1 88228 — r ntelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 59. Mittwoch, den 27. —— Amtlicher Theil. —— Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen m ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fürſtl. und Graͤfl. Solms. Burgermeiſter und Polizei-Commiſſaͤre dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Wanderhuücher für die Handwerksgeſellen. In Folge eingelangter höchſter Verfügung wird Ihnen zur Nachachtung eröffnet, daß für die Zu— lunft nur ſolchen Perſonen Winderbücher ausgeſtellt werden können, welche ſich darüber ausgewieſen haben, laß ſie ihre Profeſſion gehörig erlernt haben, wirkſam geimpft worden ſind, und weder ihre Militärpflicht och ſonſtige Hinderniſſe dem Wandern entgegenſtehen, auch deren Eltern und Vormünder nichts dabei u erinnern finden. In den von Ihnen deßhalb auszuſtellenden Beſcheinigungen iſt ſodaun jedesmal weiter einzugeben, wie lange der Petent etwa in ſeiner Heimath ſchon als Geſelle gearbeitet hat. Hungen am 19. Juli 1842. Follenius. Das vierte Wetterauer Sängerfeſt zu Friedberg. Am 17. Juli 1842 fah unſre Stadt in ihren Mauern ein ſchönes großartiges Feſt, das der Zu— ſhauer und Theilnehmer vielleicht ſpäter in ſeinen Hauptzügen noch einmal an der Erinnerung vorüber führen will, daher es nachſtehend, in kurzer Dar— ſellung, der Wetterauer Chronik hiermit einverleibt perden mag. Am 14. wehten bereits die Fahnen, welche un— tre ankommenden Gäſte ſchon aus der Ferne begrü— ſen ſollten, auf den Thürmen der Burg und der Stadtkirche und bewillkommten zunaͤchſt die Gr. Heſſ. Hofkapellmuſiker, die am 16., Nachmittags 2 Uhr, in zwei feſtlich geſchmückten Wagen angelangt, ſo— fort in der Stadtkirche ihre Probe hielten. Am bend verkündete unter Kanonenſalven die Offen— lacher Regimentsmuſik das Feſt von der geſchmack— roll decorirten Feſtbühne herab.— Waͤhrend dieſer Korbereitungen hub das Leben in der Stadt an, ſch immer reger zu entfalten; Fremde kamen an und gingen ein und aus; die Hausfrauen waren immer noch für Küche und Keller bemüht; bei den Fleiſchern hatten Meſſer und Beil, bei Schneidern und Putzmacherinnen die Nadel vollauf zu thun, bis in die tiefe Nacht; es wurden fortwährend Lebens— mittel zuſammengetragen. Die Häuſer auf der brei— ten Straße und dem Haag waren mit Maien, Feſtons, Fahnen und flatternden Wimpeln ſtattlich geſchmückt. Die Gemüther waren für den kommenden Tag auf's Angenehmſte erregt und geſpannt worden. Am 17., Morgens 5 Uhr, meldete ein feierlicher Choral vom Burgkirchthurm herab den Anfang des Feſtes. Eine Menge ungeduldiger Zuſchauer ſpa— zierte ſchon um 6 Uhr die Straße auf und ab— dazwiſchen ritten die zum Empfang der auswärtigen Gäſte beſtimmten jüngern Bürger hin und her, theils um einander abzuholen, theils um ihre Pferde an ein dichtes Menſchengewühl und Böllerkanonaden zu gewöhnen. Nach 8 Uhr ſetzte ſich der Zug den fremden Sän— ger, der ſich vor dem Mainzer Thor geordnet hatte, in Bewegung. Dem Zug voran ritt der Präſident des Feſtcomites, welcher die Ankommenden empfan— gen und bewillkemmt hatte. Ein ſchwarzes Gewim— mel füllte mit einemmal die Straße; Kopf an Kopf gings dem Zuge voran, nach dem Takte der Muſik, dle vorauszog; Schritt vor Schritt folgten die ge⸗ ſchmückten Wagen, deren man gegen 60 zählen konnte. Es waren üder 1100 Sänger angekommen. Ober— halb des Stadthauſes ſchwenkten ſich die Vorderſten, gaben ihre Fahnen zur Aufpflanzung auf die Feſt— bühne ab, und fuhren auf der andern Seite der Straße zurück; ſo, daß durch dieſes Manöver Alle ſich ſehen und begraͤßen konnten, was auch unter lautem Jubel und Hutſchwingen zur allgemeinen Satisfaction geſchah. Der Wetzlarer Verein zeich— nete ſich durch eine beſonders ſchöne Fahne und die Geſellſchafe Polyhymnia von Offenbach durch einen wie ein Dampfboot decorirten Wagen aus, der mit rauchendem Schlot durch die Straße fuhr. Nichts ſtörte die Ordnung dieſes Einzugs, der einen erhe— benden wohlthuenden Anblick gewährte.— Unterdeß hatte ſich ein dunkles Gerücht verbreitet, der Ritter Neukomm werde ſein Te Deum ſelbſt dirigiren. Dieſe Nachricht, welche die freudigſte Erwartung erregt hatte, beſtätigte ſich wirklich, indem Herr Neukomm um 10 Uhr in der Generalprobe erſchien. Nachdem die Sänger ſich auf dem Wall etwas erfriſcht und erholt hatten, begann kurz vor 3 Uhr das Concert in der Stadtkirche, zu dem ſich eine zahlreiche Zuhörerſchaft eingefunden hatte. Herr Neukomm, der von der Emporbühne der Orgel auf das Ganze herabſah, erregte das Intereſſe aller unten Sitzenden. Er iſt ein ältlicher blaſſer Mann mit etwas weichen Zügen, dunkeln lebhaften Augen und einer hohen freien Stirne. Die Muſikſtuͤcke in der erſten Abtheilung waren: 1) Motette für Männerchor von B. Klein, mit Begleitung von Blasinſtrumenten von X. Schnyder v. Warten⸗ ſee; die Soli wurden ausgeführt von den Gr. Heſſ. Hofſängern Herrn Birnſtill, Cramolini, Dö⸗ ring und Michel.— 2) Quintett für Flöte, Oboe, Clarinett, Horn und Fagott von W. Mangold.— 3) Feſtbymuus von Panny mit Begleitung von Blasinſtrumenten von C. Thurn. In der zwei⸗ ten Abtheilung: 4) Ouverture von P. Müller für Blasinſtrumente.— 5) Te Deum von Neu- komm für Tenor- und Baßſtimmen. Ueber Niro. 4 ſoll ſich Herr Neukomm ſehr beifällig geäußert haben. Ergreifend wirkte das letzte Stück, über das wir nur als Laie berichten können. Wie unſichtbare Geiſterſchaaren, denen der Meiſter mit ſeinem Stabe zu erſcheinen und zu ver⸗ ſchwinden gebot, wallten die Töne in den weiten Räumen auf und nieder und riſſen die Herzen mit fort zur Bewunderung des Allwaltenden, zu heiliger Ehrfurcht, zum demüthigen Gebet bis hinauf auf die Höhen des jubelnden Lobgeſangs. Die Stelle -Heilig! Heilig! Heilig!“ war von unendlicher Wir— kung und die an jenem Ort eingeſtreuten Kanonen— ſalven kamen dem bis aufs Aeußerſte geſpannten Gefühl wohlthätig ſtärkend zu Hülfe; eine vortreffliche Wirkung, die der Umſtand, daß bei jedem Schuß einige Fenſterſcheiben herunterkamen, nicht zu beein⸗ trächtigen im Stande war. Während des Concerts war es draußen ſchwül ** 266* geworden, der Himmel war glänzend weiß und glühend wie geſchmolzenes Blei, kein Luftzug regte ſich. Die Sänger zogen im Parademarſch mit ihren Fahnen über den Haag, und die breite Straße auf die Seeweiſe nach der Feſthalle, wo ihrer ein Mit— tagsmahl wartete. Die Halle war geräumig gebaut und mit den heſſiſchen, preußiſchen und naſſauiſchen Farben geſchmückt. Nach dem Eſſen, bei dem paſ— ſende Trinkſprüche ausgebracht und von den Ver— einen verſchiedene Lieder geſungen worden waren, gab es eine lang erſehnte allgemeine Ruhepauſe, die am Abend wieder durch einen Ball in der Feſthallg und ein Feuerwerk unterbrochen wurde. Der Gar⸗ ten des Gaſtwirths Hrn. Simon war die ganze Nacht durch Geſellſchaft belebt und mit bunten Lam, pen illuminirt, was einen guten Effekt machte. In dem letzten Lokal fanden ſich am folgen den Tage die Gr. Hofſaͤnger, der Offenbacher Sängerverein und einige Andere zu einem heitern Frübſtück zuſammen, welches auch der Präſident des Feſtcomités, Hr. Kreisrath Küchler, mit ſeiner Ge— genwart beehrte. Die Sänger von Offenbach gaben unter der Leitung ihres unermüdlichen Direktors, des wackern Hrn. Dillenberger, die anſprechendſten Chöre in präciſeſter Ausführung zum Beſten; Hr. Cramolini ließ uns von Neuem ſeinen trefflichen Tenor bewundern, die Herren Michel und Döring ſangen einige Lieder heiteren Inhalts, unverwüſtlich war die Stimme und der Humor des heitern Hrn. Birnſtill. Bei Gelegenheit eines Toaſtes trug Hr. Pirazzi von Offenbach ein Gedicht vor: der deutſche Sänger, welches allgemeinen Anklang fand. druckt.) Sehr bedauern mußten wir, daß unſere lieben Gäſte von Darmſtadt und Offenbach, welche der hieſige Singverein in das am Abend um 6 Uhr ſtat findende Concert in der Feſthalle eingeladen hatte, und dahin einführen wollte, durch ein Mißver— ſtändniß an der Kaſſe veranlaßt wurden, eine Stunde früher zur Rückreiſe aufzubrechen, als ſie vorher beabſichtigt hatten. Zum Ruhme der Herren Feſtordner und zum Lobe aller Theilnehmer muß noch ſchließlich bemerkt (Es wurde ſpäter in der Didaskalia abge— werden, daß das heitere vielbelebte Feſt nicht durch die geringſte Störung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit getrübt wurde. Empfangs-Beſcheinigung. Für die Abgebrannten in Steinbach iſt ferner eingegangen: von der Gemeinde Bauernheim 17 fl. 44 kr., von W. N. C. 2 fl. C. Wahl. Für die Brandbeſchädigten zu Steinbach ſind ferner eim gegangen: von Hru Meyer Hirſch„ein Scherflein“ 1 fl. 20 kt.; durch Hrn. Caplan Schuckmann zu Altenſtadt, von daſigen Einwohnern geſammelt, 39 fl 12 kr.; von Hrn. Johs. Wecker ling 1 fl.; durch Hrn. Bürgermeiſter Schmidt in Kleinkarben 21 fl. 40 kr.; von zwei Ungenannten 2 fl. 42 kr.; von Hrn. F. W. Hock zu Rendel 5 fl. 15 kr. Summa 71 fl. 9 kr. Mit den im vorigen Blatte angezeigten 216 fl. 14 kr. zu⸗ ſammen bis heute 287 fl. 23 kr. Friedberg den 25. Juli 1842. Bu ß. Bekanntm E d 14) Großh. 10 0 das, d wenſſouirten Pfe sſchbach, Lan Hier wohrend, werden daher Gläubiger des Gelbſtperſon, 9d Funpeige und der I derungen in de Commiſſars un ſſchweigend eint geursmaſſe auf Dounerſtag der Worgeladen. Darmſtadt E 0925) Die ſtorbenen Wil haben unter e hinterlaſſen, und über 25 ch hören zu! Bruder Cas pa tet Beuugnabm. hörlen geltend. laſſung de ſei gens apsentis auch die Kinde f weſenden, Cv Oberrad, Lanz 0 Erben erſchtin, mit Namen J0 at, ohne da wird edachter * * 267* „An das Hochloͤbl. Comité zur Unterſtützung der Brand⸗ uͤſchädigten in Hamburg in Friedberg. „Die unterzeichnete Behörde hat abermals die Ehre, Ihnen dn Empfang Ihres verehrten Schreibens vom 30. Juni, iwie des demſelben beigefügten neuen wohlwollenden Ge— ſpenkes von Bi 119%% a ir unſere brandbeſchädigten Mitbürger, biermit anzuzeigen, ind wiederholt Ihnen und allen edlen Theilhabern an dieſer feundlichen Gabe der Liebe die Ausdrücke der herzinnigſten Erkenntlichkeit mit der ergebenen Vitte, dieſelben den edel— tüthigen Wohlthätern wiederholen zu wollen. „Dem Wunſche der ehrenwerthen dortigen Schuhmacher— id Schneidermeiſter gemäß werden wir die Summe von 6 fl. vorzugsweiſe an Abgebrannte jener Gewerbe vertheilen. „Wir erneuern Ihnen die Verſicherung unſerer herzlich— ſen Hochachtung. »Hamburg den 9. Juli 1842. „Die vom Senate eingeſetzte öffentliche „Unterſtützungsbehörde „Dammert, Dr.“ Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edicetal ladung. 914) Großh. Hofgericht der Provinz Starkenburg t über das, bedeutend überſchuldete Vermögen des Fenſionirten Pfarrers Giebelhauſen zu Nieder- eſchbach, Landgerichts Groskarben, nunmehr da— her wohnend, den formellen Concurs erkannt. Es erden daher ſämmtliche bekannte und unbekannte Cläubiger des gedachten Pfarrers Giebelhauſen in Eelbſtperſon, oder durch gehörig Bevollmächtigte zur Anzeige und demnächſtiger Richtigſtellung ihrer For— derungen in das Geſchäftslokal des unterzeichneten Commiſſärs unter dem Rechtsnachtheile des ſtill— ſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Con— eirsmaſſe auf Donnerſtag den 18. Auguſt l. J., Morg. 9 Uhr, gorgeladen. Darmſtadt den 27. Juni 1842. In Auftrag Großh. Heſſ. Hofgerichts dahier Pfaff, Großh. Juſtizrath. Edictalla dung. (925) Die in den Jahren 1813 und 1819 ver⸗ ſtorbenen Wilhelm Heils Eheleute von Obermörlen heben unter andern einen Sohn Johannes als Erbe hnterlaſſen, welcher in öſtreichiſche Dienſte getreten rd über 25 Jahre abweſend iſt, ohne etwas von ſch hören zu laſſen. Mit Rückſicht hierauf hat ſein druder Caspar Heil in Eltville im Rheingau, un— te Bezugnahme auf die Beſtimmungen des in Ober— nörlen geltenden Mainzer Landrechtes, um Ueber— laſſung des ſeither curatoriſch verwalteten Bermö— ms absentis gegen Caution gebeten. Da jedoch auch die Kinder der verſtorbenen Schweſter des Ab— neſenden, Eva, des Michael Kißlers Ehefrau von Tberrad, Landamts Frankfurt, als deſſen geſetzliche Erben erſcheinen und eins dieſer Kinder, ein Sohn, nt Namen Joſeph, ſich heimlich von Hauſe entfernt het, ohne daß ſein Aufenthaltsort bekannt iſt, ſo wird gedachter Joſeph Kißler aus Oberrad andurch öffentlich aufgefordert, binnen 90 Tagen Einwand dagegen bei unterzeichneter Gerichtsſtelle vorzubrin⸗ gen, widrigenfalls unterſtellt werden ſolle, daß er der Erklärung ſeiner Geſchwiſter zu Gunſten ſeines Oheims Caspar Heil auf die Erbſchaft des Joh. Heil verzichten zu wollen, beitrete und des Letzteren zurückgelaſſenes Vermögen gegen Sicherheit jenem überliefert werden ſolle. Friedberg den 27. Juni 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Dr. Gilmer. Edicetalla dung. (943) Nachdem die, ſchon ſeit einer bedeutenden Reihe von Jahren, abweſenden Geſchwiſter Henrich Chriſtian, Johann Adam und Johann Zacharias Heller von Grüningen, nunmehr ſämmtlich das 70ſte Lebens jahr überſchritten haben, ſo werden dieſelben aufgefordert, ſogewiß binnen 3 Monaten von ihrem Leben und Aufenthalt Nachricht zu geben, als ſon— ſten ihr Ableben unterſtellt und über ihr, ſeither durch Curatoren verwaltetes Vermögen, als Nachlaß ver— fügt werden wird. Binnen gleicher Friſt ſind etwaige Erb- oder ſonſtige Anſprüche, bei Vermeidung der Nichtbeach— tung, anzuzeigen. Hungen den 7. Juli 1842. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Kelter⸗Verkauf. (965) Montag den 1. Auguſt d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll in der hieſigen Gräflichen Bierbrauerel eine noch in gutem Zuſtande ſich befindende Obſt— kelter, in welcher circa eine Ohm ausgepreßt werden kann, beſtehend in einem eichnen Trog mit dem nöthi⸗ gen Unterlager, zwei ſtaͤrke eiſerne Schrauben nebſt Schraubenmattern und einem Hobel, an Ort und Stelle meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung ver⸗ ſteigert werden. Laubach den 11. Juli 1842. Der Gräͤfliche Bauaufſeher Löffler. Holz⸗ und Waldſtreu-Verſteigerung. (994) Freitag den 29. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Hoheburg, 1 Stecken eichen Scheitholz, 2 Stecken Stockholz, 34 Stück Wellen und 61 Haufen Wald— ſtreu öffentlich verſteigert werden, wozu Kaufluſtige einladet Oberrosbach den 23. Juli 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Ediet alla du nig, betreffend das Schuldenweſen des Konrad Schorle zu Oberlais. (995) Ueber das uͤberſchuldete Vermögen des Rub⸗ rikaten iſt von großh. Hofgericht zu Gießen der förmliche Concursprozeß erkannt, und das unter— zeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt worden. Demnach werden alle, ſowohl bekannte als un⸗ bekannte Gläubiger des Konrad Schörle hiermit auf⸗ gefordert, ihre Forderungen und ſonſtigen Rechtsan⸗ ſprüche in dem auf Freitag den 9. Sptbr., Morgens 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſogewiß dahier an⸗ zuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſipdecret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Nidda am 6. Juli 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Arbeits-Verſteigerung. (996) Freitag den 29. Juli, Mittags gegen 11 Uhr, ſoll an dem dahieſigen Schulhaus ein neuer Bewurf äußerer Seits an den Wenigſtnehmenden einer Verſteigerung ausgefetzt werden. Sachverſtän⸗ dige und luſttragende Theiluehmer ſetzt man hiervon in Kenntniß. 5 Stammheim den 22. Juli 1842. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Metzler. N Privat⸗Bekanntmachungen. i Von 6 Pferden (973) will der Unterzeichnete 2 aus freier Hand verkaufen. Dem Kaͤufer ſteht die Wahl frei. Rödgen. Jehner, Bürgermeiſter. Fruchtverſteigerung. (988) Donnerſtag den 28. Juli d. J, Vormittags 11 Uhr, läßt der Unterzeichnete im Gaſthauſe des Herrn Louis Luft dahier, 250 Malter Waizen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſtbietend öffentlich verſteigern. Hungen den 20. Juli 1842. C. H. Scheuermann, Pachter. Ein junger Burſche, (997) welcher die Bäcker⸗Profeſſion erlernen will, kann in der Nähe von Friedberg mit oder ohne Lehr— geld ſogleich in die Lehre treten. Bei wem ſagt die Expedition dieſes Blattes. Alle Formularien, (998) welche die grßh. Bürgermeiſter bedürfen, ſind bei dem Unterzeichneten zu haben. Hungen den 23. Juli 1842. Scheuermann, Buchbinder. Bekanntmachung. (999) Montag den 1. Auguſt d. J, Morgens 10 Uhr, werden folgende Gegenſtände einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt, als: 19 1 Kelter mit eiſernen Schrauben, 2) 1 Aepfelmühle, 3) 3 Stück Obſtwein, 4) 3—6 leere Stückfaß, 5) verſchiedene Hausgeräthſchaften. Butzbach den 20. Juli 1842. Jacob Steinhäuſer III. „ 268 K. Preis ⸗ Reeg el ſchie ben 8 5 8 Nacſtehender iſt geſonnen Sonntag den 31. . M. ein Preis⸗Kegelſpiel zu veranſtalken, wozu 9 alle Liebhaber des Kegelſpiels einladet. Die zu gewinn enden Gaben, welche von den Luſttragenden im Lokale des Unterzeichneten eingeſehen werden kön ⸗ nen, ſind folgende: 1) 1 Commode mit einem Schreibpult, 2) 1 Hammel, 3) 1 Porzellan-Pfeifenkopf, mit Silber beſchlagen, 4) 1 Thaler, preußiſch Curant. ne Conrad Traband, Gaſtwirth. Ne Verkauf. (1001) Bei Unterzeichnetem ſtehen 2 neue Bütten⸗ Keltern mit eiſernen Schrauben und Muttern zu verkaufen. Butzbach den 20. Juli 1842. Gottfried Zell. Landwirthſchaftliche Preis vertheilung in Butzbach. (1002) Zur Erhöhung der Preisvertheilung, welche nach den Beſtimmungen der Behörde Donnerſtag den 28. d. M. dahier ſtattfindet, welche Einrichtung den ſchönen Zweck der Veredlung der Viehzucht, des wichtigen Zweigs der Landwirthſchaft, ſo unverkenn⸗ ba, gefördert hat, werden die üblichen Feſtlichkeiten in folgender Ordnung ſtattfinden. Abends zuvor wird dieſer Feſttag mit Böller⸗ ſchüſſen verkündet und dies den folgenden Morgen wiederholt. Zu den Feſtlichkeiten ſelbſt iſt ein in der Nähe des Gaſthauſes zum Heſſiſchen Hof gele— genes Wieſenſtück, genannter Gaſthof und der Be— luſtigungsplatz vor'm Stadtwald, Schrenzer genannt, beſtimmt. Die Verſammlung der betreffenden Behörden, des Feſtesmités, des Stadtraths, des Singvereins und der ſonſt einwirkenden Perſonen, findet Morgens 8 Uhr in genanntem Gaſthof ſtatt, von wo aus ſie ſich nach der zur Aufſtellung des Viehes, Beſchauung deſſelben und Preisvertheilung an die Vieheigenthuͤ— mer, beſtimmten— in der Nähe gelegenen Feſtplatze begeben. Nach Beendigung deſſen findet ein Mittagsmahl in den ſchönen und geräumigen Localen des Heſſi⸗ ſchen Hofs ſtatt und dann begibt ſich der Feſtzug— dem die zur Ausſpielung beſtimmten Gegenſtände folgen— unter Geſang und Muſik nach dem, wegen ſeiner überraſchenden Ausſicht in die geſegneten Ge⸗ filden der Wetterau weit bekannten Schrenzerberge zu den da fortzuſetzenden Feſtlichkeiten, die durch freie Muſik und Tanz, ſowie Spiele der Jugend, verſchönert werden. Dieſer Tag, welcher allen Befoͤrderern des Nuͤtz⸗ lichen in froher Erinnerung bleiben wird, ſchließt ſich mit Aufſteigen von Luftballons und Abbe e von Feuerwerk. Butzbach im Juli 1842. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C arl Bin de rnage! in Friedberg. Die gtoßh an ümmtliche Krei Nachſtehen Nachachtang und Hungen Dad Großherz C Bei dem nothwendig, da wonnen wird. Wir haben Vießbeſtzer, wel daß nachhaliige näher zu beſüin 1) Die? dem betreffend 2 Die der Kühe, an zeige 9 3) Erha Wießbeſtzers v ſoegruͤndet beft. „Kiſder zu imp „Kreis⸗ und Lan 0 die Al Inde 11 ben, 8 Inhalt zer ö Kühen, gleichbg Juteligenglan Darmſt 3 4 Die acht