age Inte llig e nzblatt Landge 4 3 wilde deri für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen ae 8 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M42. Sonnabend, den 28. Mai 1842. Amtlicher Theil. a, Tarif fuͤr die Schulgelder, 3 9(676) welche vom 1. Juli 1842 an für die die öffentliche Schule zu Friedberg beſuchenden Schuler von Mor, 15g bes lin und Schülerinnen jährlich in vierteljährigen Raten zu entrichten ſind. gößtentheils 5 i 1, Kinder der Ortsbürger N Better 8 und der denſelben gleich] Kinder Anderer für Vdlung ver, 8 geſtellten Perſonen für J. Frick. 5 N N 2 2 n 2 2 S2 * 8 Benennung der Klaſſen. E 3 3 88 rtirermeiſtet 8 2„ 5 2 3. 5 3 5325 34 Jorſtmeiſt*— 5 3 5 ſann hun l * 1. Erſte Klaſſe(Realklaſſe) mit allen Haupt⸗ und Nebenſtunden 12—— 18—— — 2. Zweite Klaſſe(Knabenklaſſe) 5 g a 2 2 2 5 5 4 igelchen nebſl 3. Dritte Klaſfe(Mädchenklaſſe)— 2— 1 4— Deppeltflint. 4. Vierte Klaſſe(Mittelklaſſe). g 2 2 2 4 1 4 5 Fünfte Klaſſe(Erſte Elementarklaſſe— 2 2 3 3 3 6. Sechſte Klaſſe(Zweite Elementarklaſſe) 55 1 1 2 2 2 * 21 Siebente Klaſſe(Dritte Elementarklaſſe)——— 2—— 8. Achte Klaſſe(Vierte Elementarklaſſe)— 2 2 2. 5 Der Unterſchied zwiſchen Haupt⸗ und Nebenſtunden gilt nur für die zweite, dritte, vierte, fuͤnfte und ſechſte Klaſſe, und iſt Niemand gezwungen, die Nebenſtunden zu beſuchen. Diejenigen aber, welche ſich zum Beſuche derſelben, in welchen der Unterricht in franzöſiſcher, lateiniſcher und griechiſcher Sprache ertheilt wird angemeldet haben, ſind verbunden, dieſelben wenigſtens ein Jahr lang zu beſuchen und zu bezahlen. Erfolgt der Eintritt in die Schule in der erſten Hälfte eines Monats, dann wird der Monat ganz berechnet; findet er dagegen in der zweiten Hälfte ſtatt, ſo wird dafür nichts bezahlt. Erfolgt der Aus⸗ tritt aus der Schule in der erſten Halfte eines Monats, ſo kommt fuͤr denſelben nichts in Anſatz; erfolgt er aber in der zweiten Hälfte, ſo wird der Monat ganz berechnet. 5 Friedberg den 20. Mai 1842. Der Rektor Der Buͤrgermeiſter die Bahn Prof. Ph. Dieffenbach. D. Fritz. Ur Wird genehmigt. n Friedberg den 23. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Thierquaͤlerei. Wenn ein orientaliſcher Tyrann meint, alle Menſchen, die ſein großes Reich in ſich faßt, ſeien uur um ſeinetwillen da, und er könne mit ihnen machen, was er wolle, ſo halten wir Europäer eine ſolche Meinung für eine recht unſelige, aber auch fuͤr eine recht unſinnige. Iſt denn aber die Meinung, daß alle Thiere nur um der Menſchen willen ge⸗ ſchaffen ſeien, weniger unſelig und weniger unſinnig? Man ſollte denken, weil uns Gott die Gabe verliehen hat, vernünftig zu denken und zu fühlen, ſo gebrauch— ten wir ſie auch, dem Viehe gegen über, immer auf eine Weiſe, wie der große Vater, der uns und das Vieh erſchuf, es haben will, das heißt, wir zeigten uns auch als vernünftige und fühlende, und nicht als grauſame, unvernünftige und gefühlloſe Weſen. — Wo nun irgend ein Raum iſt fur ein Leben, in und auf der Erde, im Waſſer und in der Luft, da hat die ewige Liebe ihn auch erfüllt mit Geſchöpfen, großen und kleinen in tauſenderlei Geſtalten; alle wollen ſich ihres kürzeren oder längeren Daſeins freuen. Das wäre aber ein thörichter Gedanke, zu wähnen, daß dieſe unendliche Menge von Weſen nur um des Menſchen willen geſchaffen ſein ſollten. Sie ſind um ihrer ſelbſt willen da, wie der Menſch auch um ſein ſelbſt willen da iſt. Sie ſind ſich ſelbſt Zweck, wie es der Menſch iſt. Nur aber iſt jeder ein ganz anderer, ein unendlich verſchiede— ner. Wem unter den Menſchen dieſer Zweck ſo recht klar geworden iſt, ja wer auch nur eine Ahn— dung von den weiſen Abſichten Gottes mit uns Menſchen hat, der wird in jedem Geſchoͤpfe auch ein Geſchöpf Gottes erblicken, dem wird das Leben eines ſolchen theuer und werth ſein. Seht euch aber einmal um unter Denen, die ihr Menſchen nennt, die für eure Brüder ſich ausge— ben, ob ſie wirklich Das ſind, was ſie ſein ſollen? Sie ſind durch ihre geiſtigen Fähigkeiten dem unvernünf— tigen Thiere überlegen, und misbrauchen dieſe Ueber— legenheit zur Schande und zur Schmach der Schöp— fung. Das Kind ſchon läßt man mit Thieren ſpielen und hindert es nicht, ſie zu quälen: der Hund jam— mert unter den Streichen des gefühlloſen Knaben; mit dem Schaafe, dem Schweine treibt er ſeinen boshaften Muthwillen; dem Vöglein raubt er er— barmungslos ſeine Eier und ſeine Jungen; mit dem Tödten der Fliegen vertreibt er ſeine Zeit; dem Maikäfer rupft er die Beine aus, um ſich zu er— ötzen. Ihr ſeht Das alles, und verhindert ihn nicht, fein gefühlloſes Spiel einzuſtellen; ihr macht ihn nicht darauf aufmerkſam, daß Das Geſchoͤpfe Gottes ſind, die er quält und martert; ihr ſagt ihm nicht, daß ſich der Gerechte auch ſeines Viehes erbarmt. Nun, laßt ihn nur größer werden! Er fühlt dann nichts davon, daß ein Thier auch Schmerz empfindet; es ficht ihn nicht an, wenn es ſich krümmt unter den Qualen Deſſen, der ſich Menſch nennt. Die Sprache iſt dem Thier verſagt; aber der Blick iſt noch im Ster— ben gen Himmel gerichtet, als wollte es den Quäler vor dem ewigen Richter verklagen. Wenn ihr, „ 192«. die ihr ein fühlendes Herz habt, wähnt, Das ſey zu viel und zu ſtark geſagt, ſo geht nur ein Stünd⸗ chen auf der Landſtraße fpazieren; da werdet ihr hier Scenen erblicken, die wahthaft himmelſchreiend ſind. Hier werden ein Paar Kälber zur Schlacht— bank geführt; ſie ſind kaum einige Wochen alt, ſind noch nicht von der Mutterkuh weggekommen und darum können ſie noch keine Wegsſtunden machen, und ſchreien vor Hunger und Durſt und aus Ver⸗ langen zur Nährerinn. Aber der Unmenſch, der ſie führt, kennt und weiß Das nicht; er ſchlaͤgt und ſtößt und hetzt die armen Geſchoͤpfe voran, bis ſie aus Entkräftung niederſinken. Es rührt ihn nicht, wenn der Hetzhund ſie blutig gebiſſen, wenn ihre Zunge ſchmachtend aus dem Maule hängt. Er ver⸗ doppelt ſeine Streiche, ſeine Stöße, um ſie wieder aufzurichten, er hetzt von Neuem, um ſie voran zu bringen. Die Polizei verbietet dergleichen, und der menſchliche Fleiſcher, welcher ſolche Thiere zur Schlachtbank fuͤhren muß, ſcheut ſich ſolche Grau— ſamkeiten zu erlauben oder gar ſelbſt zu thun. Aber nicht Alle denken und fühlen ſo. Dort ſeht ihr ei⸗ nen Fuhrmann, der ſeinen Wagen überladen, ſeine Pferde nicht gehoͤrig gefüttert und gereinigt hat, der beim Froſte verſäumte, ſie zu ſchärfen. Und den— noch verlangt er, daß ſie über das Eis weggehen ſollen, ohne zu ſtraucheln, daß ſie ziehen ſollen, wie ſolche, die ſich ſatt gefreſſen und ausgeruht haben, daß ſie unter der übermäßigen Laſt nicht erliegen ſollen. Er verlangt das Unmögliche, und wenn die armen Thiere es nicht leiſten können, ſo ſchlägt er auf ſie zu, wie ein Barbar. Man ſtellt ihm zwar vor, daß er ſich dadurch nur ſelbſt ſchade, daß eine übermä⸗ ßige Anſtrengung die Thiere vor der Zeit vernichte und ihn zwinge neue zu kaufen. Aber Zorn und Unvernunft ſiegen uber ſolche Vorſtellungen; das Schlagen und Mißhandeln iſt ihm zur audern Na⸗ tur geworden; er muß ſeinen Ingrimm an den um ſchuldigen und unvernünftigen Thieren auslaſſen, bis er ſie zu armſeligen Gerippen gemacht, oder auf den Anger geliefert hat. d Solcher Scenen gibts noch täglich und noch uber⸗ all, und wird ſobald nicht anders werden, als bis durch Schule und Haus alle Kinder zu fühlenden Menſchen geworden ſind. Die Schule allein machts aber nicht; das Beiſpiel außer der Schule wirkt noch weit mehr und macht oft die Lehren unnütz, die ſie in der Schule erhalten haben. Die Eltern müſſen ſich, ſchon um ihrer Kinder willen, vor aller Mis handlung der Thiere hüten. Es müſſen ſich Vereine bilden, welche alle Mittel anwenden der Thierqua— lerei entgegen zu arbeiten. Die Obrigkeit muß wach⸗ ſam ſeyn, und das Geſetz muß eben ſowohl den Thiterquäler beſtrafen und unſchädlich machen, wis den Dieb und den Betrüger. Der Hausherr darf keinen Knecht dulden, der das ihm anvertraute Vieh mishandelt. Der Hirte muß ſeines Amtes entſetzt werden, wenn er ſich gegen einzelne Thiere der Heerde Mehr und Härteres erlaubt, als er darf.— Es muß durchaus hierin anders werden, und ich Sr———————7ßĩrnm—̃¶⁰?“r55——— Bekannt verſteiger (640) Fee Uhr, werde die zur Etbal niſſes nothig öffentlich an der Verſteigen dingungen in Woh den Maurerarbeif Material daz Steinhauerar! Zimmrrarbeit Dachdecketarb Schreinetabel Schloſſerarbe Glaſerarbeit Weißbinderar Planir⸗, Cha Mane, gen auf dem ſicht offen. Die Gt gefordert d Anzeige no die Schelle Nidda Ei (648) Die Balallon 4. Semeſierz 0 gens um 10 werften Bat Die Her berg wide bekannt nac Friedben * 193 meine, wenn wir nur immer und überall den ernſt⸗ lichen Willen dazu hatten, ſo mußte dieſes Anders nicht gar weit entfernt ſeyn. Beſchei nigung. i Fur die Brandbeſchädigten zu Niedereiſen hauſen gin⸗ gen ein: Ph. W. 1 fl. 20 kr. Kr. S. Dr. Kr. 6 fl. nebſt einem Rock und einem Hemde; Gemeinde Holzhauſen 9 fl. Dank den edlen Gebern! 8 Buß. Bei Herrn Prof. Dieffenbach ſind eingegangen von: Herrn Morell 2 fl. 20 kr. In einem Hauſe geſammelt und mit dem Motto geſandt:„Wohl dem, der ſich des Duͤrftigen annimmt“ ꝛc. 2 fl. 9 kr.; S. 30 kr. Bekanntmachungen von Behoͤrden. TN Verſteigerung von Bauarbeiten in Or- tenberg. (640) Freitag den 3. Juni, Vormittags 10 Uhr, werden in Ortenberg bei Gaſtwirth Rau die zur Erbauung eines dreiſtöckigen Bezirlsgefäng⸗ niſſes nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen in Accord gegeben. dach dem Voranſchlag beträgt: Maurerarbeit Material dazu Steinhauerarbeit Zimmerarbeit 1930 fl. 09 fr. 2412„ 17„ 2221„ 46„ 1738„ 10„ Dachdeckerarbeit 207„ 40„ Schreinerabeit 646„ 43„ Schloſſerarbeit 711„% 41% Glaſerarbeit 117% 86„ Weißbinderarbeit 603 12.„, Planir-, Chauſſir⸗ u. Pflaſtrerarbeiten 178„ 38„ Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen lie— gen auf dem Bürcau des Unterzeichneten zur Ein— ſicht offen. Die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes werden auf— gefordert dem kreisräthlichen Gebote gemäß dieſe Anzeige noch beſonders in ihren Gemeinden durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen. Nidda den 13. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süßffert. Lieferung des Brodbedarfs. (648) Die Lieferung des Brodbedarfs fuͤr das 2. Bataillon 4. Infanterie-Regiments während des 2. Semeſters 1842 wird Montags den 30. d. M., Mor⸗ gens um 10 Uhr, auf dem Verwaltungsbüreau be— merkten Bataillons verſteigert. Die Herrn Büurgermeiſter der Umgegend Fried⸗ bergs werden erſucht, bieſe Verſteigerung geeignet dekannt machen zu laſſen. Friedberg den 18. Mai 1842. 3 1 G d l 3 5 Oberquartiermeiſter. Mobilien-Verſteigerung. (662) Dienſtag den 31. Mai d. J., von Morgeus 8 Uhr an, ſollen aus dem Nachlaſſe des Herrn Ju— ſtizraths Hehner dahier Möbel aller Art, worunter ſich mehrere Kanapee, Tiſche, Stühle, Spiegel, Ge— wehre, 1 Clavier, Bücher z. B. das Converſations— lexikon, Corp. Jur. civ.& can., die großh. heſſ. Ne⸗ gierungsblätter von 1828 bis 1840, das Friedber— ger Wochen- und Intelligenzblatt von 1826 bis 1841, ſerner 8 Stecken Buchenholz und 1 kupferner Waſch— keſſel befinden, wie auch eine Kuh, in dem hieſigen Amthauſe verſteigert werden. Reichelsheim den 21. Mai 1842. Gros, Oberſchulthets. Bekanntmachung. (667) Montags den 30. Mai, Vormittags um 9 Uhr, und an den nächſtfolgenden Tagen, ſell das auf dem Hofe Graß befindliche Hausmöblement, als 4 Sopha mit dazu gehörigen Stühlen, mehrere Kom— mode, Schränke, Schreibpulte, Spiegel, Tiſche, Bett— geſtelle, Porcellan, Glaswerk, einige Kronleuchter, Bettwerk, Fenſtervorhänge, ſowie ſonſtige Haus- und Oekonomie-Geräthſchaften und eine Chaiſe gegen gleich baare Zahlung auf dem Hofe Graß meiſtbie— tend verſteigert werden. Nidda den 18. Mai 1842. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Kattrein. Verſteigerung von Arbeiten zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes mit Nebenge— bäuden in Bobenhauſen, Kreiſes Grün— berg. (677) Dienſtags den 14. Juni d. J., Vormittags um 11 Uhr, ſollen in der Wohnung des Großh. Bürgermeiſters zu Bobenhauſen, Kreiſes Grünberg, die zur Erbauung eines neuen Pfarrhauſes mit Ne— bengebäuden erforderlichen Arbeiten, voranſchlagt: 1) Maurer- u. Steinhauerarbeit 3944 fl. 55 kr. 2) Zimmerarbeit. 3) Dachdeckerarbeit 797„ 19„ 4) Schreinerarbeit 1254„ 31„ 5) Schloſſerarbeit 688„ 55„ 6) Glaſerarbeit 258% 83g, 7) Weißbinderarbeit 735, 49„ 8) Spenglerarbeit 50„ 08„ oͤffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert wer— den. Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedin— gungen liegen bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Gießen den 25. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Müller. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (678) Von den 1841r Fruchtvorräthen des hieſi— gen Rentames kommen nachgenaunte Quantitäten zur Verſteigerung: 1) Dienſtag den 7. Juni 1842, Vormittags 10 Uhr, hier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehe⸗ maligen Mainzerthore, von dem hieſigen Spei⸗ cher: 15 Malter Waizen, 130 Malter Korn und 90 Malter Hafer; 2) Mittwoch den 8. Juni, ebenfalls Vormittags 10 Uhr, zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hofe: ½ Malter Waizen, 110 Mal⸗ ter Korn, 60 Malter Gerſte und 30 Malter Haſer. Friedberg den 18. Mai 1842. ˖ Gr. heſſ. Rentamt daſelbſt Bu ß. Arbeits ⸗Verſteigerung. (679) Dienſtag den 31. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten die Anfertigung von circa 70 l] Klaſter Pflaſterarbeit zum Ortsſtraßenbau dahier, wenigſtnehmend öffent⸗ lich verſteigert werden. Obererlenbach am 24. Mai 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Ohmeis. Arbeits ⸗-Verſteigerung. (680) Samſtag den 4. Juni, Morgens 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Pflaſtern einer Strecke Ortsſtraße, voranſchlagt zu 112 fl. 45 kr., in Ac⸗ cord gegeben werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Wohnbach den 24. Mai 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter erget. Garten Verſteigerung. (681) Donnerſtag den 2. Juni, Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 27 Ruthen 23 0 Fuß Gelände, Ortsmaaß, von dem Hospital⸗ garten an der Uſa, als Bauplatz eines Gerbhauſes, offentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 23. Mai 1842. In Auftrag der Armenkommiſſion: Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung. (682) Montag den 30. Mai, des Morgens 7 Uhr, ſoll im Niederweiſeler Gemeindswald nachſtehendes Gehölz verſteigt werden. 1) 15 Stecken buchen Scheit⸗ und Prügelholz, 2) 420 Stück buchen Oberholz⸗Wellen, 3) 30 Stecken buchen Stockholz, 4) 3 Stück Nutzhölzer zu Hackbrettern, 5) 32 Stecken eichen Scheit⸗ und Pruͤgelholz, 6) 24 Stecken eichen Stockholz, 7) 100 Stück dergleichen Wellen, 8) 5000„— Hopfen⸗ und Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt am alten Kalk an den Dotten. Niederweiſel den 22. Mai 1842. Der großh. beſſ. Bürgermeiſter Haub. Arbeits ⸗Verſteigerung. 683) Montag den 30. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindehaus zu Fanerbach I. nachbenannte Arbeiten, unter den bei der Verſtei⸗ * 194 gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 1) Maurerarbeit an der Wede im Ort, voranſchlagt zu 2) Lieferung der Saudſteine zu Deck— 36 fl. 10 kr. plätten ö 3 6„ 3) Fertigung eines Canals im Orte 25„ 5 4) Deckplatten aus den Rockenberger Steinbrüchen mit Material 90„ 30„ 5) Steinbrechen, Fahren und ſonſtige Handarbeiten 20% 6) Weißbinderarbeit an einem Bruͤcken⸗ geländer 7„„ 7) Vergrößerung eines Gemeinde⸗Ac⸗ tenſchranks 6„-„ Fauerbach J. den 21. Mai 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. N A Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (6710 Unſer, in einem früheren Intelligenzblatt an die hie⸗ ſigen Einwohner erlaſſene Aufruf, zu einer, zum Beßten der Kleinkinderſchule zu veranſtaltenden Verlooſung mitzuwirken, hat ſo ſehr im Erfolg unſere Erwartungen übertroffen, daß wir nicht umhin können, unſeren Dank für die dargebrachten Gaben und gefertigten Arbeiten öffentlich auszuſprechen. Moͤ⸗ gen uns die Frauen und Jungfrauen Friedbergs dieſe ihrs warme Theilnahme auch für eine ſpäter etwa nochmalige Ver⸗ looſung zu einem ähnlichen wohlthätigen Zwecke erhalten! Die Ausſtellung der zur Verlooſung beſtimmten Gegen⸗ ſtaͤnde findet nächſten Sonntag den 29. und Montag den 30. d. M. in hieſigem Rathhausſaale ſtatt, und zwar in der Art, daß Sonntags, jedesmal nach beendigtem Gottesdienſte, das Local 2 Stunden lang geöffnet iſt, hingegen Montag Mor⸗ gens von 1012, und Nachmittags von 2—4 Uhr der Ein. gang frei ſteht. Dienſtag den 31., Nachmittags 2 Uhr, wird mit der Verlooſung begonnen. Friedberg den 23. Mai 1842. Nanny Schäffer. Eliſe Wahl. Julie Sebaſtiani. Louiſe Wolff. Ein junger Menſch (673) kann in die Lehre treten bei Schreiuermeiſter Walther in Friedberg. „ Ein Junge (656) wird in die Lehre geſucht von Spenglermei⸗ ſter Windecker in Butzbach. Wohnungs⸗ Veränderung. (684) Seit Anfang d. M. wohne ich bei Herru Schneidermeiſter Schleuning neben Herrn Gaſt⸗ wirth Sieck. Friedberg. Dr. Ritzel, Thierarzt. Mobilien-Verſteigerung. (685) Künftigen Dienſtag den 31. d. M., von Morgens 9 Uhr an, will die Unterzeichnete in ihrer Behauſung verſchiedene Mobiliar⸗Gegenſtände, als mehrere noch brauchbare Schraubſtöcke, einen Sperr⸗ haken, Blasbalg, Bettladen und ſonſt verſchiedene Gegenſtände, einer meiſtbietenden offentlichen Ver⸗ ſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausſetzen. Friedberg im Mai 1842. g Meſſerſchmied Joh. Schäfer's Wittwe. Anzeige. d (686) Unterzeichneter wohnt nunmehr hier und fun, if U permiethen. Ein 689) kann 0 die Lehre t. Mhere. (690) Mit ſreiherrlich v betg bei Rodl öffentlich mei Die Zuſa tenberg auf d derwöllſtadt. Okarben 4 (691) Nic tags 11 Uhr Wirthſchaftsle neuen Schieß! den betragen ſteigert werd Friedbe (692) Die noramen ſit noch bis zu Eintritts ud Dienſthe Hs 6693) Die ige Hofrai Montags in dem dort dingungen ekannt gen annehmbare 2 Die Hof in einem dre Srtrglermei⸗ 8 b. M., von nett in ihrer enſtände, als einen Sytrx d verſchicdene entlichen Vel, gubſehen. 8775 Dittwe. 2007 bier 110 „ 195. zwar auf der breiten Straße in dem Hauſe des Hrn. Metzgermeiſters Schäffer, der Poſt gegenüber. Friedberg den 22. Mai 1842. Aſſor Levy, Dr. med. aus Offenbach. Ball in Salzhauſen. (687) Nächſten Sonntag den 24. d. M. findet in dem hieſigen Kurſaale Ball ſtatt. Indem ich hierzu einlade, erlaube ich mir gleichzeitig zu bemerken, daß jeden Sonntag waͤhrend der Saiſon Ball bei gut beſetzter Muſik ſtatt findet. Salzhauſen im Mai 1842. H. W. Seum. Ein Logis, (688) welches Anfangs September bezogen werden kann, iſt bei dem Unterzeichneten im oberen Stock zu vermiethen. Ludwig Finzel auf dem Hauck. Ein geſitteter junger Menſch (689) kann bei einem hieſigen Schuhmachermeiſter in die Lehre treten. Bei der Expedition d. Bl. das Nähere. Holzverſteigerung. (690) Mittwoch den 1. Juni l. J. ſollen in dem freiherrlich von Rothſchild'ſchen Walddiſtrict Alten⸗ berg bei Rodheim etwa 3500 eichen Schälholz-Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 8 Uhr im Al⸗ tenberg auf dem Vicinalweg von Rodheim nach Nie— derwöllſtadt. Okarben den 25. Mai 1842. Hilgenreiner. Arbeits-Verſteigerung. (691) Nächſten Montag den 30. d. M., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll in dem Wilhelm Schmidt'ſchen Wirthſchaftslokal dahier, die bei Anfertigung eines neuen Schießhäuschens erforderliche, circa 65 Gul— den betragende Schreinerarbeit wenigſtnehmend ver— ſteigert werden. Friedberg am 25. Mai 1842. In Auftrag: i Ruths. Kunſt-Anzeige. (692) Die Wachsfiguren in Lebensgröße nebſt Pa⸗ noramen ſind mit mehreren neuen Veränderungen noch bis zum Donnerſtag den 2. Juni zu ſehen. Eintrittspreis à Perſon 6 Kreuzer.— Kinder und Dienſtboten zahlen die Hälfte. Meyer. Hofraithe-Verſteigerung. (693) Die den Pfarrer Lisbergers Erben gehoͤ— rige Hofraithe nebſt Garten in Lich wird Montags den 6. Juni d. J., Vorm. 10 Uhr, in dem dortigen Rathhauſe öffentlich verſteigert. Die Bedingungen werden in dem Verſteigerungstermin bekannt gemacht und der Zuſchlag wird, wenn ein annehmbares Gebot erfolgt, ſogleich ertheilt. Die Hofraithe liegt an der Hauptſtraße, beſteht in einem dreiſtöckigen Wohnhaus, Scheuer, Stallung, geräumigem Hof und Gärtchen, und iſt durch ihre günſtige Lage und Einrichtung zu jedem Geſchaͤfts⸗ betrieb paſſend. Nähere Auskunft ertheilen Hg.-Advokat Kraus⸗ kopf und Lg.⸗Aſſeſſor Stein in Gießen. Bekanntmachung. (694) Die der hieſigen israelitiſchen Religions-Ge⸗ meinde zugehörigen beiden Häuſer hinter der Juden— gaſſe, neben Salomon Wetter und Moſes Imrod gelegen, ſollen Montag den 30. Mai, Vormittags 11 Uhr, auf der israelitiſchen Gemeindeſtube unter den als— dann bekannt gemacht werdenden Bedingungen noch— mals öffentlich an die Meiſtbietenden verkauft werden. Friedberg den 24. Mai 1842. Der Vorſtand der hieſigen israelitiſchen Religions-Gemeinde Samuel Lindheimer jun. —— Fruchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen, alter: 11 fl.— kr., neuer: 10 fl.— kr. Korn: 5 fl. 30 kr. Gerſte: 3 fl. 40 kr. Hafer: 2 fl. 30 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 18. Mai: Walzen: 10 fl. 40 kr. Korn: 5 fl. 30 kr. Gerſte: 3 fl. 50 kr. Hafer: 2 fl. 35 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 20. Mai: Waizen: 11 fl. 16 r. Korn: 6 fl. 30 r. Gerſte: 4 fl. 44 kr. Hafer: 3 fl. 37 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei-Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 29. Mai. bis 5. Juni 1842. pfo“ Brod ⸗-Preiſe. Friedberg] Butzbach. kr. pf kr. pf. 1 JLeib-Roggenbrod 2 2 1 2 7 1 4 3 4 2 4 77 77 9 1 9 1 Loth Loth. —[Milchbrod 114 1 —Waſſerweck 1445 115 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 115 14 5. N 17 2 PY 9180 Fleiſch Preiſe. 51 1 1 Ochſenfleiſch 8 11 3 11 3 ah tleie, gemaͤſtetes 8 2 8 1 „ Kühſſeiſch ungemäſtetes 7 6 Ni„e! gemäſtetes 1 71— 1 Rindſleiſch ungemäſtetes 6— 654— „ Kalbfleiſch 5 55 5 2 „ Schweinenfleiſch 10 2 10 2 „Hammelfleiſch 98 05 8* „ Schaaffleiſch 2 r „ Wurſt von blos Schweinen 124— 124— „Gemiſchte Wurſt 10— 891 „ Bratwurſt 144— 1414— „Schwartenmagen 144— 144— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „Doörrfleiſch 15— 914 „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 201— 201— 5 dito ungusgelaſſen 19— 194— „ Nierenfett 18— 18 „Hammelsfett 181 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. 1 196. (578) Thealer im Oſſenbeimer Wöͤldchen. Sonntag den 29. Mai 1842. bvietorin, genannt: Der ſehwarze Fritz, Raͤuberhauptmann in den boͤhmiſchen Waͤldern. Romantiſches Schauſpiel in 5 Aufzügen. Nach einer E bearbeitet von Joſeph Freiherr von Auffenberg.— Anfang: Nachmittags 4 Uhr. I. B. Für Erfriſchungen aller Art wird Herr Aeh le beßtens Sorge tragen.— Nach dem Theater iſt Tanzmuſik. Literariſche Anzeige. * Journal⸗Leſtanſtalk bringe ich in gefällige Erinnerung. In derſelben zirkuliren bis jetzt folgende Zeitſchriften: 1) Ausland. 2) Bibliothek der Weltkunde von Malten. 3) Dorfzeitung, landwirthſchaftliche. 40 Europa. 5) Jahrbücher, deutſche(früher halliſche). 6) Kirchenzeitung von Zimmermann. D Kirchenzeitung von Hengſtenberg. 8) Tübinger theologiſche Jahrbücher von Zeller. 9) Kunſtblatt. 10) Leſefrüchte, hamburger. 110 Literaturblatt von Menzel. 12) Literaturblatt, theologiſches, von Zimmermann. 13) Literaturzeitung, halliſche. 14) Literaturzeitung, Ergänzungen dazu. 15) Morgenblatt. 16) Schulzeitung von Zimmermann. 17) Telegraph von Gutzkow. 18) Zeitſchrift fuͤr Muſik. Man kann zu jeder Zeit als Theilnehmer eintreten, verpflichtet ſich aber auf Ein Jahr, innerhalb welchem man das Abonnement nicht aufheben oder abgeben kann, außer in dem Falle einer unfreiwilligen Aenderung des Wohnorts. Der jährliche Abonnementsbetrag iſt 6 fl., wovon 3 fl. beim Beginne und 3 fl. in der Mitte des Abonnements jahres zu entrichten ſind und wofür der Theilnehmer ſich 8 verſchiedene Zeitſchriften zum Leſen wählen kann. Den verehrlichen Theilnehmern in Friedberg werden die Journale jeden Samſtag, gegen eine jaͤhr⸗ liche Vergütung von 12 kr. an den Träger, in die Wohnung geſendet und abgeholt; auswärtige haben fuͤr den regelmäßigen Wechſel ſelbſt Sorge zu tragen. Nach Nidda liefere ich die Zeitſchriften wöchent⸗ lich franco und koſtet dann der jährliche Beitrag S fl. Friedberg im Mai 1842. Carl Bindernagel. Vorzüglich ſchöne Zelleriepflanzen (695) verkauft das Hundert zu 16 kr. K. Renner. Empfehlung. (696) Bei Unterzeichneten, die wie immer Unter⸗ richt in allen weiblichen Handarbeiten ertheilen, hat die erwachſene, aus der Schule bereits ausgetretene Jugend auch Gelegenheit, ſich wöchentlich zwei Stun⸗ den in den ſchon erlernten Kenntniſſen, hauptſächlich im Rechtſchreiben und Rechnen, zu üben. Friedberg. Geſchw. Rauch. Preis⸗Inſtitut des Norddeutſchen Mu⸗ ſik⸗Vereins. (697) Von den zur Preisbewerbung eingegangenen 43 Piano⸗ ſonaten, ſind drei mit Preiſen gekroͤnt: — ä— C. Vollweiler große Sonate mit dem 1. Preiſe, J. Leonhard Sonata quasi Fantaſia m. d. 2. Preiſe, J. P. E. Hartmann(Ritter ꝛc.) Sonate m. d. 2. Preiſe. Comité und Preisrichter: Capellm. Krebs, Muſikd. Grund, Organiſt Schwenke, E. Marxſen, Hofcapellm. Spohr, Ehri⸗ ſtern(Sekretär) J. Schuberth(Unternehmer.) Freunde und Förderer der ächten wahren Kunſt, welche auf alle 3 Preiswerke ſubſcribiren(No. 1. 2. à 2 fl. 42 kr., Nr. 3. 2 fl. 24 kr.) erhalten eine Prämie von 5 fl. 24 kr. Werth, beſtehend in 8 Stahlporkraits von Liſzt, Men⸗ delsſohn⸗B., Spohr, Chopin, Henfelt, C. Schuberth, Oles Bull, Thalberg und ferner 2 Noͤcturns von Kalkbrenner. Wer eine einzelne Preisſonate beſtellt, erhält Kalkbrenner 2 Nocturns als Prämie. Mit dem 1. Oktober dieſes Jahres erliſcht der Praͤ⸗ miengenuß. 1 5 Zu gütigen Aufträgen empfiehlt ſich C. Bindernagel in Friedberg. 8— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. rzählung der Caroline Pichler fr die Buͤhne 2— M 43 2 2 — Salz. Das ich Mochte m Ihm ein Salzm. Vor dem Wird es Denn da Salzme Doch laß! Muß mat Geht ma Und is Iſt doch Und was Als ſo E Und iſt Wo doc Guten f Und de Wer Der ko Läßt ſi Wo ih Dar 2 Dir hal Und iſt⸗ Will ich