1111 Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 9. 7. Mittwoch, den 21. September 1842 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Kirchen⸗ und Schulvorſtaͤnde des Kreiſes. ——— Beſtimmungen, insbeſondere: 1) die höchſte Verordnung vom 28. Okteber 1802, 29 das Miniſterial⸗Reſeript vom 24. Mai 1804, 3) das Oberſchulraths-Ausſchreiben vom 25. Januar 1827 und 4) die Verordnung vom 24. Decbr. 1826(Reg.-Bl. S. 13 v. 1827) allgemein gekannt wären; ſo bin ich veranlaßt, ſolche hierunter durch erneuerten Abdruck zu Ihrer und Jedermanns Kenntniß zu bringen. Friedberg den 10. September 1842. Küchler. Von Gottes Gnaden, Wir Ludewig X., Landgraf zu Heſſen, Fuͤrſt zu Hersfeld, Graf zu Catzenellen— bogen, Diez, Ziegenhain, Nidda, Hanau, Schaumburg, Yſenburg und Buͤdingen ꝛe. Fuͤgen hiermit zu wiſſen: Da die bisherige Erfahrung gelehret hat, daß die Erheb- und Einbringung des der geiſtlichen Wittwen— Caſſe dahier nach dem Ableben eines Pfarrers, Caplans oder Praͤceptors gebuͤhrenden Beſoldungs-Quartals in Abſicht des bei einer ſolchen Stelle befindlichen Guͤter-Baues vielen Schwierigkeiten und Weiterungen in dem Fall unterworfen geweſen iſt, wenn von dem verſtorbenen Pfarrer, Caplan oder Praͤceptor das Guth ſelbſt gebauet worden; ſo haben Wir, um dieſe Inconvenienz zu beſeitigen, in Rückſicht dieſes Beſoldungs— Gegenſtandes zu verordnen Uns veranlaßt gefunden, daß kuͤnftig in allen denjenigen Faͤllen, wo die Pfarrei, Caplanei oder der Praͤceptor das Guth ſelbſt bauet, die Abtheilung nach den Regeln der Halbbauerei— mithin dergeſtalt geſchehen ſolle, daß die Relicten des verſtorbenen Geiſtlichen die Haͤlfte des Ertrags von den beſtellten Guͤtern fuͤr die Bau-, Beſſerungs⸗ und Ausſtellungs-Koſten voraus wegziehen, die andere Haͤlfte aber nach Verſchiedenheit der Umſtaͤnde entweder ganz, oder auch nur das der Wittwen-Caſſe hiervon zu⸗ ſtehende Antheil oͤffentlich nach vorgaͤngiger genauer pflichtmaͤßiger Abſchätzung verſteigt werde, auf welche Weiſe alsdann die Wittwenkaſſe ſowohl, als die uͤbrigen Intereſſenten zu dem ihrigen gelangen. f Um nun aber auch die allenfallſigen Anſtaͤnde bei der Verſchiedenheit der ſich ereignenden moͤglichen Faͤlle ſo viel moͤglich zu erſchoͤpfen, und allen Nebenbedeutungen zuvorzukommen, wird zur Erläuterung angefuͤget: 19 die Erben des verſtorbenen Geiſtlichen oder Praeceptoris literati haben, wenn bei dem Abſterben ihres Erblaſſers die Saat ſchon beſtellt, das Einſammeln und Einbringen der Erndte unter einer von Seiten der Wittwenkaſſe zu beſtellenden Controlle zu beſorgen oder beſorgen zu laſſen, wo ſie den halben Ertrag voraus beziehen ſollen, und es muß dieſes auf jeden Fall ihre Sache bleiben, wenn ſie auch nicht in loco ſeyn ſollten, um ſolches ſelbſt beſorgen zu koͤnnen; 2) ſtirbt hingegen ein Geiſtlicher oder Praeceptor literatus vor angefangener Winter- und Sommer⸗ beſtellung und Ausſaat, und der verſtorbene Geiſtliche oder Praeceptor literatus hatte eigenes Schiff und % 332*. Geſchirr, oder daß ſich zu den Erben zu verſehen waͤre, daß ſie eine oder die andere Ausſaat gut beſtellen wuͤrden; ſo kann man geſchehen laſſen, daß ſie dieſe Ausſtellung uͤbernehmen und auch die Erndte einthun, in dieſem Fall aber haben dieſelben keine andere Verguͤtung fuͤr dieſe Ausſtellung und Einbringung zu erwarten, als die Haͤlfte von dieſer Erndte; falls aber dieſe Ausſtellung von den Erben nicht übernommen und beſorgt wird, ſo ſoll die Benutzung der reſp. Winter- und Sommer⸗-Saat durch oͤffentliche Verſteigerung 150 58 und der Erloͤs pro rata temporis unter den Erben, der Wittwenkaſſe und dem Amtsnachfolger ver⸗ theilet werden; 3) ſtirbt aber ein Geiſtlicher oder Praeceptor literatus waͤhrend der Beſtellung und Ausſaat, oder nach vollendeter Beſtellung und Ausſaat des Winterfeldes oder des Sommerfeldes; ſo ſind im erſten Falle die Erben ſchuldig, die Beſtellung und Ausſaat noch zu vollenden oder voͤllig beendigen zu laſſen; in beiden Fallen beziehen ſie aber wegen den obbenannten Koſten die Haͤlfte der reſp. Sommer- und Winter⸗Erndte; die weitere Haͤlfte aber oder der von dieſer Hälfte durch deren Verſteigerung erlangte Erloͤs wird unter die Intereſſenten pro rata temporis vertheilt; 4) ſtirbt endlich ein Geiſtlicher oder Praeceptor literatus, wenn Winter- und Sommer⸗Erndte bereits eingebracht iſt, jedoch noch vor Ablauf des Jahrs; ſo muͤſſen in dieſem Falle die Erndten aus den Zehend⸗ Buͤchern oder durch pflichtmaͤßige Angabe der Erben, oder auch durch verpflichtete Taxatoren beſtimmt werdenz alsdann gehet die Hälfte wegen der Bau-, Beſſerungs- und Erndtekoſten voraus weg, die uͤbrige Haͤlfte wird pro rata temporis unter die Intereſſenten getheilt. Unſere Consistoria haben demnach dieſe Verordnung in Unſern ſämmtlichen Landen an die Behoͤrden zur ohnfehlbaren Nachachtung auszuſchreiben und bekannt zu machen, ſofort uͤber deren puͤnktlichſte Beob⸗ achtung genau zu halten und in vorkommenden Faͤllen ſich unterthaͤnigſt zu achten. Urkundlich Unſers beigedruckten Fuͤrſtl. Geheimen Inſiegels. Darmſtadt den 28. Oktober 1802. Ex speciali Commissione Serenissimi. Fuͤrſtlich Heſſiſche Praͤſident, Canzlar und Geheime Räthe daſelbſt. A. P. Heße. Frhr. v. Lehmann. Extractus protocolli Ministerii de dato Darmſtadt den 24. Mai 1304 ad num. D. 3731. Das der Geiſtlichen Wittwenkaſſe bei Pfarr-Vacanzen zufallende Beſoldungs-Quartal btr. Rescribatur an den Landg. Kirchen- und Schul⸗Rath zu Gießen, auf deſſen Bericht vom 1. Maͤrz d. J., unter Ruͤckſchluß des Pfarrer Decher'ſchen Berichts: Die Verordnung vom 28. Oktober 1802 habe blos die Pfarr-Vacaturen, welche durch Sterbefälle ſich ergeben, zum Gegenſtand und koͤnne daher auf diejenigen, welche durch Verſetzungen oder Remotionen ſich ereig⸗ neten, nicht ertendirt werden. Was nun die von dem Pfarrer Decher aufgeſtellten Fragpunkte anlange, ſo ſolle ad 1) die Theilung der Fruͤchte in der Scheuer geſchehen, indem nach der gedachten Verordnung den Erben das Einſammlen und Einbringen der Erndte in denjenigen Faͤllen obliegt, wo der verſtorbene Geiſt⸗ liche entweder ſelbſt die in eigenem Bau gehabten Beſoldungs-Guͤter ausgeſtellt, oder deren Ausſtellung von den Erben beſorgt worden iſt, N ad 2 ſolle die Theilung der Fruͤchte nach dem Maas geſchehen, weil dabei eine Verkuͤrzung auf der einen oder der andern Seite nicht ſtatt finden koͤnne, ſowie die durchs Ausdreſchen derſelben verurſacht werdenden Koſten gemeinſchaftlich unter die Intereſſenten pro rata der participirenden Fruͤchte zu repartiren ſeien.— Und ſo wie ad 3) das Stroh, welches ebenfalls zur Erndte gehoͤret, die Erben des verſtorbenen Geiſtlichen, welche, oder noch deren Erblaſſer ſelbſt, die Ausſtellung beſorgt haben, die andere Haͤlfte aber, oder der durch Verſteigerung dieſer Halfte eingegangene Erloͤs, unter die Intereſſenten pro rata temporis vertheilt werden ſollen.— Gleich alſo ſoll es auch ad 4) in Anſehung der Theilung des ohne friſch zu duͤngen in das Brachfeld geſaͤeten Gepflaͤnzes, nach dieſer Regel gehalten werden, mithin eben ſo, wie bei den uͤbrigen Fruͤchten, die Erben, welche, oder deren Erblaſſer, die Ausſtellung beſorgt haben, die Haͤlfte zum Voraus fuͤr Bau- und Ausſtellungs⸗Koſten, auch allenfallſige Beſſerungskoſten, ohnruͤckſitlich, ob geduͤngt oder nicht geduͤngt worden, wegziehen, die andere Haͤlfte aber, wie ad 3 unter die intereſſirten Theile vertheilt werden, indem die geſchehene oder unterlaſſene Beduͤngung des Brachfelds den Nutznießer der kuͤnftigen Erndte— keineswegs aber die Wittwenkaſſe in Anſehung des derſelben in dem Sterbejahr gebuͤhrenden Beſoldungs⸗Quartals intereſſirte,— mithin eine Sache ſei, die blos die Erben des Defuncti und der neu eintretende Geiſtliche unter ſich abzuthun haben. Wornach alſo Landgr. Kirchen- und Schul-Rath den Pfarrer Decher zu Großenbuſeck zu bedeuten,— auch in andern vorkommenden aͤhnlichen Faͤllen ſich zu bemeſſen habe. Vietor. Der Großherzoglich Heſſiſche Kirchen- und Schul⸗Rath der Provinz Oberheſſen an die Großherzogl. Landräthe und Großherzogl. Inſpectoren dieſer Provinz. 5 Betreff.: Die Beſtellung der Feldgüter von vakanten Pfarr⸗ und Schulſtellen und die Vergütung der Koſten. Da wegen des fraglichen Gegenſtandes in dieſer Provinz verſchiedene Meinungen exiſtiren, indem ei an dem einen Orte ſo und an dem andern wieder anders gehalten wird; ſo haben wir zu Berichtigur, Ihnen, bb ahige beo N 1 25 0 Gieſf Vetotdnun Ad Nach Verordnun, vacanten J. Remotion unterthanigſ Dat Zur! daß bis au Rindvieh i ſcheine ver Gr. Bürge einem Ort Vermeidune Vehmarkt Die Polizeiauf Contraven Fri In de ſtarb zu! der Lungen Ortes, He nität und kreuen Die „Als 10 chen in der Steinbruc tember ne lung beg zweige von wahrgenon * 333* dieſer Verſchiedenheiten es fuͤr nothwendig gehalten, deßhalb bei der hoͤchſten Staats-Behoͤrde um naͤhere Beſtimmungen zu bitten, und hierauf die hoͤchſte Verordnung erhalten, daß 10 das Heu und Grummet fuͤr die Koſten der Gutsbeſtellung ebenfalls zur Halbirung zu ziehen ſey, wenn die Wieſen als Appertinenz des Feldguts betrachtet werden koͤnnen,— waͤhrend dieſe Halbirung da⸗ gegen in dem Falle nicht eintrete, wenn ein ſolches Gut blos aus Wieſen beſtehe, oder nur ſo wenig Feld habe, daß eine eigentliche landwirthſchaftliche Behandlung nicht ſtatt finden könne; daß ferner 2) der vorhandene Duͤnger ein unzubezweifelndes Eigenthum des abziehenden oder verſtorbenen In— habers der Stelle ſey, und daher dieſer eben ſo wenig, als deſſen Erben, in der freien Dispoſition uͤber dieſen Duͤnger beſchraͤnkt werden koͤnne. 8 N 8 Indem wir Sie daher davon zur Nachricht und Nachachtung in Kenntniß ſetzen, erwarten wir von Ihnen, daß Sie in vorkommenden Faͤllen in Ihren Berichten uͤber die Guͤterbeſtellung vakanter Stellen das Noͤthige beobachten werden. 2 25 f 5 5 Den Empfang haben Sie uͤbrigens binnen 6 Wochen einzuberichten. 221 5 Gieſſen am 25. Jauuar 1827. Fuͤr die Ausfertigung Hermanni. Verordnung, die Vergütung der Koſten für die Beſtellung der Feldgüter von vacanten Pfarr- und Schul⸗Stellen betr. Lu dEw z, von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Nachdem Wir Uns, auf erſtatteten unterthaͤnigſten Vortrag, gnaͤdigſt bewogen gefunden haben, Unſere Verordnung vom 28. Oktober 1802, die Verguͤtung der Koſten fuͤr die Beſtellung der Feldguͤter von vacanten Pfarr- und Schul-Stellen betr., auch auf diejenigen Fälle, welche in Folge der Verſetzung oder Remotion von Pfarrern, Caplanen und Praͤceptoren eintreten, kraft dieſes, auszudehnen; ſo iſt ſich hiernach unterthaͤnigſt zu achten.— Urkundlich der Unterſchrift und des beigedruckten Staats-Siegels. Darmſtadt den 24. December 1826. Aus allerhoͤchſtem Auftrag: Großherz. Heſſiſches Miniſterium des Innern und der Juſtiz v. Grolmann. Trygophorus. Polizeiverfuͤgung. Zur Verhütung des Weiterverbreitens der Maul- und Klauen Seuche iſt ferner verordnet worden, daß bis auf abändernde Verfügung Niemand, bei Vermeidung einer Polizeiſtrafe von 10 Reichsthalern, Rindvieh in irgend einem Ort einführe, ohne mit einem daſſelbe genau kenntlich machenden Geſundheits— ſcheine verſehen zu ſein. Dieſer Geſundheitsſchein muß den Urſprungsort des Viehes angeben, von dem Gr. Bürgermeiſter dieſes Orts ausgeſtellt ſeyn und zugleich die Erklärung enthalten, daß das Vieh aus einem Ort und Stalle komme, in welchem zur Zeit kein krankes Vieh vorhanden ſei. Ebenſo ſoll bei Vermeidung einer gleichen Strafe Niemand ein Stück Vieh, ohne einen ſolchen Geſundheitsſchein, auf einen Viehmarkt einführen. f Die Polizeibehörden des Kreiſes werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, das Polizeiaufſichts⸗Perſonal hiernach zu inſtruiren und die Befolgung obiger Vorſchriften zu überwachen. Contraventionen hiergegen ſind alsbald zur Beſtrafung anzuzeigen. Friedberg den 14. September 1842. Der großh. heſſ. 1 des Kreiſes Friedberg nnch leer Bekanntmachungen von Behoͤrden. S Nekrolog. In der Nacht vom 10. auf den 11. September ſtarb zu Obermörlen in dem beßten Mannesalter an der Lungenentzündung der katholiſche Geiſtliche dieſes Ortes, Herr Unzer, ein durch Intelligenz, Huma— nitaͤt und Biederkeit gleich ausgezeichneter Mann. Arbeits verſteigerung. (1217) Die bei Herſtellung des hieſigen Schul— hauſes erforderliche Maurerarbeit, voranſchlagt zu 29 fl. An ihm verliert Staat und Kirche einen redlichen, n rarbeit 18 treuen Diener. Er ruhe in Frieden! Schreinerarbeit 68„ N 5 Glaſerarbeit 50„ Zur wetterauer Chronik. Schloſſerarbeit 52% „Als eine ſeltne Erſcheinung verdient ein Bäum— Weißbinderarbeit 20 chen in der Rockenberger Gemarkung, neben J. Holl's Steinbruch, Erwähnung, an welchem den 17. Sep— tember neben reifen Aepfelu kleine, in der Entwick⸗ lung begriffene Fruͤchte und zugleich mehrere Blüthen— zweige von dem Voruͤbergehenden mit vielem Intereſſe wahrgenommen wurden.“ W. St. ſowie die Lieferung von 5 Buͤtten Kalk, 0,8 Cubik⸗ klafter Mauerſteinen und 144[] geſchliffenen Sand⸗ ſteinplatten ſoll Donnerſtag den 22. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf dem Büreau des unterzeichneten Beigeordneten wenigſtnehmend verſteigert werden, und werden die Gr. Burgermeiſter der Umgegend veröffentlichen. Kloppenheim den 12. September 1842. Der Gemeindebaumeiſter Der Gr. Beigeordnete Ruths. Scheurich. Edictal ladung. (1144) Im Niedermörler Hypothekenbuch ſteht auf dem Namen des Johannes Brillinger und Ehe⸗ frau Katharina, geb. Göbel, eine Schuld⸗ und Pfand⸗ verſchreibung über ein bei dem Kirchenfond zu Op⸗ pershofen am 10. April 1802 entliehenes Capital von 50 fl. offen, wiewol! die Erben des Schuld⸗ ners behaupten, daß d andrecht durch Zahlung erloſchen, die Schuldurt aber verloren gegangen ſeie. Auf Antrag der ben werden daher alle, welche auf die vorgenann Schuldurkunde noch An⸗ ſprüͤche zu haben vermeinen, hierdurch öffentlich auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen hier zur Anzeige zu bringen, als ſonſt jene Schuldurkunde ſofort für erloſchen erklärt und der betreffende Ein⸗ trag im Hypothekenbuch geſtrichen werden wird. Friedberg den 26. Auguſt 1842. 6 Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Obſt⸗Verſteigerung. (1200) Donnerſtag den 22. d. M., von Morgens 9 Uhr an, ſoll ſämmtliches Obſt von den ſtädtiſchen Allmeyen, beſtebend in einer beträchtlichen Partie Aepfeln, Birnen und Nüſſen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden und zwar zuerſt in 5 Partieen, als erſte Partie vom Burgberg, viereckten Weier und Seergraben, die zweite Partie Wildkautsgraben und Ockſtaͤdter Gaſſe, dritte Partie von der Gal⸗ genbrücke bis zur Oberwöllſtädter Gränze, vierte Partie vom Schützenrain, Haingraben und neuen Todtenhofe, fünfte Partie der Stadtſchreibereigraben, ſodann in einzelnen Abtheilungen auch einzelnen Bäumen, wobei bemerkt wird, daß bei annehmbarer Bürgſchaft Credit bis zum 1. December l. J. gege⸗ ben werden ſoll. Der Anfang mit der Verſteigerung wird am viereckten Weier am Seergraben gemacht. Friedberg den 7. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Hofraithe⸗Verſteigerung. (1230) Herr Stadtſchaltheis Reitzel dahier beab⸗ ſichtigt ſeine in Nro. 67. des Intelligenzblattes näher bezeichnete Hofraithe einer zweiten Verſteigerung aus⸗ zuſetzen und iſt hierzu Termin auf Dienſtag den 27. Sept. d. J., Morgens 10 Uhr, anberaumt worden. Aſſenheim den 14. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Bertalott. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1231) Donnerſtag den 29. d. M., von Vormit⸗ tags 9 Uhr an, ſollen in der Behauſung des Adam Menges dahier 20 nußbaumene Stühle, 2 runde „ 334** erſucht, dieſes in ihren Gemeinden ortsüblich zu nußbaumene Tiſche mit Deckel, 3 eichene Tiſche, 3 nußbaumene Nachttiſche, 2 nußbaumene Kommode, 3 Sophas, 4 Spiegel, 2 nußbaumene Bettladen, 1 tannener Kleiderſchrank, 3 Bücherbaͤnkel mit Schreib⸗ platten, 3 neue vollſtändige Betten mit Ueberzügen, die Ladeneinrichtung, mehrere Waagen, Gewichte und ſonſtige Gegenſtände öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden. Friedberg den 15. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Aepfel-Verſteigerung. (1232) Freitag den 23. Septbr., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Obermörlen gehörigen Aepfel, circa 45 Malter, zunächſt des Hofs Haſſeleck, meiſtbietend an Ort und Stelle, unter den bei der Verſteigerung ſelbſt bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, verſteigert werden. Die benachbarten Herrn Bürgermeiſter wollen Obiges gefälligſt in ihren Bürgermeiſtereien bekannt machen laſſen. Obermörlen den 16. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai- N ⏑τ⏑ι Privat⸗Bekanntmachungen. Aechter cypriſcher Vitriol, (1208) der beßte zur Waizenſaat, pr. Pfund 18 kr., bei Abnahme von 10 Pfund etwas geringer, iſt zu haben in dem Eiſenladen bei Johann Heinrich Fritz in Friedberg. Holzverſteigerung. (1233) Dienſtag den 27. September, Morgens 8 Uhr, wird in dem Freiherrl. von Franckenſtein'ſchen Wald ober der Querſchneiße fur Rechnung des Herrn Kammerdirectors Klenze zu Laubach das letzte Holz verſteigert: 1 10 Stecken buchen Scheitholz, 2) 250„ dürres aufgeſpaltenes buchen Pruͤ⸗ gelholz, 3„ buchen Stockholz. Ockſtadt am 18. September 1842. Eret, Forſtverrechner. Empfehlung. (1234) Meinen verehrten Freunden und Gönnern mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich in den Stand geſetzt bin, meine Steinkohlen um den Preis das Großh. Malter 2 fl. und das Korbmaas 2 fl. 8 kr. abzuſetzen, und verſpreche reelle Bedienung. Vilbel. Konrad Winter 5 im Gaſthaus zum Rappen bei Geſchwiſter May. 158 fl. (1235) liegen in der Kirchenkaſſe zu Burggräfen⸗ rode zum Ausleihen bereit. a Fertſch, Pfarrer. 200 Malter Aepfel (1236) wünſcht noch zu kaufen A. Burck in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Binder nagel in Friedberg. 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