V. Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * * *. Mittwoch, den 14. September 1842. Amtlicher Theil. — Polizeiverfuͤgung. In Gefolge der bei den Schafen und dem Rindvieh hie und da ſich zeigenden Manl- und Klauen— Seuche ſind, nach Einholung des Urtheils der Techniker, folgende Anordnungen getroffen worden. 19 Alle von der gedachten Seuche befallenen Schafe oder Rindviehſtücke ſollen von den geſunden iſolirt, D in den Stallungen bis zur vollkommenen Geneſung, alſo wenigſtens drei Wochen lang einbehalten, und weder unter die Heerde, noch auf die Weide, oder an die Tränke, noch auch auf die Straße, oder ſonſt ins Freie gebracht werden. a 3) Kein an jener Seuche krankes Vieh darf verkauft werden. 4) Contraventionen gegen die gegenwärtige Verfügung ſollen für jedes betreffende Stück Vieh mit 1— 10 fl. beſtraft werden. Die Polizeibehörden des Kreiſes werden hiervon mit der Aufforderung in Kenntniß geſetzt, das Po⸗ (izeiaufſichtsperſonal hiernach zu inſtruiren und die Befolgung obiger Vorſchriften zu überwachen. Contra— dentionen hiergegen ſind alsbald zur Beſtrafung anzuzeigen. Friedberg den 9. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küſch ler. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmiliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solms. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Den Ausbruch der Klauenſeuche unter den Schafen zu Wiſſelsheim, Kreiſes Friedberg. Nach erhaltener Benachrichtigung iſt in einigen angrenzenden Gemeinden des Vogelsberges, ſowie n den Gemeinden Steinfurt und Wiſſelsheim im Kreiſe Friedberg die Klauenſeuche unter den Schafen, um Theil auch unter dem Rindvieh ausgebrochen. Indem ich Sie hiervon in Kenntniß ſetze, beauftrage ch Sie, die nöthige Bekanntmachung zu erlaſſen und darüber möglichſt zu wachen, daß dieſe Seuche nicht ingeſchleppt wird, eintretenden Falls aber ſogleich Anzeige zu machen. Hungen den 9. September 1842. Follenius. Oeffentliche Aufforderung. Da nach gefaßtem Beſchluſſe ſämmtliche Einlagen in das Mathildenſtift auf einen und denſelben Zinsfuß, und zwar zu 3 ¾% geſtellt werden ſollen, ſo werden ſämmtliche Einleger hiermit aufgefordert ſch alsbald bei den Caſſirern darüber zu erklaren, ob ſie die Einlagen fernerhin zu 3 ¼% ſtehen laſſen ider zurückbezahlt haben wollen. Friedberg den 12. September 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Keüſch ler. „ 324. Friedberg den 10. September 1842. Heute vor fuͤnfzig Jahren erhielt unſer würdi⸗ ger Herr Oberſchulrath Pr. Roth ſein Deeret als Rektor der hieſigen Auguſtinerſchule und ſtand darauf bis vor Kurzem als Direktor dem Schullehrer-Se⸗ minare vor. Eine bedeutende Anzahl ſeiner Schüler und Zöglinge aus den 3 Provinzen des Großher— zogthums ſowohl, als auch theilweiſe aus dem an⸗ grenzenden Auslande hatte ſich eingefunden, um dem theuren Lehrer und unvergeßlichen Freunde in ihrem und der abweſenden Amtsgenoſſen Namen Gluck zu wünſchen und einen ſchön gearbeiteten ſtattlichen Eh⸗ renpokal von Silber zu überreichen. Der Jubilar erwiederte den Glückwunſch mit herzlichen begeiſtern⸗ den Worten, deren Wahrheit, Kraft und Friſche die Zuhörer erfreute. Die Lehrer waren um halb 12 Uhr in einem Zug vom Schulhaus in die Wohnung des Herrn Roth gegangen und holten um 2 Uhr Nachmittags ihren alten väterlichen Freund mit deſſen Sohn zur feſtlichen Tafel ab, welche im Trappiſchen Gaſthauſe vorbereitet war. Morgens um 6 Uhr waren die alteren Kinder der Muſterſchule in Begleitung ihrer Lehrer vor das Haus des Jubilars gezogen und hatten einen mehr— ſtimmigen Choral geſungen. Später hatten die Leh⸗ rer der Muſterſchule, die Lehrer der beiden Semi— nare, die Geiſtlichen, die beiden Beigeordneten mit mehreren Gemeinderäthen der Stadt Friedberg, ſo— wie die Hülfsgeſellſchaft, zu deren Stiftern Herr Roth gehört, gratulirt, und nach dieſen 5 Kna⸗ ben, welche noch aus der ehemaligen Auguſtinerſchule übrig waren, zur Erinnerung an den Anfang ſeines Wirkens, Herrn Roth in einfacher herzlicher Weiſe ihre Wünſche dargebracht. Der Herr Gevatter. Der wohlhabende Bäcker Beutel hatte bei ſei— nem Mitbürger, dem Krämer Rabe, zu Gevatter ge— ſtanden. Im Tauf⸗Anzug, den Blumenſtrauß noch vor der Bruſt, kam er jetzt nach Hauſe, ſeine Ehe— hälfte zum Kindtaufſchmauße abzuholen. Nachdem er ſeinen Laden zugemacht, und ſorgfältig nachgeſe— hen hatte, ob ſein Geldſchrank, in welchem mehrere Rollen Kronenthaler— der Erlös für verkauftes Maſtvieh— lagen, auch wohl verſchloffen wäre, gebot er der Magd, Alles im Hauſe gut in Acht zu nehmen, und ſchritt mit ſeiner geputzten Lebens— gefährtin über die Schwelle. In dieſem Augenblick kam Meiſter Kraft, der Metzger, ein ſolider Han⸗ delskunde, mit ſeinem maͤchtigen Sultan aufs Haus zugeſchritten. Ach, das thut mir doch leid, Meiſter Kraft, ſagte Beutel, Ihr wollt Schweine haben, und. ich bin bei Herrn Rabe zur Kindtaufe.— Wie lange kann denn das währen? fragte Kraft.— Nun, ein paar Stündchen.— Hm, das macht mir eben nichts aus; wenn Ihr nicht denkt, daß ich euch was einſtecke, ſo will ich derweilen eine Pfeife bei Euch rauchen.— Auch gut; Ihr könnt euch indeſſen die Schweine anſehen; Kapitalvieh, ſag' ich Euch. Roſine zeig einmal dem Meiſter Kraft unſere Schweine und gieb ihm was zu kruſtuliren.— So war der kleine Aufenthalt glücklich bei Seite geſchafft, und das Ehepaar erſchien bei dem brillan⸗ ten Gevattereſſen. Zwar litt Herr Rabe, der Papa, gerade an heftigen Kopf- und Zahnſchmerzen, ging nur ab und zu, und zog ſich endlich als es Abend ward ganz zurück, weil ſich da ſein Fieber einſtellte. Aber er ſtellte ſeinen Mann in einem anweſenden Herrn Vetter, welcher die Weiber von ſeinen Reiſen unterhielt, und für die Männer eine Parthie Solo zu recht machte. Meiſter Beutel war ganz in ſei⸗ nem Element und hatte den Metzger ſammt den Schweinen vergeſſen. ö Unterdeß war Meiſter Kraft, dem die Zeit lang geworden, in ſeinem Lehnſeſſel, den Hund zu ſeinen Füßen, eingeſchlummert. Als er, durch ſein eignes Schnarchen erwacht, umherſchaute, war es vollig dunkel geworden, denn die Magd, welche um 1 Uhr den Backofen heizen müſſen, hatte die Hausthür ver⸗ riegelt und, im Vertrauen auf die Wachſamkeit des Gaſtes, ſich ein wenig aufs Ohr gelegt. Meiſter Kraft hatte ſich zum Zeitvertreib eine Pfeife geſtopft und wollte eben den Schwamm auf den Feuerſtein legen, als ein eignes Geräuſch ſich vor dem Fenſter hören ließ. Kuſch! Sultan, ſagte er und horchte auf. Es wurde ohne viel Geräuſch eine Scheibe zerdrückt, das Fenſter aufgemacht, und es ſtieg mit Behendigkeit eine dunkle Geſtalt herein, ſchob den Nachtriegel vor die Thuͤr und ging an den Geld— ſchrank. Als er dieſen geöffnet und mehrere Rollen herausgenommen hatte, wellte er ſehr behende auf dem vorigen Wege wieder hinaus; aber Meiſter Kraft rief: Huſſa Sultan! und der Dieb lag auf der Erde. Laß ab, ſprach nun der Meiſter, und der Hund gehorchte. Du, Spitzbube, aber gehſt dort in die Ecke;— rühr' dich nicht, daß ich den Hund nicht noch einmal hetze. Roſine mußte nun Herrn Beutel rufen; wäh⸗ rend deſſen fuhr Meiſter Kraft da fort wo er vor— hin aufgehört; er ſchlug Feuer und rauchte ſeine Pfeife an. Die Capitulationen des armen Sünders und das Anerbieten von 3 Ducaten wurden kurz abgewieſen mit den Worten: Iſt Meiſter Beutels Sache. Endlich kam dle ganze Gevatterſchaft, der Bäcker⸗ meiſter an der Spitze. Er hatte auch allein den Muth ins Zimmer zu kommen. Wo iſt der Dieb rief er außer Athem; hier in der Ecke ſagte Meiſter Kraft. Und als man die Laterne hinwandte: Alle Hagel! der Herr Gevatter!— Es war Rabe der Krämer, der zwar Einiges. von einem Gevatterſpaß chen wöchte, u mitten im sche ff, wie ſe auf von Alten gehört. Rede wachſen; Rei ehe ers privat Deutſch ſpri ten Dialekt ke ſtändlichſten lehrt. Eine Stadt, die it richtet worden Frankfurt, um Erſt als ſee merkte ſie, de gleiter geweſe angenehm wa in gulem Sch ſſe drohte ihm nicht. Endlie mit in die S „Kuraſch, 9 Reißaus nal Um eine Jahre und und Nacht f 100 in eine, Idder gleich! — 0 Dur die Auge Ache 5 Bekannt (loo) din As es Adend der einſtellt L anweſenden enen Reiſen Atdie Sol f az in ſti er ſammt der 4 1 „% 325*. daher ſtotterte, übrigens ſogleich von der herbeige— rufenen Polizei in Numero Sicher gebracht wurde. — Meiſter Kraft erhielt die 2 Schweine billig und noch ein drittes in den Kauf. Natur und Gewohnheit — thun viel. Der Dichter Addiſon erzählt von einem Menſchen, der eine Ziege zur Amme gehabt, und deshalb noch in reifen Jahren, wenn Niemand bei ihm in der Stube war, immer einige Ziegenſprünge machen mußte. Der berühmte Miniſter Hinz von Hinzenfeld, der, nach Herrn Hofrath Tieks Ver⸗ ſicherung, in ſeiner Jugend ein Kater geweſen, mußte ſpinnen, wenn er einen Braten ſah, was ihn, na⸗ mentlich bei Hofe, ſehr genirte. Manche Schöne aus Kuhſchnabbel, die gern rein Schriftdeutſch ſpre⸗ chen möchte, wie's in den Büchern ſteht, gerieth ſchon mitten im ſchönſten Discurs plötzlich in den wilden Pfiff, wie ſie ihn in ihrer Umgebung von Jugend auf von Alten und Jungen zwitſchern und ſingen gehört. Rede doch jeder wie ihm der Schnabel ge— wachſen; Rein⸗Deutſch produzire keiner öffentlich ehe ers privatim tüchtig gelernt und geübt: Schrift⸗ Deutſch ſpricht man nirgends. In dem gewohn⸗ en Dialekt kann man ſich am kräftigſten und ver⸗ ſtändlichſten ausdrücken, wie nachſtehender Vorfall lehrt. Eine Fleiſchers-Tochter aus einer kleinen Stadt, die in einem Penſionat einige Jahre unter— ichtet worden war, ging in Hut und Shawl nach Frankfurt, um Stramin und Stickſeide einzukaufen. Erſt als ſie in einen Laden eingetreten war, be— merkte ſie, daß Courage, der Metzgerhund, ihr Be— leiter geweſen. Sie verſuchte, da ihr dieß ſehr un— angenehm war, den Hund mit freundlichen Worten n gutem Schriftdeutſch zur Rückkehr zu bewegen; te drohte ihm ſogar; alles umſonſt, er verſtand ſie nicht. Endlich ungeduldig geworden, ſtellte ſie ſich mit in die Seite geſtellten Armen vor ihn und ſchrie: Kuraſch, gehſte ham!“ worauf der Hund ſogleich Keißaus nahm. Eine Billion. Um eine Billion zu zählen brauchts 19000 Jahre und noch etwas darüber, wenn man Tag ind Nacht fortzählt, und angenommen wird, daß nan in einer Minute 100 zählt. Das darf nur feder gleich nachrechnen. Empfangs“⸗Beſcheinigung. Für die Abgebrannten in Steinbach iſt ferner eingegangen wn G. L. 1 fl. C. Wahl. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Obſt⸗Verſteigerung. (1200) Donnerſtag den 22. d. M., von Morgens 9 Uhr an, ſoll ſämmtliches Obſt von den ſtaͤdtiſchen Allmeyen, beſtehend in einer beträchtlichen Partie Aepfeln, Birnen und RNüſſen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden und zwar zuerſt in 5 Partieen, als erſte Partie vom Burgberg, viereckten Weier und Seergraben, die zweite Partie Wildkautsgraben und Ockſtaͤdter Gaſſe, dritte Partie von der Gal⸗ genbrücke bis zur Oberwöllſtaͤdter Gränze, vierte Partie vom Schuͤtzenrain, Haingraben und neuen Todtenhofe, fünfte Partie der Stadtſchreibereigraben, ſodann in einzelnen Abtheilungen auch einzelnen Bäumen, wobei bemerkt wird, daß bei annehmbarer Bürgſchaft Credit bis zum 1. December l. J. gege⸗ ben werden ſoll. Der Anfang mit der Verſteigerung wird am viereckten Weier am Seergraben gemacht. Friedberg den 7. September 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Bekanntmachung. (1201) Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen im rodheimer Gemeindewald in meh⸗ reren Diſtricten nachverzeichnete Holzſortimente: 10 ½ Stecken buchen Scheitholz, 3 7„ Prügelholz, 9935„ Stockholz, 4) 34 Stück buchen Wellen, 5.300%, kiefern 6) 10„ Wellen weiches Laubholz, meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet in vorgenanntem Ter⸗ min in Köppern ſtatt. Rodheim den 8. September 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Jacobi. Zum Ausleihen. (1202) In der Kirchenkaſſe zu Florſtadt liegen 500 fl. gegen doppelte Sicherheit zu 5 Procent zum Ausleihen bereit. Florſtadt den 7. September 1842. Im Namen des Kirchenvorſtandes: Der Pfarrer Ebenau. Obſt⸗Verſteigerung. (1203) Donnerſtag den 15. September, Mittags 12 Uhr, ſoll das der Gemeinde zuſtehende Obſt, als Aepfel, Birn und Zwetſchen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Sôödel den 8. September 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1204) Dienſtag den 20. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe das Fertigen eines neuen Backofens an den Wenigſtneh⸗ menden vergeben werden. Bemerkt wird, daß alle dazu nöthigen Materialien in hieſigem Orte zu er⸗ halten ſind. Die großh. Bürgermeiſter reſp. gr. Polizei⸗-Com⸗ miſſäre des Kreiſes Friedberg und Hungen werden erſucht, namentlich dieſe, wo ſich derartige Bauver⸗ ſtändige befinden, dieſelben gefälligſt hiervon in Kennt⸗ niß ſetzen zu wollen. Niedermoxſtadt den 6. September 1842. Großh. F. Iſenburgiſcher Bürgermeiſter Jäger. Privat⸗ Bekanntmachungen. Die Nachfeier des Berger Herbſt— marktes (1194) wird in dieſem Jahre ausnahmsweiſe Sonn⸗ tag den 18. September abgehalten. An dieſem Tage findet man bei dem Unterzeichneten im neuen Saale um 1 Uhr table d'hôte, und ſowohl während deren Dauer, als nachher im Garten eine, durch den Großh. Heſſiſchen Muſikmeiſter Herrn Seemüller zu Offenbach geleitete, wohl beſetzte Harmonie- und ſpäter Tanz⸗Muſik, wozu unter Zu⸗ ſicherung guter Speiſen und reingehaltener Weine ergebenſt einladet W. E. Alisky Gaſtwirth zur ſchönen Ausſicht in Bergen. Wetterauer Bienenverein. (1205) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags um 9 Uhr, findet die diesjährige Herbſtſitzung des Wet⸗ terauer Bienenvereins in Reichelsheim bei Herrn Gaſtwirth Stier ſtatt, und ſoll in derſelben vorge⸗ tragen werden: das beßte Ueberwintern der Bienen⸗ ſtöcke, das Auslaſſen des Honigs und des Wachſes; ferner wird gezeigt: das Vereinigen der Bienen mit und ohne Rauch, und endlich das Austreiben der Bie⸗ nen mit der Vitzthumiſchen Rauchmaſchine, wozu Unterzeichnete an oben benanntem Tage und Orte die Mitglieder des Wetterauer Bienenvereins einladen. Friedberg den 12. September 1842. Der Vorſtand des Wetterauer Bienenvereins Althen, Botſch, Bößwald, Fritſch. Ein zweijähriger Faſſelochſe, (1206) reiner ſchwyzer Race, iſt zu verkaufen bei Müller Schatz zu Echzell. 250 fl. (1207) können zu Anfang Dezember l. J aus der Kirchenkaſſe zu Steinbach gegen gerichtliche Sicher— heit ausgeliehen werden. Steinbach den 10. September 1842. Der Kirchenrechner Kromm. Aechter eypriſcher Vitriol, (1208) der beßte zur Waizenſaat, pr. Pfund 18 kr., bei Abnahme von 10 Pfund etwas geringer, iſt zu haben in dem Eiſenladen bei Johann Heinrich Fritz in Friedberg. Weingruͤne Stluͤckfaͤſſer (1209) von 4 Fuß und 6 Fuß Länge ſind zu verkaufen bei Peter Weider in Windecken. 326 Fruchtverſteigerung. (1211) Dienſtags den 20. d. M., des Vormittags 11 Uhr, werden in der Krone zu Niederweiſel vom daſigen Speicher 130 Mltr. Hafer aus der Erndte 1841 in Parthieen verſteigert. Lich den 12. September 1842. Fürſtl. Rentei daſ. Kratz. (1210) Stahlschreibfedern neuerfundener Maſſe in höchſter Vollkom⸗ menheit. Dieſes ſolide Fabrikat iſt anerkannt das Beſte, Brauch⸗ barſte und Preiswürdigſte, und ſind alle Nachahmungen — I— die weder durch markti⸗ * er London) 19 5 Hamburz) c ie ee noch durch die Spottpreiſe, zu de⸗ Schuberth& C. nen ſie feilgeboten werden, Abſatz finden— weit zurück geblieben. Soeben iſt wieder ein ganz neues vollſtändiges Sortiment der beſten Stahlfedern von London angekommen, woraus wir als etwas Neues und Zweckmäßiges empfehlen: Beſte calligraphic Feder, vorzüglich für gewöhnliche Arbeit pr. Dutzend 18 kr. Superfeine Lordfeder, broncirt u. Silberſtahl pr. Otzd. 36 kr. Napoleon oder Rieſenfeder, zur größten Prachtſchrift, dop⸗ pelt geſchliffen, leiſtet das Vierfache anderer Federn pr. Karte 54 kr. 8 Studentenfeder, breitgeſpitzt; feinſte Maſſe, an Dauer der Rieſenfeder gleich pr. Dutzend 45 kr. Vorräthig in der Haupt⸗Niederlage bei C Bindernagel in Friedberg. 5 Anzeige. in Friedberg ſind Literariſche Bei C. Bindernagel vorräthig: Der unfehlbare Ratten-, Mäuſe-, Maulwurfs, Wanzen⸗, Motten⸗, Flöhe und Mücken⸗Vertilger. Nebſt ſichern Mitteln gegen Erdflöhe, Schnecden, Raupen, Ameiſen, Kornmürmer, Blattläuſe, Heim⸗ chen, Ohrwürmer, Wespen, Horniſſe, Kröten und Erdkrebſe und noch viele andere ſchädliche Ge— ſchöpfe. Dritte ſtark vermehrte und verbeſſerte Auflage. 36 kr. Hörnig, Dr., Mittel und Rathſchläge hundert Jahre alt zu werden. Vier Abhandlungen ge⸗ ſchrieben für diejenigen, welche ihr Leben zu ver— längern wunſchen, von Ludwig von Cornaro, im 86., 88., 90. und 95ten Lebensjahre. 36 kr. Hortig, J. N., Kurzgefaßte Tugendlehre in Aus⸗ ſpruͤchen der heiligen Schrift, Alten, und Neuen Teſtaments. 36 kr. Oswald, C. G., Weihe der Andacht für die ge⸗ bildete und reifere deutſche Jugend, in 365 from⸗ men Dichtungen von den beßten und neueſten Dich⸗ tern zur häuslichen Erbauung und Förderung eines ächt religiöſen Sinnes. Mit einem Titel⸗ bilde. 3 fl. 18 kr. 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