„ e gcc Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 54. Sonnabend, den 9. Juli 1842. Amtlicher Theil. Die großherzoglich heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg und Hungen n ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Burgermeiſter des Kreiſes Friedberg, ſowie an ſaͤmmtliche Großh. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſiſche Bürgermeiſter des Kreiſes Hungen. Betreffend: Die Preisvertheilungen im Jahr 1842. Indem wir Ihnen die nachſtehende Bekanntmachung zur Veröffentlichung mittheilen, empfehlen wir Hnen, ſich möglichſt zu bemühen, daß an den Preisvertheilungsfeſten recht vielſeitige Theilnahme Statt findet. Friedberg und Hungen am 5. Juli 1842. Küchler. Follenius. Bekanntmachung der Preisvertheilungen in der Provinz Oberheſſen im Jahr 1842. Die Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Provinzialvereins von Oberheſſen werden in dieſem hre ſtattfinden: 1) zu Büdingen, den 25. Juli, 2) zu Butzbach, den 28. Juli, 3) zu Lich, den D. Juli, 4) zu Gladenbach, den 3. Auguſt, 5) zu Vöhl, d. 5. Auguſt, 6) zu Schlitz, d. 10. Auguſt. Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder der sub 1—4 und 6 genann⸗ a Stationen: a) Für die beßten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſolchen Privaten, welche ſie nicht zur aus⸗ schließlich eigenen Zucht benutzen, 50 fl. zu Preiſen von 6—15 fl. b) Für junge Bullen, zum Verkauf an Gemeinden tauglich, mindeſtens 1¼ Jahr alt, und ſeit Jahr Eigenthum des Beſitzers, 30 fl. zu Preiſen von 5—10 fl. c) Für ſelbſtgezogene Rinder von 2 bis 3 Jahren, die entweder ſichtbar trächtig ſind, oder alt kürzlich das erſte Mal gekalbt haben, 92 fl. zu Preiſen von 5—12 fl. Für den Bezirk Vöhl ſind im Verhältniß ſeiner Ausdehnung jene Beträge ermäßigt. Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn zwei Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegentſchädigung zugeſichert, beſtehend fr ältere dullen in 24 Kreuzern, und für junge Bullen und Rinder in 12 Kreuzern für jede Stunde der Entfer⸗ nung, jedoch mit der ausdrücklichen Bedingung, daß das betreffende Stück jedenfalls hätte preiswuͤrdig ſin müſſen.— Die ſonſtigen Beſtimmungen ſind: 10 Die Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um 8 Uhr Morgens und es haben die Preisbewerber geſcheinigungen ihres Ortsvorſtandes(auf ſtempelfreiem Papier) beizubringen, worin bezüglich der Zucht⸗ bellen bezeugt iſt, daß ſolche zur Zucht verwendet werden, ſich hierbei brauchbar erwieſen und in früheren Ahren noch keine Prämien erhalten haben, in Bezug auf die jungen Bullen, daß ſie ſeit J/, Jahr dem Leſitzer eigenthümlich gehören, und in Bezug auf die Rinder, daß ſie vom Eigenthümer ſelbſt gezogen korden ſind. Wer die Bedingungen bezüglich des Beibringens nach obiger Vorſchrift abgefaßter Beſchei⸗ gungen, wäre er auch aus dem Orte der Preisvertheilung ſelbſt, nicht erfüllt, kann, ohne Anſehen der derſon, zur Preisconcurrenz nicht zugelaſſen werden. 2 Gemeinden, welche in früheren Jahren ſchon Preiſe fur ihre Faſelochſen bekamen, erhalten nur dunn Prämien, wenn ſie im vorigen Jahre keine erhielten, oder wenn der neu vorgeführte Bullen in eine Mere Klaſſe geſetzt werden kann, als der des vorigen Jahres. * 244 3) Die älteren Bullen müͤſſen wohl gefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgefuͤhrt werden. 4) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis- oder Bezirksabtheilung gebunden. Gleichzeitig mit den vorſtehend bemerkten werden auch die für das Jahr 1841 vom Ausſchuſſe zuer⸗ kannten Preiſe für zweckmäßige Einrichtungen der Dungſtätten, ſo wie für Wieſenver⸗ beſſerungen öffentlich feierlich den Preisträgern ausgehändigt, und es werden demnach dieſelben hiermit eingeladen, zu dem Ende ſich auf der ihnen zunächſt gelegenen Station Morgens 10 Uhr einzufinden. Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſo wie alle Freunde der Landwirthſchaft zu, recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungsfeſten ein. Dieſelben könnten dadurch weſentlich verſchönert werden, wenn auch unabhängig von der Preisver⸗ theilung ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh uud andere intereſſante Gegenſtände der landwirthſchaftlichen Induſtrie bei dieſer Veranlaſſung dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. b Auf den Feſtplaͤtzen werden den verehrlichen Ausſchuß⸗ und Vereinsmitgliedern beſondere Plätze an⸗ gewieſen werden. b Gießen, den 22. Juni 1842. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen von Firnhaber-Jordis. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Den Verein zur Unterſtützung und Beaufſichtſgung der aus den Landes- und Provinzialſtrafanſtalten Entlaſſenen im Großherzogthum Heſſen. Mit Bezug auf das Ausſchreiben in Nro. 50 des Intelligenzblattes bringe ich zur öffentlichen Kennt⸗ niß, daß die Bezirksvereins-Commiſſion für den Kreis Friedberg, unter meinem Vorſitze, aus folgenden Mitgliedern gebildet worden iſt, als: 1) Herr Landrichter Buff in Rödelheim, 2)„ Pfarrer Fabricius in Niederweiſel, 3)„ Bürgermeiſter Holtzmann in Petterweil, 7 4)„ Pfarrer Landmann in Rendel, 5)„ Hofrath Dr. Lorenz in Vilbel, Die Unterſtützungs-Bedürftigen haben ſich daher an einen dieſer Herrn zu wenden, und ſind die Gr. Bürgermeiſter angewieſen, den Requiſitionen derſelben auf das Bereitwilligſte zu entſprechen. Friedberg den 2. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. 60 Herr Landgerichtsaſſeſſor Freiherr von Löw in Friedberg, Pfarrer Unzer in Obermörlen, 8)„ Major Venator in Marienſchloß. Alte Hoͤrner und Geweihe. Schon vom Jahr 1830 an fand Einſender dann und wann an dem Walle nördlich der Burg Fried— berg, ſowie der Boden geöffnet wurde, Reſte von alten Geweihen, an welchen allen mehr oder min— der Menſchenhände durch Werkzeuge thätig geweſen waren. Bei der Errichtung des Dammes zur neuen Chauſſee im Sommer und Herbſte 1841 kamen ſolche Reſte von Geweihen in außerordentlicher Menge zu Tag, daß man damit wohl mehrere große Körbe (Mahnen) haͤtte füllen können. Es beſtanden die— ſelben theils in dem Vorderkopfe des Thieres mit den beiden Kronen, an welchen der übrige Theil abgeſägt war, theils blos Kronen, theils unverar— beiteten, theils halb verarbeiteten, viereckig zugerich— teten Enden, theils ganz theils halb fertigen Grif— fen und Stielen für Meſſer u. dgl. m. Die Sache fiel Jedem auf, der die Reſte ſah, und Viele waren der Meinung, es müſſe hier in uralten Zeiten ein Mann ſeine Werkſtätte gehabt haben, und mitten in ſeiner Arbeit durch den Ueberfall von Feinden ge— ſtört worden ſeyn, ſo daß Alles liegen blieb und endlich als Schutt bei Seite geſchafft wurde. Daß dteſe Dinge aber wirklich uralt ſeyn mußten, bewies ſchon gleich von vornen herein der Umſtand, daß ſie ſich neben einer Maſſe römiſcher Gefäße und Ziegeln befanden. Später hatte Schreiber Gelegenheit, einige dieſer Reſte von Geweihen und Hörnern einem Manne zu zeigen, deſſen Geſchaft ihn mit dergleichen Din— gen bekannt macht. Nachdem ſie dieſer mit Auf— merkſamkeit betrachtet hatte, erklärte derſelbe, er halte einen Theil derſelben zwar für Stücke gewöhn⸗ licher Hirſchgeweihe, andere aber für Geweihe von Elennthieren, deren ihm mehrere in ſeiner Praxis vorgekommen ſeyen. Von den Hörnern aber urtheilte er ſo: Dieſelben ſeyen nicht das ganze Horn; ſon— dern uur der feſte innere Theil deſſelben, und zwar ſeyen einige die Reſte gewöhnlicher kräftiger Ochſen; andere aber halte er fuͤr das Innere der Büffel⸗ ochſen⸗Hörner.(Man möchte ſie eher für die des Auerochſen halten.) Erwägt man dies Alles, ſo liegt der Schluß ſehr nahe: Zu einer Zeit, da die Römer in unſerer Stadt und Burg ſich nieder— gelaſſen und neben den Künſten des Krieges auch Geſchäfte des Friedens trieben, befand ſich hier die Werkſtätte eines Mannes, welcher aus Hörnern und Geweihen Griffe und Stiele für Inſtrumente, Meſſer, Waffen u. dgl. verfertigte. Dieſe Geweihe und Hör⸗ ner lieferten ihm die Felder und Wälder der Um⸗ gegend. Und daß letztere damals noch Auerochſen und Elennthiere ernährten, wiſſen wir aus den Nach⸗ richten der alten Römer ſelbſt. Jetzt würde man ſegeblich 123 ſunderten, En 1 Für die gun, 1 5 aalbſt Z da 1 Steinfurt 5 gehaltenen rt 2 ke. 3, die Abgebran die ge bil 4 0 kt.) 6.6. J K. za 5 fl. 32. anne id für Bekanntm 1871) Es wi Ide Publ en 6, und 7. Nrämermarkt, de Feiertage wegen 50. und 31. Au g bgehalten werd Düdels heit Oeffe! 6878) Forder den Erben auf Gruͤnewalds E den 20. Julie! ung ſpäterer Großkarb E 6022) Forder ih aus Sch Tchluſes vom 9 Kung de Nachl Muntag de kauf den N. bringen. a Friedberg 9 (92g) mn h, ſoll 155 ſorſt bei Bönſtz % 245 w. ſteilich die meiſten dieſer Thiere in unſern Wäldern vergeblich ſuchen. Aber zwiſchen damals und jetzt legt auch ein Zeitraum von wohl achtzehn Jahr⸗ hunderten. Empfangs⸗Beſcheinigung. Für die Brandbeſchädigten zu Niedereiſenhauſen ſind fer⸗ der eingegangen: aus der Gemeindekaſſe zu Bodenrod 8 fl.; zurch Hrn. Pfarrer Köhler zu Altenſtadt von einigen Ein⸗ zohnerg daſelbſt 3 fl. 21 kr.; bei Hrn. Pfarrer Textor zu Steinfurt„aus Anlaß einer am 5. Sonntage nach Trini⸗ ttis gehaltenen Predigt“, von daſigen Einwohnern 12 fl. 2 kr. Buß, Rentamtmann. — Für die Abgebrannten zu Steinbach ſind eingegangen: von 6. G. 12 kr.; im vorigen Blatte angezeigt 3 fl. 20 kr.; zu⸗ ſimmen 3 fl. 32. N 5 Buß. Ferner ſind fuͤr Steinbach eingegangen: durch Hrn. Pfar⸗ er Hill zu Petterweil, von daſigen Einwohnern geſammelt 41 fl. 28 kr.; von den Sonntagsſchülern des Hrn. Pfarrers fl. 6 kr.; von deſſen Zoͤglingen 1 fl. 12 kr.; von den Schul⸗ indern durch Hrn. Schullehrer Weigand daſelbſt geſammelt fl. 24 kr.; aus der Gemeindekaſſe zu 9 55 fl. Buß. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Marktanzeige. (871) Es wird hiermit zur Kenntniß des Handel teibenden Publikums gebracht, daß der hieſige auf den 6. und 7. September dieſes Jahrs feſtgeſetzte Krämermarkt, der auf dieſen Tag fallenden juͤdiſchen feiertage wegen, auf Dienſtag und Mittwoch den 20. und 31. Auguſt verlegt, und an dieſem Tage abgehalten werden ſoll. Düdelsheim am 20. Juni 1842. Der großh. heſſ. Polizeicommiſſair Freyherr von Ende. Oeffentliche Aufforderung. (878) Forderungen an den üuberſchuldeten, von den Erben ausgeſchlagenen Nachlaß der Marcus Grünewalds Eheleute zu Heldenbergen ſind Mittwoch den 20. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermei⸗ ang ſpäterer Nichtbeachtung, dahier auzuzeigen. Großkarben den 17. Juni 1842. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Edictalladung. (922) Forderungen an den Nachlaß des Nicolaus Keith aus Schackau ſind, bei Vermeidung des Aus- ſchluſſes vom Inventar und ſofortiger Ueberantwor— ting des Nachlaſſes an die Erben, Montag den 18. huj., Morgens 10 Uhr, 75 dem Rathhaus zu Aſſenheim zur Anzeige zu eingen. Friedberg am 4. Juli 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Dr. Gilmer. Holzverſteigerung. 923) Montag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll im diesherrſchaftlichen Walddiſtricte Unter⸗ ſerſt bei Bönſtadt: „eine Buche, 60 Fuß lang, am Stockabſchnitte „mit 46 Zoll und am oberen Ende mit 20 Zoll „Frankfurter Maaſes Durchmeſſer, zu runden und „langen Hackklötzen für Metzger vorzüglich ge— „eignet,- in mehreren Abſchnitten unter den bei der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu Kaufluſtige einladet, Schloß Ilbenſtadt den 2. Juli 1842. Bernhardt Gräfl. v. Leiningen W. Rentmeiſter. 639 fl. Pfarrkapitalien (924) liegen im Kirchenfond zu Groskarben im Ganzen zu 4¼, in kleineren Theilen zu 5% zum Ausleihen bereit. Groskarben den 5. Juli 1842. Für den Kirchenvorſtand Wickenhöfer, Pfarrer. Edictalladung (925) Die in den Jahren 1813 und 1819 ver⸗ ſtorbenen Wilhelm Heils Eheleute von Obermörlen haben unter andern einen Sohn Johannes als Erbe hinterlaſſen, welcher in öſtreichiſche Dienſte getreten und über 25 Jahre abweſend iſt, ohne etwas von ſich hören zu laſſen. Mit Rückſicht hierauf hat ſein Bruder Caspar Heil in Eltville im Rheingau, un— ter Bezugnahme auf die Beſtimmungen des in Ober— mörlen geltenden Mainzer Landrechtes, um Ueber— laſſung des ſeither curatoriſch verwalteten Vermö— gens absentis gegen Caution gebeten. Da jedoch auch die Kinder der verſtorbenen Schweſter des Ab— weſenden, Eva, des Michael Kißlers Ehefrau von Oberrad, Landamts Frankfurt, als deſſen geſetzliche Erben erſcheinen und eins dieſer Kinder, ein Sohn, mit Namen Joſeph, ſich heimlich von Hauſe entfernt hat, ohne daß ſein Aufenthaltsort bekannt iſt, ſo wird gedachter Joſeph Kißler aus Oberrad andurch öffentlich aufgefordert, binnen 90 Tagen Einwand dagegen bei unterzeichneter Gerichtsſtelle vorzubrin— gen, widrigenfalls unterſtellt werden ſolle, daß er der Erklärung ſeiner Geſchwiſter zu Gunſten ſeines Oheims Caspar Heil auf die Erbſchaft des Joh. Heil verzichten zu wollen, beitrete und des Letzteren zurückgelaſſenes Vermögen gegen Sicherheit jenem überliefert werden ſolle. Friedberg den 27. Juni 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Hofmann. Dr. Gilmer. Holzverſteigerung in dem Bodenröder Ge— meindewald, Reviers Hochweiſel. (926) Dienſtag den 12. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, ſell in dem Diſtrikt Schneiderwald und Elterheck nachbenanntes Holz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 1% Stecken buchen Pruͤgelholz, 20 3 77 77 Stockholz, friſches, . 05 8 altes, 4) 350 Stück buchen Reisholz-Wellen, Die großh. Buͤrgermeiſter werden erſucht, ſolches gefälligſt bekannt machen zu laſſen, und wird hierbei bemerkt, daß die Zuſammenkunft in loco Bodenrod iſt. Bodenrod den 5. Juli 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Hoffmann. Verſteigerung der Erdarbeften bei Reini- gung und Herſtellung des Lehngrabens. (927) Mittwoch den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen die zur Reinigung und Herſtellung des Lehng rabens erforderlichen Erdarbeiten öffentlich an Ort und Stelle loosweiſe an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Verſteigerung be— ginnt um die genannte Stunde am Anfange des Lehngrabens zwiſchen der Neumühle und Traishorloff. Nid da den 4. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung von Bauarbeiten in Geis⸗ nidda. 1928) Dienſtag den 19. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen in Geisnidda im Wirthshauſe die zur Er— bauung eines neuen Schulhauſes mit Oekonomiebau, Hofpflaſterung und Einfriedigung nöthigen Bauar⸗ beiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag beträgt: Maurerarbeit 807 fl. 9 kr. Materialien dazu 1529„ 38„ Steinhauerarbeit 782. 18, Zimmerarbeit 1468„ 49„ Dachdeckerarbeit 379„ 20„ Schreinerarbeit 535„ 29„ Schloſſerarbeit 494„ 2„ Glaſerarbeit 221% 0, Weißbinderarbeit 32% Spenglerarbeit 85% 36„ Pflaſtererarbeit 97„ 24„ Es werden nur ſolche Handwerker zum Gebote zugelaſſen, welche ſich durch Atteſtate ihrer reſp. Bür⸗ germeiſter ausweiſen konnen, daß ſie eine Caution von der halben Voranſchlagsſumme zu ſtellen im Stande ſind. Pläne, Voranſchläge und Bedingungen liegen hier zur Einſicht offen. Nidda den 4. Juli 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Süffert. Verſteigerung gemeinheitlicher Gebäulich⸗ keiten. 1929) Mittwoch den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen dabier zwei Ställe und ein Holzſchoppen unter einem Dach mit eichenen Eckpfoſten und Schwellen, die Wände von tannen Holz, von 387 Länge und 9“ Fuß Höhe, das Dachwerk 16“ auf⸗ recht mit circa 5500 Ziegeln bedeckt, ſodann ein Spritzenhaus von noch ganz gutem eichen Holz von 24 Länge, 15“ Breite der Stock 11“ hoch— öffent⸗ lich meiſtbietend auf den Abbruch, unter den bei der * 246* Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, verſteigert werden. Kaichen den 6. Juli 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter ahn. f Holzverſteigerung. (930) Donnerſtag den 14. d. M., Morgens 8 Uhr, ſollen in dem freih. von Diedeſchen Kirchwalde dahier: 1) 3000 Buchaſtholz⸗ und l 2 7000 Back⸗Wellen, öffentlich an den Meiſtbietenden, an Ort und Stelle, im Hochwaldſchlag am Kutſiherweg, verſteigert werden. Ziegenberg den 6. Juli 1842. Kirchner. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein braves Dienſtmädchen, (916) das mit Kindern umzugehen verſtebt und nicht unbekannt im Stricken und Nähen iſt, wird geſucht. Die Expedition dieſes Blattes ſagt von wem? Empfehlung. (915) Die Unterzeichnete, hier angekommen, er⸗ öffnet einen Lehrcurs in der neuen Methode des Anmeſſens und Zuſchneidens der Frauenzimmerkleider nach Eintheilung mit dem Maaße. Mit den beßten Zeugniſſen ihrer Geſchicklichkeit und bewährten Tüch⸗ tigkeit zum Unterrichte verſehen, wird ſie dieſe neue Erfindung, die ſich überall des ungetheilteſten Bei— falls der Damen zu erfreuen hatte, wie anderwärts, ſo auch hier in 14 Stunden zur vollſten Zufrieden⸗ heit lehren, und in dieſer kurzen Zeit die Damen, welche ſich ihrem Unterrichte vertrauen, in den Stand ſetzen, alle Arten von Kleidern ohne Muſter, blos nach dem Maaße aus freier Hand nach beliebiger Mode zuzuſchneiden und zuſammenzuſetzen. Ihr Aufenthalt dahier iſt nur für einige Wochen berechnet und das Nähere über die Art des Unter— richts, zu welchem ſie hoflichſt einladet, behält ſie mündlicher Rückſprache bevor. Zugleich bemerke ich einem verehrten Publikum, daß ich meine Wohnung bei Herrn Kappes mit der des Herrn Menges, auf der breiten Straße, ver— tauſcht habe. 5 Friedberg. Roſa Löwenſtein, wohnhaft bei Herrn Menges. Vorzüglichen Aepfelwein (918) hat in der Ohm zu verkaufen Phil. Philippi. Empfehlung. (919) Auf meiner nach niederlaͤnder Manier neu errichteten Kalkbrennerei zwiſchen Vilbel und der Friedberger Warte, an der Frankfurter Straße gelegen, werden im Laufe dieſer Woche neue Transporte fertig, welche ich à 1 fl. 6 kr. pr. Einem ve 1 5 ic hu ir, neben Weit eit Kaffe, ſow ind. 1 8 beſonder daß um die Zelt 1 ache Beehren 1 kann. Eber zelche bei mir u nit beſonderer R i, die größte“ Zugleich gebe Fejenigen, die r piß mein Haus ich in jeder Hi. Mit Bezugna HSingerfeſt bemer helche bei mir le 8 benachrichtiger ungen treffen ke Friedberg, Gaſthalte Herliniſche (531) Die be ſhaft hat die 2 dus erſte Jahr betet, angekünd nuen in dieſe Auch in die kues erſprießlia en Stamm⸗Kayi u fußiſch Curant ihre Theilneh eilt denſelhen 1 u und geht uit Negierung mitte 2 en eruiſt e280 den Vedi gun We 1. orgeng 8 1 Kira Lirchwaldt * 247. Butte abgebe, was ich, um mehrfacher Anfrage zu begegnen, hiermit meinen geehrten Abnehmern mittheile, und ſie zugleich verſichere, daß ſie ſuh bei gefaͤlliger Abnahme ſtets der billigſten, bißten und prompteſten Bedienung verſichert halten koͤnnen. Preungesheim den 3. Juli 1842. Johannes Lüdike. Caſthaus, Kaffee- und Speiſe⸗Wirthſchaft— Empfehlung. (920) Einem verehrungs würdigen reiſenden Publi— kum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß bei mir, neben Wein, Bier und Aepfelwein, zu jeder Zit Kaffee, ſowie warme und kalte Speiſen zu ha— bin ſind. Zur beſonderen Sorge werde ich es mir machen, daß um die Zeit der Ankunft und des Abgangs der Fimilienwagen ich jederzeit die mich mit ihrem Be— ſiche Beehrenden aufs Schnellſte und Beßte bedie— miu kann. Ebenſo werde ich für alle diejenigen, welche bei mir übernachten, für jede Bequemlichkeit, mit beſonderer Rückſicht auf gute und reinliche Bet⸗ ten, die größte Sorge tragen. Zugleich gebe ich die feſte Verſicherung, daß alle dejenigen, die mich mit ihrem Beſuche erfreuen, ge— wß mein Haus nicht unbefriedigt verlaſſen und mch in jeder Hinſicht billig finden werden. Mit Bezugnahme auf das vierte Wetterauer Sangerfeſt bemerke ich meinen geehrten Freunden, milche bei mir logiren wollen, mich baldigſt davon zu benachrichtigen, damit ich die nöthigen Vorkeh— rungen treffen kann. Friedberg. G. Gröninger, Gaſthalter zur blauen Traube, zwiſchen der Poſt und den drei Schwerdtern. Berliniſche Lebens-Verſicherungs-Ge— ſellſchaft. (931) Die berliniſche Lebens-Verſicherungs-Geſell— ſchaft hat die Dividende von 21 Procent, welche das erſte Jahr ihres Beſtehens als Ueberſchuß dar— bittet, angekündigt, und ſteht mithin ähnlichen In— küuten in dieſer Hinſicht nicht nach. Auch in dieſem Jahre erfreut ſich die Anſtalt eiſes erſprießlichen Fortganges, und hat bekanntlich eii Stamm⸗Kapital von Einer Million Thaler onußiſch Curant, ſtellt billige Prämien, befreit hre Theilnehmer von jedem Nachſchuſſe, ihtelt denſelben zwei Drittel des Jahres-Gewinns u und ſteht unter Controlle der Königl. Preußiſchen Rizierung mittelſt eines Königlichen Commiſſarii. Verſicherungen bei dieſer Geſellſchaft werden ver— nüͤtelt durch den unterzeichneten Agenten, welcher Siſchäftsprogramme, Antragsformulare und jede olſtige Auskunft Jedermann gerne mittheilt. Friedberg den 24. Juni 1842. G. F. Nau. (932) Ich beehre mich, ergebenſt anzuzeigen, daß ich zur Feier des vierten Wellerauer Saͤngerfeſtes, welches den 17. d. M. hier ſtattfindet, in meinem Gaſthofe folgende Einrichtungen getroffen habe:„ Es findet an dieſem Tage ſtatt: in dem großen Saale: Table d'héte mit Harmoniemuſik, Mittags um 12 Uhr, Ball bei brillanter Beleuchtung, Abends um 8 Uhr, in den Parterre-Salons nach der Hauptſtraße zu: Restauration mit Harmoniemuſik während der ganzen Dauer des Feſtes. Indem ich bemerke, daß Beſtellungen für die Table d'héte ſowie für Ballkarten, à 1 fl. pro Karte, pünktlich ausgeführt werden, empfehle ich mich der Gewogenheit eines verehrten Publikums. Friedberg den 5. Juli 1842. Ludwig Conrad Trapp zum Trapp'ſchen Gaſthofe. Nauheimer Teichhaus. (933) Sonntag den 10. Juli iſt auf dem Nau— heimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik an— zutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Weißer Rüb⸗Saamen, (934) für deſſen Güte und Reinheit beſonders ga— rantirt werden kann, verkaufe ich billig und bitte um zahlreichen Zuſpruch. Bönſtadt den 1. Juli 1842. Georg Henzel. 150 fl. (935) Vormundſchaftsgeld liegen zum Ausleihen bereit bei Martin Billaſch in Fauerbach II. Waaren⸗Empfehlung. (936) Bei dem bevorſtehenden Sängerfeſte bringen wir unſere ſchöne Toilett-Gegenſtände für Damen und Herrn, insbeſondere friſch erhaltene franzöſiſche Stickereien, als: Broche-, Pelerins-, Spenzer- und Cardinal-Kragen, ſeidene Echarps und Shawls, ſeidene und wollene Tüchelchen, ſeidene Regen- und Sonnenſchirme, ſeidene Täſchchen und Taſchentücher; ſodann eine große Auswahl der beliebten Patent— Seidenhüte und Göttinger Cravatten(von letztern beſitzen wir auch wieder Uniform-Cravatten für die Herrn Staatsdiener) ſowie Ball- und alle andere Arten Handſchuhe ꝛc. in empfehlende Erinnerung. Friedberg. — e J. Fuͤrth, ſeel. Erben. ad nem u ee (937) Den 17. d. M., am Tage des vierten Wet— terauer Sängerfeſtes, iſt in meinem Saale gut be— ſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Für reine Getränke und Speiſen wird beßtens beſorgt ſeyg J. P. Mann. Einladung zum Feſtmahlt in der großen Feſthalle. (938) Nach Beendigung der Geſänge, welche den 17. Juli von wenigſtens 1000 Sängern in unſerer gro⸗ ßen bei 6000 Menſchen faſſenden Kirche vorgetragen werden, ziehen ſämmtliche Sänger auf die nahe an der Stadt liegende Seewieſe zu einem großen Feſt⸗ eſſen. Zu dieſem Zwecke haben die Unterzeichneten da⸗ ſelbſt eine Feſthalle erbauen laſſen, worin circa 4000 Perſonen Platz finden können und wodurch es denn auch möglich iſt, daß auch Perſonen an dem Feſt⸗ mahl Theil nehmen können, welche nicht Sänger ſind. Da dieſe Feſthalle der Centralpunkt des ganzen Feſtes ſeyn wird, ſo iſt vorausſichtlich, daß Viele an dem Feſteſſen Theil zu nehmen wünſchen und wir bit⸗ ten deßhalb um frühzeitige Mittheilung, wer außer den Sängern d die ſich bei dem Feſtcomité zu mel⸗ den haben) ſich dabei zu betheiligen wünſcht: müſſen aber noch beſonders darauf aufmerkſam machen, daß wir nur ſolche Anmeldungen berückſichtigen können, welche bis längſtens den 12. d. M. bei uns einge⸗ laufen ſind. Das Couvert koſtet mit Einem Schop⸗ pen Wein 1 fl. 20 kr. 2 Abends großer Feſtball in der Feſt⸗ halle, wobei die vollſtändige Muſik des zu 6 248. 13. Jeanetten⸗Galopp, von Titl. 14. Potpourri aus der Oper„die ſchoͤne Flamlaͤnderin“, von Auber. Entrée 24 kr. Damen ſind frei. Anfang 6 Uhr. Semiller, . Großh. Muſikmeiſter. Friedberg in der Wetterau den 29. Juni 1842. D. Fritz. G. Gerlach. Ein geſittetes Mädchen (939) wird in eine ſtille Haushaltung in Dienſt geſucht. Die Expedition d. Bl. ertheilt Auskunft. Eine Wohnung, (940) welche bis zum 1. Oktober bezogen werden kann, hat zu vermiethen Johannes Rückert. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen alter: 11 fl. 15 kr.; neuer: 10 fl. 15 kr. Korn: 6 fl. 10 kr. Gerſte: 4 fl. 10 fr. Hafer: 3 fl. 10 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 27. Juni: Waizen: 11 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl.— kr Hafer: 2 fl. 40 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 1. Juli: Waizen: 11 fl. 25 kr. Korn: 6 fl. 23 kr. Gerſte: 4 fl. 51 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 10. bis 17. Juli 1842. Offenbach und Friedberg garniſonirenden pb! Brod- Preiſe Friedberg Butzbach. A. Regiments, in zwei Chören aufgeſtellt, 1 kr. pf. kr. pf. ununterbrochen ſpielen wird. Der Ein⸗ 1 TFeſb⸗ Roggendrod 2 2[21 trittspreis iſt für Solche, welche bei dm 18 Feſte nicht ſelbſtthätig mitwirken, As kr. Loth. Loth. % e 1 3—105 Schließlich bemerken wir noch, daß am Vorabend—[Waſſerwe 2 des Feſtes(Samſtag den 16. Juli) in der Feſthalle—JGemiſchtes(Tafel-) Brod* 15 Reſtauration mit türkiſch Muſik anzutreffen iſt, und Fleiſch⸗Preiſe. pf 51 Montag den 18. Juli, bei der großen Reſtau⸗ Ochſenfleiſch. 1 1 5 1 7 ration, in der Feſthalle, von der Muſik des Großh. Kühfleiſch] gemäſtetes— Heſſ. IV. Infanterie⸗Regiments vorgetragen wird: 1 ö 92 e e . 8 Rindſleiſch ungemaͤſtetes 6— 6— IJ. Abtheilung:„ Kalbſleiſch 8 5 2 1 1. Friedberger Sänger⸗Feſtmarſch, von Semiller. 7 1 8 5 05 1 0 2. Ouverture zur Oper„der 1 e Hal Adam. 3 Schaaffleiſch 3* ö 3. Potpourri aus der Oper„der Blitz“, von Halevy. 8 5 2 1 9 4. Liebesträume, Walzer von Lanner. 5 5„„ 5— 40 2 5. Duett aus der Oper„Alfred der Große“, v. Reuling. Bratwurſt a „ 6. Stuttgarter Damen⸗Galopp, von Kühner. 5 Schwartenmagen 14— 144 „ i: Geräucherter Speck 20— 20— 0 II. Abthei lu n g: 4 l 5 7. Ouverture zur Oper„Czaar und Zimmermann“, von„Dörrfleiſch 15— 15 Lortzing. 5„Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— 8. Adagio sostenuto für Blechmuſik, von Bellioli. 5 dito unausgelaſſen 19— 1914— N 9. Quodlibet für Blechmuſik, von Semiller.„ Nierenfett 18— 1814— 11 e 1 die Nachtwandlerin“, von eee 5 1 1 . otpour 47 a„ 1 1 1 Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. F. 5 12. Lilien⸗Walzer, von Labitzky. Küchler. ei Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. bergeſtelt word Emporbühnen watſtühle entfer werks erfaſſen zund vernimmt Elimme, die ſel Aewirr des bun zicht zu Volt art iſt für G digſte. Man ſchwer aufliegen der glatten Wal da die Säulen, ten, wt Leicht die nackten na und verzierte rückt werden. Formen den Lebens in der eruſte Stille hebt mit den bogen Blick! lichten empor überall beten ſtllen Kämme: von unſern Ve der gewöhnlich. und Predigt i. eſondere Pär gebung egal müſen fronne ſulch ſchne g ſtehen ließen. 60 das fett theiluaſe ver Gemälde