Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. G66. Sonnabend, den 20. Auguſt 1842. — Amtlicher Theil. — Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Orts⸗Schulvorſtaͤnde des Kreiſes. Betreffend: Verpachtung von Schulgütern. Nachſtehendes Miniſterial⸗Ausſchreiben erhalten Sie zur Bekanntmachung an die Schullehrer und eigener Nachachtung. J. V. d. K. Hungen den 9. Auguſt 1842. it zm a k. Das Großherzoglich Heſſiche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an ſaͤmmtliche Großher— zogliche Kreisraͤthe. Um allen Colliſſonen und ſonſtigen Nachtheilen, welche aus der Verpachtung von Schulguͤtern durch Schullehrer und Schulvicare häufig für den Dienſtnachfolger entſtehen, möglichſt zu begegnen, verfügen wir hiermit, daß künftighin kein Schullehrer oder Schulvicar Verpachtungen von Schulgütern, ſey es im Ganzen oder in einzelnen Theilen, ohne Genehmigung der vorgeſetzten Verwaltungsbehörde auf längere Zeit, als für die Dauer des ihm, dem Verpachter, zuſtehenden Rechts des Nießbrauchs, vornehmen kann und daß ſolche der Genehmigung entbehrende Verpachtungen für den Dienſtnachfolger nicht bindend und verpflichtend ſeyn ſollen. Sobald daher ein Schullehrer oder Schulvicar das zu ſeiner Beſoldung gehörige Schulgut oder einzelne Theile desſelben in Pacht zu geben beabſichtigt, und die Verpachtung nicht ausdrücklich nur auf den Zeitraum, für welchen der Verpachter ſelbſt die Nutznießung des Schulguts hat, beſchränkt werden, der Pacht demnach auch den Nachfolger binden ſoll, iſt Ihnen jedesmal der Pachteontrakt zur Prüfung vorzulegen, worauf Sie ſich über die Frage, ob die Verpachtung zu genehmigen ſey, in Gemäßheit unſeres Ausſchreibens vom 23. Januar 1833(Nr. 3. des Amtsblattes) mit dem Großherzogl. Oberſchulrathe zu benehmen haben. Findet dieſe Behoͤrde bei der Verpachtung Nichts zu erinnern und haben auch Sie keine Anſtände dabei, ſo ermächtigen wir Sie, in dem Falle die Genehmigung ohne vorherige Anfrage bei uns zu ertheilen, wenn der jährliche Pachterlöß von der Art iſt, daß er den Anſchlag des Ertrags der zu verpachtenden Grundſtücke in dem Beſoldungsverzeichniſſe erreicht oder überſteigt, mithin jedenfalls keine Verminderung der Beſoldung eintritt. Erreicht dagegen der Pachterlöß den Anſchlag in der Beſoldungsnote nicht, ſo iſt entweder die Ver⸗ pachtung ſofort nicht zu genehmigen, oder, falls etwa beſondere Gründe zur Genehmigung vorliegen, unſere Entſchließung einzuholen, welches Letztere auch alsdann zu geſchehen hat, wenn Sie und der Großherzogl. Oberſchulrath darüber, ob die Genehmigung zu ertheilen ſeh, verſchiedener Anſicht ſeyn ſollten. Wir beauftragenz Sie, hiernach das Geeignete zu verfügen. Darmſtadt am. 26. Juli 1842. In Verhinderung des Staatsmmiſters. v Lehmann. m. Stein. Der wilde Ochſe in Deutſchland. Unter den in Nr. 54. des Intelligenzblattes er⸗ wähnten aufgefundenen merkwürdigen Hoͤrnern aus früher Zeit werden einige für das Innere der Büf⸗ felochſen⸗Hörner gehalten, wobei aber der Ein⸗ ſender des Artikels vorſichtig bemerkt,„man möchte ſie eher für die des Auerochſen halten.“ Sind dieſe Hörner wirklich, wie weiter bemerkt iſt und wohl außer Zweifel ſtehen dürfte, aus der Zeit, wo die Römer in unſrer Gegend waren, ſo hat der Einſender Recht. Man findet zwar auch häufig in den deutſchen Geſchichtsbüchern erzählt, in den deut— ſchen Urwäldern ſei der Büffelochſe oder Büffel wild umher gelaufen; aber auch geſcheide Leute können ſich irren und bei den Herren, die Bücher ſchreiben, iſt nicht alles wahr, was ſie ſagen. So hier mit dem Büffel. In unſerm alten Deutſch— land nämlich gab es nur zwei Arten wilder Ochſen, welche in den Wäldern lebten und auf welche unſre Vorfahren Jagd machten. Dieß waren der Ur, auch Urochs und Auerochs genannt, und der Wiſent oder, wenn wir das Wort nach unſrer jetztigen Schreibweiſe ſchreiben wollen, Wieſent, welches Thier eine etwas vom Auerochſen abwei— chende Ochſenart geweſen zu ſein ſcheint mit einer buckelartigen Rückenerhöhung. Uebrigens haben beide Arten Mähnen oder wenigſtens Haare, die ſo aus— ſehen, und die Hörner des Auerochſen ſtehen auf einer breiten Stirne weit von einander, ſind mäßig und mondfoͤrmig nach innen und oben gebogen; die Hörner des Wiſentes aber ſcheinen faſt noch kräfti— ger und ſtärker geweſen zu ſein, denn man höhlte ſie aus und blies darauf, und von ihrem Schalle wird erzählt, daß er furchtbar krachend und dröh— nend geweſen ſei. So leſen wir z. B. in unſerm berühmteſten alten Gedichte, dem Nibelungenliede, der trefflichſte und mächtigſte deutſche Held, König Dietrich von Bern, habe einſtmals in einem Saale gerufen, daß ſeine Stimme gelautet habe, wie ein Wiſentshorn und daß die weite Burg von ſeiner Kraft erſchollen ſei. Wie aber kam die Verwechſe—⸗ lung des Auerochſen mit dem Büffel und warum kann dieſer nicht in Deutſchland gehauſt haben? Die Verwechſelung kommt auf Schuld der Römer, wie wir aus des Römers Plinius Naturgeſchichte deutlich erſehen können, und daß der Büffel in dem alten Deutſchland nicht ſeyn konnte, geht daraus hervor, daß er urſprünglich ein oſtindiſches Thier iſt und, wie uns der Longobarden-Geſchichtſchreiber Paul Warnefrid erzählt, erſt im ſechsten Jahrhun⸗ dert nach Chriſti Geburt nach Griechenland und Italien kam. Dabei kann ich aber folgendes nicht unerwähnt laſſen. Mancher, der hochdeutſch ſpricht und ſich etwas darauf einbildet, pflegt die Naſe zu rümpfen oder wohl gar zu lachen, wenn wir Wetterauer die Auer ſagen, wo er die Uhr ſagt, und meint, wir ſprächen baͤueriſch, und er ſelbſt macht doch ein ganz gleich lautendes Wort, Urochs, zu Auerochs. „ 2904 4 Wir Wetterauer haben dießmal unſer Wort beſſer gemacht, als er, und ſprechen dasſelbe den Geſetzen der Sprache nach richtiger, als es geſchrieben wird; doch müſſen wir unſer Recht aufgeben und Uhr ſchreiben, weil es einmal in allen Büchern ſo ſteht, ausgenommen in denen unſeres gelehrten Wetterauers Alberus, der ſchreibt auch Aur. Was aber die— ſer im Jahr 1540 thun konnte, das geht jetzt nicht mehr, wenn wir nicht wider den Strom ſchwimmen wollen.—g—. Herr Michel. Michel war des alten Pachters Merten Knecht; Doch nach wenig Wochen fand er nichts mehr recht; Kuchen mager, Butter alt, g Betten hart und Stuben kalt. Wenn die Erbſenſchüſſel auf dem Tiſch erſchien, Tunkt er ſeinen Löffel umgewandt darin, Und dann ſprach er ſpöttiglich: „Klebſt du dran, ſo eß ich dich. Bald des Dienens müde, blickt er ſtolz umher, Nahm ein Weib und ſagte:„Vin nun felber Herr. Doch ſo mancher Jugendtraum Iſt oft nur ein bunter Schaum. Ach das eigne Tiſchchen deckt ſich nicht ſo leicht, Wie's am fremden Heerde manchem Michel daͤucht; Auch der unſ're fand ums Jahr Dieſen Spruch nur allzu wahr. Sehnte ſich mit Schmerzen, aber nun zu ſpaͤt, Nach der Erbſenſchüſſel und dem harten Bett; Immer größer ward die Noth Und die Sorg' um's trockne Brod. Und zum alten Herren tritt er flehend ein, Einen halben Scheffel Erbſen wollt' er leihn. Jener ſchweigt und fuͤhret ihn Nach der Vorrathskammer hin. Hier am Erbſenhaufen ſtehn ſie ſtill und ſtumm; Marten, vor dem Scheffel, kehrt die Schaufel um, Stößt ſie ein und ſpricht für ſich: „Klebſt du dran, ſo meß ich dich.“ Michel weint; der Alte ſiehts und ſpricht mit Ernſt „Wohl dir, wenn du weinen und dich beſſern lernſt, Nimm die Erbſen zum Geſchenk, Und ſei meiner eingedenk!“ Dächten alle Brüder Michels früh genug An den Erbſenhaufen und den Doppelſpruch: Klebſt du dran, ſo eß ich dich; Klebſt du dran, ſo meß ich dich. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Arbeits Verſteigerung. (1073) Das Chauſſiren eines Theils der Fahr⸗ J 1 0 (1085) 3 gegenwärtig, Länge und N Maaſes zum Lag im Ei berſchiedenen 92, 28, 2 Stamm au noch, daß Kubikfuß D Nauhei! A (4090) J Uhr, ſoll d beit woruntt Fenſter in d. nehmenden v daß nur gep werden. Langen (1091)? werden in Waldunge: 1) im Di zu Bal Prügel Yun den Scheith % 295* bahn der Provinzialſtraße von Lindheim nach Mar⸗ köbel an dem Ort Hainchen wird Dienſtag den 30. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, auf Ort und Stelle an den Wenigſtnehmenden öffentlich vergeben. Friedberg den 6. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Arbeits-Verſteigerung. (1074) Mittwoch den 24. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, wird bei Gaſtwirth Schall zu Aſſenheim das Chauſſiren und Pflaſtern der Fahrbahn, Rin— nen und Seitenpfäde der Provinzialſtraße in der Stadt Aſſenheim an die Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich vergeben. Friedberg den 6. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. ann t w ach un g. (1085) In dem Nauheimer Gemeindewalde liegen gegenwärtig noch 110 Eichſtämme von verſchiedener Länge und Dicke, circa 10,000 Cubikfuß Kaſſeler Maaſes zum Verkauf vorräthig und werden jeden Tag im Einzelnen oder auch im Ganzen zu den verſchiedenen feſtgeſetzten Preiſen den Kubikfuß zu 32, 28, 24 und 20 kr. und 6 kr. Anweisgeld pro Stamm aus der Hand abgegeben. Bemerkt wird noch, daß zwei Kubikfuß Kaſſeler Maaſes drei Kubikfuß Darmſtädter Maaſes ausmachen. Nauheim den 15. Auguſt 1842. Der kurheſſiſche Bürgermeiſter Hartmann. Arbeits-Verſteigerung. (1090) Mittwoch den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Fertigung verſchiedener Schreinerar— beit worunter ein neuer Aktenſchrank und 2 neue Fenſter in dem hieſigen Pfarrhauſe an den Wenigſt— nehmenden verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß nur geprüfte Meiſter zum Bieten angenommen werden. Langenhain am 16. Auguſt 1842. Für den Kirchenvorſtand: Draudt, Pfarrer. Holzverſteigerung. (1091) Montag den 22. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in den Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen. Waldungen dahier verſteigert: 1) im Diſtricte Klappertannen 900 Kiefernſtangen, zu Baumſprießen geeignet, 25 Stecken Kiefern— Prügelholz und 500 Kiefern⸗Wellen, 2) an den Strasheimer Hecken 3 Stecken Eichen⸗ Scheitholz, 4 Stecken Eichen⸗Stockholz und 50 Wellen, 3) ober der Querſchneiße 512 Ginſtern-Wellen. Ockſtadt den 17. Auguſt 1842. Brömſer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1092) Samſtag den 27. Auguſt, Vormittags um 10 Uhr, ſollen zu Weckesheim 8 Stück Subſellien in das hieſige Schulhaus auf meinem Büreau unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen an den Wenigſtnehmendem in Accord gegeben werden; Voranſchlag und Abriß liegen bei mir zur Einſicht bereit. Weckesheim den 18. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Bekanntmachung. (1093) Dienſtag den 23. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, ſollen nachſtehende Bauarbeiten in Accord ge— geben werden, als: Schreinerarbeit, vervoranſchlagt zu 14 fl. Weisbinderarbeit 9„ Maurerarbeit 9 Schloſſerarbeit 1 Beyenheim den 16. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Fink. d ⏑ N Privat- Bekanntmachungen. Einladung. (1077) Zur Feier des hohen Namenstags unſers allerdurchlauchtigſten Großherzogs hat die hieſige Schützen-Geſellſchaft ein Scheibenſchießen veranſtal— tet, welches den 25. d. M. anfängt und ſich den 29. d. M. endiget. Die unterzeichneten Vorſteher erlauben ſich zu dieſem Schießen höflichſt einzuladen, und bemerken, daß Donnerſtag den 25. ein Schnappſchießen ſtatt— findet, wobei jeder Schuß 3 kr. koſtet und 8 Preiſe nebſt einer brillant gemalten Ehrenſcheibe und einer Ehrenfahne mit Wappen gewonnen werden können. Sonntag den 28. wird gewöhnliches Schnappſchießen und Montag den 29. das Hauptſchießen abge⸗ halten. Friedberg im Auguſt 1842. Die Vorſteher der Schuͤtzen-Geſellſchaft J. Ph. Fritz. P. C. Kopp. W. Schmidt. In Bezug auf obige Einladung bemerke ich, daß auch in wirthſchaftlicher Beziehung Alles aufgeboten wird, dieſe Feier zu erhöhen, und daz am hohen Namenstag den 25. d. M. und am Tage des Haupt⸗ ſchießens Montag den 29. d. M. auf dem Schieß⸗ platze Mittags 12 Uhr table d'hôte ſtattfindet, wozu höflichſt einladet. D. C. J. Fritz, Platzmeiſter. Ein Burſche, (1080) der mit Pferden umgehen kann und gute Zeugniſſe hat, wird als Kutſcher geſucht. Die Ex— pedition ſagt wo. Ein vollſtändiges Logis (1088) im unteren Stock, zu jedem Geſchäfte ge⸗ eignet, iſt zu vermiethen. Dasſelbe kann den 1. Oktober d. J. bezogen werden. Philipp Schmidt, wohnhaft in der Uſergaſſe. Empfehlung. (1094) Einem geehrten Publikum mache ich bier mit die ergebenſte Anzeige, daß ich mit einer ein⸗ ſpännigen Chaiſe fahre. Indem ich pünktliche Be⸗ dienung verſpreche, bitte ich um gefällige Aufträge. Vilbel den 14. Juli 1842. Andreas Filſinger, Lohnkutſcher. Tanzmuſik. S Sonntag den 21. d. M. 75 3 95 3. 0 chen Tanzmuſik anzutref⸗ 0 fen, wozu höflichſt ein⸗ b 2 ladet Aehle. g rin e Teichhaus. (1096) Sonntag den 21. Auguſt iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Fertige Keltern (1097) mit eiſernen Schrauben, ſowie fertige eiſerne Kelterſchrauben mit eiſernen Muttern bei Gebruͤder Groͤdel in Friedberg. Einladung. (1098) Sonntag den 21. d. M. iſt bei dem Un⸗ terzeichneten Tanzmuſik anzutreffen, wozu er höflichſt einladet. Boͤnſtadt. Conrad Wigand. Einen einſpännigen Wagen (1099) hat Unterzeichneter zu verkaufen; das Nähere iſt auch zu erfragen bei W. Ritzel, Schmied⸗ meiſter in Friedberg. P. W. Sieck. Bekanntmachung. (1100) Wir machen einem hieſigen und aus⸗ wärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß wir durch einen billigen Einkauf den Fuß Kantel zu 8 kr., gegen gleich baare Zahlung, liefern wollen, wovon Proben bei uns eingeſehen werden können. Friedberg den 18. Auguſt 1842. Valentin Scheuermann. Carl Rauſch. Spenglermeiſter. Wohnungs⸗ Veränderung. n (1101) Daß ich von heute an bei dem Buchbinder Herrn Jacob Weickhardt jun. am Markte wohne bringe ich hierdurch zur Kenntniß. Butzbach den 16. Auguſt 1842. Wilhelm Berg, Wundarzt. Große Lagerfäſſer (1102) im beßten Bae hat zu verkaufen W. Sieck, Küfer⸗ 155 Bierbrauermeiſter. (1095) Li terariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt wie⸗ der vorräthig: Wanderungen durch Europa und das Morgenland 296. iſt im Oſſenheimer Wäld⸗ in den Jahren 182440, von p. D. Holthaus,(Schnei⸗ dergeſell aus Werdohl). Mit dem Blldniß des Heraus⸗ gebers, 19 Bogen 8. Geh. 1 1 fl. 21 kr. Dieſer merkwürdige Handwerksburſche bereifke Deutſch⸗ land, Polen, Ungarn, Tyrol, die Wallachei, die Türkei, Ae⸗ gypten, Syrien, Griechenland, Stalien, Frankreich und Bel⸗ gien. Beſonders auch hat er ſich in Paläſtina umgeſehen, knieete auf der Geburtsſtätte und am Grabe des Erlöſers, ſtand auf Zion, Tabor, Golgatha und dem Oelberg, badete ſich im Jordan und im See Genezareth, über⸗ nachtete am todten Meere, war in der Werkſtätte des heiligen Joſeph und an vielen andern geheiligten Orten. Ue⸗ berall hat er mit ſcharfem Auge beobachtet. Sein Buch iſt ſo intereſſant, daß 2 ſtarke Auflagen ſich binnen wenigen Monaten vergriffen. Bachmann, Fr., Poſt⸗ und Reiſekarte von Deutſchland⸗ den Niederlanden, Belgien und der Schweiz, nebſt 1 der angränzenden Länder. 1 fl. Wagner, E., Atlas über alle Theile der Erde in 27 Blaͤt⸗ tern. Nach Schacht' 8, Piſtor's und Zachariä's 9 1 7 Zweite Auflage. 42 kr. Fruͤchte⸗-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 9 fl. 40 kr.; Korn: 6 fl. 40 kr. Gerſte: 5 fl. 40 kr. Hafer: 4 fl. 30 kr. Fruüchte⸗-Preiſe zu Mainz, am 12. Aug.: Waizen: 10 fl. 31 Er. Korn: 7 fl. 2 kr. Gerſte: 5 fl. 43 kn Hafer: 4 fl. 22 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 28. Auguſt 1842. pfo Brod ⸗ Preiſe. Fiedberg Bußbacz⸗ kr. pf. kr. pf. 1[Leib⸗Roggenbrod 23 20 2 2 17 77 5 1 5 1 41„* 10 2 10 1 Loth. Loth. —Milchbrod 114% 14% —] Waſſerweck 115 13 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1 5% 157% Fleiſch⸗Preiſe. 1 6 1 Ochſenfleiſch 10— 10— Ang; gemaͤſtetes 81— 81— „Kühſleiſch Ungemaͤſtetes 6 6 1 ;; gemäſtetes 7— 7— 5 Rindfleisch ungemäſtetes 5 6— „Kalbfleiſch 7— 7— „ Schweinenfleiſch 101 2 10% „Hammellleiſch 8— 814— 77 Schaaffleiſch 7—— 5 5 „Wurſt von blos Schweinen 124— 12 „Gemiſchte Wurſt 10— 410— „Bratwurſt 144— 14— „Schwartenmagen 14— 144— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15.— 15— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— 5 dito ungusgelaſſen 19— 19— „Nierenfett 18— 181— „ Hammelsfett 161— 115— Die Fleiſchbeſchau zu Frienberg in diaſer Woche hat Philipp Ritzel. Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. —* 1 Am 16 würden wird am Gaſthauſ aan wat Feu Momegte die war groß, w. des Diehliſch Ortsſtraße v Dennoch gela ahlreich herb. ded Feuers welche theils! zu retten. 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