Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, f die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 55. Die Stadtkirche zu Friedberg. Unſere Stadtkirche— eins der bedeutendern tothiſchen Baudenkmale im Großherzogthum— iſt, zuf Beſchluß des Kirchenvorſtandes von den nach ind nach entſtandenen innern Verunſtaltungen be⸗ ſreit und in ihrer urſprünglichen Einfachheit wieder ſergeſtellt worden. Man kann jetzt, nachdem die Emporbuhnen und die mannichfach geſtalteten Pri⸗ tatſtühle entfernt worden, die Schönheit dieſes Bau⸗ perks erfaſſen und ungeſtört auf ſich wirken laſſen ind vernimmt gleichſam jetzt erſt ſeine erhabene Stimme, die ſeither vor dem babyloniſchen Sprach zewirr des bunten Durch- und Uebereinander gar richt zu Wort kommen konnte. Die gothiſche Bau⸗ ert iſt für Gotteshäuſer die geeignetſte und wür⸗ tigſte. Man fühlt weder den Druck der flachen ſchwer aufliegenden Decke, noch die beengende Nähe der glatten Wände, wie in andern großen Gebäuden, ta die Säulen, die oben baumartig auseinander fah⸗ zen, mit Leichtigkeit das Dach zu tragen ſcheinen, und die nackten nahen Wände durch ſchmale hohe Fenſter und verzierte Niſchen verdeckt und weiter hinaus ge— nückt werden. Man empfindet in dieſen ſchönen Formen den Reichthum eines tiefen mannigfaltigen kebens in der edelſten Einfachheit dargebildet; die truſte Stille in Mitten dieſer ſteinernen Vegetation lebt mit den aufwärts ſtrebenden Säulen und Spitz logen Blick und Gefübl zu dem Höchſten und Herr⸗ lichſten empor. Es iſt wohl keine Frage, daß man überall beten kann, in der freien Natur, wie im ſtillen Kämmerlein, in der Einſamkeit des Waldes— don unſern Voreltern beſonders geliebt— wie in der gewöhnlichen Alltagswohnung; daß aber Gebet und Predigt in einer gothiſchen Kirche eine ganz ſeſondere Wärme von der edlen ehrwürdigen Um⸗ zebung erhalten— wer wollte dies bezweiflen? Es nüͤſſen fromme und weiſe Meiſter geweſen ſein, die ſolch ſchöne Bauten zu den erhabenſten Zwecken er⸗ ſtehen ließen. Das jetzt noch durch eine unſchöne Einfaſſung Hheilweiſe verdeckte Altarblatt— ein gutes altdeut⸗ ſches Gemälde auf Goldgrund— wird wohl gewiß Mittwoch, den 13. Juli 1842. von ſeiner Bekleidung befreit und ſeinem Werth an⸗ gemeſſen hergeſtellt werden. Ebenſo dürfen wir auch mit Sicherheit hoffen, daß die Kanzel, die ſeither unzweckmäßig auf der Seite geſtanden, auf den alt⸗ byzantinitchen Querbau vor dem Chor verlegt wer⸗ den wird, den günſtigſten Platz, von wo, nach neuer⸗ lich gemachten Verſuchen, die Worte eines mäßig laut Sprechenden, auch am entfernteſten Ende der Kirche deutlich vernommen werden. Feſtprogramm für das am 17. Juli 1842 in der Stadt Friedberg in der Wetterau ſtattfindende Vierte Wetterauer Sängerfeſt. Vorbereitungen dazu am 16. Juli. S. 1. Empfang der Kapellmuſiker. Nachmittags 2 Uhr Empfang und Einholung der Großh. Heſſ. Hofkapell⸗ Muſiker von Darmſtadt, ſo wie der ſonſt mitwirkenden Ver⸗ eine und Muſiker, weiche ſchon Samſtag den 16. Juli hier einzutreffen geneigt wären. §. 2. Muſik⸗ probe. Nachmittags 3 Uhr Muſikprobe in der Stadtkirche. §. 3. Verkündigung des Feſtes. Abends 8 Uhr Ver⸗ kündigung des Feſtes durch Kanonenſalven und Muſik auf der Schanze. Feſtordnung am 17. Juli. §. 4. Feſteröffnung. Morgens 5 Uhr Spiel eines Chorals durch die Blechmuſik auf dem Thurm der Burgkirche, dazwiſchen Böllerſchüſſe. §. 5. Empfang und Einzug. Vormittags 8 Uhr Em⸗ pfang der fremden Sänger und Muſiker vor dem Mainzer Thore, und ſofort feſtlicher Einzug in die Stadt Friedberg bis zu dem Stadthauſe. Daſelbſt Begrüßung durch Muſik. Beſchluß vermittelſt Aufpflanzung der Fahnen. §. 6. General-Probe. Vormittags 10 Uhr General⸗ Probe in der Stadtkirche. §. 7. Erholung. Mittags 12 Uhr Erfriſchung der Saͤn⸗ ger und Muſiker auf dem Burgwall. 8. 8. Concert in der Stadtkirche. Nachmittags 2 Uhr großes Vokal- und Inſtrumental⸗Concert in der Stadtkirche. Die Vorträge ſind folgende: Er ſte Abtheilung: 1) Motette für den Maͤnnerchor von B. Klein, mit Be⸗ gleitung von Blasinſtrumenten von K. Schnyder d. War⸗ 0 1 1 1 tenſee, ausgeführt von über 1100 Sänger und Inſtru⸗ mentaliſten, beſtehend aus Mitgliedern der Hofkapelle zu Darmſtadt und den Vereinen von Büdingen(Liederkranz und Mufiker), Butzbach(Orpheus), Dauernheim, Frank⸗ furt(Liederkranz, Liedertafel und Neeb'ſcher Verein), Friedberg(Geſangberein und Zöglinge des Schüllehrer— Seminars), Grünberg, Hanau(Frohfinn), Heldenbergen, Homburg GGeſangverein und Muſiker), Hungen, Ilben⸗ ſtadt, Laubach, Lauterbach, Lich, Mainz(Liedertafel), Melbach, Nidda, Niederwöllſtadt, Obererlenbach, Offenbach (Sängerverein, Polyhymnia und der Muſik des Großh. Heſſ. IV. Infanteria-⸗Regiments), Ortenberg, Rodheim, Uſingen, Vilbel(Liederkranz und Geſangverein) und Wetz⸗ lar. Die Geſang-Soli werden die Großh. Heſſ. Hofſän⸗ ger Herrn Birnſtill, Cramolini, Döring und Michel gefälligſt ubernehmen. 2) Qiuintett für Flöte, Obos, Clarinette, Horn und Fagott, von W. Mangold, vorgetragen von den Großh. Hof⸗ kapelliſten Herrn Altfuldiſch, J. Bickel, E. Reitz, O. Haller und Stautz. Feſthymnus von Panny, mit Begleitung von Blasin— ſtrumenten von C. Thurn, vorgetragen von allen unter 1. Genannten. A het en nige 3 — deine 4) Ouverture von P. Müller für Blasinſtrumente(Ma⸗ nuſcript), vorgetragen unter Direction des Herrn Hof⸗ kapellmeiſters Mangold von den(unter erſter Abchei— lung 2.) genannten Herrn und den Herren Hofkapelliſten Dittmann, Harbordt, G. Anton) L. Ankon, Wieſe, Fr. Thomas, L. Thomas, Seekatz, Ackermann, Grünewald, Kurz, Müller I., Müller II., W. Bickel, Weigand und Trier. Dieſe Herren haben zugleich die Gefälligkeit gehabt, überhaupt die vorkommenden Solo⸗Parthien ihrer Inſtru— mente zu übernehmen. Endlich 5) Te Deum von Neukomm, für Tenor- und Baßſtimmen, mit Militär-Orcheſterbegleitung von allen(unter er ſter Abtheilung 1.) Genannten vorgetragen. §. 9. Feſtzug. um 4 Uhr Verſammlung der Sänger und Muſiker im Stadthofe und ſofortiger allgemeiner Feſtzug durch die Stadt nach der großen Feſthalle auf der Seewieſe. 8. 10. Feſtmahl. um 4% Uhr großes Feſtmahl in der Feſthalle, verſchönert durch Inſtrumentalmuſik und Vor⸗ träge einzelner Geſangvereine. §. 11. Ball. Abends 9 Uhr Ball in dem Salon deſſel— ben Feſtlokals. Die mitwirkenden Herrn Sänger und Mu⸗ ſiker werden als Ehrengäſte dazu eingefuhrt. Endlich S. 12. Feuerwerk. Feuerwerk während der großen Pauſe des Balles auf der Seewieſe. Friedberg im Juli 1842. Das Feſteomite: Küchler, Präſident. 2 Friedrich. Bindernagel, Vicepräſident. Graff. Thurn, Muſik⸗Dicektor des Feſtes. Groß. Bender. Heidt. Buß. Kümmich. Eberhard. Sü ß. Falck. Wahl. 2 Preiſe der Plätze bei dem großen Vokal- und Inſtrumental⸗Concert, welches den 17. Juli 1842 in hieſiger Stadtkirche um 2 Uhr beginnt: 1ter Platz fl. ter!„ 30 n Billete ſind bei Herrn Kirchenrechner Faatz, und am Feſt⸗ tage an der Kaſſe im Ger lach'ſchen Lokale zu erhalten. Bei demſelben iſt auch vom 16. Juli an die Broſchüre: „Feſtprogramm nebſt dem Text der Geſänge und der durch das Loos beſtimmten Reihen- folge der Vereine bei dem Feſtzuge des vierten Wetterauer Sängerfeſtes“ à 6 kr. zu haben. ½ 250. — Empfaugs⸗Beſcheinigung. Fur die Abgebrannken zu Steinbach ſind weiter eingegan. gen: von Hrn. J. Rappolt 2 fl.; von S. H. 3 fl.; von G. R. G. 2 fl.; mit den im vorigen Blatte angezeigten 69 fl. 42 kr. zuſammen 76 fl. 42 kr. 0 Bu 6. Bekanntmachungen von Behoͤrden. 4 Edita ad un (760) Das kinderloſe Ableben der Rathſchoͤff rich Chriſtoph Rullmanns Wittwe zu Nidda betr. Die Rubrikatin, welche kinderlos verſtörben iſt, hat uber ihr Vermögen letztwillig verfügt, und es 12 iſt auf Anſuchen ihrer dahier wohnenden Stiefkinder, zur Eröffnung des bei Gericht deponirten Teſtaments Termin auf a Donnerſtag den 21. Juli d. J., Morg. 9 Uhr, anberaumt worden, was man mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß alle diejenigen, welche Erb⸗ oder ſonſtige Anſprüche an die Verlaſ— * 15 25 eln ſenſchaftsmaſſe der Ruübrikatin zu machen haben, ſolche in dieſem Termin ſogewiß anzuzeigen haben, als ohne Rückſicht darauf der Inhalt des Teſta⸗ ments vollſtreckt werden wird. 57 Nidda den 26. Mai 1842. 1 Gr. heſſ. Landgericht daſelbſt Kattrein. g Frucht- Verſteigerung. (910) Donnerſtag den 14. Juli l. J., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird der Reſt der, dem vereinig— ten Armenfond dahier gehörenden Früchte aus der Erndte 1841, beſtehend in 26 Malter Korn und 14 Malter Gerſte öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 4. Juli 1842. Der Beigeordnete Bender. Verſteigerung von Bauarbeiten in Geis— nidda. f (928) Dienſtag den 19. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Geisnidda im Wirthshauſe die zur Er— bauung eines neuen Schulhauſes mit Oekonomiebau, Hofpflaſterung und Einfriedigung nöthigen Bauar⸗ beiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Ae⸗ cord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: Maurerarbeit 807 fl. 9 kr. Materialien dazu 1529„ 38„ Steinhauerarbeit 782, Zimmerarbeit 1468„ 49„ Dachdeckerarbeit 379% 20 Schreinerarbeit 533% 29, Schloſſerarbeit 494, 2% Glaſerarbeit 221 56„ Weißbinderarbeit 324„ 34„ Spenglerarbeit 55„ 36„ Pflaſtererarbeit 97„ 24 45 Es werden nur ſolche Handwerker zum Gebote zugelaſſen, welche ſich durch Atteſtate ihrer reſp. Buͤr⸗ germeiſter ausweiſen können, daß ſie eine Caution von der halben Voranſchlagsſumme zu ſtellen im Stande ſind. h Be (911) Diejen heimer Bergwe. eine oder al beziehen wollen, ſe, indem die deen Untertech Kotlenabführer die Kohlen n bine Beſcheinig ſich derſelbe ge Abfahren der Der Gr. U die übergebenen Berechtigten av abfahren müſſe die Kohlenfuhr dieſe gehörig l Dorheine 8 (942) Un! des verleblen und deſſen N erforderlich, werden deßha nannten For im Termin Dienſte dabier anzuzei Großkfarb Ed 943) Nachd Miihe von Jah Chriſtan, Joh. eller von Gu Lebensjahr be aufzeſndent, f Leben und af fen ihr Alleber * 231 pläne, Voranſchläge und Bedingungen liegen her zur Einſicht offen. Nidda den 4. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Maurer⸗ und Pfläſterer- Arbeit zu Glauberg. 913) Mittwoch den 20. Jug d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf der Gemeindeſtube zu Glauberg, ſrels Nidda, die Aufführung der Kirchhofsmauer liſelbſt, die Pflaſterung eines Theils der daſigen betsſtraße, ſammt Lieferung des hierzu erforderlichen Naterials öffentlich verſteigt und dem Wenigſtneh— benden begeben werdeu. Friedberg den 26. Auguſt 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. (941) Diejenigen Braunkohlenconſumenten des Dor⸗ eimer Bergwerks, welche Braunkohlen auf Buͤrg⸗ ſheine oder auf ſonſtige Anweiſungen auf Credit leziehen wollen, werden hierdurch benachrichtigt, daß ſe, indem die hieſige Unterrechnerſtelle durch einen jeuen Unterrechner iſt beſetzt worden, welcher die Fohlenabführer noch nicht tennt, jedesmal, wenn ſie lee Kohlen nicht ſelbſt abfahren, dem Fuhrmann ne Beſcheinigung mitzugeben haben, durch welche ſch derſelbe genügend ausweiſen kann, daß er zum Ubfahren der Kohlen beauftragt iſt. Der Gr. Unterrechner Hamm iſe beauftragt auf ie übergebenen Bürgſcheine die Ladſcheine auf die Serechtigten auszuſtellen, damit jedoch keiner leer abfahren müſſe, werden dieſelben nicht unterlaſſen, die Kohlenfuhren in den Stand zu ſetzen, daß ſich gieſe gehörig legitimiren können. Dorheimer Bergwerk den 7. Juli 1842. Der Gr. Berginſpector A. Storch. Oeffentliche Ladung. (942) Um den Vermögens- und Schuldenzuſtand des verlebten Johannes Köhler, Heinrichs Sohn, und deſſen Wittwe zu Rodheim feſtzuſtellen, iſt es (forderlich, alle Schulden derſelben zu kennen. Es werden deßhalb alle diejenigen, welche an die Ge— rannten Forderungen haben, aufgefordert, ſolche in Termin Dienſtag den 26. Juli, Vorm. 8 Uhr, tahier anzuzeigen und zu begründen. Großkarben den 30. Juni 1842. Gr. heſſ. Landgericht daſelbſt Muhl. Schmidt. Edicetalladung 943) Nachdem die, ſchon ſeit einer bedeutenden Reihe von Jahren, abweſenden Geſchwiſter Henrich Ehriſtian, Johann Adam und Johann Zacharias Heller von Grüningen, nunmehr ſämmtlich das 70ſte kebensjahr überſchritten haben, ſo werden dieſelben aufgefordert, ſogewiß binnen 3 Monaten von ihrem keben und Aufenthalt Nachricht zu geben, als ſon⸗ ten ihr Ableben unterſtellt und über ihr, ſeither durch * Curatoren verwaltetes Vermögen, als Nachlaß ver— fügt werden wird. Binnen gleicher Friſt ſind etwaige Erb- oder ſonſtige Anſprüche, bei Vermeidung der Nichtbeach— tung, anzuzeigen. Hungen den 7. Juli 1842. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Verkauf einer Scheuer und zweier Ställe auf den Abbruch. (944) Montag den 18. Juli, Morgens 10 Uhr, wollen die Erben der verſtorbenen lipp Bom⸗ merſcheim I. Eheleute dahier ihre vor 18 Jahren neu erbaute zweiſtöckige Scheuer, welche ſich bequem häuslich einrichten läßt, ſowie 2 erbvertheilun Ställe freiwillig gshalber an den Meiſtbietenden auf den Abbruch verſteigern laſſen. Wohubach den 7. Juli 1842. 2 In Auftrag or Frhen: In Auftrag der Erben: Der großh. heſſ. Burgermeiſter Herget Bekanntmachung. (945) Dienſtag den 2. Auguſt d. J., Vormit 10 Uhr, werden in dem Rathhauſe zu Vilbel d bei dem vorhinnigen Hauptzollamtsgebäude daſelb ſtehenden beiden Reviſionsſchoppen nochmals d öffentlichen Verſteigerung auf der ſetzt. Fuß breit und bis an das Friedberg den 5. Juli 1842. Dor 861(V Der großh. heſſ. ausge⸗ lang, 45 ß hoch. 7 bruch) Jeder derſelben iſt circa 51 Fuß Dach 17 Fu Rentamtmann Bu ß. Anlieferung von Grubenbauhölzern. (946) Auf der Braunkohlengrube Wilhelmshoff— nung bei Dornaſſenheim ſoll der Bedarf an eichen Grubenbauhölzern für das Betriebsjahr 18¼3 in Lieferung gegeben werden, beſtehend in: 10 circa 22 bis 24,000 Stück 3 Fuß(Frkftr. Maas) langen, 4 bis 4½ Zoll breiten und 1½ Zoll ſtarken eichen Schachtpfählen; 2) circa 100 Stück 10 Fuß lange, 10 Zoll breite und 1½ Zoll ſtarken Laufbohlen; 3) eine Parthie geſundes einſtämmiges Ei⸗ chenholz circa 5000 l. F. von 6 bis 8 Zoll Durchmeſſer, welche in rohen Stücken von 3 ½, % und 6 Fuß, oder auch als Kappen, Grundſohlen und Thürſtöcke vorgerichtet angeliefert werden können. Die- Lieferungen müſſen nach Bedarf im Laufe des nächſten Winters und Frühjahrs, und zwar die Pfähle in Transporten von mindeſtens 1000 Stück, das Holz in 1000 l. F. geliefert werden. Lieferungsluſtige wollen ihre Offerten nach Quan— tität und Preis pro Stück oder l. F. verſiegelt, mit der Bezeichnung Eichenholzlieferung, bis zum 1. Auguſt an den Unterzeichneten gelangen laſſen. Dornaſſenheim am 7. Juli 1842. F. Schmidt, Bergverwalter. Fruchtverſteigerung. (947) Freitag den 15. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird bei Gaſtwirth Wilhelm Klein zu Dornaſſen⸗ heim der diesjährige Fruchtzehnten im Winterfelde dortiger Gemarkung, namentlich: 10 der gemeinſchaftliche freiherrl. v. Franckenſtein⸗ ſche und gräfl. v. Schönborn'ſche große Zehn⸗ ten, und 2) der v. Franckenſtein'ſche kleine Zehnten daſelbſt und im Reichelsheimer Felde, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt. Ockſtadt den 9. Juli 1882. Brömſet. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Einladung zum Feſtmaßle in der großen Feſthalle. (938) Nach Beendigung der Geſuͤnge, welche den 17. Juli von wenigſtens 1000 Sängern in unſerer gro⸗ ßen bei 6000 Menſchen faſſenden Kirche vorgetragen werden, ziehen ſämmtliche Sänger auf die nahe an der Stadt liegende Seewieſe zu einem großen Feſt⸗ eſſen. Zu dieſem Zwecke haben die Unterzeichneten da⸗ ſelbſt eine Feſthalle erbauen laſſen, worin eirca 4000 Perſonen Platz finden können und wodurch es denn auch möglich iſt, daß auch Perſonen an dem Feſt⸗ mahl Theil nehmen können, welche nicht Sänger ſind. Da dieſe Feſthalle der Centralpunkt des ganzen Feſtes ſeyn wird, ſo iſt vorausſichtlich, daß Viele an dem Feſteſſen Theil zu nehmen wünſchen und wir bit⸗ ten deßhalb um frühzeitige Mittl eilung, wer außer den Sängern(die ſich bei dem Feſteomité zu mel⸗ den haben) ſich dabei zu betheiligen wünſcht: muͤſſen aber noch beſonders darauf aufmerkſam machen, daß wir nur ſolche Anmeldungen berückſichtigen können, welche bis längſtens den 12. d. M. bei uns einge⸗ laufen ſind. Das Couvert koſtet mit Einem Schop⸗ pen Wein 1 fl. 20 kr. 8 Abends großer Feſtball in der Feſt⸗ halle, wobei die vollſtändige Muſik des zu Offenbach und Friedberg garniſonirenden A. Regiments, in zwei Ehören aufgeſtellt, ununterbrochen ſpielen wird. Der Ein⸗ trittspreis iſt für Solche, welche bei dem Feſte nicht ſelbſtthätig mitwirken, As kr. Schließlich bemerken wir noch, daß am Vorabend des Feſtes(Samſtag den 16. Juli) in der Feſthalle Reſtauration mit türkiſch Muſik anzutreffen iſt, und Montag den 18. Juli, bei der großen Reſtau⸗ ration, in der Feſthalle, von der Muſik des Großh. Heſſ. IV. Infanterie⸗Regiments vorgetragen wird: IJ. Abtheilung: 1. Friedberger Sänger⸗Feſtmarſch, von Semiller. 2. Ouverture zur Oper„der treue Schäfer“, von Adam. 3. Potpourri aus der Oper„der Blitz“, von Halevy. * 252* 5 Liebestraͤume, Walzer von Lanner. Duett aus der Oper„Alfred der Große“, v. Reul ing. Stuttgarter Damen⸗Galopp, von Kühner. a II. Abtheilung: 7. Ouverture zur Oper„Czaar und Zimmermann“, von Lortzing. 5 1 8. Adagio sostenuto für Blechmuſik, von Bellio li. 9. Quodlibet für Blechmuſik, von Semiller. Reiſemarſch, von Haas. i. Potpourri aus der Oper„die Nachtwandlerin“, Bellini. Lilien⸗Walzerl, von Labitzky. . Jeanetten⸗Galopp, von Titl. 4 Potpourri aus der Oper„die ſchoͤne Flamlaͤnderin“, von Auber. g Entrée 24 kr. Damen ſind frei. Anfang 6 Uhr. Semiller, 8 Großh. Muſtkmeiſter. Friedberg in der Wetterau den 29. Juni 1842. D. Fritz. G. Gerlach. Bekanntmachung. (948) Die Verwaltung des Schwalheimer Mine ralbrunnens hat mich in den Stand geſetzt, daß jede Zeit von dem fraglichen Waſſer friſchgefüllte Kruͤge bei mir zu haben ſind. Butzbach. Ernſt Knabenſchuh. Borſtorfer Aepfelwein, (949) welcher ſich ſelbſt lobt, verzapft auf das Sängerfeſt die Maas zu 16 kr. A. Eich. 7000 fl. (950) ſind Ende Auguſt l. J. aus dem hieſigen Kirchenfond auszuleihen. Staden am 7. Juli 1842. von Der Kirchenrechner Jäger. Sehr gutes bairiſches Lagerbier (951) iſt zu haben bei C. Altmannſperger. Auszuleihendes Kapital. (952) 150 fl. Vormundſchaftsgelder liegen bei dem Unterzeichneten gegen gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 8. Juli 1842. Eonrad Winter J. Empfehlung. (953) Auf bevorſtehendes Sängerfeſt wollte ich nicht ermangeln, meine Conditoreiwaaren in gefällig⸗ Erinnerung zu bringen. Außer den ſchon bekannten Artikeln habe ich mich mit einer ſchönen Auswahl Tiſchconfect vorgeſehen, und empfehle mich hierdurch höflichſt. Friedberg. J. Steinhäußer. Empfehlung. (954) Ich ermangele nicht meinen geehrten Freun⸗ den meine Gaſtwirthſchaft zu empfehlen. Für die Pferde der mich beehrenden Gaͤſte wird in meinen geräumigen Stallungen Platz ſeyn, ſowie ich auch für gute Fourage ſorgen werde. Friedberg im Juli 1842. P. W. Sieck, Gaſtwirth. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binde rnagel in Friedberg. 9. U — M 56. 9— Zur Auf am 11. d. 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