e Antelligenzblatt Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 4 Mittwoch, den 12. Januar 1842. eee ene ener“, Das„Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint im Jahr 1842 wöchentlich zweimal und zwar ſo, daß es den Dienſtag und Freitag Mittag von den Kreisboten des Kreiſes Friedberg abge— holt, den Mittwoch und Samſtag Vormittag aber hier von mir, in Laubach, Lich und Hungen jedoch von den dortigen Poſtverwaltungen ausgegeben wird. Die Kreisboten des Kreiſes Hungen nehmen Dienſtags und Freitags Abends die nöthigen Exemplaren für die Großh. Bürgermeiſter ſowohl, als auch diejenigen für die Privaten, von der Poſtverwaltung zu Hungen in Empfang. Obgleich mir durch das wöchentlich zweimal Erſcheinen des Blattes größerer Koſtenaufwand und mehr Arbeit erwächst, ſo werde ich doch den Preis pro 1842 nicht erhohen, ſondern ihn wie bisher beſtehen laſſen, hoffend, daß ich durch eine größere Anzahl von Abonnenten und Zuwachs von Inſeraten ſchadlos gehalten werde. Der Abonnementspreis beträgt für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr., für/ Jahr 24 kr., welcher Betrag jedoch voraus bezahlt werden muß.— Die Einrückungsgebühren betragen für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— In das zuerſt in der Woche erſcheinende Blatt werden alle Juſeraten aufgenommen, welche bis zum Mittag des vorhergehenden Sonntags bei mir eingelaufen ſind, dahingegen kommen alle bis zum Mittwoch Abend bei mir einlaufenden Inſeraten in das folgende Blatt. Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt aufgenommen werden. riedberg den 10. Dezember 1841. Carl Bindernagel. 9 5 9 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſämmtliche Großh. Heſſ. Fürſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Burgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Den Verein zur Unterſtützung und Beaufſichtigung der aus den Landes— Entlaſſenen. und Provinzial-Strafanſtalten Indem ich Sie beauftrage, die nachſtehende Bekanntmachung zur Kenntniß der Intereſſenten zu bringen, lade ich Sie ein, nicht allein ſelbſt dieſem Vereine beizutreten, ſondern auch dahin zu wirken, daß recht viele Angehörige Ihrer Gemeinden, beſonders Gemeindebeamte, ihren Beitritt erklaren, und mir binnen 14 Tagen von dem Reſultate Ihrer Bemuͤhungen Anzeige zu machen. Exemplare der Statuten und Verzeichniſſe der bis jetzt beigetretenen Mitglieder des Vereins werde ich bei Ihnen circuliren laſſen. f Hungen den 23. Dezember 1841. Follenius. Der Unterzeichnete muß diejenigen Mitglieder des Vereins zur Unterſtützung und Beauf⸗ ſichtigung der aus den Gr. Landes- und Provinzialſtrafanſtalten Entlaſſenen, die auf ſein Erſuchen vom 15. v. M. ſich noch nicht erklärt haben, welche jährliche Beiträge ſie zur Vereinskaſſe leiſten wollen, hierdurch dringend auffordern, dieſes bald gefaͤlligſt zu thun, damit ein Regiſter hierüber vor 2 der erſten Generalverſammlung des Vereins vollſtändig aufgeſtellt und derſelben, wie noͤthig, vorgelegt werden kann. Darmſtadt den 10. Dezember 1841. Der Präſident des Vereins: v. Kuder, Gr. Geheimer⸗Rath. Zur wetterauer Chronik.(2 al haben wir unſern Leſern eine traurige . te wguthelen 0 wollen's ihnen erzäh⸗ ie's uns zugekommen iſt. g e ging's in dem Orte Zie⸗ enberg, wie an gar vielen andern, nicht ſehr ruhig her; jeder junge Burſche glaubte ſich berech⸗ tigt, trotz des Verbotes tüchtig zu ſchießen. Da aber nicht Jeder mit dem Gewehr umzugehen ver⸗ ſtand und die Kraft des Pulvers eben ſo wenig kannte, als die damit verbundene Gefahr, ſo blieben die traurigen Folgen nicht aus. Ein Burſche glaubt ſeine Piſtole mit Gewalt recht voll Pulver ſtopfen zu müſſen, hält dieſelbe zwiſchen den Beinen feſt und fängt nun an, nach Kräften den Laoſtock ein⸗ zuſtoßen. In dem Augenblick entzündet ſich das Pulver und der Lauf zerſpringt. Ein Theil deſſel⸗ ben dringt in den oberen Schenkel; ſeine beiden Hände werden ſchrecklich zugerichtet. Ehe der Tag graut, hat er ſich verblutet. g f Das iſt ein neues Opfer des unſeligen Neujahr— Anſchießens. Sollte es denn gar kein Mittel geben, demſelben zu ſteuern? Wir ſchlagen, wenn Andere nicht helfen, Folgendes vor. Es beſteht in der Er— richtung eines Schieß⸗Vereins in jedem Orte. Jeder unbeſcholtene Burſche hat das Recht bei— zutreten, ſobald er bei ſeinem Bürgermeiſter ſich da⸗ für gegen Erlegung von 6 Kreuzer einen Zettel ge— holt hat. Von dem Bürgermeiſter wird aus Jägern, Forſtleuten, ehemaligen Soldaten ꝛc. ein erfahrener achtungswerther Mann ausgewählt, welcher gegen Vergütung eines Guldens, der aus den eingenom— menen 6 Kreuzern bezahlt wird, das Commando übernimmt. Es verſammeln ſich vor Neujahr alle zum Verein gehörige Burſche mit den ungeladenen Ge— wehren vor ſeinem Hauſe zur Uebung. Er zieht mit denſelben hinaus, in Reih und Glied, und ſtellt Alle an einem ſicheren Orte vor dem Dorfe in Eine Reihe auf, zeigt, wie das Gewehr geladen werden muß, und läßt Jeden einmal losſchießen. Hierauf ziehen ſie wieder nach Hauſe. In der Neujahrsnacht verſammeln ſie ſich wieder, ziehen feierlich hinaus, ſtellen ſich in einer Reihe auf und ſchießen dreimal mit Hurrah⸗Ruf das Neujahr an. Wenn das ge⸗ ſchehen, ziehen ſie wieder in das Dorf zurück. Wer vor oder nach dem allgemeinen Schießen das Ge— wehr abfeuert, verliert das Recht der Theilnahme an dem Verein und darf beim nächſten Zuge ſich keinen Zettel löſen noch mit den Andern ausziehen ꝛc. Etwas uͤber Donnerkeile. (Schluß.) g Nun was ſind denn aber eigentlich die Don— nerkeile?— Wir wollens zu erklären ſuchen.— Noch jetzt findet man hier und da in Nord⸗ uud Süd“⸗Amerika und auf manchen Inſeln der Südſee Völker, die auf einer ſo niederen Stufe der Bil⸗ dung ſtehen, daß ihnen der Gebrauch der Metalle „ 16„ gänzlich abgeht. Dieſe Völker bedienen ſich zum Schneiden, Hauen, Spalten oder als Waffen der Steine, die ſie dazu auf eine zwar mühſame aber ſehr geſchickte Art ſchleifen und zurichten, und die ſie mit außerordlicher Fertigkeit auf der Jagd und im Kampfe mit ihren Feinden zu führen wiſſen.— Nun denke man ſich, daß vor mehreren tauſend Jah⸗ ren die Bewohner unſerer Gegend eben ſo roh und un⸗ bekannt waren mit dem Metall, wie dieſe Völker heut zu Tage noch ſind, und da dienten ihnen denn dieſe Donnerkeile auch anſtatt der Meſſer, Beile, Keile, oder Waffen im Kriege, je nachdem ſie groß oder klein, leicht oder ſchwer, dick oder dünn ſind; denn ſie erſcheinen in allerlei Geſtalt. Das muß ſchon gar zu lange her ſeyn, denn als vor achtzehnhundert Jahren die Deutſchen mit den Römern kämpften, da gebrauchten ſie ſchon Waffen von Eiſen.— Wenn nun aber ein ſolcher Mann in jener fruhen Zeit ſtarb, ſo gab man ihm ſeine Waffen und Ge⸗ räthſchaften mit ins Grab. Wirklich findet man zuweilen in ganz alten Grabhügeln dergleichen Don⸗ nerkeile. Das machte ſie darum ſchon ſchätzbar. Insbeſondere mögen ſie aber auch bei heiligen Ge⸗ bräuchen, namentlich den Prieſtern beim Opfern, ge⸗ dient haben, und davon erhielten ſie denn eine ge⸗ wiſſe Heiligkeit. Wenigſtens wurden nach altnordi⸗ ſchen Gebraͤuchen mit dem Thorhammer(das iſt der Donnerkeil) die Ehen eingeſegnet, mit dem⸗ ſelben die Leichen geweiht und dergleichen mehr. Kein Wunder, daß ſpäter, als der Gebrauch des Metalls, beſonders des Eiſens ſie verdrängte, immer doch noch eine gewiſſe heilige Scheu ſich bei ihrem Anblicke kund gab, und daß ſpäter bei dem Land⸗ volke bis auf dieſe Stunde ſich ſo viel Aberglaube an dieſelben anknüpfte. Auf jeden Fall bleiben ſie ehrwürdige Reſte aus einer uralten Zeit, und ſchon darum ſind ſie für uns von Bedeutung. Das iſt auch die Urſache, warum Schreiber dieſes ſie geſam⸗ melt hat und in Ehren hält. In die Kaſſe ſuͤr taubſtumme Konfirmanden Von Herrn Major Fay aus Frankfurt 2 fl. 42 kr. Von Herrn Ur Matti aus Frankfurt 5% 24 8 955 9 90 8 fl. 6 kr. durch Herrn Revierförſter Weihl in Obereſchbach. Dank dis⸗ ſen braven Männern! Dank beſonders dem Letzteren, durch den ſchon ſo viele Beiträge in dieſe ſtets offen ſtehende Kaſſe gefloſſen ſind! Roller. Dritter Jahresbericht der Augenheilanſtalt des praktiſchen Arztes Dr. Küchler. Im Intereſſe unglücklicher Menſchen, die blind ſind oder ſchwer augenleidend und dabei der nöthwendigſten Bedürfniſſe des Lebens ermangeln, fahre ich fort, die Reſultate meiner Heilanſtalt zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Ich zaͤhle jetzt ſeit dem Beſtehen der Anſtalt(Auguſt 1835) außer den anderweitigen Heilungen und trotz mehrjähriger unglücklicher Unterbrechung meiner Wirkſamkeit ſchon mehr als 80 ſtock⸗ blinde oder faſt blinde Individuen, die allein in dieſer Anſtalt geheilt worden ſind.— Die Anſtalt hat in dieſem Jahre von 21 Staarblinden 17 ſo vollſtändig geheilt, daß ſie im ſcheußlichel man die bet dadurch ein lid gebildet flogen wer zur Heilung Anſtalt Schl in olg dle zwei in Heul nen ſich der überhaupt ſchaftlichet ken nutzbar angeboren, Wirkſamkeil die Anſtalt be mer mehr und kein Oe (13790 HBuͤrgerme bruͤcken u der Beka Arrangen ſormliche auf Mittwoch Ale, ſow der Jacob mit aufgeſ Termine ſe Maſſe we Gläubiger ihre Manz die ſpeciel auf Beſtell iſſen Ga der Maſſ * 17* Stande ſind, einem Beruf nachzugehen; die Namen dieſer wie aller folgenden Kranken ſind in den Händen der Redac⸗ tion.— Es ſind die neueren Leiſtungen weiter verfolgt wor⸗ den in Betreff der Operation der Schielenden.“ Es iſt demerkenswerth, daß dasjenige Mädchen, an dem im Jabr 1840 der erſte Verſuch gemacht wurde(Rothermei), vollſtän⸗ dig geheilt geblieben iſt. Im Laufe dieſes Jahrs ſind meine Reſultate überraſchend glücklich geweſen: ich habe 27 ſchie— lende Augen(in und außer der Anſtalt) operirt, und eben ſo viele ſind geheilt worden, und zwar ſind 25 davon ſo voll⸗ ſtändig geheilk, daß man das vorher ſchielende Auge gar nicht oder mit Muͤbe wiedererkennt.— Es ſind in dieſem Jahre außerdem unter den Uebeln an den Hülfsorganen des Auges zur Operation gekommen: Thränenfiſteln, zwei Krebſe, vier Verbildungen der Augenliedränder(Abtragung derſelben), viele Balggeſchwülſte der Ader, kleine Fettgeſchwülſte ze. Dieſe Fälle ſind entweder geheilt oder ſind der Heilnng nabe.— Eine furchtbare Verbildung der Augenhöhle mit Vorfall des Augapfels iſt gebeſſert worden.— Einem gänzlichen Mangel der Augenlider mit drohendem Verluſt des Geſichts und ſcheußlicher Verbildung iſt dadurch abgeholfen worden, daß man die behaarte Kopfhaut auf das Auge übertragen und dadurch ein neues bewegliches und vollig brauchbares Augen⸗ lid gebildet hat.— Es iſt weiter eine neuere Erfindung ge— pflogen worden, um die unſer Landsmann Dieffenbach große Verdienſte hat, die ſubcutane Durchſchneidung der Sehnen zur Heilung von Verkrummungen: es ſind namentlich in der Anſtalt ein Klumpeuß und ein Schiefhals geheilt und ein Schiefmund gebeſſert worden(außerhalb der Anſtalt ſind aber in Folge dieſer Verſuche 5 Klumpfüße geheilt worden und zwei in Heilung begriffen— die krankgeweſenen Leute bedie— nen ſich der Fußſohlen wieder zum Gehen).— Ich habe mich überhaupt bemübt, durch meine Anſtalt zur Erreichung wiſſen— ſchaftlicher Zwecke oder in Fällen der Noth auch ſoſchen Kran— ken nutzbar zu werden, die ihrem Zwecke nicht unmittelbar angebören, aber dazu beitragen können, ihre wohlthatige Wirkſamkeit zu vermehren.— Ich erkenne dankbar an, daß die Anſtalt bei Aerzten, Geiſtlichen und Ortsvorſtänden im— mer mehr Anerkennung findet, und ich werde keine Muhe und kein Opfer ſcheuen, die wohlthätigen Zwecke, die ich mir vorgeſetzt babe, zu verfolgen. Darmſtadt den 23. Dezember 1841. Dr. Küchler. Bekanntmachungen von Behoͤrden. rr Edictal ladung. (1374) Ueber das Vermögen des vorhinigen Bürgermeiſters, Muͤllers Jacob Scheuner zu Bruchen— brücken und deſſen Ehefrau iſt,— da das nach der Bekanntmachung vom 28. Auguſt d. J. verſuchte Arrangement nicht zu Stande gekommen,— der 3 Concurs erkannt und Liquidationstermin au Mittwoch den 26. Januar 1842, Morgens 9 Uhr, anberaumt worden. g Alle, ſowohl bekannte als unbekannte Gläubiger der Jacob Scheuneriſchen Eheleute, werden daher an— mit aufgefordert, ihre Anſprüche in dem beſtimmten Termine ſogewiß zu liquidiren, als ſie ſonſt von der Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Diejenigen Gläubiger, welche nicht perſönlich erſcheinen, haben ihre Mandatare zugleich mit Vollmachten zu verſehen, die ſpeciell auch auf den Abſchluß eines Vergleiches, auf Beſtellung eines Güterpflegers und Erklärung über deſſen Cautionsleiſtung, ſowie über die Verſilberung der Maſſe, ſodann auf Ernennung eines Glaubiger— Ausſchuſſes und Beſtimmung der Befugniſſe derſelben gerichtet ſind, widrigenfalls ſie in dieſen Beziehungen als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend und an dieſe gebunden werden behandelt werden. Friedberg den 6. Dezember 1841. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Landgericht Hofmann. Edictal ladung. (1398) Inhaltlich der Hypothekenbücher der Ge⸗ meinde Oberrosbach entliehen: a) Joh. Phil. Greemann von Oberrosbach 300 fl. am 28. Auguſt 1809 bei Förſter Koch daſ., b) derſelbe 45 fl. am 1. September 1817 bei dem Oberrosbacher Kirchenkaſten, c) Matthäus Becker daſelbſt 120 fl. am 23. Marz 1802 bei dem nämlichen Kirchenkaſten,— und behaupten der Schuldner Erben, daß die er— wähnten Kapitalien ſchon lange abgetragen, die Schuldverſchreibungen aber verloren gegangen ſeien. Dem geſtellten Antrage zu Folge, werden daher alle, welche den Beſitz der betreffenden Schuldurkun— den behaupten oder Rechte aus derſelben geltend machen wollen, aufgefordert, ſolches ſo gewiß bin⸗ nen 60 Tagen hier anzuzeigen, als ſonſt jene Schuld— verbriefungen für mortificirt erklärt und die des— fallſigen Einträge in den Hypothekenbüchern geloͤſcht werden ſollen. Friedberg den 7. Dezember 1841. Großh. heſſ. Landgericht Hofmann. Aufforderung. (22) Der Herr Graf von Solms-Wildenfels beſitzt in der Gemarkung Steinbach eine Fruchtgrundrente von 17 Maltern, 2 Simmern, 2 Kumpf und 2 Mäs— chen Korn, zu 99 fl. 55% kr. in Geld angeſchlagen. Dieſe Rente ſoll nach dem Geſetz vom 27. Juni 1836 gegen ein Abkaufskapital von 1798 fl. 44½ kr. ab⸗ gelost werden. Alle diejenigen, welche bei dieſer Ablöſung betheiligt ſind, werden hiermit aufgefor— dert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche binnen 2 Mo—⸗ naten bei unterzeichnetem Gericht um ſo gewiſſer anzuzeigen, als ſonſten die Auszahlung des Ablö⸗ ſungskapitals an den oben benannten Berechtigten und für den Fall der Nichtempfangnahme des Ka— pitals deſſen gerichtliche Depoſition geſtattet werden wird. Rödelheim den 27. Dezember 1841. Großh. Heſſ. Graͤfl. Solmſ. Landgericht Buff. Holzverſteigerung. (42) Donnerſtag den 13. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Obermorler Gemeindewald, Diſtrikt Geitzgraben, folgende Holzſortimente: 10 4½ eichen Scheidſtecken, 2) 1 enrlen ditto, 3) 22 birken und eichen Prüuͤgelſtecken, 4) 13 aspen und erlen ditto, 5) 2½ eichen Stockſtecken, 60 200 Stück birken und eichen Normalwellen, 7) 5800„ 151 aspen und dürre ditto, aſten Spähne, 8 05 e 281 eichen und Kirſchbaum⸗ Werkholz und. birken, erlen und weiden Stangen, abich und an die Meiſtbietenden, bei guter Wit⸗ terung an Ort und Stelle und bei regneriſcher im Gaſthaus zum Hirſch dahier, verſteigert werden. Obermörlen den 5. Januar 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Verkauf eines Faſſelſchweins. i (43) Freitag den 14. Januar 1842, Vormittags 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Wohnbach gehöriges Faſſelſchwein, 2 Jahre alt, auf hieſigem Rathhauſe oͤffentlich meiſtbietend verkauft werden, und ladet man Kaufluſtige ein. Wohnbach den 7. Januar 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Herget. Holzverſteigerung. (44) Freitag den 14. Januar l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Florſtaͤdter Gemeindewald nach— folgende Holzſortimente meiſtbietend verkauft wer— den, als: 3 1) Bau⸗ und Werkholz, 236 Cubikfuß, ) buchen und eichen Scheitholz, 9 Stecken, 3) eichen Werkſcheitholz, 4 Stecken, 4) buchen und eichen Prügelholz, 26 Stecken. Florſtadt den 8. Januar 1841. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter G ö tz. S απι Privat-Bekanntmachungen. Bei Unterzeichnetem (27) liegen circa 500 fl. in kleinen Beträgen, als: 30 fl., 50 fl., 60 fl. und 100 fl. ꝛc. zum Ausleihen bereit, welche gegen doppelte Verſicherung und SpCt. Zinſen gegeben werden. Lich den 28. Dezember 1841. Dieterich, Kirchenrechner. Ein vollſtändiges Logis, (45) in der mittleren Etage meines Hauſes, iſt zu vermiethen. Dasſelbe beſteht in 3 heizbaren und mehreren Neben⸗Zimmern, Küche, Kammern, Keller und Holzplatz, und kann Ende Mai bezogen werden. i Schäfer, Metzgermeiſter. 338 fl. 12 kr. (46) evangeliſche Kirchengelder liegen bei dem Un— terzeichneten gegen doppelte Verſicherung und 5 pCt. Zinſen, zuſammen oder auch theilweiſe, zum Aus⸗ leihen bereit. Hungen am 5. Januar 1842. Jockel, Kirchenrechner. — „ 18. Ein Seminariſt, (47) welcher vor vollendetem Kurſus das Seminar hat verlaſſen müſſen, erbietet ſich zum Hauslehrer, beſonders in der Muſik. Näheres bei der Expedition. Empfehlung. (48) Unterzeichnete empfehlen außer dem ſchon fruͤ— her etablirten Eiſen- und Guß Waaren-Geſchäft ihr neu errichtetes Bau-Holz- Magazin und vermöge vor⸗ theilhafter Verbindungen in Tannen Floßen, eichenen Pfoſten, Schwellen, Bohlen ꝛc. ſehr billige Preiſe ſtellen. Auf Verlangen wird das Holz an Ort und Stelle geliefert, auch gegen hinlängliche Sicherheit auf Termine abgegeben. Echzell den 3. Januar 1842. Gebr. Schwarz. Ein reinliches Mädchen, (49) weiches kochen kann, wird geſucht bei P. Simon zum Engel in Vilbel. Erwachſene Perſonen (50) können in meiner Burgwohnung nach vorgän⸗ giger Anmeldung bei mir in geheitztem Zimmer wäh— rend der Tagesſtunden mit leichter Handarbeit be— ſchäftigt werden und dabei eine Mittagsſuppe finden. Friedberg. G. C. Morell. 420 fl. (51) liegen im lutheriſchen Kirchenkaſten zu Holz⸗ hauſen v. d. H. gegen gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Holzhauſen den 3. Januar 1842. Renner, Pfarrvikar. Literariſchee An ze igen. Wohlfeilſtes Moden-Journal! (52) Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Das Pariſer Moden-Journal, wel⸗ ches jede Woche in Ulm erſcheint, mit einer ſchönen, colorirten Mode- Abbildung, einen Herrn und eine Dame, nebſt Patronen, Modellen u. ſ. w. darſtellend, und mit ausführlichen Mode Berichten, Erzählungen und gemeinnützigen Artikeln. Preis vierteljährlich 45 kr. Bei C. A. Jenni, Sohn, in Vern iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Ammann, F., geweſ. Kapuziner, die Teufelsbeſchwoͤrungen, Geiſterbannereien, Weihungen und Zaubereien der Kapu— ziner, oder Darſtellung des himmelſchreienden Unſinns und Aberglaubens, den dieſe hl. Väter im 19. Jahrhundert zum Hohn alles geſunden Menſchenverſtandes uͤnd um ihre Beu⸗ tel zu füllen, mit dem Volke treiben. 24 kr. Schweneriſche Kloſterpredigt. Ein Stoß ſeufzer von Pater Theodoſt über die Aufhebung der Klöſter im Aargau. 12 kr. Schwäbiſche Papſtpredigt, gehalten vor freigoiſteriſche Bauern über's Thema:„d' Religion iſt in G'fahr.“ 12 kr. Komiſch-politiſche Schwabenpredigt. Vorgetragen von einem Kloſtermönch bei einer Verſammlung freiſinniger Schwa⸗ benbauern. k. Naturgeſchichte des Moͤnchthums. Neue vermehrte und ver— beſſerte Auflage. Mit naturhiſtoriſchen Abbildungen. 24 kr. Kloſterſpiegel in Sprichwörtern, Spitzreden, Anekdoten und Kanzelſtücken. 48 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bin dernagel in Friedberg. 2 Untet ſordere ich vorzunebme Bei! zu ſtellen,“ dienſte, det kuranz Sum Bis anſprüche n. Schli 1831, die ſlets eine B. genannten der betreffen Das Frie Aſſe Adam Mi Kleinka Chriſtian Oberros Heinrich J Vllius W. — An den H tes, Mein l. mich mit 3 ſelbſt rühm andere wer dafür reva einſchenke. Ich hal daß Sie ſſc