtimmiger Lieder zunächſt den Volksſchulen gewidmet. Preis für 25 Exemplare bei directer Beſtellung Drei Thaler. Caſſel den 20. Juni 1842. Die Hot o p'ſche Druckerei. Neue schöne für Pianoforte solo und zu correcte Ausgabe (886) Sonaten 8 N 8 2 4 Händen. in sechs Preis: e ll. 2. 6 kr. eee oder 4 Anzeigen gratis bei Thlr. 1. 6 Sgr. Carl Bindernagel in pro Lieferung. 2 Friedberg. Beſir ahige Ben fähig 11 an ſümm Der des gr. B. ihn im Be Hur tert, zum! bach, zu 9 N Der At trittöpreis lungen nit — Für die weiler ein: demſelben mi Folgende Dewoßner e meinde Nide meric 50 ff,