Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M77. Mittwoch, den 2. September. 1842 2 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſämmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solms. Buͤrgermeiſter und Orts-Polizeibehoͤrden des Kreiſes Hungen. Betreffend: Die Unterſtützung der Armen und das Abſtellen des Bettelns. Da in neuerer Zeit mehrfache Klagen wegen üderhandnehmenden Bettelns laut geworden ſind, ſo empfehle ich Ihnen deßfallſige geſchaͤrftere Aufſicht, und mache Sie zugleich auf die Vorſchriften des Art. 247 ꝛc. des Strafgeſetzbuches und des Art. 23 des Geſetzes vom 17. September 1841, die Einführung des Strafgeſetzbuches im Großherzogthum betr., beſonders aufmerkſam. Die Ortspolizeidiener werden Sie zur ſtrengen Ueberwachung anweiſen, uͤbrigens aber dafür ſorgen, daß die Beſtimmungen im Ausſchreiben des vormaligen Gr. Landraths dahier vom 19. Dez. 1830, welches Ihnen im Amtsblatt vom 27. Dezember 1830 mitgetbeilt worden iſt, genau befolgt werden. Hungen am 19. September 1842. Follenius. Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Hungen und Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Bürgermeiſter des Kreiſes Friedberg. Betreffend: Den Arbeitsverdienſt der Züchtlinge zu Marienſchloß, insbeſondere die Erwerbung eines eigenen Beſitzthums derſelben durch ihre Arbeiten,— jetzt die Frage ob der Arbeitsverdienſt der Züchtlinge der aus den Landes- und Provinzial ſtrafanſtalten Entlaſſenen zur Dispoſition zu ſtellen ſey. Das nachſtehende höchſte Ausſchreiben bringen wir zur Nachachtung zu ihrer Kenntniß. Hungen und Friedberg den 15. September 1842. Follenius. Küchler. Oas Großherzoglich Heſſiche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an Großherz. Provinzial— Commiſſariate dahier und zu Gießen und ſaͤmmtliche Grhzl. Kreisraͤthe. Es erſcheint zweckmäßig, daß die Arbeits-Verdienſt-Erſparniſſe ſolcher Züchtlinge, welche bei ihrer Entlaſſung aus der Zuchthausanſtalt die Hülfe des Vereins zur Unterſtützung und Beaufſichtigung der aus den Landes⸗ und Provinzial-Strafanſtalten Entlaſſenen in Anſpruch zu nehmen erklären und ſich auf dieſe Weiſe der Beaufſichtigung des beſagten Vereins unterwerfen, inskünftige den betreffenden Vereins— Bezirks⸗Commiſſionen anſtatt, nach Maßgabe unſeres Ausſchreibens vom 22. Auguſt 1838, den Buͤrger— meiſtern der Wohnorte der Züchtlinge zur Aushändigung oder nutzbaren Verwendung für die betreffende Zuͤchtlinge zugeſtellt werden. Wir haben deßhalb den Gr. Provinzial-Commiſſär zu Gießen heute beauf— tragt in dieſem Sinne das Nöthige anzuordnen. Wir beauftragen Sie, die Bezirksvereins-Commiſſionen hiervon in Kenntniß zu ſetzen, und die Bürgermeiſter Ihres Bezirks hiernach zu beſcheiden, bemerken übrigens zugleich ausdrücklich, daß es hin— ſichtlich der Arbeitsverdienſt⸗Erſparniſſe von Züchtlingen, die bei ihrer Entlaſſung aus der Zuchthausanſtalt rie Hülfe des mehrbeſagten Vereins nicht in Anſpruch zu nehmen erklären, bei der ſeitherigen Einrichtung verbleibt, und daß, falls ein entlaſſener Züchtling, der bei ſeiner Entlaſſung die Hülfe des Vereins in * 340* Anſpruch zu nehmen erklärt hatte und deſſen Arbeits⸗Verdienſt⸗Erſparniſſe in Folge davon der Vereins⸗ Bezirks⸗Commiſſion zugeſtellt worden ſind, ſpäterhin auf die Hülfe des Vereins verzichtet, alsdann der— jenige Theil ſeiner Arbeits-Verdienſt-Erſparniſſe zur Zeit jenes Verzichts noch nicht an ihn ausgehändigt oder für ihn verwendet wurde, von der Vereins-Bezirks-Commiſſion, an den Buͤrgermeiſter des Wohnortes des Züchtlings zur weiteren Aushändigung oder Verwendung abzuliefern iſt. Die Centralbehörde des Vereins iſt von dem Inhalte dieſes Reſeripts in Kenntniß geſetzt worden. Darmſtadt den 12. Auguſt 1842. In Verhinderung des Staatsminiſters v. Lehmann. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großherz. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Localpolizeibeamten dieſes Kreiſes. Betreffend: Verlegung des Echzeller Herbſtmarktes. 1251) Nach einer Benachrichtigung Gr. Kreisraths zu Nidda iſt der auf den 14. Oktober d. J. allende Herbſtmarkt zu Echzell auf Montag den 17. deſſelben Monats verlegt worden. Sie haben dieſe Anordnung in Ihren Gemeinden bekannt zu machen. Hungen den 21. September 1842. J. V. G. K. Dittmar. Belohnte Gaſtfreundſchaft. Als am 17. Juli d. J. die 1100 Sänger auf ihren Wagen in Friedberg eingezogen und wohl zehnmal ſo viel Menſchen die Häuſer und Straßen füllten und mit heiterem Geiſte den impoſanten Zug bewunderten, da blickten ſich Manche beſorgt um, wo ſie wohl ein Obdach finden würden. So auch die aus 25 Sängern beſtehende Geſellſchaft„Poly— bymnia“ von Offenbach, welche auf einem wie ein Oampfſchiff dekorirten Wagen angekommen waren. „Wo nun hinaus?“ ſagte einer der Sänger, als ſie abgeſtiegen waren. Dieß hörte ein Bürger; der trat zu ihnen und lud ſie mit Herzlichkeit ein, mit ihm zu gehen, wenn ſie mit ſeinem beſchränkten Hauſe vorlieb nehmen wollten. Das freundliche Anerbieten wurde mit Freude angenommen.„Dort iſt mein Haus,“ ſagte der Bürger,„ich will voraus eilen und ſie meiner Frau anmelden.“ Die unerwartete Mittheilung:„Lieb Mütterchen, Du bekommſt 25 Mann Einquartierung,“ erſchreckte faſt die gute Frau im erſten Augenblick(welche Hausfrau würde bei einer ſolchen Nachricht nicht ein wenig ängſtlich werden?); doch die Gäſte waren ſchon vor der Thüre, darum faßt ſie ſich ſchnell, eilt hinaus und reicht denſelben mit einem freundlichen„Willkommen“ die Hand. Was Küche und Keller vermochte, wurde nun zur Erquickung der Gaͤſte herbeigeſchafft, denen es ſo gut bei ihrem freundlichen Wirthe gefiel, daß ſie bis zum folgenden Abend verweilten und dann herzlich dankend, da jede Art von Vergütung, faſt deleidigt über das Anerbieten, zurückgewieſen wurde, ſchieden. Erſt nachdem die Gäſte des Schuhmachermeiſters Jacob Heß,— denn das iſt der Name unſeres wacke⸗ ren Mitbürgers, der auf ſo biedere Weiſe ächt deutſche Gaſtfreundſchaft übte,— abgereiſ't waren, tauchte der Wunſch in ihm auf, die Namen derſelben zu beſitzen, um ſie zur Erinnerung aufzubewahren. Dieſer beſcheidene Wunſch blieb nicht unerfüllt; denn es langte nach einiger Zeit von den dankbaren Gä⸗ ſlen ein gar freundliches Schreiben mit einem Etui an, aus dem ihm, als er es öffnete, ein ſilberner Becher entgegen blitzte, auf dem die Worte eingra⸗ virt ſtehen: „Der Sängerverein Polyhymnia zu Offenbach ſeinem Freunde Jacob Heß“ L. Schmidt. F. Weiß. F. Stock. G. Schmidt. D. Märten. J. Steinbacher. J. Jo ſt⸗ 5 C. Dietrich. F. Scheller. J. Wunderlich. J. Nagel. I. Weidmann. H. Methſieder. C. Rudorf. F. Knipp. F. Leonhart. C. Lack. C. Deißler. F. Kößler. F. Dietz. P. Wagner. S. Hartwig. A. Henning. G. Reifſchneider. S. Spieler. Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Edictalla dung. (1144) Im Niedermörler Hypothekenbuch ſteht auf dem Namen des Johannes Brillinger und Ehe⸗ frau Katharina, geb. Göbel, eine Schuld- und Pfand⸗ verſchreibung über ein bei dem Kirchenfond zu Op⸗ pershofen am 10. April, 1802 entliehenes Capital von 50 fl. offen, wiewohl die Erben des Schuld— ners behaupten, daß das Pfandrecht durch Zahlung erloſchen, die Schuldurkunde aber verloren gegangen ſeie. Auf Antrag der Erben werden daher alle, welche auf die vorgenannte Schuldurkunde noch An⸗ ſprüche zu haben vermeinen, hierdurch öffentlich auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier zur Anzeige zu bringen, als ſonſt jene Schuldurkunde ſofort für erloſchen erklärt und der betreffende Ein⸗ trag im Hypothekenbuch geſtrichen werden wird. Friedberg den 26. Auguſt 1842. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Edictalladung. 11192) Das Vermögen des abweſenden Andreas Ewald, ledig von Ockſtadt, wird ſeit dem Jahr 1797 curatoriſch verwaltet, und beträgt nach letzter Vormundſchaftsrechnung 786 fl. 6 kr. wald, e diejenigen, Friedberg Bek (1216) Ducch bandelsmauns A geworden, deſſen lich zu verſteiger Montag den und die folgende daß zu dieſem tendes Lager v. Druckzeug, Leine. Baumwollenzeuge Gegenſtande in verſteigert werde dieſer Waaren zum Adler dahie werden die übri Stühlen, Schra Kleider, Gold, ausgeboten. Gießen der Verſteigerun 0 Uhr, ſollen Vögler die zur nit Oefonomieg lich an die N werden. Nach die Mau „ Mate „ Stein „ Zimm U Dacht 1 Gchre „ Schl. 57 Glas 1 Wei 1 Pflaf Es werden — hörden Da der Abweſende nach der beigebrachten Be— ſcheinigung das 70. Lebensjahr zurückgelegt hat, ſo haben die Kinder ſeines verſtorbenen Bruders Hein— rich Ewald und ſeiner gleichfalls verſtorbenen Schwe— ſter, Maria Eliſabetha, Ehefrau des Gerhard Maſ— ſinger von Kirdorf, als angeblich nächſte Verwandte, um Ueberlaſſung des Vermögens des Abweſenden gebeten. Hierauf hin ergeht an obgedachten Andreas Ewald, oder deſſen etwaige Leibeserben, ſowie an alle diejenigen, welche nähere Anſprüche als die aufgetretenen Erben begründen zu können vermeinen, andurch öffentliche Aufforderung, binnen 90 Tagen bei unterzeichneter Gerichtsſtelle ſich zu melden, widri— genfalls Andreas Ewald, ohne weitere deefallſige Bekanntmachung für verſchollen erklärt und ſein Vermögen den ſich legitimirenden nächſten Inteſtat— erben überantwortet werden ſoll. Friedberg den 2. September 1842. Gr. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (1216) Durch den Tod des hieſigen israelitiſchen Handelsmanns Auguſt Heuchelheim iſt es erforderlich geworden, deſſen geſammten Mobiliar-Nachlaß öffent— lich zu verſteigern, und wird hierzu Termin auf Montag den 3. Oktober d. J., Vorm. 10 Uhr, und die folgenden Tage mit dem Anfügen anberaumt, daß zu dieſem Nachlaß unter andern ein bedeu— tendes Lager von Ellenwaaren, namentlich Kattun, Druckzeug, Leinen, Bildzeug, Bettzeug, Seidenzeuge, Baumwollenzeuge aller Art u. ſ. w. gehört, welche Gegenſtände in größeren und kleineren Quantitäten verſteigert werden ſollen. Mit der Verſteigerung dieſer Waaren wird, und zwar in dem Gaſthaus zum Adler dahier der Anfang gemacht, und ſpäter werden die übrigen Mobilien, beſtehend in Sophas, Stühlen, Schraͤnken, Spiegeln, Betten, Weißzeug, Kleider, Gold, Silber, Meſſing und dergleichen ausgeboten. Gießen den 2. September 1842. Grhzl. Stadtgericht daſelbſt Müller. Brumhard. Verſteigerung von Bauarbeiten in Berſtadt. 1240) Donnerſtag den 6. October, Vormittags 0 Uhr, ſollen in Berſtadt im Wirthshauſe bei J. Vögler die zur Erbauung eines neuen Schulhauſes mit Oekonomiegebäuden nöthigen Bauarbeiten öffent— lich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: die Maurerarbeit 978 fl. 30 kr. „ Materialien dazu 797„—„ „ Steinhauerarbeit 282„ 35„ „ Zimmerarbeit 215% 48, „ Dachdeckerarbeit 497„ 05„ „ Schreinerarbeit 845%„ „ Schloſſerarbeit 637„ 01„, „ Glaſerarbeit 318% 8 „ Weißbinderarbeit 788„ 56„ „ Pflaſtrerarbeit 149% 38 Es werden nur ſolche Handwerker zum Gebote * 341 K* zugelaſſen, welche ſich durch Atteſtate ihrer reſp. Bür⸗ germeiſter ausweiſen können, daß ſie eine Caution von der halben Voranſchlagsſumme zu ſtellen im Stande ſind. Pläne, Voronſchläge und Steigbedingungen lie— gen hier zur Einſicht offen. Nidda den 19. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Gladbach. Bauwerk⸗ und Nutzholzverſteigerung. (1252) Montag den 3. Oktober, Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Gemeindeholz von der großen Linde bei Fauerbach I. auf Ort und Stelle öffent⸗ lich verſteigert werden: 1) 8 Bauwerk- und Nutzſtämme 461 Cbfß. 29 9% Stecken Prüuͤgelholz 3) 200 Wellen. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches gefälligſt in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach J. den 24. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. Bekanntmachung. (1253) Freitag den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeichneten die Lieferung von 10 Malter Eicheln in Accord ge— geben werden, was hierdurch zur öffentlichen Kennt— niß bringt Petterweil den 24. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter G. Holtzmann. Steinhauerarbeit. (1254) Freitag den 7. Oktober, Vormittags um 10 Uhr, ſoll bei Gaſthalter Koch zu Lindheim die Lieferung und Bearbeitung der erforderlichen Hau— ſteinen zur Erbauung einer Brücke uͤber den Kohl— bach bei Langenbergheim, auf der Provinzialſtraße von Lindheim nach Marköbel hin, an den Wenigſt— nehmenden nochmals öffentlich verſteigert werden. Plan und Voranſchlag liegt auf dem Buͤreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 22. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Stockhauſen. Fruchtverſteigerung. (1255) Dienſtag den 4. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, werden bei Gaſtwirth Thaler dahier nach— ſtehende Früchte aus 184 1r Erndte von dem Frei— herrlich von Frankenſtein'ſchen Speicher dahier ver— ſteigert: 1) 50 Malter Waizen 29 100„ ss 3) 60„ Gerſte und 4) 100„ Hafer Ockſtadt den 26. September 1842. Broͤmſer. S.. Privat⸗ Bekanntmachungen. Dankſagungs-Schreiben. (1198) Wehlgeborner Herr Dr. J. E. Gaude⸗ lius in Frankfurt a. M. Die Schickſale der Menſchen ſammlen ſich oft uber den Häuptern der Sterblichen und nur zu bald empfindet das arme Menſchenkind ihre Folgen. Ich machte die Erfahrung. Unter den vielen Unglücks⸗ fällen, die mich als Hausvater trafen, zerriß doch keiner mein vaterliches Herz mehr, als der, der meinen jüngſten Sohn heimſuchte. Geſund an Leib und Seele war derſelbe bis in ſein fünftes Lebens— jahr, als ihn die Fallſucht in ihre Stricke nahm. Ihnen nur Hochwohlgeborner Herr Dr. Gaudelius wie ſehr bin ich Ihr Schuldner— danke ich die ſuͤßen Vaterfreuden, die ich auch an dieſem meinem Sohne noch erlebe. Er iſt wieder vollkommen von der furchtbarſten Krankheit der Fallſucht(Epi- lepsie) hergeſtellt und nur durch Ihre vortreffliche An wendung. Ich erhielt dieſelbe nämlich durch den Hochehrwürdigen Herrn Profeſſor Schmid zu Gie— ßen, damals unſer geliebter und geſchätzter Seelſorger. Ich erlaube mir Sie gehorſamſt zu bitten gegen wärtiges Schreiben zum Wohl der leidenden Menſch⸗ heit durch die geleſenſten Blätter Deutſchlands be— kannt machen zu laſſen. Gierod Amts Wallmerod im Herz. Naſſau den 2. Nov. 1842. Ihr dankbarer Weidenfeller, Lehrer. Ein Logis (1227) im dritten Stock hat mit oder ohne Möbel zu vermiethen Schloſſer Weckerling. n Empfehlung. (1234) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich in den Stand geſetzt bin, meine Steinkohlen um den Preis das Großh. Malter 2 fl. und das Korbmaas 2 fl. 8 kr. abzuſetzen, und verſpreche reelle Bedienung. Vilbel. Konrad Winter im Gaſthaus zum Rappen bei Geſchwiſter May. Ein Logis, (1250) für einen Feuerarbeiter geeignet, iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei A. Oberländer, Schmiedmeiſter. Steinkohlen. (1256) Ich mache hiermit bekannt, daß ich von heute an meine Steinkohlen zu dem Preiſe von I fl. Bs kr. das Großherzgl. Heſſ. Malter und das Korb— maas zu 2 fl. 6 kr. abſetze. Von der Aechtheit der Waare und pünktlichen Bedienung ſind meine Kunden, wie ich mir ſchmeicheln kann, vollkommen überzeugt. Vilbel den 24. September 1842. Philipp König, Nagelſchmied und Steinkohlenhändler. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1257) Donnerſtag den 6. Oktober, Vormittags ½ 342K 10 Uhr, ſoll in meiner Behauſung Folgendes ver⸗ ſteigert werden: 1) ein ſtarkes ſchwarzes Ackerpferd, drei traͤchtige Kühe und ein Zuchtſchwein; 2) ein einſpänniger neuer Wagen mit eiſernen Achſen und ſonſtige gebräuchliche ökonomiſche Geräthſchaften. Södel den 21. September 1842. Zinßer. a Aepfel ⸗ Ankauf. (1258) Unterzeichneter hat den Auftrag noch 800 bis 1000 Malter Aepfel zu kaufen. Butzbach den 22. September 1842. Ernſt Bauer, beeidigter Makler. Bekanntmachung. (1259) Freitag den 30. d. M., Vormittags um 9 Uhr, will der Unterzeichnete, gegen gleich baare Zahlung, folgende Gegenſtände in dem hieſigen Pfarrhofe öffentlich verſteigern laſſen: 1 Pferd, 2 Kühe, 1 Rind, 1 einſpänniges Oeconomiewägelchen, 1 Korbwagen, 1 neuen Pflug nebſt Egge, Pferde- und Rindviehgeſchirr, mehrere Fuder Roggen, Waizen-, Gerſte- und Haferſtroh, circa 30 Ctr. Heu, mehrere Körbe Streu und ohn⸗ gefähr 10 Malter Hafer. Beienheim den 25. September 1842. F. Hoffmann. Es wird ein braves Mädchen, (1260) welches blos zu häuslichen Arbeiten ver⸗ wendet werden ſoll, in hieſiger Stadt in Dienſt geſucht. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. Ein vollſtändiges Logis (1261) kann ſogleich bezogen werden bei Martin Philippi in der Kirchgaſſe. Eine tüchtige Hausmagd, (1262) welche in Küchen bewandert iſt und einen guten Leumund hat, wird in hieſiger Stadt zu mie— then geſucht. Ausgeber dieſes ſagt wo? Bekanntmachung. (1263) Alle diejenigen, welche in den Freiherrlich von Frankenſteiniſchen Waldungen Holz geſteigert haben, werden erſucht binnen 8 Tagen zu zahlen; wer ſolches unterläßt, wird beim Gericht angeklagt. Ockſtadt den 24. September 1842. Eret, Forſtverrechner. Kapit alien (1264) von jeder beliebigen Größe liegen zum Ausleihen bereit und werden gegen gute Unterpfän⸗ der abgegeben. In Auftrag 200 fl. (1265) liegen vom Schulzehnten⸗Kapital in der Kleinkarber Gemeindekaſſe zu 5pCt. zum Ausleihen bereit. Kleinkarben den 23. September 1842. Der Gemeinde-Einnehmer Dietrich. philipp Jung. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Da in dei einmüthig die J betreffenden Get eines Theils die Wintererndte vo Uebel eines noc beanttagte Poli Als die z vielfach bewͤͤhr Stellen, wo die während er au vollendet hatte, Wirkſamkeit die indem dort im 90,000 Mauſe daß bei der ur die Zahl dieſe Sie werden ſſ Ihren Gemein verſäumt werd Zu Bohrern f Koſten dadurg werden mögen, 10-16 derglei bei der Einfan auf Gimeindef, aſtinmung det verwendet, ode mir jedoch übe l Ihnen inde genauen Dali Schließ den Mun Felde, ſchonen Fried