dderg un der 1842 * S1 ——u— * ern 5228 R ·˖⸗‚· KE 2 * — — — Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 23. November 1842. ———.— Amtlicher Theil. —— Statuten fuͤr den landwirthſchaftlichen Bezirksverein des Kreiſes Friedberg. F. 1. Der landwirthſchaftliche Bezirksverein des Kreiſes Friedberg ſoll für den landwirthſchaftlichen Provinzialverein als Organ zur Beförderung der landwirthſchaftlichen Intereſſen im Allgemeinen, insbe— ſondere aber derjenigen des Kreiſes Friedberg dienen. Seine Aufgabe beſteht daher zunächſt in der Unterſuchung des jeweiligen Zuſtandes des landwirthſchaftlichen Betriebes im Kreiſe Friedberg und in der Erforſchung ſeiner Mängel und Gebrechen, in der Erwägung der Mittel und Wege wie denſelben abzuhelfen ſey, und endlich in der Sorge für allſeitige Verbeſſerung und Vervollkommnung der Landwirthſchaft in dem Be— zirke überhaupt. §. 2. Der Bezirksverein wird ſich zu dieſem Zwecke in Gemäßheit der Statuten des Hauptvereins vom 13. Oktob. 1831 mit dem Provinzialverein in beſtändiger Verbindung erhalten, und ſeine Protocolle Ic. an denſelben einſenden. §. 3. Active Mitglieder mit Stimmrecht können nur ſolche ſeyn, welche in einem der 3 Provinzial vereine des Großherzogthums Heſſen aufgenommen ſind. Andere ſind uberhaupt ausgeſchloſſen, können doch ein⸗ oder zweimal durch wirkliche Mitglieder des Vereins in den Verſammlungen eingeführt werden. §. 4. Die Vorſtände des Bezirksvereins werden gebildet: 1) Durch den jeweiligen Kreisrath des Kreiſes Friedberg als J. Director, 2) Aus einem II. Director, 3) Aus einem Ausſchuſſe von 3 Mitgliedern und 4) Einem Sekretär, der zugleich eintretenden Falls die Kaſſiergeſchäfte beſorgt. §. 5. Die unter 2—4 in vorſtehendem§. gedachten Vorſtände werden in der Bezirks-Verſammlung auf je 3 Jahre gewählt, jedoch rückſichtlich der Ausſchußmitglieder beſtimmt, daß jedes Jahr ein Mitglied nittelſt Looſung austreten und durch neue Wahl er ſetzt werden ſoll. §. 6. Die Functionen der Vorſtände des Bezirkvereins ſind dieſelben, wie diejenigen der Vorſtände des Provinzialvereins.(Vergl.§. 26—29 der Statuten des Letzteren.) §. 7. Ebenſo ſoll auch die Geſchäfts ordnung des Provinzialvereins auf den Bezirksverein Anwen— dung finden. § 8. Es ſollen jährlich regelmäßig 2 Verſammlungen, und zwar an dem erſten Mittwoch in der weiten Hälfte der Monate März und September gehalten werden. Wenn etwa ein Feiertag auf einen dieſer Tage fällt, ſo findet alsdann die Verſammlung 8 Tage ſpäter ſtatt. Der Ort der Zuſammenkunft wird jedes mal durch die Hauptverſammlung beſtimmt. Zur allgemeinen Kenntnißnahme ſoll indeſſen der zer min einer jeden Verſammlung kurz vorher noch in dem Intelligenzblatte für den Kreis Friedberg ver— oͤffentlicht werden. Friedberg den 2. April 1842. Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Kü ch ler. Zur Warnung. In dem Dorfe Geisnidda ſtarben in der Nacht vom 3. auf den 4. November die beiden Eheleute Joh. Konrad Köhler und Suſanna Eliſabetha, geb. Luft den ſchrecklichen Tod durch Erſticken. Das im Ofen die Nacht über fortglimmende Braunkohlenfeuer hatte, wie berichtet wird, einen allzu nah befindlichen Balken und ſonſtige leicht feuerfangende Brennſtoffe ergriffen und einen ſo ſtarken Rauch in der Schlaf⸗ kammer erzeugt, daß die genannten Eheleute getödtet wurden. Welch ein Schrecken fur die armen Kinder, die von allem nichts erfuhren bis am Morgen, als ſie die Thüre der anſtoßenden Stube öffneten. Die Frau war im Bette geſtorben; der Mann hatte ſich im Todeskampf bis in die Mitte der Kammer fort⸗ gearbeitet. Alle Wiederbelebungsverſuche blieben er— folglos. Nähme doch Jedermann vor dem Schlafengehen Bedacht darauf, daß das Feuer ſorgfältig ausgelöſcht oder wenigſtens die Ofenthüren und Aſchenkaſten ordentlich geſchloſſen würden. Beſonders bei Braun- kohlenfeuer muß alles Feuergefährliche entfernt werden. Dieß iſt vor Allem da zu berückſichtigen, wo für Kranke die Braunkohlen die Nacht über fortglimmen ſollen. Man muß ſich wundern, daß bei der Leicht— fertigkeit, mit der halberloſchene Braunkohlenaſche von Vielen behandelt wird, nicht mehr Unglück paſſirt. Merkwürdige Ausgrabungen bei Butzbach. Vor einiger Zeit wurde Herr Profeſſor Dr. Dieffenbach von Friedberg beauftragt, die Nach⸗ grabungen auf der großen Römerſtätte bei Butzbach, der Hunenberg genannt, zu leiten. Dieſe Nach⸗ grabungen, welche durch eine vom Staate verwilligte Unterſtützung möglich wurden, lieferten bald die er— freulichſten Reſultate, welche Herr Profeſſor Dieffen— bach am 21. Oktober der Generalverſammlung des hiſtoriſchen Vereins vorlegte. Am 5. Oktober ſtießen die Arbeiter auf ein läng⸗ lich⸗viereckigtes Fundament von 5% Fuß Länge und 4 Fuß 7 Zoll Breite, was die Unterlage eines Pila— ſters geweſen zu ſein ſcheint. Bald nachher fanden ſich deren noch zwei, Beide 10 Fuß 2 Zoll von dem mitt—⸗ lern entfernt. In der Umgebung fand ſich Eiſenwerk, Ziegeln, Backſteine, Gefäßreſte von Siegelerde, Brett— ſpielſteine, Aſche, Kohlen u. ſ. w. An andern Stellen fanden ſich Brandſtätten mit verkohltem Wai⸗ zen, ein wohlerhaltenes unterirdiſches Gemach 16 Fuß lang, 10 Fuß breit, dabei ein Dachziegel mit zwei ſcharf und deutlich eingedrückten Hundsſpuren. Auch wurde hier ein Calamus d. h. eine Schreib feder von Erz gefunden, zum Beweis daß unſere Me— tallfedern keine neue Erfindung ſind. Die Röhre iſt ſo dick, wie ein Schwanenkiel, der Spalt noch ganz deutlich und die Spitze etwa ½ Zoll breit. Dieſe Feder iſt eine große Seltenheit, da bisher, ſo viel man weiß, noch keine aufgefunden worden.— Faßt man die Reſultate der ſeitherigen Nachgra⸗ „% 404 bungen zuſammen, ſo läßt ſich Folgendes mit Sicherheit annehmen: Die Hunenburg iſt eine der bedeutendſten Römerſtätten in der Wetterau; es ſcheint ein größerer Ort geweſen zu ſein, der wenigſtens 500 Schritte lang und 400 Schritte breit war. Die Form war unre⸗ gelmäßig. Es muß hier eine reiche Fundgrube be⸗ deutender Alterthümer ſein, denn die Haͤuſer der Vornehmen, Tempel und andere Monumente ſind noch gar nicht zu Tage gefördert. Nach Beendigung der Nachgrabungen will Hr. Profeſſor Dieffenbach, der ſich um dieſelben ſo verdient gemacht hat, und mit Vorzeigung des Gefundenen bei den Vereins⸗ gliedern in Darmſtadt große Theilnahme erregte, eine genaue und umſtändliche Beſchreibung heraus⸗ geben, bis zu deren Erſcheinen der wißbegierige Leſer ſich gedulden muß.— Seitdem ſindbei fortgeſetzten Rachgrabungen wieder gefunden worden. 1) Mehrere Legions- und Cohortenſtempel. ) Zwei Ueberreſte von kleinen Bildſäͤulen aus poröſem Baſalt und Sandſtein. 3) Münzen, Spielmarken, Schreibgriffel. 4) Ein Wohnhaus aus zwei Zimmern beſtehend, worin noch intereſſante Spuren der alten Ein⸗ richtung zu ſehen ſind. Wie viel Licht können dieſe merkwürdigen Alter⸗ thümer über das häusliche Leben der Römer verbrei— ten! Sonntags ziehen die Butzbacher ſchaarenweiſe nach der Hunenburg um die Ueberreſte einer merk⸗ würdigen Vergangenheit zu betrachten, die uns mit dieſen wichtigen und unwichtigen Geräthen des Be⸗ dürfniſſes und der Bequemlichkeit, aufs lebendigſte vor Augen tritt. Steinbach. Der Steinbacher Singverein feierte den 31. Ok⸗ tober auf dem an der Gieſer Straße gelegenen Lutherberg, das Andenken an das Reformations— feſt, durch Abſingung des mehrſtimmig geſetzten Liedes: „ein' feſte Burg iſt unſer Gott.“ Die Orcheſter⸗ begleitung, die große Menſchenmenge, welche den Huͤgel bedeckte, der Schein der Fackeln, welcher in der hereingebrochenen Nacht die bekränzte Büſte des großen Reformators beleuchtete, ſo wie die friſche Erinnerung an das kürzlich vorgefallene Unglück gaben der Feier etwas eigenthümlich Erhebendes und Inniges. Als der Geiſtliche nach Beendigung des Geſanges einige Worte geſprochen und mit dem Vater unſer geſchloſſen hatte, begaben ſich die Verſammelten in ruhiger Ordnung wieder nach Hauſe. Der Luther— berg ſoll nächſten Sommer mit einer Anlage ge⸗ ſchmückt werden. Das Unglück der Abgebrannten hat von allen Seiten her ſo viel Theilnahme gefunden, daß die meiſten Verluſte erſetzt werden. Nächſten Sommer ſind nur noch 22 Scheuern und 7 Wohn—⸗ häuſer wieder aufzubauen. Die engliſche Bibelgeſell⸗ ſchaft zu Frankfurt hat 25 Bibeln geſchickt. Ein an der Straße nach Lich ſtehendes Birnbäumchen, Gemeinden der a berdient ihre sch der Ehronik der 90 Am 2. Novemt Niederweiſel vier ab. Der gunſtige an die Brandſtat dächer wandten e gebrannten haber Futter verloren. keit beim Flachsb ——— Bekanntmo A u (4440) Nac Sohn des verſtor ningen, bereits se weſend befindet, überſchritten hat gewiß binnen 3 gen, als ſonſten verwaltet worde Verwandten ver Etwaige Erb len derſelben Fr ſunſten bei der genommen werde hungen den Groß die Ablöſung markung Ma den Herrn! zuſtehenden bach Erlaucht q emarkun deccend f. u beſtehend, r aten ern Cin: tdigen Alter, omet ver Haarenweiſe einer merk, die uns mit 1 Nea den des brei⸗ Be⸗ e s ledendigſte den 31. Ok, ße geltgenen Nefermat cſetzten Die Orcheſtet⸗ welche lons⸗ edte: den „, welcher in s Nut nens die die f ene Unglüc e des riſch 9 rbebendes und * 405„. welches, ſchon ganz entlaubt, nochmals im ſchönſten Blüthenſchmucke ſteht, nahm man zum troöſtlichen Zeichen des neuerſtehenden Ortes. Eine dankbare Gemeinde. Die Gemeinde Hochweiſel(Kr. Friedberg) hat durch einſtimmigen Beſchluß ihres Vorſtandes dem früher(1830) an der daſigen Schule vicariren⸗ den Schullehrer Prätorius, jetzt zu Steinbach, eine Unterſtützung von 20 Gulden aus der Gemeinde— kaſſe zu Theil werden laſſen, weil er„ſein Amt zu Hochweiſel zur Zufriedenheit aller Ein⸗ wohner verwaltete und ihm das Brandun⸗ glück ſeine ſämmtlichen nicht verſicherten Mobälien verzehrte.“ Damit hat die Gemeinde ſich und ihren ehemaligen Lehrer geehrt; und da Gemeinden der Art nicht gerade ſehr häufig ſind, verdient ihre ſchöne Handlung wohl einen Platz in der Chronik der Wetterau. Niederweiſel. Am 2. November Abends neun Uhr brannten zu Niederweiſel vier Scheuern mit den Nebengebäuden ab. Der günſtige Wind, die raſche Hülfe und einige an die Brandſtaätte unmittelbar angrenzenden Ziegel— dächer wandten ein größeres Unglück ab. Die Ab— gebrannten haben ihre ganze Erndte an Frucht und Futter verloren. Das Feuer ſoll durch Unverſichtig⸗ keit beim Flachsbrechen entſtanden ſein. Bekanntmachungen von Behoͤrden. d ιιν Aufforderung. (1440) Nachdem Gottfried Marſteller, Sohn des verſtorbenen David Marſteller zu Grü— ningen, bereits ſeit einer Reihe von Jahren ſich ab— weſend befindet, und nunmehr das 70ſte Lebens jahr überſchritten hat, ſo wird derſelbe aufgefordert, ſo— gewiß binnen 3 Monaten ſeinen Aufenthalt anzuzei— gen, als ſonſten ſein Vermögen, ſo ſeither curatoriſch verwaltet worden, an die ſich legitimirenden nächſten Verwandten verabfolgt werden wird. Etwaige Erb- oder ſonſtige Anſpruͤche ſind bin— nen derſelben Friſt ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſten bei der Verabfolgung keine Ruͤckſicht darauf genommen werden wird. Hungen den 7. November 1842. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Die Ablöſung der Grundrenten in der Ge— markung Muſchenheim, insbeſondere der dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach zuſtehenden. (1442) Die dem Herrn Grafen von Solms⸗Lau⸗ bach Erlaucht zuſtehenden Zehntgrundrenten in der Gemarkung des hieſigen Bezirksortes Muſchenheim, beſtehend in Mltr. S. K. Gſchd. Ms. Geldandſchlag Walzen 15 2 3 1 2 116 fl. 14¼86 kr. Korn 73 1— 3 1 415„ 22 5 Gerſte 68 N 2 2 308 7 26/ 7 Hafer 21 1 41 17 60%, 28% ſollen, nach mehrfachen Adminiſtrativ-Verhandlungen und Verfügungen abgelößt werden. Wer daher bei dieſer Ablöſung ſich betheiligt erachtet, und Rechts- anſprüche geltend zu machen gedenkt, wird aufgefor⸗ dert, ſolches ſo gewiß binnen 2 Monaten zu bewir— ken, als ſonſten die Auszahlung des zu 16,209 fl. 25 ½s kr. berechneten Ablöſungskapitals an des ge⸗ nannten Herrn Grafen Erlaucht, oder ſeine Be— hörde, zugelaſſen werden wird. Hungen den 7. November 1842. Großh. Heſſ. Furſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Eichen⸗Bauholz⸗Verſteigerung. (1449) Montag den 5. Dezember d. J., des Mit⸗ tags präcis um 12 Uhr, ſollen in dem hieſigen Ge⸗ meindewalde, die Jungenmark genannt, ungefähr 70 Stück Eichen⸗Bauſtämme von ausgeſuchter Qua⸗ lität und Schönheit öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, welches mit dem Bemerken hierdurch bekannt gemacht wird, daß ſich darunter die ſchönſten Stämme von 60 bis 70 Fuß Länge, 40 Zoll Durchmeſſer, 300, 400 bis 500 Cubikfuß enthaltend, befinden, die ſich daher zu Schiffsbauholz und Wellbäumen vollkommen eignen. Man erſucht zugleich die Herrn Buͤrgermeiſter, dieſes, im Intereſſe der Bauliebhaber, Zimmer- und übrigen Handwerksleute, in ihren unterhabenden Ge— meinden alsbald öffentlich publiciren laſſen zu wollen. Langgöns, bei Gießen, am 17. Nov. 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Freſen ius. Fruchtverſteigerung. (1461) Montag den 28. November l. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe 40 Malter Korn und 10 Malter Gerſte von den Frucht— vorräthen des Auguſtiner Schulfonds zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 17. November 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Brod Lieferung. (1462) Donnerſtag den 1. Dezember d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird die Lieferung des erfor— derlichen Brodes pro erſtes Semeſter 1843 für die Garniſon Friedberg auf dem Militärverwaltungs— bureau dahier verſteigert. Die Herrn Buͤrgermeiſter der Umgegend Fried— bergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 19. November 1842. J. A. G Oberquartiermeiſter. Oel⸗, Schuh- und Sohlen-Lieferung. (1463) Die Lieferung des Oel-, Schuh- und Soh⸗ lenbedarfs für das 2. Bataillon des 4. Infanterie⸗ Regiments während des 1. Semeſters 1843 ſoll Freitag den 2. Dezember d. J., Vormittags, Erſtere um 10 Uhr, Letztere um halb 11 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau bemerkten Bataillons verſteigert werden. Friedberg den 19. November 1842. . A. G ö lz, Oberquartiermeiſter. Holz- Lieferung. (1464) Samſtag den 3. Dezember d. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, wird die Lieferung von 270 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon Friedberg, auf dem hieſigen Militärverwaltungs-Bureau in Accord gegeben und es werden die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs erſucht, dieſes bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 19. November 1842. J. A. G ö lz, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1465) Montag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Rodheim, Diſtrikt Wellenberg und Spitzenſteinhecken, nachverzeichnete Helzſortimente: 1) 33½ Stecken buchen Scheitholz, 2 20 ien 45 3, Hefen 1 49 4„ buchen Pruͤgelholz, 50 6½%„ eichen birken Prügelholz,* 6) 36„ buchen Stockholz, 7 874 7 eichen 7 8) 1140 Stück buchen Reisholzwellen, 9) 653„ eichen 1 a tiefen 75 11) 45„ buchen Werk- und Nutzholz, 110 Cubikfuß haltend, 125 26„ eichen Werk- und Nutzholz, 188 Cubikfuß haltend, birken Werk- und Nutzholz, 14 Cubikfuß haltend, an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort findet in obigem Ter— min auf der Waldbahn gegen Köppern ſtatt. Rodheim den 17, November 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Fleiſchlieferung. (1466) Die auf Freitag den 25. dieſes Monats anberaumte Verſteigerung der Fleiſchlieferung fuͤr die Sträflinge dahier wird eingetretener Verhinder⸗ ungen wegen, auf Freitag den 2. Dez. l. J verlegt. Marienſchloß am 19. November 1842. In Auftrag Gr. Zuchthaus⸗Direction Weigel, Speiſemeiſter. 130 6 * 406 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernsgel in Friedberg. Mobilien-Verſteigerung. (1467) Dienſtag den 29. d. M., Vormittags um 40 Uhr, werden in der Wohnung des Adam Jung dahier 1 Pferd, 1 Kuh, 1 einſpänniger Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Fegmühle, Gerſten⸗ und Hafer⸗ ſtroh, eine Parthie Spreu und ſonſtige Requiſiten, gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert. Wölfersheim den 21. November 1842. Der großh. heſſ. Burgermeiſter Allwohn. N Privat⸗ Bekanntmachungen. 1,400 fl. (1418) liegen bei der Kirche zu Höͤchſt a. d. N. zum Ausleihen bereit. Hoͤchſt den 5. November 1842. Der Kirchenrechner Schäfer. Empfehlung. (1456) Mit vorzuͤglichem gebleichtem, ungebleich⸗ tem, blauem und türkiſchrothem Zettel- und Ein⸗ ſchlaggarn in den gangbarſten Nummern, ferner mit ſehr ſchönen breiten Bettzeugen, Barchent, Baum⸗ wolltuch, Kittelzeuge, Haman, Schirting, Sacktüchern, breitem und Streifen-Tüll, Spitzen, vier- und ſechs⸗ drähtigem wollenem und ächtem engliſchem baum⸗ wollenem Strickgarn, Nähſeide, leinenem und baum⸗ wollenem Zwirn, ſowie überhaupt mit allen in die— ſes Fach einſchlagenden Artikeln bin ich beſtens ver— ſehen, und werde dieſelben zu den möglichſt billigſten Preiſen verkaufen. Friedberg. Nathan Hirſchhorn 8 Uſergaſſe Nr. 244. Ein Geißböckchen (1468) iſt dem Unterzeichneten vor einiger Zeit zu⸗ gelaufen. Der rechtmäßige Eigenthümer wird gebeten, daſſelbe binnen 14 Tagen bei ihm abzuholen. Friedberg. H. Nees. Aufforderung. (1469) Alle diejenigen, welche auf Martini Pacht an mich zu bezahlen hatten, mögen binnen 8 Tagen bezahlen, anſonſt Mahnung erfolgt. Friedberg den 20. November 1842. Ph. Philippi. 772 fl. 28% kn (1470) Pfarrkapitalien ſind in 3 bis 4 Monaten in der Kirchenkaſſe zu Hungen auszuleihen. Der Kirchenrechner Jockel. Preiskegelſchieben. (1471) Sonntag den 27. und Montag den 28. November wird bei Unterzeichnetem ein Preiskegel⸗ ſchieben gehalten werden, wozu derſelbe mit dem Bemerken, daß die Kegelbahn jeden Tag zum Ein— üben geheizt werden wird, und daß Karten von heute an bei ihm zu haben ſind, höflichſt einladet. Friedberg den 20. November 1842. Friedrich Rodaug. Im Mai Orleans eine erlaſſen hatt dienen. Auf Ebene machte mann, den ic ſagte er, es pagnie, der und erſchoſſe in demſelben pitulationen. Das Reg Rande des Acht Officiet ſchrieb einige geklagte, ein Anklagerin e falteten H an, als der habe dieſer! rief der Ol Burſche.— Herr Oberſt, fragte der „Ich ſch ſeidnen Geld licht haben wieder. Me mußt Du mi bald, und s ds aber erſt, Deine treue Arrold b U ganze N. dale ich in Manger, ale