Intelligenzblatt 852 1 l deßten für die — ſie hier, enam f f f 19 8 Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Monta 24 60 f die Kreiſe Friedberg und Hungen 170 72 una und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ———*—— 5 8 M22. Mittwoch, den 16. Maͤrz 1842. 1 Korg—— k. Fehr. Amtlicher Theil. -t. Ain: Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg „ an ſaͤmmtliche Buͤrgermeiſter des Kreiſes. berg und Betreffend: Den Abgang der Landbeſchäler auf die Geſtütsſtationen. 1842. Sie werden alsbald in Ihren Buͤrgermeiſtereien zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Land⸗ beſchäler am 2. d. M. auf die Geſtütsſtation Altenſtadt abgegangen ſind. Bußbag. Friedberg und Hungen den 27. Februar 1842. J. V. k.. Krach, Kr.⸗Sekr. 212 13 902 Ein freundlich⸗ernſtes Wort uͤber die muſikali- ſind, die in den größten Städten aller Länder der 20 Erde, ſogar Italiens, das Ohr entzücken, und das 5 1 113 ſchen Beſtrebungen der Provinzialvereine des deutſche Geſangstalent repräſentiren. Ich glaube Großherzogthums Heſſen, insbeſondere der es als eine unwiderlegliche Behauptung aufſtellen ö 5 u dürfen, daß deutſches Talent ſich leicht italieniſche 71 Provinz Oberheſſen. Von einem Freunde Kumi, daß aber der Italiener niemals deutſche 10 2 der Befoͤrderung wahrer Bildung und aͤchter Kraft ſich anlernen kann. So bedeutend demnach die 8 Kunſt. Stellung iſt, welche die deutſche Geſangskultur ſich 913(Eingeſendet.) errungen, ſo einſeitig, es thut uns leid, dieſes Wor⸗ 0 4 9 g tes uns bedienen zu müſſen, iſt die Richtung, welche 18 Es iſt ein erfreuliches Zeichen der Zeit, wie da dieſelbe vielfach eingeſchlagen, ſo verfehlt iſt die 1 7— in allen deutſchen Gauen, als eine koſtbare Frucht Grundlage, auf welcher die meiſten Geſangvereine 78 des 26jährigen Friedens, Geſänge wiederhallen, über errichtet ſind; denn die wenigſten Glieder ſolcher 4 die Kaiſer Karolus ein anderes Urtheil fällen würde, Vereine, ja ſelbſt ganze Geſangvereine kennen keine 12 als damals, da er ſich fur die deutſchen Cathedra- andre Tendenz ihrer Wirkſamkeit, als die der Un⸗ 5 len welſche Sänger verſchrieb. Wir wollen dem terhaltung, da doch jeder Kunſtverein, und Kunſt⸗ 51— Ruhme des großen Kaiſers hierdurch nicht zu nahe vereine ſollen doch wohl die Geſangvereine ſein, ſich 4 treten; denn die deutſchen Kehlen mögen damals ſein eigenes Grab gräbt, ſo lange er nicht von vorn⸗ 47 allerdings noch etwas rauh geweſen ſein, und der herein, auch bei dem geringſten Anfange das Höchſte 12 Geſchmack unſerer deutſchen Ahnen zu jener Zeit ſich zum Ziele geſetzt hat. Wir können wohl nichts 9— noch einen ziemlich niederen Standpunkt eingenom⸗ dagegen haben, wenn eine Anzahl von Männern 31— men haben; allein wir räumen Italien das ſeit zuſammentritt, um ſich in freien Stunden am Ge⸗ 51 Jahrhunderten uſurpirte Monopol nicht ein, die Ge⸗ ſange zu erfreuen, ein Lied, ein Quartett, einen Chor K. 8. ſang⸗ und Muſikſchule für die Welt abgeben zu dür⸗ zu uͤben; aber wie leicht ſtellt man ſich ſelbſt zufrie⸗ fen; ja, wir Deutſchen dürfen es kühn wagen, uns den, wenn es blos geſchieht, um ſich zu amüſiren. * wenigſtens als ebenbürtig den Italienern an die Es iſt eine aus der Erfahrung erlernte Ueberzeugung, Seite zu ſetzen, da es vorzugsweiſe deutſche Kehlen daß ein ſolcher Verein eben ſo wenig ein Lied, ein Quartett, einen Chor wird verſtehen und ausfüh⸗ ren lernen, als gewiſſe Leute, die es im Clavierſpie⸗ len nur ſo weit bringen wollen, einen Walzer zu ſpielen, je einen Walzer werden ſpielen lernen. Ein weiterer unwiderleglicher Vorwurf der Einſeitigkeit trifft die Richtung jener Geſangvereine, welche ſich blos auf Tenor und Baß beſchränken, jede Zuzie⸗ hung von Sopran und Alt perhorresziren, und es ſich dadurch unmöglich machen, des Genuſſes der claſſiſchen Muſik theilhaftig zu werden. Der Kern der meiſten, ja aller Provinzialgeſangvereine beſteht aus Lehrern, bei welchen die Muſik einen Theil der Berufsthätigkeit ausmacht, und welche es gewiß als eine Berufspflicht erkennen, ſich fortzubilden in der Muſik; nun aber gibt es Hunderte von Lehrern, die in ihrem Leben noch nie Gelegenheit hatten, ein größeres claſſiſches Tonwerk zu hoͤren. Die großen Provinzialconzerte ſollen dem Lehrer nun dazu Ge⸗ legenheit verſchaffen; es iſt aber die claſſiſche Muſik ausgeſchloſſen von der Aufführung bei ſolchen Con⸗ zerten, denn die ſich auf Männerſtimmen beſchrän⸗ kende Geſangsliteratur iſt ſo arm, daß wir nur einige Muſikſtücke der ältern, und faſt keine der neueren Zeit beſitzen, welche die Auszeichnung ver⸗ dienen, zur claſſiſchen Muſik gerechnet zu werden; und dieſe werden gewohnlich nicht gewählt, weil man ſich einbildet, ſie ſeien zu ſchwer, veraltet, dem jetzigen Geſchmack zuwider, in Wahrheit aber, weil ſie das Ohr nicht ſo kitzeln, wie die moderne geiſt⸗ liche und profane Tändelmuſik. Wohl giebt es ein⸗ zelne, aber doch immer nur wenige ſehr ſchöne und gediegene Motette, Chöre und Cantaten fuͤr 4 Män⸗ nerſtimmen, cer ſie fuhren nicht zum Ziele. Es iſt den Componiſten vom Fache auch nicht zu ver⸗ argen, dem Fluge der Phantaſie durch den beſchränk⸗ ten Umfang, den Tenor und Baß darbieten, keine ſo engen Gränzen zu ſetzen, um der Mode⸗Muſik⸗ Manie der Zeit zu huldigen. Ein weiterer Mißſtand, der uns des Totalein⸗ druckes eines claſſiſchen Meiſterwerkes der Tonkunſt beraubt, iſt die immer weiter einreißende, nicht zu⸗ fällige, ſondern beabſichtigte Vernachläſſigung der Inſtrumentalmuſik. Wir könnten Gründe anführen warum wir dieſe Vernachläſſigung eine beabſichtigte nenten); allein wer möchte wagen, in ein Wespen⸗ neſt zu ſtechen? Thatſache iſt es, daß die Inſtru⸗ mentalmuſik, d. i. die zuſammenwirkende, tief geſun⸗ en iſt, und daß man in kleinern, in Provinzialſtäd⸗ ten ſelten Inſtrumentalvereine finden wird, die eine Symphonie zur Ausführung bringen könnten. In unſerm Großherzogthum ſind nur zwei ſtändige In⸗ ſtrumentalvereine in Provinzialſtädten, nämlich in Gießen, wo dieſer Verein als Beigabe zur Univer⸗ ſität, nur durch die Unterſtützung aus der Staats⸗ kaſſe ſich halten kann, und in Bingen der Cäcilien⸗ verein, der aus einem Herrn-⸗ und Damen⸗Geſang⸗ verein und aus einem Inſtrumentalverein beſteht, ) Dieſe Gründe ſind uns unbekannt und wünſchten wir, ſie vom Herrn Verfaſſer zu vernehmen. N Die Red. d 98*. und unter der Direction des durch ein Miniſterial⸗ dekret angeſtellten Muſiklehrers, Herrn Buſch, eines Schülers von André in Offenbach, ſeit vier Jah⸗ ren Bedeutendes geleiſtet hat. In Bensheim ve⸗ getirt ein von dem Lehrerſeminar getrennter, auch in Heppenheim an der Bergſtraße exiſtirt ein Vokal⸗ und Inſtrumentalchor, doch ausſchließlich fuͤr die Kirche. Beide Chöre vereinigten ſich früher zuwei⸗ len und gaben Conzerte; ſeitdem aber Seminardi⸗ rector Ries in Bensheim geſtorben iſt, und Frei⸗ herr von Babo aufgehört hat, die Seele des Mu⸗ ſikchors in Heppenheim zu ſein, bringen beide Chöre es zu keinem Conzerte mehr; denn die zwei oder drei größeren Conzerte, die ſeit einem Decennium an genannten Orten ſtattfanden, wurden durch be⸗ ſondere Zufälle veranlaßt, und konnten es nur allein durch die freundliche Mitwirkung einiger Mitglieder der darmſtädter und mannheimer Kapellen zu einer gewiſſen Erheblichkeit bringen. Beide Chöre mögen als Kirchenchöre ihren Zweck erreichen; aber ſie haben keine univerſelle Tendenz, und Muſikchöre an kleine⸗ ren Orten, die derſelben ermangeln, ſchaden nach meiner unmaßgeblichen Meinung im Allgemeinen der Muſik mehr, als ſie nützen. Wir glauben durch dieſe wenigen Worte meine vorn aufgeſtellte Behauptung, Bezugs der Einſeitigkeit der muſikaliſchen Leiſtungen der Provinzial⸗Geſangvereine, gerechtfertiget zu haben. Wenn wir uns daher erlauben, am Schluſſe dieſer wohlgemeinten Worte einen Wunſch auszuſprechen, ſo geſchieht dieſes zu gleicher Zeit im Namen von Männern, welchen es um wahrhafte Beförderung der Kunſt zu thun iſt; dieſer Wunſch wäre folgender: daß die muſikaliſchen Beſtrebungen der Provinzial⸗ vereine des Großherzogthum Heſſen univerſeller wer⸗ den möchten. Sopran und Alt dürfen auch das Ihrige dazu beitragen, vorzüglich aber mogen fuͤr Inſtrumentalmuſik Vereine zuſammen treten, die jungen Leuten Gelegenheit geben, ihre muſikaliſche Ausbildung bei wahrhafter Muſik, und nicht bei elen⸗ dem Kirmesgedudel zu ſuchen. Jeder beſondere Vo⸗ kal⸗ und Inſtrumentalverein möge unabhängig in ſeiner Wirkſamkeit voranſchreiten; aber zu alljährli⸗ chen größeren Conzerten mögen alle Vereine einer ganzen Provinz freundlich zuſammen treten, und ich bin der feſten Ueberzeugung, daß in wenigen Jahren Vorzüͤgliches geleiſtet werden kann. Ja, warum ſollten nicht ſchon in dem, im laufenden Jahre in Friedberg zu feieruden großen Conzerte alle angezogenen Kräfte vereinigt werden können?“) Man ſpreche nicht: das iſt unmöglich!— Dem Fleiße und dem guten Willen iſt Alles möglich, und ein viertel Jahr beſtebt aus 13 Wochen oder 7mal 13 Tagen; wie Vieles kann während dieſer langen Zeit noch geſchehen! Die beſſern Kräfte fuͤr Inſtrumentalmuſik mögen ſich ver⸗ „) Dem ſich dafür intrereſſirenden Publikum und dem ver⸗ ehrten Einſender diene hiermit zur Nachricht, daß aller⸗ dings bei dem dahier in der erſten Hälfte des Monats Juli d. J. ſtattfindenden Sängerfeſte Inſtrumentalmitwirkung beabſichtigt iſt, worüber eine der nächſten Nummern dif⸗ ſes Blattes das Nähere enthalten wird. D. R. „ Orc ee eines die 1 Juſttu 1 9 ktitut üb it ud ein fel 0 ebe 1 Man, wal unter den, vor ngen, eifel Holzhaus In Auſtra D Arb 292) Dien Uhr, wird bei Erbauung eine genbergheim er Anlieferung un Hauſteinen an geben werden. Friedbert Immobilit (280) de ſeine Hofrait lichen Theil ſteigerung ar Die Hoft lit, ſie beſteh. geuen Wohn! Stallungen m then. Die Gru gutem Ackerla; Unter den werthvolle G. Delladen, Ke Liche, Still Zu dieſer a Dienſtag uſe dieſer zufprechen, Amen von forderung ſeolgender: Ae Bo⸗ einigen, ein Orcheſter bilden, und die Leitung in die Hände eines Mannes legen, der nicht Virtuoſe auf allen Inſtrumenten zu ſein braucht, der aber eine Partitur üͤberſehen kann, der Direction gewach— ſen iſt und ein Muſikſtück zu inſtrumentiren verſteht. Man ſchiebe nicht auf und beginne ſogleich das Werk, und zwar in hieſiger Stadt; man komme zu⸗ ſammen, berathe und faſſe einen guten Entſchluß, — das Allerbeßte aber ſey die Ausführung. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Lohrinden⸗Verſteigerung. (257) Dienſtag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden auf hieſigem Rathhauſe die Ergebniſſe der dies jährigen Lohrinden, als: 1) im Gemeindewald zu Holzhauſen 500 Centner, 2„„„Niedereſchbach 500 5 3)„ 5„ Obererlenbach 200„ 4) 7 7 77 Obereſchbach 200 7 zuſammen 1400 Centner, unter den, vor dem Ausgebot zu eröffnenden Beging— ungen, meiſtbietend verſteigert. Holzhauſen den 1. Marz 1842. In Auftrag der betheiligten Hru. Bürgermeiſter Der großh. beſſ. Bürgermeiſter Ried. Arbeits ⸗BVerſteigerung. (292) Dienſtag den 22. März, Vormittags 11 Uhr, wird bei Gaſthalter Koch in Lindheim die zur Erbauung einer Brücke über den Kahlbach bei Lau⸗ genbergheim erforderliche Maurerarbeit, ſowie die Anlieferung und Bearbeitung von 2292 Cubikfuß Hauſteinen an die Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben werden. Friedberg den 2. März 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Immobilien⸗ und Mobilien⸗Verſteigerung. (280) Der hieſige Ortsbürger Jacob Kißler will ſeine Hofraithe und Grundſtücke, ſowie einen anſehn— lichen Theil ſeiner Mobilien einer freiwilligen Ver— ſteigerung ausſetzen. Die Hofraithe iſt neu und vorzuͤglich hergerich— tet, ſie beſtehet aus einem an der Hauptſtraße bele⸗ genen Wohnhauſe, ſehr geräumiger Scheuer und Stallungen und iſt mit einem Brunnen im Hofe ver⸗ ſehen. Die Grundſtücke beſtehen in circa 13 Morgen gutem Ackerland und 5 Morgen vorzüglicher Wieſen. Unter den Mobilien ſind viele ganz neue und werthvolle Gegenſtände, als: Penduluhr, Sopha, Bettladen, Komoden, Schreibſekretär, Kleiderſchränke, Tiſche, Stühle, Spiegel und dergleichen mehr. Zu dieſer freiwilligen Verſteigerung ſteht Termin auf Dienſtag den 22. d. M., Vormittags 8 Uhr, „ 99 4. in dem oben gedachten Wohnhauſe ſelbſt und wer— den Kaufliebhaber hierzu eingeladen. Heldenbergen den 4. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schweitzer. Frucht ⸗Verſteigerung. (307) Dienſtag den 22. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die den mil— den Stiftungen gehörenden Früchte, beſtehend gegen 48 Malter Korn, 16 Malter Gerſte und 1 Simmer Hafer, aus der Erndte von 1841, zweimalterweiſe öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. Friedberg den 8. März 1842. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (311) Im Betreff des dahier wöchentlich einmal ſtattfindenden Viehmarkts ſind nachfolgende Abän— derungen beſtimmt worden, die zur Nachachtung der Betheiligten anmit zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden. Es wird nämlich: 1) Der Kühe-Markt künftighin abgeſondert von dem Ochſen- und Kälber⸗Markt abgehalten, wobei es rückſichtlich des Ochſen- und Kälbermarkts bei den früheren Beſtimmungen ſein Bewenden behält und letzterer demnach wie fruher Montags in jeder Woche um die bekannten Stunden ſtattfindet. 2) Der Kühe-Markt iſt ebenfalls Montags in jeder Woche abzuhalten, beginnt aber in den Mona— ten Januar, Februar, November, December um 10 Uhr, Maͤrz und Oktober um 9 Uhr, in den übrigen Monaten aber um 8 Uhr des Morgens. 3) Eine Viertelſtunde vor dieſer Zeit wird das Eintreiben der Kühe in die Stadt erlaubt. 4) Das Aufſtellen des Viehs vor dem Viehhofe wird kuͤnftighin weder bei dem Ochſen- noch Küh⸗ markt geſtattet und verfällt der Contravenient in eine Strafe von 1 bis 5 Reichsthalern. 5) Vorſtehende Verfügungen treten am 14. Marz d. J. in Kraft. Frankfurt a. M. den 3. März 1842. Polizey Amt. Fruchtverſteigerung. (328) Durch die fuͤrſtliche Rentei zu Lich kommen zur Verſteigerung: 1) Donnerſtag den 17. März, Vormittags 10 Uhe, in der Krone zu Niederweiſel, vom daſigen Spei— cher: 60 Mltr. Korn und 80 Mltr. Gerſte; 2 Freitag den 18. März, Vormittags 10 Uhr, vom Speicher zu Lich: 70 Mltr. Korn und 80 Mltr. Gerſte. Lich am 8. März 1842. Güter ⸗ Verpachtung. (329) Dienſtag den 22. d. M., Vormittags um! 9 Uhr, will der hieſige Ortsbuͤrger Heinrich Sang. bei Wirth Johs. Neiſel dahier die unten verzeich⸗ neten, in der fauerbacher und friedberger Gemarkung; ela gelegenen Güterſtücke, auf, 6, uacheinanderſelgende, Kratz: —— — 4 Jahre, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen, verpachten. Verzeichniß der Guͤterſtücke. I. Fauerbacher Feld: a) im Holzfeld: % am Hirſchrain au Jungfer Jenkel. daſelbſt an Frd. Zimmermann. 7 daſelbſt an Johs. Sang. rechts der dorheimer Hohl an Georg Lang. dam Markweg an Chriſtian Thomas. daſelbſt an Leonhard Thomas. s dafelbſt an Pfarrei Fauerbach. am Holzberg an Martin Billaſch. daſelbſt an Martin Philippi. rechts dem bauernheimer Weg an Philipp Schultheis. b) im Warthfeld: hinter Fauerbach an Pfarrei Fauer⸗ bach. in der dunklen Gewann an Rudolph aas. daſelbſt an Balthaſer Sprengel. daſelbſt an Graf Schönborn. zwiſchen den Hohlen an Bernhard Haas. 16. 22„ an der Wüſtung an David Grödel. 1 8 8 e — S 90 D 2 — — — — 233½ — 8 13. 2 226 2 18% 55 * 17. 10 an der ſteinernbrücker Hohl an Jung⸗ fer Franz. 18. 3 13½ daſelbſt an Steinhäuser, nach Fried⸗ berg zu. 19. 3 37 daſelbſt an denſelben, nach der ſtei⸗ nernen Brucke zu. 20. 1 35 ½ daſelbſt an Pfarrei Friedberg, 21. 3 2 3 neben der friedberger Gränze an Kloſter Thron.(NB. in 3 Abtheilungen.) 33% am Dachspfad an Kloſter Thron. 234 an der Judenhohl an Hch. Philippi. 24. 12 8½ zwiſchen der Bachhohl und dem Eier⸗ träger⸗Weg an Anton Philippi. 25. 1 37% an Eierträger⸗Weg an Mart. Phi⸗ lippi. 26. 1 2 37¾ daſelbſt an Preußer. N. 1 6½ daſelbſt an Wilhelm Heimburg. 28. 3. 35% hinter dem Herrngarten an Anton Philippi. II. Friedberger Feldt Im großen Warthfeld: 29. 11 1 aum Taubenrain an Poſtmeiſter Helmolt. 30. 12 2 daſelbſt an Carl Reuß's Wittwe. 31. 1 21 am Pfingſtbrunnen an Preußer. Fauerbach II. den 12. März 1842. In Auftrag: Der Bürgermeiſter Sang. Holzverſteigerung in dem Gemeindewald Fauerbach J. Reviers Hochweiſel betreffend. (320) Montag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, foll in dem Diſtrict Fuͤlzhart. nachbenanntes Holz, 22. 1 100* unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf Ort und Stelle meiſt⸗ bietend verſteigert werden. 1) 3½ Stecken buchen Scheitholz, 2 10 7„, Prügelholz, 3) 103 75„ friſches Stockholz, 4) 900 buchen Reisholzwellen, 5) 287 buchen und birken Reisholzwellen, 6) 9 buchen Stämme, 210 Cubikfuß haltend. Die gr. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Fauerbach I. am 9. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Werner. Arbeits ⸗Verſteigerung. (331) Freitag den 18. März, Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Fertigung der Gemeindebauarbeiten, welche in Zimmer-, Maurer-, Schreiner⸗ und Schloſſerar⸗ beiten beſtehen, und im Ganzen zu 210 fl. voran⸗ ſchlagt ſind, an die Wenigſtnehmenden auf hieſigem Rathhauſe in Accord gegeben werden. Rodheim den 10. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Arbeits ⸗Verſteigerung. (332) Freitag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen die Bauarbeiten an dem neu anzulegenden Friedhofe zu Petterweil auf dem Gemeindehauſe da⸗ ſelbſt verſteigert werden, und ſind voranſchlagt: 1) Steinhauerarbeit 40 fl.— kr. 2) Schreinerarbeit 148„ 45„ 30 Weißbinderarbeit. 180 1„ 4) Schloſſerarbeit„ 90%—„ Die Großh. Bürgermeiſter der Umgegend werden erſucht, Porſtehendes noch beſonders bekannt machen zu laſſen. b Petterweil den 9. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Arbeits-Verſteigerung. (333) Samſtag den 19. d. M. Vormittags 9 Uhr, werden die in hieſiger Gemeinde erforderlichen Bau⸗ arbeiten an die Wenigſtnehmenden verſteigert und ſind dieſelben verüberſchlagt: a) Am Niddaſteg zu Oberflorſtadt: Zimmerarbeit 7 fl. Maurerarbeit 51„ b) Errichtung einer neuen Pumpe daſelbſt: Maurerarbeit zu 8 fl. 40 kr. Schloſſerarbeit„ 28 Zimmer⸗ u. Pumpenmacherarbeit 66„ 22„ Weißbinderarbeit 3% 30„ Pflaſtrerarbeit 87—. c) An dem Gemeinde⸗Backhaus daſelbſt: f Maurerarbeit 2² fl. d) An dem Schlagbaum in Niederflorſtadt:: Zimmerarbeit zu 8 fl.— kr. Schloſſerarbeit„ Weißbinderarbeit 4% 30„ Imm (334) Die 10 Uhr, wer! zeichnete, zu Bürgers und Immobilien, ſteigert, als: 0 O. N. Pag. u N 15 5 25 175 18 3) 5 80 0 40 384 1 Friedbe 2 rinden in dem furth Nieder. 300 Ekr., ſol Vormittags f Gaſtwirths ei der Verst edingungen, elgert werde teinfur altend. ſolches ig ermeiſter s 1 U. welche ſcloſſerar⸗ detan⸗ dieſigem hermeiſter 10 Uhr, legenden dauſe da⸗ lagt: kr. 1 1 * id werden i Uachen zermeiſter ge 9 Ubr, den Bau gert und * 101* 00 Im Schulhaus zu Hinsbach: Wagnerarbeit zu 12 fl. 46 ½ kr. 1) Bei Ausbauung des Rath⸗ und Schulhauſes: Maurerarbeit zu 25 fl Steinhauerarbeit N Zimmerarbeit 45„ Dachdeckerarbeit 40 Schreinerarbeit 3 Schloſſerarbeit 10„ Weißbinderarbeit* g) Bei Unterhaltung der Orts- und Vicinalſtraßen: Pflaſtrerarbeit, zuſammen zu 497 fl. 20 kr. Handarbeiten 330„ 48„ Das Brechen, Beifahren und Aufſetzen der zu dieſen Arbeiten erforderlichen Mauer-, Pflaſtrer⸗ und Chauſſirſteine, zuſammen circa 50 Köklftr., die Lie⸗ ferung von circa 37 Kubklftr. Mauer- und Pflaſter⸗ ſand, von 12 Bütten Waſſerkalk und 10 Bütten weißem Kalk wird parthieenweiſe im gleichen Ter— min verſteigert, und werden die gr. Bürgermeiſter der Umgegend erſucht, Vorſtehendes in ihren Ge⸗ meinden auf geeignete Weiſe zu veröffentlichen. Florſtadt den 10. März 2842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Götz. Immobilien ⸗Verſteigerung. (334) Dienſtag den 22. d. M., Vormittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbe⸗ zeichnete, zu dem Nachlaß des dahier verſtorbenen Bürgers und Hutmachers Ludwig Sellin gehörende Immobilien, mittelſt Meiſtgebot in Eigenthum ver— ſteigert, als: Gemarkung Friedberg: O.⸗N. Pag. u. Nr. 15 5 25 Eine Hofraithe, beſtehend in Wohn⸗ haus und Stall an Ph. Windecker. 29 175 18 79% Rth. in der 11. Gewann am Schützenrain. 3) 226 59 38 Kth. in der 17. Gewann am main⸗ zer Thor. Gemarkung Fauerbach: 4) 384 13 85½ Rth. in den Kappesgärten an Johannes Rückert. Friedberg den 12. März 1842. In Auftrag großh. Landgerichts: Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (335) Das diesjährige Ergebniß an eichen Loh⸗ rinden in dem Freihl. von Löw'ſchen Wald zu Stein⸗ furth(Niederwald ⸗Diſtrict Thiergarten) von eirca 300 Ctr., ſoll Montag den 21. März l. J., des Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Ludwig Schultheiß dahier, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, oͤffentlich an den Meiſtbietenden ver— ſteigert werden. Steinfurth den 12. März 1842. Der freihl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Weigand. Holz⸗Verſteigerung. (336) Freitag den 18. d. M. Nachmittags 4 Uhr wird auf dem dahieſigen Burgwalle nachgenauntes Gehölze öffentlich verſteigert. 1) ein zu einem Durchzuge oder anderem Bauholz geeigneter durchaus geſunder und gerader Fich⸗ tenſtamm, von circa 65 Fuß Länge und 1,6 Fuß mittlerem Durchmeſſer, ohngefähr 125 Cubikfuß haltend, 2) ein ditto von ungefähr 35 Fuß Länge und 0,8 Fuß mittlerem Durchmeſſer. 3) einige Haufen Reiſer. Friedberg den 12. März 1842. Der Gr. Rentamtmann Buß. Arbeits ⸗Verſteigerung. (337) Montag den 21. l. M., des Vormittags um 9 Uhr, ſollen die unterm 14. Oktober v. J. verſteig⸗ ten Reparaturarbeiten an der Pfarrhofraithe dahier, beſtehend in: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 187 fl. 23 kr. 48 2 Steinhauerarbeit 34„ 1 3) Zimmerarbeit 198„ 28„ 4) Dachdeckerarbeit 35„ 10„ 5) Schreinerarbeit 136% 23% 6) Schloſſerarbeit 85 7) Glaſerarbeit 7„ 36„ 8) Weißbinderarbeit 8 nochmals, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen, auf hieſiger Rathsſtube wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Voranſchläge, ſowie die Steigbedingungen liegen bis zum Tage der Ver⸗ ſteigerung auf dem Bürgermeiſterei-Büreau dahier zur Einſicht offen. Niederrosbach am 12. März 1842. Für den Kirchenvorſtand: F. Bullmann, Bürgermeiſter. Arbeits- Verſteigerung. (338) Dienſtag den 22. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſiger Gemeindeſtube die bei Herſtellung eines neuen Geländers an der Niddabruͤcke vorkom⸗ mende Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 262 fl. 20 kr. Schloſſerarbeit 1 39% Weißbinderarbeit 103„ 48 an die Wenigſtfordernden unter den im Termin zu eröffnenden Bedingungen verſteigert werden. Kleinkarben den 8. März 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Arbeits-Verſteigerung. (339) Samſtag den 19. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Wohnbach fol— gende an der Weede in der ſ. g. Waſſergaſſe erfor⸗ derliche Baureparaturarbeiten, als: 1) Maurerarbeit, voranſchlagt zu 67 fl. 30 kr. 2) Pflaſtrerarbeit„ 3) die Lieferung der Sandplatten 22„—„ an die Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Die großh. Burgermeiſter werden erſucht, Vor⸗ ſtehendes bekannt machen zu laſſen. Wohnbach den 10. März 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Herget. Bekanntmachung. (340) Donnerſtag den 17. l. M., Vormittags um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern von Horren zur Vervollſtändigung des Schaafpfer⸗ ches öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert, mit dem Bemerken, daß der Voranſchlag täglich bei dem Unterzeichneten bis zum Verſteigerungstermin eingeſehen werden kann. Friedberg den 12. Marz 1842. Der Beigeordnete Bender. NUN νν Privat⸗ Bekanntmachungen. Geſchäftseröffnung. (271) Ich zeige hierdurch ergebenſt an, daß ich dahier mein Geſchäft als Sattler und Tapezierer eröffnet habe, und bitte meine Freunde und Gönner, ihnen die Verſicherung gebend, daß ich ſtets für gute Arbeit ſorgen werde, um recht zahlreichen Zuſpruch. Meine Wohnung iſt in der Uſergaſſe bei Hr. Schuh⸗ macher Storck. Friedberg den 2. März 1842. G. W. Klein. Empfehlung. (317) Unterzeichnete empfiehlt ſich neben ihrem Putzgeſchäft, im Waſchen von Blonden, von Herrn⸗ und Damen ⸗Strohhüten, welche Letztere auf Ver⸗ langen in neueſte Facon umgeändert werden. Mög⸗ lichſt billige Preiſe werden zugeſichert. Charlotte Nicolai, Nr. 460 auf dem Hauck. Alle Sorten Sämereien (326) ſind auch dieſes Jahr von vorzüglicher Gute und zu billigen Preiſen, welche aus meinem Ver⸗ zeichniß, das einem Jeden meiner Abnehmer gratis zu Dienſten ſteht, zu erſehen ſind, zu haben, bei E. Botſch in Friedberg. Bekanntmachung. (341) Montag den 21. März d. J. werden in der Wohnung des Unterzeichneten Mobilien und Haus⸗ geräth, darunter auch eine Obſtpreſſe, meiſtbietend verkauft. Nauheim den 14. März 1842. Weiß. 4% ige Obligationen (342) au porteur Großherzoglicher Gemeinden der Provinz Oberheſſen im Betrag von 5000 Gul⸗ den zu kaufen geſucht. Das Nähere iſt bei Herrn Amtmann Dietzſch zu Friedberg zu erfahren. 2 102*. Lebewohl. (343) Nachdem mich meine Beſtimmung aus hieſi⸗ ger Stadt entfernte, kann ich nicht unterlaſſen Frie d⸗ bergs Bürgern ein herzliches Lebewohl zu ſagen; ein und zwanzig Jahre lebte ich in ihrer Mitte, das Andenken an ihr freundliches Wohlwollen begleitet mich an meinen neuen Wohnort: möͤgten ſie ſich auch des Scheidenden ſtets mit Freundſchaſt erinnern, darum bittet Friedberg den 12. März 1842. Baron v. Cramer, Major. Ein ganz neuer einſpänniger Wagen (344) mit eiſernen Axen, ſteht zu verkaufen bei Schmiedmeiſter Wilhelm Bäcker in Petterweil. Aufforderung. (345) Alle diejenigen, die mir noch Pacht ſchulden, der auf Petritag fällig war, erſuche ich hierdurch, denſelben binnen 14 Tagen zu berichtigen. Fauerbach II. Heinrich Sang J. Ein Familienwagen (346) fährt jetzt täglich von hier nach Grünberg Die Abfahrt iſt hier um 11 Uhr Vormittags. Friedberg. Ulrich. 2 Nußbaumene Bettſtellen, (347) 2 Nachtiſchränke und einen eichenen Kleider⸗ ſchrank verkauft F. Frank. Empfehlung. (325) Unterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinem Hopfen, als Spalter, Moßbacher und Schwetzinger, welcher ſich beſonders zu Lagerbier eignet, zu den billigſten Preiſen. Anton Burck, Kuͤfer⸗ und Bierbrauermeiſter. Ein junger Burſche (320) kann bei einem hieſigen Bäckermeiſter mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre treten. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Literariſche Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt wie⸗ der vorräthig: Promptuarium zur Erleichterung des Studiums und der praktiſchen Anwendung des neuen Sttaf⸗ geſetzbuchs fur das Großherzogthum Heſſen. 1 fl. Neuer, allezeit fertiger Geld⸗ und Haushaltungs⸗ rechner oder Berechnung in Tabellen, worin man beim Ein⸗ oder Verkauf von Waaren in Stück, Ellen, und Pfunden ꝛc., ſowie beim Geldwechſel, ohne Mühe ſogleich den richtigen Betrag auffin⸗ den kann. Zweite vermehrte Auflage. 27 kr. Luden, H., Geſchichte der Teutſchen. Erſter Band. 3 fl. 22 kr. Rebau, H., allgemeines deutſches Volksbuch. Zweite Auflage. Zwei Theile. 1 fl. 20 kr. Anzeige. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Die groß an die Groß Geoßh. Belre Großher Rechnungen fi der Rechnung Rechnungskam Wegen den beſtehende Die Nic zeigen hat Di Friedt Zur In Ilb durch Herrn gründet, den und Beiträg Seite 547 d wirthſchaftlia des brens bag der guten Bi Schulunterrich erwarten und den ſchonſten Zeitſ N des Ar sche echt nale gag wir, daß in Nr. ſeweldet wird, e 1 fie de khätigen Cinſuu