eld. 5 2 FF nen 24 22 b d. K. ö. Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. WG. Mittwoch, den 19. Januar 1842. Amtlicher Theil. Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Kreiſes Friedberg, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Portodefraudationen durch Mißbrauch dienſtlicher Contraſignatur. Das nachſtehende höchſte Reſcript theilen wir Ihnen zur Nachricht und Nachachtung mit. Friedberg und Hungen den 31. Dezember 1841. Küchler. Follenius. Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an Großh. Provinzial⸗ Commiſſariate dahier und zu Gießen und ſaͤmmtliche Großh. Kreisraͤthe. Es ſind in neuerer Zeit mehrfach Fälle vorgekommen, wo Beamte oder deren Subalternenperſonal, zum Nachtheile der Poſt Briefe oder Paquete, deren Inhalt lediglich Privatangelegenheiten betreffen, mit der Aufſchrift„Herrſchaftlich“ oder„Dienſtſache“ bezeichnet und mit dem ihnen zu Gebot ſtehenden Dienſt— ſiegel verſchloſſen, auch Privatbriefe herrſchaftlichen Briefen oder Paqueten beigeſchloſſen, oder herrſchaftliche Correspondenzen auf die eine oder die andere Weiſe zu Privatmittheilungen benutzt haben. Wir glauben zwar vorausſetzen zu können, daß jene Fälle lediglich auf Verſehen oder auf Irrthum uͤber die Ausdehnung des mit dem öffentlichen Dienſte verbundenen Porto-Freithums beruhen, ſehen uns jedoch dadurch gleichwohl veranlaßt, Sie, wie hiermit geſchieht, anzuweiſen, eines Theils ſelbſt ſorgfältig darauf zu achten, daß ſolche Fälle, wodurch die Poſt beeinträchtigt wird, bei Ihnen und reſp. Ihrem Subalternenperſonal nicht vorkommen,— anderntheils die Ihnen untergeordneten Beamten, zur Vermeidung künftiger derartiger Falle, wie die erwähnten, dahin gemeſſenſt zu inſtruiren, daß Briefe oder Paquete, deren Inhalt lediglich Privatangelegenheiten betreffe, niemals mit der Aufſchrift„Herrſchaftlich“ oder „Dienſtſache“ bezeichnet und reſp. mit dem Dienſtſiegel verſchloſſen, herrſchaftlichen Briefen oder Paqueten niemals Privatbriefe beigeſchloſſen und ebenſowenig herrſchaftliche Correspondenzen in irgend einer Weiſe jemals zu Privatmittheilungen benutzt werden dürften. Darmſtadt den 17. Dezember 1841. du Thil. v. Rieffel. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Buͤrgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Die Ausfertigung der patente für die Bauhandwerker, insbeſondere deren Prüfung durch die Gr. Kreisbaumeiſter. Zur Beſeitigung der erhobenen Zweifel, ob ſich die in Nr. 35 des diesjährigen Regierungsblatts publicirte Allerhöchſte Verordnung vom 14. September d. J., das Gewerbe der Bauhandwerker und Pflaͤſterer betreffend, blos auf diejenigen Bau handwerker, welche ihre Geſchäfte neu beginnen oder auch „ 24. auf diejenigen, welche bereits fruͤher Patente erhalten haben, bezieht, hat Hoͤchſtpreißliches Miniſterium verfügt, daß die erwähnte Verordnung, nicht auf diejenigen der in derſelben angeführten Handwerker, welche bereits conceſſionirt und etablirt, deren Gewerbspatente mithin blos zu erneuern ſind, ſondern nur auf ſolche Anwendung findet, welche bis jetzt noch keine Gewerbsconceſſion durch Ausfertigung eines Patentes erhalten und das betreffende Gewerbe noch nicht ausgeübt haben, demnach erſt neu conceſſionirt werden ſollen. Ich ſetze Sie daher hiervon zu Ihrem Bemeſſen in Kenntniß. Hungen den 31. Dezember 1841. Follenius. Das Fallbeil. Die in Nro. 34 des Regierungsblattes von 1841 erſchienene Allerhöchſte Verordnung beſagt,„daß die Enthauptung der— in Gemäßheit des(Art. 8 des neuen) Strafgeſetzbuches zur Todesſtrafe verurtheil— ten Verbrecher mittelſt des Fallbeils vollzogen werden ſoll.“ Unſern Leſern wird nicht unbekanut ſeyn, daß dieſes Fallbeil daſſelbe iſt, was unter dem Namen Guillotine nicht allein im jetzigen Frankreich, ſon⸗ dern auch in andern Ländern, in welchen das fran— zöſiſche Geſetzbuch gilt, und ſomit auch in der Pro— vinz Rheinheſſen, bei Hinrichtungen angewendet wird. Eben ſo können wir als bekannt vorausſetzen, daß dieſe Guillotine von einem ausgezeichneten Arzte, Namens Guillotin, der vor nicht gar langer Zeit erſt geſtor— ben iſt, ihren Namen trägt, und keinen andern Zweck haben konnte, als den menſchenfreundlichen, die Zeit der Hinrichtung ſo ſehr als möglich abzukürzen, und zu verhindern, daß, was bei Hinrichtungen mit dem Schwerdte ſo leicht möglich iſt, keine Fehlhiebe ge— ſchehen. Dieſe Abſicht ließ ſich auch von einem Manne vorausſetzen, der, wie Guillotin, allgemein im Ru— fe eines menſchenfreundlichen Mannes ſtand. Nur das mochte wohl bisher in den meiſten deutſchen Ländern der Einführung entgegenſtehen, daß die Erfindung derſelben gerade in die ſchrecklichſte Zeit der franzö— ſiſchen Revolution fällt, wo mit Menſchenleben faſt nur geſpielt wurde. Dieſer zufällige Umſtand nimmt aber der Sache ſelbſt ihren Werth nicht. Weniger bekannt möchte es ſein, daß Guillotin gar nicht der eigentliche Erfinder dieſer Maſchine, ſondern nur der Vervollkommner derſelben iſt, und zwar darin, daß er vorſchlug, die Schneide des Fallbeils ſchief zu verfertigen, ſo daß alſo ein eigentliches Abſchneiden des Halſes erfolgt, nicht ein Abſtoßen. Wir wollen hier nicht erwähnen, daß einige ältere Schriftſteller anführen, jener unglück— liche Conradin, der letzte Hohenſtaufe, ſey zu Neapel nicht mit dem Schwerdte, ſondern mit einer ſolchen Maſchine hingerichtet worden. Auch iſt es ſehr unwahrſcheinlich, daß die Guillotine eine perſiſche Erfindung ſey, wie Manche behaupten. Sie iſt vielmehr(wie Dr. G. W. Böhmer im IX. Bande der Curioſitäten nachweiſ't) altdeutſchen Urſprunges, und erſcheint ſchon im dreizehnten Jahr— hundert unter der Benennung Planke, nachher Diel(Winbrechen Diel). Später findet man auch Spuren dieſer Maſchine in andern Ländern, unter Andern in Italien, wo ſie den Namen Ma n⸗ na ja führt. Daß ſie auch in England nicht un⸗ gewöhnlich war, leidet keinen Zweifel. Volkmann erzählt im IV. Bande ſeiner„Reiſen durch England“ (Seite 79), den Dieben, welche des Nachts den Wollfabrikanten die Tücher aus den Rahmen weg— holten, hätte man die Köpfe mit einer beſonderen Maſchine abgeſchlagen, an der man das Beil mit einer Winde hinanzog und oben mit einem Nagel befeſtigte. Sobald der Nagel herausgezogen wurde, wäre das Beil herunter gefallen und hatte den darun⸗ ter liegenden Kopf abgeſchlagen. Dieſe Art der Strafe wäre unter Jakob J. abgeſchafft worden; das Beil ſehe man aber noch im Stadtgefängniſſe. — Nicht minder finden ſich Spuren einer ſolchen Maſchine in Schottland ums Jahr 1581, wo ſie Jungfer(Maiden) genannt wurde. In Frank⸗ reich ſelbſt kommt in der Geſchichte eine ähnliche Maſchine vor, welche man Schneidbeil ODoloire) nannte. Als der tapfere und liebenswürdige Her— zog Heinrich II. von Montmorenci, der es wagte, dem allgewaltigen Miniſter Richelieu ent— gegen zu treten, in der unglücklichen Schlacht bei Caſtelnaudary 1632 gefangen genommen und zum Tode verurtheilt wurde, milderte der König Ludwig XIII. das Todes⸗Urtheil dahin, daß er den Befehl gab, ihn in dem Rathhauſe zu Toulouſe mit dieſer Maſchine hinzurichten. Aus allen dieſen Nachrichten geht unzweifelhaft hervor, daß der Gebrauch einer Maſchiue bei Hin⸗ richtungen ein ſehr alter iſt, der aber in ſpaͤteren Zeiten nach und nach abgekommen war. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Verſteigerung der 1842er Straßen-Unter⸗ haltungsarbeiten im Baubezirk Nidda. (53) Die zur Unterhaltung der Staats- und Pro⸗ vinzialſtraßen im Baubezirk Nidda nöthige Handar⸗ beit, das Steinbrechen, Steinfahren, Steinſetzen und Steinſchlagen, ſoll für die unten verzeichneten Straßen in den beigeſetzten Terminen öffentlich an die We⸗ nigſtnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Für die Provinzialſtraße von Laubach nach Schotten und für die Provinzialſtraße von Schotten nach Nidda, Bauaufſehersbe⸗ zirk 3, Montag den 24. Januar, Vormit⸗ 5 Fit d Hoze Jan. Müll 6) Fur Ran, mitlag ſta di. 7) Für di Selle mittag Die gr. Folge gegel die borſtehe öffentlichen Nidda 9 (64) Da Rabiners ſtellten, ihr che, beſtet einet fteir gerung a gerungst gens 10“ mit dem Verſteiger Fri (66) J Uhr, werd dreiherrlicg ter Korn verſteigert Clins Heß Gerſte abe 11. Auguſl dogen wor Die 9 Sleigertr Ockſtg * ne, * 25*. tags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hauſe in Schotten. a 2 Für die Provinzialſtraße von Herbſtein nach Schotten, Montag den 24. Januar, Nach⸗ mittags 2 Uhr, in Schotten im Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hauſe. 3) Für die Provinzialſtraße von Schotten nach ti dda, Bauaufſehersbezirk 2, Dien⸗ ſtag den 25. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Wirthshauſe zur ſchönen Ausſicht bei Ei⸗ chelsdorf. ) Für die Staatsſtraße von Friedberg nach Grünberg und für die Provinzialſtraße von Berſtadt nach Nidda, Mittwoch den 26. Januar, Vormittags 9 Uhr, bei Wirth Vög⸗ ler in Berſtadt. 5) Für die Provinzialſtraße vom Schwalheimer Hofe nach Staaden, Donnerſtag den 27. Januar, Vormittags 10 Uhr, bei Wirth Müller in Bingenheim. 6) Für die Provinzialſtraße von Nidda nach Ranſtadt, Freitag den 28. Januar, Vor⸗ mittags 9 Uhr, bei Wirth Bernhard in Ran⸗ ſtadt. 7) Für die Provinzialſtraße von Ran ſta dt nach Selters, Freitag den 28. Januar, Nach⸗ mittags 2 Uhr, bei Wirth Hild in Selters. Die gr. Bürgermeiſter des Kreiſes werden, in Folge gegebener kreisräthlicher Verfügung, erſucht, die vorſtehende Bekanntmachung noch weiter ver⸗ offentlichen zu laſſen. Nidda den 8. Januar 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Hofraithe-Verſteigerung. (64) Da die Erben des dahier verſtorbenen großh. Rabiners Faibiſch Frankfurter den Antrag ſtellten, ihre an der breiten Straße ſtehende Hofrai⸗ the, beſtehend in einem Wohnhaus mit Gärtchen, einer freiwilligen öffentlichen meiſtbietenden Verſtei⸗ gerung ausſetzen zu laſſen, ſo wird hierzu Verſtei⸗ gerungstermin auf Montag den 31. Januar Mor⸗ gens 10 ½ Uhr in hieſigem Rathhauſe anberaumt, mit dem Bemerken, daß die Bedingungen vor der Verſteigerung den Steigluſtigen eröffnet werden. Friedberg den 12. Januar 1842. Der Beigeordnete Bender. Frucht-Verſteigerung. (65) Montag den 24. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden bei Gaſtwirth Thaler dahier von dem Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Speicher 7 Mal⸗ ter Korn und 50 Malter Gerſte aus 1840r Ernte verſteigert, wovon das Korn und 10 Mltr. Gerſte von Elias Heß zu Seulberg, die weiteren 40 Malter Gerſte aber von Simon Ullmann zu Petterweil am 11. Auguſt vorigen Jahres erſteigert und nicht be— zogen worden ſind. Die Verſteigerung erfolgt für Rechnung dieſer Steigerer gegen gleich baare Zahlung. Ockſtadt den 13. Januar 1842. Brömſer. Holzverſteigerung. (66) In den Freiherrlich von Frankenſtein'ſchen Waldungen dahier werden verſteigert: 1) Freitag den 21. d. M. im Diſtrikt Saan 5½ Stecken eichen Stockholz, 105%„ birken 10 5200 birken Wellen, 200„ Stangen von 1½ Zoll Durchmeſſer und 7 Fuß Länge, 1700„ ſtärkere Nutzgerten. 2) Samſtag den 22. d. M. im Diſtrikt Haſel⸗ eckerweg: 5 ¼ Stecken Nadel-⸗Scheitholz, 24%„„ Prügelholz, 1„ Stockholz, 5000 Nadelholz⸗Wellen, 60 ditto Stamme à 1546 Cub.⸗Fuß, theils Werk;, theils Bauholz, 465 ditto Stangen verſchiedener Größe. Der Anfang wird jedesmal um 9 Uhr Mor⸗ gens gemacht. Ockſtadt den 13. Januar 1842. Brömſer. Verſteigerung von Brückenbau⸗Arbeiten. (67) Samſtag den 5. Februar, Vormittags 11 Uhr, ſollen folgende bei der Erbauung einer Brücke von 10/Nlichte Weite über den Mühlgraben der Uſa bei Friedberg ſtattfindenden Arbeiten an den Wenigſt⸗ nehmenden an Ort und Stelle öffentlich verſteigert werden: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 549 fl. 50 kr. ) Materialien hierzu 306„ 5 3) Steinhauerarbeit 807„ 48„ 4) Zimmerarbeit 100 7 7 Plan und Bedingungen liegen auf der Amts⸗ ſtube des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 12. Januar 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Holzverſteigerung im Revier Münzenberg. (68) Dienſtag den 25. d. M. ſoll in dem Rocken⸗ berger Markwalde das nachſtehende fiscaliſche Holz 1) 212¾ Stecken buchen Scheitholz, nien„„ Prüuͤgelholz und 3) 1742 ½ Stück buchen Wellen, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſtbietend verſteigert wer⸗ den. Der Anfang iſt Morgens Punkt 9 Uhr in der Steinkauten-Schneiße am Horſtküpfel. Obbornhofen am 12. Januar 1841. Der großh. heſſ. Revierförſter Marchand. Oeffentliche Aufforderung. (69) Ausweislich der Hypothekenbücher der Ge⸗ meinde Steinfurt leiſtete Johannes Huber sen. zu Wiſſelsheim, als Pachter Freiherrl. v. Löw'ſcher Güter, durch Verpfändung verſchiedener, ihm gehö⸗ riger Grundſtücke a) am 13. Febr. 1794 im Werth von 300 fl. und p) am 18. April 1804 im Werth von 760 fl. „ 26. Caution. Nach der beigebrachten Beſcheinigung ſollen zwar die Gründe zu dieſen Sicherheitsleiſtungen in⸗ zwiſchen erloſchen, die Urkunden ſelbſt aber verloren gegangen ſeyn. Auf Antrag der Betheiligten wer⸗ den daher Alle, welche den Beſitz jener Urkunden zu behaupten gedenken, aufgefordert, ſolches ſogewiß in⸗ nerhalb 60 Tagen bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen, als ſonſt dieſelben fuͤr mortificirt erklärt und die betreffenden Einträge in den Hypotheken- büchern werden gelöſcht werden. Butzbach den 7. Januar 1842. Gr. Heſſ. freih. von Löw'ſches Landgericht Völker. Calmberg. Frucht⸗ und Stroh⸗Verſteigerung. (70) Mittwoch den 26. d. M., gegen Mittag, ſollen zu Niederweiſel 3 Malter Waizen, 8 Malter Korn, 20 Malter Gerſte, 5 Malter Hafer und eine Quan⸗ tität Korn⸗, Waizen⸗, Gerſte- und Haferſtroh, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung in ihren reſp. Gemein⸗ den gebeten, und ladet Kaufluſtige hierzu höflichſt ein Friedberg den 17. Januar 1842. Der Kreisbote Magel. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein noch ganz gutes Kinderwägelchen, (71) welches zugleich auch zum Schlitten benutzt werden kann, ſteht zu verkaufen. Das Nähere bei der Expedition des Blattes. Ein möblirtes Zimmer (72) iſt zu vermiethen. Ausgeber dieſes ſagt bei wem? Ein Zjähriger Faſſelochs, (73) ſchwyzer Race, ſteht zu verkaufen in Fauer⸗ bach II. bei Wirth Holler. Eine vollſtändige Brauerei, (74) beſtehend in zwei Keſſeln mit allem Zugehöͤr, hat zu verkaufen Chriſtian Wenzel in Bönſtadt. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (75) Ich erlaube mir hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich mich in hieſiger Stadt als Herrn⸗ kleidermacher niedergelaſſen habe, und bitte, unter der Verſicherung reeller und prompter Bedienung meiner Kunden, um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Januar 1842. G. Stein, Herrnkleidermacher, wohnhaft bei Herrn Spenglermeiſter Ludwig. Tanzmuſik. (76) Sonntag den 23. d. M. iſt bei dem Unter⸗ zeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Für gute Speiſen und reine Getränke iſt beßtens geſorgt und ſehe ich deßhalb einem zahlreichen Beſuche ent⸗ gegen. Friedberg. J. P. Mann. Todesanzeige. (77) Am 28. Dezember 1841, Morgens 4 Uhr, hat es dem Allmächtigen gefallen, unſeren geliebten Vater, den hieſigen Bürger und Handelsmann G. Allwohn, nach einem vierwöchentlichen Kranken⸗ lager aus dieſem in ein beſſeres Leben abzurufen, was wir unſern Freunden und Bekannten hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Wölfersheim den 17. Januar 1842. Im Namen der Hinterbliebenen: A. Allwohn. Stahlfedern. Die vorzuͤglichſte aller Stahlfedern iſt die be⸗ rühmte, noch nicht uͤber⸗ troffene Napoleon oder Rie- ſenfeder feinſter Stahlmaſſe, dop⸗ 7 2 Glamburz) pelt abgeſchliffen. London) N Von Dieſe Feder beſitzt die ſel⸗ Schubert& C. tene Eigenschaft, bah ſte 5 dem Papier, ohne zu ſpritzen, ſchnell und ſicher wegfährt, zu gewöhnlicher und größerer Prachtſchrift dient und das Vier⸗ fache anderer leiſtet; ſie iſt die einzige Feder womit Jeder, ſogar ſchwere Hände ſchreiben können. Die Karte mit Hal— ter koſtet 1 fl. 12 kr. Wohlfeilere Sorten, das Dutzend 9 kr. bis 36 kr., ſind ebenfalls zu haben bei C. Bindernagel in Friedberg. Literariſche Anzeigen. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vor⸗ räthig: Honek, M., das Buch für Winter⸗Abende. Mit vielen Holzſchnitten. 30 fr. Geſchichte der ſpaniſchen Inquiſition und der Hexen⸗ prozeſſe. 10 kr. Geſchichte Griechenlands. 10 kr. Benjamin Franklins Leben. 10 kr. Geſchichte der vorzüglichſten Mönchsorden. 10 kr. Geſchichte der Jeſuiten. 10 kr. Geſchichte Thüringens. 10 kr. Dr. Martin Luther's Leben. 10 kr. Napoleons Feldzug nach Rußland im Jahre 1812. 10 kr. Leben Friedrich's des Großen. 20 kr. 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