Intelligenzblatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —* M 44. Sonnabend 142. den 4. Juni — Amtlicher Theil. —— Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſämmtliche Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Aufſtellung und Einſendung der Viehſtandstabellen. Bei Reviſion der mit Ihren Berichten vorgelegten Tabellen über die Aufnahme des Viehſtandes im Jahr 1841 in Ihren Bürgermeiſtereien hat ſich ergeben, daß bei Aufſtellung derſelben nicht überall mit der nöthigen Sorgfalt und Genauigkeit verfahren worden iſt, vielmehr hier und da Berechnungsfehler und ſonſtige Unrichtigkeiten ſtattgefunden haben, welche hier mit vieler Mühe und Zeitaufwand berichtigt wer⸗ den mußten. Indem ich Sie hierauf aufmerkſam mache, weiſe ich Sie unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 20. Januar 1839, Nr. 4 des Intelligenzblattes, hierdurch an, für die Folge die Aufnahme des Vieh⸗ ſtandes und den Eintrag in die deßfallſigen Tabellen ſo ſorgfältig wie nur immer möglich iſt zu machen. Friedberg den 30. Mai 1842. ch! Localſection des Großherz. Heſſiſchen Gewerbvereins fuͤr den Kreis Friedberg. Monatliche Sitzung Montags den 6. Juni. Vorträge: über die ſchiefe Ebene, den Keil und dit Schraube,— über Stärkezuckerfabrikation,— Erläuterung der chemiſchen Wahlanziehung durch einen ein- fachen Verſuch,— Verbeſſerungen an Schloſſer-, und Schreiner⸗Werkzeugen, Thüren,— kleinere Mittheilungen aus Journalen. — Luftdichte Fenſter und Soldan. Vorrechte oͤſtreichiſcher Regimenter. Als Ferdinand II. im Jahr 1619 ſeine Re⸗ 5 10 antrat, war bekanntlich ein großer Theil einer Unterthanen in offenem Aufſtande gegen ihn. Nicht nur war die Krone Böhmen für ihn ſo gut wie verloren; der Graf von Thurn hatte ſogar Mähren inſurgirt, war mit Begünſtigung der nie⸗ deröſtreichiſchen Stände bis vor Wien gezogen und die Kugeln flogen in die Burg. Sechzehn Mitglie⸗ der der proteſtantiſchen Stände traten vor den Herr⸗ ſcher und beſtürmten ihn mit ihren Forderungen. Einer derſelben, Andreas Thonradel(Thonrädel), Herr von Evergaſſing, ſoll ihn ſogar an den Knöpfen ſeines Wamms gehalten und gefragt haben, ob er nicht unterſchreiben wolle)? In dieſem Augenblicke hörte man Trompeten⸗ Ton. Es waren 500 Küraſſiere, die von Dam⸗ pierre oder, wie Einige erzählen, von Bouquoi, heimlich abgeſchickt worden, durch das Fiſcherthor in die Stadt gekommen waren und ſich auf dem Burg⸗ platz aufgeſtellt hatten, wo ſie weitere Befehle er⸗ warteten. Ihr Anführer war nach Einigen Obriſt Santelier, nach Andern und wahrſcheinlicher Saint Hilaire. Schnell entfernten ſich nun die 16 Abgeordneten und flohen mit mehreren Pro⸗ )„Ferdinande, non subscribes?“ teſtanten aus dem Adel und der Buͤrgerſchaft zu dem Grafen von Thurn. Jenen Küraſſteren aber ge⸗ ſellten ſich bald noch eine Anzahl Jufanterie, 600 Studenten und 1600 Bürger aus Wien bei. Hier⸗ durch wurde Ferdinand aus ſeiner gefaͤhrlichen Lage geriſſen, die Stadt aber von ihrem Feinde befreit, der ſchnell nach Böhmen abzog. Zur Belohnung und zum Andenken an dieſe That wurde der Obriſt St. Hilaire für ſich und ſeine Erben zum oberſten Schiſſsamtmann von Wien er⸗ nannt. Das Regiment aber erhielt das Privilegium, daß es künftig im Dierſte allein von allen Regi⸗ mentern unter Trompetenſchall und mit fliegenden Standarten durch die Hofburg reiten, dort ſich auf— ſtellen, 3 Tage hindurch freie Werbung haben und die Wache beziehen, ferner, daß der Kommandant unangemeldet vor Sr. Majeſtät erſcheinen dürfe, endlich daß das Regiment niemals reducirt und auf— gelöſ't werden und keiner in demſelben wegen Ver— brechen mit dem Tode beſtraft, ſondern ein ſolcher erſt einem andern Regiment einverleibt werden ſolle. Später war der große Eugen Inhaber dieſes Regiments. Zur Zeit des ſiebenjährigen Krieges fuhrte es den Namen Hohenzollern. Im Jahr 1813 wurde der Großfürſt Conſtantin, nach ſei⸗ nem im Jahr 1831 erfolgten Tode aber der Kaiſer Nikolaus Regiments⸗Inhaber. Der gegenwärtige Obriſt iſt ein Graf Clam⸗Gallas. Der Staab liegt zu Podiebrad in Böhmen. Noch vor weni⸗ gen Jahren machte das Regiment von ſeinem Vor⸗ rechte beim Einzuge in Wien Gebrauch. Eine beſondere Ehre genießt auch das gegen— wärtige Regiment Windiſch⸗Grätz; dieſe Ehre beſteht darin, daß keiner einen Bart tragen darf.— Die Sache verhält ſich ſo: In einer der blutigen Schlachten des ſiebenjäh— rigen Krieges, wenn wir nicht irren, bei Collin, hatten bereits mehrere der ausgezeichnetſten Cavalle— rie⸗Regimenter den Beſehl erhalten, einzuhauen, wa— ren aber jedesmal genöthigt worden, umzuwenden, ohne den Zweck erreicht zu haben. Da bat der Ob— riſt eines aus Wallonen zuſammengeſetzten Regiments Saint Jgnon um die Ehre, den Auftrag ausführen zu dürfen. Der kommandirende General, welcher die Schwierigkeit erkannte, verſetzte aber kurz: Was wollen Sie mit ihren Gelbſchnäbeln(jaunes becs)? Oer Obriſe wiederholt die Bitte, dieſen Gelbſchnä— beln die Erlaubniß zum Angriffe ertheilen zu dür— fen. Nun glaubt der General einer ſolchen Bitte ſich nicht länger widerſetzen zu dürfen. Das Regi— ment erhält den Befehl anzugreifen, und war ſo gluͤcklich, ſeinen Zweck zu erreichen, der zum Siege das Meiſte beitrug. Das Betragen und der Muth dieſes faſt aus lauter jungen Leuten beſtehenden Regiments heiſchte eine ehrenvolle Belohnung von Seiten der Beherr— ſcherinn und dieſe Belohnung beſtand darin, daß es auf ewige Zeiten aus Gelbſchnäbeln beſtehen ſoll, das heißt, daß keiner einen Bart tragen darf. In den denkwürdigen Jahren hieß das Regiment ˙ 202. Vincent Chevauxlegers, jetzt fuhrt es, wie erwäͤhnd, den Namen Windiſch⸗Graͤtz, beſteht aber, wie na⸗ türlich, nicht mehr aus Wallonen, ſondern aus Böhmen. Wir ſehen aus dieſen Beispielen, daß die öſtreichi⸗ ſche Regierung recht gut die Kunſt verſteht, Dieje⸗ nigen zu belohnen, die ſich ausgezeichnet haben, und die Ehrenliebe der einzelnen Regimenter vortrefflich zu nähren weiß. Die Soldaten lernen die Thaten ihres Regiments alle kennen. Ueberall ſollte die Ein⸗ richtung beſtehen, daß der junge Krieger frühe lernt, wo und wann ſein Regiment ſich ausgezeichnet hat. Empfangs-Beſcheinigung. Für die Brandbeſchädigten zu Niedereiſenhauſen wur den weiter an milden Gaben geſpendet: von Dr. G. 1 fl. 4 kr., von G. L. 1 fl., von Pfr. Hfm. zu Gr. 1 fl., von St. E. B. 2 fl. von K. 2 fl. 20 kr., durch Hrn. Bürgermei⸗ ſter Zöll zu Großkarben, der Betrag einer daſelbſt veran⸗ ſtalteten Sammlung von 12 fl. 8 kr. und aus der Gemein⸗ dekaſſe zu Großkarben 40 fl. Buß. Von einer Nachbarſchaft zuſammengelegt 13 fl. 44 kr. (wegen Mangel an Raum können die Gaben nicht ſpeziell aufge⸗ ſuhrt werden), von Gr. A. H. 1 fl., von einer ungenannten Perſon 1 fl. von Schülern der hieſigen Muſterſctule ferner 13 fl. 55 kr., von Hrn. Lehrer Diehl in Niederweiſel geſam⸗ melt 1 fl. 46 kr., von R. 1 fl. 30 kr. von einem Ungenanu⸗ ten 1 fl. 40 kr., von L. R. H. 3 fl. 30 kr,, von G. H. 2 fl. 20 kr., von P. E. K. 1 fl., von den Schulkindern zu Lan⸗ genhann und Ziegenberg 2 fl. 47 kr. Der Lehrer ſchreibt da⸗ bei,„er koͤnne die Verſicherung geben, daß die kleinen Geber mit einer Freudigkeit ihre kleinen Gaben gebracht hätten, dis ihn wahrhaft gerührt habe.“ Vgl. Pſalm 8, 3. Prof. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Gaſthaus-Verſteigerung. (670) Das dahier belegene zu jedem Geſchäfte geeignete Gaſthaus zur Roſe ſoll im Termin Samſtag den 25. Juni d. J., Vorm. 10 Uhr, im Gaſthaus ſelbſt einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt werden, und ladet man Kaufliebhaber hierzu ein. Laubach den 13. Mai 1842. In Auftrag Gr. Hſſ. Grfl. Slmſ. Landgerichts Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Kneip. Arbeits-Verſteigerung. (700) Dienſtag den 7. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die erfor⸗ derlichen Schreinerarbeiten, zur Anſchaffung von Requiſiten in die Muſterſchule dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Der Voranſchlag, welcher täglich bis zum Ver⸗ ſteigerungstermin bei Unterzeichnetem eingeſehen wer⸗ den kann, beſteht in 120 fl. Friedberg den 28. Mai 1842. Der Beigeordnete Bender. Bekanntmachung. (705) Montag den 6. Juni d. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen im Gaſthaus zum Stern in Vilbel circa 29 Ohm für Obſtwein declarirter, von der Orts⸗ einnehmerei aber als Traubenwein in Beſchlag ge⸗ öffentlich an Verſteigetung gen verſteiger Aſſenhei l (710) Lon wird das diei ſteigeit: 19 von ung Huinchen Freita, in Lin; germei von ung Stamm Dien an ) von de gefähr Mitt bei 9 von der 70 Mo Freita an de Y don dem igen, Dienf i O G) don der hinter Dien an L Fritdhe * 203. nommener Wein, nach vorheriger Abgabe von Pro⸗ ben, oͤffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Groskarben den 25. Mai 1842. Großh. heſſ. Landgericht daſelbſt Limpert. Lieferung von Pflaſterſteinen. (702) Dienſtag den 7. Juni l. J, Morgens 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Aniiefern von 28 Klafter Baſaltſteinen für den diesjährigen Pfla⸗ ſterbau öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 28. Mai 1842. Der Beigeordnete Bender. Holzverſteigerung. (704) Dienſtag den 7. Juni d. J., Morgens 10 Uhr, ſollen in dem Gräfl. Solms⸗Roͤdelheim'ſchen Bainhards⸗Wald 33 Stecken geſchält eichen Prügelholz, 60„ eeichen Reiſer, 15„ junges eichen Stockholz, 250 eichen Baumſtützen, 275 eichen Bohnenſtangen, oͤffemlich an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden VBedingun⸗ gen verſteigert werden. Aſſenheim den 30. Mai 1842. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwalterei. Grasverſteigerungen. (719) Von den nachgenannten ſiscaliſchen Wieſen wird das diesjährige Heugras folgendermaßen ver⸗ ſteigert: 19 von ungefähr 50 Morgen in Lindheimer und Hainchener Gemarkungen Freitag den 10. Juni, Vormittags 11 Uhr, in Lindheim in der Behauſung des gr. Bür— germeiſters Bechtold; 2) von ungefähr 12 Morgen in dem ſ. g. See bei Stammheim Dienſtag den 14. Juni, Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle; 3) von der ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim, un— gefähr 300 Morgen haltend, Mittwoch den 15. Juni, Vormittags 11 Uhr, bei Herrn Gaſtwirth Höres in Bauernheim; Y von der Buchwaldswieſe bei Okarben, ungefähr 70 Morgen, Freitag den 17. Juni, Nachmittags 2 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben; 50 von dem ſ. g. Teich bei Oſtheim, ungefähr 5 Worgen, Dienſtag den 21. Juui, Nachmittags 2 Uhr, in Oſtheim bei Herrn Gaſtwirth Schneider; 6) von der freiherl. v. Löw'ſchen ſ. g. Pfingſtweide hinter dahieſiger Burg, ungefähr 12 Morgen, Dieuſtag den 28. Juni, Nachmittags 5. Uhr, an Ort und Stelle. Friedberg den 31. Mai 1842. Gr. heſſ. Rentamt daſelbſt. Buß. Holzverſteigerung. (720) Donnerſtag den 9. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald, Di— ſtrikt Birkenſpitz und Hundſeif, folgende Gehölze: 1 11 Schälholz⸗Stecken, 20 3387% Stück Schälholz⸗Wellen und 3) 50„ aspen Wellen, unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden hiermit erſucht, Vorſtehendes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Der Anfang der Verſteigerung findet zur vor— beſtimmten Stunde im Diſtrikte Birkenſpitz ſtatt. Obermörlen am 1. Juni 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Arbeits-Verſteigerung. (721) Samſtag den 18. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſollen auf dahieſigem Rathhauſe folgende Arbeiten: 1) die Herſtellung von 40 laufenden Klaftern Orts- pflaſter mit Materialien voranſchlagt zu 243 fl. 2) die Erbauung einer 30 Klafter langen Chauſſee außerhalb des Orts mit Materialien voran— ſchlagt zu 150 fl. 30 kr. öffentlich an die Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Voranſchläge und Steigbedingungen liegen auf der Bürgermeiſterei zur Einſicht offen. Juheiden am 24. Mai 1842. Der gr. Buͤrgermeiſter⸗Vitar Junker. Arbeits-Verſteigerung. (722) Künftigen Samſtag den 11. Juni l. J., Nachmittags 2 Uhr, ſoll zu Buͤdesheim die Vergol— dung des Wetterhahns und Knepfs daſiger Pfarr— kirche, ſowie der dabei nöthige Oelfarb-Anſtrich, zu— ſammen vorauſchlagt zu 36 fl., an den Wenigſtneh— menden öffentlich in Accord abgegeben werden. Ue— berſchläge und Bedingungen liegen auf großh. Bür— germeiſterei daſelbſt zur Einſicht bereit. Büdesheim den 30. Mai 1842. Der Kirchenvorſtaud daſelbſt. Kirſchen Verkauf. (723) Dienſtag den 7. Juni, Nachmittags 5 Uhr, ſollen die der Gemeinde Petterweil zuſtehenden Kir— ſchen von 9 großen Bäumen an Ort und Stelle verſteigert werden. Petterweil den 3m. Mai 1842. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Holtzmann. Bekanntmachung. (724) Die in dem freiberrlich von Frankenſtein⸗ ſchen Walde am 27. und 28. Mai abgehaltenen Holzverſteigerungen haben die herrſchaftliche Geneh⸗ migung erhalten. Als erſte Fahrtage ſind Montag der 6. und Dienſtag den 7. Juni beſtimmt. Ockſtadt den 31. Mai 1842. Bromſer. „% 204* Arbeits-Verſteigerung. Montag den 13. Juni, des Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeichneten die Fertigung von Chauſſeepfählen und Ortstafeln auf die Hauptſtraße von Butzbach über Gießen und Lollar bis zur kurheſſ. Grenze, beſtehend in (725) Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 87 fl. 46 kr. Schreinerarbeit 45„ 36„ Weißbinderarbeit 130„ 32„ au die Wenigſtfordernden verſteigert werden. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen auf 1 Büreau zur Einſicht der Steigliebhaber offen. Gießen den 1. Juni 1842. Der großh. heſſ. Provinzialbaumeiſter Hofmann. Grasverſteigerung. (726) Montag den 20. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Petterweil gehörige Heu⸗ und Grummetzras von circa 40 Morgen Wieſen in einzelnen Abtheilungen an die Meiſtbietenden ver— ſteigert werden. Petterweil den 31. Mai 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Arbeits-Verſteigerung. (727) Freitag den 10. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſollen zu Petterweil die unten näher beſchriebenen Arbeiten an Oct und Stelle in Accord gegeben werden: 19 das Planiren einer Nebenſtraße, die Schloß⸗ gaſſe genannt, 91 laufende Klafter, voranſchlagt zu 118 fl, 20 die Fertigung eines Stücks Pflaſter nach dem neu angelegten Friedhofe, 40 U] Klafter, vor⸗ anſchlagt zu 214 fl., 3) Auspflaſterung 3 verſchiedener Mulden, 13 0 Klafter, voranſchlagt zu 64 fl., J) das Anfahren der zur Unterhaltung des neu angelegten Vicinalwegs erforderlichen 3 Kubik⸗ klafter Kies von Holzhauſen und noch weitere Handarbeiten, voranſchlagt zu 94 fl. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerungen geeignet bekannt machen zu laſſen. Petterweil den 31. Mai 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Arbeits ⸗Verſteigerung. Mittwoch den 8. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſoll in dem Gemeindehauſe zu Oberrosbach zur Herſtellung des Orts- und Straßenpflaſters 1) das Fertig en von 25 l] Klafter Pflaſter, (728) 2) das Brechen von 50 Kubikklafter Pflaſterſteinen, 3) das Fahren von 20 Kubikklafter Pflaſterſteinen, 4) das Anlief ern von 1 Kubikklafter Pflaſterkies, an den Wenig ſtnehmenden verſteigert werden. Oberrosb ach den 1. Juni 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter i Lammer. Holzverſteigerung. 5 (729) Freitag den 10. d. M., Morgens 7 Ubr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikn Hoßburg, 1) 2½ Stecken buchen Scheitholz, 2„ birken 7 3) 13„ buchen Pruͤgelholz, Dir e biken 95 5) 42½„ eichen Schälholz, 6) 3012 ½ Stück birken eichen Wellen, 7 1„ eichen Stangen und 8) 26 Haufen Waldſtreu, aus Heiden und Moos, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, vor⸗ ſtehende Verſteigerung in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach am 1. Juni 1842. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Lämmer. Maurerarbeit zu Friedberg. (730) Montag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll die Maurerarbeit an der neu zu erbauenden Brücke über den Mühlgraben der Uſa am Burgberg dahier, voranſchlagt zu 549 fl., nochmals an Ort und Stelle verſteigt und an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Friedberg den 31. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumelſter Rhumbler. Maurerarbeit zu Rockenberg. (731) Dienſtag den 7. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll die zur Erbauung der Brücke über die Wetter bei Rockenberg erforderliche Maurerarbeit, voranſchlagt zu 580 fl., nochmals im Gaſthaus zur Gerſte verſteigt und anderweit vergeben werden. Zugleich werden Arbeiter aufgefordert, da das. Ausgraben und Fertigen des Rollpflaſters im Tag⸗ lohn geſchehen ſoll, ſich dort bei dem Bauaufſeher anzumelden. Friedberg den 31. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Zimmerarbeit zu Zlegenberg. (732) Montag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Anfertigung eines Lehngeruͤſtes fur die Brücke bei Ziegenberg, voranſchlagt zu 640 fl., und die Erbauung einer Bretterhütte, voranſchlagt zu 160 fl., bei Herrn Gaſthalter Wick in Ziegenberg öffentlich verſteigt und an den Wenigſtnehmenden vergeben werden. Plan und Voranſchlag liegen auf dem Bürtau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 2. Juni 1842. Der großh. heſſ. Kreis banmelſter Rhumbler. Verſteigerung don e zu Hoͤchſt g. d. N. (733) Dienſtag den 14. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen die nachſtehend näher bezeichneten Arbeiten Be 734 Dien 10 Uhr, dolle darf an Rübd im Termin b en in Liefer enden hierdur Nauheim (735) Freit, Uhr, ſoll au Herbeifuht vo Steinbruche b Brücke an dem Setzen und Ze Unterhaltunge wollſtadt bis in Accord geg Friedberg Prive (7 N Hoffmann u verkaufen ein noch g Doppeltfli 0 den aſſnogeſe lch Fier des Ho roßherpogs v Partie nach wo gegen 51 lichkeit des 2 Friedber 88) weſc ts im Tag, u Bauaufſeher Ertisbaunefſler rüſtt⸗ für bit 1 600 L, und uuſchlagt zu i Ziegenderg nigſtned wenden u den Büttel — Sreitbarneſptt ber. 1er iu ö germimage 1 ann * 205» und Lieferungen zur Erbauung einer Fluthſchleuße an das Wehr bei Höchſt a. d. N., unter den bei der Verſteigerung bekannt zu machenden Bedingun⸗ gen an Ort und Stelle öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigt werden. Maurerarbeit, voranſchlagt zu circa 400 fl. Steinhauerarbeit 2100„ Zimmerarbeit 360„ Sloſſerarbeit 60„ Hierzu kommt ferner die Lieferung von circa 8 Cub.⸗Kl. Mauerſteinen, 80 Bütten Kalk und 2 Cub. Kl. Kies. Friedberg den 30. Mai 1842. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. Bekanntmachung. 6734) Dienſtag den 14. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline der diesjährige Be— darf an Rüböͤl dem Wenigſtfordernden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen in Lieferung übergeben werden, welches Luſttra— genden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 31. Mai 1842. Kurfürſtliches Salzamt, Schminke. Meinhard. Feiſt. Dunker. Arbeits-Verſteigerung. (735) Freitag den 10. Juni d. J, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf den Chauſſeehaus bei Ilbenſtadt die Herbeifuhr von 10 Kubikklafter Steinen aus dem Steinbruche bei Ilbenſtadt an die neuzuerbauende Brucke an dem Speckberg bei Aſſenheim, ſowie das Setzen und Zerſchlagen von 9,5 Kub.-Klftr. Chauſſee— Unterhaltungsſteinen auf der Straße von Nieder— wöllſtadt bis an das Chauſſeehaus bei Ilbenſtadt in Accord gegeben werden. Friedberg den 1. Juni 1841. Der großh. heſſ. Kreisbaumeiſter Rhumbler. NN Privat⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkauf. (674) In der Wohnung der Frau Forſtmeiſter boffmann in Aſſenheim ſteht aus freier Hand u verkaufen: ein noch ganz gut erhaltenes Korbwägelchen, eine Doppeltflinte und eine Buͤrſchbüchſe. Caſino in Friedberg. 715) Den verehrl. auswärtigen Mitgliedern der aſinogeſellſchaft zeigt man hierdurch an, daß zur Feier des Hohen Geburtsfeſtes Sr. Hoheit des Erb zroßherzogs von Heſſen ꝛc., am 9. Juni a. C., eine parthie nach dem Oſſenheimer Wäldchen ſtattfindet, wo gegen 5 Uhr Harmonie- und Tanzmuſſik die Feſt⸗ lichkeit des Tages erhöhen wird. Friedberg den 30. Mai 1842. Der Vorſtand. Ein Logis, (6588) welches Anfangs September bezogen werden kann, iſt bei dem Unterzeichneten im oberen Stock zu vermiethen. Ludwig Finzel auf dem Hauck. 5 Zum Verkauf. (717) Bei dem Unterzeichneten liegen einige Hun⸗ dert braſilianer Hornſpitzen zu verkaufen. Friedberg den 29. Mai 1842. Ph. Carl Kiefer, Kammacher. Geſchäfts-Eröffnung. (736) Ich beehre mich hiermit einem verehrungs⸗ würdigen Publikum die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich mich dahier, in meiner Vaterſtadt, als Schloſ⸗ ſer etablirt habe. Indem ich allen, die mich mit ihren Aufträgen gütigſt beehren, gute und geſchmack— volle Arbeiten verſpreche, bitte ich um recht zahl⸗ reichen Zuſpruch. Auch kann ein junger Menſch unter vortheilhaf⸗ ten Bedingungen bei mir in die Lehre treten. Meine Wohnung iſt in der Schirmgaſſe neben Wagnermeiſter Hanſtein. Friedberg den 1. Juni 1842. J. Boller. Ein weißer Hund (737) mit braunem Kopf und braunem Behang, iſt mir auf der Chauſſee bei Niedermörlen zugelaufen, und kann der Eigenthümer denſelben gegen Erſtat⸗ tung der Koſten wieder in Empfang nehmen. Niedermörlen den 1. Juni 1842. Jäger, Bauaufſeher 2r. Klaſſe. Geſchäfts-Eröffnung. (738) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich die ergebenſte An- zeige, daß ich neben meinem ſeither geführten Geſchäſt als Ochſenmetzger eine Wirthſchaft mit Schweinen⸗ ſchlachterei eröffnet habe. Stets war mir Alles daran gelegen, meine ge— ehrten Kunden in jeder nur möglichen Weiſe zu be⸗ friedigen und werde mir es auch ferner aufs Eifrigſte angelegen ſeyn laſſen, in dieſem meinem neuen Eta⸗ bliſſement, die mich Beehrenden aufs beßte zufrieden zu ſtellen. Was meine Wirthſchaft betrifft, ſo habe ich mir es zur beſonderen Pflicht gemacht, meine geehrten Gäſte ſtets mit reinlichen guten Speiſen und Ge— tränken zu bewirthen, ſowie ich überhaupt beſorgt ſeyn werde, ihnen den Aufenthalt ſo angenehm als möglich zu machen. Friedberg den 1. Juni 1842. Georg Schäfer, wohnhaft der Poſt gegenuber. Einen Lehrling (739) ſucht Schreinermeiſter Wilhelm Valentin in Friedberg. Ein tüchtiger Schmied⸗Geſelle, (740) welcher als Meiſter fungiren kann, findet gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung bei Gebr. Schwarz in Echzel. Nauheimer Teichhaus. (741) Sonntag den 5. Juni iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhaus gut beſetzte Harmonie und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Henkel. Schwalheimer Mineralbrunnen. (742) Sonntag den 5. d. M. Harmonie⸗ und Tanzmuſik in meinem Wirthſchaftslokale, wozu höflichſt einladet Henkel. Tanzmuſik im Schloßgarten zu Ockſtadt (743) iſt Sonntag den 5. Juni anzutreffen, wozu ich mit der Verſicherung freundlichſt einlade, daß fuͤr alle Erforderniſſe beßtens geſorgt wird. Ockſtadt. Nicolaus Steyer. Tanzmufſik. (744) Sonntag den 5. Juni iſt bei mir gut be⸗ ſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Fauerbach II den 1. Juni 1842. J. Neiſel. Selſerbrunnen bei Okarben. (745) Senntag den 5. Juni iſt am hieſigen Mine⸗ ralbrunnen wohl beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Verſicherung billigſter und prompter Bedienung höflichſt einladet Havenecker. Sommerbeluſtigungen auf dem EChauſſee⸗ haus bei Ilbenſcadt (746) beginnen Sonntag den 5. Juni und lade ich dazu ergebenſt ein. Für gute Speiſen und Ge⸗ tränke werde ich ſtets Sorge tragen und ſehe deßhalb einem recht zahlreichen Zuſpruche entgegen. Ilbenſtädter Ehauſſeehaus den 2. Juni 1842. Mörſchel. Badegelegenheit. (747) Zu dem an der Uſa ſtehenden Badehaus können noch einige Theilnehmer eintreten und wollen ſich gefälligſt an Unterzeichneten wenden. Friedberg im Juni 1842. Feiling, Schreinermeiſter. Empfehlung. (748) Ich mache einem hieſigen und auswärtigen Publikum hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich das ſeither im Namen meiner Mutter betriebene Geſchäft nunmehr übernommen habe und auf eigene Rechnung betreibe. Zugleich empfehle ich meinen ſtets fertigen Vor⸗ rath feiner Tiſch⸗, Deſſert⸗, Taſchen⸗, Feder⸗ und Raſtrmeſſer, Scheeren, Tranchir- und Tafelbeſtecke in jeder beliebigen Sorte und anderer in mein Fach ſchlagender Artikel, verſpreche bei Reparaturen ſowie im Schleifen ſchnelle und pünktliche Beſorgung zu billigen Preiſen, und bitte das unſerem Geſchäfte ſeither geſchenkte Zutrauen auch mir angedeihen zu laſſen. Friedberg den 1. Juni 1842. Friedrich Schäfer, Meſſerſchmied. „ 206* Familienwagen nach Homburg. (749) Sonntag den 5. d. M. fährt der Unter⸗ zeichnete mit ſeinem neuen Wagen nach Homburg und zurück. Die Abfahrt von hier iſt Morgens 7 Uhr am Maulbeerbaum und von Homburg Abends 8 Uhr, oder wenn es gewünſcht wird, auch um 9 Uhr. Der Preis für hin und zurück iſt 1 fl.— Doch bitte ich Diejenigen, welche mitfahren wollen, frühzeitig mich davon zu benachrichtigen, reſp. Kar⸗ ten in meinem Hauſe in Empfang nehmen zu wollen. Friedberg den 2. Juni 1842. Heinrich Hanſtein IV. 112 fl. Armenkapitalien (750) können aus der altenſtädter Gemeindekaſſe ver liehen werden durch Gemeindeeinehmer Altvater. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl. 40 kr. Korn: 5 fl. 30 kr. Gerſte: 3 fl. 40 7. Hafer: 2 fl. 45 kr. Fruüchte⸗Preiſe zu Frarkfurt, am 30. Mai: Waizen: 9 fl. 45 kr. Korn: 5 fl. 30 kr. Gerſte:— fl.— kn Hafer: 2 fl. 35 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 27. Mai: Waizen: 10 fl. 51 fr. Korn: 6 fl. 8 kr. Gerſte: 4 fl. 24 kr. Hafer: 3 fl. 14 er. Erbſen:— fl.— kr. Polizei⸗Taxe fuͤr die Staͤdte Friedberg un Butzbach vom 5. bis 12. Juni 1842. pe Brod Preiſe. btiedberg] Bußbach. kr. pf. kr. pf. 1 Leib ⸗Roggenbrod 2 2 2 1 2 7.* 4 3 4 4 44*** 9 1 9— l Loth. Loth. — Milchbrod 114 114 —Waſſerweck 1 4¼(15 —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 14 5 157%. le i 7 i* F iſch Preiſe 15 1 1 Ochſenfleiſch abet 2— 11 7 20 gemäſtetes— 8 „Küofleiſch ungemäſtetes 1 71— 1 5 6 gemäſtetes 71— 71— „Rindſleiſch] ungemäſtetes 6— 6— „Kalbfleiſch 5 3 51 2 „Schweinenfleiſch 10 2 101 2 „Hammelfleiſch 81— 84— „ Schaaffleiſch———— „ Wurſt von blos Schweinen 124— 124 „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „Bratwurſt 14— 144— „Schwartenmagen 144— 144— „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „Doörrfleiſch 15— 151— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— „ dito ungausgelaſſen 19— 19— „Nierenfett 18— 181— „Hammelsfett 15 15 Der großh. heſſ. Kreisrath d. K. F. Küchler. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Corl Binder nagel in Friedberg. Dle rege Thel Frledberg und de Nieder⸗Ciſenhauſe unſern Leſern el glͤckichen Ort dortiger Gegend! nehmen, welchem „Niedertiſ ſten Orte des Ort man ihm könnte. Von habenden Ortt terlandes n und ſchlechte Niedereiſenhau nen und ſteril Etwas zu verd ein Theil der von Fraukfurt ſchen, ſo wüß Orte, Obete Frechenhauſe beſſer ſtehen nicht in der ten Ortes Taglöhner,? der Mann e Llwas zu ve dun Kindern und ſucht ſic melich mit de nun wat ſeis deutende Er hiervon Ales für ſeine 1 Dauchalt d. ten Theil f auſchaffe, 0 5 die an on; l 11 0 J nd noch if